Kategorien
Jugend Soziales

Wenn der Start ins Leben an der Wohnung scheitert

Grafik: KI generiert

Mit 20 Jahren obdachlos – mitten unter uns!


Mit 20 Jahren sollte das Leben eigentlich vor einem liegen. Doch für manche junge Menschen beginnt das Erwachsenenleben nicht mit Hoffnung und Aufbruch, sondern mit der bangen Frage, wo sie die nächste Nacht schlafen sollen. Die Wohnungsnot in Kaufbeuren und im Ostallgäu trifft längst nicht mehr nur Familien oder Menschen in klassischen Notlagen. Sie trifft zunehmend auch junge Erwachsene, die trotz Ausbildung, Einsatz und dem Wunsch nach einem geregelten Leben keinen Platz zum Wohnen finden.

Ein aktueller Fall aus der Region zeigt auf bedrückende Weise, wie schnell ein junger Mensch in existenzielle Not geraten kann. Eine 20-jährige Auszubildende aus schwierigen familiären Verhältnissen hatte über längere Zeit keinen festen Wohnsitz. Die Eltern leben getrennt, verlässlichen Rückhalt aus der Familie gab es nicht. Vorübergehend kam sie bei einer älteren Angehörigen unter, die selbst in einer betreuten Wohnform lebte. Dort schlief sie auf dem Sofa – ohne eigenen Raum, ohne Sicherheit und ohne eine feste Adresse.

Doch selbst diese fragile Notlösung hielt nicht dauerhaft. Als sich der Gesundheitszustand der älteren Frau verschlechterte, musste diese in eine Pflegeeinrichtung umziehen. Für die junge Auszubildende brach damit von einem Tag auf den anderen der letzte provisorische Halt weg.

Was folgte, war die verzweifelte Suche nach einem Zimmer oder einer kleinen Wohnung. Zahlreiche Anfragen bei Vermietern, sozialen Trägern und Beratungsstellen blieben ohne Erfolg. Kleine Wohnungen sind knapp, die Mieten hoch, und wer jung ist, wenig verdient und keine finanziellen Sicherheiten vorweisen kann, hat auf dem angespannten Wohnungsmarkt oft kaum eine Chance. Am Ende blieb der 20-Jährigen nur der Weg in eine städtische Notunterkunft.

Gerade für junge Menschen ist das ein erschütternder Einschnitt. Während andere in diesem Alter Pläne schmieden, Freundschaften pflegen und Schritt für Schritt in ein selbstständiges Leben hineinwachsen, geraten Betroffene in einen Alltag voller Angst, Unsicherheit und Scham. Es geht dann nicht mehr um Zukunftsträume, sondern um das nackte Bedürfnis nach Schutz und einem sicheren Ort.

Fachstellen berichten, dass solche Schicksale längst keine Ausnahme mehr sind. Besonders junge Erwachsene ohne familiären Rückhalt geraten immer häufiger zwischen alle Systeme. Sozialverbände fordern deshalb seit Jahren mehr kleine, bezahlbare Wohnungen und gezielte Hilfen für junge Menschen in schwierigen Lebenslagen.

Denn Wohnungsnot ist nie nur ein Mangel an Quadratmetern. Sie raubt Halt, Würde und Perspektive – und sie trifft immer öfter Menschen, die eigentlich erst am Anfang ihres Lebens stehen.

Infobox: JUST BEst – Jugend stärken, Brücken in die Eigenständigkeit

Das Projekt JUST BEst unterstützt junge Menschen auf ihrem Weg in ein selbstständiges Leben. Gerade beim Übergang in Ausbildung, Beruf und eigene Wohnung brauchen Jugendliche und junge Erwachsene verlässliche Begleitung, praktische Unterstützung und ermutigende Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner.

Wenn Sie jungen Menschen eine Wohnung anbieten können, melden Sie sich gerne bei:

Elisabeth Sosonow
Seminarleitung SIU – Koordinierungsstelle JUST Best
bfz gGmbH Kempten, Aussenstelle Marktoberdorf
Telefon: 08342 9689-12
E-Mail:
elisabeth.sosonow@bfz.de
WEB: www.ke.bfz.de

Kategorien
Bildung Jugend Kultur Soziales Veranstaltung

Die Bibel entdecken – eine faszinierende Reise durch Geschichte, Glauben und Kultur

in Nachbau der historischen Gutenberg-Druckpresse veranschaulicht eine der bedeutendsten Erfindungen der Menschheitsgeschichte. Auch bei der Bibelausstellung vom 24. bis 31. Oktober 2026 in Kaufbeuren können Besucher die historische Drucktechnik kennenlernen und selbst einen Bibelvers drucken. (Symbolfoto) Bildnachweis: International Printing Museum / Wikimedia Commons, Lizenz: CC0 1.0 (gemeinfrei).

Große Bibelausstellung vom 24. bis 31. Oktober in Kaufbeuren – Historische Schätze, spannende Einblicke und eine Gutenberg-Druckerpresse zum Mitmachen

Die Bibel ist das meistverbreitete Buch der Welt und hat wie kaum ein anderes Werk die Geschichte, Kultur und Gesellschaft über Jahrhunderte hinweg geprägt. Doch wie ist dieses außergewöhnliche Buch eigentlich entstanden? Wie wurden seine Texte über Jahrtausende überliefert? Und weshalb ist die Bibel bis heute für Milliarden Menschen eine Quelle des Glaubens, der Hoffnung und der Orientierung?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen bietet eine besondere Bibelausstellung unter dem Motto „Den Weltbestseller entdecken“, zu der die Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ gemeinsam mit vier evangelisch-freikirchlichen Gemeinden vom 24. bis 31. Oktober 2026 in die Kirche im alten Kino, Gartenweg 6 in Kaufbeuren, einlädt. Die Ausstellung richtet sich an Menschen aller Generationen – an Gläubige ebenso wie an alle, die sich für Geschichte, Kultur und die Entstehung eines der bedeutendsten Bücher der Menschheit interessieren. Der Eintritt ist frei, ebenso die angebotenen Führungen.

Auf zehn professionell gestalteten Schautafeln und anhand zahlreicher interessanter Ausstellungsstücke können die Besucher eine spannende Zeitreise von den Anfängen der Schrift über die Entstehung der biblischen Texte bis hin zur digitalen Bibel unserer Zeit unternehmen. Dabei erfahren sie unter anderem, auf welchen Materialien die Menschen früher schrieben, wie biblische Handschriften vervielfältigt und überliefert wurden und welche Bedeutung die Erfindung des Buchdrucks für die weltweite Verbreitung der Bibel hatte. Anschauliche Darstellungen, historische Exponate und informative Filmbeiträge vermitteln einen lebendigen Eindruck von der außergewöhnlichen Geschichte dieses Buches. Auch die Entstehung der Bibel und die Bedeutung ihrer verschiedenen Bücher werden verständlich erläutert.

Ein besonderer Höhepunkt ist der funktionsfähige Nachbau einer historischen Gutenberg-Druckerpresse. Hier können die Besucher erleben, wie mühsam und aufwendig die Herstellung gedruckter Texte vor rund 570 Jahren war. Die Besucherinnen und Besucher dürfen auf Wunsch auch selbst Hand anlegen, einen Bibelvers drucken und diesen als persönliche Erinnerung mit nach Hause nehmen. Damit wird Geschichte nicht nur erzählt, sondern unmittelbar erlebbar. Ergänzt wird die Ausstellung durch interessante Filmbeiträge und einen Informationsbereich mit ausgewählter Literatur rund um die Bibel.

Nach den erfreulichen Erfahrungen mit der letztjährigen Ausstellung „Weltreligionen“, die auf großes Interesse stieß, möchte die Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ auch in diesem Jahr möglichst vielen Schülerinnen und Schülern einen lebendigen Zugang zu einem bedeutenden Teil unserer Geschichte und Kultur ermöglichen. Deshalb sind die Vormittage vom 26. bis 30. Oktober, jeweils von 9 bis 12 Uhr, ausschließlich für angemeldete Schulklassen reserviert. Besonders angesprochen sind Lehrkräfte der Fächer Religion, Ethik und Geschichte. Die Ausstellung bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für den Unterricht und lädt dazu ein, historische Zusammenhänge zu entdecken, Fragen zu stellen und sich mit der Bedeutung der Bibel auseinanderzusetzen. Für die anschließende Nachbereitung im Unterricht steht den Lehrkräften außerdem ein eigens vorbereitetes Bibelquiz zur Verfügung. Die Anmeldung für Schulklassen erfolgt über die Internetseite der Stiftung unter www.nia-stiftung.org/bibelausstellung.

„Die Bibel ist weit mehr als ein historisches Dokument. Für uns Christen ist sie Gottes Wort, das auch heute noch Menschen anspricht, Hoffnung schenkt und Orientierung für das Leben gibt“, erklärt Wolfgang Groß, Vorsitzender der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“. „Mit dieser Ausstellung möchten wir Menschen unabhängig von ihrer religiösen Überzeugung herzlich einladen, die Bibel neu oder vielleicht zum ersten Mal kennenzulernen. Besonders am Herzen liegt uns, dass auch junge Menschen entdecken können, welchen außergewöhnlichen Einfluss dieses Buch auf unsere Geschichte, unsere

Kultur und unser gesellschaftliches Zusammenleben genommen hat. Gleichzeitig möchten wir dazu ermutigen, sich persönlich mit der Botschaft der Bibel auseinanderzusetzen, deren Mittelpunkt die Liebe Gottes zu uns Menschen ist.“

Die Veranstalter verstehen die Ausstellung deshalb nicht nur als einen interessanten Streifzug durch die Geschichte, sondern auch als Einladung, sich mit den großen Fragen des menschlichen Lebens zu beschäftigen. Was gibt unserem Leben Sinn und Orientierung? Was bedeuten Nächstenliebe, Vergebung und Hoffnung? Und weshalb hat die Botschaft von Jesus Christus bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren? Die Ausstellung möchte zum Nachdenken anregen, neue Perspektiven eröffnen und Menschen unterschiedlicher Überzeugungen miteinander ins Gespräch bringen.

Besonders freuen sich die Veranstalter darüber, dass Johannes Singhammer, ehemaliger Vizepräsident des Deutschen Bundestages, erneut die Schirmherrschaft übernommen hat. Bereits im vergangenen Jahr hatte er die Ausstellung „Weltreligionen“ als Schirmherr begleitet und damit seine Verbundenheit mit diesem besonderen Bildungsangebot zum Ausdruck gebracht. Auch bei der diesjährigen Bibelausstellung wird Johannes Singhammer persönlich anwesend sein und an der feierlichen Eröffnungsveranstaltung teilnehmen, die am Freitag, 23. Oktober, um 19 Uhr im Rahmen einer Vernissage für geladene Gäste stattfindet.

Für die Öffentlichkeit ist die Bibelausstellung vom 24. bis 31. Oktober 2026 geöffnet. Die regulären Besuchszeiten sind sonntags bis freitags jeweils von 14 bis 19 Uhr sowie samstags von 10 bis 19 Uhr. Veranstaltungsort ist die Kirche im alten Kino, Gartenweg 6 in Kaufbeuren, unmittelbar hinter dem Stadtsaal. Der Besuch der Ausstellung einschließlich der Führungen ist kostenlos. Eine Anmeldung ist für Einzelbesucher und Familien nicht erforderlich.

Die Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ und die beteiligten evangelisch-freikirchlichen Gemeinden freuen sich auf zahlreiche interessierte Besucherinnen und Besucher aus Kaufbeuren und der gesamten Region. Sie laden herzlich dazu ein, sich auf eine Entdeckungsreise durch die faszinierende Geschichte der Bibel zu begeben und dabei vielleicht auch ganz persönlich neue Zugänge zu einem Buch zu finden, das seit Jahrtausenden Menschen bewegt und bis heute nichts von seiner Bedeutung verloren hat.

Kategorien
Gesundheit Newsletter Senioren Soziales Top Veranstaltung

Leben mit einer tödlichen Diagnose, das Palliativnetzwerk klärt über Unterstützungsmöglichkeiten auf

Palliativnetzwerk Kaufbeuren-Ostallgäu

Veranstaltung des Palliativ-Netzwerk Kaufbeuren-Ostallgäu Mittwoch den, 28.10.2026 von 15:00-18:00 Uhr im Stadtteater in Kaufbeuren

Was, wenn das Leben plötzlich endlich wird?

Eine schwere Diagnose verändert alles – nicht nur für die Betroffenen selbst. Sie betrifft Familien, Freund:innen, Pflegekräfte, Hausärzt:innen, Nachbar:innen und viele weitere Menschen im Umfeld. Sie erschüttert den Alltag, verändert Perspektiven und nimmt mitunter den Boden unter den Füßen.

Doch wie kann gute Begleitung in einer solchen Situation aussehen? Wer hilft – und wann?

Was dann zählt, sind Menschen, die auffangen. Die begleiten. Die wissen, was zu tun ist.

Das Palliativnetzwerk Ostallgäu-Kaufbeuren stellt im Rahmen dieser öffentlichen Veranstaltung vor, welche Unterstützungsangebote es in der Region gibt.

Kategorien
Bildung Jugend Kultur Newsletter Soziales Top Veranstaltung

„Tell me why“: Münchner Kammerspiele gastieren am 23. Oktober in der Kulturwerkstatt Kaufbeuren

Foto: Kammerspiele München

Neun Jugendliche erzählen von ihren Familiengeschichten, Religion und Identität – Theaterprojekt am 23. Oktober mit Schul- und Abendvorstellung

Was verbindet Menschen, deren Familiengeschichten, religiöse Prägungen und Lebenserfahrungen ganz unterschiedlich sind? Und wie kann eine gemeinsame Erinnerung entstehen, wenn die persönlichen Hintergründe so weit auseinanderliegen? Diesen Fragen widmet sich das Theaterprojekt „Tell me why“ der Münchner Kammerspiele, das am Freitag, 23. Oktober 2026, in der Kulturwerkstatt Kaufbeuren zu sehen ist.

