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Präsentieren die Pläne für die Zukunft der Spittelmühle in Kaufbeuren (von links): Wirtschaftsreferent Andreas Bauer, Joshua Zappe und Alexander Braml von der Projektgesellschaft Mahlwerk sowie Oberbürgermeister Stefan Bosse. Foto: Claus Tenambergen, Wir sind Kaufbeuren
Nach jahrzehntelangem Leerstand zeichnet sich eine Zukunft für das markante Gebäude ab – Die Projektgesellschaft „Mahlwerk“ will einen zweistelligen Millionenbetrag investieren
Kaufbeuren – Es könnte eines der bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte der kommenden Jahre werden: Die seit Jahrzehnten leerstehende Spittelmühle an der wichtigsten Kreuzungen Kaufbeurens soll zu neuem Leben erwachen. Wo bisher ein weitgehend ungenutztes Gebäude das Stadtbild prägt, sollen künftig ein Hotel mit rund 60 bis 70 Zimmern, Gastronomie und möglicherweise eine Markthalle entstehen. Besonders spektakulär ist die Idee einer verglasten Bar auf dem ehemaligen Mühlenturm, die einen außergewöhnlichen Blick über Kaufbeuren bieten könnte.
Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag, 22. Oktober 2026, im Kaufbeurer Rathaus stellten Oberbürgermeister Stefan Bosse, Wirtschaftsreferent Andreas Bauer und die Initiatoren der Projektgesellschaft „Mahlwerk“ die Pläne erstmals öffentlich vor. Hinter dem Vorhaben stehen Kaufbeurer Unternehmer, die das historische Gebäude mit einer Investition im niedrigen zweistelligen Millionenbereich umfassend sanieren und einer neuen Nutzung zuführen möchten.
Der Stadtrat hat sich bereits für das Konzept ausgesprochen. Damit könnte nach zahlreichen gescheiterten Anläufen der vergangenen Jahrzehnte nun tatsächlich eine Perspektive für die Spittelmühle entstehen.
Ein Gebäude, viele Ideen – und nun eine konkrete Perspektive
Die Spittelmühle beschäftigt die Stadt Kaufbeuren seit vielen Jahren. Das Gebäude befindet sich ebenso wie das angrenzende Wasserkraftwerk im städtischen Eigentum. Immer wieder gab es Überlegungen, die Immobilie zu sanieren und einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Doch keines der bisherigen Vorhaben konnte verwirklicht werden.
Oberbürgermeister Stefan Bosse erinnerte bei der Pressekonferenz an die zahlreichen Versuche, das Gebäude wiederzubeleben. Unterschiedliche Planer hätten Konzepte entwickelt, doch immer wieder seien Schwierigkeiten oder äußere Umstände dazwischengekommen. Nun sieht die Stadt eine neue Chance. Ein eigens durchgeführtes Bieterverfahren brachte die Entscheidung zugunsten der Projektgesellschaft „Mahlwerk“.
Dabei stand nicht allein der mögliche Verkaufserlös im Vordergrund. Vielmehr wurde das Verfahren bewusst so gestaltet, dass die Qualität des Nutzungskonzepts mit 70 Prozent in die Bewertung einfloss. Wirtschaftsreferent Andreas Bauer erklärte, dass es der Stadt vor allem um eine Belebung dieses wichtigen Standorts am Rand der Altstadt gegangen sei. Eine reine Lager-, Büro- oder Wohnnutzung hätte aus Sicht der Verantwortlichen nicht die gewünschte Wirkung erzielt. „Es wird ein Juwel für die Stadt sein“, zeigte sich Bauer bei der Vorstellung des Projekts überzeugt.
Kaufbeurer Unternehmer übernehmen Verantwortung
Die Initiative geht von der eigens gegründeten Mahlwerk Projektgesellschaft aus. Zu den Gesellschaftern gehören Joshua Zappe aus der Geschäftsleitung der Zappe GmbH in Kaufbeuren und Alexander Braml, Inhaber der BRAML Steuerberatungsgesellschaft mbH. Zum vierköpfigen Gesellschafterkreis gehören nach Angaben der Projektverantwortlichen außerdem Claudio Hirscher und Eva Lele.
Die Beteiligten bringen unterschiedliche berufliche Kompetenzen in das Vorhaben ein – von der Bauausführung über steuerliche und rechtliche Fragen bis hin zur wirtschaftlichen Gestaltung und dem späteren Betrieb. Joshua Zappe schilderte, dass ihn die Spittelmühle schon seit seiner Kindheit begleitet habe. Über Jahrzehnte sei er an dem Gebäude vorbeigekommen und habe sich gefragt, welche Zukunft es haben könnte.
Gemeinsam mit seinen Partnern habe er sich intensiv mit den baulichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten auseinandergesetzt. Schnell sei deutlich geworden, dass eine klassische Büro- oder Wohnnutzung aufgrund der schwierigen Erschließung und Parkplatzsituation nur schwer umzusetzen wäre.
Die entscheidende Perspektive eröffnete schließlich der Kontakt zu einem Kaufbeurer Hotelbetreiber, der bereits Erfahrung in der örtlichen Hotellerie besitzt und Interesse an einem weiteren Standort signalisiert hat. Sein Name wurde bei der Pressekonferenz noch nicht bekannt gegeben.
Dass die Projektgesellschaft bereit ist, sich dieser Herausforderung zu stellen, hat für Zappe auch mit der Verbundenheit zur eigenen Heimatstadt zu tun. „Wir kommen aus der Stadt. Wir haben unsere Unternehmen hier in der Stadt“, betonte er. Zugleich machte er deutlich, dass die Beteiligten das Vorhaben mit großer Entschlossenheit angehen: „Wenn wir es anfangen, dann ziehen wir es auch durch.“
Hotel mit 60 bis 70 Zimmern und Angeboten für längere Aufenthalte
Den größten Teil der Spittelmühle soll künftig ein Hotel einnehmen. Vorgesehen ist eine Nutzung des ersten bis vierten Obergeschosses. Geplant sind etwa 60 bis 70 Zimmer, wobei die endgültige Anzahl von der weiteren Raumaufteilung abhängt. Das Konzept sieht eine Kombination aus klassischem Hotelbetrieb und sogenannten Long-Stay-Angeboten vor. Dabei handelt es sich um Zimmer beziehungsweise Apartments, die auch für längere Aufenthalte gebucht werden können. Angesprochen werden sollen beispielsweise Geschäftsreisende oder Monteure, die mehrere Wochen oder Monate in Kaufbeuren verbringen. Für diese Gäste sind größere Einheiten mit kleinen Küchenzeilen vorgesehen. Mit dieser Mischung möchten die Projektentwickler unterschiedliche Bedürfnisse abdecken und zugleich einen wirtschaftlich tragfähigen Hotelbetrieb ermöglichen.
Visualisierung
Projektvisualisierung „Spittelmühle Mahlwerk“. Bild: Mahlwerk Projektgesellschaft GmbH & Co. KG
Gastronomie und Markthalle im Erdgeschoss
Auch das Erdgeschoss soll künftig eine wichtige Rolle spielen. Hier denken die Verantwortlichen an eine gastronomische Nutzung, möglicherweise in Verbindung mit einer Markthalle. Wie dieses Angebot im Detail aussehen wird, ist noch offen. Insbesondere die baulichen Voraussetzungen und die spätere Verpachtung müssen noch geklärt werden. Ziel ist es, einen Bereich zu schaffen, der nicht ausschließlich Hotelgästen vorbehalten bleibt, sondern auch für die Kaufbeurer Bevölkerung und Besucher der Stadt attraktiv ist. Dazu könnte eine Außengastronomie gehören. Erste Gespräche mit der Stadt über eine entsprechende Gestaltung des Vorplatzes haben bereits stattgefunden.
Ein gläserner Aufbau als besonderer Blickfang
Ein architektonisches Highlight des Projekts könnte auf dem ehemaligen Mühlenturm entstehen. Die Planungen sehen einen verglasten Aufbau vor, in dem eine Bar oder ein gastronomischer Betrieb untergebracht werden könnte. Von dort aus würde sich ein weiter Blick über die Kaufbeurer Altstadt und die umliegenden Stadtbereiche bis hin zu den Alpen eröffnen. Joshua Zappe berichtete, dass es bereits erste Interessenten für den Betrieb einer solchen Gastronomie gebe. Konkrete Vereinbarungen seien allerdings noch nicht abgeschlossen.
Auch die baurechtliche Genehmigung und die architektonische Ausgestaltung müssen noch mit den zuständigen Behörden abgestimmt werden. Die bei der Pressekonferenz gezeigte Visualisierung verdeutlicht deshalb zunächst die gestalterische Richtung. Einzelheiten können sich im weiteren Planungsverlauf noch verändern. Für die Stadt ist gerade dieser öffentlich zugängliche Bereich von besonderer Bedeutung. Andreas Bauer bezeichnete eine solche Aussichtsgastronomie als möglichen Anziehungspunkt, der weit über den eigentlichen Hotelbetrieb hinaus Wirkung entfalten könnte.
Schwierige Erschließung und besondere bauliche Herausforderungen
Dass die Spittelmühle über Jahrzehnte keine neue Nutzung gefunden hat, liegt auch an den besonderen Rahmenbedingungen. Das Gebäude befindet sich unmittelbar an einer stark befahrenen Kreuzung. Die bisherige Zugänglichkeit ist eingeschränkt, gleichzeitig sind die baulichen Möglichkeiten aufgrund des bestehenden Gebäudes begrenzt. Ein wichtiger Baustein des neuen Konzepts ist deshalb die Einbeziehung angrenzender Grundstücksflächen. Die Projektgesellschaft konnte bereits einen Teil eines benachbarten Grundstücks erwerben. Über weitere Anteile wird noch verhandelt. Dadurch könnten zusätzliche Erschließungsmöglichkeiten entstehen und das Umfeld der Spittelmühle attraktiver gestaltet werden. Die Projektverantwortlichen betonten allerdings, dass das Vorhaben grundsätzlich auch ohne den vollständigen Erwerb dieser Flächen umsetzbar sei.
Hinzu kommen anspruchsvolle baurechtliche Fragen. Die Spittelmühle steht nach den Angaben bei der Pressekonferenz nicht unter individuellem Denkmalschutz, unterliegt jedoch dem Ensembleschutz. Von besonderer Bedeutung ist außerdem der Bestandsschutz. Die äußeren Dimensionen des Gebäudes sollen weitgehend erhalten bleiben, da ein vollständiger Neubau an dieser Stelle aufgrund heutiger Abstandsflächenregelungen erheblich schwieriger wäre. Im Inneren ist dagegen eine umfassende Neuordnung vorgesehen. Oberbürgermeister Stefan Bosse brachte die besonderen Herausforderungen des Projekts bei der Pressekonferenz mit wenigen Worten auf den Punkt: „Weil einfach ist anders.“ Gerade deshalb würdigte er die Bereitschaft der Unternehmer, sich auf die anspruchsvolle Sanierung einzulassen.
Innovative Energieversorgung mit Wasser, Wärmepumpe und Batteriespeicher
Neben der architektonischen Gestaltung soll auch die Energieversorgung eine besondere Rolle spielen. Die Projektgesellschaft möchte prüfen, wie sich die vorhandenen technischen Möglichkeiten am Standort für einen möglichst energieeffizienten Betrieb nutzen lassen. Dazu gehört insbesondere der angrenzende Mühlbach mit seiner bestehenden Turbinenanlage. Angedacht ist ein Energiekonzept mit Wärmepumpe und Batteriespeicher. Auch eine Photovoltaikanlage wird geprüft.
Darüber hinaus könnte der Mühlbach für die Wärmegewinnung beziehungsweise Kühlung genutzt werden. Die dafür erforderlichen wasserrechtlichen Genehmigungen müssten noch beantragt werden. Gerade für den geplanten Hotelbetrieb spielt auch die Kühlung der Zimmer während der Sommermonate eine Rolle. Joshua Zappe bezeichnete die energetische Gestaltung als eines seiner persönlichen Anliegen. Er möchte mit dem Projekt zeigen, dass sich auch ein älteres Gebäude in innerstädtischer Lage mit zeitgemäßer Technik wirtschaftlich und energieeffizient betreiben lässt.
Investition im zweistelligen Millionenbereich
Die Dimension des Vorhabens ist beträchtlich. Nach Angaben der Projektgesellschaft bewegen sich die derzeit kalkulierten Investitionskosten im niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Eine endgültige Summe lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht nennen, da zahlreiche technische und planerische Details erst in den kommenden Monaten ausgearbeitet werden. Die Verantwortlichen betonten, dass sie bereits umfangreiche Vorarbeiten geleistet und finanzielle Reserven eingeplant hätten.
Gleichzeitig machten sie deutlich, dass es sich um ein anspruchsvolles Projekt mit entsprechenden wirtschaftlichen Risiken handelt. Dennoch zeigte sich Joshua Zappe von der Realisierbarkeit des Vorhabens überzeugt: „Wir würden jetzt nicht hier sitzen und in die Öffentlichkeit gehen, wenn wir Sorge hätten, dass wir das nicht umsetzen können.“ Die Projektgesellschaft ist grundsätzlich auch für weitere Investoren offen. Angesprochen werden insbesondere Interessenten, die sich mit größeren Beträgen beteiligen möchten. Eine Rolle könnten dabei steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten spielen, die für die Sanierung von Gebäuden innerhalb eines ausgewiesenen Sanierungsgebiets bestehen. Die Spittelmühle liegt nach Angaben der Beteiligten innerhalb eines solchen Gebiets.
Frühestens in etwa drei Jahren könnte eröffnet werden
Bis aus den Plänen Wirklichkeit wird, ist noch Geduld erforderlich. Joshua Zappe rechnet zunächst mit einer Planungsphase von ungefähr einem Jahr. Anschließend soll die eigentliche Sanierung beginnen. Für die Bauarbeiten werden im günstigsten Fall etwa 18 Monate veranschlagt. Vorsichtiger kalkuliert die Projektgesellschaft mit einer Bauzeit von rund zwei Jahren. Damit erscheint eine Eröffnung frühestens in etwa drei Jahren, also voraussichtlich ab 2029, realistisch. Der genaue Zeitpunkt hängt unter anderem vom Verlauf der Genehmigungsverfahren, der baulichen Umsetzung und den Anforderungen des späteren Hotelbetreibers ab.
Große Freude im Rathaus über das neue Konzept
Oberbürgermeister Stefan Bosse und Wirtschaftsreferent Andreas Bauer machten bei der Pressekonferenz deutlich, welche Bedeutung sie dem Vorhaben beimessen. Die Stadt hatte im Rahmen des Bieterverfahrens knapp zehn Interessensbekundungen erhalten. Zwei Bewerber reichten schließlich konkrete Konzepte ein, die in die engere Auswahl kamen. Den Ausschlag für die Entscheidung zugunsten der Projektgesellschaft Mahlwerk gab insbesondere die Kombination aus Hotelbetrieb, öffentlich zugänglicher Gastronomie, möglichem Aussichtspunkt und einem zeitgemäßen Energiekonzept.
Hinzu kam nach Darstellung der Stadt die intensive Vorbereitung der Kaufbeurer Unternehmer. Bauer zeigte sich insbesondere darüber erfreut, dass sich mit der Projektgesellschaft engagierte Unternehmer aus Kaufbeuren gefunden hätten, die bereit seien, Verantwortung für die Entwicklung dieses wichtigen Standorts zu übernehmen. Auch Joshua Zappe fand bei der Pressekonferenz ausdrücklich lobende Worte für die Zusammenarbeit mit der Stadt Kaufbeuren. Bereits in der bisherigen Vorbereitungsphase habe es einen konstruktiven und zielgerichteten Austausch mit der Verwaltung gegeben. „Wir merken auch seitens der Stadt, dass hier ein großer Wille da ist“, betonte Zappe.
Er hob hervor, dass die Projektgesellschaft bei ihren bisherigen Gesprächen auf großes Interesse und Unterstützung gestoßen sei. Die Zusammenarbeit sei von Anfang an konstruktiv und zielführend gewesen. Ihm sei es wichtig, dies auch öffentlich hervorzuheben. Bosse würdigte seinerseits die Bereitschaft der Unternehmer, Verantwortung für ein schwieriges und wirtschaftlich anspruchsvolles Vorhaben zu übernehmen. „Ich freue mich, dass ihr euch diesem Projekt und dieser Herausforderung gestellt habt“, erklärte der Oberbürgermeister. Die Stadt werde das Projekt im weiteren Verlauf nach Kräften unterstützen, versicherte Bosse. Zum Abschluss der Pressekonferenz bedankte er sich bei den Beteiligten dafür, dass sie sich der Herausforderung stellen, die Spittelmühle gewissermaßen „wach zu küssen“.
Ein neuer Anziehungspunkt für Kaufbeuren?
Noch steht das Projekt am Anfang seiner konkreten Umsetzung. Genehmigungen müssen eingeholt, bauliche Details geklärt und weitere Verträge abgeschlossen werden. Dennoch ist mit der Entscheidung des Stadtrats und der Vorstellung des Konzepts ein wichtiger Schritt getan. Nach Jahrzehnten des Leerstands und zahlreichen erfolglosen Versuchen besteht erstmals wieder eine konkrete Perspektive, das markante Gebäude an der Spittelmühlkreuzung dauerhaft zu nutzen. Sollten die Pläne umgesetzt werden, könnte dort ein Ort entstehen, der Übernachtungsgäste, Gastronomiebesucher und Kaufbeurer gleichermaßen anspricht – und der Altstadt einen neuen Anziehungspunkt verschafft.
Gastgeber Claus Tenambergen im Gespräch mit Sonja Hujo, hauptamtliche Koordinatorin des Netzwerks
Palliativversorgung bedeutet nicht nur Sterbebegleitung, sondern vor allem eines: Lebensqualität bis zuletzt. Doch welche Unterstützung gibt es für Menschen mit einer unheilbaren Erkrankung und ihre Angehörigen? Wer hilft, wenn plötzlich viele Fragen entstehen? Und wie wichtig ist es, dass die unterschiedlichen Einrichtungen und Fachkräfte in einer Region eng miteinander verbunden sind?
In dieser Folge von Klar.Text Business spricht Claus Tenambergen mit Sonja Hujo, der hauptamtlichen Koordinatorin des Palliativ-Netzwerks Kaufbeuren-Ostallgäu. Seit 2008 setzt sich das Netzwerk für eine gute palliative Versorgung in der Region ein. Mittlerweile haben sich mehr als 20 Partner zusammengeschlossen, die ihre Erfahrungen und Kompetenzen einbringen, Wissen austauschen und gemeinsam daran arbeiten, schwerkranke Menschen und ihre Familien bestmöglich zu unterstützen.
Sonja Hujo berichtet über ihre persönlichen Erfahrungen in der Palliativversorgung, über bewegende Begegnungen und darüber, wie wertvoll selbst kleine Glücksmomente für Betroffene sein können. Im Mittelpunkt stehen außerdem die Aufgaben und Ziele des Netzwerks, die Zusammenarbeit seiner Partner, die vielfältigen Hilfsangebote sowie die Bedeutung von Information, Aufklärung und Fortbildung. Auch die besondere Veranstaltung am 28. Oktober 2026 im Stadttheater Kaufbeuren und der geplante Hospiz- und Palliativfachtag im März 2027 sind Themen des Gesprächs.
Entstanden ist ein offenes, persönliches und informatives Gespräch über ein sensibles Thema, das uns alle betrifft. Es zeigt, wie viel Menschlichkeit, Engagement und gegenseitige Unterstützung in der Palliativversorgung stecken – und warum es so wichtig ist, über schwere Erkrankungen, das Sterben und den Tod zu sprechen, ohne dabei das Leben aus dem Blick zu verlieren.
Gruseliger Bastelspaß im Oktober und kreative Nikolausstiefel im November – Zwei Aktionen für Kinder in der Buchhandlung am Salzmarkt
In der Buchhandlung Thalia am Salzmarkt 14 stehen in den kommenden Wochen zwei besondere Aktionen für Kinder auf dem Programm. Am Samstag, 24. Oktober 2026, dreht sich alles um Halloween und die Figur Kuno Klapper. Im November folgt eine Nikolausaktion, bei der Kinder ihre eigenen Stiefel gestalten und sich auf eine kleine Überraschung freuen dürfen.
24. Oktober: Halloween mit Kuno Klapper
Unter dem Motto „Blättern, Basteln, Bibbern – Halloween mit Kuno Klapper“ lädt Thalia Kaufbeuren am Samstag, 24. Oktober, von 10 bis 15 Uhr zu einer Kinder- und Familienveranstaltung ein. Kleine Gruselfans dürfen sich auf verschiedene Mitmachangebote freuen. Sie können ihren eigenen Kürbiskerl basteln, sich ein Grusel-Tattoo holen und spannende Geschichten entdecken.
Die Veranstaltung findet direkt in der Buchhandlung am Salzmarkt 14 statt.
3. bis 17. November: Nikolausstiefel gestalten
Im November startet bei Thalia eine weitere Aktion für Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren.
Ab dem 3. November können die Kinder in der Buchhandlung eine Nikolausstiefel-Malvorlage abholen und diese zu Hause nach eigenen Vorstellungen gestalten.
Anschließend müssen die Kinder beziehungsweise ihre Eltern die Teilnahme registrieren und den bemalten Stiefel bis spätestens 17. November wieder in der Buchhandlung abgeben.
Ab dem 5. Dezember stehen die Stiefel, gefüllt mit kleinen Überraschungen, zur Abholung bereit.
Die Teilnahme ist kostenlos. Die Malvorlagen sind nur erhältlich, solange der Vorrat reicht. Eine Ausgabe an Kindergärten oder Gruppen ist nicht vorgesehen.
Stadtverband verweist auf steigende Sozialausgaben, Krankenhausdefizite und wachsende Schulden – Landesparteitag beschließt Forderungen zur Stärkung der Kommunalfinanzen
Die finanzielle Situation der Stadt Kaufbeuren bereitet den örtlichen Grünen große Sorgen. Wie der Stadtverband von Bündnis 90/Die Grünen in einer Pressemitteilung erklärt, reichen die Einnahmen trotz erheblicher Sparbemühungen kaum noch aus, um die steigenden Belastungen zu bewältigen. Die Partei fordert deshalb eine grundlegende Verbesserung der kommunalen Finanzierung durch Bund und Freistaat Bayern.
Nach Einschätzung der Grünen belasten insbesondere steigende Sozialausgaben, Defizite im Krankenhausbereich und eine zunehmende Verschuldung den städtischen Haushalt. Dringend notwendige Investitionen könnten dadurch aufgeschoben werden, während freiwillige Leistungen zunehmend unter Druck gerieten. Auch die Genehmigungsfähigkeit des Haushalts sieht der Stadtverband gefährdet.
Die Grünen befürchten, dass Kaufbeuren künftig immer weniger finanziellen Spielraum für eigene Entscheidungen und die Weiterentwicklung der Stadt haben könnte.
Landesdelegiertenkonferenz beschließt Forderungen zur Kommunalfinanzierung
Auf ihrer Landesdelegiertenkonferenz in Landshut haben die bayerischen Grünen nach eigenen Angaben einstimmig den Antrag „Handlungsfähige Kommunen für eine starke Demokratie“ beschlossen. Darin fordert die Partei eine grundlegende Stärkung der finanziellen Ausstattung von Städten, Gemeinden, Landkreisen und Bezirken.
Eine zentrale Forderung ist, den kommunalen Anteil am allgemeinen Steuerverbund ab 2027 auf 15 Prozent anzuheben. Dadurch sollen die Kommunen mehr frei verfügbare Mittel erhalten, über deren Verwendung sie eigenständig entscheiden können.
Darüber hinaus verlangen die Grünen, dass Bund und Freistaat die Kosten für übertragene Aufgaben vollständig übernehmen. Besonders finanzschwache Kommunen sollen durch höhere Stabilisierungshilfen und Bedarfszuweisungen unterstützt werden.
Die beiden Kaufbeurer Delegierten Helene Bajrami und Winfried Martin sehen insbesondere Bund und Freistaat in der Verantwortung. „Kaufbeuren darf nicht länger kaputtgespart werden, während Bund und Freistaat immer neue Aufgaben bestellen, aber die Rechnung bei der Stadt abladen. Wir brauchen Geld zum Gestalten statt immer neue Sparlisten!“, erklären die beiden Grünen-Vertreter.
Nach Auffassung der Partei gefährdet die angespannte Haushaltslage nicht nur kommunale Investitionen, sondern auch die Lebensqualität und das Vertrauen der Bevölkerung in die Handlungsfähigkeit der Politik.
Weitere Forderungen: Kinderbetreuung, Krankenhäuser und weniger Bürokratie
Der auf dem Landesparteitag beschlossene Antrag enthält neben der Erhöhung des kommunalen Steueranteils zahlreiche weitere Vorschläge. So fordern die Grünen unter anderem eine bessere Finanzierung der Kinderbetreuung, eine verlässliche staatliche Unterstützung der Krankenhäuser und höhere Zuweisungen für den öffentlichen Personennahverkehr.
Auch Förderprogramme sollen vereinfacht werden, damit Kommunen leichter an finanzielle Unterstützung gelangen. Zudem möchte die Partei Städten und Gemeinden größere Spielräume bei der Erhebung kommunaler Steuern ermöglichen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Finanzierung von Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen. Diese sollen nach Vorstellung der Grünen als kommunale Pflichtaufgaben verankert und entsprechend durch Bund und Länder finanziert werden.
Grüne sehen kommunale Selbstverwaltung unter Druck
Zur Begründung verweist die Partei auf die angespannte Finanzlage zahlreicher bayerischer Kommunen. Im beschlossenen Antrag werden kommunale Defizite von 5,3 Milliarden Euro im Jahr 2024 und 4,7 Milliarden Euro im Jahr 2025 genannt.
Die Grünen warnen davor, dass Einsparungen bei freiwilligen Leistungen insbesondere Vereine, Kulturangebote, ehrenamtliche Strukturen und kommunale Einrichtungen treffen könnten. Auch notwendige Investitionen in Schulen, Straßen und öffentliche Infrastruktur seien aus ihrer Sicht gefährdet.
Der Kaufbeurer Stadtverband unterstützt deshalb die auf Landesebene beschlossenen Forderungen und spricht sich für eine stärkere finanzielle Beteiligung von Bund und Freistaat aus.
Zwei, die sich gut verstehen: Dion aus Bremen und Levi aus Schongau, die ersten der ESVK-Buben im Internat St. Maria. Foto: Rudolf Wisbauer
Traditionsreiche Einrichtung stellt die Weichen für die Zukunft
Nach mehr als 100 Jahren als reines Mädcheninternat öffnet die traditionsreiche Einrichtung der Crescentiaschwestern ihre Türen erstmals für Buben. Den Anfang machen junge Eishockey-Nachwuchsspieler des ESV Kaufbeuren e.V.. Für das geschichtsträchtige Haus ist dies ein mutiger Schritt in die Zukunft.
Die ersten Buben haben sich bereits spürbar gut eingelebt. Sie schätzen die herzliche, familiäre Atmosphäre, das gemeinsame Essen und die liebevolle Betreuung, die ihr neues „Zuhause auf Zeit“ ausmachen. Im vierten Stock haben sie ihre Zimmer bezogen – bei klarem Wetter belohnt sie ein traumhafter Blick weit bis in die Allgäuer Berge.
Zwischen Eisstadion und Hausaufgaben
Der Alltag der jungen Talente verlangt ihnen viel Disziplin und Organisation ab. Einmal in der Woche klingelt der Wecker bereits um halb sechs morgens für das Frühtraining auf dem Eis. Danach geht es nahtlos weiter in die Schule, gefolgt von gemeinsamen Mahlzeiten, festen Lernzeiten und den täglichen Trainingseinheiten. Umso wichtiger ist ein Umfeld, das den Jugendlichen Geborgenheit schenkt. Das Internat bietet ihnen genau diesen sicheren Rückzugsort, an dem sie zwischen dem Leistungsdruck im Sport und den schulischen Verpflichtungen zur Ruhe kommen können.
Bewährte Werte im neuen Gewand
Trotz des Einzugs der Jungen bleibt das Herzstück von St. Maria unverändert: Die Crescentiaschwestern und ihr pädagogisches Team setzen weiterhin auf christliche Werte, soziale Verantwortung und gegenseitige Rücksichtnahme. Die Jugendlichen werden nicht auf ihre sportliche Leistung reduziert – sie dürfen hier einfach Teenager sein, die Freundschaften schließen und ihren Weg ins Leben finden. Zum Schutz der Privatsphäre sind die Wohnbereiche der Mädchen und Buben dabei räumlich klar getrennt.
Als wertvoller Ausgleich zum straffen Trainingsplan dient das große Außengelände. Besonders die Tiere im Internatshof – darunter Ponys, Ziegen, Hasen und Hunde – bringen eine willkommene Unbeschwertheit in den Alltag und helfen den jungen Sportlern, abzuschalten.
Ein Signal des Aufbruchs
Die Kooperation mit dem ESV Kaufbeuren ist eine strategische Entscheidung, um das Internat in Zeiten sinkender Nachfrage langfristig zu erhalten. Sie knüpft an die Öffnung des Marien-Gymnasiums an, das seit dem Schuljahr 2023/2024 ebenfalls Buben aufnimmt. Die ersten Erfahrungen machen allen Beteiligten Mut. Sie zeigen, dass Tradition und moderner Wandel kein Widerspruch sein müssen, sondern der Grundstein für eine lebendige, gemeinsame Zukunft sind.
Rund drei Stunden Livemusik im Atrium der Heiligen Familie – Erstmals sorgte ein Saxophon für zusätzliche musikalische Akzente
Kaufbeuren – Unter dem Motto „Kulthits & Feieralarm“ fand am Freitag, 18. September 2026, erneut die Veranstaltung „Rock im Atrium“ im Atrium der Heiligen Familie in Kaufbeuren statt. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher erlebten einen abwechslungsreichen Musikabend mit bekannten Rock- und Popklassikern, modernen Hits und mitreißender Partymusik.
Fünf Musiker und eine besondere Premiere
Maurice Ensinger, Andreas Heinrich, Jonas Reimer, Nick Uhl-Sonntag und Jakob Trautwein hatten für den Abend ein rund dreistündiges Programm zusammengestellt. Die musikalische Bandbreite reichte von ruhigen Balladen bis hin zu bekannten Songs, die für ausgelassene Stimmung sorgten. Eine Besonderheit gab es in diesem Jahr: Erstmals ergänzte Hans-Detlef Hora die Band am Saxophon. Mit seinem Instrument brachte er neue Klangfarben in das Programm und bereicherte die musikalischen Darbietungen.
Gute Stimmung und Vorfreude auf 2027
Die zahlreichen Gäste genossen einen unterhaltsamen Abend, bei dem unterschiedliche Musikrichtungen und Generationen zusammenkamen. Die Mischung aus Rock, Pop und Partymusik sorgte für eine lebendige Atmosphäre im Atrium. Auch die Musiker und Organisatoren zogen ein positives Fazit. Für sie war die Veranstaltung ein gelungener Abend, der Lust auf eine weitere Auflage macht. Die Planungen für „Rock im Atrium“ im Jahr 2027 haben bereits begonnen. Musikfreunde dürfen sich somit auf eine Fortsetzung der Veranstaltungsreihe freuen.
Marktoberdorf. Neue Gesichter entdecken, miteinander ins Gespräch kommen und einen schönen Nachmittag in Gesellschaft verbringen: Am Samstag, 24. Oktober 2026, lädt das Projekt „Einzigartig“ des BRK St. Georgshof zur nächsten Kennenlernparty ein. Veranstaltungsort ist das „Wohnzimmer“ in Marktoberdorf. Das Angebot richtet sich an
Marktoberdorf. Neue Gesichter entdecken, miteinander ins Gespräch kommen und einen schönen Nachmittag in Gesellschaft verbringen: Am Samstag, 24. Oktober 2026, lädt das Projekt „Einzigartig“ des BRK St. Georgshof zur nächsten Kennenlernparty ein. Veranstaltungsort ist das „Wohnzimmer“ in Marktoberdorf. Das Angebot richtet sich an Menschen mit psychischen Erkrankungen, die in ungezwungener Atmosphäre neue Bekanntschaften schließen möchten.
Gemeinsam ins Gespräch kommen
Im Alltag ist es nicht immer einfach, den eigenen Bekanntenkreis zu erweitern. Gerade für Menschen mit psychischen Erkrankungen können Unsicherheiten und persönliche Hürden den Aufbau sozialer Beziehungen erschweren. Hier setzt „Einzigartig“ an: Das Projekt schafft Gelegenheiten, bei denen die Teilnehmenden auf unkomplizierte Weise miteinander in Kontakt kommen und gemeinsame Interessen entdecken können.
„Uns ist wichtig, einen Rahmen zu schaffen, in dem sich die Menschen wohlfühlen und ohne Druck aufeinander zugehen können. Manchmal braucht es einfach eine passende Gelegenheit, damit aus einem ersten Gespräch ein schöner Kontakt entsteht“, erklärt Franziska Stoll, Fachbereichsleiterin für Ambulant Betreutes Wohnen und Sozialpädagogische Familienhilfen am BRK St. Georgshof.
Für den 24. Oktober haben die Organisatorinnen verschiedene Kennenlernaktionen vorbereitet, die den Einstieg in Gespräche erleichtern sollen. Musik, kulinarische Angebote und alkoholfreie Cocktails sorgen für Abwechslung. Daneben bleibt ausreichend Zeit, um sich auszutauschen, gemeinsam zu lachen und den Nachmittag zu genießen.
Erfolgreicher Auftakt im vergangenen Jahr
Bereits bei der ersten Kennenlernparty im Juli 2025 zeigte sich das große Interesse an diesem Angebot. Insgesamt 65 Teilnehmende aus verschiedenen Orten Südschwabens waren damals nach Marktoberdorf gekommen. Die positive Resonanz gab den Anstoß, die Veranstaltung fortzusetzen.
„Jeder Mensch hat das Bedürfnis nach Gemeinschaft und Zugehörigkeit. Mit ‚Einzigartig‘ möchten wir Menschen ermutigen, neue Kontakte zu knüpfen und positive Erfahrungen zu sammeln. Deshalb findet die Kennenlernparty in einem geschützten Rahmen statt und ist keine öffentliche Veranstaltung, zu der jeder kommen kann“, erläutert Franziska Stoll, die das Projekt „Einzigartig“ 2025 ins Leben gerufen hat.
Teilnahme und Anmeldung
Die Kennenlernparty findet am Samstag, 24. Oktober 2026, von 14 bis 17 Uhr im „Wohnzimmer“, Brückenstraße 21, in Marktoberdorf statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Zusätzlich wird ein kostenloser Shuttle-Service zwischen dem Bahnhof Marktoberdorf und dem Veranstaltungsort angeboten.
Stadtratsfraktion fordert Geschwisterermäßigung und Prüfung einkommensabhängiger Elternbeiträge – Sorge vor Mehrkosten durch Änderungen bei der Kinderbetreuungsförderung
Die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen möchte Familien in Kaufbeuren bei den Kinderbetreuungskosten entlasten. Hintergrund sind angekündigte Änderungen bei der bayerischen Förderung von Kindertageseinrichtungen, durch die nach Einschätzung der Grünen auf Eltern höhere Beiträge zukommen könnten. Die Fraktion hat deshalb einen Antrag eingebracht, der eine kurzfristige Entlastung für Familien mit mehreren Kindern und die Prüfung einer langfristigen Neuregelung der Kita-Gebühren vorsieht.
Grüne befürchten zusätzliche Belastungen für Familien
Nach Darstellung der Grünen könnte der angekündigte Wegfall des bisherigen monatlichen Beitragszuschusses von 100 Euro pro Kind dazu führen, dass Familien künftig deutlich mehr für die Kinderbetreuung bezahlen müssen. Die Fraktion verweist dabei auf geplante Änderungen des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (BayKiBiG).
Besonders betroffen sieht Grünen-Stadträtin Elitsa Stambolova-Fränkel Familien mit mittlerem Einkommen. „Sie verdienen oft knapp zu viel, um staatliche Leistungen wie das Bildungs- und Teilhabepaket zu erhalten, haben aber auch keine großen Puffer, um bis zu 100 Euro mehr pro Kind und Monat einfach wegzustecken. Erst recht nicht, wenn mehrere Kinder in der Betreuung sind“, erklärt Stambolova-Fränkel.
Geschwisterermäßigung als erste Maßnahme vorgeschlagen
Um möglichen Mehrkosten entgegenzuwirken, schlagen die Grünen ein zweistufiges Vorgehen vor. Zunächst soll nach dem Willen der Fraktion eine Geschwisterermäßigung in den Kaufbeurer Kindertageseinrichtungen eingeführt werden.
Für das zweite und jedes weitere Kind einer Familie soll es demnach eine gezielte Reduzierung der Elternbeiträge oder eine vollständige Befreiung geben.
„Wir müssen jetzt handeln, wo die Belastung am größten ist. Eine Geschwisterermäßigung lässt sich unbürokratisch und rasch auf den Weg bringen“, betont Stambolova-Fränkel.
Einkommensabhängige Beiträge sollen geprüft werden
In einem zweiten Schritt fordert die Fraktion die Stadtverwaltung auf, ein Modell für eine einkommensabhängige Staffelung der Elternbeiträge zu untersuchen. Die Ergebnisse sollen dem Stadtrat zusammen mit einer Kosten-Nutzen-Analyse und einer Einschätzung des zusätzlichen Verwaltungsaufwands vorgelegt werden. Eine konkrete Ausgestaltung der Staffelung nennt die Fraktion bislang nicht.
Neben der finanziellen Entlastung verweist Stambolova-Fränkel auch auf mögliche Auswirkungen hoher Betreuungskosten auf die Erwerbstätigkeit von Eltern. „Wenn Kita-Gebühren zur Überlastung werden, reduzieren Eltern – meist die Mütter – ihre Arbeitszeiten. Das schadet nicht nur den Familien und der Gleichstellung, sondern letztlich auch der Kommunalwirtschaft und den städtischen Steuereinnahmen“, gibt die Stadträtin zu bedenken.
Die Grünen verweisen außerdem auf die bisherigen Investitionen Kaufbeurens in den Ausbau der Kinderbetreuung. Aus ihrer Sicht müsse sichergestellt werden, dass die vorhandenen Betreuungsplätze für Familien unterschiedlicher Einkommensgruppen bezahlbar bleiben.
Ob und in welcher Form die vorgeschlagenen Maßnahmen umgesetzt werden, ist Gegenstand der weiteren Beratungen im Stadtrat.
30-jährige Autofahrerin gerät beim Abbiegen in den Gegenverkehr – rund 5.000 Euro Sachschaden
Kaufbeuren-Neugablonz – Ein ungewöhnliches Ende nahm ein Abbiegevorgang am Mittwochnachmittag, 7. Oktober 2026, in Neugablonz. Eine 30-jährige Autofahrerin kam mit ihrem Wagen von der Straße ab, durchbrach einen Gartenzaun und landete schließlich auf einem Privatgrundstück. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Nach Angaben der Polizei wollte die Frau von der Grünwalder Straße in die Hüttenstraße abbiegen. Dabei holte sie zu weit aus und geriet auf die Gegenfahrbahn. Ihr Fahrzeug streifte einen entgegenkommenden Pkw im Bereich einer Felge.
Fahrzeug überquert Grünstreifen und Fußweg
Anschließend lenkte die 30-Jährige stark gegen und verlor dabei die Kontrolle über ihren Wagen. Das Auto kam von der Fahrbahn ab, überquerte einen Grünstreifen sowie einen Fußweg und durchbrach schließlich einen Gartenzaun. Erst im Garten eines Anwohners kam das Fahrzeug zum Stehen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Den entstandenen Sachschaden beziffert die Polizeiinspektion Marktoberdorf auf rund 5.000 Euro.
Am Franziskustag vor 60 Jahren haben Betty und Peter Prestele „Ja“ gesagt
Darauf folgte das, laut eigener Aussage, „schönste Abenteuer unseres Lebens“. Betty und Peter Prestele haben sich viele Jahre gemeinsam ehrenamtlich im BRK engagiert. Peter Prestele war zudem im Umwelt- und Naturschutz sowie viele Jahre aktiv im Jagdverband tätig. Die beiden haben zwei Kinder, sechs Enkel und mittlerweile auch schon sieben Urenkel.
Ihr besonderes Hochzeitsjubiläum haben die Beiden mit einem Gottesdienst in der Institutskirche gefeiert. Bei diesem Anlass war auch Oberbürgermeister Stefan Bosse zu Besuch, um Betty und Peter Prestele persönlich zu gratulieren: „Ich wünsche den Beiden von Herzen alles erdenklich Gute zu ihrer Diamanthochzeit und weiterhin viele tolle, gemeinsame und glückliche Jahre als Ehepaar! Auf das es weiterhin das schönste Abenteuer ihres Lebens bleibt.“
Traditionsgasthaus am Obstmarkt am 11. Oktober von 11 bis 17 Uhr geöffnet – AMICI in der Sparkassenpassage bleibt geschlossen
Wenn am Sonntag, 11. Oktober 2026, der Rustikalmarkt zahlreiche Besucher in die Kaufbeurer Altstadt lockt, bietet das Gasthaus Rose am Obstmarkt eine Gelegenheit für eine gemütliche Einkehr. Das traditionsreiche Lokal hat an diesem Tag von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
Seit mehr als 370 Jahren steht die Rose für Gastlichkeit in Kaufbeuren. Die Speisekarte bietet eine abwechslungsreiche Auswahl – von bayerischen Klassikern und Schnitzelgerichten bis hin zu Steaks. Damit lässt sich der Besuch des Rustikalmarkts gut mit einem gemeinsamen Mittagessen oder einer genussvollen Pause verbinden.
Der Rustikalmarkt findet von 11 bis 17 Uhr statt. Rund 40 Aussteller präsentieren Kunsthandwerk, regionale Spezialitäten und herbstliche Angebote. Auch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm erwartet die Besucher.
