Sie schnitten bei den Abschlussprüfungen erfolgreich ab, v.l. Layan Nasli (10Mb), Vanessa Neufeld (9b), Angela Atanasova (9a), Sofia Naumov (10Ma), Daniel Matrenin (9b), Stacy Stahl (9c) mit Rektor Frank Hortig. © Stefan Günter
Bewegende Feierlichkeiten zum Schuljahresende
Zum Ende dieses Schuljahres 2025/26 waren die Feierlichkeiten der Gustav-Leutelt-Schule (GLS) im Kaufbeurer Stadtsaal erneut ein grandioser Höhepunkt. Die Schulleitung um Frank Hortig (Rektor), Anita Bauer (Konrektorin) und Andrea Kügle (Co-Konrektorin) verabschiedete diesmal fünf Klassen.
Die Schule ist ein Geschenk
Diesmal stand das Motto „Unsere Zeit zu glänzen“ im Fokus der Abschlussklassen, wobei Frank Hortig diesen Jahrgang als einen „besonderen“ hervorhob. Für die fünf Klassengemeinschaften sei es ein großer Tag, wobei jeder Absolvent und jede Absolventin für sich Spuren an der GLS hinterlassen habe. Elternbeiratsvorsitzender Stefan Günter erinnerte in seinen kurzen Ausführungen an die enormen Hürden, die dieser Jahrgang zu überwinden hatte. Die Baumaßnahmen an der Schule zwangen sie nämlich, die Räumlichkeiten zu verlassen. Stattdessen wurden sie in der Hüttenstraße oder auch im Gablonzer Haus unterrichtet. „Dass unsere Schule erst viel später wieder bezugsfähig wurde, damit konnte keiner rechnen“, bedankte sich Günter bei den Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern für ihre Geduld und ihr Verständnis. In seinem Grußwort nahm Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse in Bezug auf die Baustelle den Faden auf. „Sorry für die lange Baumaßnahme. Es geht nicht immer alles glatt. Viele haben daraus gelernt, viele haben auch darunter gelitten“, bat das Stadtoberhaupt um Verständnis. Der OB beglückwünschte alle Absolventinnen und Absolventen zu ihrem Abschluss. „In die Schule gehen zu dürfen, ist ein Segen und ein Geschenk. Das ist in vielen Ländern nicht selbstverständlich. Ihr könnt alle stolz sein, auch auf die Zeit in der GLS“, schloss er in den Dank auch die Lehrkräfte mit ein.
Generation Baustelle
In Erinnerung schwelgten Andrea Kügle und Lisa Lang, die Lehrkräfte der 10Ma und 10Mb. Beide Klassen waren nämlich während der Bauphase in der Hüttenstraße am längsten ausgelagert. Die Lehrerinnen sprachen ihren Schülerinnen und Schülern nicht nur ein großes Dankeschön aus, sondern skizzierten die Zeit nach. „Die Räumlichkeiten in der Hüttenstraße hatten ihren besonderen Charme“, sagte Kügle. Alle seien als „Generation Baustelle“ buchstäblich zusammengerückt, ergänzte Lang. Geglänzt haben die Schülerinnen und Schüler bei ihren Abschlussprüfungen und mit einer doch besonderen Weisheit: „Ein Löwe, der noch nicht gebissen hat, ist halt auch nur eine Katze.“ Die Absolventinnen und Absolventen dankten es ihren beiden Lehrkräften mit Applaus und der Tatsache, dass auch sie eine unvergessliche Zeit in der GSL erlebt haben.
„Lebt Eure Träume“
Selbst die drei Klassleitungen der 9a (Luisa Prinzing), 9b (Cornelius Baumhauer) und 9c (Nele Bodenmeier) gaben ihren Schülerinnen und Schülern wohlwollende Ratschläge und gute Wünsche für die Zukunft auf den Weg. Ein leeres Glas, das für das Leben steht, wurde mit großen Steinen gefüllt. Sie stehen symbolisch für „groß denken oder auch nie den Mut verlieren“, während die kleinen Steine für Hobbys, Sport, Noten, Ausbildung, Beruf und Freizeit stünden. Der Sand stehe für die kleinen Dinge des Lebens. „Lebt Eure Träume“, so der einhellige Tenor der drei Klassleitungen. Sowohl die neunten als auch die zehnten Klassen untermalten übrigens die Feierlichkeiten mit persönlichen Erinnerungsvideos in ihrer Zeit in der GLS.
„Achtet immer auf festes Schuhwerk“
Das Schulzeitende sei etwas Besonders. Etwas ergreifend sagte Frank Hortig zum Schluss: „Ich bin stolz, dass ich Euer Schulleiter sein durfte.“ Und während bereits der Song „Finish Line“ (zu Deutsch: Ziellinie) von Elton John im Hintergrund das Ende der Feierlichkeiten einläutete, sagte der Rektor der GLS in Richtung seiner Absolventinnen und Absolventen: „Die Zeit an Eurer Schule endet. Achtet immer auf festes Schuhwerk. Und bewahrt Euch den Glanz und leuchtet wie Sterne.“