Im Mittelpunkt stehen neun Jugendliche, die sich mit ihrer Herkunft, ihrem Glauben und den Geschichten ihrer Familien auseinandersetzen. Gemeinsam besuchen sie Synagogen, Kirchen und Moscheen und erkunden ihre jüdischen, christlichen und muslimischen Prägungen.

Unterschiedliche Lebenswege und die Frage nach gemeinsamer Erinnerung

Die Jugendlichen verbindet ihr Wohnort und die Tatsache, dass sie zu Hause neben Deutsch eine weitere Muttersprache sprechen. Ihre persönlichen Hintergründe unterscheiden sich dagegen erheblich. Das Theaterprojekt gibt Einblicke in ihre Lebenswege und Familienbiografien. Dabei kommen Flucht- und Migrationserfahrungen ebenso zur Sprache wie Erlebnisse mit Rassismus und Antisemitismus.

Eine zentrale Rolle spielt die Erinnerungskultur. Wie lässt sich gemeinsam an das Unrecht des Nationalsozialismus erinnern, wenn die eigenen Familiengeschichten unterschiedliche Bezüge dazu haben? Und wie verändert sich das Erinnern, wenn die unmittelbaren familiären Verbindungen zu dieser Zeit zunehmend schwinden?

Was bedeutet es, einander wirklich zu kennen?

„Tell me why“ geht über die Darstellung unterschiedlicher Lebensgeschichten hinaus. Das Stück beschäftigt sich mit der Frage, was eine echte Begegnung ausmacht und wie Menschen trotz verschiedener Erfahrungen Verständnis füreinander entwickeln können.

Regisseur und Autor Martin Valdés-Stauber bringt diese Themen in einem Projekt der Münchner Kammerspiele auf die Bühne. Dabei stehen nicht fertige Antworten im Vordergrund, sondern die Fragen, die sich aus dem Austausch der Jugendlichen ergeben.

Zwei Vorstellungen am 23. Oktober in Kaufbeuren

Die Kulturwerkstatt Kaufbeuren zeigt das Gastspiel am Freitag, 23. Oktober 2026, mit zwei Aufführungen. Um 10 Uhr findet eine Schulvorstellung statt, um 19 Uhr folgt die Abendvorstellung.

Veranstaltungsinformationen

  • Termin: Freitag, 23. Oktober 2026

  • Schulvorstellung: 10 Uhr

  • Abendvorstellung: 19 Uhr

  • Ort: Kulturwerkstatt Kaufbeuren

  • Eintritt: 19,70 Euro regulär, 12,70 Euro ermäßigt (jeweils zuzüglich Vorverkaufs- und Systemgebühr)

  • Tickets: www.reservix.de

  • Weitere Informationen: kw-sb.de/tickets

  • Veranstalter: Kulturwerkstatt Kaufbeuren

Kategorien
Soziales

Wenn das Zuhause plötzlich verloren geht

Grafik: KI generiert

Schwanger, alleingelassen und ohne Wohnung: Wie eine junge Frau trotz Vollzeitbeschäftigung um ein sicheres Zuhause für sich und ihr ungeborenes Kind kämpfen muss.

Für Frau P. änderte sich das Leben von einem Tag auf den anderen radikal. Die 28-Jährige ist in der 22. Schwangerschaftswoche, als sie ihrem Partner mitteilt, dass sie ein Kind erwartet. Was eigentlich ein Moment sein sollte, in dem Verantwortung, Zusammenhalt und gemeinsame Zukunft gefragt sind, endet für sie in einem Schock: Ihr Partner trennt sich von ihr. Und damit verliert sie nicht nur ihre Beziehung, sondern auch ihre Wohnung. Denn die gemeinsame Wohnung gehört ihm.

Plötzlich steht Frau P. vor einer Situation, die viele sich kaum vorstellen können: schwanger, allein und ohne eigene Bleibe. Vorerst kommt sie bei ihren Eltern unter. Doch schnell wird deutlich, dass dies keine dauerhafte Lösung sein kann. Die Wohnung ist zu klein, der Platz reicht schon jetzt kaum aus – und erst recht nicht für ein Neugeborenes. Was als kurzfristige Hilfe gedacht ist, wird für die werdende Mutter zunehmend zu einer belastenden Notlage.

Dabei tut Frau P., was gesellschaftlich immer wieder eingefordert wird: Sie arbeitet in Vollzeit, hat ein eigenes Einkommen und bemüht sich, ihr Leben selbst zu tragen. Doch auf dem angespannten Wohnungsmarkt schützt selbst das nicht vor existenzieller Unsicherheit. Viele Wohnungen sind für sie schlicht nicht bezahlbar. Und dort, wo ein Angebot grundsätzlich passen würde, stößt sie häufig auf eine andere, schmerzhafte Form der Ausgrenzung.

Denn sobald sie offen anspricht, dass sie schwanger ist und das Kind nach der Geburt bei ihr leben wird, folgen nicht selten Absagen. Die Begründung bleibt meist unausgesprochen oder wird nur vorsichtig angedeutet: Eine werdende oder spätere alleinerziehende Mutter gilt vielen Vermietern als unsicher. Das Einkommen nach der Geburt sei schwer einschätzbar, das Risiko aus ihrer Sicht zu hoch.

Für Frau P. ist das eine bittere Erfahrung. Sie sucht keine große Wohnung, keinen besonderen Komfort, keinen Luxus. Sie sucht schlicht einen sicheren Ort, an dem sie mit ihrem Kind leben kann. Einen Ort, an dem sie zur Ruhe kommen, die Geburt vorbereiten und ihrem Baby ein Zuhause geben kann. Doch genau dieser bescheidene Wunsch wird auf dem Wohnungsmarkt zur Hürde.

Mit jeder Woche wächst der Druck. Der Geburtstermin rückt näher, die Sorge wird größer, die Absagen zermürben. Irgendwann steht sogar die Frage im Raum, ob es nicht besser wäre, die Schwangerschaft bei Wohnungsanfragen lieber zu verschweigen. Allein dieser Gedanke zeigt, wie belastend die Situation geworden ist. Denn wer aus Angst vor Ablehnung seine Lebensrealität verbergen muss, erlebt Wohnungsnot nicht nur als Mangel an Raum, sondern auch als Verlust von Würde und Sicherheit.

Schließlich hat Frau P. doch noch Glück. Über den Bekannten einer Freundin findet sie eine kleine, bezahlbare und passende Wohnung. Die Erleichterung ist groß. Noch vor der Geburt umziehen zu können, bedeutet für sie weit mehr als nur einen neuen Mietvertrag. Es bedeutet Stabilität in einer Zeit, die von Unsicherheit geprägt war. Es bedeutet die Chance, ihrem Kind einen geschützten Start ins Leben zu ermöglichen.

Der Fall von Frau P. zeigt, wie schnell Menschen in Wohnungsnot geraten können – selbst dann, wenn sie berufstätig sind und Verantwortung übernehmen. Besonders betroffen sind Alleinerziehende. In Bayern müssen rund 40 Prozent von ihnen mehr als ein Drittel ihres Einkommens für Wohnkosten ausgeben. Gleichzeitig begegnen ihnen auf dem Wohnungsmarkt oft Vorbehalte und Misstrauen. Das verschärft ihre Lage zusätzlich.

Wohnungsnot ist deshalb weit mehr als ein Problem aus Zahlen, Statistiken und Bauprojekten. Sie trifft Menschen in besonders verletzlichen Lebensphasen. Sie entscheidet darüber, ob Hoffnung wachsen kann oder Existenzangst den Alltag bestimmt. Der Fall von Frau P. macht deutlich: Wohnraum ist kein Nebenthema. Wohnraum ist die Grundlage für Schutz, Würde und Zukunft – und damit ein Menschenrecht.

—–

Infobox: DONUM VITAE Kaufbeuren

DONUM VITAE Kaufbeuren begleitet und unterstützt schwangere Frauen, Alleinerziehende und Familien in herausfordernden Lebenssituationen. Gerade für alleinerziehende Personen ist bezahlbarer und verlässlicher Wohnraum eine wichtige Grundlage für Stabilität, Sicherheit und einen guten Start in die Zukunft.

Wenn Sie alleinerziehenden Personen eine Wohnung anbieten können, melden Sie sich gerne bei:


Mirjam Schäffler
Leiterin der Beratungsstelle
DONUM VITAE Kaufbeuren
Telefon: 08341 9993650
E-Mail:
kaufbeuren@donum-vitae-bayern.de
WEB: www.kaufbeuren.donum-vitae-bayern.de

oder bei der

Familienbildungsstelle der Stadt Kaufbeuren
Telefon: 08341 437-9251
E-Mail: familie@kaufbeuren.de

Kategorien
Jugend Kinder Soziales Weihnachten

Weihnachtsfreude beginnt schon jetzt – Weihnachtsmarkt im Family Store eröffnet!

Foto: Wolfgang Groß

Festlicher Weihnachtsschmuck, liebevolle Geschenkideen und 10 % Jubiläumsrabatt im Oktober – doch im Mittelpunkt steht die wahre Bedeutung von Weihnachten

Weihnachten ist zwar noch einige Wochen entfernt, doch im Family Store der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ ist bereits festliche Stimmung eingekehrt. Funkelnde Sterne, wunderschöner Christbaumschmuck, weihnachtliche Dekorationen und viele kleine Geschenkideen verwandeln einen Teil des beliebten Secondhand-Kaufhauses in einen liebevoll gestalteten Weihnachtsmarkt.

Mit viel Engagement und Freude haben die Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer eine große Auswahl an weihnachtlichen Artikeln zusammengestellt, die schon jetzt zum Stöbern und Entdecken einladen.

„Wir haben unseren Weihnachtsmarkt bewusst frühzeitig eröffnet, damit unsere Kundinnen und Kunden genügend Zeit haben, in aller Ruhe schöne Dekorationen und kleine Geschenke für ihre Lieben auszusuchen“, erklärt Matthias Malzkorn, Geschäftsleiter des Family Store. „Denn die Adventszeit sollte nicht von Hektik und Einkaufsstress geprägt sein, sondern eine Zeit der Vorfreude, der Besinnung und der Begegnung.“

Weihnachten ist mehr als Geschenke und festlicher Glanz

Bei aller Freude über geschmückte Weihnachtsbäume, leuchtende Sterne und liebevoll ausgesuchte Geschenke möchte die christlich geprägte Stiftung auch an den eigentlichen Grund des Weihnachtsfestes erinnern: die Geburt Jesu Christi.

„Weihnachten feiern wir, weil Gott uns in Jesus Christus seine Liebe geschenkt hat. Dieses Geschenk ist unendlich viel wertvoller als alles, was wir kaufen oder unter den Weihnachtsbaum legen können“, betont Vorstandsvorsitzender Wolfgang Groß. „Jesus kam in unsere Welt, um den Menschen Hoffnung, Frieden und Gottes Liebe nahezubringen. Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen von Sorgen, Einsamkeit oder Zukunftsängsten belastet sind, ist diese Botschaft aktueller denn je.“

Dieser Gedanke prägt auch die Arbeit der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“: Menschen mit Liebe und Wertschätzung begegnen, ihnen praktische Hilfe anbieten und Hoffnung weitergeben.

Weihnachtsfreude zum kleinen Preis – mit 10 % Jubiläumsrabatt

Der Weihnachtsmarkt bietet eine vielfältige Auswahl an gut erhaltenen, gespendeten Weihnachtsartikeln zu besonders günstigen Preisen. Damit verbindet der Family Store die Freude am Schenken mit Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung.

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Stiftung gibt es im Oktober außerdem eine besondere Aktion: Alle Kundinnen und Kunden erhalten 10 % Rabatt auf ihre Einkäufe – selbstverständlich auch auf sämtliche Artikel des Weihnachtsmarktes.

Der Family Store ist dabei weit mehr als ein Secondhand-Kaufhaus. Er ist ein Ort der Begegnung, des ehrenamtlichen Engagements und der gelebten Nächstenliebe. Jeder Einkauf trägt dazu bei, die vielfältige soziale Arbeit der Stiftung zu unterstützen.

Eine herzliche Einladung

„Wir wünschen uns, dass unsere Besucherinnen und Besucher nicht nur etwas Schönes für ihr Zuhause finden, sondern vielleicht auch einen Gedanken mitnehmen, der über Weihnachten hinaus Bestand hat“, sagt Matthias Malzkorn. „Denn die wertvollsten Geschenke sind oft diejenigen, die man nicht kaufen kann: Liebe, Zeit füreinander, Hoffnung und ein offenes Herz für unsere Mitmenschen.“

So möchte die Stiftung mit ihrem Weihnachtsmarkt nicht nur Vorfreude auf das Fest wecken, sondern auch daran erinnern, worauf es an Weihnachten wirklich ankommt: Gott wurde Mensch – in Jesus Christus. Und seine Liebe dürfen wir an andere Menschen weitergeben.