Das ebenfalls von Antoniu Pisanu geführte AMICI in der Sparkassenpassage bleibt am Sonntag geschlossen. An den regulären Öffnungstagen lädt das italienische Café und Restaurant wieder zu Frühstück, Pizza, Pasta und weiteren mediterranen Spezialitäten ein.
v.l. Sebastian Buchwieser, Claus Tenambergen. Foto: Philippe Bader
Interessante Einblicke, offene Gespräche mit Sebastian Buchwieser und Max Renner und viel Zeit zum persönlichen Austausch
Ein besonderer Veranstaltungsort, interessante Einblicke rund um den ESV Kaufbeuren und vor allem viele persönliche Gespräche: Zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer des ESVK TOP-100-Netzwerks kamen am Dienstagabend zum Netzwerktreffen in der Schauburg im Gebäude der Kulturwerkstatt Kaufbeuren zusammen.
Nach der Begrüßung durch Moderator Claus Tenambergen stellte Schauburg-Betriebsleiterin Simone Klinger den Gästen die inklusive Gastronomie und das besondere Konzept dahinter vor. In der Schauburg arbeiten Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam auf dem ersten Arbeitsmarkt. Trägerin der gemeinnützigen GmbH „Blaue Paprika“ ist die Lebenshilfe Kaufbeuren-Ostallgäu e.V.. Klinger berichtete zudem über die Entstehung der Schauburg und die enge Verbindung zur benachbarten Kulturwerkstatt.
Dass die Schauburg nicht nur gastronomischer Treffpunkt sein möchte, machte Klinger ebenfalls deutlich. Neben dem täglichen Betrieb bietet sie Raum für Betriebs- und Weihnachtsfeiern, Geburtstage und Jubiläen sowie für Lesungen, Film- und Quizabende. Mit ihrer sympathischen und informativen Vorstellung gab die Betriebsleiterin den Gästen einen Einblick in einen noch jungen Kaufbeurer Gastronomiebetrieb, bei dem Inklusion ganz selbstverständlich zum Arbeitsalltag gehört.
Einen Blick auf die Entstehung des Gebäudes aus architektonischer Sicht gab anschließend Christian Stadtmüller vom Kaufbeurer Architekturbüro Stadtmüller Burkhardt Graf. Er berichtete von einem außergewöhnlich intensiven Projekt und der engen Verbindung seines Büros zur Kulturwerkstatt und zur Lebenshilfe. Auch das komplette Design der Schauburg stammt aus dem Kaufbeurer Büro.
Sebastian Buchwieser: „Druck ist eigentlich etwas Schönes“
Sportlich wurde es anschließend beim ausführlichen Gespräch von Moderator Claus Tenambergen mit ESVK-Cheftrainer Sebastian Buchwieser. Dabei ging es um weit mehr als die jüngsten Ergebnisse. Seine ersten Monate in Kaufbeuren, die Besonderheiten der Oberliga, die Entwicklung der neu zusammengestellten Mannschaft, die Nachwuchsarbeit und der Umgang mit der hohen Erwartungshaltung rund um den ESVK waren Themen des offenen Interviews.
Buchwieser machte dabei deutlich, wie wichtig ihm die Kaufbeurer Nachwuchsarbeit ist. Das Niveau habe ihn beeindruckt. Er sehe sich selbst in der Pflicht, ambitionierten Nachwuchsspielern Chancen in der ersten Mannschaft zu geben – auch mit dem Wissen, dass junge Spieler Fehler machen werden. Ziel müsse es sein, sie mittelfristig zu Leistungsträgern der ersten Mannschaft zu entwickeln.
Tenambergen wollte von dem mehrfach ausgezeichneten Trainer auch wissen, weshalb er sich nach seiner erfolgreichen Zeit in Weiden ausgerechnet für die schwierige Aufgabe beim Absteiger ESV Kaufbeuren entschieden hatte. Für Buchwieser waren mehrere Faktoren ausschlaggebend. „Der ESVK ist für mich immer noch mit einem klangvollen Namen ausgestattet“, sagte der Coach und verwies auf die Tradition und die vielen Spieler, die der Verein hervorgebracht hat. Nach einer sportlich schwierigen Saison bestehe zudem die Chance, Dinge zu verändern. Die Verantwortlichen hätten sich intensiv um ihn bemüht und ihm Zukunftsperspektiven aufgezeigt, an die er weiterhin glaube. Er hoffe, seinen Teil dazu beitragen zu können, „den ESVK wieder dahin zu bringen, wo er letztendlich auch im Eishockey-Deutschland hingehört“.
Ausführlich wurde auch über den Start in die Oberliga gesprochen. Buchwieser machte deutlich, dass die Spielklasse für ihn keine Ausrede für Anpassungsprobleme sein könne. „Es ist immer noch Eishockey – Oberliga, DEL, Bezirksliga, es geht um Eishockey.“ Die Mannschaft müsse unabhängig vom Niveau in jedem Training und insbesondere in jedem Spiel ihre bestmögliche Leistung abrufen.
Auf die Heimniederlage gegen Erding und die Reaktionen von den Rängen angesprochen, ordnete Buchwieser die Partie differenziert ein und verwies darauf, dass eine neu zusammengestellte Mannschaft zunächst auch mentale Stabilität entwickeln müsse. Gleichzeitig zeigte er Verständnis dafür, dass die Anhänger ihre Meinung äußern. Besonders beeindruckend sei auf der anderen Seite die große Unterstützung bei den folgenden Spielen gewesen. Für den Trainer gehört die hohe Erwartungshaltung ohnehin zum Profisport.
„Druck, das ist ja das Schöne am Eishockey oder am Profisport“, sagte Buchwieser. Schließlich sei den Menschen eben nicht egal, was auf dem Eis passiere. Entscheidend sei, dass seine Mannschaft lerne, mit dieser Erwartung umzugehen, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, die Mitspieler und den Trainerstab zu entwickeln und unabhängig vom Spielstand ihren Weg weiterzugehen. „Dann ist Druck eigentlich etwas Schönes.“
Dass dieser Lernprozess bereits Wirkung zeigt, sah Buchwieser beim 4:3-Heimerfolg gegen Deggendorf. Nach einem Rückstand sei die Mannschaft ruhig geblieben und habe ihren Weg weiterverfolgt. Gerade für das Selbstvertrauen sei es wichtig zu wissen, dass man auch gegen eine starke Mannschaft einen Rückstand noch drehen könne.
Bei der Frage nach den beiden jungen Torhütern ließ sich Buchwieser nicht zu einer vorschnellen Festlegung bewegen. Sein Credo laute: „Entscheide dich erst, wenn du dich entscheiden musst.“ Beide Torhüter seien junge, aufstrebende deutsche Talente, die sehr ambitioniert arbeiteten. Eine klare Nummer eins gebe es derzeit nicht – die Einsatzzeiten sollen sich weiterhin nach den Leistungen richten.
Max Renner: Erfahrung, Führungsstärke und klare Vorstellungen
Nach dem Trainer stand mit Max Renner der Kapitän des ESVK im Mittelpunkt. Der 34-Jährige blickt auf mehr als 800 Profispiele und viele Jahre in DEL und DEL2 zurück. Das Gespräch zeigte aber nicht nur den erfahrenen Eishockeyprofi, sondern auch einen sympathischen und humorvollen Menschen, der sich in Kaufbeuren bereits wohlfühlt.
Tenambergen wollte zunächst wissen, was einen langjährigen DEL-Spieler dazu bewegt, den Weg zum ESVK in die Oberliga anzutreten. Renner berichtete von den Gesprächen mit Sebastian Buchwieser, dessen Vorstellungen und Philosophie ihm gefallen hätten. Gleichzeitig sei ihm wichtig gewesen, in Bayern zu bleiben. Und auch die sportliche Perspektive spielte eine entscheidende Rolle. „Meiner Meinung nach gehört der Verein auch nicht in die Oberliga“, stellte Renner klar. Das Thema Aufstieg sei dabei sogar eher von ihm selbst gekommen: „Man spielt ja auch gerne, um etwas zu gewinnen. Es macht auch Spaß, eine Meisterschaft zu gewinnen.“ Klare Vorstellungen hat Renner davon, was er von sich selbst und seinen Mitspielern erwartet. Auf die Frage, was die über ihn zitierte Haltung bedeute, keine Ausreden gelten zu lassen, antwortete der Kapitän sehr deutlich. Ungewohnte Stadien, Gegner oder äußere Bedingungen dürften keinen Einfluss auf die eigene Einstellung haben: „Man muss jedes Spiel 100, 110 Prozent geben.“ Schließlich sei Eishockey für die Spieler ihr Beruf.
Interessant war auch Renners Blick auf die ersten Wochen in der Oberliga. Manche Gegner würden gegen Kaufbeuren sehr defensiv agieren, Scheiben konsequent aus der eigenen Zone spielen und auf Konter lauern. Darauf müsse sich die Mannschaft besser einstellen. Gegen Erding habe man zu offensiv gedacht und dadurch zu viele Kontermöglichkeiten zugelassen. Das erfolgreiche Wochenende zuvor habe gezeigt, dass die Mannschaft daraus bereits gelernt habe.
Mit Rosenheim und Bietigheim hat Renner bereits erlebt, wie sich Meisterschaften und Aufstiege anfühlen. Eine Garantie für den Erfolg gebe es deshalb aber keineswegs. „Die Saison ist lang“, betonte der Kapitän. Entscheidend sei, möglichst konstant zu spielen, als Mannschaft aufzutreten und immer hart zu arbeiten. Einen Satz eines früheren Trainers habe er sich dabei besonders gemerkt: „Glück kann man sich erarbeiten.“
Auf die aktuelle Mannschaft bezogen zeigte sich Renner überzeugt: „Qualitativ haben wir eine gute Mannschaft. Und wenn wir alles umsetzen, dann haben wir einen erfolgreichen Weg vor uns.“
Im weiteren Verlauf wurde das Gespräch persönlicher. Renner erzählte von seiner Nachwuchszeit in Rosenheim und verriet, dass er mit 13 Jahren sogar für ein Jahr mit dem Eishockey aufgehört hatte. Nach seiner Rückkehr entwickelte sich der Sport schließlich zum Beruf. Über Rosenheim führte sein Weg nach Straubing, Bietigheim und Augsburg. Mit Bietigheim feierte er die DEL2-Meisterschaft und den Aufstieg in die DEL.
In Kaufbeuren ist der gebürtige Rosenheimer mittlerweile gut angekommen. Seine Familie lebt derzeit noch in der Heimat, Renner selbst wohnt in Kaufbeuren. Besonders die kurzen Wege und die Altstadt gefallen ihm. Auch über seinen neuen Verein fand er positive Worte: „Der Verein ist super. Die Mitspieler sind toll. Das Coaches-Team ist klasse.“ Nach zwei Monaten könne er über Kaufbeuren und sein neues Umfeld bislang „nur Positives“ berichten.
Führung durch die Kulturwerkstatt und viele persönliche Gespräche
Nach dem offiziellen Programm stand das im TOP-100-Netzwerk traditionell wichtige persönliche Miteinander im Mittelpunkt. Bei Essen und Getränken nutzten die Unternehmerinnen und Unternehmer ausgiebig die Gelegenheit, bestehende Kontakte zu pflegen, neue zu knüpfen und sich in entspannter Atmosphäre auszutauschen.
Auf großes Interesse stieß auch die anschließende Führung durch die Kulturwerkstatt. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, gemeinsam mit Simone Klinger und Christian Stadtmüller die Räumlichkeiten des Kinder- und Jugendtheaters kennenzulernen. Die informativen Einblicke in das Gebäude, seine Entstehung und seine vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten beeindruckten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Bis gegen 22 Uhr blieben viele Gäste in der Schauburg zusammen. Damit zeigte das Netzwerktreffen einmal mehr, was den ESVK TOP-100 Club neben der Unterstützung des Kaufbeurer Eishockeys auszeichnet: Unternehmen und Persönlichkeiten aus der Region, die sich kennen, miteinander im Austausch stehen und gerne gemeinsam Zeit verbringen.
Die BZkf-Vorstandsmitglieder Dr. Thomas Jahn, Astrid Kuby und Thomas Pfaffenbauer (von rechts nach links) überreichen Dr. Hans-Georg Maaßen als Gastgeschenk Band I der Kaufbeurer Stadtgeschichte. Foto: Bündnis Zukunft Kaufbeuren
Auf Einladung des Bündnisses Zukunft Kaufbeuren äußert sich der frühere Verfassungsschutzpräsident zu Meinungsfreiheit, Migration und Sicherheitspolitik
Der frühere Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, war zu Gast im Kaufbeurer Stadtsaal. Unter der Überschrift „Drohen totalitäre Verhältnisse in Deutschland?“ sprach er auf Einladung der Wählergruppe Bündnis Zukunft Kaufbeuren (BZKf) über seine Sicht auf die politische Entwicklung in Deutschland. Nach Angaben des Veranstalters kamen rund 400 Besucher.
Der BZKf-Vorsitzende und Kaufbeurer Stadtrat Dr. Thomas Jahnbegrüßte die Gäste. Nach Angaben der Wählergruppe haben deren Veranstaltungen seit der Gründung vor gut einem Jahr insgesamt rund 1.600 Besucher erreicht.
Maaßen berichtet über Auseinandersetzung mit Verfassungsschutz
Maaßen ging zunächst auf seine persönliche Auseinandersetzung mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz ein. Nach seinen Angaben werde er seit seiner Wahl zum Vorsitzenden der WerteUnion von seiner früheren Behörde beobachtet. Gegen das Vorgehen führt er einen Rechtsstreit. „Ich genieße den zweifelhaften Vorzug, wahrscheinlich als einziger ehemaliger Nachrichtendienstchef der westlichen Welt von seinen Ex-Mitarbeitern überwacht zu werden“, sagte Maaßen.
Auch die Diskussion über ein mögliches AfD-Verbotsverfahren griff der Referent auf. Erst wenige Tage zuvor war Maaßen als einer der Sachverständigen bei einer Anhörung des Justizausschusses des Thüringer Landtags zu diesem Thema eingeladen gewesen.
Maaßen vertrat in Kaufbeuren die Auffassung, politische Positionen würden zunehmend ausgegrenzt. In diesem Zusammenhang kritisierte er auch die sogenannte „Brandmauer“ gegenüber der AfD. Diese bezeichnete er als Instrument linker Parteien, um politische Konkurrenten auszugrenzen.
Kritik an Migrations- und Klimapolitik
Weitere Schwerpunkte des Vortrags waren die Migrations- und Klimapolitik. Maaßen kritisierte die Zuwanderungspolitik der vergangenen Jahre und stellte deren Rechtmäßigkeit infrage. Auch die deutsche Klimapolitik bewertete er kritisch. Nach seiner Auffassung belasten steigende Energiekosten die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie.
Im Zentrum seines Vortrags stand die Frage, ob die Meinungsfreiheit und der offene politische Diskurs in Deutschland zunehmend eingeschränkt würden. Maaßen zog dabei wiederholt Parallelen zu Entwicklungen in der DDR und sprach von der Gefahr „totalitärer Verhältnisse“.
Diese Einschätzung verband er unter anderem mit seiner Kritik am Umgang mit kontroversen politischen Positionen, an Teilen der Medien sowie an staatlichen Institutionen. Begriffe wie „Hass und Hetze“ oder „Desinformation“ würden seiner Auffassung nach teilweise dazu verwendet, bestimmte Positionen aus dem öffentlichen Diskurs auszuschließen.
Diskussion mit dem Publikum
Nach Darstellung des Veranstalters wurde Maaßens Vortrag mit lang anhaltendem Applaus und stehenden Ovationen aufgenommen. Im Anschluss stellte er sich den Fragen der Besucher.
Das Bündnis Zukunft Kaufbeuren kündigte an, seine Veranstaltungsreihe im kommenden Jahr fortzusetzen. Daneben wirbt die Wählergruppe derzeit für eine Informationsfreiheitssatzung für die Stadt Kaufbeuren.
Arbeiten an einem Hausanschluss vom 12. bis 16. Oktober – Einbahnstraßenregelungen in mehreren Straßen werden vorübergehend geändert
Verkehrsteilnehmer müssen sich in der Otto-Müller-Straße auf eine mehrtägige Sperrung einstellen. Von Montag, 12. Oktober, bis Freitag, 16. Oktober, ist die Straße auf Höhe der Hausnummer 35 für den Verkehr gesperrt. Das teilt die Stadt Kaufbeuren mit. Grund für die Sperrung ist die Verlegung eines Hausanschlusses.
Änderungen für Anlieger
Anlieger können ihre Häuser bis zur Hausnummer 35 weiterhin anfahren. Für die Bewohner im Bereich nach der Hausnummer 35 sowie in der Wilhelm-Rappold-Straße, Christoph-Walch-Straße und Kunz-von-der-Rosen-Straße werden die bestehenden Verkehrsregelungen vorübergehend angepasst.
Die Einbahnstraßenregelungen in der Wilhelm-Rappold-Straße und der Kunz-von-der-Rosen-Straße werden während der Sperrung aufgehoben. In der Christoph-Walch-Straße wird die Einbahnstraßenregelung für diesen Zeitraum umgekehrt.
Der ESVK siegt daheim am 04.10.2026 gegen Deggendorf. Foto: Benjamin Lahr
Joker machen vor 2.299 Zuschauern aus einem 1:3-Rückstand einen 4:3-Sieg – Burghart gleicht aus, Yogan erzielt den entscheidenden Treffer
Der ESV Kaufbeuren hat nach dem 8:2-Auswärtssieg in Peiting auch gegen den Deggendorfer SC drei Punkte eingefahren. Die Joker bezwangen den Tabellenführer am Sonntagabend in der energie schwaben arena nach einer Aufholjagd mit 4:3. Dabei lag die Mannschaft von Trainer Sebastian Buchwieser zwischenzeitlich mit 1:3 zurück.
Vor 2.299 Zuschauern fehlte Tom Schwarz verletzungsbedingt. Max Kislinger kehrte dagegen nach überstandener Krankheit in den Kader zurück. Im Tor begann Nikita Quapp. Vor dem ersten Bully wurde zudem Max Oswald für 300 Spiele im Trikot der Joker geehrt.
Deggendorf erwischt den besseren Start
Beide Mannschaften gingen mit viel Tempo in die Partie. In der siebten Minute brachte Petr Stloukal die Gäste mit 1:0 in Führung. Nach dem Treffer gewann Deggendorf zunehmend die spielerische Kontrolle und zwang die Kaufbeurer in der eigenen Zone immer wieder zu Fehlern. Gegen Ende des ersten Drittels fand der ESVK besser in die Partie, ein eigener Treffer gelang zunächst jedoch nicht.
Die Bilder des Spiels
Der ESVK siegt daheim am 04.10.2026 gegen Deggendorf. Foto: Benjamin LahrDer ESVK siegt daheim am 04.10.2026 gegen Deggendorf. Foto: Benjamin LahrDer ESVK siegt daheim am 04.10.2026 gegen Deggendorf. Foto: Benjamin LahrDer ESVK siegt daheim am 04.10.2026 gegen Deggendorf. Foto: Benjamin LahrDer ESVK siegt daheim am 04.10.2026 gegen Deggendorf. Foto: Benjamin Lahr
Oswald und Eriksson halten die Joker im Spiel
Zu Beginn des zweiten Drittels musste Kaufbeuren eine Unterzahl überstehen. Kurz darauf schlug Deggendorf erneut zu: Stloukal verwertete einen Nachschuss und erhöhte auf 2:0. In Überzahl gelang den Jokern die Antwort. Julian Eichinger brachte die Scheibe von der blauen Linie zum Tor, wo Max Oswald zunächst abfälschte und anschließend den Nachschuss zum 1:2 verwertete. Die Freude währte allerdings nur kurz. Im direkten Gegenzug bediente Dylan Jackson seinen Bruder Ty Jackson, der Quapp zum 1:3 überwand. Kaufbeuren ließ sich davon nicht entmutigen. Eero Elo schickte Max Oswald auf die Reise, dessen Zuspiel William Eriksson zum 2:3 verwertete. Mit diesem Spielstand ging es in die zweite Pause.
Im Schlussdrittel erhöhten die Joker den Druck deutlich und schnürten Deggendorf in den ersten Minuten immer wieder in dessen eigener Zone ein. Zunächst hielt die Gästeabwehr jedoch stand. Fünf Minuten vor dem Ende folgte der Ausgleich: Andrew Yogan schickte Yannik Burghart über die rechte Seite. Burghart setzte sich gegen die Deggendorfer Defensive durch und hob den Puck zum 3:3 in den Winkel. Wenig später war die Partie endgültig gedreht. Burghart brachte die Scheibe von der blauen Linie zum Tor, wo Andrew Yogan entscheidend zum 4:3 abfälschte.
Deggendorf nahm anschließend eine Auszeit und Torhüter Timo Pielmeier zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis. Die Kaufbeurer brachten die knappe Führung jedoch über die Zeit und feierten nach dem deutlichen Erfolg in Peiting den zweiten Sieg innerhalb eines Wochenendes.
Max Oswald vor dem Spiel für 300 Einsätze geehrt
Für Max Oswald war der Abend auch unabhängig vom Ergebnis ein besonderer. Vor Spielbeginn wurde der Kaufbeurer für 300 Spiele im Jokertrikot geehrt. Anschließend steuerte er mit seinem Treffer zum 1:2 und der Vorarbeit zum 2:3 einen wichtigen Teil zur Aufholjagd bei.
Endstand: ESV Kaufbeuren – Deggendorfer SC 4:3
Tore ESVK: Max Oswald, William Eriksson, Yannik Burghart, Andrew Yogan
Die Pflegekassen sind leer. Seit Monaten liegt ein Reformvorschlag vor, der gravierende Einschnitte in vielen Bereichen bringen soll und auf politischer Ebene zahllose Diskussionen losgetreten hat. Pflegende Angehörige sind maximal verunsichert. Der Diakonieverein Kaufbeuren, das neue Frauennetzwerk „Buronia ruft“ und der Pflegedienst Home Instead laden deshalb zu einer Info- und Diskussionsveranstaltung rund um die Pflegeversicherung ein.
Am Donnerstag, 08. Oktober, um 16 Uhr in der Cafeteria des Heinzelmannstifts soll über folgende Themen gesprochen werden: Welche Folgen hätte das Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) für Kaufbeuren und für die pflegenden Angehörigen? Welche Pflegeunterstützung gibt es in Kaufbeuren? Was brauchen pflegende Angehörige? Pflege und Frauen – was kostet es Frauen, wenn sie die Pflege übernehmen oder organisieren? Zudem gibt es Erfahrungen, Tipps und Unterstützung für pflegende Angehörige. Als Redner stehen unter anderem Bettina Aernecke, Stadträtin und Geschäftsführerin des Heinzelmannstifts, sowie Philipp Berlin. Pflegedienstleiter von Home Instead, bereit. Im Anschluss besteht ausreichend Zeit für Fragen und Antworten, Austausch und Erfahrungsberichte.
Junge Musikerinnen und Musiker des ODEON Jugendsinfonieorchesters München gestalten das Jubiläumskonzert zum 60-jährigen Bestehen des Kulturrings Kaufbeuren im Stadtsaal. Foto: Claus Tenambergen/Wir sind Kaufbeuren
ODEON Jugendsinfonieorchester München gestaltet Festabend – „Petruschka“ von Igor Strawinsky bildet den Höhepunkt nach der Pause
Mit einem Konzert des ODEON Jugendsinfonieorchesters München hat der Kulturring Kaufbeuren e. V. am Samstagabend, 26. September 2026, sein 60-jähriges Bestehen gefeiert. Mitglieder des Vereins und weitere geladene Gäste kamen im Kaufbeurer Stadtsaal zusammen. Unter der Leitung von Julio Doggenweiler Fernández präsentierten die jungen Musikerinnen und Musiker Werke von Camille Saint-Saëns, Maurice Ravel und Igor Strawinsky.
Für den Kulturring war der Abend die zentrale Jubiläumsveranstaltung des Jahres. Die 1. Vorsitzende Birgit Pfeifer erinnerte an sechs Jahrzehnte Kulturarbeit in Kaufbeuren. Seit seiner Gründung sei es das Ziel des Vereins, den Bürgerinnen und Bürgern Kultur näherzubringen. Sie dankte den Vorständen der vergangenen Jahrzehnte, den ehrenamtlich Engagierten, den Mitarbeitenden, Mitgliedern und nicht zuletzt dem Publikum, das die Arbeit des Kulturrings über viele Jahre begleitet habe. Bewusst habe sich der Kulturring entschieden, seine Mitglieder zu diesem Konzert einzuladen – als Dank für ihre Unterstützung und für das vielfach über Jahre gewachsene Miteinander.
Die Bilder des Konzerts
Junge Musikerinnen und Musiker des ODEON Jugendsinfonieorchesters München gestalten das Jubiläumskonzert zum 60-jährigen Bestehen des Kulturrings Kaufbeuren im Stadtsaal. Foto: Claus Tenambergen/Wir sind KaufbeurenJunge Musikerinnen und Musiker des ODEON Jugendsinfonieorchesters München gestalten das Jubiläumskonzert zum 60-jährigen Bestehen des Kulturrings Kaufbeuren im Stadtsaal. Foto: Claus Tenambergen/Wir sind KaufbeurenJunge Musikerinnen und Musiker des ODEON Jugendsinfonieorchesters München gestalten das Jubiläumskonzert zum 60-jährigen Bestehen des Kulturrings Kaufbeuren im Stadtsaal. Foto: Claus Tenambergen/Wir sind KaufbeurenJunge Musikerinnen und Musiker des ODEON Jugendsinfonieorchesters München gestalten das Jubiläumskonzert zum 60-jährigen Bestehen des Kulturrings Kaufbeuren im Stadtsaal. Foto: Claus Tenambergen/Wir sind KaufbeurenJunge Musikerinnen und Musiker des ODEON Jugendsinfonieorchesters München gestalten das Jubiläumskonzert zum 60-jährigen Bestehen des Kulturrings Kaufbeuren im Stadtsaal. Foto: Claus Tenambergen/Wir sind KaufbeurenJunge Musikerinnen und Musiker des ODEON Jugendsinfonieorchesters München gestalten das Jubiläumskonzert zum 60-jährigen Bestehen des Kulturrings Kaufbeuren im Stadtsaal. Foto: Claus Tenambergen/Wir sind KaufbeurenJunge Musikerinnen und Musiker des ODEON Jugendsinfonieorchesters München gestalten das Jubiläumskonzert zum 60-jährigen Bestehen des Kulturrings Kaufbeuren im Stadtsaal. Foto: Claus Tenambergen/Wir sind KaufbeurenJunge Musikerinnen und Musiker des ODEON Jugendsinfonieorchesters München gestalten das Jubiläumskonzert zum 60-jährigen Bestehen des Kulturrings Kaufbeuren im Stadtsaal. Foto: Claus Tenambergen/Wir sind KaufbeurenJunge Musikerinnen und Musiker des ODEON Jugendsinfonieorchesters München gestalten das Jubiläumskonzert zum 60-jährigen Bestehen des Kulturrings Kaufbeuren im Stadtsaal. Foto: Claus Tenambergen/Wir sind KaufbeurenJunge Musikerinnen und Musiker des ODEON Jugendsinfonieorchesters München gestalten das Jubiläumskonzert zum 60-jährigen Bestehen des Kulturrings Kaufbeuren im Stadtsaal. Foto: Claus Tenambergen/Wir sind KaufbeurenJunge Musikerinnen und Musiker des ODEON Jugendsinfonieorchesters München gestalten das Jubiläumskonzert zum 60-jährigen Bestehen des Kulturrings Kaufbeuren im Stadtsaal. Foto: Claus Tenambergen/Wir sind KaufbeurenJunge Musikerinnen und Musiker des ODEON Jugendsinfonieorchesters München gestalten das Jubiläumskonzert zum 60-jährigen Bestehen des Kulturrings Kaufbeuren im Stadtsaal. Foto: Claus Tenambergen/Wir sind KaufbeurenJunge Musikerinnen und Musiker des ODEON Jugendsinfonieorchesters München gestalten das Jubiläumskonzert zum 60-jährigen Bestehen des Kulturrings Kaufbeuren im Stadtsaal. Foto: Claus Tenambergen/Wir sind KaufbeurenJunge Musikerinnen und Musiker des ODEON Jugendsinfonieorchesters München gestalten das Jubiläumskonzert zum 60-jährigen Bestehen des Kulturrings Kaufbeuren im Stadtsaal. Foto: Claus Tenambergen/Wir sind KaufbeurenJunge Musikerinnen und Musiker des ODEON Jugendsinfonieorchesters München gestalten das Jubiläumskonzert zum 60-jährigen Bestehen des Kulturrings Kaufbeuren im Stadtsaal. Foto: Claus Tenambergen/Wir sind KaufbeurenJunge Musikerinnen und Musiker des ODEON Jugendsinfonieorchesters München gestalten das Jubiläumskonzert zum 60-jährigen Bestehen des Kulturrings Kaufbeuren im Stadtsaal. Foto: Claus Tenambergen/Wir sind KaufbeurenJunge Musikerinnen und Musiker des ODEON Jugendsinfonieorchesters München gestalten das Jubiläumskonzert zum 60-jährigen Bestehen des Kulturrings Kaufbeuren im Stadtsaal. Foto: Claus Tenambergen/Wir sind KaufbeurenJunge Musikerinnen und Musiker des ODEON Jugendsinfonieorchesters München gestalten das Jubiläumskonzert zum 60-jährigen Bestehen des Kulturrings Kaufbeuren im Stadtsaal. Foto: Claus Tenambergen/Wir sind Kaufbeuren
Junge Musikerinnen und Musiker prägen den Jubiläumsabend
Auch Oberbürgermeister Stefan Bosse würdigte das 60-jährige Bestehen. Die Entscheidung für ein junges Orchester bezeichnete er als passenden Blick zugleich auf Gegenwart und Zukunft. Live-Kultur lebe von der unmittelbaren Begegnung zwischen Bühne und Publikum und sei ein wichtiger Teil des gesellschaftlichen Lebens einer Stadt. Zugleich dankte er dem Kulturring für dessen kontinuierliches Engagement und die Fähigkeit, sein Programm über Jahrzehnte immer wieder weiterzuentwickeln. Besonders hob Bosse die jungen Musikerinnen und Musiker hervor. Das Jubiläum mit einem hochmotivierten Nachwuchsorchester zu feiern, sei eine Hommage an Gegenwart und Zukunft zugleich.
Das Konzert zeigte dabei die musikalische Bandbreite des Orchesters. Zu hören waren zunächst Camille Saint-Saëns‘ „Danse macabre“ op. 40 sowie Maurice Ravels „Ma mère l’oye“. Nach der Pause folgte mit Igor Strawinskys „Petruschka“ in der revidierten Fassung von 1947 das umfangreichste Werk des Abends.
„Petruschka“ als besondere Herausforderung
Vor dem zweiten Teil führte Lydia Menckhaus vom ODEON Jugendsinfonieorchester in Strawinskys Ballettmusik ein. Für das Ensemble sei „Petruschka“ ein Meilenstein, erklärte sie. Das vielschichtige und rhythmisch anspruchsvolle Werk verlange den jungen Musikerinnen und Musikern einiges ab.
Anschaulich stellte sie dem Publikum die Figuren und musikalischen Motive der vier Bilder vor. Strawinskys Musik führt auf einen Jahrmarkt im alten St. Petersburg und erzählt die Geschichte der drei Puppen Petruschka, Ballerina und Mohr. Einzelne Instrumentengruppen übernehmen dabei charakteristische Rollen – vom Klavier und den Klarinetten über Trompete und Flöte bis hin zu tiefen Holzbläsern.
Das ODEON Jugendsinfonieorchester hatte dabei selbst Grund zum Feiern: Das Münchner Nachwuchsensemble begeht 2026 sein 20-jähriges Bestehen. Bereits vor drei Jahren war das Orchester in Kaufbeuren zu Gast.
Birgit Pfeifer im Klar.Text-Podcast zum Jubiläum des Kulturrings. Gastgeber: Claus Tenambergen
Sechs Jahrzehnte Kulturarbeit in Kaufbeuren
Der Kulturring Kaufbeuren wurde 1966 gegründet und prägt seitdem mit Theater, Konzerten, Literatur, Ausstellungen und besonderen Veranstaltungsformaten das kulturelle Angebot der Stadt. Sein Anspruch, Kultur möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen, stand auch beim Jubiläum im Mittelpunkt.
Das Konzert im Stadtsaal verband diesen Rückblick mit einem Blick nach vorne: Junge Musikerinnen und Musiker, ein anspruchsvolles Programm und die Begegnung zwischen Publikum und Bühne machten den Festabend zum musikalischen Mittelpunkt und zu einem würdigen Highlight des 60-jährigen Jubiläums.
Programm des Jubiläumskonzerts
Camille Saint-Saëns: „Danse macabre“, op. 40
Maurice Ravel: „Ma mère l’oye“
Igor Strawinsky: „Petruschka“, revidierte Fassung von 1947
Großes Interesse bereits bei den Führungen im Frühjahr: Im Oktober findet die letzte Führung „Wenn es zu Ende geht – Vom guten Umgang mit Sterben, Tod und Trauer damals und heute“ im Jubiläumsjahr von Hospizverein Kaufbeuren/Ostallgäu e.V. und SAPV-Team Kaufbeuren-Ostallgäu gGmbH statt. Foto: Claus Tenambergen / Marketingagentur Tenambergen
Ausgewählte Objekte des Museums, unter anderem aus der Abteilung „Kreuze & Heilige“, bilden den Ausgangspunkt des kulturgeschichtlichen Rundgangs. Jetzt anmelden
Nach den ausgebuchten Terminen im Frühjahr findet am 9. Oktober die letzte Führung der Reihe im Jubiläumsjahr von Hospizverein und SAPV statt – diesmal mit anschließendem Umtrunk.
Wie gingen Menschen früher mit Sterben, Tod und Trauer um und wie hat sich der Umgang damit bis heute verändert? Nachdem die Führungen im Frühjahr ausgebucht waren und bei den Besucherinnen und Besuchern auf positive Resonanz stießen, laden das Stadtmuseum Kaufbeuren, der Hospizverein Kaufbeuren/Ostallgäu e.V. und die SAPV Kaufbeuren-Ostallgäu gGmbH am Freitag, 9. Oktober 2026, ein letztes Mal im Jubiläumsjahr zur Führung „Wenn es zu Ende geht – Vom guten Umgang mit Sterben, Tod und Trauer damals und heute“ ein.
Ausgewählte Objekte des Museums, unter anderem aus der Abteilung „Kreuze & Heilige“, bilden den Ausgangspunkt des kulturgeschichtlichen Rundgangs. Historische Bräuche und lokale Traditionen geben Einblicke, wie Menschen früher – etwa im Mittelalter – mit Sterben und Trauer umgingen und welche Vorstellungen und Rituale sie dabei begleiteten. Auch die medizinische Versorgung früherer Zeiten sowie religiöse Praktiken und die Bedeutung des Glaubens im Zusammenhang mit dem Tod werden thematisiert.
Von der Geschichte in die Gegenwart: Im Anschluss an die kulturgeschichtliche Führung geben der Hospizverein Kaufbeuren/Ostallgäu e.V. und das SAPV-Team Kaufbeuren-Ostallgäu gGmbH Einblicke in ihre Arbeit und die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen. Das Foto entstand bei einer der Führungen im Frühjahr. Foto: Claus Tenambergen / Marketingagentur Tenambergen
Wie bereits bei den Frühjahrsterminen führt der Weg anschließend von der Geschichte in die Gegenwart. Der Hospizverein Kaufbeuren/Ostallgäu e.V. und das SAPV-Team Kaufbeuren-Ostallgäu gGmbH stellen ihre Arbeit vor und geben Einblicke in die heutige Begleitung und Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen.
„Gerade die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart macht diese Führung für uns so interessant“, sagt Michael Feistl, 1. Vorsitzender des Hospizvereins Kaufbeuren/Ostallgäu e.V. „Sterben, Tod und Trauer haben die Menschen zu allen Zeiten beschäftigt. Heute können wir zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, Menschen und ihre Angehörigen in dieser Lebensphase zu begleiten und zu unterstützen.“
Für Feistl entspricht die Veranstaltung damit auch dem Anliegen des Jubiläumsjahres, in dem der Hospizverein Kaufbeuren/Ostallgäu e.V. sein 30-jähriges Bestehen feiert und das SAPV-Team Kaufbeuren-Ostallgäu auf zehn Jahre Tätigkeit zurückblickt. „Wir möchten Menschen ermutigen, sich frühzeitig und ganz persönlich mit diesen Themen auseinanderzusetzen – nicht erst, wenn sie unmittelbar betroffen sind. Das hilft, Berührungsängste abzubauen und einen offenen Umgang damit zu finden.“
Umtrunk zum Abschluss
Neu ist beim letzten Führungstermin ein gemeinsamer Umtrunk im Foyer des Stadtmuseums. Nach der Führung und der Vorstellung von Hospizverein und SAPV bleibt bei einem Glas Wein Zeit für Fragen, Gespräche und persönlichen Austausch.
Die Veranstaltung findet am Freitag, 9. Oktober 2026, von 18 bis 20:30 Uhr im Stadtmuseum Kaufbeuren statt. Einlass ist 15 Minuten vor Beginn. Für Eintritt, Führung und Umtrunk betragen die Kosten 14,50 Euro. Eine Anmeldung ist unter 08341/966 83 90 oder stadtmuseum@kaufbeuren.de erforderlich.
Beginn: 16:00 Uhr Ort: Stadtsaal Kaufbeuren Barrierefreier Zugang, Gebärdensprache und Kinderbetreuung. Rahmenprogramm: Auftritt der Tänzelfest-Knabenkapelle bis ca. 16:45 Uhr.
Manga-Leseproben und „Naruto“-Quiz am 26. September – Anna Meiwes liest am 8. Oktober aus „Mama ohne Drama – Ein Mamifest“
Bei Thalia Kaufbeuren am Salzmarkt stehen in den kommenden Wochen zwei Veranstaltungen auf dem Programm. Zum Manga Day gibt es kostenlose Leseproben und ein „Naruto“-Quiz. Im Oktober ist Autorin Anna Meiwes mit ihrem Buch „Mama ohne Drama – Ein Mamifest“ zu Gast.
Manga Day 2026 mit exklusivem „Naruto“-Quiz
Am Samstag, 26. September 2026, findet ab 10:00 Uhr der diesjährige Manga Day bei Thalia Kaufbeuren statt. Am Aktionsstand können sich Manga-Fans kostenlose Leseproben ausgewählter Titel sichern. Zur Auswahl stehen 26 Sonderproduktionen, von denen sich die Besucherinnen und Besucher jeweils maximal drei Hefte aussuchen können. Das Angebot reicht von bekannten Manga-Klassikern bis zu Neuheiten. Als weiteres Angebot gibt es ein Quiz zur Reihe „Naruto“. Wer die Fan-Fragen beantwortet und das Lösungswort entschlüsselt, erhält ein exklusives Geschenk. Die Aktion gilt, solange der Vorrat reicht.
Manga Day 2026 Samstag, 26. September 2026 Beginn: 10:00 Uhr Thalia Kaufbeuren, Salzmarkt 14, 87600 Kaufbeuren Teilnahme kostenfrei
Anna Meiwes liest aus „Mama ohne Drama – Ein Mamifest“
Am Donnerstag, 8. Oktober 2026, ist Anna Meiwes bei Thalia Kaufbeuren zu Gast. Ab 19:30 Uhr liest sie aus ihrem Buch „Mama ohne Drama – Ein Mamifest“. Darüber hinaus gibt sie Tipps für einen entspannteren Alltag mit Kindern und praktiziert mit den Besucherinnen Übungen zur Stressreduzierung. Anna Meiwes ist zertifizierte Achtsamkeitstrainerin und beschäftigt sich unter anderem mit achtsamer Elternschaft, Selbstfürsorge, Entspannung und Glück.
Lesung mit Anna Meiwes Donnerstag, 8. Oktober 2026 Einlass: 19:00 Uhr Beginn: 19:30 Uhr Ende: 21:30 Uhr Thalia Kaufbeuren, Salzmarkt 14, 87600 Kaufbeuren Eintritt: 13 Euro Zielgruppe: Erwachsene Anmeldung nur in der Buchhandlung
Von der Ludwigstraße über die Neugablonzer Straße in die Kaiser-Max-Straße 24: Für Claus Tenambergen ist der neue Standort auch eine Rückkehr zu seinen beruflichen Wurzeln
Für Claus Tenambergen ist der Umzug in die Kaiser-Max-Straße 24 (zwischen Café Weberhaus und essbar) mehr als ein Wechsel der Büroanschrift. Mit seiner Marketingagentur und dem Newsportal „Wir sind Kaufbeuren“ kehrt er in die Kaufbeurer Altstadt zurück. Die bereits seit mehreren Jahren bestehende Bürogemeinschaft mit der AXA Geschäftsstelle Alexander Koller wird fortgeführt. Sie befindet sich im Erdgeschoss.
Claus, nach einigen Jahren außerhalb des Zentrums bist du wieder in der Altstadt. Was bedeutet dir die Rückkehr?
Claus Tenambergen: Sehr viel. 2004 habe ich meine Marketingagentur gegründet und war bis 2019 mit meinem Büro in der Ludwigstraße. Danach ging es in die Neugablonzer Straße. Dort habe ich mich sehr wohlgefühlt. Trotzdem ist es für mich etwas Besonderes, jetzt zurückzukehren. Die Altstadt liegt mir einfach sehr am Herzen. Es ist schön, jetzt beruflich wieder hier zu sein.
Deine Marketingagentur gibt es mittlerweile seit mehr als 20 Jahren. Was steht heute im Mittelpunkt deiner Arbeit?
ClausTenambergen: Ich begleite Unternehmen, Einrichtungen, Vereine und andere Organisationen bei ihrer Kommunikation und Außendarstellung. Dabei geht es für mich darum, gemeinsam zu schauen: Was passt zum jeweiligen Kunden, welche Geschichte soll erzählt werden und wie erreicht man die Menschen? In mehr als 20 Jahren haben sich Marketing und Kommunikation stark verändert – und damit natürlich auch meine Arbeit. Hinzu kommen meine Tätigkeiten als Moderator und Podcaster, die heute ebenfalls einen festen Bestandteil bilden.