Kategorien
Gesundheit Soziales

30 Jahre Hospizverein und zehn Jahre SAPV: Ein Festabend voller Dank und Begegnung

Rund 300 Gäste feiern im MODEON das Doppeljubiläum – Festakt verbindet Rückblick und Zukunft mit nachdenklichen Momenten, Musik und viel Humor

Mit einem unterhaltsamen Festakt im MODEON in Marktoberdorf haben der Hospizverein Kaufbeuren/Ostallgäu e.V. und die SAPV Kaufbeuren-Ostallgäu gGmbH vor wenigen Tagen ihr Doppeljubiläum gefeiert. Anlass waren das 30-jährige Bestehen des Hospizvereins und zehn Jahre SAPV Kaufbeuren-Ostallgäu. Die Feier nahm die Entwicklung der Hospiz- und Palliativarbeit in der Region ebenso in den Blick wie die Menschen, die sie seit vielen Jahren tragen. Musik, persönliche Worte und viel Humor sorgten dabei für eine gelungene Verbindung von Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit.

Moderator Thorsten Friedrich führte durch das Programm und erinnerte gleich zu Beginn daran, dass Hospizarbeit nicht nur mit den ernsten Seiten des Lebens verbunden ist. Sie bedeute auch gemeinsame Zeit, Erinnerungen, Gespräche und Lachen. Im Mittelpunkt stehe immer der einzelne Mensch mit seinen Wünschen, seiner Würde und seinen Angehörigen. Damit griff der Festakt zugleich den Leitgedanken des gesamten Jubiläumsjahres auf: „Niemand will einsam leben. Warum sollten wir dann so sterben?“

Von den Anfängen bis zu einem starken Netzwerk

Auch die Vertreter aus Stadt und Landkreis machten in ihren Grußworten deutlich, welche Bedeutung die Hospiz- und Palliativarbeit für die Region hat.

Andreas Grieser, Zweiter Bürgermeister der Stadt Marktoberdorf, richtete den Blick auf die Menschen, die diese Arbeit tragen. Er würdigte die Vereinsmitglieder, Gründungsmitglieder und hauptamtlichen Mitarbeitenden sowie insbesondere die ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter. „Ohne sie wäre eine würdevolle Hospizbegleitung nicht möglich“, betonte Grieser.

Der stellvertretende Landrat Dr. Alois Kling erinnerte an die Anfänge Mitte der 1990er-Jahre. Aus dem Anliegen, die Situation schwerstkranker und sterbender Menschen zu verbessern, entstand eine Initiative, die schließlich am 25. September 1996 – auf den Tag genau 30 Jahre vor dem Festakt – zur Gründung des Hospizvereins führte. 2016 nahm die SAPV Kaufbeuren-Ostallgäu ihre Arbeit auf. Der Weg dorthin habe Beharrlichkeit, viel ehrenamtliches Engagement und die Unterstützung zahlreicher Menschen und Institutionen erfordert. „Aus einer Idee ist so im Laufe der Zeit ein tragfähiges Netz der Mitmenschlichkeit geworden“, fasste Kling die Entwicklung zusammen.

Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse verband seine Würdigung mit einem persönlichen Blick auf die Hospizarbeit. Für ihn sei es sehr wichtig gewesen, seine Eltern auf ihrem letzten Weg begleiten zu können. Bei seinem Vater habe er zudem erlebt, wie aus anfänglicher Zurückhaltung gegenüber der Hospizbegleitung schließlich der Wunsch nach einer intensiveren Betreuung wurde.

Zugleich zeigte Bosse anhand von Zahlen, welche Dimension die Arbeit inzwischen erreicht hat: Fast 500 Mitglieder gehören dem Hospizverein an, 110 ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter sind in der Region im Einsatz. Durchschnittlich werden rund 150 Menschen pro Jahr durch den Hospizverein begleitet. Auch die SAPV nahm Bosse in den Blick: Sie versorgt inzwischen jährlich etwa 350 Patientinnen und Patienten und ist seit ihrer Gründung personell deutlich gewachsen.

Bosse hob zudem die unkomplizierte Erreichbarkeit des Hospizvereins hervor. Ein Anruf genüge, eine Verordnung sei nicht erforderlich und für Angehörige oder Pflegeheime entstünden keine Kosten. Dass die telefonische Erreichbarkeit auch am Wochenende gewährleistet sei, sei besonders wichtig, „weil der Tod eben kein Wochenende und keine Uhrzeit kennt“.

Feistl und Schuster im Gespräch

Kurzweilig wurde es auch beim Gespräch von Moderator Thorsten Friedrich mit Michael Feistl, dem 1. Vorsitzenden des Hospizvereins, und Dr. Theresa Schuster, Geschäftsführerin der SAPV Kaufbeuren-Ostallgäu. In lockerer Atmosphäre ging es um Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte, die heutige Arbeit und die Herausforderungen für die Zukunft.

Feistl verwies dabei auf gesellschaftliche Veränderungen. Immer mehr Menschen lebten allein, Familien seien räumlich weiter voneinander entfernt und Angehörige könnten nicht immer vor Ort sein. Gerade deshalb brauche es den Hospizgedanken und verlässliche Strukturen für die Begleitung am Lebensende.

Schuster schilderte, wie sich die SAPV in ihren ersten zehn Jahren entwickelt hat. Dabei gehe es nicht allein um medizinische und pflegerische Versorgung. Ein wesentlicher Teil der Arbeit bestehe darin, schwerstkranken Menschen und ihren Angehörigen Sicherheit und Unterstützung in einer belastenden Lebenssituation zu geben.

Für die Zukunft wurde im Gespräch ein Wunsch besonders deutlich: Betroffene möglichst früher zu erreichen. Häufig komme der Kontakt erst sehr spät zustande. Mehr Vorlauf bedeute auch mehr Zeit für Gespräche, Vorbereitung und Begleitung. Gleichzeitig gelte es, das gewachsene Miteinander im Verein und im SAPV-Team zu bewahren und weiterhin gut aufeinander zu achten.

Auch der Humor kam nicht zu kurz. Feistl machte deutlich, dass Lachen und Hospizarbeit keineswegs Gegensätze seien. Gerade in der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen könne Humor Ängste nehmen und wertvolle gemeinsame Augenblicke schaffen.

Humor, Musik und nachdenkliche Töne

Für viele Lacher sorgte der bayernweit erfolgreiche Kabarettist und Imitator Wolfgang Krebs aus Kaufbeuren. In seinen bekannten Rollen als Markus Söder, Hubert Aiwanger und Edmund Stoiber begeisterte er das Publikum. Auf eine Gage für seinen Auftritt verzichtete Krebs und unterstützte damit zugleich die Arbeit von Hospizverein und SAPV. Dabei nutze er seinen Auftritt nicht nur für seine bekannt pointierte Unterhaltung. Immer wieder schlug er den Bogen zur Hospizarbeit und zum Wert menschlicher Nähe.

Krebs bezog dabei ausdrücklich auch die Angehörigen ein. Eine schwere Erkrankung betreffe nicht nur einen Menschen, sondern verändere häufig das gesamte familiäre Gefüge. Entscheidend sei am Ende nicht allein, wie viele Jahre eine Organisation bestehe, sondern was sie für die Menschen bewirkt habe: „Ich werde gesehen, ich werde ernst genommen, ich darf selbst bestimmen und ich bin nicht allein.“ Auch den Humor verband Krebs mit einem nachdenklichen Gedanken: „Humor löst nicht jedes Problem, aber er nimmt der Angstmacherei die größte Waffe.“

Die Vivid Curls gaben dem Festakt mit ihren musikalischen Beiträgen einen stimmungsvollen Rahmen vom Auftakt bis zum musikalischen Ausklang. Mit ihrem gekonnten zweistimmigen Gesang und einfühlsamen Texten fanden die beiden in der Region bekannten Musikerinnen immer wieder den passenden Ton zwischen Nachdenklichkeit, Zuversicht und Lebensfreude.

Überraschung für den Vorstand

Für einen besonders persönlichen Moment sorgten die Mitarbeiterinnen des Hospizvereins. Mit einem selbst produzierten Video überraschten sie den Vorstand und beschrieben darin, was sie an ihrer Arbeit und dem Miteinander im Hospizverein schätzen. Anschließend wurden die Vorstandsmitglieder auf die Bühne gebeten. Mit Sonnenblumen und persönlichen Worten bedankten sich die Mitarbeitenden für die Unterstützung und die angenehme Zusammenarbeit.

Dank und Blick nach vorne

Michael Feistl erinnerte in seinem Schlusswort an die vielen Menschen, die lange vor dem heutigen Vorstand den Hospizverein und später die SAPV aufgebaut und auch gegen Widerstände vorangebracht hatten. Er würdigte die Ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitenden ebenso wie Kooperations- und Netzwerkpartner, Mitglieder, Förderer und weitere Wegbegleiter. Was die Arbeit seit drei Jahrzehnten prägt, fasst Feistl in einem Satz aus der Gründungsphase des Hospizvereins zusammen: „Seit dem Jahr 1996 ist es unser Ziel, schwerstkranken Menschen und ihren Angehörigen Zeit, Zuwendung und Begleitung zu schenken – damit ein Leben bis zuletzt in Würde möglich ist.“

Zugleich richtete der 1. Vorsitzende den Blick nach vorne. Ziel bleibe, den Hospizgedanken weiter in die Stadt Kaufbeuren und den Landkreis Ostallgäu zu tragen und die Begleitung und Versorgung so weiterzuentwickeln, dass Menschen möglichst in ihrer vertrauten Umgebung und im Kreis ihrer Angehörigen bleiben können.

Nach dem offiziellen Programm ging die Feier im Foyer weiter. Bei Imbiss und Getränken nutzten viele Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch und blieben noch lange zusammen. Damit erfüllte sich auch ein Anliegen, das Hospizverein und SAPV mit ihrem Festakt verbunden hatten: gemeinsam zurückblicken, Danke sagen, nach vorne schauen und vor allem miteinander ins Gespräch kommen. Die vielen positiven Rückmeldungen der Gäste machten deutlich, dass der Festakt als würdige Hauptveranstaltung des Jubiläumsjahres in Erinnerung bleiben wird.

Weitere Informationen zum Jubiläumsprogramm: www.hospizverein-kf-oal.de

Kategorien
Jugend Kinder Soziales

Royal Rangers Pfadfinderstamm 248 wird reaktiviert

Foto: Wolfgang Groß – Stiftung Nächstenliebe in Aktion

Erstes Treffen am Freitag, 9. Oktober

Kaufbeuren-Neugablonz. Nach einer langen Pause wird der Royal-Rangers-Pfadfinderstamm 248 in Neugablonz wieder aktiv. Interessierte Eltern sind herzlich eingeladen, gemeinsam mit ihren Kindern vorbeizukommen und die christliche Pfadfinderarbeit kennenzulernen.

Der Stammposten musste seine Arbeit aufgrund fehlender Leitungskräfte zunächst einstellen. In den vergangenen zwölf Monaten starteten bereits die Vorbereitungen für den Neustart dieser Royal Ranger Arbeit, indem das angehende Leitungsteam zusammen mit zwölf eritreischen Kindern regelmäßig an den wöchentlichen Treffen des benachbarten Royal-Rangers-Stammes in Marktoberdorf teilnahmen. Organisiert und begleitet wurde dies insbesondere von Rebecca Groß sowie von Stefan Ostrowski, Regionalleiter der Royal Rangers für Schwaben, wobei die Stiftung Nächstenliebe in Aktion zwei Kleinbusse für die Fahrten kostenlos zur Verfügung stellte.

Nun hat sich Rebecca Groß bereit erklärt, gemeinsam mit Stefan Ostrowski und weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Royal-Ranger-Stamm 248 in Neugablonz neu aufzubauen. „Uns ist wichtig, dass Kinder einen Ort finden, an dem sie Gemeinschaft erleben, Verantwortung übernehmen, die Natur entdecken und zugleich christliche Werte ganz praktisch kennenlernen können“, erklärt Rebecca Groß. „Wir freuen uns sehr, dass es jetzt wieder direkt in Neugablonz weitergehen kann.“

Das Interesse ist bereits groß: Rund 40 Kinder werden am kommenden Freitag für das erste Treffen erwartet.

Die Royal Rangers sind eine christliche Pfadfinderarbeit, bei der Kinder und Jugendliche in altersgerechten Teams von ehrenamtlichen Leiterinnen und Leitern begleitet werden. Neben klassischen Pfadfinderaktivitäten wie Naturerlebnissen, Camps, Wandern, Feuer machen und praktischen Fertigkeiten spielen Gemeinschaft, gegenseitige Verantwortung und der christliche Glaube eine wichtige Rolle.

Wie lebendig diese Arbeit sein kann, konnten vier Kinder aus Neugablonz bereits in diesem Sommer erleben. Sie nahmen am Royal-Rangers-Sommercamp „Exodus“ in Schwangau teil. Das Camp fand vom 10. bis 15. August 2026 statt. Insgesamt 220 Ranger aus den Stämmen Senden, Füssen/Marktoberdorf, Landsberg, Günzburg und Neu-Ulm verbrachten dort eine Woche voll mit Spiel, Spaß und Abenteuer und begaben sich auf eine Reise in das alte biblische Ägypten.

Das erste Treffen findet am Freitag, 9. Oktober 2026, um 16:00 Uhr auf dem Gelände der Immanuelgemeinde, Dessestraße 5 in Neugablonz, statt.

Neben den bereits angemeldeten Kindern sind auch ausdrücklich weitere interessierte Familien willkommen. Eltern können gemeinsam mit ihren Kindern vorbeikommen und die Royal Rangers kennenlernen.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an rr248@immanuel-kf.de

Kategorien
Bildung Jugend Kinder Kultur Soziales Veranstaltung

Letzte Chance Sommer 87

foto: Kulturwerkstatt Kaufbeuren – Christoph Jorda

Noch zwei Vorstellungen an diesem Wochenende

Sommer 87

Mut. Freundschaft. Widerstand

Altersempfehlung:
12+
Freitag 09.10. 19 Uhr
Samstag 10.10 um 19 Uhr
Kulturwerkstatt Kaufbeuren – Große Bühne
Ganghoferstraße 6, Kaufbeuren

Inhalt

Das Publikum begibt sich in die DDR kurz vor dem Mauerfall. Eine Gruppe Jugendlicher wagt es, mit einem selbst geschrieben Theaterstück unbequeme Fragen nach Freiheit, Wahrheit und Mut zu stellen. Doch ihr kreativer Protest bleibt nicht unbemerkt – und plötzlich geraten sie selbst ins Visier der Staatsmacht. Ein bewegendes Drama über Freundschaft, Zivilcourage und den Preis der Freiheit. Ein Theaterabend, der zum nachdenken anregt und zeigt, wie wichtig es ist, für die eigene Stimme einzustehen.

Kommentar des Regieteams

Ein Theaterstück mit DDR-Bezug ist nicht alltäglich. Umso mehr freut es uns, dass die Jugendlichen sich dem Thema stellen wollen. Die Probenzeit ist eine spannende Erfahrung für alle Beteiligten. Durch intensive Zeitzeugen-Gespräche und Ausflüge kann sich die Gruppe etwas in die Zeit von damals zurück versetzen. Wir freuen uns auf dieses besondere Theaterstück!

Diese Theaterproduktion wird vom Freistaat Bayern gefördert.

Autorin
Leonie Hilbert

Regie
Jannis Konrad

Regieassistenz
Frida Dopfer
Tamara Otparlik
Amelie Hassfurter

Hinweis: Projektionen auf der Bühne wurden mit KI unterstützt.

KULTURWERKSTATT-Vorverkaufsstellen

SCHAUBURG Essen und Trinken
Ganghoferstraße 6, Kaufbeuren
Foyer Stadtmuseum
Kaisergäßchen 12-14, Kaufbeuren

Reservix-Vorverkaufsstellen

https://kulturwerkstatt-kaufbeuren.reservix.de/p/reservix/group/547262

Buchandlung Menzel
Sudetenstraße 119, Kaufbeuren
Engels Genussreich
Ludwigstraße 34, Kaufbeuren

Kategorien
Bildung Gesundheit Jugend Kinder Kultur Natur & Tiere Soziales Sport Veranstaltung

Die Kinderuni der Bürgerstiftung Kaufbeuren startet ins neue Schuljahr

Kulturwerkstatt Kaufbeuren

Wissenschaft zum Staunen und Mitmachen Von der Welt unserer Zellen bis zu großen Fragen der Wissenschaft

Kaufbeuren, Oktober 2026 – Neues Schuljahr, neue spannende Fragen: Auch im Schuljahr 2026/2027 lädt die Bürgerstiftung Kaufbeuren in Zusammenarbeit mit der Kulturwerkstatt Kaufbeuren wieder zur Kinderuni ein. Junge Forscherinnen und Forscher ab acht Jahren können sich auf spannende Themen, interessante Expertinnen und Experten und jede Menge Aha-Momente freuen.

Die Kinderuni bringt Wissenschaft dorthin, wo sie für Kinder besonders spannend wird: auf die Bühne der Kulturwerkstatt Kaufbeuren. Dabei geht es nicht nur darum, Wissen zu vermitteln, sondern vor allem darum, Neugier zu wecken, Fragen zu stellen und gemeinsam die Welt zu entdecken.

Den Auftakt macht am Donnerstag, 15. Oktober 2026, von 17 bis 18 Uhr die Veranstaltung „Mission Pausenbrot: Wie Essen zu Energie für deine Zellen wird“ mit Prof. Dr. Regina Fluhrer auf der großen Bühne der Kulturwerkstatt Kaufbeuren.

Was passiert eigentlich mit dem Pausenbrot?

Ein Apfel, Nudeln oder das Pausenbrot – wir essen sie jeden Tag. Doch was geschieht eigentlich danach? Bei der ersten Kinderuni-Veranstaltung des neuen Schuljahres geht es auf eine spannende Reise durch den Körper bis hinein in die winzige Welt unserer Zellen.

Die Kinder erfahren, welche wichtigen Nährstoffe in Lebensmitteln stecken – darunter Zucker, Fette, Eiweiße, Vitamine und Mineralstoffe. Gemeinsam wird verfolgt, wie diese Stoffe aus dem Essen in den Körper gelangen, mit dem Blut transportiert werden und schließlich in den Zellen ankommen.

Dabei lernen die jungen Besucherinnen und Besucher auch die faszinierende Welt der Zellen kennen. Denn Zellen sind echte kleine Werkstätten: Sie bauen auf, reparieren, speichern und gewinnen Energie – und sorgen damit unter anderem dafür, dass wir denken, laufen, wachsen und lachen können.

Durch die Veranstaltung führt Prof. Dr. Regina Fluhrer, Biochemikerin und Molekularbiologin an der Universität Augsburg. Seit mehr als 25 Jahren forscht sie daran, wie Enzyme in unseren Zellmembranen andere Proteine schneiden und welche Auswirkungen dies auf unsere Zellen hat.

Die Kinderuni macht damit deutlich: Wissenschaft steckt mitten in unserem Alltag – sogar im Pausenbrot.

Kinderuni in der Kulturwerkstatt

Mit der Kinderuni möchten die Bürgerstiftung Kaufbeuren und die Kulturwerkstatt Kaufbeuren Kindern einen unkomplizierten Zugang zu Wissenschaft und Forschung ermöglichen. Die Veranstaltungen richten sich insbesondere an Kinder ab 8 Jahren und verbinden verständliche Wissensvermittlung mit spannenden Geschichten und anschaulichen Einblicken.

 

  1. Termin

„Mission Pausenbrot: Wie Essen zu Energie für deine Zellen wird“

Donnerstag, 15. Oktober 2026, 17:00–18:00 Uhr
Kulturwerkstatt Kaufbeuren – Große Bühne
Ganghoferstraße 6, 87600 Kaufbeuren
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Eintritt: frei
Barrierefreier Zugang

  1. Termin

„warum werden Menschen Krank?“

Donnerstag, 19. November 2026, 17-18:00 Uhr

Kulturwerkstatt Kaufbeuren – Große Bühne
Ganghoferstraße 6, 87600 Kaufbeuren
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Eintritt: frei
Barrierefreier Zugang

 

Die Bürgerstiftung Kaufbeuren und die Kulturwerkstatt Kaufbeuren freuen sich auf viele neugierige junge Forschende und einen spannenden Start ins neue Kinderuni-Jahr.

Kategorien
Soziales Wirtschaft

Family Store erweitert seine Öffnungszeiten

Secondhand-Kaufhaus der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ reagiert auf steigende Kundenzahlen und Wünsche der Besucher

Kaufbeuren-Neugablonz – 01.10.2026. Der Family Store, das Secondhand-Kaufhaus der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“, hat seit dem 1. Oktober 2026 seine Öffnungszeiten deutlich erweitert. Damit reagiert die Stiftung auf die stetig wachsende Zahl an Kundinnen und Kunden und zugleich auf vielfach geäußerte Wünsche nach längeren und durchgängigen Einkaufsmöglichkeiten.

Künftig ist der Family Store von Montag bis Freitag durchgehend von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Die bisherige Mittagspause von 12:00 bis 14:00 Uhr entfällt. Damit möchte die Stiftung insbesondere auch Menschen entgegenkommen, die ihre Mittagspause für einen Einkauf nutzen möchten.

Auch am Samstag wurden die Öffnungszeiten verlängert: Statt wie bisher bis 14:00 Uhr ist der Family Store künftig von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet.

„Wir haben in den vergangenen Monaten erlebt, dass immer mehr Menschen unseren Family Store besuchen. Gleichzeitig kamen gerade zur Mittagszeit und an Samstagnachmittagen immer wieder Anfragen nach längeren Öffnungszeiten. Darauf möchten wir gerne reagieren“, erklärt Wolfgang Groß, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“.

Der Family Store bietet ein umfangreiches Sortiment gut erhaltener Secondhand-Waren zu günstigen Preisen. Dabei verbindet das Kaufhaus Nachhaltigkeit mit einem sozialen Anliegen: Gut erhaltene Dinge bekommen ein zweites Leben, Ressourcen werden geschont und Menschen können zu erschwinglichen Preisen einkaufen.

Gleichzeitig möchte der Family Store auch ein Ort der Begegnung sein. Den Besucherinnen und Besuchern steht deshalb ein kleines Bistro zur Verfügung, in dem sie sich vom Einkauf ausruhen, bei einer Tasse Kaffee oder Tee miteinander ins Gespräch kommen oder gemeinsam spielen können. Gerade diese Möglichkeit zur Begegnung und zum persönlichen Austausch wird von vielen Gästen gerne angenommen.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Zusammenarbeit mit der Foodsharing-Gruppe Kaufbeuren. Regelmäßig werden im Family Store Lebensmittel angeboten, die von Geschäften und anderen Betrieben “gerettet” wurden und ansonsten möglicherweise vernichtet worden wären. Diese Lebensmittel können von den Besucherinnen und Besuchern kostenlos mitgenommen werden. Damit leistet das gemeinsame Angebot zugleich einen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung und für einen verantwortungsvollen Umgang mit wertvollen Ressourcen.

Die neuen Öffnungszeiten gelten ab sofort:

Montag bis Freitag: 10:00 bis 18:00 Uhr
Samstag: 10:00 bis 16:00 Uhr

Weitere Informationen zum Family Store gibt es unter www.family-store.org.

Kategorien
Kultur Soziales Veranstaltung

Fünf Chöre, eine Stimme für den guten Zweck: Benefizkonzert zum 50-jährigen Jubiläum des St. Georgshof

Am 10. Oktober erwartet die Besucher in der Weichberghalle ein musikalisch vielseitiger Abend – Günther Sigl singt gemeinsam mit Bewohner Rainer Polik – Fotoausstellung „Lebensträume“ bereits ab 19 Uhr zu sehen

Rettenbach am Auerberg. Chormusik in großer Bandbreite, gemeinsame Auftritte und ein Abend zugunsten der „Lebensträume“: Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des BRK St. Georgshof findet am Samstag, 10. Oktober 2026, um 20 Uhr ein Benefizkonzert in der Weichberghalle in Rettenbach am Auerberg statt. Unter dem Motto „5 Chöre – 1 Stimme für den guten Zweck“ gestalten der Männerchor und Sangtissima aus Rettenbach, Via Harmonie aus Schongau/Altenstadt, der Kirchenchor aus Bidingen sowie der Singkreis aus Ingenried den Abend.

Das Programm zeigt eine große musikalische Bandbreite. Das Pubkikum erwartet eine Mischung aus Rock und Pop, deutschsprachigen Liedern, Musical- und Filmmusik, klassischen und geistlichen Chorstücken sowie internationalen Titeln. Auch unterschiedliche Sprachen und musikalische Traditionen finden ihren Platz. Die beteiligten Ensembles stehen dabei sowohl einzeln als auch in unterschiedlichen gemeinsamen Formationen auf der Bühne. Zum Abschluss vereinen sich die Mitwirkenden zu einem großen Gesamtchor.

„50 Jahre St. Georgshof sind für uns ein bedeutender Meilenstein. Umso schöner ist es, dass auch unser Benefizkonzert in diesem Jahr ganz im Zeichen des Jubiläums steht. Ich freue mich auf einen unterhaltsamen musikalischen Abend mit vielen Menschen aus Rettenbach und der Region“, sagt Joachim Lipp, Einrichtungsleiter des BRK St. Georgshof.

Günther Sigl und Rainer Polik gemeinsam auf der Bühne

Ein besonderer Programmpunkt führt Günther Sigl, Sänger und Frontmann der Spider Murphy Gang, und Rainer Polik, Bewohner des St. Georgshof, gemeinsam auf die Bühne. Die beiden werden drei Titel aus Sigls Repertoire singen: „Unterm Flauchersteg“, „Sommer in der Stadt“ und „Herzklopfen“. Auch gemeinsam mit dem Männerchor sowie beim Finale wird Sigl an diesem Abend zu hören sein.

Für Lipp hat gerade dieser Auftritt eine besondere Bedeutung: „Ich freue mich sehr für Rainer Polik, dass er gemeinsam mit Günther Sigl auf der Bühne stehen und mehrere Lieder mit ihm singen wird. Für den talentierten und leidenschaftlichen Musiker Polik ist das sicher ein bleibender Moment.“

„Lebensträume“ bereits ab 19 Uhr zu sehen

Der Erlös des Benefizkonzerts kommt dem Projekt „Lebensträume“ des St. Georgshof zugute. Bereits ab 19 Uhr und damit eine Stunde vor Konzertbeginn können Besucherinnen und Besucher die dazugehörige Fotoausstellung in der Weichberghalle betrachten. Für das seit Jahren bestehende Projekt haben sich Menschen mit psychischer Erkrankung mit der Frage „Was ist Dein Lebenstraum?“ auseinandergesetzt. Gemeinsam mit professionellen Fotografinnen und Fotografen wurden ihre persönlichen Wünsche und Vorstellungen in inszenierten Fotografien umgesetzt. Die entstandenen Bilder sind Teil einer Wanderausstellung. Auch während der Konzertpause besteht die Möglichkeit, die „Lebensträume“ anzusehen.

Auch Liebhaberinnen und Liebhaber handgefertigter Produkte können sich auf den Abend freuen. Die Ladenwerkstatt „AchSo!“ des St. Georgshof ist mit einem kleinen Verkaufsstand vertreten und bietet eine Auswahl selbstgestalteter Arbeiten an. Dazu gehören unter anderem Holzprodukte, Töpferwaren, Papeterie oder auch Kunstbilder. Die Ladenwerkstatt befindet sich im Zentrum von Rettenbach und gehört zur integrierten Förderstätte des St. Georgshof.