„Wir sind Kaufbeuren“ ist ein weiterer großer Bereich
Claus Tenambergen: Ja. „Wir sind Kaufbeuren“ nimmt einen wichtigen Platz ein und ist zugleich eine große Leidenschaft. Das Portal zeigt, was in Kaufbeuren und der Region passiert und wer unsere Stadt mitgestaltet. Es geht um Nachrichten, Vereine, Veranstaltungen und vor allem um die Menschen dahinter. Das Angebot an Inhalten ist über die Jahre stetig gewachsen. Unter dem Dach von Wir sind Kaufbeuren befinden sich heute unter anderem das Jobportal, das Businessportal, die Erlebniswelt, Veranstaltungen sowie die drei Podcast-Formate „Lokal.Töne“, „Klar.Text“ und „Klar.Text Business“ dazu. Auch Unternehmen bietet das Portal zahlreiche Möglichkeiten, sich und ihre Angebote zu präsentieren.
Eine lebendige Altstadt braucht Vielfalt?
Claus Tenambergen: Das würde ich schon so sehen. Eine lebendige Innenstadt lebt von Vielfalt. Einzelhandel und Gastronomie sind enorm wichtig, aber eben nicht allein. Es braucht genauso Dienstleistungen, Büros, Unternehmen, Kultur, Veranstaltungen und Menschen, die dort arbeiten. Jeder zusätzliche Grund, ins Zentrum zu kommen, hilft dabei, Frequenz und Leben zu schaffen.
Nach mehr als 20 Jahren Selbstständigkeit kehrst du damit gewissermaßen an deine beruflichen Wurzeln zurück.
Claus Tenambergen: Ein bisschen schließt sich tatsächlich ein Kreis. Als ich 2004 meine Marketingagentur gegründet habe, konnte ich nicht wissen, wie sich alles entwickeln würde. Mehr als 20 Jahre später kehre ich nun mit der Agentur und zusätzlich mit „Wir sind Kaufbeuren“ in die Altstadt zurück. Gleichzeitig beginnt in der Kaiser-Max-Straße etwas Neues. Darauf freue ich mich sehr.
Nach sechs Niederlagen in Serie holt die SVK wieder drei Punkte – Robin Conrad trifft doppelt
Die Herren der SpVgg Kaufbeuren haben ihre Negativserie beendet. Nach sechs Niederlagen in Folge gewann die SVK auswärts in Haunstetten verdient mit 3:2. Ob der vorausgegangene Trainerwechsel dabei bereits eine Rolle spielte, lässt sich kaum beurteilen. Fest steht: Die Kaufbeurer zeigten sich kämpferisch und brachten diesmal ihre Führung über die Zeit.
Frühe 2:0-Führung für die SVK
Kaufbeuren erwischte einen guten Start. Robin Conrad brachte die SVK bereits in der 12. Minute in Führung. Nur fünf Minuten später erhöhte Martin Singer auf 2:0. Damit gab es zunächst Parallelen zum vorausgegangenen Spiel gegen Legau. Denn auch diesmal gelang dem Gegner kurz nach der Kaufbeurer 2:0-Führung der Anschlusstreffer: Karim Cakir verkürzte für die Heimelf. Anders als zuletzt nahm die SVK ihren Vorsprung diesmal jedoch mit in die Halbzeitpause.
Conrad trifft erneut – Haunstetten macht es noch einmal spannend
In der 68. Minute war erneut Robin Conrad zur Stelle. Mit seinem zweiten Treffer des Tages erhöhte er auf 3:1 für Kaufbeuren. Entschieden war die Partie damit allerdings noch nicht. Ionnis Maliachowas traf in der 75. Minute zum 2:3 und sorgte damit für eine spannende Schlussphase. In der 89. Minute mussten schließlich beide Mannschaften mit einem Spieler weniger auskommen. Bora Imamogullari sah Gelb-Rot, Ionnis Maliachowas die Rote Karte. Diesmal brachte die SVK ihren knappen Vorsprung über die Zeit. Mit dem 3:2-Auswärtserfolg beendeten die Kaufbeurer ihre Serie von sechs Niederlagen in Folge.
Stimmen zum Spiel
Der zweifache Torschütze Robin Conrad sah vor allem die geschlossene Mannschaftsleistung als entscheidenden Faktor: „Wir haben jeden Zweikampf angenommen. Genau deshalb ist uns das Tore schießen leichtgefallen. Großes Lob wie wir verteidigt haben. Wir haben dadurch viele schwere Phasen im Spiel überstanden und Verdient gewonnen.“
Fred Jentzsch, der zusammen mit Luca Wollens in der Verantwortung stand, sah ebenfalls eine Kaufbeurer Mannschaft, die den Sieg unbedingt wollte: „Haunstetten war nur durch Standardsituationen gefährlich, nach dem 2:1 wurde es nochmal eng. Ein musterhafter Konter zum 3:1 brachte die Entscheidung.“
Auch Luca Wollens, der wieder in der Startelf stand, ordnete den Erfolg zurückhaltend ein: „ Wir sind noch nicht raus aus dem Loch. Wir haben schon noch Baustellen, die wir Schritt für Schritt angehen müssen. Trotzdem ein großes Lob an jeden einzelnen. Das war einfach nur ein Arbeitssieg und man jedem die Erleichterung angesehen.“
von links: HWK Präsident Hans-Peter Rauch und Kreishandwerksmeisterin Sandra Gareiß. Foto: Robert Fischer-Briechle
Erste Kreishandwerksmeisterin im Bereich der Handwerkskammer für Schwaben – nach 22 Jahren übergibt Robert Klauer das Amt
Ein historischer Moment für das Handwerk im Ostallgäu und in ganz Schwaben: Sandra Gareiß ist die erste Frau, die im Bereich der Handwerkskammer für Schwaben das Amt der Kreishandwerksmeisterin übernimmt. Nach 22 Jahren an der Spitze der Kreishandwerkerschaft Ostallgäu/Kaufbeuren gibt Robert Klauer das Amt ab und übergibt die Verantwortung an eine Frau, die das Handwerk seit Jahrzehnten kennt und mitgestaltet.
Mit der Wahl von Sandra Gareiß bekommt die Kreishandwerkerschaft nicht nur ein neues Gesicht, sondern auch ein starkes Zeichen für Frauenpower im Handwerk. Die neue Kreishandwerksmeisterin steht für Erfahrung, Engagement und einen Wandel, der längst auch im Handwerk angekommen ist. Gareiß ist in der Region keine Unbekannte. Mehr als 20 Jahre stand sie als Obermeisterin an der Spitze der Friseurinnung Ostallgäu. Sie kennt damit die Arbeit der Innungen, die Herausforderungen der Betriebe und die Strukturen der Handwerkskammer aus eigener langjähriger Erfahrung.
Ihre Wahl ist deshalb weit mehr als ein Wechsel an der Spitze. Sie ist ein Zeichen dafür, dass sich das Handwerk verändert – ohne dabei seine Traditionen aufzugeben. Frauen übernehmen Verantwortung, gestalten mit und stehen zunehmend auch an der Spitze handwerklicher Organisationen.
Ein starkes Signal für das Ostallgäu
Gerade für die Region Ostallgäu und Kaufbeuren ist die Wahl von Sandra Gareiß ein besonderer Schritt. Über Jahrzehnte waren Führungspositionen im Handwerk überwiegend männlich geprägt. Nun übernimmt erstmals eine Frau im Bereich der HWK Schwaben das Amt einer Kreishandwerksmeisterin. Dabei bringt Gareiß nicht nur die notwendige Erfahrung mit, sondern auch ein tiefes Verständnis für die Anliegen der Handwerksbetriebe. Ihre langjährige Tätigkeit als Obermeisterin hat sie ebenso geprägt wie ihr Engagement in der Vollversammlung der Handwerkskammer.
Mit ihrer Wahl verbindet sich damit die Hoffnung auf neue Impulse, neue Perspektiven und eine moderne Interessenvertretung des Handwerks. Das Ostallgäu zeigt: Handwerk hat Zukunft – und diese Zukunft wird auch von Frauen gestaltet.
Nach 22 Jahren: Robert Klauer übergibt das Amt
Mit der Wahl von Sandra Gareiß geht gleichzeitig eine außergewöhnlich lange Amtszeit zu Ende. 22 Jahre lang stand Robert Klauer an der Spitze der Kreishandwerkerschaft Ostallgäu/Kaufbeuren. Für Klauer war das Ehrenamt weit mehr als eine Funktion. „Das Handwerk war und ist für mich eine Herzensangelegenheit“, so beschreibt er seine langjährige Verbundenheit mit der Branche. Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2004 hat Klauer die Entwicklung des regionalen Handwerks entscheidend mitgeprägt. Eines seiner wichtigen Projekte war die Einrichtung der Außenstelle der HWK in Kaufbeuren, die er gemeinsam mit der Kammer auf den Weg brachte.
Auch über die Kreishandwerkerschaft hinaus engagierte sich Klauer über viele Jahre für das Handwerk. 20 Jahre gehörte er der Vollversammlung der Handwerkskammer für Schwaben an. Seit 2003 steht er zudem als Obermeister an der Spitze der Bauinnung Kaufbeuren. Eine besondere Rolle spielte die Fusion der Kreishandwerkerschaften Füssen und Kaufbeuren im Jahr 2019. Klauer gehörte zu den treibenden Kräften hinter dem Zusammenschluss und setzte sich maßgeblich dafür ein, die beiden Organisationen zusammenzuführen. Darüber hinaus ist Klauer Vorsitzender der Stiftung Haus des Handwerks.
Goldene Ehrennadel als besondere Würdigung
Wie hoch sein jahrzehntelanges Engagement geschätzt wird, zeigte sich erst im März dieses Jahres: Robert Klauer wurde mit der Goldenen Ehrennadel der Handwerkskammer für Schwaben ausgezeichnet. Die Goldene Ehrennadel ist die höchste Auszeichnung der HWK Schwaben und wird nur in besonderen Fällen verliehen. Sie würdigte Klauers jahrzehntelangen Einsatz für das Handwerk und seine besonderen Verdienste um die berufliche Organisation.
Nun übergibt er den Staffelstab – allerdings nicht vollständig. Klauer bleibt der Kreishandwerkerschaft als stellvertretender Kreishandwerksmeister erhalten und wird das neue Führungsteam weiterhin unterstützen. Auch Alfred Jörg, der bereits im Januar zum zweiten Stellvertreter gewählt wurde, bleibt Teil der Führung.
Ein Staffelstab für die Zukunft
Damit treffen bei der Kreishandwerkerschaft Vergangenheit, Erfahrung und Zukunft aufeinander: 22 Jahre Robert Klauer gehen zu Ende – und mit Sandra Gareiß beginnt gleichzeitig ein neues Kapitel. Für Klauer ist die Nachfolge gut gewählt. „Sandra Gareiß weiß, wie das Handwerk funktioniert“, ist er überzeugt.
Und so ist die Übergabe mehr als ein Abschied. Sie ist ein Wechsel mit Symbolkraft. Ein erfahrener Handwerker übergibt das Steuer an eine erfahrene Handwerkerin. Die Tradition bleibt – doch an der Spitze steht künftig eine Frau. Sandra Gareiß schreibt damit Handwerksgeschichte in Schwaben. Und das Ostallgäu setzt ein deutliches Zeichen: Frauenpower gehört zum Handwerk – und zur Zukunft des Handwerks.
CSD zieht am 12. September durch die Stadt – anschließend Festival im Spitalhof
Der Allgäu Pride Summer 2026 geht in Kaufbeuren auf die Zielgerade. Am Samstag, 12. September, steht mit dem CSD Kaufbeuren einer der zentralen Termine der Veranstaltungsreihe auf dem Programm. Auf eine Demonstration durch die Stadt und die anschließende Kundgebung folgt ein Festival im Spitalhof.
Der Allgäu Pride Summer findet in diesem Jahr vom 1. August bis 13. September statt. Eingerahmt wird das Programm von den CSDs in Kempten und Kaufbeuren. Dazwischen finden im Allgäuer Raum verschiedene queere Veranstaltungen statt.
Demonstration startet am Zollhäuschen
Am Samstag treffen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab 11:45 Uhr am Zollhäuschen in der Schmiedgasse 25. Um 12 Uhr startet dort die Demonstration durch Kaufbeuren. Ziel ist der Spitalhof, wo im Anschluss die Kundgebung stattfindet.
Der CSD soll die LGBTQIA+ Community sichtbar machen und zugleich für Gleichberechtigung, Akzeptanz und ein respektvolles Miteinander eintreten. Veranstalter ist der Allgäu Pride e.V. Der Verein setzt sich dafür ein, queere Lebensrealitäten im Allgäuer Raum sichtbar zu machen, Vorurteile abzubauen und den gesellschaftlichen Austausch zu fördern.
Festival ab 14 Uhr im Spitalhof
Nach Demonstration und Kundgebung geht der Pride-Tag im Spitalhof weiter. Dort beginnt um 14 Uhr das Festival. Der Eintritt ist frei.
Ab dem 1. Oktober 2026 können Eltern ihren Bedarf für einen Betreuungsplatz im kommenden Betreuungsjahr 2027/2028 wieder bequem online anmelden
Die digitale Bedarfsanmeldung ist unter www.kaufbeuren.de/nav/stadt-freizeit/bildung-erziehung/kindertageseinrichtungen möglich. Dort können sich Eltern außerdem über alle Kindertageseinrichtungen unter freier und städtischer Trägerschaft informieren. Unterstützung bei der digitalen Anmeldung bieten die Erklärvideos. Diese führen Schritt für Schritt durch die digitale Bedarfsanmeldung und geben Hilfestellung bei der Registrierung und Anmeldung.
Wer die Einrichtung nicht nur online, sondern auch persönlich kennenlernen möchte, hat dazu beim Tag der offenen Tür am 14. November 2026 Gelegenheit. Nähere Informationen zu den teilnehmenden Einrichtungen sowie den jeweiligen Öffnungszeiten können rechtzeitig den lokalen Pressemitteilungen entnommen werden.
Eltern werden gebeten, die digitale Bedarfsanmeldung im Zeitraum 1. Oktober 2026 bis 28. Februar 2027 vorzunehmen. Das Eingangsdatum ist hier nicht ausschlaggebend, sondern lediglich der Zugang in diesem Zeitraum. Anmeldungen nach dem 28. Februar 2027 sind selbstverständlich möglich, werden allerdings nachrangig behandelt.
Auch für Kinder, die bereits eine Kindertageseinrichtung besuchen, gilt: Bei einem Wechsel ist eine neue Anmeldung erforderlich. Das betrifft insbesondere Krippenkinder, die in den Kindergarten wechseln. Auch für den Schulkindergarten und den Hort muss eine neue Bedarfsanmeldung vorgenommen werden. Ein automatischer Übergang erfolgt nicht.
Die Benachrichtigung über einen Platz erhalten die Eltern im Zeitraum 17. März 2027 bis 19. März 2027 ausschließlich online über das Postfach des Bayern-ID-Kontos. Die Annahme des Platzes muss binnen 14 Tagen bestätigt werden. Erfolgt innerhalb dieser Frist keine Rückmeldung, wird der Platz weitervermittelt.
Noch ein wichtiger Hinweis: Die Vergabe erfolgt nach den geltenden Aufnahmekriterien. Dabei werden unter anderem die bevorstehende Schulpflicht, der Übergang von der Krippe in den Kindergarten, die Berufstätigkeit der Eltern, Geschwisterkinder und besondere familiäre Notlagen berücksichtigt. Entsprechende Nachweise sind in der Abteilung Kindertagesbetreuung einzureichen. Das Formular zum Nachweis der Berufstätigkeit steht auf der städtischen Webseite im Bereich Kindertageseinrichtungen zum Download bereit.
Ausführliche Informationen und Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Eltern in den FAQ des Kitaplatzprogramms.
Sollten darüber hinaus Fragen zur Bedarfsanmeldung bestehen oder Unterstützung bei der Registrierung benötigt werden, steht Ihnen die Abteilung Kindertagesbetreuung unter der Hotline 08341/437-9255 von Montag bis Freitag von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr oder per Mail unter kinderbetreuung@kaufbeuren.de
Der ESVK unterliegt nach guter Leistung Red Bull München beim Warrior Cup 2026 knapp mit 3:5. Foto: Benny Lahr
Nach drei Gegentoren in den ersten Minuten kämpfen sich die Joker zurück ins Spiel und kommen bis auf 3:4 heran – erst ein Empty-Net-Treffer sorgt für den 3:5-Endstand
Was für ein Eishockeyabend in der energie schwaben arena: Vor mehr als 2.400 stimmungsvollen Zuschauern lieferte sich der ESV Kaufbeuren beim Warrior Cup 2026 ein intensives Duell mit dem DEL-Club EHC Red Bull München. Am Ende mussten sich die Joker mit 3:5 geschlagen geben. Vor allem die Reaktion der Kaufbeurer nach einem denkbar schlechten Start machte jedoch Mut.
Drei Gegentore in nur drei Minuten
Die Partie hatte kaum begonnen, da schien sie bereits in eine eindeutige Richtung zu laufen. München legte ein enormes Tempo vor und erwischte den ESVK eiskalt. Nach gerade einmal rund drei Minuten lagen die Joker bereits mit 0:3 zurück.
ESVK-Trainer Sebastian Buchwieser reagierte umgehend und nahm eine Auszeit. Eine Maßnahme, die Wirkung zeigte.
Die Partie veränderte sich. Kaufbeuren stand nun kompakter, fand zunehmend Zugriff und ließ die große Münchner Überlegenheit aus den ersten Minuten nicht weiter zu.
Der ESVK unterliegt nach guter Leistung Red Bull München beim Warrior Cup 2026 knapp mit 3:5. Foto: Benny LahrDer ESVK unterliegt nach guter Leistung Red Bull München beim Warrior Cup 2026 knapp mit 3:5. Foto: Benny LahrDer ESVK unterliegt nach guter Leistung Red Bull München beim Warrior Cup 2026 knapp mit 3:5. Foto: Benny LahrDer ESVK unterliegt nach guter Leistung Red Bull München beim Warrior Cup 2026 knapp mit 3:5. Foto: Benny LahrDer ESVK unterliegt nach guter Leistung Red Bull München beim Warrior Cup 2026 knapp mit 3:5. Foto: Benny Lahr
Die Joker finden zurück ins Spiel
Mit zunehmender Spieldauer erspielte sich der ESVK auch eigene Möglichkeiten. Die Kaufbeurer versteckten sich gegen den höherklassigen Gegner nicht und arbeiteten sich mit viel Einsatz zurück in die Begegnung.
Spätestens im dritten Drittel wurde es noch einmal richtig spannend. Die Joker kämpften sich bis auf 3:4 heran und hatten damit plötzlich die Chance, eine Partie auszugleichen, die nach den ersten drei Minuten schon fast entschieden schien.
ESVK riskiert alles
In der Schlussphase versuchte Kaufbeuren noch einmal alles. Sebastian Buchwieser nahm den Torhüter vom Eis und brachte einen zusätzlichen Feldspieler.
Die Joker drängten auf den Ausgleich, doch ein Fehlpass machte die Hoffnung schließlich zunichte. München nutzte die Situation und traf ins verwaiste Kaufbeurer Tor zum 3:5-Endstand.
Die Torschützen der Joker: Tomas Schwamberger, Sami Blomqvist und Eero Elo erzielten die Treffer für den ESVK.
Viel Applaus von mehr als 2.400 Zuschauern
Auch wenn es nicht zur Überraschung gegen den DEL-Club reichte, hatte sich der ESVK nach dem frühen 0:3 eindrucksvoll in die Partie zurückgekämpft. Statt nach dem Fehlstart auseinanderzufallen, stabilisierten sich die Joker, hielten dagegen und machten das Spiel bis in die Schlussphase spannend.
Die mehr als 2.400 Zuschauer in der energie schwaben arena sorgten dabei für einen stimmungsvollen Rahmen und machten die Partie zu einem echten Eishockeyfest.
Die ESVK-Traditionsmannschaft spielte im Rahmen des Warrior-Cups 2026 in Kaufbeuren gegen die Nationalmannschaft der Ehemaligen. Foto: Benny Lahr
Vom Nachwuchs auf dem Eis über ein packendes Traditionsspiel vor gut 1.000 Zuschauern bis zur Vorstellung der Profimannschaft: Der Freitag beim Warrior Cup 2026 zeigte die ganze Bandbreite des ESV Kaufbeuren
Es war der erwartet besondere ESVK-Tag im Rahmen des Warrior Cups 2026. Am Freitag präsentierte sich der ESV Kaufbeuren in all seinen Facetten – vom jüngsten Nachwuchs über die Frauenmannschaft und ehemalige Eishockeygrößen bis hin zur aktuellen Profimannschaft. Ein abwechslungsreicher Tag, der eindrucksvoll zeigte, wie breit der Eishockeysport in Kaufbeuren aufgestellt ist.
Von der Eishockeyschule bis zur U20
Den Auftakt machte am späten Nachmittag der ESV Kaufbeuren e.V. mit der Präsentation seines Nachwuchsbereichs. Moderiert von Claus Tenambergen wurden die einzelnen Nachwuchsmannschaften auf dem Eis vorgestellt.
Von der Eishockeyschule und der U7 bis hinauf zur U20 präsentierten sich die jungen Spielerinnen und Spieler den Zuschauern in der energie schwaben arena. Ebenfalls mit dabei war die Frauenmannschaft des ESVK.
Dabei entstanden genau jene Bilder, die eindrucksvoll verdeutlichten, welchen Stellenwert die Nachwuchsarbeit beim ESV Kaufbeuren besitzt. Zahlreiche Kinder und Jugendliche in ihren ESVK-Trikots gemeinsam auf dem Eis zu sehen, machte sichtbar, wie groß der Unterbau des Kaufbeurer Eishockeys ist – und wie viele junge Spielerinnen und Spieler Woche für Woche für ihren Sport und den ESVK auf dem Eis stehen.
Der Blick reichte dabei von den Jüngsten, die ihre ersten Schritte auf Schlittschuhen machen, bis zu den älteren Nachwuchsspielern, die bereits auf einem hohen sportlichen Niveau unterwegs sind.
Die Nachwuchsmannschaften samt Frauenmannschaft und Eishockeyschule des ESV Kaufbeuren e.V. beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerDie Nachwuchsmannschaften samt Frauenmannschaft und Eishockeyschule des ESV Kaufbeuren e.V. beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerDie Nachwuchsmannschaften samt Frauenmannschaft und Eishockeyschule des ESV Kaufbeuren e.V. beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerDie Nachwuchsmannschaften samt Frauenmannschaft und Eishockeyschule des ESV Kaufbeuren e.V. beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerDie Nachwuchsmannschaften samt Frauenmannschaft und Eishockeyschule des ESV Kaufbeuren e.V. beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerDie Nachwuchsmannschaften samt Frauenmannschaft und Eishockeyschule des ESV Kaufbeuren e.V. beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerDie Nachwuchsmannschaften samt Frauenmannschaft und Eishockeyschule des ESV Kaufbeuren e.V. beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerDie Nachwuchsmannschaften samt Frauenmannschaft und Eishockeyschule des ESV Kaufbeuren e.V. beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerDie Nachwuchsmannschaften samt Frauenmannschaft und Eishockeyschule des ESV Kaufbeuren e.V. beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerDie Nachwuchsmannschaften samt Frauenmannschaft und Eishockeyschule des ESV Kaufbeuren e.V. beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerDie Nachwuchsmannschaften samt Frauenmannschaft und Eishockeyschule des ESV Kaufbeuren e.V. beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerDie Nachwuchsmannschaften samt Frauenmannschaft und Eishockeyschule des ESV Kaufbeuren e.V. beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerDie Nachwuchsmannschaften samt Frauenmannschaft und Eishockeyschule des ESV Kaufbeuren e.V. beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerDie Nachwuchsmannschaften samt Frauenmannschaft und Eishockeyschule des ESV Kaufbeuren e.V. beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerDie Nachwuchsmannschaften samt Frauenmannschaft und Eishockeyschule des ESV Kaufbeuren e.V. beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerDie Nachwuchsmannschaften samt Frauenmannschaft und Eishockeyschule des ESV Kaufbeuren e.V. beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerDie Nachwuchsmannschaften samt Frauenmannschaft und Eishockeyschule des ESV Kaufbeuren e.V. beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerDie Nachwuchsmannschaften samt Frauenmannschaft und Eishockeyschule des ESV Kaufbeuren e.V. beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerDie Nachwuchsmannschaften samt Frauenmannschaft und Eishockeyschule des ESV Kaufbeuren e.V. beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerDie Nachwuchsmannschaften samt Frauenmannschaft und Eishockeyschule des ESV Kaufbeuren e.V. beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerDie Nachwuchsmannschaften samt Frauenmannschaft und Eishockeyschule des ESV Kaufbeuren e.V. beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerDie Nachwuchsmannschaften samt Frauenmannschaft und Eishockeyschule des ESV Kaufbeuren e.V. beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex Winterholler
Eishockey-Legenden liefern sich packendes Duell
Nach dem Nachwuchs gehörte die Eisfläche den ehemaligen Größen. Vor gut 1.000 Zuschauern traf die ESVK-Traditionsmannschaft auf die Nationalmannschaft der ehemaligen deutschen Nationalspieler.
Wer dabei ein gemütliches Schaulaufen ehemaliger Profis erwartet hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Beide Mannschaften boten den Zuschauern ein attraktives Spiel mit Tempo, technischen Kabinettstückchen und sehenswerten Kombinationen. Immer wieder war zu erkennen, dass hier Akteure auf dem Eis standen, die über viele Jahre Eishockey auf hohem Niveau gespielt hatten.
Und auch sportlich hielten die Kaufbeurer hervorragend dagegen. Nach einem zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand drehte die ESVK-Traditionsmannschaft die Partie und ging sogar mit 4:3 in Führung.
Nach der regulären Spielzeit stand es schließlich 5:5.
Die ESVK-Traditionsmannschaft spielte im Rahmen des Warrior-Cups 2026 in Kaufbeuren gegen die Nationalmannschaft der Ehemaligen. Foto: Benny LahrDie ESVK-Traditionsmannschaft spielte im Rahmen des Warrior-Cups 2026 in Kaufbeuren gegen die Nationalmannschaft der Ehemaligen. Foto: Benny LahrDie ESVK-Traditionsmannschaft spielte im Rahmen des Warrior-Cups 2026 in Kaufbeuren gegen die Nationalmannschaft der Ehemaligen. Foto: Benny LahrDie ESVK-Traditionsmannschaft spielte im Rahmen des Warrior-Cups 2026 in Kaufbeuren gegen die Nationalmannschaft der Ehemaligen. Foto: Benny LahrDie ESVK-Traditionsmannschaft spielte im Rahmen des Warrior-Cups 2026 in Kaufbeuren gegen die Nationalmannschaft der Ehemaligen. Foto: Benny LahrDie ESVK-Traditionsmannschaft spielte im Rahmen des Warrior-Cups 2026 in Kaufbeuren gegen die Nationalmannschaft der Ehemaligen. Foto: Benny Lahr
Die ESVK-Traditionsmannschaft gegen die Nationalmannschaft der Ehemaligen. Fotos: Alex Winterholler
Publikum fordert das Penaltyschießen
Eigentlich hätte es das gewesen sein können. Über den Stadionsprecher wurde verkündet, dass sich beide Mannschaften auf das Unentschieden geeinigt hätten.
Doch die Zuschauer in der energie schwaben arena hatten andere Vorstellungen. Mit lautstarkem Applaus machten sie deutlich, dass sie ein Penaltyschießen sehen wollten.
Der Wunsch wurde erhört.
Also traten die ehemaligen Profis noch einmal gegeneinander an – diesmal im direkten Duell zwischen Schützen und Torhütern. Am Ende hatte die Nationalmannschaft der Ehemaligen knapp die Nase vorn und gewann die Partie mit 6:5 nach Penaltyschießen.
Das Ergebnis war an diesem Abend allerdings beinahe Nebensache. Im Mittelpunkt standen das Wiedersehen mit zahlreichen bekannten Spielern, attraktives Eishockey und die Freude daran, viele frühere Größen noch einmal gemeinsam auf dem Kaufbeurer Eis erleben zu können.
Von den Legenden zu den aktuellen Jokern
Nach dem Spiel verlagerte sich das Geschehen von der energie schwaben arena ins Festzelt. Dort stand anschließend die 1. Mannschaft des ESV Kaufbeuren im Mittelpunkt.
Die Joker wurden den Fans für die neue Spielzeit 2026/2027 vorgestellt. Auch der neue Trainer Sebastian Buchwieser stellte sich den Fragen des Moderators Phil Bader und sprach über die bevorstehende Saison.
Eine Neuigkeit wurde an diesem Abend ebenfalls exklusiv bekannt gegeben: die Besetzung der Kapitänsämter für die neue Spielzeit.
Vorstellung der 1. Mannschaft des ESVK beim Warrior-Cup 2026. Fotos: Benny Lahr, Claus TenambergenVorstellung der 1. Mannschaft des ESVK beim Warrior-Cup 2026. Fotos: Benny Lahr, Claus TenambergenVorstellung der 1. Mannschaft des ESVK beim Warrior-Cup 2026. Fotos: Benny Lahr, Claus TenambergenVorstellung der 1. Mannschaft des ESVK beim Warrior-Cup 2026. Fotos: Benny Lahr, Claus TenambergenVorstellung der 1. Mannschaft des ESVK beim Warrior-Cup 2026. Fotos: Benny Lahr, Claus TenambergenVorstellung der 1. Mannschaft des ESVK beim Warrior-Cup 2026. Fotos: Benny Lahr, Claus Tenambergen
Weitere tolle Bilder der Mannschaftspräsentation von Alex Winterholler
Vorstellung der 1. Mannschaft des ESVK beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerVorstellung der 1. Mannschaft des ESVK beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerVorstellung der 1. Mannschaft des ESVK beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerVorstellung der 1. Mannschaft des ESVK beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerVorstellung der 1. Mannschaft des ESVK beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerVorstellung der 1. Mannschaft des ESVK beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerVorstellung der 1. Mannschaft des ESVK beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerVorstellung der 1. Mannschaft des ESVK beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerVorstellung der 1. Mannschaft des ESVK beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerVorstellung der 1. Mannschaft des ESVK beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerVorstellung der 1. Mannschaft des ESVK beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerVorstellung der 1. Mannschaft des ESVK beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerVorstellung der 1. Mannschaft des ESVK beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerVorstellung der 1. Mannschaft des ESVK beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerVorstellung der 1. Mannschaft des ESVK beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerVorstellung der 1. Mannschaft des ESVK beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerVorstellung der 1. Mannschaft des ESVK beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerVorstellung der 1. Mannschaft des ESVK beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerVorstellung der 1. Mannschaft des ESVK beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerVorstellung der 1. Mannschaft des ESVK beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerVorstellung der 1. Mannschaft des ESVK beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex WinterhollerVorstellung der 1. Mannschaft des ESVK beim Warrior-Cup 2026. Foto: Alex Winterholler
Max Renner führt die Joker als Kapitän an
Die Joker werden in der Saison 2026/2027 von Max Renner als Kapitän angeführt.
Unterstützt wird er von seinen Assistenten Eero Elo, Julian Eichinger und Max Oswald.
Damit wissen die Fans nun auch offiziell, welches Quartett in der kommenden Saison innerhalb der Mannschaft besondere Verantwortung übernehmen wird.
Nach Mannschaftsvorstellung, Interviews und Autogrammstunde war der ESVK-Tag noch nicht beendet. Dieter Schaurich übernahm anschließend die Musik und sorgte im Festzelt für den passenden Ausklang und Partystimmung.
Dieter Schaurich. Fotos: Alex Winterholler
Foto: Alex Winterholler
Ein rundum gelungener ESVK-Tag
Vom Nachwuchs über die Frauenmannschaft und die ehemaligen Eishockeygrößen bis zu den aktuellen Profis: Der Freitag beim Warrior Cup brachte die verschiedenen Generationen und Bereiche des ESV Kaufbeuren an einem Tag zusammen.
Die Nachwuchspräsentation mit ihren vielen Spielerinnen und Spielern, ein überraschend temporeiches und bis zum Penaltyschießen spannendes Traditionsspiel vor gut 1.000 Zuschauern sowie die Vorstellung der neuen Joker machten den Freitag zu einem rundum gelungenen ESVK-Tag.
Am Samstag und Sonntag rückt nun der eigentliche Warrior Cup 2026 in den Mittelpunkt. Am Samstag treffen zunächst die Belfast Giants auf den HC Ambri-Piotta, ehe der ESV Kaufbeuren gegen Red Bull München antritt. Am Sonntag folgen das Spiel um Platz drei und das Finale.
Auftakt am 20. September im Stadtsaal – barrierefreier Zugang, Gebärdensprache, Kinderbetreuung und Rahmenprogramm
Die Stadt Kaufbeuren lädt alle Bürgerinnen und Bürger zur ersten Versammlung für die Bürgerschaft im Jahr 2026 ein. Den Auftakt bildet die Bürgerversammlung Kaufbeuren am Sonntag, 20.09.2026, um 16:00 Uhr im Stadtsaal Kaufbeuren.
Die Bürgerversammlung ist besonders inklusiv gestaltet. Sie wird unter anderem mit Gebärdensprache begleitet, zudem ist ein barrierefreier Zugang für alle Teilnehmenden vorhanden. Für den gesamten Versammlungszeitraum wird außerdem eine Kinderbetreuung angeboten. Eine Anmeldung zur Kinderbetreuung über das Portal wird erbeten.
Als Rahmenprogramm ist von 16:00 Uhr bis ca. 16:45 Uhr ein Auftritt der Tänzelfest-Knabenkapelle vorgesehen.
Fragen und Wünsche können vorab eingereicht werden
Für die fundierte Themenvorbereitung ist es sehr hilfreich, wenn Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen und Wünsche möglichst einige Tage vorab online über das städtische Portal www.kaufbeuren.de/buergerversammlung einsenden.
Unabhängig von den Bürgerversammlungen besteht immer die Möglichkeit, Fragen, Wünsche und Anregungen an den Oberbürgermeister zu richten. Entsprechende Nachrichten bittet die Stadt an ob-buero@kaufbeuren.de zu senden. Die Beantwortung erfolgt dann auf gleichem Weg.
Gleichstellungsstelle ermuntert zur Beteiligung
Die Gleichstellungsstelle der Stadt möchte insbesondere auch Frauen, Familien, Alleinerziehende und diejenigen, die Familie und/oder Pflegeaufgaben und Beruf zu vereinbaren haben, ermuntern, an diesem Beteiligungsformat teilzunehmen, sich zu informieren und mit dem Einbringen von Ideen und Anregungen „mitzureden“.
Sie haben oft einen anderen Blickwinkel auf Chancengleichheit in der Stadtgesellschaft im Bereich Mobilität (ÖPNV, Radwege), zu Klimathemen und Nachhaltigkeit sowie zu Aufenthaltsqualität und Sicherheit im Öffentlichen Raum.
Ihre Rückmeldungen hierzu sind wichtig für die weitere Stadtentwicklung.
Die Gleichstellungsstelle nimmt auch gerne vorab Themen und Anregungen entgegen. Insbesondere werden zwei Sprechstunden angeboten:
Donnerstag, 10.09.2026, von 10:00 – 12:00 Uhr Dienstag, 15.09.2026, von 14:00 – 16:00 Uhr
Die Sprechstunden finden in den Räumen der Gleichstellungsstelle, 2. Stock, Am Salzmarkt 2+4, 87600 Kaufbeuren, statt.
Beginn: 16:00 Uhr Ort: Stadtsaal Kaufbeuren Barrierefreier Zugang, Gebärdensprache und Kinderbetreuung. Rahmenprogramm: Auftritt der Tänzelfest-Knabenkapelle bis ca. 16:45 Uhr.
Aktionstage für die Stadtverwaltung zur Europäischen Charta der Gleichstellung
Die Stadt Kaufbeuren arbeitet derzeit an einem Aktionsplan zur Umsetzung der Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern. Mit der Unterzeichnung der Charta durch Oberbürgermeister Stefan Bosse Ende 2023 hat sich die Stadt verpflichtet, einen Aktionsplan zu erstellen, in dem konkrete Ziele, Maßnahmen und Prioritäten entwickelt werden, um die Gleichstellung auf kommunaler Ebene aktiv zu fördern.
In verschiedenen Beteiligungsprozessen bindet die Gleichstellungsstelle nun die Bürgerinnen und Bürger sowie die Beschäftigten der Stadtverwaltung in die Erarbeitung ein. Ziel ist es in verschiedenen Handlungsfeldern, wie politische Teilhabe, Vielfalt und Diskriminierung sowie Chancengleichheit in Bildung, Beruf und Politik, Maßnahmen zu priorisieren, Ressourcen für die Umsetzung zu klären und Zeitpläne festzulegen.
Um diesen Prozess möglichst praxisnah zu gestalten, fanden nun interne Aktionstage der Gleichstellungsstelle statt. Hierzu wurden alle Beschäftigten der Stadtverwaltung eingeladen, sich zur Charta zu informieren und ihre Erfahrungen, Ideen und Anregungen einzubringen. Neben einer Einführungsveranstaltung zur Charta gab es einen Vortrag zu Anti-Bias und einen Input zur geschlechtersensiblen Stadtplanung und Klimaanpassung. Allen Beteiligten konnte verdeutlicht werden, dass Chancengleichheit nicht nur als ein Grundsatz zu verstehen ist, sondern in tägliche Arbeitsabläufe, Entscheidungen und Strukturen integriert werden kann.
Der Aktionsplan bildet künftig die Grundlage dafür, Gleichstellung in der Stadtgesellschaft und -verwaltung systematisch weiterzuentwickeln.
Allgäuer Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke (CSU). Foto: Tobias Koch
Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke begrüßt die Pläne des Freistaats – beim Bahnhalt Neugablonz sieht er allerdings einen „Wermutstropfen“
Für die geplanten Bahnhalte in Kaufbeuren gibt es neue zeitliche Perspektiven. Wie der Allgäuer Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke (CSU) in einer aktuellen Mitteilung berichtet, hat ihn der Bayerische Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter, über den aktuellen Stand informiert. Demnach beabsichtigt der Freistaat trotz der angespannten Haushaltslage, den neuen Haltepunkt Kaufbeuren-Haken zu finanzieren. Nach Angaben der DB InfraGO AG wird eine Inbetriebnahme im zweiten Quartal 2029 angestrebt.
„Es freut mich sehr, dass der Freistaat Bayern trotz der angespannten Haushaltslage die Finanzierung des neuen Haltepunkts Kaufbeuren-Haken beabsichtigt und hierfür eine klare zeitliche Perspektive benennt“, erklärt Stracke.
Haken als weiterer Baustein für den Bahnverkehr
Der Bundestagsabgeordnete sieht den zusätzlichen Haltepunkt im Zusammenhang mit den derzeitigen Investitionen in den Kaufbeurer Bahnverkehr. Im März 2026 hat der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Kaufbeuren begonnen. Nach Angaben von Verkehrsminister Bernreiter investieren DB InfraGO AG, Bund und Freistaat rund 31 Millionen Euro in die Modernisierung. Der Freistaat trägt rund die Hälfte der Kosten. Zusätzlich plant die DB InfraGO AG die Weiterentwicklung des Empfangsgebäudes.
Stracke erklärt dazu: „Neben dem barrierefreien Ausbau und der Modernisierung des Empfangsgebäudes am Bahnhof Kaufbeuren ist der zusätzliche Bahnhalt in Kaufbeuren-Haken ein weiterer wichtiger Baustein, um den Bahnverkehr attraktiver zu machen und das Bahnfahren für die Menschen vor Ort einfacher und komfortabler zu gestalten.“
Bahnhalt Neugablonz soll mit Elektrifizierung kommen
Auch für den seit Langem diskutierten Bahnhalt Kaufbeuren-Neugablonz gibt es eine neue Perspektive. Im Januar 2026 hat der Freistaat die DB InfraGO AG mit den Planungen zur Elektrifizierung der Strecke Buchloe–Kaufbeuren–Biessenhofen beauftragt. Das Elektrifizierungsprojekt soll nach derzeitigem Stand bis 2040 abgeschlossen werden. Der neue Bahnhalt Kaufbeuren-Neugablonz soll in dieses Projekt integriert werden.
„Auch für den Bahnhalt Kaufbeuren-Neugablonz gibt es nun eine klare Perspektive, was ich ausdrücklich begrüße. Wie der Verkehrsminister mitteilt, soll dieser im Zuge der Elektrifizierung der Strecke Buchloe–Kaufbeuren–Biessenhofen realisiert werden. Das ist eine klare Perspektive – zugleich bleibt ein Wermutstropfen: Bis zur tatsächlichen Inbetriebnahme des Bahnhalts kann damit noch viel Zeit vergehen.“
Hintergrund für die gemeinsame Umsetzung ist die notwendige Absenkung der Gleise unter der Josefsthaler Straßenbrücke im Zuge der Elektrifizierung. Würden die Bahnsteige des neuen Haltepunkts bereits vorher gebaut, müssten sie später an das veränderte Höhenniveau angepasst werden. Laut Bernreiter sollen durch die Integration in das Elektrifizierungsprojekt Doppel- beziehungsweise Fehlinvestitionen vermieden werden.
Stracke: Elektrifizierung schneller voranbringen
Stracke kann diese Entscheidung nachvollziehen, sieht den langen Zeithorizont aber kritisch: „Es ist verständlich, dass die Umsetzung des Bahnhalts Kaufbeuren-Neugablonz in das Elektrifizierungsprojekt integriert werden soll, um Doppel- und Fehlinvestitionen zu vermeiden. Schade ist jedoch, dass die Elektrifizierung erst 2040 abgeschlossen sein soll und damit auch die Inbetriebnahme des Bahnhalts in weite Ferne rückt. Jetzt muss alles darangesetzt werden, die Planungen und die Umsetzung des Elektrifizierungsvorhabens Buchloe–Kaufbeuren–Biessenhofen so schnell wie möglich voranzubringen.“
2023 wurde beim Bürgerfest das letzte Mal groß in Neugablonz gefeiert. Foto: Claus Tenambergen
80 Jahre Neugablonz: Stadtteil feiert großes Jubiläum am 12. September 2026
Ein ganz besonderes Jubiläum steht in Kaufbeurens Stadtteil Neugablonz an: 80-jähriges Bestehen! 1946 als neue Heimat für die aus Gablonz an der Neiße vertriebenen Menschen aus Mut, Zusammenhalt und handwerklichem Können gegründet.