Der St. Georgshof, eine Einrichtung des BRK-Kreisverbands Ostallgäu, blickt 2026 auf sein 50-jähriges Bestehen zurück. Seit 1976 begleitet und unterstützt die Einrichtung in Rettenbach am Auerberg Menschen mit psychischer Beeinträchtigung.

Das Benefizkonzert beginnt am Samstag, 10. Oktober 2026, um 20 Uhr in der Weichberghalle, Dorfstraße 2, 87675 Rettenbach am Auerberg. Einlass und Besichtigung der Ausstellung „Lebensträume“ sind ab 19 Uhr möglich. Vor dem Konzert, in der Pause und im Anschluss werden Speisen und Getränke angeboten. So bleibt auch abseits des Bühnenprogramms Zeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen.

Kategorien
Kinder Soziales Weihnachten

humedica startet Weihnachtsaktion „Geschenk mit Herz“

Ein Päckchen, das Weihnachten besonders macht

Ein Ball, warme Handschuhe, Zahnpasta oder ein Kuscheltier: Was für viele Kinder selbstverständlich ist, kann andernorts zu einem ganz besonderen Weihnachtsgeschenk werden. Mit der Aktion „Geschenk mit Herz“ ruft die Kaufbeurer Hilfsorganisation humedica deshalb auch in diesem Jahr wieder Menschen in ganz Bayern dazu auf, Weihnachtspäckchen für Kinder in Not zu packen. Im vergangenen Jahr konnten auf diese Weise mehr als 70.000 Kinder beschenkt werden.

Die Päckchen gehen vor allem an Kinder in osteuropäischen Ländern wie der Ukraine, Rumänien, der Republik Moldau, Bulgarien oder Albanien. Viele von ihnen wachsen in Familien auf, in denen selbst Dinge des täglichen Bedarfs kaum zu bezahlen sind.

„Für uns sind Zahnpasta, Seife, Stifte oder warme Socken ganz gewöhnliche Dinge. Für viele der Kinder, die unsere Päckchen bekommen, sind sie etwas Besonderes“, erklärt Aktionsleiterin Roswitha Bahner-Gutsche. „Und dann gibt es natürlich das Geschenk, das beim Auspacken für leuchtende Augen sorgt – ein Spielzeug oder etwas zum Liebhaben.“

Besonders Päckchen für ältere Jungen fehlen

Gepackt werden kann für zwei Altersgruppen: für Kinder von drei bis sechs Jahren sowie für Sieben- bis Zwölfjährige. Dabei zeigt die Erfahrung der vergangenen Jahre: Für jüngere Kinder kommen besonders viele Geschenke zusammen.

„Vor allem für die größeren Jungen fehlen uns immer wieder Päckchen“, sagt Bahner-Gutsche. „Deshalb möchten wir in diesem Jahr ganz besonders dazu ermutigen, auch an sie zu denken. Ein Ball, eine Frisbeescheibe, ein Puzzle oder ein Jojo können große Freude machen.“

Damit die Geschenke möglichst gleichwertig sind und kein Kind beim gemeinsamen Auspacken enttäuscht wird, gibt humedica eine Packliste vor. In jedes Päckchen gehören unter anderem ein Körperpflegeprodukt, Zahnbürste und Zahnpasta, Schulmaterialien, haltbare Süßigkeiten und warme Kleidung. Dazu kommt ein altersgerechtes „Wow-Geschenk“.

Mehr als 70.000 Kinder im vergangenen Jahr beschenkt

Die „Geschenke mit Herz“ erreichen Kinder, die unter schwierigen Bedingungen aufwachsen. Manche leben in Familien, in denen ein Elternteil allein für den Lebensunterhalt sorgen muss. Andere wachsen in sozialen Einrichtungen auf oder verbringen längere Zeit in Krankenhäusern.

Im vergangenen Jahr konnten humedica und tausende Unterstützerinnen und Unterstützer mehr als 70.000 Kindern eine Weihnachtsfreude bereiten. „Hinter jedem einzelnen Päckchen steckt ein Mensch, der sich Zeit genommen hat, einem Kind eine Freude zu machen“, sagt Bahner-Gutsche. „Es wäre wunderbar, wenn wir in diesem Jahr noch mehr Kinder erreichen könnten.“

Sammelstellen in ganz Bayern gesucht

Eine entscheidende Rolle spielen dabei die rund 1.500 bis 1.700 Sammelstellen, die sich jedes Jahr in ganz Bayern beteiligen. Schulen, Kindergärten, Unternehmen, Vereine und Privatpersonen nehmen die fertig gepackten Geschenke entgegen und lagern sie bis zur Abholung.

Ab sofort können sich neue Sammelstellen für die Aktion 2026 registrieren. Anmeldeschluss ist der 1. November.

Zwischen St. Martin und Nikolaus holen ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer die Päckchen ab und bringen sie in die humedica-Zentrale nach Kaufbeuren. Dort werden sie kontrolliert, für den Transport vorbereitet und anschließend zu langjährigen Partnerorganisationen in Osteuropa gebracht. Diese verteilen die Geschenke gezielt an Kinder und Familien, die Unterstützung benötigen. „Viele unserer Fahrer halten sich diese Wochen jedes Jahr ganz bewusst frei“, erzählt Bahner-Gutsche. „Vom Packen über die Sammelstellen bis zum Transport lebt die Aktion davon, dass sehr viele Menschen gemeinsam etwas für Kinder tun.“

Wer selbst ein Päckchen packen möchte, findet auf www.geschenk-mit-herz.de die Packliste sowie eine Karte mit Sammelstellen in der Nähe. Die Zahl der Abgabestellen wächst bis zum Anmeldeschluss kontinuierlich. „Bei bis zu 1.700 Sammelstellen in Bayern ist meist eine ganz in der Nähe“, sagt Bahner-Gutsche. „Und jedes Päckchen zählt.“

„Geschenk mit Herz“ wird von der internationalen Hilfsorganisation humedica aus Kaufbeuren initiiert und organisiert. Finanziell unterstützt wird die Aktion von Sternstunden e.V.

Kategorien
Gesundheit Senioren Soziales

„Nicht mehr so gut zu Fuß“ trifft sich wieder am 07.10.2026

Seniorenbüro

Stadtspaziergänge „Nicht mehr so gut zu Fuß“

„Nicht mehr so gut zu Fuß“ trifft sich wieder. Nächster Stadtspaziergang am 07.10.2026 mit der Route „Weg zur Höfelmayrkapelle“. Abfahrt Plärrer: Linie 13 Richtung Neugablonz um 10.00 Uhr. Haltestelle Herz-Jesu-Kirche, Ankunft 10.11 Uhr, Rückfahrt: Waldfriedhof, Linie 13 um 14.05 Uhr Einkehrmöglichkeit im Alpenblick zum geselligen Ausklang.

Die gemütlichen kleinen Wanderungen eignen sich für all diejenigen die gerne mit Anderen eine kleine Runde in Kaufbeuren und Umgebung drehen möchten. Ansprechpartner ist das Seniorenbüro in Kaufbeuren unter der Telefonnummer 08341/437 203.

Kategorien
Bildung Kinder Soziales

Zehn Jahre Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“

Grafik KI generiert

Ein Ort der Begegnung, der praktischen Hilfe und der gelebten christlichen Verantwortung in Neugablonz

Kaufbeuren-Neugablonz 28.09.2026 – Im Herbst feiert die Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ ihr zehnjähriges Bestehen. Die Stiftung wurde am 10. September 2016 errichtet und hat sich seither in Neugablonz zu einem festen Bestandteil des sozialen Lebens entwickelt. Viele Menschen kennen die Stiftung, weit über die Stadtgrenzen von Kaufbeuren hinweg, vor allem durch den großen Family Store in der Hüttenstraße. Doch hinter dem Secondhand-Kaufhaus steht von Anfang an ein viel größerer Gedanke: ein Family Center, in dem Menschen praktische Unterstützung finden, einander begegnen, Gemeinschaft erleben und im Alltag gestärkt werden.

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens möchte die Stiftung im Oktober auch den vielen Kundinnen und Kunden danken, die den Family Store seit Jahren besuchen, unterstützen und weiterempfehlen. Deshalb gewährt die Stiftung im Oktober zehn Prozent Rabatt auf alle Waren im Family Store. Der Jubiläumsrabatt soll ein kleines Zeichen der Dankbarkeit sein — und zugleich eine Einladung, das Family Center neu oder wieder einmal zu besuchen.

Die Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ knüpft an eine lange Geschichte christlich motivierter Hilfe an, die in Neugablonz eng mit humedica verbunden ist. Über Jahrzehnte entstand aus Kaufbeuren heraus weltweite humanitäre Hilfe für Menschen in Not. Mit der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ wurde dieser Gedanke bewusst auch auf die Situation vor der eigenen Haustür übertragen. Hilfe soll nicht nur dort geschehen, wo Katastrophen und Krisen weit entfernt sichtbar werden, sondern ebenso dort, wo Menschen in der eigenen Stadt Unterstützung, Ermutigung und Zuwendung brauchen.

Die christliche Motivation der Stiftung lässt sich einfach beschreiben: Jeder Mensch besitzt eine von Gott geschenkte Würde. Deshalb sollen Menschen nicht übersehen, vorschnell beurteilt oder auf ihre Not reduziert werden. Nächstenliebe bedeutet für die Stiftung, Menschen in ihrer konkreten Lebenssituation wahrzunehmen, ihnen mit Respekt zu begegnen und dort praktisch zu helfen, wo Hilfe möglich ist. Diese Haltung prägt die Arbeit im Family Store ebenso wie die sozialen Angebote im Family Center.

„Nächstenliebe beginnt nicht erst am anderen Ende der Welt. Sie beginnt dort, wo Menschen bereit sind, Verantwortung füreinander zu übernehmen“, beschreibt Wolfgang Groß, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, den Grundgedanken. „Unsere Stiftung möchte dazu beitragen, dass Menschen nicht übersehen werden — ganz gleich, ob sie praktische Hilfe, ein offenes Ohr, soziale Begegnung oder einfach einen Ort brauchen, an dem sie willkommen sind.“

Der sichtbarste Teil der Stiftungsarbeit ist der Family Store. Gut erhaltene Kleidung, Möbel, Haushaltswaren, Bücher, Spielzeug, Geschirr und viele andere Dinge werden dort angenommen, geprüft, sortiert, präsentiert und zu günstigen Preisen weitergegeben. Was der eine nicht mehr benötigt, kann für einen anderen eine große Unterstützung sein. Auf diese Weise verbindet der Family Store soziale Hilfe mit Nachhaltigkeit. Dinge werden nicht vorschnell entsorgt, sondern erhalten eine zweite Chance. Familien mit kleinem Budget, Seniorinnen und Senioren, Alleinstehende, Menschen mit Migrationsgeschichte und viele weitere Kundinnen und Kunden finden hier bezahlbare Waren für den Alltag.

Dass der Family Store in dieser Form entstehen und über viele Jahre wachsen konnte, ist in besonderer Weise mit dem Leitungsteam verbunden. Matthias Malzkorn leitet den Family Store gemeinsam mit seiner Frau Sylvia mit großem persönlichen Einsatz, Erfahrung, Herz und praktischer Tatkraft. Auch Jürgen Jakoby, Mitglied des Stiftungsvorstands, hat die Arbeit der Stiftung von Anfang an wesentlich mitgetragen. Ohne dieses Leitungsteam, ohne die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ohne die vielen Ehrenamtlichen wäre die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre nicht möglich gewesen.

Matthias Malzkorn beschreibt die Arbeit so: „Für uns ist der Family Store nicht einfach ein Laden. Natürlich verkaufen wir Kleidung, Möbel und viele Dinge für den Alltag. Aber dahinter stehen Menschen — Menschen, die etwas spenden, Menschen, die günstig einkaufen müssen oder möchten, und Menschen, die hier mitarbeiten. Besonders schön ist es, wenn aus einem Einkauf oder einer Sachspende eine Begegnung entsteht. Dann merkt man: Diese Arbeit hat einen Sinn, der weit über den Verkauf hinausgeht.“

Doch der Family Store ist mehr als ein Kaufhaus. Er ist der wirtschaftliche und organisatorische Anker eines umfassenderen sozialen Konzeptes. Im Family Center kommen Menschen aus unterschiedlichen Lebenssituationen miteinander in Kontakt: Kundinnen und Kunden, Spenderinnen und Spender, hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeitende, Nachbarn aus dem Stadtteil, Familien, ältere Menschen und Menschen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen Unterstützung suchen. Aus vielen einzelnen Begegnungen entsteht etwas, das für eine Stadtgesellschaft kostbar ist: Zusammenhalt.

In den vergangenen Jahren ist das Family Center Schritt für Schritt gewachsen. Neben dem Secondhand-Angebot entstanden Begegnungsmöglichkeiten, soziale Aktivitäten und praktische Hilfen. Dazu gehören unter anderem Angebote für Seniorinnen und Senioren, Gesprächs- und Begegnungsformate, Unterstützung im Alltag, Veranstaltungen, spontane Hilfen in schwierigen Lebenssituationen sowie die Nutzung von Räumen für soziale und gemeinnützige Zwecke. Immer wieder zeigt sich dabei: Wo Menschen zusammenkommen, entstehen Gespräche. Wo Gespräche entstehen, kann Vertrauen wachsen. Und wo Vertrauen wächst, werden konkrete Hilfen möglich.