Innerhalb weniger Jahrzehnte entwickelte sich daraus ein lebendiger Stadtteil mit einer weit über die Region hinaus bekannten Schmuck- und Glasindustrie. Diese Wurzeln prägen bis heute das Leben, die Identität und das Bild von Neugablonz. Und das soll natürlich gebührend gefeiert werden.
Am Samstag, 12. September 2026, von 16:00 bis 22:00 Uhr auf dem Bürgerplatz in Neugablonz. Gleichzeitig wird auch noch das Ende einer regionalen Kulturgeschichte gefeiert: Die Kultband Mauke verabschiedet sich nach 20 Jahren endgültig von der Bühne.
Zwei Jahrzehnte lang hat die Band mit ihren Liedern, dem unverwechselbaren Humor und dem Gablonzer Dialekt Generationen begleitet und die Neugablonzer Traditionen auf einzigartige Weise vermittelt. Mit ihrem letzten Auftritt im Rahmen von „Neugablonz feiert!“ wird dies zu einem einmaligen Erlebnis, das es so nie wieder geben wird.
Außerdem ist die Gablonzer Blasmusik gemeinsam mit der Mladá dechovka aus Gablonz an der Neiße ebenfalls mit dabei und wird für unvergessliche Stimmung sorgen. Oberbürgermeister Stefan Bosse blickt mit Vorfreude auf die Veranstaltung: „Neugablonz hat unsere Stadt seit Bestehen in außergewöhnlichem Maße geprägt und tut dies immer noch. Auch der Abschied von Mauke, so schade er ist, wird „Neugablonz feiert!“ zu einem einzigartigen, bewegenden und unvergesslichen Tag machen.
Ein ganz besonderes Fest der Gemeinschaft, der Erinnerung und der Zukunft zu dem ich alle Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich einlade.“
Seit 60 Jahren bereichert der Kulturring Kaufbeuren das kulturelle Leben der Stadt. Mit Theater, Konzerten, Literatur und vielen weiteren Veranstaltungsformaten bringt der Verein seit sechs Jahrzehnten hochwertige Kultur nach Kaufbeuren und schafft Begegnungen, die unterhalten, berühren und zum Nachdenken anregen. In der neuen Folge von Klar.Text – Fakten. Fokus. Faszination. spricht Gastgeber Claus Tenambergen mit der Vorsitzenden des Kulturring Kaufbeuren, Birgit Pfeifer, über die Geschichte und Entwicklung des Vereins, das 60-jährige Jubiläum sowie das neue Jahresprogramm für die Saison 2026/2027.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen aber nicht nur die zahlreichen Veranstaltungen der kommenden Saison. Birgit Pfeifer gibt auch persönliche Einblicke in ihre ehrenamtliche Arbeit und spricht über die Bedeutung von Kultur für unsere Gesellschaft. Gemeinsam werfen sie einen Blick hinter die Kulissen des Kulturrings und zeigen, wie viel Engagement, Leidenschaft und Organisation notwendig sind, um Jahr für Jahr ein abwechslungsreiches Kulturprogramm auf die Beine zu stellen. Ein besonderes Thema des Podcasts ist die Rolle der Kultur in einer sich wandelnden Gesellschaft. Warum Kultur weit mehr ist als Unterhaltung, weshalb sie Menschen verbindet, Denkanstöße gibt und gemeinschaftliches Erleben schafft – darüber entwickelt sich ein ebenso informatives wie inspirierendes Gespräch. 🎧 Die neue Podcast-Folge hier auf Wir sind Kaufbeuren und ab sofort auf allen bekannten Podcast-Plattformen
Früher Elfmeter entscheidet die Partie – SVK wartet nach dem 0:1 seit vier Spielen auf einen Sieg
Die SpVgg Kaufbeuren musste gegen Kaufering die vierte Niederlage in einem Punktspiel in Serie hinnehmen. Ein früher Strafstoß brachte Kaufering mit 1:0 in Führung. An diesem Ergebnis änderte sich bis zum Schlusspfiff nichts mehr.
Elfmeter bringt Kaufering in Führung Die Kaufbeurer benötigten zunächst einige Zeit, um in die Partie zu finden. Bereits nach 15 Minuten war jedoch der Treffer gefallen, der letztlich über den Ausgang des Spiels entscheiden sollte. Ein Elfmeter für Kaufering führte zum 1:0.
Anschließend stabilisierte sich die SVK und ließ bis zum Abpfiff nichts mehr anbrennen. Auf der anderen Seite boten sich den Kaufbeurern zwei bis drei Möglichkeiten zum Ausgleich. Wie schon zuletzt fehlte jedoch die nötige Konsequenz vor dem gegnerischen Tor. Luca Wollens: „Müssen gegen Bad Wörishofen auf jeden Fall punkten“. Der spielende Co-Trainer Luca Wollens musste die Partie verletzungsbedingt von außen verfolgen. Nach dem Spiel sagte er: „Wir haben die ersten 15-20 Minuten gebraucht, um reinzukommen haben dann aber bis zum Abpfiff nichts mehr anbrennen lassen. Umso bitterer ist das dumme Faul zum Elfmeter, wodurch wir eins zu null in Rückstand geraten. Wir hatten den Ausgleich zwei-dreimal auf dem Fuß liegen, haben aber wieder unsere Chancen nicht genutzt. Fakt ist, wir haben seit vier Spielen nicht mehr gewonnen und müssen gegen Bad Wörishofen auf jeden Fall Punkten. Meiner Verletzung geht soweit gut. Ich denke, dass ich nächste Woche wieder ins Training einsteigen kann.“
Damit richtet sich der Blick der Kaufbeurer nun auf die kommende Partie gegen Bad Wörishofen, in der die SVK nach vier sieglosen Spielen wieder punkten möchte. (hr)
171 Kommunen beteiligen sich an Sammelbestellung für das LF 10 – die Idee reicht bis ins Jahr 2021 zurück
Die Zentralbeschaffung von Feuerwehrfahrzeugen in Bayern nimmt Fahrt auf. Wie der Kaufbeurer Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl in einer Pressemitteilung mitteilt, haben sich 171 der 2056 Kommunen an der Sammelbestellung für das Feuerwehrfahrzeug LF 10 beteiligt. Die Ausschreibung des Landesfeuerwehrverbandes, der die Beschaffung koordiniert, hat am 06. August 2026 begonnen und soll im Oktober durch Zuschlag entschieden werden.
Für Bernd Heinisch, Feuerwehrpolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion und Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, sowie Bernhard Pohl, Erster Stellvertretender Vorsitzender der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, ist dies ein Erfolg des Zusammenspiels der Feuerwehrbasis und der Kommunen mit der Landtagsfraktion der FREIEN WÄHLER.
Die Anfänge liegen in Kaufbeuren und im Ostallgäu
Die Initiative reicht laut Pressemitteilung bis ins Jahr 2021 zurück. Damals kamen Markus Barnsteiner, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Ostallgäu und inzwischen auch Stellvertretender Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Bayern, und Helmut Winkler, damals Vorsitzender der Feuerwehr der Stadt Kaufbeuren, auf Bernhard Pohl zu. Sie baten den Landtagsabgeordneten, sich für die Zentralbeschaffung von Feuerwehrfahrzeugen einzusetzen.
Damit verbanden sie insbesondere die Erwartung einer deutlichen Entbürokratisierung des Beschaffungsvorgangs sowie erheblicher Kosteneinsparungen durch eine Zentralbeschaffung.
Bei einem Termin im Bayerischen Landtag am 31.05.2022 stellten Vertreter der Feuerwehren der Stadt Kaufbeuren und des Landkreises Ostallgäu gemeinsam mit Pohl ihre Pläne Sandro Kirchner (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, vor. Dieser versprach, den Vorschlag zu prüfen, ohne sich im Ergebnis bereits festzulegen.
Gespräche mit Feuerwehren und Kommunen
In den darauffolgenden Monaten wurde die Thematik intensiv in der Feuerwehrbasis besprochen. Auch Pohl veranstaltete eine Reihe von Gesprächsrunden mit Bürgermeistern und Feuerwehrvertretern. Nach Angaben in der Pressemitteilung unterstützten sowohl Feuerwehren als auch Kommunalpolitiker die Vorschläge mit großer Mehrheit.
Auch bei den regelmäßigen Diskussionen der Landtagsfraktion FREIE WÄHLER mit der Spitze des Landesfeuerwehrverbandes war die Zentralbeschaffung Thema.
Testphase 2025 erfolgreich abgeschlossen
Der Durchbruch kam laut Pohl im September 2024. Bei einer Veranstaltung des Bayerischen Landtags für ehrenamtliche Bürgermeister in Bayern verkündete Staatsminister Joachim Herrmann bei einem Podiumsgespräch mit Bernhard Pohl, dass die Zentralbeschaffung von Feuerwehrfahrzeugen kommen werde.
Das Innenministerium entschied sich zunächst für eine einjährige Erprobung für das Feuerwehrfahrzeug LF 10, bevor die Zentralbeschaffung standardisiert und ausgeweitet werden sollte. Diese Testphase fand im Jahr 2025 statt und verlief nach Angaben in der Pressemitteilung erfolgreich.
Die Landtagsfraktionen von FREIEN WÄHLERN und CSU flankierten das Vorhaben mit einem Dringlichkeitsantrag vom 15.01.2025, der auf breite Zustimmung stieß.
Heinisch sieht Entlastung für Feuerwehren und Kommunen
Bernd Heinisch stellt zufrieden fest: „Die FREIEN WÄHLER reden nicht nur von Entbürokratisierung, sie machen es! Mit der Zentralbeschaffung entlasten wir unsere Feuerwehren und Kommunen nicht nur von unnötiger Bürokratie, wir leisten auch einen wesentlichen Beitrag zur Kosteneinsparung. Das ist das richtige Signal in Zeiten knapper Kassen, insbesondere bei den Kommunen.“
Bernhard Pohl sieht in der Entwicklung auch einen Erfolg funktionierender politischer Prozesse: „So funktioniert Demokratie! Feuerwehrexperten vor Ort setzen sich zusammen, entwickeln eine gute Idee, wir Parlamentarier setzen sie um. Wenn wir gemeinsam anpacken, sind wir erfolgreich. Ich danke natürlich vor allem meinen Heimatfeuerwehren in Kaufbeuren und im Ostallgäu, aber auch allen anderen Feuerwehrverbänden und – Vereinen, die hier mit angeschoben haben. Wenn dieses Beispiel Schule macht, geht es mit unserem Staat rasch wieder Aufwärts.“, so Pohl abschließend.
Seit Donnerstag, 13. August 2026, ist die neue Kneippanlage in der Johannes-Haag-Straße 6, am Jordanpark, in Betrieb und für alle nutzbar
In einer kleinen Feierstunde vor Ort hat Oberbürgermeister Stefan Bosse in Anwesenheit von Vertreterinnen und Vertretern aller, die dieses Projekt möglich gemacht haben, die Anlage eröffnet. Mit dabei waren unter anderen die Planerin, Gudrun Dietz-Hofmann, Mitglieder des Kneippvereins Kaufbeuren, Mitglieder des Kaufbeurer Stadtrates, Vertreter der Regierung von Schwaben und der Stadtverwaltung
Trotz der sehr angespannten Haushaltslage konnte die Kneippanlage, die aus einem Tretbecken, einem Armbecken und einer Tretwiese besteht, mit Hilfe einer 90-prozentigen Förderung und Spenden realisiert werden. Mit Gesamtkosten von rund 230.000 Euro war der Bau der Anlage auch etwa 20 % günstiger als zu Beginn der Planungen veranschlagt.
In seiner Rede bedankte sich Oberbürgermeister Stefan Bosse bei allen, die zur Umsetzung des Projekts beigetragen haben: „Dass wir diese Anlage hier in Kaufbeuren so umsetzen konnten wie sich das alle gewünscht haben, in Zeiten, in denen die finanzielle Lage der Stadt so schwierig ist, zeigt, dass man Dinge mit Willen und guter Zusammenarbeit doch umsetzen kann. Dafür mein herzlicher Dank an alle Beteiligten. Und ganz besonders danke ich unserem Landtagsabgeordneten Peter Wachler, der durch sein Engagement über eine Fraktionsinitiative auch einen erheblichen Teil an finanziellen Mitteln für diese Kneippanlage nach Kaufbeuren gebracht hat. Ich wünsche allen viel Spaß bei der Nutzung!“
Birgit Pfeifer, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkasse Allgäu, und Michael Sambeth, Leiter Marketing und Kommunikation der Sparkasse Allgäu, übergaben einen symbolischen Spendenscheck über 1.500 Euro an Dr. Stefan Raueiser (links), Leiter Kloster Irsee, und Studienleiter Dominik Fröhlich (zweiter von rechts).
Foto: Christian Haack
Die Sommerakademie der Schönen Künste fand heuer vom 1. bis 9. August 2026 im Schwäbischen Bildungszentrum Irsee statt
Der Schwäbische Kunstsommer in Irsee stand auch 2026 wieder für künstlerische Weiterbildung auf hohem Niveau und den inspirierenden Austausch zwischen unterschiedlichen Kunstgattungen und Generationen. Anlässlich der 38. Sommerakademie der Schönen Künste unterstützte die Sparkasse Allgäu die Schwabenakademie Irsee mit einer Spende in Höhe von 1.500 Euro.
Birgit Pfeifer, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkasse Allgäu, und Michael Sambeth, Leiter Marketing und Kommunikation der Sparkasse Allgäu, übergaben den symbolischen Spendenscheck vor Ort an Dr. Stefan Raueiser, Leiter Kloster Irsee, und Studienleiter Dominik Fröhlich. „Es freut uns sehr, dass wir durch die Finanzierung der Kunststipendien dazu beitragen konnten, zwei weiteren talentierten Künstlerpersönlichkeiten die Teilnahme am diesjährigen Schwäbischen Kunstsommer zu ermöglichen“, so Michael Sambeth.
Die Sommerakademie der Schönen Künste fand heuer vom 1. bis 9. August 2026 im Schwäbischen Bildungszentrum Irsee statt. Unter dem Motto „Kunst leben“ kamen dort Künstlerinnen und Künstler sowie qualifizierte Laien aus verschiedenen Disziplinen zusammen, um eine Woche lang intensiv zu arbeiten, sich künstlerisch weiterzubilden und sich untereinander auszutauschen. Die Schwabenakademie Irsee versteht den Kunstsommer als „Künstlerkolonie auf Zeit“, in der künstlerisches Arbeiten und gemeinsames Erleben eng miteinander verbunden sind. Ergänzt wurde das Programm durch die Veranstaltung der „Kunst-Sommernacht“ vergangenen Samstag, die zahlreiche Besucherinnen und Besucher ins Kloster Irsee führte.
Für die Sparkasse Allgäu ist die Unterstützung kultureller Bildungsangebote in der Region ein wichtiges Anliegen. Formate wie der Schwäbische Kunstsommer schaffen Raum für Kreativität, persönliche Entwicklung und Begegnung. Zugleich tragen sie dazu bei, künstlerisches Schaffen zu fördern und talentierten Menschen Zugänge zu hochwertiger kultureller Weiterbildung zu eröffnen.
Großes Interesse am Saison-Opening des ESV Kaufbeuren: Rund 1000 Fans verfolgten das öffentliche Training der neu formierten Joker-Mannschaft in der energie schwaben arena. Fotos: Claus Tenambergen
Großes Interesse am neu formierten Team der Joker
Der ESV Kaufbeuren hat am Samstag gemeinsam mit seinen Fans den Start in die neue Spielzeit gefeiert. Rund 1000 Besucherinnen und Besucher kamen nach Vereinsangaben in die energie schwaben arena, um erstmals einen Eindruck von der neu zusammengestellten Mannschaft zu gewinnen.
Auf dem Eis absolvierte die Mannschaft eine reguläre Trainingseinheit, die von hoher Intensität und viel Dynamik geprägt war. So konnten sich die Zuschauerinnen und Zuschauer einen ersten Eindruck vom neu formierten Team verschaffen.
Neben der Mannschaft standen auch die neuen Trikots und das rot-gelbe ESVK-Maskottchen im Mittelpunkt. Vor allem bei den jüngeren Fans war der Joker als Fotomotiv gefragt. Unter den Anhängern war die Vorfreude auf die kommende Oberliga-Saison deutlich zu spüren. Viele sehen den ESVK gut aufgestellt und rechnen der Mannschaft gute Chancen im Kampf um die vorderen Plätze aus.
Impressionen
Großes Interesse am Saison-Opening des ESV Kaufbeuren: Rund 1000 Fans verfolgten das öffentliche Training der neu formierten Joker-Mannschaft in der energie schwaben arena. Fotos: Claus TenambergenGroßes Interesse am Saison-Opening des ESV Kaufbeuren: Rund 1000 Fans verfolgten das öffentliche Training der neu formierten Joker-Mannschaft in der energie schwaben arena. Fotos: Claus TenambergenGroßes Interesse am Saison-Opening des ESV Kaufbeuren: Rund 1000 Fans verfolgten das öffentliche Training der neu formierten Joker-Mannschaft in der energie schwaben arena. Fotos: Claus TenambergenGroßes Interesse am Saison-Opening des ESV Kaufbeuren: Rund 1000 Fans verfolgten das öffentliche Training der neu formierten Joker-Mannschaft in der energie schwaben arena. Fotos: Claus Tenambergen
Das Praxisteam wünscht allen Patientinnen und Patienten eine erholsame Sommerzeit.
Die Zahnarztpraxis Dr. Fabian Görlach verabschiedet sich in nächster Zeit in die Sommerpause. Von Montag, 31. August, bis einschließlich Freitag, 11. September, bleibt die Praxis geschlossen. Ab Montag, 14. September 2026, ist das Team wieder zu den gewohnten Sprechzeiten für Sie da.
In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an den zahnärztlichen Notdienst.
Das gesamte Praxisteam bedankt sich herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen und wünscht allen Patientinnen und Patienten eine schöne, erholsame und sonnige Urlaubszeit.
von links nach rechts: Zweite Bürgermeisterin Julia von Stillfried, Sabine Melchior, Sybille Bäurle, Claudia Melicharek, Elmar Gailhofer, Herbert Lachenmayer, Michael Gschwender, Hartmut Simon und Oberbürgermeister Stefan Bosse. Foto: Svenja Moller, Stadt Kaufbeuren
Ehrenamtliches Engagement ist auch in Kaufbeuren eine tragende Säule des Gemeinwesens.
Die Mitglieder des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) und des Technischen Hilfswerks (THW) leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit und den Zusammenhalt in der Stadt. Für ihre langjährige Treue und ihren unermüdlichen Einsatz hat Oberbürgermeister Stefan Bosse am Montag, 27. Juli 2026, acht Mitglieder im historischen Sitzungssaal im Rathaus ausgezeichnet: „Diese Ehrungen sind ein Herzensanliegen für mich. Hinter jeder Auszeichnung stehen unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit, oft verbunden mit Verzicht auf Freizeit und Familienzeit. Dieses Engagement verdient unseren größten Respekt und unsere Anerkennung. Kaufbeuren kann stolz sein, Menschen wie Sie in seinen Reihen zu haben.“
Sieben der Ausgezeichneten engagieren sich seit vielen Jahren beim BRK. Bereits seit 50 Jahren ist Elmar Gailhofer Mitglied der Wasserwacht Kaufbeuren. Seit 1997 steht er der Ortsgruppe als Vorsitzender vor. Im Laufe seiner langjährigen Tätigkeit absolvierte er zahlreiche Aus- und Weiterbildungen. Seit 2007 gehört er zudem dem Wasserrettungszug Schwaben an.
Auch Helga Fohry wurde für 50 Jahre ehrenamtlichen Einsatz beim BRK ausgezeichnet. Seit ihrem Eintritt im Jahr 1975 engagierte sie sich in zahlreichen Bereichen der Bereitschaft – unter anderem im Sanitätsdienst, beim Blutspendedienst, bei Seniorennachmittagen sowie bei vielen Veranstaltungen wie dem Tänzelfest. Darüber hinaus übernahm sie über 30 Jahre lang Verantwortung für die Kasse der Frauenbereitschaft und begleitete den Zusammenschluss von Frauenbereitschaft und Sanitätskolonne zur heutigen BRK-Bereitschaft Kaufbeuren.
Ebenfalls für 50 Jahre ehrenamtlichen Einsatz wurde Herbert Lachenmayer ausgezeichnet. Seine Ausbildung führte ihn vom Sanitäter bis zum Führerlehrgang an der Katastrophenschutzschule in Ahrweiler. Darüber hinaus engagierte er sich im Katastrophenschutz der Stadt Kaufbeuren. Mehr als zehn Jahre übernahm er als „Führer vom Dienst“ Verantwortung. In seiner Funktion als stellvertretender Leiter des Kreisverbandes war er rund um die Uhr in Rufbereitschaft.
Für 40 Jahre Engagement wurde Hartmut Simon geehrt. Er war maßgeblich am Aufbau der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung Kaufbeuren/Ostallgäu Nord beteiligt, die 2002 ihren Dienst aufnahm. Mit seinem außergewöhnlichen Durchhaltevermögen, insbesondere bei lang andauernden Hochwasserlagen, prägte er die Arbeit der Einheit nachhaltig. Sybille Bäuerle trat 1996 der Wasserwacht Marktoberdorf bei und übernahm bei der „Wache Elbsee“ in Aitrang als stellvertretende technische Leiterin die Organisation der Seefeste. Sportliche Erfolge feierte sie 1998 mit der Damenmannschaft Marktoberdorf als Bayerische Meisterin sowie als Deutsche Vizemeisterin im Rettungsschwimmen. Seit 2006 engagiert sie sich in der Wasserwacht Neugablonz und ist dort Beisitzerin im Vorstand.
Seit dem Jahr 2000 gehört Sabine Melchior der Wasserwacht Neugablonz an. Seit 2005 führt sie die Kassengeschäfte der Ortsgruppe und kümmert sich zudem um den Verkauf der Dienstkleidung.
Auch Claudia Melicharek ist seit dem Jahr 2000 Mitglied des BRK. Ihr Schwerpunkt liegt seit vielen Jahren in der Jugendarbeit, insbesondere in der Schwimmausbildung zahlreicher Kinder. Darüber hinaus leistete sie unzählige Dienststunden in Hallen- und Freibädern sowie bei Veranstaltungen wie dem Eishockey oder dem Tänzelfest. Seit 2006 ist sie außerdem als Kassier tätig.
Für 25 Jahre ehrenamtlichen Dienst beim THW wurde Michael Gschwender ausgezeichnet. Er trat 2001 in den THW-Ortsverband Weiden ein und wechselte 2006 nach Kaufbeuren. Dort übernahm er bereits ein Jahr später die Aufgabe als „Sonstige verantwortliche Person Gefahrgut“. Seit 2017 gibt er sein Fachwissen als Bereichsausbilder Kraftfahrwesen im gesamten THW-Regionalbereich Kempten an den Nachwuchs weiter.
Kaufbeuren – eine Allgäuer Kleinstadt mit rund 45.000 Einwohnern – pflegt eine stille Tradition: Zur Kommunion, zum bestandenen Abitur oder einfach zum ersten warmen Wochenende im April stellen Familien leuchtend pinkfarbene Sträuße auf den Tisch
Wer verstehen will, warum gerade diese Farbe so viel Emotionen auslöst, findet hier Hintergründe, Sortentipps und Anlässe, die über den Mainstream hinausgehen. Pinke Blumen tragen dabei eine ganz eigene Symbolik – kraftvoller als zartes Rosa, weniger dramatisch als Rot. Eine Übersicht pinkfarbener Schnittblumen nach Saison hilft bei der ersten Orientierung.
Was Pink von Rosa unterscheidet – und warum das beim Schenken zählt
Viele verwechseln Pink mit Rosa. Botanisch und farbpsychologisch trennen die beiden Töne allerdings klare Grenzen. Rosa entsteht durch Aufhellung von Rot mit Weiß und wirkt zart, romantisch, zurückhaltend. Pink dagegen enthält einen Blauanteil, der den Farbton ins Kräftige, fast Elektrische verschiebt. Die Pantone-Referenz 17-2227 („Shocking Pink“) zeigt den Unterschied sofort.
Diese Unterscheidung hat praktische Folgen. Ein rosafarbener Strauß passt zur Taufe, ein pinkfarbener dagegen zum 30. Geburtstag einer Freundin. Kaufbeurener Floristen – etwa die beiden Fachgeschäfte in der Kaiser-Max-Straße – berichten, dass Kundinnen zwischen 25 und 45 Jahren gezielt nach kräftigen Pinktönen fragen. Der Grund: Pink drückt Lebensfreude aus, ohne kitschig zu wirken.
Foto: Olga Shashkina, unsplash
Fünf Anlässe, zu denen pinkfarbene Sträuße in Kaufbeuren Tradition haben
Nicht jeder Anlass verlangt rote Rosen. Kaufbeuren zeigt, wie vielseitig pinkfarbene Blüten eingesetzt werden.
Frühlingsbeginn am 20. März – Familien schmücken den Esstisch mit Tulpen der Sorte „Dynasty“ (blüht ab Mitte März, Stiellänge ca. 40 cm).
Erstkommunion im April – Pfingstrosen „Kansas“ in kräftigem Pink ergänzen die weiße Tischdeko.
Bestandene Prüfungen im Juni – Gerbera „Caprice“ setzt mit 10 cm Blütendurchmesser ein fröhliches Signal.
Hochzeiten im Sommer – Cosmea (Cosmos bipinnatus) bringt Leichtigkeit in Brautsträuße; pro Stiel kosten frische Cosmea-Stiele etwa 1,50 €.
Erntedank Anfang Oktober – Dahlien „Fascination“ mit ihren halbgefüllten Blüten halten in der Vase bis zu 7 Tage.
Welche Schnittblumen blühen wann? Ein Saisonkalender für das Allgäu
Im Allgäu beginnt die Gartensaison rund zwei Wochen später als im Rheinland. Wer frische Schnittblumen aus regionaler Ernte bevorzugt, braucht einen angepassten Kalender.
März bis Mai: Tulpen, Ranunkeln, Primeln
Tulpen der Sorten „Dynasty“ und „Menton“ öffnen ab Mitte März ihre Blüten. Ranunkeln brauchen mindestens 8 °C Bodentemperatur und starten im Allgäu oft erst Anfang April. Primeln blühen ab Februar auf der Fensterbank – Gärtner im Kaufbeurener Stadtteil Neugablonz kultivieren Primula vulgaris sogar in Balkonkästen.
Juni bis August: Pfingstrosen, Cosmea, Sommerflieder
Die Hauptsaison gehört den Pfingstrosen. Die Sorte „Sarah Bernhardt“ blüht ab Anfang Juni und hält 5–6 Tage als Schnittblume. Ab Juli übernehmen Cosmea und Sommerflieder (Buddleja davidii). Sommerflieder lockt übrigens Schmetterlinge an – ein Nebeneffekt, den Gartenbesitzer in der Wertachstadt besonders schätzen.
September bis November: Dahlien und Chrysanthemen
Dahlien blühen bis zum ersten Frost. In Kaufbeuren tritt der erste Bodenfrost statistisch um den 15. Oktober auf. Chrysanthemen der Sorte „Anastasia Pink“ verlängern die Saison bis Ende November. Beide Schnittblumen halten bei 18 °C Raumtemperatur 6–8 Tage. Wer auch außerhalb der Saison pinkfarbene Sträuße zusammenstellen möchte, findet saisonunabhängige Sorten mit Lieferoption online.
Foto: Amelia Cui, unsplash
Drei Pflegetipps, die den Strauß drei Tage länger frisch halten
Frische Schnittblumen verlieren Wasser über Blätter und Schnittstellen. Mit wenigen Handgriffen verlängert jeder die Haltbarkeit deutlich. Stiele schräg anschneiden – ein Schnitt im 45-Grad-Winkel vergrößert die Wasseraufnahme um bis zu 30 %. Blätter unterhalb der Wasserlinie entfernen – Fäulnisbakterien vermehren sich sonst innerhalb von 24 Stunden. Vasenwasser alle zwei Tage wechseln – frisches, lauwarmes Wasser (ca. 20 °C) hält den pH-Wert stabil.
Klingt simpel? Trotzdem vergessen die meisten den dritten Punkt. Ich beobachte das regelmäßig bei Bekannten: Der Strauß steht wunderschön da, doch nach vier Tagen kippt das Wasser. Ein schneller Wechsel hätte zwei bis drei Tage mehr Freude gebracht.
Foto: K.I. generiert
Kaufbeuren und die Blumenkultur – mehr als nur Dekoration
Kaufbeuren feiert seit 1955 alle zwei Jahre das Tänzelfest – eines der ältesten Kinderfeste Bayerns. Blumenschmuck spielt dabei eine tragende Rolle. Familien dekorieren Festwagen, Haustüren und Straßenzüge. Leuchtende Pinktöne tauchen dort überall auf: an Girlanden, in Haarkränzen, auf Tischen.
Auch außerhalb des Tänzelfestes drücken Kaufbeurener Familien Wertschätzung durch Blumen aus. Eine Kollegin hat die Führerscheinprüfung bestanden? Fünf Stiele Gerbera in Pink. Die Nachbarin feiert ihren 80. Geburtstag? Ein gemischter Strauß aus Hortensien und Nelken. Solche Gesten kosten zwischen 8 und 25 € und bewirken oft mehr als eine teure Karte.
Ein letzter Gedanke – und ein Vorschlag
Blumen schenken fällt leichter, als viele denken. Wer das Allgäu kennt, weiß: Hier zählt Aufmerksamkeit mehr als Perfektion. Ein Strauß muss nicht symmetrisch gebunden sein. Er muss ehrlich gemeint sein. Pinkfarbene Blüten helfen dabei, weil sie Energie ausstrahlen, ohne aufdringlich zu wirken.
Mein Vorschlag: Beim nächsten kleinen Erfolg – ob bestandene Klausur, erstes Fahrrad ohne Stützräder oder einfach ein richtig guter Montag – stell dir selbst fünf Stiele auf den Tisch. Wer dabei Inspiration braucht, findet in der Auswahl pinkfarbener Blumensorten Anregungen nach Farbnuance und Anlass.
Live-Musik, Liegestühle, Kaffee und Kuchen: Am 1. August lädt der Weltladen und Partner zum Verweilen rund um St. Martin ein
Kaufbeuren. Entspannen, genießen und entdecken: Unter diesem Motto lädt der Weltladen Kaufbeuren am Samstag, 1. August 2026, von 11:30 bis 15:00 Uhr zum „Kirchplatzfeeling“ in die Kaufbeurer Altstadt ein.
Eine Lounge-Zone rund um St. Martin
Für die Veranstaltung verwandelt sich der Kirchplatz rund um St. Martin in eine gemütliche Lounge-Zone. Zahlreiche Liegestühle und Sonnenschirme schaffen Platz für eine entspannte Pause mitten in der Innenstadt. Musikalisch begleitet wird der Nachmittag von Pick Any Tune. Dazu gibt es Kaffee vom Weltladen und Kuchen aus dem Crescentiakloster. Auch einige kleine Überraschungen warten auf die Besucherinnen und Besucher.
Eine Gemeinschafts-Veranstaltung
Gemeinsam gestaltet wird das Kirchplatzfeeling vom Weltladen Kaufbeuren, der Parfümerie Binger & Zeller, Optik Kutter, der Bar Überflüssig, dem Kerzenhaus Zeller, der Kleinen Schwester, Mode Mogendorf und dem Crescentiakloster.
Veranstaltung auf einen Blick
Kirchplatzfeeling 2026 Termin: Samstag, 1. August 2026 Uhrzeit: 11:30 bis 15:00 Uhr Ort: Kirchplatz rund um St. Martin in Kaufbeuren
Zusätzlicher Vorverkauf heute im Parkstadion – Tageskasse öffnet am Spieltag um 12 Uhr
Für das Testspiel des Bundesligisten FC Augsburg gegen den Drittligisten 1. FC Saarbrücken am Samstag, 25. Juli 2026, um 14 Uhr im Kaufbeurer Parkstadion sind noch Eintrittskarten erhältlich. Fußballfans, die ihre Tickets nicht online bestellen möchten, können diese am Freitag, 24. Juli 2026, von 18 bis 20 Uhr direkt im Parkstadion Kaufbeuren erwerben. Abhängig vom weiteren Vorverkauf werden am Spieltag zudem noch Restkarten angeboten. Die Tageskasse öffnet am Samstag um 12 Uhr.
Kurzfristige Arbeiten machen das Testspiel möglich
Damit die Begegnung in Kaufbeuren ausgetragen werden kann, hatten die mit der Organisation beauftragten Funktionäre der SpVgg Kaufbeuren einen erheblichen Kraftakt zu bewältigen. Erst im Zuge der Vorbereitungen stellte sich heraus, dass das in die Jahre gekommene Parkstadion aufgrund geltender Verordnungen für die erwartete Besucherzahl ertüchtigt werden musste. In enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Stadt Kaufbeuren als Eigentümerin des Parkstadions, den Mitarbeitenden des städtischen Bauhofs sowie ortsansässigen Firmen konnten kurzfristig Lösungen umgesetzt werden. Dadurch ist es möglich, ein Fußballspiel dieser Größenordnung im Kaufbeurer Parkstadion auszutragen.
von links nach rechts: Dirk Streichert, Dr. Meinolf Serafin, Christof Walter, Gerhard Langseder, Dieter Schaurich, Hermann Starnecker, Karl-Heinz Kielhorn, Benjamin Sandler, Wilfried Kerz, Oberbürgermeister Stefan Bosse. Foto: Svenja Moller, Stadt Kaufbeuren
Stefan Bosse dankte den Verantwortlichen für ihren Einsatz zum Wohl der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger
Am Montag, 21. Juli 2026, hat Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse Vertreterinnen und Vertreter des Lions Clubs Kaufbeuren und des Rotary Clubs Kaufbeuren-Ostallgäu in ihren neuen Funktionen im Rathaus empfangen. Anlass war der Beginn der neuen Amtszeiten der jeweiligen Präsidenten. Im Mittelpunkt des Austauschs standen das jeweilige Jahresprogramm der Service-Clubs, die Lage der Stadt und aktuelle Themen aus der Stadtentwicklung.
Stefan Bosse dankte den Verantwortlichen für ihren Einsatz zum Wohl der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger: „Das ehrenamtliche Engagement des Rotary Clubs und des Lions Clubs bereichert unsere Stadt auf vielfältige Weise. Für diesen wertvollen Einsatz danke ich allen Beteiligten. Ich freue mich auf den weiteren Austausch und auf viele gemeinsame Projekte.“
von links nach rechts: Carmine Macaluso, Günther Marz, Alexandra Hübner-Sturm, Oberbürgermeister Stefan Bosse, Angelo Picierro, Bernhard Mayr, Pascal Hübner, Sylvia Felchner, Kevin Kärst, Foto: Svenja Moller, Stadt Kaufbeuren
Beim Ausfahren aus einer Nothaltebucht übersieht ein 58-Jähriger ein herannahendes Fahrzeug – die B12 muss zeitweise gesperrt werden
Am Mittwoch gegen 11:53 Uhr kam es auf der B12 zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Pkw. Ein 58-jähriger Autofahrer fuhr aus einer Nothaltebucht zurück auf die Fahrbahn und übersah dabei ein Fahrzeug, das in gleicher Richtung unterwegs war. Die beiden Fahrzeuge stießen zusammen. Der Fahrer des herannahenden Pkw wurde dabei leicht verletzt und zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. An den Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von insgesamt etwa 14.000 Euro. Beide Pkw waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.
Während der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten war die B12 zeitweise gesperrt.
Karten für das Testspiel am 25. Juli möglichst vorab online sichern – zusätzlicher Vorverkauf am Donnerstag im Parkstadion
Fußballfans dürfen sich auf ein attraktives Testspiel im Kaufbeurer Parkstadion freuen: Am Samstag, 25. Juli 2026, trifft Bundesligist FC Augsburg um 14 Uhr auf den Drittligisten 1. FC Saarbrücken. Die Augsburger befinden sich seit zwei Wochen wieder im Trainingsbetrieb. Am vergangenen Wochenende gewann die Mannschaft ein Testspiel gegen eine Schwabenauswahl mit 5:0. Beim Auftritt in Kaufbeuren könnten auch einige der insgesamt acht Neuzugänge zum Einsatz kommen.
Mit Noahkai Banks steht beim FC Augsburg zudem ein Spieler aus Dietmannsried im Kader. Der Abwehrspieler gehörte bei der jüngsten Fußball-Weltmeisterschaft zum Aufgebot der US-amerikanischen Nationalmannschaft. FCA-Geschäftsführer Michael Ströll bewertet Testspiele im Allgäu positiv: „Wir wollen uns natürlich präsentieren.“ Für die neue Bundesligasaison verfolgt er ehrgeizige Ziele. Ein Platz unter den besten zehn Mannschaften ist sein Plan. „Unser Fußball soll aktiv und mutig sein“, so Ströll.
Trotz des frühen Ausscheidens der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft sieht er weiterhin eine hohe Qualität im deutschen Fußball. „Wir müssen uns grundsätzlich nicht vor Ländern wie Paraguay verstecken.“
Patrick Sontheimer kehrt ins Allgäu zurück
Auch im Kader des 1. FC Saarbrücken steht ein Spieler mit Allgäuer Vergangenheit. Patrick Sontheimer spielte in seiner Jugend beim FC Ebenhofen. Zu seinen sportlichen Höhepunkten zählt der DFB-Pokal-Erfolg gegen den FC Bayern München: Im November 2023 erzielte Sontheimer den Ausgleich zum 1:1, bevor Saarbrücken die Partie mit 2:1 gewann.
Parkstadion bietet Platz für 2.500 Zuschauer
Die Kapazität des Parkstadions ist auf 2.500 Zuschauer begrenzt. Fußballfans sollten ihre Eintrittskarten deshalb möglichst vorab über die Homepage des FC Augsburg, die FCA-App oder den Online-Shop erwerben. Ob und wie viele Tickets am Spieltag noch an der Tageskasse erhältlich sein werden, hängt vom Onlineverkauf ab. Zusätzlich bietet die SpVgg Kaufbeuren am Donnerstag, 23. Juli 2026, von 18 bis 20 Uhr noch einmal einen direkten Kartenverkauf im Parkstadion an.
„Wir müssen abwarten, Augsburg hat uns eine geringe Anzahl für die Tageskasse zum Verkauf am Haupteingangsbereich am Berliner Platz zur Verfügung gestellt“, erklärt Thomas Neumann von der SpVgg Kaufbeuren. „Wir wollen nicht, dass wir Zuschauer wieder heimschicken müssen. Sicherer ist es daher, vorab online zu buchen, da ist man auf der sicheren Seite.“
Saisonauftakt gegen Germaringen am Sonntag
Ein zweiter fußballerischer Höhepunkt folgt am Sonntag: Um 17 Uhr empfängt die SpVgg Kaufbeuren den Nachbarn aus Germaringen zum Saisonauftakt im Parkstadion. Ein Bericht der Allgäuer Zeitung folgt.
Rund 1.000 Zuschauer erleben bei der Galavorstellung in der energie schwaben arena Blasmusik, aufwendige Choreografien und ein Finale, das in Erinnerung bleibt
Die energie schwaben arena wurde am Samstag, 18. Juli 2026, zur großen Bühne für Blasmusik, Bewegung und Show. Mit dem ASM-Marsch-Tattoo feierte der Allgäu-Schwäbische Musikbund sein 100-jähriges Bestehen. Rund 1.000 Zuschauer verfolgten die Galavorstellung am Abend. Das Jubiläumsprojekt zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig Marschmusik sein kann. Klassische Blasmusik wechselte sich mit modernen Titeln, Tanz, Trommelkunst und humorvollen Einlagen ab. Nahezu jeder Auftritt brachte neue musikalische und optische Eindrücke in die Arena.
Ein Orchester ständig in Bewegung
Eröffnet wurde die Galavorstellung vom ASM-Projektorchester. Die Musikerinnen und Musiker überzeugten nicht nur musikalisch, sondern auch mit einer aufwendig einstudierten Choreografie. Während sie spielten, bewegten sie sich durch die Arena und bildeten immer wieder neue Formationen. Gerade das gleichzeitige Musizieren, Marschieren und Einhalten der verschiedenen Abläufe machte deutlich, wie viel Konzentration und Probenarbeit hinter dem Auftritt steckte.
Auch humorvolle Momente gehörten zur Vorstellung. So griff Dirigentin Monika Fleschhut zur Pfeife, um ihr Projektorchester wieder einzufangen.
Teile des Finales am 18. Juli im Video
Das Eisstadion wird zur Showbühne
Die große Fläche der eisfreien Arena bot den Formationen viel Raum für ihre Auftritte. Durch die vier sogenannten Mundlöcher gelangten die Musikerinnen und Musiker aus unterschiedlichen Richtungen auf die Veranstaltungsfläche. Dadurch entstanden immer wieder neue Bilder und überraschende Auftritte. Auch akustisch erwies sich das Eisstadion als geeigneter Veranstaltungsort für die verschiedenen Blaskapellen und Musikformationen.
Das Publikum nahm die Darbietungen begeistert auf. Immer wieder gab es Applaus, rhythmisches Mitklatschen und bei den humorvollen Szenen auch viel zu lachen. Bei „Mein Tiroler Land“ sangen zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer mit.
Die Bilder des Abends. Fotos: Claus Tenambergen
Der Marsch Tattoo in Kaufbeuren am 18.07.2026. Foto: Claus Tenambergen
Von bekannten Liedern bis zur klassischen Blasmusik
Musikalisch reichte das Programm von traditioneller und klassischer Blasmusik bis zu modernen, weithin bekannten Titeln. Zu hören waren unter anderem Melodien aus der „Augsburger Puppenkiste“, „Völlig losgelöst“ und „An Tagen wie diesen“. Julia Haug führte gekonnt und charmant durch den Abend und war zugleich als große Sängerin zu erleben. Mit ihrem Gesang setzte sie weitere musikalische Akzente. Die österreichischen Formationen brachten ihre eigenen musikalischen Traditionen ein und verbanden diese mit abwechslungsreichen Bewegungsabläufen. Eine humorvolle Choreografie zu „Pink Panther“ sorgte ebenfalls für gute Stimmung.
Unterschiedliche Traditionen in einer Arena
Die beteiligten Formationen zeigten, wie verschieden sich Blasmusik mit Bewegung und Show verbinden lässt. Die Musikkapelle Nauders und die Trachtenkapelle Gantschier brachten musikalische Traditionen aus Österreich nach Kaufbeuren. Beim Spielmanns- und Fanfarenzug Krumbach sowie bei der Blaskapelle Bad Bayersoien standen süddeutsche und bayerische Klänge im Mittelpunkt.
Das Heeresmusikkorps Ulm bereicherte das Marsch-Tattoo mit seinem kraftvollen Klang und einem präzise abgestimmten Auftritt. Zu den Höhepunkten gehörte ein Udo-Jürgens-Medley, das beim Publikum großen Anklang fand. Tanz und Trommelkunst erweiterten das Programm: Hollaria Augsburg präsentierte eine reine Tanzdarbietung, während Fascinating Drums Musik und präzise abgestimmte Bewegungen miteinander verband.
Für einen besonderen internationalen Akzent sorgte die Fanfara Bersaglieri Lecco. Mit ihren Fanfaren und Trompeten, ihrem kraftvollen, lauten Klang und ihrem Auftritt in ständiger Bewegung brachten die italienischen Musiker eine ganz eigene Dynamik in die energie schwaben arena. Ihre temperamentvolle und sympathische Art kam beim Publikum bestens an.
Großes Finale mit allen Formationen
Zum Abschluss versammelten sich noch einmal alle beteiligten Formationen zum großen Finale gemeinsam auf der Eisfläche. Die große Zahl an Musikerinnen und Musikern, der kraftvolle Klang in der Arena und das gemeinsame Spiel sorgten für ein beeindruckendes Bild.
Mit „Highland Cathedral“, „Über alle Höllenfeuer“ aus „Herilo“, „Time to Say Goodbye“, der Bayernhymne und dem Deutschlandlied fand das ASM-Marsch-Tattoo einen musikalisch eindrucksvollen Abschluss. Es war ein großes Finale, dessen Bilder und Klang noch lange im Gedächtnis bleiben dürften.
Bewegende Worte fand ASM-Vizepräsidentin Monika Fleschhut in ihrer Dankesrede. Auch ASM-Präsident Franz Josef Pschierer dankte allen, die zum Gelingen dieses großen Jubiläumsprojekts beigetragen hatten. Eine Unterstützung in Höhe von 10.000 Euro überreichte die Sparkasse Allgäu. Vorstandsmitglied Angelo Picierro übergab die Spende im Rahmen der Veranstaltung.
Ein besonderer Dank galt außerdem Wolfgang und Katharina Wiedemann. Durch ihr Engagement bei „Herilo“ war es möglich geworden, das Eisstadion so umzubauen, dass es anschließend noch für das ASM-Marsch-Tattoo genutzt werden konnte.
Das gemeinsame Finale setzte damit nicht nur musikalisch einen eindrucksvollen Schlusspunkt. Es zeigte zugleich, wie viele Menschen, Formationen und Unterstützer zusammengewirkt hatten, um diese besondere Veranstaltung zum 100-jährigen Bestehen des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes möglich zu machen.
Hütte am Staffelwald vollständig ausgebrannt. Foto Feuerwehr Kaufbeuren
Meldung vom 18.07.2026
KAUFBEUREN. Am Abend des 09.07.2026 brannte die sogenannte „Pfadfinderhütte“ Am Klosterwald, sodass sie komplett zerstört wurde. Es entstand ein Sachschaden von etwa 30.000 Euro. Im Zuge der Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht auf Brandstiftung. Nach zahlreichen Zeugenbefragungen konnte nun ein 13-jähriger Schüler als Tatverdächtiger ermittelt werden. Zusammen mit drei anderen Jugendlichen hatte er sich zur Tatzeit an der Hütte aufgehalten. Es besteht der Tatverdacht, dass der 13-jährige Schüler den Brand gelegt hat. Der Jugendliche hat die Tat gestanden. Die weiteren Ermittlungen werden von der Kriminalpolizeistation Kaufbeuren unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Kempten geführt. (KPS Kaufbeuren)
Meldung vom 10. Juli 2026
Feuerwehr Kaufbeuren und Kleinkemnat verhindern Ausbreitung des Feuers auf angrenzenden Waldrand
Am Donnerstagabend, 9. Juli 2026, wurden die Feuerwehren Kaufbeuren und Kleinkemnat um 19:40 Uhr zu einem Brand am Staffelwald alarmiert. Betroffen war eine Hütte am Waldrand im Bereich des Erdbeerfeldes an der Hangkante zur Wohnbebauung Klosterwald.
Hütte stand beim Eintreffen bereits in Vollbrand
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die rund 6 x 15 Meter große Hütte bereits in Vollbrand. Zudem hatten die Flammen auf angrenzende Bäume am Waldrand übergegriffen. Die Wasserversorgung wurde zunächst mit Löschfahrzeugen sichergestellt. Im weiteren Einsatzverlauf kamen zusätzlich ein Vakuumfass sowie eine lange Schlauchleitung von der Wohnbebauung am Kaiserweiher zum Einsatz, um die Löschwasserversorgung dauerhaft sicherzustellen.
Umfangreiche Löscharbeiten unter Atemschutz
Die Brandbekämpfung erfolgte mit vier C-Strahlrohren, teilweise unter Atemschutz. Aufgrund der massiven Holzbauweise der Hütte sowie der Blechdacheindeckung war eine vollständige Brandbekämpfung ohne Abriss des Gebäudes nicht möglich. Nachdem der örtliche Stromversorger die Hütte vom Stromnetz getrennt hatte, wurde das Gebäude mithilfe eines Mobilbaggers vollständig abgebrochen. Erst dadurch konnten die letzten Brandnester gelöscht werden. Nach insgesamt 4 Stunden und 27 Minuten war der schweißtreibende Einsatz für die Feuerwehren Kaufbeuren und Kleinkemnat beendet.
Einsatzkräfte und Fahrzeuge
An dem Einsatz waren insgesamt 59 Einsatzkräfte beteiligt.
Zum Einsatz kamen folgende Fahrzeuge: SBR (KF 1), SBM (KF 1/1), FL-Ke 43/1, FL-Ke 50/1, MZF 1/11/1, ELW 1/12/1, MTW 1/14/1, MTW 1/14/2, TLF 1/23/1, DLK 1/30/1, WLF 1/35/1, LF 1/40/1, LF 1/43/1, GW-L 1/55/1 sowie SW 2000 1/58/1.
Großes Jubiläumsprojekt des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes mit zwei Vorstellungen – Familienvorstellung am Nachmittag und Galavorstellung am Abend
Der Allgäu-Schwäbische Musikbund e.V. lädt am Samstag, 18. Juli 2026, zu einem besonderen musikalischen Höhepunkt im Rahmen seines 100-jährigen Verbandsjubiläums ein: In der energie schwaben arena in Kaufbeuren findet das große ASM-Marsch-Tattoo statt. Geplant sind zwei Vorstellungen: eine Familienvorstellung um 14:00 Uhr sowie eine Galavorstellung um 19:00 Uhr.
Mit dem Marsch-Tattoo bringt der ASM ein Veranstaltungsformat nach Kaufbeuren, das eindrucksvoll zeigt, welche Kraft, Präzision und Ausstrahlung die Marschmusik entfalten kann. Auf dem Programm stehen Blasmusik, militärische Zeremonialmusik, Trommlerformationen, Spielmanns- und Fanfarenklänge, Marschbilder, Tanzformationen und ein gemeinsames großes Finale. Die Veranstaltung richtet sich bewusst an ein breites Publikum: an Familien, Musikfreunde, Vereinsmitglieder, Liebhaber traditioneller Blasmusik und alle, die eine große Live-Show mit regionalem Bezug erleben möchten.
Mitwirkende Ensembles sind unter anderem die Blaskapelle Bad Bayersoien, Fascinating Drums, das Heeresmusikkorps Ulm, die Fanfara Bersaglieri, die Musikkapelle Nauders, der Spielmanns- und Fanfarenzug Krumbach, die Tanzformation Hollaria Augsburg, die Trachtenkapelle Gantschier sowie ein eigens zusammengestelltes ASM-Projektorchester mit rund 70 Musikerinnen und Musikern. Die Moderation übernimmt Julia Haugg.
ASM-Präsident Franz Josef Pschierer betont die besondere Bedeutung der Veranstaltung für das Jubiläumsjahr des Verbandes: „Der Allgäu-Schwäbische Musikbund steht seit 100 Jahren für musikalische Qualität, Gemeinschaft und gelebtes Ehrenamt. Mit dem ASM-Marsch-Tattoo wollen wir diese Werte sichtbar und hörbar machen – in einer Form, die Tradition und moderne Showelemente miteinander verbindet.“
Das Marsch-Tattoo soll zugleich ein starkes Zeichen für die Bedeutung der Blasmusik in der Region setzen. Der ASM vertritt in seinen 17 Bezirken rund 39.500 Mitglieder und zählt damit zu den großen Musikverbänden in Bayern. Gerade die Marschmusik hat in vielen Kapellen des Verbandsgebietes eine lange Geschichte. Sie steht für Disziplin, Gemeinschaft, Verlässlichkeit und ein hohes Maß an musikalischer und organisatorischer Leistung.
Besonderes Augenmerk legt der ASM auch auf die Nachwuchsgewinnung. Die Nachmittagsvorstellung ist deshalb ausdrücklich als Familienvorstellung angelegt. Sie soll Kindern, Jugendlichen und Familien einen niedrigschwelligen Zugang zu Blasmusik, Marschmusik und Vereinsleben ermöglichen.
Schirmherr der Veranstaltung ist Bernhard Pohl (MdL). Der ASM dankt allen beteiligten Musikerinnen und Musikern, Formationen, Partnern, Unterstützern und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die dieses Großprojekt möglich machen.
Die energie schwaben arena bietet für beide Vorstellungen jeweils rund 2.000 Plätze.
Veranstaltungsdaten im Überblick
ASM-Marsch-Tattoo 2026
Samstag, 18. Juli 2026
energie schwaben arena, Kaufbeuren
Vorstellungen:
14:00 Uhr Familienvorstellung
19:00 Uhr Galavorstellung
Vorverkauf: www.asm-tattoo2026.de oder bei allen Eventim-Vorverkaufsstellen
Ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer gesucht. Vorgestellt wird das Projekt am Donnerstag, den 30. Juli 2026 im Pfarrsaal St. Ulrich
Kaufbeuren. Endlich einmal wieder an den Bärensee, in den Jordanpark oder zur Skihütte? Für Seniorinnen und Senioren, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und nur selten aus dem Haus kommen, machen das die Malteser schon bald mit dem neuen Rikscha Fahrdienst in Kaufbeuren möglich. Dafür werden nun Radbegeisterte gesucht, die sich ehrenamtlich als „Piloten“ engagieren möchten, um gemeinsam das Projekt neu aufzubauen. Vorgestellt wird das Projekt am Donnerstag, den 30. Juli 2026, um 19:00 Uhr im Pfarrsaal St. Ulrich.
Den Fahrtwind im Gesicht spüren, am Ufer der Wertach entlangradeln oder mit dem Rad in die Innenstadt zum Eisessen fahren – für viele, besonders ältere Menschen ist das nur noch schwer möglich. Die Malteser starten in Kaufbeuren im Sommer 2026 ein Angebot, das Seniorinnen und Senioren die Welt wieder öffnet. Die Fahrgäste werden nach Absprache und individuellem Wunsch an für sie mit wertvollen Erinnerungen verbundene Orte gefahren. Das Angebot ist für die Fahrgäste kostenfrei.
In verschiedenen Orten der Diözese, wie zum Beispiel in Augsburg, gibt es das Angebot seit vielen Jahren. Die Fahrgäste sind durchweg begeistert, sie genießen es draußen und in Gesellschaft zu sein. Mitfahren können auf dem gepolsterten, überdachten Frontsitz bis zu zwei Passagiere. Der Kraftaufwand für die Fahrerin oder den Fahrer ist dank E-Rikscha gering. Das Ehrenamt eignet sich ideal für begeisterte Radler, die ihr sportliches Hobby mit einer Tat der Nächstenliebe verbinden möchten. Die Fahrerinnen und Fahrer erhalten eine eingehende Einweisung und Schulung. Gleichzeitig haben sie die Möglichkeit, das Angebot aktiv zu gestalten und gemeinsam mit Leben zu füllen.
„Ein erfolgreiches Ehrenamtsprojekt lebt von den Menschen, die es mittragen. Deshalb freue ich mich besonders darauf, mit vielen engagierten Menschen die Grundlage für dieses schöne Angebot zu schaffen”, so Leo von Stillfried, der das Projekt für die Malteser in Kaufbeuren organisiert.
Wo: Pfarrsaal St. Ulrich, 87600 Kaufbeuren, Gartenweg 28 Wann: Donnerstag, 30. Juli 2026, 19:00 bis 20:30 Uhr
Das Video vom traditionellen Auftakt vor dem großen Festumzug beim Tänzelfest Kaufbeuren 2026
Mit dem feierlichen Einzug von Kaiser Maximilian I. begann am Sonntag, 12. Juli 2026, einer der traditionsreichsten Programmpunkte des Tänzelfests in Kaufbeuren. Unter dem Geläut der Kirchenglocken zog der Kaiser gemeinsam mit seinem Gefolge in die historische Altstadt ein und wurde vor dem Rathaus von der städtischen Obrigkeit sowie den Räten feierlich empfangen. Die anschließende Huldigung zählt seit Generationen zu den festen Bestandteilen des ältesten historischen Kinderfests Bayerns. Sie erinnert an die enge Verbindung Kaiser Maximilians I. zur ehemaligen Reichsstadt Kaufbeuren und bildet den symbolischen Auftakt für den großen historischen Festumzug.
Jahr für Jahr verfolgt eine große Zuschauermenge dieses historische Schauspiel vor dem Rathaus, bevor sich der Festzug mit seinen mehr als 1.850 Kindern in historischen Gewändern, Festwagen, Reitern und Musikkapellen durch die Straßen der Stadt in Bewegung setzt. Unser Video zeigt den vollständigen Einzug von Kaiser Maximilian I. sowie die feierliche Huldigung vor dem Rathaus – einen der emotionalsten und traditionsreichsten Momente des Tänzelfests 2026.
Gelebte Tradition und eindrucksvolle Impressionen aus dem ältesten historischen Kinderfest Bayerns
Mit dem großen historischen Festumzug erreichte das Tänzelfest Kaufbeuren am Sonntag, 12. Juli 2026, einen traditionellen Höhepunkt. Bei sommerlichem Wetter säumten wieder Tausende Besucherinnen und Besucher die Straßen der Kaufbeurer Altstadt und begleiteten den Festzug mit großem Applaus. Jahr für Jahr zieht das älteste historische Kinderfest Bayerns Gäste aus der Region und weit darüber hinaus nach Kaufbeuren.
Mehr als 1.850 Kinder lassen Geschichte lebendig werden
Im Festumzug präsentieren mehr als 1.850 Kinder die Geschichte Kaufbeurens. In liebevoll gestalteten historischen Gewändern stellen sie Persönlichkeiten und Szenen aus verschiedenen Epochen dar – von der Karolingerzeit bis in das Biedermeier. Ergänzt wird der Umzug durch 36 aufwendig gestaltete Festwagen, mehr als 170 Pferde, zahlreiche Musikkapellen, Fahnenschwinger sowie weitere historische Gruppen. Gemeinsam machen sie den Festzug zu einem eindrucksvollen Erlebnis, das Geschichte, Brauchtum und das große Engagement vieler Ehrenamtlicher miteinander verbindet.
Das Video zeigt die schönsten Eindrücke
Unser Video begleitet den großen Festumzug 2026 und zeigt alle Impressionen dieses besonderen Höhepunkts des Tänzelfests. Es vermittelt die einzigartige Atmosphäre entlang der Umzugsstrecke und lässt die Vielfalt, Farbenpracht und jahrhundertealte Tradition des ältesten historischen Kinderfests Bayerns noch einmal lebendig werden.
Produktion: Claus Tenambergen / Wir sind Kaufbeuren Sonntag, 12.07.2026
Thomas Garmatsch trägt sich ins Goldene Buch der Stadt ein – Ehrenamt und Gemeinschaft prägen die Ansprachen im Rathaus
Traditionell vor dem Einzug des Kaisers und dem großen Festumzug am Samstag lädt die Stadt Kaufbeuren zum Empfang des Schirmherrn des Tänzelfestes ins Rathaus ein. In diesem Jahr begrüßte Oberbürgermeister Stefan Bosse dazu zahlreiche Gäste aus Politik, Kirche, Wirtschaft, Gesellschaft sowie die Delegationen der Partnerstädte. Schirmherr des Tänzelfestes 2026 ist Thomas Garmatsch, Leiter der Kulturwerkstatt Kaufbeuren. Im Anschluss an die Reden trug sich Thomas Garmatsch in das Goldene Buch der Stadt Kaufbeuren ein. Mit seiner Unterschrift setzte er eine langjährige Tradition fort, die mit der Schirmherrschaft des Tänzelfestes verbunden ist.
Dank an den Tänzelfestverein und die vielen Ehrenamtlichen
In seiner Begrüßung würdigte Oberbürgermeister Stefan Bosse den Tänzelfestverein und die vielen hundert Ehrenamtlichen, die das traditionsreiche Kinderfest Jahr für Jahr ermöglichen. Sein besonderer Dank galt außerdem den rund 1.700 Kindern, die das Tänzelfest aktiv mitgestalten und die Tradition über Generationen hinweg weitertragen. Besonders herzlich begrüßte Bosse Horst und Rosie Lauerwald, die das Tänzelfest seit mehr als 60 Jahren mitprägten. Rosie Lauerwald schrieb auch in diesem Jahr wieder den Text für das historische Spiel. Horst Lauerwald wurde erst wenige Tage zuvor zum Ehrenvorsitzenden des Tänzelfestvereins ernannt. Beide tragen zudem den Ehrenring der Stadt Kaufbeuren.
Historisches Spiel als Ausgangspunkt der Festrede
Im zweiten teil des Empfangs wurde das traditionelle Spiel der Kinder aufgeführt. Darin geht es unter anderem um die schwierige finanzielle Lage der damaligen Reichsstadt und um die Bedeutung der Hospitalstiftung. Oberbürgermeister Stefan Bosse hatte in seiner Rede schon die schwere finanzielle Situation Kaufbeurens auf. Genau diesen Gedanken nahm Schirmherr Thomas Garmatsch in seiner Ansprache auf. Er machte deutlich, dass sich der Reichtum einer Stadt nicht allein am Geld bemesse. Kaufbeuren sei vor allem reich an Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, Verantwortung übernehmen und sich für das Gemeinwohl einsetzen. Besonders hob Garmatsch den gelebten Inklusionsgedanken beim Tänzelfest hervor und würdigte das Engagement der vielen Ehrenamtlichen, Vereine, Stiftungen und Bürgerinnen und Bürger. Sein Appell lautete, diesen Zusammenhalt auch künftig zu bewahren und sich weiterhin gemeinsam für die Stadt und ihre Kinder einzusetzen.
Mit dem traditionellen Empfang des Schirmherrn stimmte sich Kaufbeuren damit auf einen der Höhepunkte des Tänzelfestes ein – den Einzug des Kaisers und den großen historischen Festumzug.
Die Bilder vom Empfang. Fotos Claus Tenambergen
Foto: Claus Tenambergen
Gästeliste Schirmherrnempfang Tänzelfest 2026
Empfang des Schirmherrn Thomas Garmatsch Leiter der Kinder- und Jugendkulturwerkstatt Kaufbeuren Sonntag, 12. Juli 2026
Schirmherr
Thomas Garmatsch (Kulturpreisträger 2019) mit Ehemann Uwe Amberger
Cornelia Otto, Referat Kinder, Jugend, Bildung und engagierte Stadt
Andreas Bauer, Referat Wirtschaft, Kultur, Personal und Digitalisierung
Dipl.-Ing. Helge Carl, Referat Bau- und Umwelt
Catering
Die Bewirtung übernahmen die Klinikküche Kaufbeuren sowie die Servicekräfte der Kantine „frisch und Fair“, die sich sehr freuten, den Empfang kulinarisch begleiten zu dürfen.
Ein Bild, das für HERILO 2 steht: Darsteller, Musiker, Tänzerinnen und Tänzer sowie das gesamte Produktionsteam zum gemeinsamen Gruppenfoto. Foto: Günther Rehm
Nach fünf Aufführungen endet eine Musicalproduktion, die Publikum und Mitwirkende gleichermaßen bewegt hat
Mit der letzten Aufführung von HERILO – Das Rad dreht sich weiter ist am Sonntagabend eine außergewöhnliche Musicalproduktion zu Ende gegangen. Was viele Monate zuvor seinen Anfang genommen hatte, fand mit fünf Aufführungen in der energie schwaben arena einen ebenso emotionalen wie würdigen Schlusspunkt.
Knapp 5.000 Besucherinnen und Besucher verfolgten die fünf Aufführungen von HERILO 2. Auch wenn die Auslastung hinter den Erwartungen blieb, ziehen die Verantwortlichen eine positive Bilanz. Ausschlaggebend dafür seien die außergewöhnlich positiven Reaktionen des Publikums, die große Resonanz in den Medien sowie die vielen anerkennenden Rückmeldungen.
„Natürlich hätten wir uns etwas mehr Besucher gewünscht. Aber wenn ich sehe, wie begeistert die Menschen waren und welche Zustimmung wir erhalten haben, dann überwiegt einfach die Freude“, betont Produzent Wolfgang Wiedemann. Für ihn waren vor allem die letzten Minuten jeder Vorstellung die bewegendsten Augenblicke der gesamten Produktion. „Jedes Mal, wenn das Publikum aufgestanden ist und den Mitwirkenden mit Standing Ovations gedankt hat, hat mich das zutiefst glücklich gemacht.“
Eine große Bedeutung habe für Wiedemann auch die Botschaft des Musicals. „HERILO greift Themen auf, die aktueller kaum sein könnten – Krieg und Frieden, Liebe und Verrat, Hoffnung und Menschlichkeit. Mir gefällt besonders, dass das Musical diese Themen nicht mit erhobenem Zeigefinger vermittelt. Es erzählt seine Geschichte und zeigt dabei, dass am Ende das Gute gewinnt. Gerade in der heutigen Zeit halte ich das für eine wichtige Botschaft.“
Auch Produktionsleiter Markus Mölzer zieht eine positive Bilanz. Für ihn bestätigt HERILO 2 vor allem den Weg, den das Team nach der ersten Produktion eingeschlagen hat. „HERILO 2025 war unsere Grundlage. Wir haben die Erfahrungen intensiv ausgewertet und die Produktion in vielen Bereichen weiterentwickelt – von der Geschichte über die Musik bis hin zu Bühne, Technik und Inszenierung. Unser Anspruch war es, ein noch stärkeres Musical auf die Bühne zu bringen. Dass diese Weiterentwicklung von Publikum und Medien so wahrgenommen wurde, freut uns besonders.“
Neben dem Ergebnis auf der Bühne bleibt den Verantwortlichen vor allem der außergewöhnliche Zusammenhalt in Erinnerung, der die vergangenen Monate geprägt hat. Mölzer: „Es ist eine Gemeinschaft entstanden, wie ich sie nur selten erlebt habe. So viele Menschen haben mit Herzblut, Leidenschaft und außergewöhnlichem Engagement an einem gemeinsamen Ziel gearbeitet. Dafür empfinde ich große Dankbarkeit.“
Wirtschaftlich werde HERILO 2 die Kosten nicht vollständig decken. Für Wolfgang Wiedemann sei das bei einer Musicalproduktion dieser Größenordnung jedoch keine Überraschung. „Für meine Frau und mich ist HERILO ein großes Herzensanliegen. Entscheidend ist für uns, dass wir dieses Musical verwirklichen konnten und so viele Menschen erreicht haben.“
Auch über Kaufbeuren hinaus führte HERILO zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus der Region in die Wertachstadt. Die verstärkte Werbung im gesamten Allgäu habe sich aus Sicht der Verantwortlichen gelohnt und gleichzeitig den Kulturstandort Kaufbeuren noch sichtbarer gemacht. „HERILO hat gezeigt, dass auch außerhalb der großen Musicalstandorte Produktionen auf hohem Niveau entstehen können und sich Kaufbeuren mit HERILO nicht verstecken muss“, betont Wolfgang Wiedemann.
Der aufwendige Umbau der energie schwaben arena kommt nun unmittelbar auch dem ASM-Marsch-Tattoo am 18. Juli zugute. Für Wolfgang Wiedemann ist das ein schönes Zeichen dafür, wie Kultur funktionieren kann. „Kultur lebt vom Miteinander. Wenn unsere Arbeit gleichzeitig einer anderen Veranstaltung zugutekommt, freut mich das ganz besonders. Als Gemeinschaft können wir den Kulturstandort Kaufbeuren stärken.“
Nach den Worten von Wolfgang Wiedemann wird HERILO eine Fortsetzung erhalten. Wann das Musical auf die Bühne zurückkehrt, steht derzeit allerdings noch nicht fest. Wolfgang und Katharina Wiedemann beschäftigen sich bereits mit den nächsten Schritten. „Meine Frau und ich machen uns bereits konkrete Gedanken darüber, wie es weitergehen kann. Mit HERILO ist etwas Besonderes entstanden, das wir gerne weiterführen möchten. Wann das möglich sein wird, werden die kommenden Monate zeigen. Jetzt freuen wir uns aber erst einmal über das, was wir gemeinsam erreicht haben.“
Am Sonntagabend wurde es zum Abschluss noch einmal emotional. Nach zwei Zugaben versammelten sich Darsteller, Musiker, Tänzerinnen und Tänzer sowie die gesamte Produktion gemeinsam auf der Bühne und präsentierten sich als großes Team dem Publikum. Minutenlanger Applaus begleiteten diesen besonderen Moment. Die Freude über das gemeinsam Erreichte war allen Beteiligten deutlich anzusehen und bildete einen bewegenden Schlusspunkt unter viele Monate intensiver Arbeit.
Am Donnerstag, 9. Juli 2026, um 16 Uhr lädt die Neue Kulturwerkstatt Kaufbeuren zu einem besonderen Vortrag rund um die Sonne ein. Unter dem Titel „Die Sonne – unser Stern“ erklärt Prof. Dr. Thomas Eimüller anschaulich, wie unser Zentralstern aufgebaut ist und welche faszinierenden Phänomene mit ihm verbunden sind. Wie kann man die Sonne sicher beobachten? Was sind Sonnenflecken und wie entstehen sie? Wie ist die Sonne aufgebaut und wie erzeugt sie ihre Energie? Wie lange lebt die Sonne und was geschieht an ihrem Lebensende? Und was ist Sonnenwind, der Polarlichter entstehen lässt?
Diesen und weiteren Fragen geht Prof. Dr. Thomas Eimüller gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern nach. Darüber hinaus zeigt er das, was ihn selbst am Himmel am meisten beeindruckt hat: eine totale Sonnenfinsternis. Wenn das Wetter mitspielt, besteht im Anschluss an den Vortrag die Möglichkeit, die Sonne durch ein spezielles Teleskop zu beobachten. Dabei können Sonnenflecken und Gasfackeln aus nächster Nähe betrachtet werden.
Zur Person
Prof. Dr. Thomas Eimüller lehrt an der Hochschule Kempten die Fächer Physik, Klimawandel und Astronomie und leitet dort ein Schülerlabor. Seit seiner Jugend vermittelt er in Volkssternwarten, Planetarien und Schulen die Faszination der Astronomie.
HERILO 2026: Die erste Hauptprobe am 25.06.2026 zeigt. Foto: Fotoclub Kaufbeuren
Wenn Bühne, Musik und Technik erstmals gemeinsam wirken
Draußen zeigt das Thermometer über 30 Grad. Beim Betreten der energie schwaben arena ist davon kaum noch etwas zu spüren. Angenehm kühl ist es in der Halle. Doch nicht nur das überrascht. Wo im Winter Eishockey gespielt wird, erinnert an diesem Abend kaum noch etwas an ein Eisstadion.
Noch bevor die ersten Szenen beginnen, fällt der Blick auf die Bühne. Sie steht erstmals quer in der Arena. Links hat das Blasorchester seinen Platz, rechts die Rockband, dazwischen die Spielfläche. Im Hintergrund erstreckt sich die LED-Wand nahezu über die gesamte Bühnenbreite. Schon beim ersten Blick wird deutlich, welche Dimension die Produktion in diesem Jahr erreicht hat.
Mit der ersten Hauptprobe beginnt die entscheidende Phase auf dem Weg zur Premiere. Zum ersten Mal laufen alle Bestandteile der Produktion unter den Bedingungen einer Aufführung zusammen. Rockband, Blasorchester, Chor, Sänger, Darsteller, Tänzer sowie Licht-, Ton- und Videotechnik greifen dabei als großes Ganzes ineinander. Immer wieder werden Szenen wiederholt, Übergänge abgestimmt oder der Ton nachjustiert. Gerade diese Unterbrechungen zeigen, wie viele Details zusammenspielen müssen, bevor sich am Sonntag der Vorhang hebt. „Jetzt können wir in der Arena erstmals mit allen Beteiligten unter den Bedingungen einer Aufführung arbeiten“, betont Regisseur Harald Holstein. Bis zur Premiere bleibe zwar nur wenig Zeit. Umso intensiver seien die Tage bis zur Premiere. „Wir arbeiten bis tief in die Nacht. Das ist anstrengend, aber das Team, die Darsteller und die Musiker, die das neben ihrem Beruf machen, ziehen hervorragend mit.“
Während auf der Bühne gespielt und gesungen wird, arbeitet die Tontechnik nahezu ununterbrochen daran, Rockband, Blasorchester, Chor und Gesang aufeinander abzustimmen. Jeder Ton muss sitzen, jede Stimme soll überall in der Arena gut verständlich sein. Auch die neue Bühnenanordnung verändert den Eindruck der Aufführung. „Das ist ein großer Gewinn. Die Besucher sind deutlich näher an der Bühne und erleben die Handlung unmittelbarer“, sagt Holstein.
Die Woodstock-Ebene setzt einen neuen Akzent. Kostüme, Musik und Choreografien greifen den Zeitgeist der späten 1960er-Jahre auf. In einem der musikalischen Abschnitte interpretieren die beiden Engel den bluesigen Sound mit ausdrucksstarken Stimmen, während die Tänzer den Rhythmus aufnehmen. Bereits in der Hauptprobe vermittelt dieser Teil der Inszenierung einen Eindruck davon, welche Atmosphäre bei den Aufführungen entstehen kann. Auch darüber hinaus zeigt sich die Vielfalt der Produktion. Kaum betritt Mister Nice die Bühne, richtet sich der Blick auf seine Figur. Seine markante Stimme und seine Bühnenpräsenz prägen den Moment sofort. Gleichzeitig wird deutlich, wie viele starke Stimmen im Ensemble zu hören sind und wie eng Schauspiel, Gesang und Tanz miteinander verzahnt sind.
„Wir sind gemeinsam einem harmonischen Gesamtkunstwerk näher gekommen, in dem Wort, Bild, Musik und Tanz noch enger ineinandergreifen. Es gibt viele kreative Köpfe, die kluge Ideen einfließen lassen“, sagt Harald Holstein. Dass die Geschichte um den Einsiedler aus dem neunten Jahrhundert mit überraschenden Perspektiven fast neu erfunden wurde, sei dabei ein wesentlicher Unterschied zum vergangenen Jahr. „Man muss HERILO 2025 nicht gesehen haben. Gleichzeitig ist es schön, vertraute Figuren wiederzusehen.“
Nach der ersten Hauptprobe wird deutlich: Die letzten Feinabstimmungen laufen noch. Die Vorfreude auf den ersten Auftritt vor Publikum ist bei allen Beteiligten jedoch längst spürbar.
Am Sonntag, 28. Juni 2026, feiert „HERILO – Das Rad dreht sich weiter“ Premiere in der energie schwaben arena. Weitere Aufführungen folgen am 2., 3., 4. und 5. Juli. ickets und weitere Informationen gibt es unter www.herilo.de/tickets.
Beim Gospelfestival in der Christuskirche Kaufbeuren-Neugablonz treten vier Gospelchöre auf. Zum Abschluss bilden die Sängerinnen und Sänger gemeinsam einen Mass Choir. Foto: stauwerk.com
Gospelklänge aus Deutschland und Österreich in Kaufbeuren
Alle zwei Jahre wird die Christuskirche in Kaufbeuren-Neugablonz zum Treffpunkt für Gospelbegeisterte. Am Samstag, 27. Juni, findet dort die sechste Auflage des Gospelfestivals statt. Vier Chöre aus Deutschland und Österreich gestalten ein rund vierstündiges Programm mit Gospelmusik und Worship-Songs.
Mit dabei sind der Gospelchor „Sternenfänger“ aus Donauwörth, „Soul of Mosaic“ aus Nandlstadt, der „Gospelchor der Evangelischen Militärseelsorge“ sowie die „Gospel-Family“ aus Altach in Österreich. Gemeinsam präsentieren sie einen abwechslungsreichen Querschnitt durch die vielfältige Welt der Gospelmusik.
Mehr als 100 Stimmen zum Finale
Ein besonderer Moment erwartet die Besucherinnen und Besucher zum Abschluss des Festivals: Alle vier Chöre treten gemeinsam als sogenannter Mass Choir auf. Unter der Leitung von Chorleiter und Festivalinitiator Fabian Schäfer werden dabei mehr als 100 Sängerinnen und Sänger die Gospel-Hymne „Total Praise“ aufführen.
Festival mit viel ehrenamtlichem Engagement
Fabian Schäfer verbindet seit vielen Jahren seine Leidenschaft für Musik und Glauben. Der hauptberufliche Tontechniker organisiert das Gospelfestival seit 2014 mit seiner Firma STAUWERK-Event ehrenamtlich. Darüber hinaus leitet er seit 2012 den Gospelchor der Evangelischen Militärseelsorge, der in der Region Kaufbeuren und Lechfeld regelmäßig auftritt. „Glaube und Musik miteinander zu verbinden, fasziniert mich bis heute“, sagt Schäfer.
Beginn um 17 Uhr – Eintritt frei
Das Festival beginnt um 17 Uhr. Bereits ab 16 Uhr ist Einlass. Wer früh kommt, hat die besten Chancen auf einen guten Sitzplatz. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Der Eintritt ist frei.
Familientag mit Aktionsständen für Kinder und buntem Bühnenprogramm Kaufbeurer Kulturschaffender
18:00 Uhr
Dimi’s Open Stage
Nachtflohmarkt in der Ludwigstraße
Wer gerne stöbert, entdeckt und besondere Fundstücke sucht, sollte am Samstag, 20. Juni 2026, einen Abstecher in die Ludwigstraße und die Sparkassenpassage machen. Dort findet erneut der beliebte Nachtflohmarkt statt.
Von Vintage-Schätzen über Second-Hand-Fundstücke bis hin zu ausgewählten Produkten lokaler Händlerinnen, Händler und Kreativer erwartet die Besucher eine vielfältige Flohmarktmeile mitten in der Kaufbeurer Altstadt. Ergänzt wird das Angebot durch erfrischende Getränke, kulinarische Spezialitäten und entspannte Musik, die für eine besondere Sommerabendatmosphäre sorgen.
Auch die umliegenden Gastronomiebetriebe beteiligen sich mit eigenen Aktionen und Angeboten am Altstadtsommer. So entsteht ein stimmungsvolles Erlebnis zum Schlendern, Entdecken und Genießen – mitten im Herzen der Altstadt.
Ort: Ludwigstraße und Sparkassenpassage Termin: Samstag, 20. Juni 2026
Kaufbeurer Akteure gestalten den Familientag des Altstadtsommers mit einem bunten Programm
Zum dritten Mal in Folge sorgt der Altstadtsommer für Tausende begeisterte Besucherinnen und Besucher in Kaufbeuren. Und die Bürgerinnen und Bürger spielen in diesem Jahr noch aktiver im Programm mit: Am Samstag, 20. Juni, wechseln sich beim Familientag von 12 bis 17 Uhr verschiedenste Acts heimischer Akteure vor und auf der Bühne am Kirchplatz ab.
Kinder, Jugendliche und Erwachsene erwartet ein buntes Programm zum Genießen und Mitmachen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt: Das Generationenhaus backt leckere Waffel-Lollies und auch die Streetfoodstände am Kirchplatz öffnen um 12 Uhr. Wie beim gesamten Altstadtsommer ist auch hier der Eintritt frei.
Vor der Bühne: Bewegung und Kreativität
Den Kirchplatz vor der Bühne bespielen der Stadtjugendring, der Kinderschutzbund, die Abteilung Gleichstellung und Familie, die Familienstützpunkte und das Stadtmuseum gemeinsam.
Dort warten nicht nur der Spielanhänger MobiKids und die Hüpfburg von Auto-Singer für die Bewegungshungrigen, sondern auch Geschicklichkeitsspiele wie der „Heiße Draht“ von VWEW, Glücksräder oder Flechtaktionen sowie als Kreativangebote Malen, Kinderschminken, Glitzertatoos, der Bau von Hummelhotels und eine Perlenwerkstatt für Kinder, die die Freundschaftsbänder des Freundeskreises des Stadtmuseums gestaltet.
Auf der Bühne: Musik, Tanz, Theater und Jonglage
Musik, Wort, Theater, Tanz – alles ist auf der Bühne geboten. Die Kaufbeurer Big Band Nighttrain begeistert mit Swing, Tanz-, Rock- und Schlagerhits. Die Band Quergestreift überrascht mit kreativen Arrangements, eigenen Kompositionen und unverwechselbarem Sound.
Wer nicht selbst tanzt, kann anderen dabei zuschauen: Der Trachtenverein D‘ Wertachtaler lässt mit Tanz und Tradition ein Stück Allgäuer Kultur aufleben, Dance Soulution performt moderne Rhythmen mit abwechslungsreichen Choreografien verschiedener Stile.
Atem holen können die Gäste bei den Lesungen des Gablonzer Mundartkreises und des Autorenkreises Allgäu oder bei der modernen, mit viel Spielwitz dargebotenen Stabfiguren-Inszenierung von „Romeo und Julia“ der Kulturwerkstatt. Beim anschließenden Jonglier-Workshop ist dann wieder die Aktivität Aller gefragt.
Das KulturFenster
Neben anderen Netzwerk-Formaten treffen sich die Kaufbeurer Kulturakteure seit diesem Jahr unter Leitung der städtischen Abteilung Kultur in unregelmäßigen Abständen zum so genannten KulturFenster. Dort geht es um vertieftes Kennenlernen, um den Umgang mit der Finanzkrise, den Blick über den Tellerrand oder um praktische Fragen des Kulturbetriebs. In diesem Rahmen wurde auch die Idee einer aktiven Beteiligung am Altstadtsommer geboren – und spontan umgesetzt.
Werbeteam ist bis zum 25. Juli unterwegs – Unterstützung für die ehrenamtliche Rotkreuzarbeit in der Region
Seit dem 8. Juni 2026 sind Mitarbeitende des BRK-Kreisverbands Ostallgäu in Kaufbeuren und den Gemeinden des nördlichen Landkreises Ostallgäu unterwegs, um über die Arbeit des Bayerischen Roten Kreuzes zu informieren und neue Fördermitglieder zu gewinnen. Die Werbeaktion läuft noch bis zum 25. Juli 2026.
Die Mitglieder des Werbeteams besuchen Haushalte persönlich und informieren über die vielfältigen Aufgaben des Roten Kreuzes vor Ort. Darüber hinaus werben sie für eine Fördermitgliedschaft und informieren bestehende Fördermitglieder über die Möglichkeit einer Anpassung ihres Beitrags. Die Werberinnen und Werber tragen BRK-Kleidung und können sich jederzeit mit einem offiziellen Ausweis des BRK-Kreisverbandes Ostallgäu ausweisen.
„Bei der Haustürwerbung werden keine Barspenden angenommen. Die Aufnahme als Fördermitglied sowie die Erfassung der notwendigen Daten erfolgen ausschließlich digital mithilfe eines Tablets“, erklärt Alexander Denzel, Sachgebietsleiter Ehrenamt und Ausbildung beim BRK-Kreisverband Ostallgäu.
Das Bayerische Rote Kreuz ist als Wohlfahrtsverband auf die Unterstützung durch Fördermitglieder und Spenden angewiesen. „Viele unserer ehrenamtlichen Aufgaben und Angebote können nur dank dieser Unterstützung aufrechterhalten werden. Das BRK ist keine staatliche Organisation und finanziert sich zu einem wichtigen Teil über Fördermitgliedschaften und Spenden aus der Bevölkerung“, so Alexander Denzel.
Mit ihrem Beitrag unterstützen Fördermitglieder die vielfältigen Aufgaben des Roten Kreuzes im Ostallgäu – von der Bereitschaftsarbeit über den Katastrophenschutz bis hin zu sozialen Angeboten. Gleichzeitig können die Beiträge steuerlich geltend gemacht werden. Darüber hinaus beinhaltet die Mitgliedschaft einen weltweiten Rückholschutz im Krankheitsfall für die gesamte Familie.