Ein besonderes Merkmal der Stiftung ist die Verbindung von praktischer Hilfe und menschlicher Nähe. Es geht nicht nur um Waren, Räume oder Angebote. Es geht um Würde. Menschen sollen nicht als „Fälle“ oder „Bedürftige“ wahrgenommen werden, sondern als Personen mit einer eigenen Geschichte, mit Fähigkeiten, Sorgen, Hoffnungen und Fragen. Genau darin liegt der besondere Charakter des Family Centers: Es verbindet materielle Unterstützung mit Wertschätzung und Begegnung.

Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen unter steigenden Lebenshaltungskosten, Einsamkeit, Unsicherheit oder persönlichen Belastungen leiden, sind solche Orte wichtig. Ein Family Center kann staatliche Hilfen nicht ersetzen. Aber es kann etwas tun, das keine Behörde und kein Formular leisten kann: menschliche Nähe schenken, unkomplizierte Hilfe ermöglichen und Menschen miteinander verbinden. Oft beginnt Hilfe nicht mit einem großen Programm, sondern mit einem Gespräch, einer Tasse Kaffee, einer helfenden Hand oder der einfachen Erfahrung: Hier werde ich gesehen.

Unverzichtbar für diese Arbeit sind die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ohne ihr Engagement wäre vieles nicht möglich. Sie helfen im Family Store, nehmen Sachspenden an, sortieren Waren, bereiten Möbel und Haushaltsgegenstände auf, gestalten Verkaufsflächen, beraten Kundinnen und Kunden, unterstützen bei Transporten, helfen bei Veranstaltungen, begrüßen Gäste, schenken Kaffee aus, hören zu und packen dort mit an, wo gerade Hilfe gebraucht wird.

Viele dieser Dienste geschehen im Hintergrund. Von außen ist oft kaum sichtbar, wie viel Arbeit nötig ist, damit der Family Store funktioniert und das Family Center eine freundliche, einladende Atmosphäre behält. Regale werden eingeräumt, Waren gereinigt, Möbel bewegt, Räume vorbereitet, Lager geordnet, Gespräche geführt und kleine praktische Probleme gelöst. Gerade diese vielen unscheinbaren Aufgaben tragen wesentlich dazu bei, dass sich Menschen willkommen fühlen.

Ehrenamt bedeutet bei der Stiftung nicht, sich zu überfordern. Niemand muss täglich da sein. Manche helfen einmal in der Woche, andere an einem festen Vormittag oder Nachmittag, wieder andere gelegentlich bei besonderen Aktionen. Entscheidend ist nicht die Zahl der Stunden, sondern die Bereitschaft, Teil einer gemeinsamen Aufgabe zu werden. Dabei können ganz unterschiedliche Begabungen eingebracht werden: Freude am Umgang mit Menschen, handwerkliches Geschick, organisatorisches Talent, ein Auge für Dekoration, die Fähigkeit zuzuhören oder einfach die Bereitschaft, praktisch anzupacken.

Viele Ehrenamtliche erleben ihren Dienst nicht nur als Hilfe für andere, sondern auch als Bereicherung für sich selbst. Sie erfahren: Meine Zeit ist wertvoll. Meine Fähigkeiten werden gebraucht. Ich kann etwas Sinnvolles tun. Gerade Menschen im Ruhestand, aber auch Berufstätige, Jugendliche, Menschen in Übergangszeiten oder Personen, die neue Kontakte suchen, können im Family Center eine Aufgabe finden, die zu ihnen passt.

„Wir sind sehr dankbar für alle Menschen, die sich in den vergangenen Jahren mit Zeit, Kraft, Ideen, Sachspenden, finanzieller Unterstützung und Gebet eingebracht haben“, sagt Wolfgang Groß. „Das zehnjährige Bestehen unserer Stiftung ist für uns deshalb nicht in erster Linie ein Anlass, auf eine Organisation zu blicken, sondern auf Menschen. Auf Menschen, die geholfen haben. Auf Menschen, die Hilfe erfahren haben. Und auf viele Begegnungen, in denen Nächstenliebe ganz praktisch geworden ist.“

Auch das Gebäude in der Hüttenstraße hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen sozialen Ort entwickelt. Neben dem Family Store gehören zum Stiftungshaus auch weitere Räume und Wohnungen. So ist ein lebendiger Ort entstanden, an dem Einkaufen, Begegnung, Wohnen, soziale Verantwortung und Nachbarschaft miteinander verbunden sind. Die Stiftung möchte damit zeigen, dass soziales Engagement nicht abstrakt bleiben muss. Es kann mitten im Stadtteil sichtbar werden — offen, praktisch und nah bei den Menschen.

Der Name der Stiftung ist dabei bewusst gewählt. „Nächstenliebe in Aktion“ soll ausdrücken, dass Liebe zum Nächsten nicht nur ein schönes Wort ist, sondern konkrete Gestalt annimmt. Sie zeigt sich in Zeit, die jemand schenkt. In Möbeln, die weitergegeben werden. In Kleidung, die eine Familie entlastet. In einer Einladung zum Gespräch. In Geduld an einem anstrengenden Tag. In einem respektvollen Umgangston. In einer helfenden Hand. Und manchmal auch darin, dass jemand einfach da ist.

Zum zehnjährigen Bestehen blickt die Stiftung dankbar zurück — aber auch nach vorne. Die sozialen Herausforderungen in der Stadt und in der Region werden nicht kleiner. Viele Menschen geraten finanziell oder persönlich unter Druck. Andere leiden unter Einsamkeit oder fehlenden sozialen Kontakten. Familien stehen vor steigenden Kosten. Ältere Menschen brauchen Begegnung und Unterstützung. Menschen mit Migrationsgeschichte suchen Orientierung und Anschluss. Für all diese Situationen möchte die Stiftung auch künftig ein verlässlicher Ort sein.

Damit diese Arbeit auch in Zukunft möglich bleibt, ist die Stiftung neben Sachspenden und ehrenamtlichem Engagement dringend auch auf Geldspenden angewiesen. Der Betrieb eines Family Centers, soziale Hilfen, Begegnungsangebote, Räume, Fahrzeuge, Energie, Personal und viele praktische Dienste verursachen laufende Kosten, die nicht allein durch den Verkauf im Family Store gedeckt werden können. Wer die Arbeit der Stiftung finanziell unterstützen möchte, kann dies über die Website unter www.nia-stiftung.org/spenden tun.

Deshalb sucht die Stiftung weiterhin Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten. Gesucht werden Helferinnen und Helfer für den Family Store, für das Sachspendenlager, für Möbel- und Transportdienste, für Begegnungsangebote, Veranstaltungen, Gästebetreuung, praktische Arbeiten im Haus und viele weitere Aufgaben. Auch wer zunächst nur unverbindlich hineinschnuppern möchte, ist willkommen.

Denn Ehrenamt beginnt nicht immer mit einem großen Entschluss. Manchmal beginnt es mit einer einfachen Frage: „Wo kann ich helfen?“ Aus dieser Frage kann ein regelmäßiger Dienst entstehen, eine neue Aufgabe, eine wertvolle Begegnung — und vielleicht auch ein Stück neue Lebensfreude.

Das zehnjährige Jubiläum der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ ist deshalb mehr als ein Rückblick. Es ist ein Dank an alle, die diesen Weg mitgegangen sind. Es ist eine Einladung an neue Unterstützerinnen und Unterstützer. Und es ist ein Zeichen dafür, dass Zusammenhalt nicht nur ein Wort bleiben muss, sondern gelebt werden kann — mitten in Neugablonz, mitten im Alltag, mitten unter uns.

Jubiläumsaktion im Oktober

Zum zehnjährigen Bestehen gewährt die Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ im gesamten Monat Oktober zehn Prozent Rabatt auf alle Waren im Family Store. Damit möchte die Stiftung ihren Kundinnen und Kunden danken und zugleich viele Menschen einladen, das Family Center in der Hüttenstraße zu besuchen.

Infokasten: Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“

Die Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ wurde am 10. September 2016 errichtet und betreibt in Kaufbeuren-Neugablonz das Family Center mit dem integrierten Family Store in der Hüttenstraße. Der Family Store ist ein großes Secondhand-Kaufhaus für Kleidung, Möbel, Haushaltswaren, Bücher, Spielzeug und vieles mehr. Zugleich versteht sich das Family Center als Ort der Begegnung, praktischen Hilfe und sozialen Verantwortung.

Die Arbeit wird getragen von einem engagierten Leitungsteam, hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, vielen Ehrenamtlichen sowie Unterstützerinnen und Unterstützern, die sich mit Zeit, Sachspenden, Geldspenden und praktischer Hilfe einbringen.

Ehrenamtlich mithelfen

Die Stiftung freut sich über Menschen, die sich ehrenamtlich im Family Center und im Family Store engagieren möchten — regelmäßig oder gelegentlich.

Mögliche Einsatzbereiche sind zum Beispiel:

* Mithilfe im Sachspendenlager
* Möbel- und Transportdienste
* Unterstützung im Family Store
* Mithilfe bei Begegnungsangeboten
* Unterstützung bei Veranstaltungen
* Gästebetreuung, zum Beispiel beim Seniorenfrühstück oder bei besonderen sozialen Angeboten
* praktische Arbeiten im Haus
* kleinere handwerkliche Tätigkeiten
* Unterstützung bei saisonalen Aktionen
* Hausaufgabenhilfe
* und vieles mehr

Interessierte können sich bei Wolfgang Groß unter der E-Mail-Adresse w.gross@nia-stiftung.org melden.

Spenden

Die Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ ist für ihre sozialen Aufgaben dringend auch auf Geldspenden angewiesen. Spenden sind möglich über www.nia-stiftung.org/spenden.

Kategorien
Gesundheit Senioren Soziales Verwaltung

Demenz – (k)eine Frage des Alters

Auch viele Bewohner von Altenheimen besuchten den Gottesdienst

Demenzsensibler Gottesdienst findet in der Dreifaltigkeitskirche statt

Demenz – (k)eine Frage des Alters. So lautete das Motto des diesjährigen Welt-Alzheimertages. Anlässlich dieses Tages und der Woche der Demenz fand in der Dreifaltigkeitskirche in Kaufbeuren ein besonderer demenzsensibler Gottesdienst statt. Gemeinsam gestaltet von Karin Gröger, Gemeindereferentin der katholischen Pfarreiengemeinschaft, Reinhold Netz, Diakon der evangelischen Kirche und Holger Laske, Seelsorger und Priester der Altkatholischen Pfarrgemeinde. Die Auswahl an vertrauten Kirchenliedern und Gebeten schuf eine Atmosphäre, die auch den an Demenz Erkrankten Zugang zur Feier ermöglichte. Ein besonderer Moment war wieder der Segen, der durch die Kirchenvertreter direkt jedem Besucher erteilt wurde. Zusätzlich gab es für die Besucher des Gottesdienstes ein Lebkuchenherz.
Das Netzwerk Pflege Kaufbeuren und das Seniorenbüro, die den Gottesdienst mitorganisiert hatten, möchten mit dieser Veranstaltung ein Zeichen setzen: Menschen mit Demenz sind Teil unserer Gesellschaft und verdienen Unterstützung, Respekt und Würde. Mit Initiativen wie diesem Gottesdienst soll ein Beitrag dazu geleistet werden, die oft unsichtbare Erkrankung ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken und Betroffene sowie Angehörige zu ermutigen, gemeinsam, mutig und offen mit Ihrer Krankheit umzugehen. Am Ende des Gottesdienstes übergab Eli Thomae den Vertretern der Altenheime aus Kaufbeuren jeweils noch eine „Nesteldecke“. Diese speziellen, liebevoll gestalteten Decken enthalten verschiedene haptische Elemente (wie Knöpfe, Reißverschlüsse oder Bänder). Sie dienen dazu, unruhigen Demenzerkrankten Beschäftigung sowie Geborgenheit zu bieten und ihnen dabei zu helfen, zur Ruhe zu kommen. Die übergebenen Nesteldecken wurden von den beiden Quiltgruppen „Elgimomos“ und „Jörgis“ genäht. Weitere können in einem Workshop der VHS Kaufbeuren (10.10. – Anmeldung über VHS) genäht und den Altenheimen gespendet werden.

Kategorien
Panorama Soziales

Gemeinsam durch die Trauer: Hospizverein Kaufbeuren/Ostallgäu e.V. lädt zum Trauerspaziergang ein

Bewegung, Natur und Begegnung: Am 1. Oktober bietet der Hospizverein einen gemeinsamen Spaziergang für Trauernde an

Trauer kann viele Formen annehmen und jeder Mensch geht anders mit einem Verlust um. Manchmal kann es guttun, in Bewegung zu kommen, die Natur wahrzunehmen und Menschen zu begegnen, die Ähnliches erfahren haben. Dazu lädt der Hospizverein Kaufbeuren-Ostallgäu e.V. am Donnerstag, 1. Oktober 2026, von 14.30 bis 16.30 Uhr zu einem Trauerspaziergang ein.

Unter dem Motto „Gemeinsam durch die Trauer“ bietet der Spaziergang Raum für Begegnung und Austausch. Wer möchte, kann von eigenen Erfahrungen erzählen und mit anderen ins Gespräch kommen. Ebenso ist es möglich, einfach dabei zu sein und gemeinsam ein Stück des Weges zu gehen. Im Mittelpunkt steht nicht das Zurücklegen einer bestimmten Strecke, sondern die gemeinsame Zeit in der Natur.

Das Angebot richtet sich an alle Menschen, die um einen Angehörigen oder einen anderen nahestehenden Menschen trauern. Vorkenntnisse oder eine bisherige Verbindung zum Hospizverein sind nicht erforderlich.

Treffpunkt ist der Parkplatz St. Severin Abtei, Eichwald 7 in Kaufbeuren. Beginn ist um 14.30 Uhr, das Ende ist gegen 16.30 Uhr vorgesehen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, der Witterung entsprechende Kleidung und festes Schuhwerk zu tragen. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr.

Eine Anmeldung bis zum 30. September 2026 ist unter 08341 – 99 44 43 möglich.

Kategorien
Senioren Soziales

Neue Pflegelotsin unterstützt ältere Menschen in Kaufbeuren

Melissa Aust, Foto von Felix Franke

Präventive Hausbesuche bieten frühzeitig Beratung und Orientierung rund um Pflege und Unterstützung im Alltag

Wer Fragen rund um das Älterwerden, Pflege oder Unterstützung im Alltag hat, muss nicht warten, bis ein konkreter Pflegebedarf entsteht. Die Stadt Kaufbeuren bietet mit den präventiven Hausbesuchen bereits seit einiger Zeit eine niedrigschwellige Möglichkeit, sich frühzeitig und ganz individuell beraten zu lassen. Seit August ist Melissa Aust als neue Pflegelotsin Ansprechpartnerin für das Angebot und führt die präventiven Hausbesuche ihrer Vorgängerin, Sophia Kraiß, in Kaufbeuren fort.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie ältere Menschen möglichst lange selbstständig und sicher in ihrer vertrauten Umgebung leben können. Dabei kann es um ganz unterschiedliche Themen gehen: Welche Unterstützung gibt es im Alltag? Welche Möglichkeiten zur Entlastung von Angehörigen gibt es? Welche Pflegeleistungen kommen infrage? Wie wird ein Pflegegrad beantragt? Und an welche Stellen kann man sich mit weiteren Fragen wenden?

„Mir ist wichtig, dass ältere Menschen wissen, an wen sie sich mit ihren Fragen wenden können und welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt“, erklärt Melissa Aust „Oft gibt es bereits viele Angebote, aber es ist gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten. Bei einem präventiven Hausbesuch können wir ganz in Ruhe schauen, was zur persönlichen Situation passt und was vielleicht schon frühzeitig hilfreich sein könnte.“

Die studierte Gesundheitswirtin ist gebürtige Kaufbeurerin und bringt bereits erste Erfahrungen aus der Pflegeberatung mit. Während ihrer Tätigkeit als Werkstudentin konnte sie Einblicke in die vielfältigen Fragen und Anliegen älterer Menschen und ihrer Angehörigen gewinnen. „Für mich ist es schön, jetzt wieder in Kaufbeuren tätig zu sein. Ich kenne die Stadt und die Menschen hier und freue mich darauf, die bestehenden Angebote und Anlaufstellen noch besser kennenzulernen und miteinander zu verknüpfen“, so Melissa Aust.

Ein besonderer Vorteil der präventiven Hausbesuche ist, dass die Beratung direkt im vertrauten Zuhause stattfinden kann. Dadurch können gemeinsam die individuelle Lebenssituation und mögliche Herausforderungen im Alltag betrachtet werden. Ziel ist nicht, den Menschen etwas vorzugeben, sondern gemeinsam Lösungen zu finden, die zu den eigenen Bedürfnissen und Vorstellungen passen.

Dabei versteht sich die Pflegelotsin als Wegweiserin durch die vielfältigen Unterstützungsangebote. Bei Bedarf kann sie über passende Anlaufstellen informieren und den Kontakt zu weiteren Beratungs- und Hilfsangeboten herstellen. Das Angebot ergänzt damit die bereits bestehenden Strukturen in Kaufbeuren.

Das Büro der Guten-Pflegelotsin befindet sich zentral gelegen im Baumgarten 32, mitten in der Altstadt Kaufbeurens. Interessierte ältere Menschen sowie Angehörige können sich mit ihren Fragen rund um Pflege, Unterstützung und ein selbstständiges Leben im Alter an die Pflegelotsin wenden.

Das Projekt wird über das Förderprogramm „Gute Pflege in Bayern (GutePflegeFöR)“ des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention gefördert. Ziel des Förderprogramms ist es, eine bedarfsgerechte und am sozialen Nahraum orientierte Pflege zu stärken und Menschen dabei zu unterstützen, auch bei Pflegebedarf oder drohender Pflegebedürftigkeit möglichst lange im vertrauten Umfeld zu Hause leben zu können.

 

Kontaktdaten
Melissa Aust
Baumgarten 32, 87600 Kaufbeuren
Tel.: 08341 437208
E-Mail: melissa.aust@kaufbeuren.de

Kategorien
Bildung Gesundheit Soziales

Fortbildungstag: Professioneller Umgang mit Sterbewünschen

Bild: Melanie Buchmüller

Zwischen Mitgefühl und Verantwortung

Wenn ein betreuter Mensch den Wunsch äußert, nicht mehr leben zu wollen, kann das Mitarbeitende vor große menschliche und fachliche Herausforderungen stellen.

BLICKLICHT bietet deshalb am Donnerstag, 8. Oktober 2026, einen Fortbildungstag zum professionellen Umgang mit Sterbewünschen an.

Was kann sich hinter einem solchen Wunsch verbergen? Wie können Mitarbeitende angemessen reagieren und Gespräche sensibel und sicher führen?

Die Fortbildung bietet Raum, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Neben ethischen und rechtlichen Aspekten geht es insbesondere um die Reflexion der eigenen Haltung sowie um hilfreiche Kommunikationsstrategien und konkrete Handlungskompetenzen für die Praxis.

Referentin ist Petra Mayer, Ausbilderin für Palliative Care im Auftrag der DGP, Ethikberaterin im Gesundheitswesen und Mediatorin (ITM).

  • Termin: Donnerstag, 8. Oktober 2026, 9:00–16:30 Uhr
  • Ort: Blicklicht, Am Bleichanger 33, 87600 Kaufbeuren
  • Teilnahmegebühr: 120 Euro inklusive Pausenverpflegung
  • Anmeldung und Kontakt: Tel. 08341 960 2952 · info@blicklicht.org

Kategorien
Bildung Jugend Kinder Kultur Soziales Veranstaltung Werbung

Premiere von Neuem Stück in der Kulturwerkstatt – Sommer 87

Foto: Kulturwerkstatt Kaufbeuren

Neues Stück führt in die DDR kurz vor dem Mauerfall – Jugendliche stellen Fragen nach Freiheit, Wahrheit und Mut

Kaufbeuren. Mit dem neuen Stück „Sommer 87“ feiert die Kulturwerkstatt am Samstag, 26. September 2026, um 19 Uhr Premiere. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe Jugendlicher in der DDR kurz vor dem Mauerfall, die mit einem selbst geschriebenen Theaterstück unbequeme Fragen nach Freiheit, Wahrheit und Mut stellt.

Was zunächst als kreativer Protest beginnt, bleibt nicht unbemerkt. Die Jugendlichen geraten ins Visier der Staatsmacht und müssen erfahren, welche Folgen es haben kann, die eigene Stimme zu erheben.

Freundschaft, Zivilcourage und der Preis der Freiheit

„Sommer 87“ erzählt von Freundschaft, Zivilcourage und dem Mut, für die eigenen Überzeugungen einzustehen. Zugleich beschäftigt sich das Stück mit der Frage, welchen Preis Freiheit haben kann und was geschieht, wenn junge Menschen gesellschaftliche Grenzen infrage stellen.

Die Inszenierung ist für Zuschauerinnen und Zuschauer ab zwölf Jahren empfohlen.

Regie führt Jannis Konrad, unterstützt von Frida Dopfer, Tamara Otparlik und Amelie Hassfurter.

Weitere Aufführungen im Oktober

Nach der Premiere folgen weitere öffentliche Vorstellungen am:

  • Donnerstag, 1. Oktober, 19 Uhr
  • Freitag, 2. Oktober, 19 Uhr
  • Samstag, 3. Oktober, 19 Uhr
  • Freitag, 9. Oktober, 19 Uhr
  • Samstag, 10. Oktober, 19 Uhr

Mit „Sommer 87“ bringt die Kulturwerkstatt ein Stück auf die Bühne, das historische Erfahrungen mit Fragen verbindet, die auch heute aktuell sind: Wie wichtig ist die eigene Stimme? Wann wird aus Anpassung Widerstand? Und was braucht es, um für Freiheit und Wahrheit einzustehen?

Kategorien
Kinder Soziales

Selams Weg: Flucht, Mut und ein neues Zuhause in Kaufbeuren

Teil 2 der Artikelserie „Wohnraum ist ein Menschenrecht“ – Grafik: KI generiert

Nach Flucht und Jahren der Unsicherheit findet eine junge Mutter aus Eritrea mit ihren Kindern in Kaufbeuren ein Zuhause. Ihre Geschichte zeigt, warum eine eigene Wohnung weit mehr bedeutet als nur ein Dach über dem Kopf.

Eine junge Mutter aus Eritrea erzählt, warum eine eigene Wohnung für sie mehr bedeutet als nur ein Dach über dem Kopf.

Menschen aus Eritrea verlassen ihre Heimat meist nicht freiwillig. Das ostafrikanische Land gilt seit Jahren als eines der repressivsten Regime der Welt. Es gibt keine freien Wahlen, keine unabhängigen Medien und kaum Möglichkeiten, das eigene Leben selbstbestimmt zu gestalten. Der sogenannte Nationaldienst ist zeitlich unbegrenzt und kann sich über Jahrzehnte erstrecken. Wer sich widersetzt, riskiert Gefängnis oder Gewalt. Besonders junge Menschen und Frauen leben in ständiger Unsicherheit.

Auch Selam – ihr Name wurde zum Schutz ihrer Privatsphäre geändert – sah für sich und ihr Kind keine Zukunft mehr in diesem System. Als alleinerziehende Mutter entschied sie sich, ihre Heimat zu verlassen.

„Ich wollte nur, dass mein Kind ohne Angst aufwachsen kann“, sagt sie heute.

Ihre Flucht führte sie zunächst in den Sudan. Doch auch dort fand sie keinen dauerhaften Schutz. Viele Geflüchtete aus Eritrea leben in Khartum ohne gesicherten Aufenthaltsstatus, ohne Zugang zu regulärer Arbeit und ohne soziale Absicherung. Für alleinstehende Frauen mit Kindern ist die Situation besonders schwierig.

Als sich die Lage weiter verschlechterte, entschied sich Selam für den gefährlichsten Schritt ihrer Reise: die Überfahrt über das Mittelmeer. Mit ihrem kleinen Kind bestieg sie ein Boot Richtung Europa.

„Ich hatte große Angst auf dem Meer. Aber ich wusste, dass wir sonst keine Zukunft haben.“

Nach ihrer Ankunft in Deutschland führte ihr Weg schließlich nach Kaufbeuren. Doch auch hier begann zunächst eine Zeit voller Unsicherheit. Neben Sprachbarrieren und komplizierten Behördenwegen stellte sich vor allem die Suche nach bezahlbarem Wohnraum als große Herausforderung heraus – ein Problem, das viele Geflüchtete, aber auch zahlreiche Einheimische betrifft.

Durch die Unterstützung der Stiftung Nächstenliebe in Aktion fand sie Begleitung im Alltag: Hilfe bei Behördenangelegenheiten, Arztterminen und Anträgen sowie Unterstützung bei der Organisation der Kinderbetreuung. Im Family Center Neugablonz besuchte sie außerdem das Sprachangebot „Wir sprechen Deutsch“, lernte neue Menschen kennen und konnte erste Schritte in der neuen Gesellschaft gehen.

Ein entscheidender Wendepunkt kam mit der Zusage für eine eigene Wohnung. Nach langer Suche fand Selam schließlich ein Zuhause, in dem sie und ihre Kinder zur Ruhe kommen konnten.

„Als ich den Schlüssel für unsere Wohnung bekommen habe, hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, wirklich angekommen zu sein.“

Heute lebt Selam mit ihren beiden Kindern in Kaufbeuren und arbeitet als Reinigungskraft in einem Pflegeheim. Schritt für Schritt baut sie sich ein neues Leben auf. Sie besucht weiterhin Begegnungsangebote im Family Center, lernt Deutsch und bleibt in engem Kontakt mit der Stiftung, die sie seit mehreren Jahren begleitet.

Selams Geschichte zeigt, welche zentrale Rolle Wohnraum für Integration spielt. Ohne eine eigene Wohnung bleibt vieles provisorisch: Arbeit, Kinderbetreuung, soziale Kontakte und das Gefühl von Sicherheit. Ein Zuhause ist mehr als ein Dach über dem Kopf – es ist die Grundlage für Stabilität und Zukunftsperspektiven.

Gerade in Städten wie Kaufbeuren, in denen bezahlbarer Wohnraum knapp ist, wird diese Herausforderung besonders deutlich – für Geflüchtete ebenso wie für viele andere Menschen auf Wohnungssuche.

—–

Infobox: Stiftung Nächstenliebe in Aktion

Die Stiftung Nächstenliebe in Aktion engagiert sich in Neugablonz und Umgebung für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Mit dem Family Center, dem Family Store und verschiedenen sozialen Angeboten schafft sie Orte der Begegnung, praktischen Hilfe und Ermutigung.

Wenn Sie eine Wohnung anbieten können, melden Sie sich gerne bei::

Wolfgang Groß

Vorstandsvorsitzender

Stiftung Nächstenliebe in Aktion

Telefon: 0151 71993474

E-Mail: wohnraumangebot@icloud.com

WEB: www.nia-stiftung.org

Kategorien
Kultur Natur & Tiere Politik Soziales

Mehr Grün für die Kaufbeurer Altstadt

Foto: Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren, Florian Gleich

In Ludwigstraße und Schmiedgasse stehen neue Stadtbäume

Bei der Einweihung kamen Vertreter*innen der Stadt Kaufbeuren, der Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren, von VWEW-energie, der Aktionsgemeinschaft und der Ludwigstraßen-Community zusammen.