Für den BRK-Kreisverband Ostallgäu sind in diesem Jahr unterwegs:
HERILO-Komponist Christian „Adi“ Adolf und HERILO-Drehbuchautor Franz-Josef „Joff“ Körner. Foto: Fotoclub Kaufbeuren, Dieter Schaurich, HERILO Musical
Ende Juni kehrt HERILO auf die Bühne der energie schwaben arena zurück. Mit „HERILO – Das Rad dreht sich weiter“ erwartet die Besucher eine neue Geschichte, neue Musik und zahlreiche Weiterentwicklungen. Claus Tenambergen hat sich mit Autor Franz-Josef „Joff“ Körner und Komponist Christian „Adi“ Adolf über HERILO 2026 unterhalten.
Joff, Adi – wann war für Euch klar: HERILO geht weiter? Franz-Josef Körner: Eigentlich direkt nach den Aufführungen. Die Begeisterung war riesig. Schon damals war klar, dass dieses Projekt zu schade wäre, um es nach vier Vorstellungen einfach enden zu lassen. Christian Adolf: Die Euphorie war noch Wochen nach der letzten Aufführung spürbar. Viele Mitwirkende aus dem HERILO-Team blieben miteinander in Kontakt. Viele schrieben, dass ihnen die gemeinsame Zeit fehlt. Deshalb war die Freude groß, als feststand: Das Rad dreht sich weiter.
Was macht HERILO für Euch so besonders? Körner: Für mich ist es die Mischung aus bayernweit und teilweise bundesweit bekannten Künstlern sowie den vielen Künstlerinnen und Künstlern aus unserer Region. Sie bilden zusammen ein großartiges Team mit ganz viel Qualität und Energie. Alle investieren viel Zeit und Herzblut und bringen die Geschichte von Herilo auf bemerkenswerte Weise auf die Bühne. Adolf: Daneben fasziniert mich vor allem die Dimension des Projekts. Wir sprechen über 36 Songs, ein großes Ensemble, Blasorchester, Rockband, Chor, Tänzerinnen und Tänzer sowie eine aufwendige Inszenierung mit über 80 Mitwirkenden. Solche Produktionen verbindet man normalerweise eher mit etablierten Musicalstandorten. Dass so etwas hier in Kaufbeuren entsteht, ist schon etwas Besonderes.
Warum habt Ihr Euch für eine völlig neue Geschichte entschieden? Körner: Weil wir uns bewusst nicht wiederholen wollten. Deshalb haben wir ein komplett neues Drehbuch geschrieben.
Was bedeutet das für die Besucher? Körner: Die Geschichte wurde nicht aus dem Buch adaptiert. Natürlich begegnen die Zuschauer bekannten Figuren wieder, aber die Handlung ist neu entstanden. Dadurch kann jeder sofort einsteigen, auch wenn er HERILO 2025 nicht gesehen hat.
Worum geht es diesmal? Körner: Im Mittelpunkt steht die Frage nach Herilos Herkunft. Wer ist er eigentlich? Woher kommt er? Gleichzeitig beschäftigen wir uns mit Themen wie Macht, Familie, Loyalität und Verantwortung.
Mittelalter und Gegenwart waren bereits zentrale Elemente von HERILO 2025. Nun kommt mit Woodstock eine weitere Zeitebene hinzu. Das wirkt zunächst überraschend. Wie entstand diese Idee? Körner: Woodstock steht für Aufbruch, Freiheit und Veränderung. Genau diese Themen passen hervorragend zur Geschichte und zu den Figuren. Adolf: Und musikalisch eröffnet uns diese Epoche natürlich viele Möglichkeiten. Die unterschiedlichen Zeitebenen spiegeln sich auch in den Songs wider. Als Musiker hat es mich unglaublich gereizt, Songs zu schreiben, die den Spirit der Woodstock-Zeit einfangen und musikalisch erlebbar machen.
Wie viel neue Musik steckt in HERILO 2026? Adolf: Insgesamt umfasst das Musical 36 Songs. Rund 25 davon sind komplett neu entstanden. Wer HERILO 2025 gesehen hat, wird musikalisch ein nahezu neues Musical erleben. Gleichzeitig bleibt die musikalische DNA erhalten. Rockband trifft weiterhin auf Blasorchester. Wer den Sound von HERILO 2025 mochte, wird sich auch in HERILO 2026 sofort wiederfinden.
25 neue Songs in vergleichsweiser kurzer Zeit – wie groß war diese Herausforderung? Adolf: Für den ersten Teil hatte ich fast zwei Jahre Zeit, diesmal deutlich weniger. Aber genau das hat den Reiz ausgemacht. Wir wollten nicht einfach Bekanntes wiederholen. Die neue Geschichte verlangte nach neuer Musik.
Der Chor wächst deutlich. Welche Rolle spielt er diesmal? Körner: Das war eine bewusste Entscheidung. Der Chor wächst nicht nur personell, sondern wird auch stärker in die Handlung eingebunden. Zusammen mit Orchester und Rockband entsteht dadurch ein noch kraftvollerer Klang.
Auch in puncto Bühne wird sich einiges verändern. Was dürfen die Besucher erwarten? Adolf: Die Bühne steht diesmal längs in der Arena und nicht mehr am Ende der Spielfläche. Dadurch rücken deutlich mehr Zuschauer näher an das Geschehen heran und tauchen noch intensiver in die Geschichte ein. Körner: Gleichzeitig wird die Bühne größer und auch die LED-Wand wächst noch einmal. Das eröffnet uns neue Möglichkeiten für die Inszenierung. Adolf: Dazu kommt, dass Band, Orchester und Chor sichtbarer werden. Gleichzeitig sorgen die Tänzerinnen und Tänzer wieder für viele starke Momente auf der Bühne. Darauf freue ich mich besonders, wenn am Ende Musik, Chor, Tanz, Schauspiel und die Bilder auf der LED-Wand zu einem großen Ganzen zusammenkommen.
Eigentlich sind die meisten Künstler aus dem vergangenen Jahr erneut dabei. Körner: Es freut mich sehr, dass nahezu der gesamte Cast aus dem vergangenen Jahr wieder mit dabei ist. Künstlerinnen und Künstler wie Frank Pané, Dan Lucas, Thomas Wohlfahrt, Julia Haug, Lydia Pané oder Eugen Schreiner hatten sofort zugesagt. Das zeigt, wie groß die Verbundenheit aller mit dem Projekt ist und sorgt gleichzeitig für eine große Kontinuität bei der Weiterentwicklung von HERILO. Adolf: Gerade diese Mischung aus vertrauten Gesichtern und neuen Impulsen macht HERILO 2026 aus. Viele Besucher werden ihre Lieblingscharaktere und bekannten Stimmen wiedersehen und wiederhören. Gleichzeitig entwickelt sich HERILO als Musical weiter und erhält dadurch neue Facetten und spannende Akzente.
Was wünscht Ihr Euch für die Aufführungen? Körner: Dass die Besucher einen spannenden und unterhaltsamen Abend erleben und von der neuen Geschichte mitgerissen werden. Adolf: Und dass sie spüren, wie viel Herzblut, Kreativität und Begeisterung von so vielen Menschen in HERILO stecken – und mit dem Gefühl nach Hause gehen, etwas ganz Besonderes erlebt zu haben.
Die Vorfreude auf HERILO 2026 wächst weiter: Ab sofort ist der neue Trailer zum Musical „HERILO – Das Rad dreht sich weiter“ online.
Das dynamische Video verbindet eindrucksvolle Szenen aus der erfolgreichen Produktion des vergangenen Jahres mit dem neuen Titelsong „Das Rad der Zeit“ und gibt einen ersten Vorgeschmack auf das, was die Besucher vom 28. Juni bis 5. Juli 2026 in der Kaufbeurer energie schwaben arena erwartet.
Rockband trifft Blasorchester, Vergangenheit trifft Gegenwart und erstmals öffnet sich mit Woodstock eine weitere Zeitebene. Der Trailer fängt genau diese besondere Atmosphäre ein und macht Lust auf die Fortsetzung der Musicalsensation.
Mit mehr als 80 Mitwirkenden auf der Bühne, rund 25 neuen Songs bei insgesamt 36 Musikstücken, einer großen Bühne und modernster Veranstaltungstechnik zählt HERILO 2026 erneut zu den außergewöhnlichsten Kulturprojekten der Region.
Der neue Trailer zeigt eindrucksvoll, warum sich viele Besucher bereits heute auf die Fortsetzung der Geschichte rund um Herilo und das geheimnisvolle Zeitrad freuen.
🎬 Jetzt ansehen und in die Welt von HERILO eintauchen.
Das Projekt wird auch öffentlich sichtbar sein. Vom 13. bis einschließlich 19. Juni gibt es die Möglichkeit, die gebastelten Figuren zu sehen
Im städtischen Kinderhaus Blattneiweg beschäftigen sich die Kinder derzeit mit einem besonderen Projekt rund um die Geschichte von Neugablonz. Dabei lernen sie nicht nur etwas über ihren Stadtteil, sondern auch darüber, woher dieser kommt und was den Ort bis heute prägt. Im Mittelpunkt steht der Rüdiger-Brunnen, ein Stück Heimatgeschichte, das eng mit dem früheren Gablonz in Tschechien verbunden ist.
Neugablonz entstand nach dem Zweiten Weltkrieg, als viele vertriebene Sudetendeutsche aus dem ehemaligen Gablonz an der Neiße in den Raum Kaufbeuren kamen. Mit ihnen veränderte sich handwerkliches Können und Traditionen, die den neuen Stadtteil entscheidend mitprägten. Besonders die Schmuck- und Glasindustrie entwickelte sich in Neugablonz weiter und wurde zu einem wichtigen Teil der Ortsgeschichte.
Auch der Rüdiger-Brunnen erzählt von dieser Verbindung zur alten Heimat. Die Figur stammt von Franz Metzner und stand ursprünglich in Gablonz an der Neiße. Später wurde sie nach Neugablonz gebracht, wo sie seit vielen Jahren als bekanntes Wahrzeichen neben der Herz-Jesu-Kirche steht. Für viele Menschen steht der Rüdiger bis heute symbolisch für den Neuanfang in Bayern und die bewahrte Verbindung zur Vergangenheit.
Genau mit dieser Geschichte setzen sich nun auch die Kinder im städtishen Kinderhaus Blattneiweg auseinander. Aus Pappmaché basteln sie eigene Figuren, die an den Rüdiger erinnern. Begleitet wird das Projekt von Monika Ecker, Pädagogin des Kinderateliers der Einrichtung, die den Kindern über die Zeit des Krieges, über Veränderungen in der Heimat und über das Leben der Menschen damals erzählt. So entsteht für die Kinder ein altersgerechter Zugang zu einem wichtigen Kapitel der Ortsgeschichte. „Ich habe ihnen erzählt, dass die Menschen aus ihrer Heimat vertrieben wurden. So etwas passiert heutzutage immer noch und wir können uns glücklich schätzen, dass wir in Sicherheit leben“, sagt Monika und erzählt: „Jetzt sitzen die Kinder zusammen beim Basteln und überlegen sich, was sie mitnehmen würden, wenn sie von jetzt auf gleich aus ihrem Haus verschwinden müssten.“
Das Projekt wird auch öffentlich sichtbar sein. Vom 13. bis einschließlich 19. Juni gibt es die Möglichkeit, die gebastelten Figuren in den Schaufenstern des Musikcafé Times Square in Neugablonz zu sehen. Der Besitzer, Ralf Szidat, hat sich für diese Aktion sofort bereit erklärt und seine Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Ihm liegt die Geschichte des Stadtteils sehr am Herzen, weshalb man den Rüdiger auch in seinem Logo wiederfindet. Gezeigt werden in dieser Zeit außerdem auch Schmuckstücke wie Armbänder oder Ketten gefertigt aus original Neugablonzer Perlen, die die traditionsreiche Vergangenheit des Stadtteils veranschaulichen.
Mit dem Projekt wollen die Erzieherinnen den Kindern ein Stück Heimatgeschichte näherbringen. Gleichzeitig wird deutlich, wofür Neugablonz bis heute steht: Für Vertreibung und Neuanfang, für Handwerk und Erinnerung und für eine besondere Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Moderator Claus Tenambergen im Gespräch mit Christian „Adi“ Adolf und Franz-Josef Körner. Am Ende des Podcasts: Songs aus dem neuen Musical 2026
In dieser Folge von Klar.Text geht es um ein Projekt, das im vergangenen Jahr Maßstäbe gesetzt hat – und jetzt noch einmal größer wird: HERILO 2 – das Musical. Moderator Claus Tenambergen spricht mit Christian „Adi“ Adolf und Franz-Josef Körner über den Erfolg von 2025, die besondere, familiäre Atmosphäre im Team – und darüber, wie aus einem großen Projekt ein echtes Gemeinschaftserlebnis geworden ist. Gleichzeitig werfen sie den Blick nach vorn: im Juni/Juli 2026 entsteht mit „Das Rad dreht sich weiter“ ein neues Kapitel – größer, intensiver und mit neuen Ideen. Fast alle Beteiligten sind wieder dabei, arbeiten mit voller Energie und freuen sich auf das Wiedersehen auf und hinter der Bühne. Ein kleiner Spoiler von Adi Adolf: Das Rad der Zeit dreht sich diesmal sogar bis nach Woodstock – musikalisch spürbar mit Songs, angepasst an den Stil und Sound dieser Zeit. Herilo 2 verspricht wieder ein gigantisch Werk zu werden: mit neuen Songs, einer neuen Geschichte und ganz viel Bewehrtem. Eine besondere Kombination aus Rockmusik und kraftvoller Blasmusik, Emotion und großer Inszenierung – und verbunden mit der Vorfreude auf eine Produktion, die noch einmal neue Maßstäbe setzen will.
Und dranbleiben lohnt sich: Am Ende des Podcasts gibt es einen ersten Vorgeschmack mit neuen Songs aus dem Musical – kraftvoll, emotional und wieder echte Ohrwürmer. Jetzt reinhören: Ein Gespräch über Leidenschaft, Teamgeist und die Frage, wie aus einer Idee ein kulturelles Highlight für eine ganze Region wird.
Ein Abend im Zeichen von Humor und Menschlichkeit: Die WendeJacken improvisieren zum 30-jährigen Jubiläum des Hospizvereins
Am Samstag, 13. Juni 2026, stehen die WendeJacken mit ihrem Improvisationstheater auf der Bühne des Stadttheaters Kaufbeuren. Mit der Veranstaltung setzt der Hospizverein Kaufbeuren/Ostallgäu e.V. sein Jubiläumsjahr „30 Jahre Hospizverein und 10 Jahre SAPV“ fort.
„Wir sind sehr glücklich, dass wir die WendeJacken für unser Jubiläum gewinnen konnten“, sagt Michael Feistl, Vorsitzender des Hospizvereins Kaufbeuren/Ostallgäu e.V. „Ihre Schlagfertigkeit, Kreativität und spürbare Lebensfreude passen sehr gut in unser vielfältiges Jahresprogramm, mit dem wir mit den Menschen ins Gespräch kommen und auch über die letzte Lebensphase sprechen möchten.“
Bei den WendeJacken entstehen die Szenen direkt auf der Bühne – spontan, live und auf Zuruf des Publikums. Nichts ist geprobt, nichts abgesprochen. Selbst die Darsteller wissen nicht, welchen Verlauf die nächste Szene nehmen wird. Zwischen Theater, Comedy und Live-Musik entwickeln sie Geschichten und ganze Welten – ohne festes Drehbuch.
Humor als Zugang zu großen Themen
Der Abend greift Themen auf, die auch die Hospiz- und Palliativarbeit prägen: Sterben, Tod und Trauer sowie Begleitung und Behandlung schwerstkranker Menschen. Die WendeJacken nähern sich diesen Inhalten mit Respekt, Wärme und Humor. „Wir möchten zeigen, dass auch schwere Themen ihren Platz im Leben haben – und dass gemeinsames Lachen verbinden kann“, so Feistl. „Gerade solche Abende schaffen Raum für Begegnungen, die informieren und helfen können, Ängste und Unsicherheiten abzubauen.“
Baum des Lebens als stiller Begleiter
Begleitend zur Veranstaltung wird auch der „Baum des Lebens“ wieder vor Ort sein. Besucher haben die Möglichkeit, ihre Wünsche für die letzte Lebensphase auf Karten zu schreiben und am Baum zu hinterlassen.
Einladung zu einem besonderen Theaterabend
„Der Abend lädt dazu ein, sich auf das Unvorhersehbare einzulassen – auf humorvolle ebenso wie auf nachdenkliche Momente“, betont Feistl mit Blick auf die Veranstaltung im Kaufbeurer Stadttheater.
Beginn ist um 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen. Anmeldung unter 08341 994443 oder info@hospizverein-kf-oal.de.
Informationsabend und Austausch am 09.06 im Gablonzer Siedlungswerk
Die Fachstelle für pflegende Angehörige des BRK-Kreisverband Ostallgäu lädt pflegende Angehörige, ehrenamtlich Helfende und Interessierte zum Treffen des „Angehörigentreff Kaufbeuren“ ein. Thema des Abends ist „Selbstbestimmt und sicher zuhause – Hilfsmittel für den Alltag von Menschen mit Pflegebedarf“. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 09.06.2026, von 17.00 bis ca. 18.30 Uhr im Gablonzer Siedlungswerk, Sudetenstr. 105 in Kaufbeuren/Neugablonz statt. Referent ist Franz Kraus vom Sanitätshaus Dambeck.
Im Vortrag wird aufgezeigt, wie verschiedene Hilfsmittel den Pflegealltag zuhause erleichtern können. Die Teilnehmenden erhalten Informationen sowie praxisnahe Vorführungen zu unterschiedlichen Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Pflegebedarf.
Der offene Treff bietet außerdem Raum für Austausch und persönliche Gespräche rund um die Versorgung und Betreuung zuhause. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich unter Tel. 08342 9669 43 oder per E-Mail an fachstelle.oal@brk.de. Die Teilnahme ist kostenlos.
Wer für die Dauer des Treffens eine Betreuung für die pflegebedürftige Person benötigt, sollte sich baldmöglichst bei der Fachstelle melden.
Von links: Ministerpräsident a.D. Torsten Albig, stellv. Präsident BSB Bernhard Pohl, Generalmajor a.D. Norbert Wagner. Foto: Alexandra Gastel
Das verpflichtende Gesellschaftsjahr sei notwendig, man müsse gerade aber auch den jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich in der laufenden Diskussion einzubringen
Der Bayerische Soldatenbund, Bayerns größter Dachverband für Soldaten-, Reservisten- und Veteranenverbände, hatte ins Offizierskasino des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe Kaufbeuren zu einer Diskussion über die Einführung eines verpflichtenden Gesellschaftsjahres in Deutschland geladen. Der Kommandeur, Oberst Thorsten Milewski, und Bernhard Pohl, Vizepräsident des Bayerischen Soldatenbundes, konnten sich nicht nur über einen gut gefüllten Saal, sondern auch interessante Gäste freuen: Der Ehrenpräsident des BSB und ehemalige Kommandeur Oberst a. D. Richard Drexl übernahm das Impulsreferat, ehe zur Podiumsdiskussion auf der roten Couch der frühere Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Torsten Albig und der aktuelle BSB Präsident Generalmajor a. D. Norbert Wagner Platz nahmen.
In seinem Grußwort erinnerte Oberbürgermeister Stefan Bosse daran, dass in Kaufbeuren regelmäßig hochkarätige Veranstaltungen zu verteidigungspolitischen Fragen stattfinden. Er erwähnte die Atlantikbrücke, aber auch den von Richard Drexl initiierten Kaufbeurer Dialog, bei dem bereits ein Vorgänger Albigs, der ehemalige Ministerpräsident Björn Engholm zu Gast war. Die Aussage von Landrat Bernd Stapfner, selbst Vorsitzender eines großen Soldaten- und Veteranenvereins, betonte die Wichtigkeit des Themas. Er wünschte sich, dass bei künftigen Veranstaltungen insbesondere junge Menschen teilnehmen, die es ja im Kern betreffen.
Richard Drexl zeichnete in seinem Impulsreferat ein düsteres Bild von der aktuellen Bedrohungslage. Dabei zeigte er auf, dass die Bundeswehr in ihrer Truppenstärke sowohl bei den aktiven Soldaten als auch bei den Reservisten weit hinter der Zielvorgabe, die Verteidigungsminister Pistorius genannt hatte, zurückbleiben. Nach der Gründung der Bundeswehr habe man innerhalb weniger Jahre eine Truppenstärke von nahezu 500.000 Soldaten aufbauen können, nun sei man schon froh, wenn man wenige Tausend Soldaten zusätzlich pro Jahr verpflichten könne. Es gebe zwar zahlreiche Angebote für freiwilligen Dienste, aber bei weitem zu wenige Bewerber. Dies sei erstaunlich, weil der Dienst finanziell außerordentlich gut honoriert werde.
Es folgte die vom Kaufbeurer Landtagsabgeordneten und BSB-Vizepräsidenten Bernhard Pohl moderierte Gesprächsrunde. Generalmajor a. D. Norbert Wagner, in seiner letzten Verwendung Kommandeur des NATO-Hauptquartiers in Polen, zeigte mit eindringlichen Worten die aktuelle Bedrohungslage auf. Wer glaubt, wir leben aktuell im Frieden, unterliege einem gefährlichen Irrtum. Er benannte auch klar und unmissverständlich den Aggressor: Russland.
Ministerpräsident a. D. Torsten Albig pflichtete bei und bekannte freimütig, auch er habe sich bei Russland gründlich geirrt. Er habe gehofft, auf der Basis wirtschaftlicher Zusammenarbeit ein Fundament von Frieden und Freiheit auch mit Russland errichten zu können. Nun gelte es, die neuen Realitäten zur Kenntnis zu nehmen.
Albig bekannte sich deutlich zu der Notwendigkeit einer Dienstpflicht. Dabei beeindruckte er das Auditorium mit einer Erzählung aus der eigenen Familie. Er hatte seinen Kindern gesagt, er erwarte von ihnen, dass sie sich ein Jahr für die Gesellschaft nützlich machen, auch wenn es keinen Wehr- und Zivildienst mehr gibt. Die ältesten drei seiner fünf Kinder haben dies bereits umgesetzt und ihren Dienst in sozialen Einrichtungen geleistet. Ihr Fazit: Es waren die wichtigsten Erfahrungen in ihrem bisherigen Leben. Das Publikum quittierte dies mit langanhaltendem Beifall.
Bernhard Pohl brachte die Forderung von Verteidigungsminister Pistorius ins Spiel, Deutschland müsse bis 2029 kriegstüchtig sein. Norbert Wagner nahm dies auf und stellte zunächst fest, dass daraus nicht automatisch der Schluss abzuleiten sei, wir seien bis 2029 sicher. Deutschland dürfe keine Zeit verlieren. Er erläuterte, dass es mit der Beschaffung von Waffen und Munition beileibe nicht getan sei. Deutschland brauche vor allem auch Soldaten, die im Ernstfall die Waffen bedienen. Deren Ausbildung nehme viele Jahre in Anspruch. Mit der faktischen Abschaffung der Wehrpflicht 2011 seien im übrigen auch Strukturen weggebrochen, die man mühsam wieder aufbauen müsse.
Torsten Albig ging dann auf die Frage der Verteidigungsbereitschaft ein. Der SPD-Politiker forderte die Rückkehr zu einem echten Patriotismus. Geradezu kämpferisch forderte er die Bereitschaft, für Frieden und Freiheit auch militärisch einzustehen. Dieser Patriotismus müsse aus der Mitte der Gesellschaft kommen. In dieser Frage brauche keiner Nachhilfe von den rechten und linken Rändern des politischen Spektrums.
Auf die Frage, wie eine Bedrohungslage konkret aussehen könne, verwies General Wagner auf diverse Bedrohungsszenarien. Angriffe auf die kritische Infrastruktur, aber auch die Schaffung eines Klimas der Angst in der Bevölkerung seien probate Mittel, auch unterhalb der Schwelle einer heißen militärischen Auseinandersetzung maßgeblichen Einfluss auf Politik und Gesellschaft zu nehmen, um eigene Ziele zu erreichen. Natürlich teste Russland auch fortlaufend nicht nur die Verteidiungsfähigkeit, sondern auch die Verteidigungsbereitschaft. Daraus werden dann Strategien entwickelt. Deshalb sei es auch notwendig, über ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr den Zivilschutz in Deutschland zu stärken. Im Falle eines militärischen Konflikts in Europa sei Deutschland eine Drehscheibe und damit auch potenziell verwundbar.
Torsten Albig zeigte noch einen anderen Schwachpunkt in Deutschland auf. Die ambitionierten zeitlichen Vorgaben für die Wiedererlangung militärischer und ziviler Widerstandsfähigkeit werden ausgebremst durch Bürokratie und teilweise nicht zeitgemäße Standards. Es müssten 70% statt bis jetzt 120% genügen, sonst komme man nicht voran, sagte Albig, der als Kieler Oberbürgermeister und ehemalige Führungskraft im Bundesfinanzministerium über ausreichend Verwaltungserfahrung verfügt. Die Nachfrage von Moderator Bernhard Pohl, ob wir künftig etwas weniger deutsch, dafür aber französischer werden müssen, stimmte Albig ausdrücklich zu.
In der abschließenden Fragerunde des Publikums zitierte Rupert Mößmer eine Nachricht seines 14-jährigen Enkels zu dem Thema. Dieser findet das verpflichtende Gesellschaftsjahr gut, er will es auch ableisten, er möchte aber noch mehr Informationen dazu. Das motivierte Bernhard Pohl in seinem Schlusswort zu der Feststellung, dass wir flächendeckend derartige Veranstaltungen brauchen und der BSB mit seinen 60.000 Mitgliedern seinen Beitrag dazu leisten wolle. Das verpflichtende Gesellschaftsjahr sei notwendig, man müsse gerade aber auch den jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich in der laufenden Diskussion einzubringen. Wer junge Menschen motivieren will, darf so etwas nicht über Nacht verordnen und dann darauf hoffen, dass es gleich reibungslos umgesetzt wird.
Mehr als 100 Aussteller, intensive Gespräche und viel Lob für Organisation und Atmosphäre in der energie schwaben arena Kaufbeuren
Das 1. Allgäuer Jobfestival in Kaufbeuren ist am vergangenen Mittwoch erfolgreich zu Ende gegangen. Über den gesamten Tag verteilt kamen mehr als 3.000 Besucherinnen und Besucher in die energie schwaben arena. Mehr als 100 Unternehmen, Institutionen und Organisationen aus der Region präsentierten sich bei der Premiere des neuen Veranstaltungsformats.
Bereits bei der Eröffnung gegen 11.30 Uhr im VIP-Raum wurde deutlich, welche Bedeutung das Projekt für die Beteiligten hatte. Nach monatelanger Vorbereitung wurde die Begrüßung für das Organisationsteam rund um Veranstalter Andi Wehl von WA Connections emotional. Die Erleichterung darüber, das Festival erfolgreich auf die Beine gestellt zu haben, war spürbar. Viele Monate Planung, Organisation und Vorbereitung lagen hinter dem Team.
In ihren Grußworten betonten Oberbürgermeister Stefan Bosse und Wirtschaftsreferent Andreas Bauer die Bedeutung des neuen Veranstaltungsformats für Kaufbeuren und die gesamte Region. Das Festival bringe Unternehmen, Nachwuchskräfte und Arbeitssuchende auf direktem Weg zusammen und setze zugleich ein Zeichen für die wirtschaftliche Stärke des Allgäus.
Die Bilder des Tages
Foto: Claus Tenambergen, Wir sind Kaufbeuren
Ausbildungsmesse und Jobmesse stoßen auf großes Interesse
Schon kurz nach dem Start füllte sich das Eisstadion spürbar. Vor allem die Ausbildungsmesse wurde von zahlreichen Schülerinnen und Schülern aus der Region genutzt, um sich über Berufe, Ausbildungswege und Unternehmen zu informieren. An vielen Ständen entstanden intensive Gespräche, erste Kontakte wurden geknüpft und teilweise bereits konkrete weitere Schritte vereinbart. Für viele Jugendliche bot das Festival die Möglichkeit, Unternehmen einmal nicht nur über Broschüren oder Onlineportale kennenzulernen, sondern direkt mit Ausbildern und Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen.
Auch die Jobmesse entwickelte sich im Laufe des Tages zu einem zentralen Treffpunkt für Fachkräfte, Quereinsteiger und Unternehmen. Viele Aussteller zeigten sich zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung und lobten insbesondere die Organisation sowie die angenehme Atmosphäre vor Ort. Immer wieder wurde hervorgehoben, dass die energie schwaben arena gute Voraussetzungen für persönliche Gespräche geschaffen habe. Trotz des Besucherandrangs blieb die Geräuschkulisse angenehm, sodass ein direkter und konzentrierter Austausch möglich war.
Die Mischung aus Messe, Networking und lockerem Festivalcharakter kam bei vielen Beteiligten gut an. Gerade dieser persönliche Rahmen machte für zahlreiche Besucher und Unternehmen den Unterschied zu klassischen Jobmessen aus.
B2B-Bereich und Rahmenprogramm ergänzen das Konzept
Neben der Messe bot das Festival auch einen eigenen B2B-Bereich mit Vorträgen und Austauschmöglichkeiten für Unternehmen. Themen wie Recruiting, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Fachkräftesicherung standen dabei im Mittelpunkt.
Im großen Eventzelt wurde parallel ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten. Besucher nutzten die Angebote aus Musik, regionaler Gastronomie und Unterhaltung. Künstler aus der Region sorgten für die musikalische Begleitung des Tages.
Wetterbedingt abgesagt werden mussten allerdings die geplanten Angebote im Parkstadion, darunter der Heißluftballon und der Hubschrauber. Insgesamt hatten Veranstalter und Besucher dennoch Glück mit dem Wetter. Nach anhaltendem Regen am Vortag blieb es trocken und die Temperaturen sorgten für angenehme Bedingungen auf dem Festivalgelände.
Abschlussfeier mit Musik und vielen positiven Rückmeldungen
Am Abend fand im VIP-Raum die Abschlussfeier statt. Für Unterhaltung sorgten eine Magie-Show des Zaubertheaters Verschmitts sowie Musik von Nachwuchskünstler Fabian Ziems. Gegen 23 Uhr endete das erste Allgäuer Jobfestival offiziell.
Das Organisationsteam zeigte sich nach dem langen Tag erleichtert und zufrieden. Im Gespräch mit Moderator Claus Tenambergen sagte Veranstalter Andi Wehl mit Blick auf die vergangenen Monate und den Veranstaltungstag: „Ich möchte einfach nur noch schlafen.“ Gleichzeitig betonte er, wie besonders der Tag für ihn gewesen sei und wie viele positive Rückmeldungen bereits eingegangen seien. Auf die Frage, ob er sich eine weitere Ausgabe im kommenden Jahr vorstellen könne, antwortete Wehl spontan: „Auf jeden Fall.“
Bedeutung für die Region hervorgehoben
Das erste Allgäuer Jobfestival hat gezeigt, wie groß das Interesse an neuen Formen von Berufsorientierung, Recruiting und regionalem Austausch ist. Die Verbindung aus Messe, Netzwerkplattform und Eventcharakter wurde von vielen Besuchern und Unternehmen positiv aufgenommen. Mit der erfolgreichen Premiere könnte das Allgäuer Jobfestival künftig einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Region bekommen.
Gastgeber Claus Tenambergen im Gespräch mit WA Connections Geschäftsführer Andi Wehl
Fachkräftemangel auf der einen Seite – lange Bewerbungsphasen auf der anderen. Warum finden Unternehmen und Bewerbende oft nicht zueinander? In dieser Folge des Klar.Text Business Podcasts spricht Claus Tenambergen mit Andi Wehl, Geschäftsführer von WA Connections mit Sitz in Kaufbeuren. WA Connections vereint regionale Jobbörse, Recruiting, Beratung und Interim-Management – mit einem klaren Fokus auf das Allgäu. Doch bei aller Struktur, moderner Technik und KI-Unterstützung gilt für Andi Wehl vor allem eines: Der Mensch steht im Mittelpunkt. Nicht der perfekte Lebenslauf, nicht die schnelle Besetzung, sondern echtes Interesse, Aufmerksamkeit und nachhaltiges Zusammenführen von Unternehmen und Bewerbenden.
Außerdem geht es in dieser interessanten und kurzweiligen Ausgabe um ein neues Format von WA Connections, das es so in Kaufbeuren und der Region noch nicht gegeben hat: das 1. Allgäuer Jobfestival am 13. Mai 2026 in der energie schwaben arena – ein Recruiting-Event mit Festivalcharakter, persönlich, modern und konsequent regional gedacht. Erleben sie ein kompetentes, ehrliches und menschliches Gespräch über Leidenschaft, Verantwortung und neue Wege für den Arbeitsmarkt im Allgäu. Hier auf Wir sind Kaufbeuren und überall, wo es Podcasts gibt.
Produktion: Claus Tenambergen Kaufbeuren, Februar 2026
Torloses Remis in Babenhausen: Keeper Kress sichert späten Punkt
Die SpVgg Kaufbeuren hat sich in einer umkämpften Partie einen Punkt gesichert. Beim Auswärtsspiel blieb die Mannschaft ohne Gegentor, ließ offensiv jedoch einige Möglichkeiten ungenutzt.
Ein Spiel mit wenigen Höhepunkten
„Das Erfreuliche vorneweg: Wir haben endlich mal wieder zu Null gespielt und den wichtigen Punkt geholt“, sagte SVK-Trainer Manuel Günes nach der Begegnung. Gleichzeitig ordnete er die Partie realistisch ein: „Es war ein zerfahrenes Spiel mit wenig Chancen auf beiden Seiten.“ Auch Kapitän Robin Conrad sah keine Begegnung mit vielen Höhepunkten. Kaufbeuren habe zunächst Schwierigkeiten gehabt, ins Spiel zu finden. „Wir hatten die Kontrolle, aber erst nach 25 Minuten den Ball gut laufen gelassen und bis zur 60. Minute das Spiel im Griff“, erklärte Conrad. In dieser Phase wirkte die Mannschaft strukturierter, ohne sich jedoch klare Torchancen zu erspielen.
Im weiteren Verlauf änderte sich das Bild. „Man hat dann gemerkt, dass Babenhausen die Punkte mehr gebraucht hat“, so Conrad. Zwingende Aktionen habe es jedoch weiterhin kaum gegeben.
Späte Druckphase und knappe Entscheidung
In der Schlussphase verlor Kaufbeuren zunehmend den Zugriff. Ein eigener Treffer wurde wegen einer knappen Abseitsposition aberkannt. Auf der Gegenseite wurde es noch einmal gefährlich. Torhüter Lukas Kress rückte dabei in den Mittelpunkt: „Bei der letzten Aktion hält unser Torwart überragend im Eins-gegen-eins
Förderung von Stärke, Selbstvertrauen und sozialer Kompetenz
Am Donnerstag- und Freitagnachmittag sind aktuell freie Trainingsplätze für Jugendliche im Alter von 10 bis 13 Jahren verfügbar. Im Mittelpunkt steht das Programm „JUNIOR HEROES“, das körperliches Training mit der Entwicklung mentaler und sozialer Fähigkeiten verbindet. Das Angebot richtet sich an Jugendliche in einer prägenden Lebensphase. Ziel ist es, sie sowohl körperlich als auch persönlich zu unterstützen und zu stärken. Ein Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Selbstvertrauen und einer stabilen Persönlichkeitsentwicklung. Das Konzept kombiniert physisches Training mit der Vermittlung mentaler und sozialer Kompetenzen.
Konfliktlösung: Strategien für den Umgang mit Stress und Herausforderungen, altersgerechte Selbstverteidigungstechniken.
Physische Basis: Training von Kraft, Ausdauer und Eigendynamik. Ziel ist eine ganzheitliche Unterstützung in einer entscheidenden Entwicklungsphase.
Aktueller Hinweis: In der Altersgruppe der Teens sind derzeit freie Plätze vorhanden. Termine für ein unverbindliches Probetraining können ab sofort über unsere Homepage www.kindertrainingundcoaching.de vereinbart werden. Für mehr Selbstbewusstsein und Familienzusammenhalt Kindertraining & Coaching Lydia Jörg Buronstraße 101, 87600 Kaufbeuren
Jetzt unverbindliches Probetraining vereinbaren
Für die Altersgruppe der Teens sind derzeit Plätze frei. Ein unverbindliches Probetraining kann ab sofort über die Homepage vereinbart werden: www.kindertrainingundcoaching.de
Moderator Claus Tenambergen im Gespräch mit Christian „Adi“ Adolf und Franz-Josef Körner. Am Ende des Podcasts: Songs aus dem neuen Musical 2026
In dieser Folge von Klar.Text geht es um ein Projekt, das im vergangenen Jahr Maßstäbe gesetzt hat – und jetzt noch einmal größer wird: HERILO 2 – das Musical. Moderator Claus Tenambergen spricht mit Christian „Adi“ Adolf und Franz-Josef Körner über den Erfolg von 2025, die besondere, familiäre Atmosphäre im Team – und darüber, wie aus einem großen Projekt ein echtes Gemeinschaftserlebnis geworden ist. Gleichzeitig werfen sie den Blick nach vorn: im Juni/Juli 2026 entsteht mit „Das Rad dreht sich weiter“ ein neues Kapitel – größer, intensiver und mit neuen Ideen. Fast alle Beteiligten sind wieder dabei, arbeiten mit voller Energie und freuen sich auf das Wiedersehen auf und hinter der Bühne. Ein kleiner Spoiler von Adi Adolf: Das Rad der Zeit dreht sich diesmal sogar bis nach Woodstock – musikalisch spürbar mit Songs, angepasst an den Stil und Sound dieser Zeit. Herilo 2 verspricht wieder ein gigantisch Werk zu werden: mit neuen Songs, einer neuen Geschichte und ganz viel Bewehrtem. Eine besondere Kombination aus Rockmusik und kraftvoller Blasmusik, Emotion und großer Inszenierung – und verbunden mit der Vorfreude auf eine Produktion, die noch einmal neue Maßstäbe setzen will.
👉 Und dranbleiben lohnt sich: Am Ende des Podcasts gibt es einen ersten Vorgeschmack mit neuen Songs aus dem Musical – kraftvoll, emotional und wieder echte Ohrwürmer. Jetzt reinhören: Ein Gespräch über Leidenschaft, Teamgeist und die Frage, wie aus einer Idee ein kulturelles Highlight für eine ganze Region wird.
Knappe Auswärtsniederlage bei körperbetontem Spiel
In einem intensiven und über weite Strecken ausgeglichenen Spiel musste sich die SpVgg Kaufbeuren
auswärts beim TSV Sielenbach knapp mit 2:3 geschlagen geben.
Die Gastgeberinnen erwischten den besseren Start und setzten die Kaufbeurer Defensive früh unter Druck.
Mit viel Tempo erspielte sich Sielenbach mehrere gute Möglichkeiten und wurde schließlich belohnt:
In der 36. Minute fiel das 1:0 durch Sophia Echter. Nur wenige Minuten später legte Maria Mair (39.) das 2:0 nach.
Mit zunehmender Spieldauer fand Kaufbeuren jedoch besser in die Partie, übernahm mehr Kontrolle und kam zu eigenen Chancen.
Der verdiente Anschlusstreffer fiel kurz vor der Pause durch Paula Eichinger (45.). Doch nahezu im direkten Gegenzug stellte Sielenbach
den alten Abstand wieder her – Anna-Sophie Edelmann traf ebenfalls noch vor dem Halbzeitpfiff zum 3:1.
Nach der Pause zeigte die SpVgg Kaufbeuren ein starkes Gesicht und dominierte über weite Strecken das Spielgeschehen. Der Druck auf das Tor der Gastgeberinnen nahm deutlich zu, und erneut war es Paula Eichinger, die in der 74. Minute auf 2:3 verkürzte.
In der Schlussphase drängte Kaufbeuren auf den Ausgleich und kam zu mehreren guten Abschlüssen, doch der verdiente Treffer zum 3:3 wollte nicht mehr fallen.
Fazit: Ein erwartet schweres Auswärtsspiel beim körperlich robust auftretenden letztjährigen Vizemeister.
Trotz der knappen Niederlage zeigte die SpVgg Kaufbeuren eine gute Leistung und kann auf der zweiten Halbzeit aufbauen.
Seit Februar bietet Thalia Kaufbeuren ein abwechslungsreiches Programm für Literaturfreunde: Autor*innen präsentieren ihre neuesten Werke – und geben dabei intime Einblicke in ihre Geschichten. Ob Krimi, Lebenshilfe oder Reiselust – jede Lesung verspricht besondere Begegnungen zwischen Publikum und Buch.
Neuer Veranstaltungsort: Die Lesung am 28. Mai findet nicht wie angekündigt bei Thalia in der Fußgängerzone statt, sondern in der Schauburg, Ganghoferstraße 6, 87600 Kaufbeuren.
Ausverkauft – 28. Mai: Franz Xaver Gernstl – „Glück gehabt! Über das Unterwegssein“
Der TV-bekannte Autor Franz Xaver Gernstl ist am 28. Mai in Kaufbeuren zu Gast. In seiner Lesung spricht er über 42 Jahre Reisen und Begegnungen: Von Irland bis Jesolo, vom Gardasee bis nach Los Angeles. In seinem Buch „Glück gehabt!“ feiert er die kleinen Zufälle des Lebens – stets mit einem offenen Blick für das Wesentliche. Eintritt 12 Euro. Weitere Informationen in der Buchhandlung und unter thalia.de/veranstaltungen
Aktuelle Info per 20.04.2026: Zur letzten Veranstaltung der Thalia Kaufbeuren Reihe gibt es leider keine Eintrittskarten mehr
Veranstaltungsort & Tickets
Thalia Kaufbeuren, Salzmarkt 14, 87600 Kaufbeuren statt. Weitere Informationen in der Buchhandlung und unter thalia.de/veranstaltungen. Eine frühzeitige Platzreservierung wird empfohlen.
Besonders hervorzuheben ist die aktive Beteiligung der Kinder am Bau der Matschküche
Im städtischen Kinderhaus Blattneiweg in Kaufbeuren-Neugablonz wurde Ende März ein besonderes Projekt erfolgreich umgesetzt: der Bau einer sogenannten „Matschküche“. Mit viel Engagement, Teamarbeit und kreativen Ideen entstand im Außengelände eine Spielstation, die bei den Kindern seit Tag eins für große Begeisterung sorgt.
Initiiert wurde das Projekt von vier Studierenden der Fachakademie für Sozialpädagogik in Kaufbeuren. „Mit dem Beginn des Frühlings verbringen Kinder wieder mehr Zeit im Freien. Dies möchten wir aufgreifen und durch unser Projekt aktiv unterstützen. Die Matschküche soll den Kindern langfristig die Möglichkeit bieten, draußen kreativ zu spielen und neue Naturerfahrungen zu sammeln“, teilten die Studierenden mit. Finanziert wurde die Matschküche vom Elternbeirat.
Die Matschküche besteht aus einfachen Materialien wie Holzpaletten, alten Töpfen und einer kleinen Arbeitsfläche. Ziel des Projekts war es, den Kindern einen Raum zu schaffen, in dem sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen und spielerisch die Natur entdecken können.
Besonders hervorzuheben ist die aktive Beteiligung der Kinder am Bau der Matschküche. Gemeinsam mit den Erzieherinnen halfen sie beim Schleifen, Schrauben, Bohren, Anstreichen und Dekorieren. So konnten sie nicht nur handwerkliche Erfahrungen sammeln, sondern auch ein Gefühl für Gemeinschaft und Verantwortung entwickeln.
Neben dem Spaßfaktor bietet die Matschküche auch wichtige Bildungserfahrungen. Durch das Spielen mit natürlichen Materialien werden motorische Fähigkeiten, Kreativität und soziale Kompetenzen gefördert. Zudem lernen die Kinder, achtsam mit Ressourcen umzugehen und ihre Umwelt bewusst wahrzunehmen.
Die positive Resonanz auf das Projekt ist groß – sowohl bei den Kindern als auch bei Eltern und dem pädagogischen Team. Die neue Matschküche ist damit nicht nur ein Ort zum Spielen, sondern auch ein gelungenes Beispiel dafür, wie mit einfachen Mitteln wertvolle Lernräume geschaffen werden können.
„Mit der Stadtterrasse möchten wir dem Fünfknopfturm ein würdiges Umfeld geben und gleichzeitig einen neuen Lieblingsplatz für alle Generationen schaffen.“
Seit über 600 Jahren prägt der Fünfknopfturm das Stadtbild von Kaufbeuren. Nun soll das historische Wahrzeichen ein neues, lebendiges Umfeld erhalten: Im Rahmen des Projekts „Kaufbeuren packt an“ ist die Gestaltung einer attraktiven Stadtterrasse geplant.
Klaus Müller vom Förderverein Fünfknopfturm: „Mit der Stadtterrasse möchten wir dem Fünfknopfturm ein würdiges Umfeld geben und gleichzeitig einen neuen Lieblingsplatz für alle Generationen schaffen.“
Sie stellten auf einer PK das neue Projekt vor, von links nach rechts: Baureferent Helge Carl, Wirtschaftsreferent Andreas Bauer, Winfried Nusser, Klaus Müller und Wendelin Burkhardt vom Förderverein Fünfknopfturm und Oberbürgermeister Stefan Bosse. Foto: Svenja Moller, Stadt Kaufbeuren
Die Idee besteht bereits seit mehreren Jahren: Rund um den Fünfknopfturm soll ein Ort entstehen, der zum Verweilen, Spielen und Genießen einlädt. Vorgesehen sind unter anderem ein Spielplatz, großzügige Aufenthaltsflächen sowie ein moderner Selfie-Spot mit Blick über die Dächer der Stadt. Um dieses Vorhaben zu realisieren, startet der Förderverein Fünfknopfturm gemeinsam mit der Stadt Kaufbeuren eine Crowdfunding-Initiative. Ziel ist es, die notwendigen finanziellen Mittel für die Umsetzung des Projekts zu sichern und damit einen neuen Begegnungsort für Bürgerinnen und Bürger sowie Besucherinnen und Besucher zu schaffen.
Die Gesamtkosten für das Projekt werden rund 1,2 Millionen Euro betragen. Die Fördersumme aus Mitteln der Städtebauförderung beträgt voraussichtlich 900.000 Euro. Die restlichen 300.000 Euro sollen aus weiteren Fördermöglichkeiten sowie mithilfe der Crowdfunding-Initiative gesammelt werden.
Oberbürgermeister Stefan Bosse ruft alle Kaufbeurerinnen und Kaufbeurer zur Mithilfe auf: „Dieses Projekt lebt vom Engagement der Menschen vor Ort. Jeder Beitrag – ob groß oder klein – bringt uns der Stadtterrasse am Fünfknopfturm ein Stück näher. Unterstützen Sie uns und helfen Sie mit, unsere Stadt noch ein bisschen schöner zu machen.“
Die Planungen zur Umsetzung des Projekts laufen bereits. Im kommenden Jahr soll die Planung dann konkretisiert und – sollte das Spendenziel erreicht worden sein – im Herbst 2027 dem Stadtrat vorgelegt werden. Der Baubeginn ist dann ab 2028 geplant.
Wirtschaftsreferent Andreas Bauer: „Der Platz um den Fünfknopfturm bietet mitunter den besten Blick auf unsere schöne Altstadt und in das Alpenpanorama. Unser Ziel ist es, dieses Juwel aus seinem Dornröschenschlaf zu holen und mit einer Stadtterrasse aufzuwerten. Wir wollen einerseits einen attraktiven Ort für alle Kaufbeurerinnen und Kaufbeurer schaffen. Andererseits wollen wir unsere Stadt natürlich von unserer besten Seite allen Gästen von nah und fern präsentieren.“
Baureferent Helge Carl: „Der Ort ist für mich unterschätzt. Es wäre schön, wenn man das Areal dazu befähigt, mehr zu können. Der ganze Platz um den Fünfknopfturm hat ein unglaubliches Potenzial. Es ist für mich eine Herzensprojekt, dass es gelingen möge, die Stadtterrasse zu realisieren.“
Winfried Nusser, Vorsitzender der Bürgerstiftung Kaufbeuren: „Es ist wichtig, dass die Kaufbeurer Bürgerinnen und Bürger einen Anteil haben an der Entwicklung des Fünfknopfturm-Areals. Das schafft eine positive Identifikation mit dem Projekt und seiner Stadt. Die Bürgerstiftung hat sich zum Ziel gesetzt, von den benötigten 300.000 Euro Eigenanteil rund 150.000 Euro selbst zu akquirieren. Ich bin sehr glücklich, dass wir schon jetz Zusagen in Höhe von 50.000 Euro haben.
Visualisierung des Projekts
Weitere Informationen zur Stadtterrasse sowie zum Spendenkonto stellt der Förderverein Fünfknopfturm online unter www.fuenfknopfturm.de bereit.
Interessierte Spenderinnen und Spender können sich bei einer öffentlichen Veranstaltung zur Stadtterrasse am Fünfknopfturm am Dienstag, 21. April 2026, um 18 Uhr in der Kolping-Akademie informieren. Dazu sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen.
Wenn Sie spenden möchten, dann bitte auf dieses Konto:
Diplom-Psychologin Anne Maike Winter hält am 16.04.2026 einen Impulsvortrags mit dem Titel „Neuro-Social-Safety – Wie psychologische Sicherheit vertrauensvolle Zusammenarbeit schafft“ in der Sparkassenpassage in Kaufbeuren. Foto: Stephanie Wolfsteiner
Auf Einladung der Wirtschaftsjunioren Kaufbeuren-Ostallgäu spricht Diplom-Psychologin Anne Maike Winter darüber, warum Offenheit in Teams Innovation begünstigt
Warum schweigen manche Teams im Meeting, während andere Ideen entwickeln? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Impulsvortrags „Neuro-Social-Safety – Wie psychologische Sicherheit vertrauensvolle Zusammenarbeit schafft“, zu dem die Wirtschaftsjunioren Kaufbeuren-Ostallgäu am 16. April 2026 in die Sparkasse in Kaufbeuren einladen.
Referentin des Abends ist Diplom-Psychologin Anne Maike Winter, die seit mehr als 22 Jahren mit Führungskräften und Teams arbeitet. Sie zeigt, wie Zusammenarbeit ins Stocken gerät, wenn Unsicherheit den Austausch hemmt – und wie Teams wieder in Bewegung kommen können, wenn sie mutiger, offener und kreativer zusammenarbeiten.
Im Zentrum steht der wissenschaftlich erforschte Begriff der psychologischen Sicherheit. Er beschreibt eine Teamkultur, in der Menschen Fragen stellen, Fehler ansprechen und den Status quo hinterfragen können. Fehlt diese Sicherheit, bleiben viele Gedanken unausgesprochen. Diese oft unsichtbare Atmosphäre in Teams entscheidet darüber, ob Ideen entstehen oder unausgesprochen bleiben. Die Teilnehmenden erfahren zudem, wie im Gehirn Gefühle von Belohnung oder Bedrohung entstehen und warum diese darüber entscheiden, ob Ideen geäußert oder zurückgehalten werden.
Anne Maike Winter setzt in ihrem Vortrag bewusst auf Praxisnähe und verbindet psychologisches Know-how mit klaren Bildern und einer Prise Humor. Statt theoretischer Modelle stehen übersichtliche Ansätze, konkrete Beispiele, Austauschmöglichkeiten und direkt umsetzbare Ideen im Mittelpunkt, mit denen sich Vertrauen, Offenheit und Mut im eigenen Umfeld stärken lassen.
„Psychologische Sicherheit gewinnt in vielen Unternehmen an Bedeutung. Mit der Veranstaltung möchten wir Impulse geben, die sich direkt in den Arbeitsalltag übertragen lassen“, sagt Vanessa Bockhorni, Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren Kaufbeuren-Ostallgäu. „Der Abend richtet sich an Unternehmer, Führungskräfte und Gründer, die Zusammenarbeit in ihrem Team aktiv weiterentwickeln möchten.“
Der Einlass beginnt um 17:30 Uhr, der Vortrag startet um 18:00 Uhr und dauert etwa eine Stunde. Im Anschluss findet von 19:00 bis 20:00 Uhr ein Get-together im Amici in der Sparkassenpassage statt.
Wie moderne Industrie funktioniert – und welche Chancen sie Jugendlichen bietet
Spieler der C-Junioren der SpVgg Kaufbeuren, ihre Betreuer sowie Eltern folgten einer Einladung der HAWE Hydraulik SE und erhielten bei einer Werksführung am Standort Kaufbeuren Einblicke in die industrielle Fertigung.
Produktion auf 50.000 Quadratmetern
Durch die Führung leiteten die beiden Ausbilder Julian Lutz und Alexander Losch. Sie erklärten anschaulich die Abläufe im Werk, das 2014 errichtet wurde. Auf rund 50.000 Quadratmetern entstehen aus Metallstücken hydraulische Ventile und Steuerungselemente, die weltweit zum Einsatz kommen. Dabei wird eine Vielzahl an Robotern eingesetzt, um Arbeitsprozesse zu standardisieren und effizient zu gestalten. Dennoch bleibt der Mensch ein zentraler Bestandteil der Produktion: Er überwacht, steuert und gibt die entscheidenden Impulse im Fertigungsprozess.
Um den Fachkräftenachwuchs zu sichern, setzt HAWE Hydraulik auf Ausbildung. Aktuell werden 61 Jugendliche in verschiedenen Berufen ausgebildet – von Metallverarbeitung über Prozesssteuerung bis hin zur Logistik. Pro Jahrgang beginnen etwa 20 Auszubildende ihre Laufbahn im Unternehmen. Die Ausbildung erfolgt mit moderner Technik und reicht von handwerklichen Grundlagen bis zur Programmierung von Maschinen und computergestützten Systemen.
Die Jugendlichen zeigten sich beeindruckt vom vergleichsweise ruhigen und sauberen Arbeitsumfeld sowie vom Grad der Automatisierung. Im Anschluss an die Führung nutzten sie die Gelegenheit, Fragen zu stellen.
Ein zentrales Thema war die Möglichkeit von Praktika. Julian Lutz erklärte, dass diese sowohl im Rahmen von Schulpraktika als auch eigenständig in den Ferien unkompliziert möglich seien.
Dank für die Einblicke
Zum Abschluss der rund 90-minütigen Führung bedankte sich Tina Plischke vom Förderverein der SpVgg Kaufbeuren bei den Verantwortlichen von HAWE Hydraulik für die Einblicke in die Fertigung sowie das Engagement gegenüber den Jugendlichen.
Im Dorfgemeinschaftshaus Sonne in Hirschzell sind in den kommenden Wochen mehrere Termine geplant.
Frühschoppen im April
Am Sonntag, 12. April 2026, findet ab 10:00 Uhr ein Frühschoppen statt. Die Veranstaltung bietet Gelegenheit für Gespräche in entspannter Atmosphäre.
Geselliger Abend Ende April
Am Freitag, 24. April 2026, folgt ein geselliger Abend. Beginn ist um 19:00 Uhr.
Maifest am 1. Mai
Das Maifest wird am Freitag, 1. Mai 2026, ab 10:00 Uhr gefeiert und findet unabhängig vom Wetter statt. Für das Maifest werden wieder Kuchenspenden benötigt. Diese können am Veranstaltungstag ab 10:00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus abgegeben werden.
Bereits am Sonntag, 26. April 2026, gegen 10:00 Uhr, wird ein neuer Maibaum aufgestellt.
Mit einer konzentrierten und geschlossenen Mannschaftsleistung setzte sich die SpVgg Kaufbeuren verdient mit 3:0 gegen den ambitionierten Gegner TSV Pfersee Augsburg durch, der sein Auftaktspiel in der Vorwoche noch erfolgreich gestalten konnte.
Von Beginn an übernahm die SVK die Kontrolle und erspielte sich bereits in den ersten 20 Minuten mehrere hochkarätige Torchancen, die jedoch zunächst ungenutzt blieben. Schließlich war es Torjägerin Lisa Schmittner, die nach einer präzisen Vorlage von Melina Moser mit einem trockenen Linksschuss die verdiente Führung erzielte. Nur kurze Zeit später legte die stark aufspielende Paula Eichinger nach und erhöhte auf 2:0. Defensiv zeigte sich die SVK ebenfalls stabil: Kurz vor der Halbzeit bewahrte Torfrau und Kapitänin Sandrine Uhlig ihr Team mit einer spektakulären Parade vor dem möglichen Anschlusstreffer.
Auch in der zweiten Hälfte blieb Kaufbeuren konzentriert. Erneut war es Uhlig, die mit einer starken Aktion einen Strafstoß parierte und damit die Führung festigte. Für die endgültige Entscheidung sorgte wiederum Paula Eichinger, die einen an Mirijam Mayer verursachten Elfmeter souverän zum 3:0 verwandelte. Neben der treffsicheren Doppeltorschützin Eichinger überzeugten auch Emila Kress, Alisa Pönitz sowie die starke Kapitänin Sandrine Uhlig. Zudem feierte Angie Graml ein gelungenes Debüt. Am Ende stand ein verdienter und souveräner Heimsieg für die SVK-Frauen, die mit dieser Leistung ein klares Ausrufezeichen setzen.
Torschützen: Lisa Schmittner 16´; Paula Eichinger 23´67´
Die Kaufbeurer Initiative für Frieden, internationalen Ausgleich und Sicherheit (KIFIAS) lädt zum österlichen Friedens-Spaziergang am Ostermontag, den 6. April 2026, ein. In der Tradition der Ostermärsche steht die Veranstaltung für Frieden und Abrüstung sowie für ein respektvolles Miteinander.
Haltung und Anliegen der Initiative
Die Initiative orientiert sich inhaltlich an der Nisdorfer Erklärung und formuliert ihr Selbstverständnis klar: Sie setzt sich ein für Frieden und Verständigung, für eine Kultur der Wertschätzung und des gegenseitigen Respekts. Begegnungen sollen auf Augenhöhe stattfinden, getragen von einem lebendigen und gewaltfreien Dialog.
Über Grenzen hinweg sieht sich KIFIAS verbunden mit friedfertigen Menschen aller Nationen, Religionen und Kulturen. Die Initiative versteht sich als Teil einer gemeinsamen Erde, die es auch für kommende Generationen zu bewahren gilt. Ein zentrales Anliegen ist es, sogenannte Feindbilder zu erkennen, zu hinterfragen und abzubauen. Sie gelten als eine Ursache für Spaltung und Konflikte. Ziel ist ein friedliches Zusammenleben aller Menschen und Völker.
Ablauf des Friedens-Spaziergangs
Eingeladen sind alle, die sich für ein Miteinander ohne gegenseitige Bedrohung und Aufrüstung einsetzen möchten.
Treffpunkt: Ostermontag, 6. April 2026, um 12:30 Uhr
Ort: Jordanpark Kaufbeuren, am Monopteros
Geplant ist zunächst ein gemeinsamer Zug durch die Stadt. Anschließend führt der Weg entlang der Wertach bis nach Biessenhofen. Unterwegs ist eine Picknick-Pause vorgesehen (Selbstversorgung). Am Abend klingt die Veranstaltung im Gasthof Stegmühle aus. Eine Rückreise ist per Zug ab Bahnhof Biessenhofen möglich.
Zusammenarbeit mit anderen Initiativen
Der Spaziergang findet im Austausch mit Teilnehmenden des „Ostermarsch Draußen“ der Bürgerinitiative für Frieden und Abrüstung München (BIFA) sowie weiteren Initiativen aus der Region statt.
Immer wenn der Frühling kommt, ist es wieder so weit: Der Bund Naturschutz in Kaufbeuren ruft zum alljährlichen „Frühjahrsputz“ in der Stadt auf
Diesmal war der Start am Samstag, 14. März und wieder kamen zahlreiche Menschen zum Helfen. Dabei waren eine Gruppe Jugendlicher vom Fischereiverein Kaufbeuren, eine Gruppe vom Arbeitskreis Asyl und neu die Kinderfeuerwehr Hirschzell, dazu noch viele Familien und Einzelpersonen. Insgesamt beteiligten sich mehr als 100 Erwachsene und Kinder aus dem gesamten Stadtgebiet.
Einen Tag vorher hatte schon der Kindergarten Peter und Paul im Haken fleißig Müll gesucht und gefunden, selbst die Kleinsten waren schon mit Eimern und Handschuhen unterwegs. Einig waren sich alle darüber, dass es erschreckend zu sehen ist, was in der Natur entsorgt wird. Die großen Stapel mit vollen Abfallsäcken, die der Bauhof zur Entsorgung dann abgeholt hat, zeigen, wieviel Müll achtlos und rücksichtslos auf die Wege und in die Büsche geworfen wird. Verpackungen von Schnellimbissen säumen die Straßenränder und am Wertachufer findet sich von alten Matratzen bis zu Getränkeflaschen Abfall aller Art. Ein besonderes Problem sind die unzähligen Zigarettenkippen – dabei sind diese besonders schädlich für das Grundwasser und Tiere und Pflanzen. Kippen liegen wirklich überall, auf Wegen, in Wohngebieten und Parkplätzen genauso wie in Grünflächen und Spielplätzen.
Trotz des relativ unfreundlich kalten Wetters hatten alle viel Spaß zusammen, das Jagdfieber hatte vor allem die Jugendlichen und Kinder gepackt. Eine Brotzeit am Verkehrsübungsplatz zum Abschluss der Aktion war ein kleines Dankeschön für alle, die Zeit hatten. Die Ortsgruppe des Bunds Naturschutz freute sich wieder über eine kleine Spende von Oberbürgermeister Bosse und seine Grußworte.
Im Anschluss an diesen Sammelsamstag gab und gibt es noch an vielen Schulen und bei der Kinderfeuerwehr Neugablonz mehrere Wochen lang Müllsammeltage, insgesamt haben sich mehr als 1100 Kinder angemeldet! (Bericht folgt). Die ganze Aktion wird großzügig unterstützt vom V-Markt und der Sparkasse Allgäu.
Wer Interesse hat, bei kommenden Aktionen des BN mitzumachen oder im BN-Team mitzuarbeiten, ist jederzeit herzlich willkommen. Kontakt: kaufbeuren@bund-naturschutz.de
Nach der Niederlage am Sonntagabend daheim gegen Weiden ist der ESVK nur noch eine Niederlage vom Gang in die Oberliga entfernt
Spiel zwei der Serie gegen die Blue Devils Weiden stand am Sonntagabend für den ESVK auf der Tagesordnung. Für den Club war es eines der wichtigsten Spiele der letzten Jahre, was auf dem Eis leider nicht zu sehen war. Aber der Reihe nach: Die Joker starteten im Tor mit Cody Porter und verzichteten somit auf Joe Cassetti und einen vierten Kontingentspieler auf dem Feld. Während des Warm-ups musste sich dann auch noch Yannik Burghart verletzt abmelden. Seinen Platz übernahm Florian Reinwald.
Die Joker verpassten einmal mehr den Start in die Partie. Schon nach wenigen Sekunden musste Tyson McLellan auf die Strafbank, und das fällige Powerplay nutzten die Gäste dann auch eiskalt zur frühen 0:1-Führung durch Thomy Muck. Die Weidener hätten auch durchaus Möglichkeiten gehabt, den Spielstand zu erhöhen; unter anderem scheiterte ein Weidener Stürmer am leeren Tor und traf nur den Pfosten. Von den Jokern war nicht viel zu sehen. Gegen solide stehende Blue Devils taten sich die Allgäuer enorm schwer, gezielt und strukturiert in die Defensive Zone der Oberpfälzer zu kommen. So ging es auch mit dem Spielstand von 0:1 in die erste Pause.
Der zweite Abschnitt war dann nicht besser als das erste Drittel. Weiden war insgesamt wieder die aktivere Mannschaft und hatte auch die größeren Chancen. Wiederum scheiterten die Gäste am offenen Tor: Luca Gläser traf die Scheibe nicht richtig, und Cody Porter konnte ebenfalls eingreifen, auch wenn die Scheibe wohl am Tor vorbeigegangen wäre. Nach einer kleineren Druckphase konnten die Joker das Spiel dann doch ausgleichen. Dartagnan Joly hielt die Scheibe im Drittel, und sein geblockter Schuss wurde zur Vorlage für Tyson McLellan, der nur noch einschießen musste. In der ausverkauften Energie Schwaben Arena tauchte somit wieder Hoffnung auf, aber das Team hatte in der Folge erneut seine Schwierigkeiten. In einem Powerplay kurz vor der Pause sollte so gar nichts gelingen, was die gehemmte Leistung der Joker heute widerspiegelte.
Im Schlussabschnitt sollte Tyler Ward in der 44. Minute die Weichen auf Sieg für die Weidener stellen. Aus kurzer Distanz konnte der Kanadier nach einem Pass von hinter dem Tor Cody Porter zum 1:2 überwinden. Der ESVK war nun sichtlich noch mehr geschockt und hatte weiterhin große Schwierigkeiten, die gutstehenden Gäste vor große Herausforderungen zu stellen. Ein Fehlpass der Joker in der eigenen Zone (55. Minute) sollte das Spiel dann endgültig entscheiden. Fabian Voit konnte dabei Paul Vinzens freispielen, und dieser traf mit einem platzierten Handgelenkschuss zum 1:3. Zum Ende der Partie gab es dann noch einige Strafen, die jedoch zu keinen weiteren Toren führten. Schlussendlich ist der ESVK nun nur noch eine Niederlage vom Gang in die Oberliga entfernt. Spiel drei der Serie findet am Dienstagabend um 19:30 Uhr in Weiden statt. Die Allgäuer sind also zum Siegen verdammt.
Dr. Horling im Gespräch mit einer Patientin. Foto: Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren
Moderne Lasertechnologie eröffnet neue Wege bei der Behandlung von Hämorrhoiden und Analfisteln. Bei einer Behandlung in der Chirurgie Praxis Dr.-Gutermann-Straße in Kaufbeuren kommt das Verfahren nun gezielt zum Einsatz.
Die Chirurgie Praxis Dr.-Gutermann-Straße in Kaufbeuren erweitert ihr operatives Spektrum in der Proktologie um moderne Laserverfahren. Zum Einsatz kommen sie bei Erkrankungen wie Hämorrhoiden, Analfisteln und weiteren gutartigen Veränderungen im Analbereich.
„Die Lasertherapie ermöglicht es uns, krankhaft verändertes Gewebe sehr gezielt und gewebeschonend zu behandeln“, erklärt Dr. Ernst-Wilhelm Horling. „Gerade im sensiblen Analbereich ist das ein großer Vorteil, weil umliegende Strukturen geschont werden können.“
Im Vergleich zu klassischen Operationsverfahren kann die Laserbehandlung in vielen Fällen mit weniger Schmerzen, geringerer Wundfläche und einer schnelleren Erholung verbunden sein. Auch der Blutverlust während des Eingriffs lässt sich durch die präzise Energiedosierung häufig reduzieren.
Bewährte Expertise trifft moderne Technik
Horling verfügt über langjährige Erfahrung in der Behandlung proktologischer Erkrankungen. Operiert wird mit der Laser-Methode ambulant in der Klinik St. Josef Buchloe.
„Der Laser ersetzt nicht jede klassische Operation“, betont Horling. „Aber er erweitert unsere Möglichkeiten deutlich. Für ausgewählte Patientinnen und Patienten können wir heute schonender und sehr effektiv vorgehen.“
Welche Therapieform im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von Art und Ausprägung der Erkrankung ab. Die Entscheidung erfolgt nach sorgfältiger Diagnostik und Beratung. Ziel bleibt es, Beschwerden nachhaltig zu lindern und gleichzeitig die Belastung durch den Eingriff möglichst gering zu halten.
Service: Wann eine Laserbehandlung infrage kommt
Laserverfahren können unter anderem eingesetzt werden bei:
Hämorrhoiden (je nach Stadium)
Analfisteln
Sogenannten Steißbeinfisteln oder Haarnestgrübchen
ausgewählten gutartigen Veränderungen im Analbereich
Ob eine Lasertherapie möglich und sinnvoll ist, wird individuell im ärztlichen Gespräch geklärt. Die enge Zusammenarbeit zwischen ambulanter Praxis und Klinik ermöglicht dabei eine durchgängige Betreuung – von der Erstvorstellung bis zur operativen Behandlung.
„Ganzheitliche Palliativpflege: Strategien zur Symptomkontrolle bei Mundpflege, Übelkeit und Co.“
Kaufbeuren – Bei strahlendem Frühlingswetter versammelten sich, rund 50 Pflegefachkräfte im Klinikum Kaufbeuren zur Fortbildung des Palliativ-Netzwerk Kaufbeuren-Ostallgäu. Unter dem Titel „Ganzheitliche Palliativpflege: Strategien zur Symptomkontrolle bei Mundpflege, Übelkeit und Co.“ stand vor allem eines im Mittelpunkt: alltagstaugliche, praktische Hilfen für eine würdevolle Begleitung schwer kranker Menschen.
Als Referentin führte Claudia Lerchenmüller, Palliativ-Care-Fachkraft im stationären Hospiz in Kempten und Trauerbegleiterin, mit großer Fachkompetenz und spürbarer Leidenschaft durch den Nachmittag. Unterstützt wurde sie von Simone Gnandt vom SAPV-Team Kaufbeuren. Gemeinsam vermittelten sie praxisnahe Strategien zur Linderung belastender Symptome in der letzten Lebensphase.
Im Fokus standen typische Beschwerden wie Mundtrockenheit, Übelkeit und Erbrechen, Obstipation oder Atemnot – Symptome, die die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten erheblich beeinträchtigen können. Anhand konkreter Fallbeispiele zeigten die Referentinnen, wie mit einfachen Mitteln, wenig Technik und viel Einfühlungsvermögen wirksame Unterstützung möglich ist.
Besonderes Interesse galt der Aromapflege und dem gezielten Einsatz ätherischer Öle. Auch Akupressur, unterstützende Lagerungstechniken sowie einfache Hilfsmittel für die tägliche Pflegepraxis wurden anschaulich vorgestellt und diskutiert. Dabei wurde deutlich: Oft sind es gerade die kleinen, achtsamen Maßnahmen, die für Betroffene eine große Erleichterung bedeuten.
Simone Gnandt stellte zudem ein unterstützendes Hilfsmittel für die Mundpflege vor: ein spezielles Set zur Herstellung leichter Aromaschäume. Dieses kann insbesondere bei Patientinnen und Patienten eingesetzt werden, die nicht mehr essen oder trinken können, aber weiterhin Geschmack wahrnehmen möchten. Das Gerät stieß bei den Teilnehmenden auf großes Interesse.
Neben den fachlichen Impulsen bot die Veranstaltung viel Raum für kollegialen Austausch. Pflegekräfte aus unterschiedlichen Einrichtungen nutzten die Gelegenheit, Erfahrungen zu teilen, Fragen zu diskutieren und voneinander zu lernen – ganz im Sinne des Netzwerkgedankens.
„Lebensqualität zu fördern, auch wenn keine Heilung mehr möglich ist, gehört zu den wertvollsten Aufgaben in der Palliativversorgung“, betonte Lerchenmüller. Dieser Leitgedanke zog sich durch den gesamten Nachmittag und fand großen Anklang.
Die kostenfreie Fortbildung war Teil der regelmäßigen Veranstaltungsreihe des Palliativ-Netzwerk Kaufbeuren-Ostallgäu.
Mit einer rundum gelungenen Veranstaltung, die Theorie und Praxis eng miteinander verband, unterstrich das Netzwerk erneut die Bedeutung einer qualitätsvollen, vernetzten und menschlich zugewandten Palliativversorgung in der Region.
Streit um Mobiltelefon eskaliert – Beteiligte filmen Vorfall und verschwinden
KAUFBEUREN / NEUGABLONZ. Am Montagnachmittag ist es im Bereich zwischen einer Tankstelle und einem Asylbewerberheim in der Sudetenstraße zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen zwei Männern gekommen.
Streit eskaliert plötzlich
Nach bisherigen Erkenntnissen gerieten ein 31-jähriger afghanischer Mann und ein 65-jähriger deutsch-moldauischer Staatsbürger in einen Streit. Auslöser war offenbar ein Konflikt um ein Mobiltelefon. Im Verlauf der Auseinandersetzung schlug der jüngere Mann mehrfach mit der Faust sowie mit einem Ast auf den 65-Jährigen ein. Die Situation entwickelte sich schnell zu einer körperlichen Attacke.
Zeugen filmen – sind aber nicht mehr vor Ort
Mehrere anwesende Personen beobachteten den Vorfall und filmten ihn mit ihren Mobiltelefonen. Als die Polizeibeamten am Einsatzort eintrafen, hatten diese Zeugen den Bereich jedoch bereits verlassen.
Polizei bittet um Hinweise
Die Polizei Kaufbeuren hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet nun dringend um Mithilfe aus der Bevölkerung. Personen, die sachdienliche Hinweise geben können oder Videoaufnahmen des Vorfalls besitzen, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 08341 933-0 zu melden.
Online-Schatztruhe 2026: Digitale Hilfe für den Familienalltag im Ostallgäu und in Kaufbeuren
Um Eltern den Zugang zu Bildungsangeboten möglichst einfach und ortsunabhängig zu ermöglichen, haben die Familienstützpunkte im Ostallgäu und in Kaufbeuren erneut ein digitales Familienbildungsprogramm zusammengestellt: die „Online-Schatztruhe“.
Von April bis Juni 2026 steht eine breite Auswahl an Online-Vorträgen und Infoabenden bereit, die sich mit zentralen Fragen des Familienalltags befassen.
Angebote für verschiedene Lebensphasen
Das Programm richtet sich an Familien in unterschiedlichen Lebenssituationen – von der Schwangerschaft über das Kleinkindalter bis hin zu Themen rund um Medien, Gesundheit und finanzielle Unterstützung.
Termine und Anmeldung
Eine Übersicht aller Termine sowie die jeweiligen Anmeldeinformationen finden Interessierte in der Familienapp Kaufbeuren Ostallgäu unter familienapp-kf-oal.de im Bereich „Downloads“ oder direkt im Familienkalender mit dem Suchbegriff „Online-Schatztruhe“.
Die Familienstützpunkte werden von den Familienbildungsstellen Ostallgäu und Kaufbeuren koordiniert.
Hinweis: Eine verbindliche Anmeldung ist für alle Veranstaltungen erforderlich – auch bei kostenfreien Angeboten. Bei Verhinderung wird darum gebeten, frühzeitig abzusagen, damit Personen auf der Warteliste nachrücken können.
Antragsdschungel bei Schwangerschaft und Geburt Mittwoch, 15.04. | 18:00 – 19:30 Uhr Donum Vitae mit dem Familienstützpunkt Hand in Hand, Kaufbeuren Anmeldung: kaufbeuren@donum-vitae-bayern.de
Bewegung bewegt alles in den ersten drei Lebensjahren Freitag, 17.04. | 09:00 – 10:30 Uhr Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) mit dem Familienstützpunkt Obergünzburg Anmeldung: https://www.aelf-kf.bayern.de/ernaehrung/familie/index.php
Kleine Hände, große Entdeckungen: Sinnes- und Materialerfahrungen (1–2 Jahre) Montag, 20.04. | 10:00 – 11:30 Uhr Familienstützpunkt Buchloe Anmeldung: familienstuetzpunkt@kinderschutzbund-buchloe.de
Babybrei trifft Fingerfood Dienstag, 21.04. | 10:00 – 11:30 Uhr Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) mit dem Familienstützpunkt Apfelkern, Kaufbeuren Anmeldung: https://www.aelf-kf.bayern.de/ernaehrung/familie/index.php
Kindergesundheit trotz Klimawandel – Risiken erkennen, Kinder schützen Mittwoch, 20.05. | 19:30 – 21:00 Uhr Familienstützpunkte Ostallgäu mit der Servicestelle Klima des Landkreises Ostallgäu Anmeldung bis 15.05.: familienstuetzpunkt@awo-fuessen-schwangau.de
Antragsdschungel bei Schwangerschaft und Geburt Mittwoch, 10.06. | 18:00 – 19:30 Uhr Donum Vitae mit den Familienstützpunkten Buchloe, Marktoberdorf, Obergünzburg Anmeldung: kaufbeuren@donum-vitae-bayern.de
Bewegung bewegt alles in den ersten drei Lebensjahren Freitag, 12.06. | 09:00 – 10:30 Uhr Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) mit dem Familienstützpunkt Obergünzburg Anmeldung: https://www.aelf-kf.bayern.de/ernaehrung/familie/index.php
Babybrei trifft Fingerfood Dienstag, 23.06. | 10:00 – 11:30 Uhr Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) mit dem Familienstützpunkt Hand in Hand, Kaufbeuren Anmeldung: https://www.aelf-kf.bayern.de/ernaehrung/familie/index.php
Anzeige. Persönliche Geschichten, spannende Krimis und Lebensmut zwischen Buchseiten
Seit Februar bietet Thalia Kaufbeuren ein abwechslungsreiches Programm für Literaturfreunde: Autor*innen präsentieren ihre neuesten Werke – und geben dabei intime Einblicke in ihre Geschichten. Ob Krimi, Lebenshilfe oder Reiselust – jede Lesung verspricht besondere Begegnungen zwischen Publikum und Buch. Alle Lesungen finden bei Thalia Kaufbeuren, Salzmarkt 14, 87600 Kaufbeuren statt.
Krisen machen keine Termine. Sie platzen rein und stellen alles auf den Kopf. Zwischen To-do-Listen, Familienchaos und Termindruck: Wann war deine letzte echte Pause? Am 26. März um 19:30 Uhr liest Christine Thiele aus ihrem Buch „Mal eben leben – Trotz Krise“. In zwölf kleinen Kapiteln – ihren „Kaffeepausen“ – vermittelt die Autorin alltagsnahe Impulse für mentale Gesundheit. Besonders in stressigen Phasen lädt das Buch dazu ein, innezuhalten und Kraft zu schöpfen. Die Lesung verspricht eine Mischung aus Inspiration, Humor und ehrlicher Lebensrealität. Eintritt 10 Euro. Weitere Informationen in der Buchhandlung und unter thalia.de/veranstaltungen
28. Mai: Franz Xaver Gernstl – „Glück gehabt! Über das Unterwegssein“
Der TV-bekannte Autor Franz Xaver Gernstl ist am 28. Mai in Kaufbeuren zu Gast. In seiner Lesung spricht er über 42 Jahre Reisen und Begegnungen: Von Irland bis Jesolo, vom Gardasee bis nach Los Angeles. In seinem Buch „Glück gehabt!“ feiert er die kleinen Zufälle des Lebens – stets mit einem offenen Blick für das Wesentliche. Eintritt 12 Euro. Weitere Informationen in der Buchhandlung und unter thalia.de/veranstaltungen
Veranstaltungsort & Tickets
Alle Lesungen finden bei Thalia Kaufbeuren, Salzmarkt 14, 87600 Kaufbeuren statt. Weitere Informationen in der Buchhandlung und unter thalia.de/veranstaltungen. Eine frühzeitige Platzreservierung wird empfohlen.
In den Play-Downs geht es nun gegen den EHC Freiburg
Zum Hauptrundenabschluss der DEL2 Saison 2025/2026 gastiere der EC Bad Nauheim in der energie schwaben arena. Daniel Fießinger stand im Tor und Sami Blomqvist sein Comeback. Verletzungsbedingt fehlten heute Bernhard Ebner, Alec Zawatsky, Joe Cassetti und Henri Kanninen. Cody Porter, Dominik Groß, Pavel Nikitins und Florian Reinwald standen nicht im Lineup.
Die Bilder des Spiels
Foto: Benjamin LahrFoto: Benjamin LahrFoto: Benjamin LahrFoto: Benjamin LahrFoto: Benjamin Lahr
Für den ESVK begann die Partie dann denkbar ungünstig. Gleich der erste Torschuss der Gäste zappelte im Netz. Ein von Jordan Hickmott direkt vor dem Tor abgefälschter Schuss von der blauen Linie sorgte nach 62 Sekunden bereits für den ersten Treffer der Partie. Die Nauheimer hatten in den ersten Minuten auch etwas Oberwasser, und bei einem Alleingang, der nach einem eigentlich verunglückten Pass zustande kam, hätten die Wetterauer den Spielstand früh auf 0:2 stellen können; Daniel Fießinger im Tor der Joker konnte jedoch parieren. Der erste gute Angriff der Hausherren nach vier Minuten brachte dann auch den ersten Treffer für den ESVK. Nach einem schönen Pass von Yannik Burghart konnte Max Hadraschek schnell in die Offensive Zone eindringen und erwischte mit seinem Schuss Gäste-Torhüter Gerald Kuhn zwischen den Hosenträgern, wodurch er das Ergebnis auf 1:1 stellte. Die Wertachstädter waren nun auch besser in der Partie, und es entwickelte sich ein recht munteres Spiel. Die Hessen kamen immer wieder schnell und gefährlich in die Zone des ESVK, aber auch die Kaufbeurer schafften es zunehmend, sich offensiv zu zeigen. In der elften Minute brachte erneut die Kombination Yannik Burghart und Max Hadraschek einen Treffer. Diesmal brachte die Nummer drei der Allgäuer die Scheibe aus der Ecke schnell vor das Tor, und Max Hadraschek fälschte die Scheibe zum 2:1 ins Tor der Nauheimer ab. Die Joker hatten nun sogar etwas mehr vom Spiel, und nach einer Druckphase der ersten Sturmformation lag die Scheibe erneut im Tor der Hessen. Der Treffer wurde jedoch nach einem langen Videobeweisstudium von den Hauptschiedsrichtern aufgrund einer vorliegenden Torhüterbehinderung nicht anerkannt. Da auch keine weiteren regulären Treffer im ersten Abschnitt erfolgten, ging es mit dem Spielstand von 2:1 für den ESVK zum ersten Pausentee.
Im zweiten Abschnitt waren die Nauheimer das aktivere Team, allerdings waren ihre Aktionen nicht immer kontrolliert und präzise genug. Zudem konnten sich die Joker auf einen starken Daniel Fießinger im Tor verlassen, der mehrere gute Chancen der Hessen vereitelte. Ein erstes Powerplay in der Partie gehörte nach 24 Minuten den Roten Teufeln, welches die Kaufbeurer jedoch gut verteidigten. Der ESVK konzentrierte sich nun auch vermehrt auf ein schnelles Konterspiel und hatte dabei einen heute sehr gut aufgelegten Yannik Burghart in seinen Reihen, der in der 32. Minute seinen dritten Treffer an diesem Abend erzielte. Die Joker konnten nach einem schnellen Scheibengewinn einen Konter fahren; der flinke Außenstürmer schloss dabei gekonnt und gezielt mit einem flachen Schuss auf den Schoner von Gerald Kuhn ab, sodass der mitgelaufene Max Oswald den Nachschuss problemlos verwerten konnte. Kurz nach dem dritten Treffer der Kaufbeurer lieferten sich Brent Raedeke und Marius Erk einen Faustkampf, den der ESVK-Stürmer wohl nach Punkten für sich entscheiden konnte. In der 37. Minute folgte der nächste Konter der Allgäuer – und erneut ging es über Yannik Burghart, der sich über außen seinem Gegenspieler entkam und Dartagnan Joly bediente, sodass dieser die Scheibe nur noch zum 4:1 über die Linie drücken musste. Zwei Minuten vor der Pausensirene mussten die Rotgelben erneut in Unterzahl agieren, doch auch hier konnte der ESVK das Powerplay der Nauheimer erfolgreich killen, unter anderem dank einer starken Parade von Daniel Fießinger. So ging es mit noch 12 Sekunden in Unterzahl, aber mit einem Spielstand von 4:1 für die Kaufbeurer zum zweiten Pausentee.
Im Schlussabschnitt sollte nicht mehr allzu viel passieren. Der ESV Kaufbeuren musste nicht mehr viel machen, die Nauheimer konnten ihrerseits nicht mehr viel entgegensetzen. Dabei hatten die Hessen durchaus noch das Wissen, die Partie drehen zu müssen, da die Blue Devils Weiden mit 4:3 nach Overtime in Rosenheim gewonnen hatten und somit die Roten Teufel noch auf den vorletzten Tabellenplatz abrutschten sollten, wenn es beim Sieg des ESVK bleiben sollte. So kam es dann auch. Die Joker standen stabil in der Defensive und auch ein weiteres Powerplay der Wetterauer in der 50. Minute sollte daran nichts mehr ändern. Spätestens beim heute sehr starken Daniel Fießinger war für die Nauheimer, die ihr Glück durchaus immer wieder in der Offensive versuchten und auch viele Schüsse hatten, aber Endstation. So ging die Partie des 52. Spieltags am Ende durchaus verdient mit 4:1 an die Wertachstädter, die in den Play-Downs nun auf den EHC Freiburg treffen.
von links nach rechts: Christian Rager, Assistenz der Geschäftsführung, Geschäftsführerin Claudia Rager-Frey, Stephanie Schuhknecht, MdL, Bürgermeister Oliver Schill, Sabine Eichinger (vorne). Foto: Luca Gaurieder
Schill kritisiert drohenden Wegzug von Kaufbeurer Vorzeigeunternehmen. Stellungnahme von Oberbürgermeister Stefan Bosse
Barrierefreiheit ist mehr als nur ein Schlagwort. Sie entscheidet darüber, ob Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können oder in den eigenen vier Wänden isoliert werden. Barrierefreie Übergänge ohne Stolperfallen stand daher im Mittelpunkt eines Unternehmensbesuchs der Grünen beim Kaufbeurer Traditionsunternehmen ALUMAT-Frey GmbH. Zweiter Bürgermeister und Oberbürgermeisterkandidat Oliver Schill informierte sich gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Stephanie Schuhknecht und Stadtratskandidatin Sabine Eichinger über innovative Lösungen für schwellenlose Türsysteme.
Zwei Zentimeter als „Gefängnismauer“
Für Sabine Eichinger, die für den Stadtrat kandidiert und selbst Rollstuhlfahrerin ist, ist das Thema eine Herzensangelegenheit. „Das Bild, dass eine Rollstuhlfahrerin eine zwei Zentimeter hohe Schwelle problemlos überwinden kann, ist schlichtweg falsch“, betont Eichinger. „In der Regel ist man auf Hilfe angewiesen. Solche Schwellen an Balkon- oder Terrassentüren machen eine Wohnung für Betroffene zum Gefängnis.“
Ein „Hidden Champion“ aus der Nachbarschaft
Wie das technisch geht, zeigt der „Hidden Champion“ ALUMAT seit über 30 Jahren. Während bei Außentüren bislang Schwellen von mindestens zwei Zentimetern als Standard gelten, setzt das Unternehmen auf schwellenlose Magnet-Doppeldichtungen. „Es gibt im Neubau keine technischen Gründe mehr, an zwei Zentimetern festzuhalten“, betonte Geschäftsführerin Claudia Rager-Frey. „Da die Technik auch im Bestand funktioniert, ließen sich Stolperfallen fast überall beseitigen.“
Politischer Handlungsbedarf in Bayern
Auch Stephanie Schuhknecht sieht politischen Handlungsbedarf. In Bayern könne Wohnraum bislang noch als barrierefrei gelten, selbst wenn Balkon oder Terrasse nur über eine bis zu 15 Zentimeter-Schwelle erreichbar seien. „Wenn in den meisten anderen Bundesländern längst menschenfreundlichere Regelungen gelten, darf Bayern hier nicht hintenanstehen. Das darf einem eben nicht ‚Wurst‘ sein!“, so die Abgeordnete.
Kaufbeuren als Vorbild
Oliver Schill sieht die Stadt Kaufbeuren in der Pflicht, hier voranzugehen. Für ihn ist der Besuch bei ALUMAT ein klares Signal für seine Ziele als möglicher Chef im Rathaus: „Wir müssen weg von Scheinlösungen, die den Betroffenen im Alltag nicht helfen. Ich will, dass Kaufbeuren unter meiner Führung zum Vorbild wird. In allen städtischen Gebäuden und bei Projekten, die wir fördern, muss echte Barrierefreiheit zum Standard werden.“ Mit innovativer Technik aus der eigenen Stadt, so der Tenor des Besuchs, ließen sich Stolperfallen für Rollstuhlfahrer und Familien mit Kinderwagen gleichermaßen beseitigen.
Politischer Paukenschlag: Abwanderung wegen Platzmangel
Am Rande des Besuchs wurde jedoch eine Entwicklung bekannt, die Bürgermeister Oliver Schill sichtlich irritierte: Das expandierende Unternehmen ALUMAT plant, den Standort Kaufbeuren zu verlassen. Hintergrund ist der wachsende Flächenbedarf. Nach Angaben des Unternehmens bemüht sich ALUMAT seit circa sechs Jahren um den Erwerb eines geeigneten Grundstücks. „Bis heute haben wir keine verbindliche Zusage und damit keine Planungssicherheit“, erklärte die Geschäftsführung. Oliver Schill zeigt sich über diese Entwicklung und die Informationspolitik der Verwaltung unter Oberbürgermeister Stefan Bosse fassungslos: „Dass ich erst durch den Zufall eines Unternehmensbesuchs vom drohenden Wegzug eines solchen Vorzeigeunternehmens erfahre, ist unverständlich. Es kann nicht sein, dass die Verwaltung den Stadtrat über einen so bedeutsamen wirtschaftspolitischen Vorgang im Unklaren lässt.“
Besonders kritisch sieht Schill die Vergabe von Flächen im angrenzenden Gewerbegebiet „Im Hart“, das der Stadtrat neu auf den Weg gebracht hat. „Dass hier tatenlos zugeschaut wird, wie ein Hidden Champion unsere Stadt verlassen möchte, während direkt nebenan neue Flächen entstehen, wäre mit mir als Oberbürgermeister nicht passiert“, stellt Schill klar. Unter seiner Führung müsse die Wirtschaftsförderung zur Chefsache werden, um innovative Betriebe und Arbeitsplätze langfristig in Kaufbeuren zu halten.
Verantwortlich: Grüne Stadtverband Kaufbeuren, vertreten durch Elitsa Stambolova und Maren Levin, 87600 Kaufbeuren. Der Beitrag wurde von den genannten Verantwortlichen zur Veröffentlichung bereitgestellt. Für den Inhalt sind ausschließlich die genannten Verantwortlichen verantwortlich.
Keine Punkt an diesem Wochenende. Der Abstand zum 11. der Tabelle Freiburg beträgt vor dem letzten Hauptrundenwochenende 19 Punkte
Spieltag der DEL2-Saison 2025/2026, und für den ESVK ging es am Sonntagabend nach Niederbayern. Dort stand das ewig junge Derby gegen den EV Landshut auf dem Programm. Cheftrainer Leif Carlsson konnte dabei nach langer Verletzungspause wieder auf Dartagnan Joly zurückgreifen, der neben Tyson McLellan und Travis Turnbull in der ersten Sturmformation auf dem Eis stand. Zudem konnte Förderlizenzspieler Nikolaus Heigl heute sein 20. Pflichtspiel für den ESVK absolvieren, was es ihm nun ermöglicht, auch in den Playdowns für die Joker aufzulaufen. Verletzungsbedingt fehlten weiterhin Yannik Burghart, Brent Readeke, Joe Cassetti und Henri Kanninen. Krankheitsbedingt waren Sami Blomqvist und Max Hadraschek nicht im Kader. Im Tor stand Rihards Babulis.
Es entwickelte sich von Beginn an eine sehr intensive Partie. Beide Mannschaften zeigten dabei eine hohe Laufbereitschaft, und so gab es zahlreiche Torchancen auf beiden Seiten, wobei die Hausherren einen größeren Anteil davon hatten. Die Joker gingen in der vierten Minute durch Tyson McLellan mit 0:1 in Führung. Der Kaufbeurer Top-Scorer wurde von John Rogl mit einem schönen Pass auf die Reise geschickt und verwandelte vor Jonas Langmann mit der Rückhand. Direkt nach dem ersten Treffer der Partie musste ESVK-Torhüter Rihards Babulis zweimal in höchster Not gegen Tor Immo und Trevor Gooch retten. Ein erstes Powerplay des EVL konnten die Joker kurze Zeit später gut verteidigen, das immerhin mit rund 28 Prozent Erfolgsquote das beste der ganzen Liga ist. Auch nach dem Powerplay waren die Niederbayern weiter am Drücker und kamen immer wieder zu guten Abschlüssen. Rund um die 13. Minute wurde das Spiel wieder etwas ausgeglichener, und auch der ESVK war in der Offensive präsenter, was sich in guten Chancen unter anderem durch Max Oswald und Dartagnan Joly zeigte. Sekunden vor der Pausensirene hatte dann Dietz noch eine große Chance, aber auch hier war Rihards Babulis zur Stelle und sicherte die Scheibe. So ging es mit dem Spielstand von 0:1 zum ersten Pausentee.
Das zweite Drittel war dann eher in der Hand der Niederbayern. Die Joker standen von Beginn an unter Druck, und der EVL hatte in den ersten Minuten des zweiten Drittels gleich zwei gute Chancen, das Spiel schnell auszugleichen. Rihards Babulis war jedoch hellwach und rettete seiner Mannschaft die Führung. Ein erstes eigenes Powerplay war dann sehr zerfahren; trotzdem sprang noch eine gute Schusschance für Travis Turnbull heraus. Die Partie wurde zunehmend härter und nickliger, und nach einem späten Check von Tor Immo verlor der ESVK seinen Kapitän Bernhard Ebner, der verletzungsbedingt in die Kabine musste. Warum die Schiedsrichter in dieser Situation keine Strafe anzeigten oder den Videobeweis nutzten, bleibt wohl deren Geheimnis. Direkt aus dem Bully nach der Verletzungsunterbrechung zeigten die Schiedsrichter dann eine Strafe gegen die Joker an, und das beste Powerplay der Liga bewies, warum es diesen Namen verdient. David Stieler konnte in der 32. Minute einen Nachschuss zum 1:1-Ausgleichstreffer im Tor des ESVK unterbringen. Dem nicht genug, setzten die Niederbayern gleich noch einen drauf. Nach einem Fehlpass der Allgäuer in der eigenen Zone bedankte sich Tobias Lindberg und stellte sich frei vor Rihards Babulis, um den Spielstand binnen 39 Sekunden auf 2:1 zu ändern. In der Folge ließen sich die Kaufbeurer wieder zu einigen Undiszipliniertheiten hinreißen. Dadurch kamen die Landshuter zu einem weiteren Powerplay. Hier hatten die Joker mehrfach Glück und einen starken Rihards Babulis im Rücken, sodass der EVL nicht zu einem weiteren Treffer kam. So ging es dank des Landshuter Doppelschlags mit dem Spielstand von 2:1 zum zweiten Pausentee.
Der Schlussabschnitt ähnelte dem zweiten. Die Landshuter waren das bessere Team, und der ESVK versuchte, den Niederbayern mit viel Kampf und Einsatz entgegenzuwirken. Die Hausherren konnten jedoch nach einem Scheibenverlust der Joker in der Neutralen Zone zu einem schnellen Konter ansetzen, den Trevor Gooch in der 45. Minute mit seinem platzierten Schuss zum Spielstand von 3:1 vollendete.
Das Spiel beruhigte sich nach diesem Treffer etwas, und die Joker kamen auch wieder zu dem ein oder anderen guten Angriff. Insgesamt merkte man der Mannschaft jedoch das Fehlen des einen oder anderen Schlüsselspielers an. Fünf Minuten vor dem Ende markierte Vincent Schlenker seinen ersten Treffer im Trikot des ESVK, und bei den Allgäuern keimte nochmals Hoffnung auf, das Spiel vielleicht doch noch drehen zu können. Leider wurde diese Hoffnung schnell im Keim erstickt. Erneut war ein Scheibenverlust in der Neutralen Zone für einen Gegentreffer verantwortlich. Die daraus resultierende Zwei-auf-eins-Situation nutzte Tor Immo mit einem Direktschuss zum Spielstand von 4:2. Eine Minute später, als die Joker mit dem sechsten Feldspieler agierten, stellte Tobias Lindberg mit seinem Treffer ins leere Tor den Endstand von 5:2 her.
Über 2.500 Zuschauer in der Arena honorierten immer wieder den großen Einsatz der Joker
Am 49. Spieltag war mit den Krefeld Pinguinen der aktuell DEL2 Ligaprimus in der energie schwaben arena zu Gast. ESVK-Cheftrainer Leif Carlsson konnte sich dabei über die Rückkehr von Max Oswald und Jere Laaksonen in den Spieltagskader freuen. Der Schwede musste jedoch neben den bereits verletzten Spielern Henri Kanninen, Dartagnan Joly, Joe Cassetti, Yannik Burghart und Brent Raedeke kurzfristig auch auf Max Hadraschek verzichten, der sich am Spieltag krank abmeldete. Sami Blomqvist fehlte ebenfalls weiterhin krankheitsbedingt. Im Tor stand Daniel Fießinger.
Die Krefelder machten in den ersten Minuten viel Druck und zeigten den Zuschauern in der energie schwaben arena eindrucksvoll, wer der aktuelle Tabellenprimus in der DEL2 ist. Die Joker hielten jedoch mit viel Kampf und Einsatzwillen dagegen, was die Fans in der Arena lautstark honorierten. Nach dem ersten Chancenfeuerwerk der Pinguine kamen die Kaufbeurer dann auch in der Offensive zu Torabschlüssen; sogar ein Powerplay nach achtMinuten war gefährlich und hätte den ESVK in Führung bringen können. Nach dem Überzahlspiel der Hausherren wurde das Spiel ausgeglichener, bis die Krefelder in den letzten zwei Minuten nochmals zu einer Druckphase ansetzten. Schlussendlich ging es jedoch ohne einen ersten Treffer zum Pausentee der Partie.
Das zweite Drittel ähnelte dem ersten Abschnitt, auch wenn der KEV nicht mehr ganz so viele große Chancen verzeichnen konnte wie zu Beginn der Partie. Die Krefelder machten auf jeden Fall weiter viel Dampf und kamen mit ihrem schnellen und präzisen Passspiel immer wieder schnell in die Defensive-Zone des ESVK. Die Wertachstädter stemmten sich jedoch als geschlossene Einheit vehement dagegen. Zudem hatten die Joker mit Daniel Fießinger einen sehr starken Rückhalt im Kasten, der mehrfach in allerhöchster Not stark parierte und auch ein Powerplay (26. Minute) des Tabellenführers ohne Gegentreffer überstand. In der Offensive wurde es aus Sicht der Allgäuer immer wieder gefährlich, vor allem dann, wenn der sehr agile Vadim Schreiner die Krefelder Defensive zusammen mit seinen Reihenkollegen ärgerte. Da weiterhin keine Treffer erzielt wurden, ging es mit dem Spielstand von 0:0 zum zweiten Pausentee.
Viele Tore sollten im Schlussabschnitt nicht mehr fallen. Die Gäste waren weiterhin das spielerisch bessere Team und bissen sich an den leidenschaftlich agierenden Kaufbeurern lange die Zähne aus. Ein schneller Angriff in der 48. Minute sollte das Spiel dann zugunsten des Tabellenführers entscheiden. Torschütze war dabei Matthew Santos, der frei vor Daniel Fießinger die Scheibe direkt zum 0:1 im Netz unterbrachte. Die Joker versuchten nochmals alles, um in die Partie zurückzukommen, aber man merkte besonders in der Offensive, dass einfach zu viele Spieler nicht dabei waren, um mehr Druck aufbauen zu können. Am Einsatz und Kampfeswillen scheiterte es auf jeden Fall nicht, was auch die über 2.500 Zuschauer in der Arena immer wieder honorierten.
Schlussendlich war es erneut Matthew Santos, der das Spiel für seine Farben entscheiden konnte. Die Joker agierten bereits mit dem sechsten Feldspieler, als der Top-Torjäger des KEV die Gunst der Stunde nutzte und nach einem abgefangenen Pass der Joker die Scheibe im leeren ESVK-Tor zum 0:2-Endstand unterbrachte.
Oliver Schill (Oberbürgermeisterkandidat der Grünen) sowie Bettina Aernecke-Rottach (Leiterin des Heinzelmannstift Kaufbeuren) und Michael Feistl (1. Vorsitzender des Hospizverein Kaufbeuren-Ostallgäu e.V.) im Gespräch über die Zukunft der Pflege in Kaufbeuren
Unter dem Titel „Pflege im Fokus“ hatte Bürgermeister und Oberbürgermeisterkandidat Oliver Schill ins „Grüne Wohnzimmer“ eingeladen. Gemeinsam mit Bettina Aernecke-Rottach, Leiterin des Heinzelmannstift Kaufbeuren, und Michael Feistl vom Hospizverein Kaufbeuren-Ostallgäu diskutierte er über die Zukunft der Pflege in Kaufbeuren.
Deutlich wurde: Die Herausforderungen sind groß. Zwar entstehen durch die Erweiterung der Hospitalstiftung im Gartenweg 15 neue Pflegeplätze, das ist ein wichtiger Schritt. Doch insbesondere bei der Kurzzeitpflege bleibt die Lage angespannt. Die Hospitalstiftung stellt drei feste Kurzzeitpflegeplätze zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es lediglich so genannte eingestreute Kurzzeitpflegeplätze. Diese Plätze werden quasi aus regulären Heimplätzen „abgezwackt“. Sie sind folglich nicht fix buchbar. Für Angehörige bedeutet das Unsicherheit und schwierige Planbarkeit.
Für Schill ist klar: „Pflege darf nicht zur Privatsache einzelner Familien werden. Sie ist Teil unserer kommunalen Daseinsvorsorge.“ Sein zentrales Anliegen ist deshalb der Aufbau einer starken Beratungs- und Lotsenstelle. Diese soll Pflegebedürftige und Angehörige durch das komplexe System aus Anträgen, Leistungen und Einrichtungen begleiten – niedrigschwellig, persönlich und verbindlich.
Vorbild ist für ihn der Landkreis Ostallgäu, wo Pflegelotsen Familien sogar zuhause beraten und konkret unterstützen. „Ein solches Angebot brauchen wir auch in Kaufbeuren“, so Schill. Ergänzend setzt er sich für vertraglich gesicherte Kurzzeitpflege-Kontingente, den Ausbau ambulanter und tagespflegerischer Angebote sowie eine Stärkung der Pflegeausbildung ein.
Sein Versprechen: „Niemand soll in Kaufbeuren daran scheitern, dass Pflege gebraucht wird, aber kein Platz zu finden ist.“
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Wahlwerbung zur Kommunalwahl 2026
Dieser Beitrag ist Wahlwerbung.
Verantwortlich: Grüne Stadtverband Kaufbeuren, vertreten durch Elitsa Stambolova und Maren Levin, 87600 Kaufbeuren. Der Beitrag wurde von den genannten Verantwortlichen zur Veröffentlichung bereitgestellt. Für den Inhalt sind ausschließlich die genannten Verantwortlichen verantwortlich.
Am Montagmittag ist es in einem Industriebetrieb am Schneekoppenweg in Neugablonz zu einem Brand gekommen. Gegen 13.08 Uhr wurden die Feuerwehren aus Kaufbeuren, Germaringen und Pforzen alarmiert.
Feuer im Blockheizkraftwerk löst starke Rauchentwicklung aus
Auslöser der starken Rauchentwicklung war ein Feuer in einem Blockheizkraftwerk innerhalb des Betriebs. Die Einsatzkräfte konnten den Brand zügig unter Kontrolle bringen und löschen. Im Anschluss wurde das betroffene Gebäude sowie eine angrenzende Produktionshalle mit mehreren Drucklüftern entraucht. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehren konnte ein Übergreifen der Flammen auf weitere Hallen verhindert werden.
Mehrere Mitarbeiter verletzt
Insgesamt sechs Mitarbeiter erlitten nach ersten Angaben eine mögliche Rauchgasintoxikation. Zwei von ihnen wurden vorsorglich in ein Klinikum gebracht. Zur Schwere der Verletzungen lagen zunächst keine weiteren Informationen vor.
Umfangreicher Einsatz mit 54 Kräften
Der Einsatz dauerte 1 Stunde und 52 Minuten. Insgesamt waren 54 Einsatzkräfte vor Ort. Beteiligt waren mehrere Löschfahrzeuge, Drehleitern, ein Einsatzleitwagen sowie weitere Spezialfahrzeuge der alarmierten Feuerwehren.
(v. l.) Moritz Stigler (Vorstandsmitglied VR Bank), Klaus Prestele (Geschäftsführer Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren), Martin Snatschke (Vermögensbetreuer Privatkunden VR Bank) und Markus Mayer (DZ Bank. Foto: VR Bank Augsburg-Ostallgäu eG
Moritz Stigler, Vorstand der VR Bank: „Ich bin begeistert vom großen Erfolg der Aktion. Investieren und dabei auch an andere denken, ist durch und durch genossenschaftlich.“
Erneut hat das karitative Private-Label-Zertifikat, das die VR Bank Augsburg-Ostallgäu gemeinsam mit der DZ Bank Ende 2025 aufgelegt hat, für große Nachfrage bei den Kundinnen und Kunden gesorgt. Innerhalb weniger Tage wurde die Zeichnungssumme von rund 3 Millionen Euro erreicht und hat für strahlende Gesichter und große Dankbarkeit bei zwei Lebenshilfe-Ortsvereinen gesorgt.
Seit dem Jahr 2023 legt die VR Bank Augsburg-Ostallgäu zusammen mit der DZ Bank jährlich ein karitatives Private-Label-Zertifikat auf. Das bisherige Gesamtvolumen dieses Zertifikats wurde im dritten Jahr aufgrund der großen Nachfrage von zunächst 1 Million Euro auf 3 Millionen Euro angehoben. Das Besondere an diesem Zertifikat: Pro 1.000 Euro, die Anlegerinnen und Anleger in das Zertifikat investieren, kommen 5 Euro gemeinnützigen Einrichtungen im Geschäftsgebiet der VR Bank zugute. Dabei verzichten die Banken auf einen Teil ihrer Vertriebsprovision. Bei der Neuauflage des Zertifikats wurden diesmal die Lebenshilfen Augsburg und Ostallgäu-Kaufbeuren ausgewählt, die sich nun über eine Gesamtunterstützung von 14.900 Euro freuen können.
Moritz Stigler, Vorstand der VR Bank, freut sich über die große Resonanz, die das karitative Zertifikat ausgelöst hat: „Ich bin begeistert vom großen Erfolg der Aktion. Investieren und dabei auch an andere denken, ist durch und durch genossenschaftlich,“ so Stigler. Sein Vorstandskollege Heinrich Stumpf fügt hinzu: „Wir beobachten bei unseren Kundinnen und Kunden ein ausgeprägtes Interesse an dieser Anlagemöglichkeit. Es ist schön zu sehen, dass damit erneut ein gemeinsamer Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Region geleistet werden konnte.“
Da die Lebenshilfe-Ortsvereine seit vielen Jahren wichtige Hilfsangebote für Menschen mit Behinderung und ihre Familien bereitstellen und damit einen wesentlichen Beitrag zur sozialen Infrastruktur in der Region leisten, war die Entscheidung schnell gefallen, die Fördersumme zu gleichen Teilen an beide Organisationen aufzuteilen.
Für welche Projekte die Lebenshilfen die Beiträge aus dem karitativen Zertifikat einsetzen, steht bereits fest. „Mit einem neuen Kinderhaus soll im September 2026 auf dem Mehrgenerationencampus Kleeblatt im Kaufbeurer Ortsteil Neugablonz ein Ort entstehen, an dem Kinder mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam aufwachsen können. Die Unterstützung hilft uns konkret dabei, Räume, Materialien und Strukturen zu gestalten, in denen Vielfalt gelebt und Teilhabe möglich wird. Dafür danke ich Ihnen von Herzen“, so Klaus Prestele, Geschäftsführer der Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren.
Auch Florian Vogg, Vorstand der Lebenshilfe Augsburg, bedankte sich herzlich für die Unterstützung und betonte: „Förderungen wie diese helfen uns dabei, bewährte Angebote abzusichern und dort weiterzuentwickeln, wo zusätzliche Spielräume notwendig sind. Sie ergänzen die öffentliche Finanzierung sinnvoll und ermöglichen es uns, weiterhin passgenau auf die Bedürfnisse der Menschen einzugehen, die wir begleiten. Die Brunnenschule Königsbrunn – ein privates Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung – profitiert unmittelbar davon.“
Die Aktion verdeutlicht, wie durch partnerschaftliches Engagement von Wirtschaft, Kundschaft und sozialen Organisationen Verantwortung geteilt und soziale Teilhabe vor Ort nachhaltig gestärkt werden kann. So flossen in den Vorjahren die Förderbeiträge des Zertifikats an die DLRG im Bezirk Schwaben sowie an die Tafeln in Aichach und in Füssen.
Die Vorstandschaft der Wasserwacht Ortsgruppen Kaufbeuren und Neugablonz gemeinsam mit den Wasserwacht-Jubilaren bei der Jahreshauptversammlung 2026. Von links: Stefan Busch, Christian Poth, Charlotte Kiefer, Malte Rainer , Robert Reinold, Stephanie Horn, Elmar Gailhofer, Florian Lautenbacher, Dieter Horn, Ines Lautenbacher, Sabine Melchior, Björn Melchior, Christian Leonhart, Andreas Gmeindner und Thomas Hofmann. Foto: Claus Tenambergen
Tätigkeitsberichte und Ehrung langjähriger Mitglieder
Elmar Gailhofer, Vorsitzender der Ortsgruppe Kaufbeuren, blickte in seinem Bericht auf das vergangene Vereinsjahr zurück. Insgesamt leisteten die Wasserretter rund 475 Wachstunden in den städtischen Freibädern, am Bärensee sowie am Oggenrieder Weiher. Erfreulich sei die Qualifikation von Christian Leonhart zum Rettungstaucher, der nun die SEG Kaufbeuren unterstützt. Die Einsatzbereitschaft der Wasserwacht wird durch regelmäßige Übungsabende sichergestellt. Besonders positiv bewertete Gailhofer, dass das vergangene Jahr ohne eine einzige SEG-Einsatzalarmierung verlief: „Kein Einsatz ist ein gutes Jahr.“ Erneut wurden die bewährten Schulschwimmkurse für die Sophie-La-Roche-Realschule sowie die Wirtschaftsschule Frenzel sowie ein Rettungsschwimmerkurs für externe Jugendleiter durchgeführt.
Dieter Horn, Vorsitzender der Ortsgruppe Neugablonz, dankte der Stadt für die Finanzierung der Hallenbad-Sanierung. Er hob außerdem die Zusammenarbeit mit der Wasserwacht Marktoberdorf hervor. „Gemeinsame Übungen stärken nicht nur die Einsatzfähigkeit, sondern auch das gegenseitige Kennenlernen.“
Den Bericht über die Jugendarbeit präsentierten Ines Lautenbacher und Johanna Roth mit eindrucksvollen Bildern. „Man kann nur jedes Jahr staunen, wie viel Kreativität und Engagement das Gruppenleiterteam investiert, um den Wasserwacht-Nachwuchs nun schon im dritten Jahr ohne Hallenbad bei der Stange zu halten,“ zeigten sich Gailhofer und Horn beeindruckt:
Technische Leiterin Charlotte Kiefer zog eine positive Bilanz ihres ersten Jahres im Amt. Dank der guten Unterstützung durch ihren Vorgänger Gert Weinert gelang ein sanfter Einstieg. Schwerpunkte waren die Einführung einer einheitlichen digitalen Verwaltung sowie einer sicheren digitalen Zwei-Wege-Personenalarmierung über das Tetra-Pager-System.
In seinem Grußwort machte Oberbürgermeister Bosse Hoffnung auf eine Eröffnung des Hallenbades im Herbst 2026. BRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Hofmann sowie Andreas Gmeindner von der Kreiswasserwacht lobten den starken Zusammenhalt der beiden Ortsgruppen und die hervorragende Jugendarbeit. Das sei ohne Hallenbad kein Selbstläufer. Ihr Wunsch für das neue Jahr: „Kommt immer wohlbehalten von euren Einsätzen zurück.“
Zum Abschluss der Versammlung wurden zahlreiche Mitglieder für ihre langjährige Vereinszugehörigkeit geehrt: Christian Leonhart (5 Jahre), Stephanie und Dieter Horn (10 Jahre), Sabine Melchior (25 Jahre), Björn Melchior und Robert Reinold (jeweils 30 Jahre), Stefan Busch (35 Jahre), Christian Poth (40 Jahre), Elke Gromer-Gailhofer (45 Jahre) sowie Elmar Gailhofer für 50 Jahre Treue zur Wasserwacht.
Donnerstag 19.02.2026 um 19:00 Uhr im Seminarraum des Weltladens. Anmeldung erbeten
Die fortschreitende Klimakrise bedroht Menschen weltweit – besonders stark im Globalen Süden. Extreme Wetterereignisse, längere Trockenzeiten und veränderte Regenzyklen treffen vor allem die Landwirtschaft. Für viele Kleinproduzent*innen geht es dabei um ihre Existenzgrundlage. Gerade in Ländern, die besonders von klimabedingten Schäden betroffen sind, brauchen Erzeuger*innen gezielte Unterstützung. Hier setzt der Faire Handel an.
Wie der Faire Handel unterstützen kann
Der Faire Handel stärkt Kleinproduzent*innen durch verlässliche Handelsbeziehungen und faire Preise. Zusätzliche Prämien ermöglichen Investitionen in nachhaltige Anbaumethoden und gemeinschaftliche Projekte. So können Strukturen aufgebaut werden, die widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels sind. Klimagerechtigkeit bedeutet in diesem Zusammenhang auch, Verantwortung entlang globaler Lieferketten zu übernehmen.
Einladung zum Vortrag
Wie diese Unterstützung konkret aussieht und welchen Beitrag Verbraucher*innen leisten können, ist Thema eines Vortrags im Weltladen Kaufbeuren:
„Klimagerechtigkeit – der Faire Handel ein verlässlicher Partner“
📅 Donnerstag, 19. Februar 2026 🕖 19:00 Uhr 📍 im Seminarraum des Weltladens Kaufbeuren
Die gedruckten Fahrplanhefte sind ab dem 18. Februar 2026 im Service Zentrum Verkehr am Plärrer in Kaufbeuren gegen eine Schutzgebühr in Höhe von 50 Cent erhältlich.
Bereits seit Sommer 2025 gibt es mit der optimierten Linie 9 stündlich eine zusätzliche Verbindung zwischen Neugablonz und dem Bahnhof. Durch den Fahrtverlauf via Innovapark und Gewerbepark Kaufbeuren ist damit auch eine attraktive Verbindung für Pendler entstanden. Im neuen Fahrplanheft liegt der Fahrplan dieser Linie erstmals im Druck vor.
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In den kommenden Monaten bietet Thalia Kaufbeuren ein abwechslungsreiches Programm für Literaturfreunde: Drei Autor*innen präsentieren ihre neuesten Werke – und geben dabei intime Einblicke in ihre Geschichten. Ob Krimi, Lebenshilfe oder Reiselust – jede Lesung verspricht besondere Begegnungen zwischen Publikum und Buch. Alle Lesungen finden bei Thalia Kaufbeuren, Salzmarkt 14, 87600 Kaufbeuren statt.
Drei Termine, drei Bücher, drei Blickwinkel auf das Leben
26. Februar: Stephan Meier – „Riviera Express Bd. 4: Der Traum von Grimaldi“
Am 26. Februar um 19:30 Uhr nimmt Stephan Meier seine Zuhörer mit an die ligurische Küste. In seinem vierten Krimi rund um Commissario Gallo wird der Ermittler mit dem Tod eines alten Freundes konfrontiert – ein Fall, der persönlicher kaum sein könnte. Mediterrane Köstlichkeiten begleiten die spannungsgeladene Lesung in stimmungsvoller Atmosphäre. Eintritt: 13 Euro. Weitere Informationen in der Buchhandlung und unter thalia.de/veranstaltungen
Krisen machen keine Termine. Sie platzen rein und stellen alles auf den Kopf. Zwischen To-do-Listen, Familienchaos und Termindruck: Wann war deine letzte echte Pause? Am 26. März um 19:30 Uhr liest Christine Thiele aus ihrem Buch „Mal eben leben – Trotz Krise“. In zwölf kleinen Kapiteln – ihren „Kaffeepausen“ – vermittelt die Autorin alltagsnahe Impulse für mentale Gesundheit. Besonders in stressigen Phasen lädt das Buch dazu ein, innezuhalten und Kraft zu schöpfen. Die Lesung verspricht eine Mischung aus Inspiration, Humor und ehrlicher Lebensrealität. Eintritt 10 Euro. Weitere Informationen in der Buchhandlung und unter thalia.de/veranstaltungen
28. Mai: Franz Xaver Gernstl – „Glück gehabt! Über das Unterwegssein“
Der TV-bekannte Autor Franz Xaver Gernstl ist am 28. Mai in Kaufbeuren zu Gast. In seiner Lesung spricht er über 42 Jahre Reisen und Begegnungen: Von Irland bis Jesolo, vom Gardasee bis nach Los Angeles. In seinem Buch „Glück gehabt!“ feiert er die kleinen Zufälle des Lebens – stets mit einem offenen Blick für das Wesentliche. Eintritt 12 Euro. Weitere Informationen in der Buchhandlung und unter thalia.de/veranstaltungen
Veranstaltungsort & Tickets
Alle Lesungen finden bei Thalia Kaufbeuren, Salzmarkt 14, 87600 Kaufbeuren statt. Weitere Informationen in der Buchhandlung und unter thalia.de/veranstaltungen. Eine frühzeitige Platzreservierung wird empfohlen.
Die Podcasts zur Kommunalwahl am 08. März 2026 in Kaufbeuren
Am 08. März 2026 ist Kommunalwahl in Kaufbeuren. In diesem Podcast-Format „Klar.Text – Kaufbeuren wählt seinen OB“ spricht Claus Tenambergen mit allen Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Kaufbeuren: Stefan Bosse (Oberbürgermeister, CSU), Pascal Lechler (Stadtrat, SPD), Oliver Schill (2. Bürgermeister, Stadtrat, Grüne), Alexander Uhrle (Stadtrat, Kaufbeurer Initiative). Alle vier Gespräche (veröffentlicht in einzelnen Podcast-Ausgaben) folgten dem exakt gleichen Aufbau, denselben Themen und denselben Fragen. Kein Kandidat wusste vorab, was gefragt wird. Alle Podcasts wurden im engen zeitlichen Umfeld aufgezeichnet und zeitgleich veröffentlicht – damit sich niemand an Aussagen der Mitbewerber orientieren konnte. Ziel dieses Podcast ist es, verständliche Positionen und konkrete Ideen der Kandidaten zu erhalten, die den Wählerinnen und Wählern ein klares Bild vermitteln sollen.
Themen
Kandidatencheck & öffentliche Wahrnehmung – Rückblick auf den AZ-Kandidatencheck – Kritik an Kuschelkurs, fehlenden Kontroversen und klaren Profilen
Rückschau auf die letzten 6 Jahre – Bewertung der Stadtentwicklung – Eigene Rolle, Erfolge, Fehler und Versäumnisse
Persönlichkeit & Führungsverständnis – Rolle, Verantwortung und Einfluss des Oberbürgermeisters – Abgrenzung zu den Mitbewerbern – Persönliche Schwerpunkte im Wahlkampf
6:4 Sieg im Derby: ist das die ersehnte Wende zum Aufwärtstrend?
Zum 44. Spieltag empfing der ESV Kaufbeuren den EV Landshut in der energie schwaben arena. Verletzungsbedingt fehlten Chef-Trainer Leif Carlsson am Dienstagabend Jere Laaksonen (Day to Day), Yannik Burghart, John Rogl, Jonny Tychonick, Joe Cassetti, Henri Kanninen und Dartagnan Joly. Dazu mussten auch Vincent Schlenker, Daniel Fießinger sowie kurzfristig auch noch Sami Blomqvist krankheitsbedingt passen. Florian Reinwald fehlte aufgrund der Rückreise vom der U19 Nationalmannschaft. Im Tor Stand Cody Porter.
Die Joker mussten dann auch sofort in der Partie einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Alexander Dersch konnte bereits nach wenigen Sekunden mit dem ersten Landshuter Torschuss den Spielstand auf 0:1 stellen. Aus der Halbposition überraschte er Cody Porter mit einem etwas verdeckten Schuss. Die Joker hielten jedoch gut dagegen und ließen sich vom frühen Gegentreffer nicht beindrucken. Ein erstes Powerplay nach vier Minuten nutzten die Wertachstädter durch Brent Radeke zum 1:1-Ausgleichstreffer. Der Deutsch-Kanadier wurde von Max Oswald freigespielt und traf mit einem trockenen Handgelenkschuss durch die Beine von Jonas Langmann. Der ESVK konnte dann sogar in Führung gehen. Fabian Koziol, der kurzfristig für den ausgefallenen Sami Blomqvist in den Sturm rückte, überlistete Jonas Langmann mit einem Schuss aus spitzem Winkel und stellte den Spielstand somit auf 2:1 für seine Farben. Dem nicht genug, setzten die Joker noch einen oben drauf. Nikolaus Heigl traf nach schöner Vorarbeit von Philipp Krening aus kurzer Entfernung mit einem Tip-in zum 3:1 für die Allgäuer. In der Folge hatte der ESVK die Niederbayern gut im Griff, pennte dann aber in der 16. Minute, und Trevor Gooch konnte mit einem Alleingang auf 3:2 verkürzen. Im Anschluss war die Partie etwas wild. Zuerst lieferten sich Rio Kaiser und Jakob Mayenschein einen Fight, den der Kaufbeurer für sich entscheiden konnte. Nur wenige Augenblicke später mussten nochmals je ein Joker (Tyson McLellan) und ein Landshuter (Tor Immo) auf die Strafbank, was jedoch noch nicht das Ende der Strafenflut bedeutete. Dies wurde dann mit einer weiteren Strafe gegen den ESVK in Person von Klausi Heigl eingeläutet. Das anschließende Powerplay der Niederbayern konnten die Kaufbeurer mit etwas Glück und einem starken Cody Porter jedoch verteidigen, und so ging es mit dem Spielstand von 3:2 auch zum ersten Pausentee.
Die Nickligkeiten und viele Strafen sollten im zweiten Drittel immer wieder ein Thema sein. Nachdem sich Alexander Dersch in der 24. Minute zu zwei Fouls in Folge hinreißen ließ, konnten die Joker vier Minuten am Stück im Powerplay agieren und nutzten dies auch aus. Max Oswald erhöhte den Spielstand in der 25. Minute, nach Vorarbeit von Brent Radeke, mit einem Direktschuss in den linken Torwinkel auf 4:2. Im weiteren Überzahlspiel hatten die Allgäuer noch weitere Chancen auf einen fünften Treffer, der jedoch mit einem Mann mehr zunächst nicht gelingen wollte. Kaum waren die Landshuter wieder komplett, lag die Scheibe doch noch zum fünften ESVK-Treffer im Kasten. Tyson McLellan konnte die Scheibe auf kurzer Distanz nach einem Schuss von Alec Zawatsky zum Spielstand von 5:2 im Tor der Niederbayern unterbringen.
Die Bilder zum Spiel
Foto: Benjamin LahrFoto: Benjamin LahrFoto: Benjamin LahrFoto: Benjamin LahrFoto: Benjamin LahrFoto: Benjamin LahrFoto: Benjamin LahrFoto: Benjamin Lahr
In der 30. Minute wanderten dann wieder mehrere Spieler auf die Strafbank: Auf Seiten der Joker Max Oswald und Tyson McLellan, auf Seiten des EVL Seonwoo Park. Somit kamen die Gäste zu ihrem dritten Powerplay an diesem Abend, und auch dieses Mal konnten die Kaufbeurer einen Gegentreffer verhindern. Klausi Heigl hatte kurz nach dem überstandenen Unterzahlspiel die große Chance auf den sechsten Kaufbeurer Treffer liegen gelassen, und auf der Gegenseite markierte Jakob Mayenschein in der 34. Minute den dritten Treffer für die Landshuter und stellte den Spielstand somit auf 5:3. Kurz vor der Pause rettete Cody Porter nach einem Konter des EVL noch mit einer starken Parade und verhinderte so den Anschlusstreffer der Niederbayern. Der ESVK wirkte in den letzten Minuten des zweiten Drittels etwas unsortiert, was vielleicht auch daran lag, dass Max Oswald nach einer Strafe verletzt das Eis verlassen musste und auch Nico Appendino für ein paar Wechsel behandelt wurde und es somit Umstellungen in den Sturm- und Abwehrreihen gab.
Im Schlussabschnitt spielten die Joker die Partie sehr clever zu Ende. Man ließ sich auf keine unnötigen Nickligkeiten mehr ein, blieb von der Strafbank fern und schaute in der Offensive nur vorbei, wenn es kein Risiko gab. Mit der zwei Tore Führung im Nacken war das sicher auch eine gute Idee, vor allem da sich die Joker mit einem Konter in der 44. Minute sogar einen Drei-Tore-Vorsprung erspielten. Philipp Krening schickte dabei Klausi Heigl zusammen mit Vadim Schreiner auf einen Zwei-auf-eins-Konter, und Letzterer traf trocken zum 6:3 über die Schulter von Jonas Langmann hinweg in die Maschen.
Die Landshuter versuchten in den letzten zehn Minuten immer wieder, mit schnellen Angriffen zum Torerfolg zu kommen, wurden dabei jedoch immer ungenauer und verzettelten sich auch zu oft in Einzelaktionen, was den Allgäuern sicher auch zugutekam. Trotz alledem verteidigte die Mannschaft von Trainer Leif Carlsson stark im Verbund und erarbeitete sich von Wechsel zu Wechsel einen möglichen Sieg immer mehr. Zwei Minuten vor dem Ende konnten die Niederbayern den Spielstand nochmals verkürzen. Tobias Lindberg fälschte einen scharfen Pass direkt vor Cody Porter gekonnt zum 6:4 ab und machte das Spiel somit nochmals spannend. Dem ESVK war dieser Sieg jedoch nicht mehr zu nehmen. Auch eine Strafe gegen Brent Raedeke 54 Sekunden vor dem Ende sollte daran nichts mehr ändern. Ein starker Auftritt der Joker, die insgesamt auf zehn Spieler verzichten mussten, aber dank der Hilfe des Kooperationspartners Red Bull München mit einem vollen Lineup auflaufen konnten.
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