„Vielfalt ist unsere Stärke. Wenn jeder etwas Kleines beiträgt, können wir viel erreichen.“ Mit diesen Worten machte Vita Saccone vom Utopia deutlich, was eine lebenswerte Stadt braucht: Lebensqualität, Begegnung, Austausch und viel Grün.

Dass das Projekt weiter wachsen konnte, ist auch dem Einsatz der Stadt Kaufbeuren zu verdanken. Wirtschaftsreferent Andreas Bauer unterstützte die Umsetzung des Projekts von Anfang an und Oberbürgermeister Stefan Bosse zeigte sich bei der Einweihung erfreut über den Zusammenhalt innerhalb der Stadtgesellschaft und dankte allen Beteiligten, denn die neuen Bäume wurden vollständig über Spenden und Patenschaften finanziert.

Unser herzlicher Dank gilt deshalb VWEW-energie, der Ludwigstraßen-Community und der Aktionsgemeinschaft Kaufbeuren sowie allen weiteren Sponsor*innen und Unterstützer*innen!

Für die Lebenshilfe ist das Projekt zugleich ein wichtiger Baustein für Teilhabe am Arbeitsleben: Das Team des Institutsgartens kümmert sich im Rahmen des Projekts „Inklusion am Arbeitsplatz“ bereits um bestehende Stadtbäume und übernimmt nun auch die Pflege der neuen Bäume.

Dafür gibt es künftig praktische Unterstützung: Ein E-Trike mit Wassertank ermöglicht es dem Garten-Team, die Bäume nachhaltig mit Wasser zu versorgen. Auch hierfür danken wir VWEW-energie und allen weiteren Unterstützer*innen herzlich.

Ein großes Dankeschön geht außerdem an die Gärtnerei Schorer, die das Team bei der Auswahl und Pflege der Bäume fachkundig begleitet.

Gemeinsam machen wir die Altstadt grüner und ein Stück lebenswerter!

Kategorien
Jugend Soziales

72 Stunden Jugendsozialaktion geht 2027 in die nächste Runde

Foto: Sophie Stadtmüller

Online-Infoabende für interessierte Gruppenverantwortliche am 7. Oktober oder 24. November

Am Wochenende vom 10.-13. Juni 2027 tickt die Uhr für die bundesweite Jugendsozialaktion. Jugendgruppen sind aufgerufen in ihrem Ort innerhalb von 72 Stunden ein Projekt umzusetzen, mit dem sie die Gesellschaft ein kleines Stückchen bunter, solidarischer und offener machen. Der regionale Koordinierungskreis Kaufbeuren-Ostallgäu findet mit oder für die Gruppen eine passende Aufgabe. Ob sozial, ökologisch, politisch oder interkulturell – Projektideen für große und kleine Gruppen gibt es viele. Mitmachen können alle Gruppierungen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich für eine bessere Welt engagieren wollen. Egal ob Jugendverband, Ministranten, (Berufs-) Schulklasse, Sportverein, Jugendtreff, Clique oder andere.

Unterstützung für Gruppenverantwortliche

Für alle Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter, die zum ersten Mal an der 72-Stunden-Aktion teilnehmen, bietet der Koordinierungskreis Kaufbeuren-Ostallgäu zwei Online-Infotreffen an. Die Verantwortlichen möchten die Gruppen bestmöglich vorbereiten und bereits im Vorfeld der Anmeldung unterstützen.

Bei den digitalen Treffen werden die Ziele und der Ablauf der Sozialaktion vorgestellt. Zudem erhalten die Teilnehmenden praktische organisatorische Tipps, einen Überblick über ihre Aufgaben als Gruppenverantwortliche sowie Informationen zu den Unterstützungsmöglichkeiten durch den Koordinierungskreis.

Interessierte können zwischen zwei Terminen wählen: am Mittwoch, 7. Oktober, oder am Dienstag, 24. November, jeweils um 19:00 Uhr. Eine Anmeldung ist bis spätestens zwei Tage vor dem jeweiligen Termin erforderlich. Diese kann über die Website, telefonisch unter 08341 938211 oder per E-Mail an jugendstelle-kaufbeuren@bistum-augsburg.de erfolgen.

Die 72 Stunden Aktion ist die Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Im Ostallgäu und Kaufbeuren steht sie unter der Schirmherrschaft von Landrat Bernd Stapfner und Oberbürgermeister Stefan Bosse. Der KoKreis Kaufbeuren-Ostallgäu wird im Rahmen des Projekts „Unterstützung Bürgerengagement“ über LEADER und den bergaufland Ostallgäu e. V. gefördert. Mehr Informationen zur Sozialaktion und Anmeldung unter www.jugendstelle-kaufbeuren.de.

Kategorien
Bildung Gesundheit Soziales Veranstaltung Werbung

BLICKLICHT gGmbH läd zum „Letzte Hilfe Kurs“ am 12. November 2026 ein

Foto: Peter Roth

Ein Angebot für alle, die Angehörige in der letzten Lebensphase begleiten möchten

Wenn ein Mensch am Ende seines Lebens angekommen ist, fühlen sich Angehörige oft überfordert. Was ist jetzt wichtig? Was hilft wirklich? Und wie kann man einfach da sein, ohne etwas falsch zu machen? Antworten auf diese Fragen gibt der Letzte Hilfe Kurs, den die BLICKLICHT gGmbH am 12. November 2026 von 15.00 bis 18.00 Uhr in der Momm Villa, Am Bleichanger 33 in Kaufbeuren veranstaltet.

Wissen wiederentdecken – Hilfe im Abschied

Der Kurs richtet sich an alle, die sich mit dem Thema Sterbebegleitung auseinandersetzen möchten – unabhängig von Vorkenntnissen oder persönlicher Erfahrung. Ziel ist es, Grundwissen zu vermitteln und das Gefühl von Hilflosigkeit zu reduzieren. Denn vieles von dem, was früher selbstverständlich zum Familien- und Gemeinschaftsleben gehörte, ist heute kaum noch präsent. Dabei lässt sich dieses Wissen neu erlernen.

Inhalte des Letzte Hilfe Kurses

Der Kurs behandelt in kompakter Form vier zentrale Themenbereiche:

  • Grundwissen über das Sterben und über Vorsorge
  • Orientierung und Sicherheit im Umgang mit der letzten Lebensphase
  • Praktische Handgriffe für die Begleitung zu Hause
  • Mut und Zuversicht, diesen Weg nicht allein gehen zu müssen

Das Angebot will nicht nur informieren, sondern auch ermutigen – und zeigt Möglichkeiten auf, wie man einem sterbenden Menschen mit Nähe und Zuwendung begegnen kann.

Teilnahme und Anmeldung

Die Teilnahme am Letzte Hilfe Kurs ist offen für alle Interessierten. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Weitere Informationen erhalten Sie direkt bei der BLICKLICHT gGmbH.

Kategorien
Panorama Soziales Verwaltung

80 Jahre Neugablonz: Ein sehr gelungener Festakt zwischen Erinnerung, Versöhnung und Zukunft

Im Gablonzer Haus würdigen Redner aus Deutschland und Tschechien die Aufbauleistung der Vertriebenen – Geschichte, Gablonzer Industrie und europäische Verständigung stehen im Mittelpunkt

Kaufbeuren-Neugablonz. 80 Jahre Neugablonz, 80 Jahre Neubeginn nach Flucht und Vertreibung – und zugleich der Blick auf eine Zukunft, die Deutsche und Tschechen heute gemeinsam gestalten: Beim Festakt am Sonntag, 13. September 2026, im Gablonzer Haus standen die Geschichte des Stadtteils, die Aufbauleistung seiner Gründerinnen und Gründer sowie Versöhnung und europäische Verständigung im Mittelpunkt.

Die Europahymne eröffnete den Festakt. Es folgten die Begrüßung durch Oberbürgermeister Stefan Bosse, Stadt Kaufbeuren, sowie Grußworte von Petr Beitl, in Vertretung für Primátor Miloš Vele aus der Partnerstadt Jablonec nad Nisou/Gablonz an der Neiße, Dr. Martin Posselt vom Gablonzer Archiv und Museum e. V., Petra Laurin vom Haus der tschechisch-deutschen Verständigung und Peter Seibt vom Bundesverband der Gablonzer Industrie. Die Festrede hielt Eric Beißwenger, Staatsminister für Europaangelegenheiten und Internationales und Mitglied des Bayerischen Landtags. Der offizielle Ablauf sah genau diese Reihenfolge vor.

Bilder der Veranstaltung

Stefan Bosse: Neugablonz als Teil der Seele Kaufbeurens

Oberbürgermeister Stefan Bosse erinnerte daran, unter welchen Bedingungen Neugablonz ab 1946 entstand. Die aus Gablonz an der Neiße vertriebenen Menschen fanden hier keine fertige neue Stadt vor. Sie kamen auf ein vom Krieg gezeichnetes Gelände mit Baracken und Trümmern. Was sie jedoch mitbrachten, seien handwerkliches Können, Unternehmergeist, Fleiß und der Wille gewesen, sich eine neue Heimat aufzubauen.

Sie gründeten Werkstätten und Betriebe, bauten Wohnungen, riefen Vereine ins Leben und füllten Kirchen und Schulen mit Leben. Aus diesen Anfängen entwickelte sich ein Stadtteil mit einer eigenen Identität. Bosse bezeichnete Neugablonz deshalb als einen unverzichtbaren Teil der Seele Kaufbeurens.

„Neugablonz ist ein Glücksfall für Kaufbeuren“, erinnerte der Oberbürgermeister an eine Aussage, die er bereits vor Jahren getroffen hatte. 80 Jahre nach der Gründung gelte dieser Satz mehr denn je. Kaufbeuren wäre ohne Neugablonz nicht die Stadt, auf die man heute gemeinsam stolz sei.

Bosse verwies zugleich auf die wirtschaftliche Entwicklung. Aus kleinen Familienbetrieben sei ein industrielles Netzwerk entstanden. Schmuck, Glas, Metall- und Kunststoffverarbeitung hätten den Stadtteil geprägt. Heute stünden rund 70 Unternehmen mit etwa 2.000 Arbeitsplätzen für die wirtschaftliche Bedeutung Neugablonz‘.

Erinnerung und Versöhnung gehören zusammen

Der Oberbürgermeister erinnerte aber auch an das Leid, das am Anfang dieser Geschichte stand. Millionen Menschen verloren durch die Vertreibung ihre Heimat, viele auch Angehörige und ihre gesamte Existenz. Dieses Leid dürfe nicht relativiert und nicht vergessen werden. Gerade deshalb seien Worte und Gesten der Versöhnung von besonderer Bedeutung.

Bosse erinnerte in diesem Zusammenhang an Petr Beitl und dessen Worte beim Jubiläum vor zehn Jahren. Aus einer schmerzhaften gemeinsamen Geschichte sei inzwischen eine vertrauensvolle Partnerschaft entstanden. Begegnungen zwischen Schulen, Vereinen, Musikgruppen und Bürgerinnen und Bürgern zeigten für Bosse, dass Versöhnung möglich sei.

Eine wichtige Rolle bei der Weitergabe der Geschichte komme dem Isergebirgs-Museum zu. Die Generation der Gründerinnen und Gründer werde kleiner. Umso wichtiger sei es, ihre Geschichte zu bewahren und für junge Menschen verständlich zu machen. „Erinnerung ist Orientierung für die Zukunft“, betonte Bosse.

Petr Beitl: Die gemeinsame Geschichte als Auftrag

Petr Beitl richtete seinen Blick bewusst nicht nur zurück. Vor zehn Jahren habe er beim 70. Jubiläum vor allem über Krieg, Vertreibung, Heimatverlust und die Kraft der Menschen gesprochen, sich eine neue Heimat aufzubauen. Beim 80. Jubiläum wolle er auch über die Zukunft sprechen.

Die Zusammenarbeit zwischen den Menschen und den Städten habe sich über viele Jahre entwickelt. Heute befinde man sich in einer Phase einer gefestigten Gemeinschaft. Tschechien und Bayern seien nicht mehr durch eine physische oder mentale Grenze voneinander getrennt, sondern Nachbarn, Verbündete und Partner in Europa.

Beitl stellte vier Begriffe heraus, die für ihn eine tragfähige Beziehung ausmachen: Vertrauen, Toleranz, Respekt und anständiges Verhalten. Die deutsch-tschechische Verständigung werde dabei nicht allein von der Politik getragen. Er verwies ausdrücklich auf Familien und Freunde, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Kirchen, Sportler und Musiker.

Die nächste Aufgabe bestehe darin, die gewonnenen Erfahrungen an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben. Dabei stellte Beitl auch einen Bezug zum Krieg seit Februar 2022 her. Die Erfahrungen der Vergangenheit müssten sich gerade dann bewähren, wenn Menschen erneut Leid erfahren und ihre Heimat verlieren.

Zum Ende seiner Rede unterstrich Beitl, dass gute Beziehungen zwischen Völkern nicht in politischen Büros beginnen, sondern unter den Menschen.

Dr. Martin Posselt: Das Gablonzer Haus als Ort der Begegnung

Dr. Martin Posselt vom Gablonzer Archiv und Museum e. V. rückte ein weiteres Jubiläum in den Mittelpunkt: Vor 50 Jahren wurde das Gablonzer Haus eröffnet und der Saal eingeweiht, in dem nun der Festakt stattfand.

Posselt erinnerte an die bei der Grundsteinlegung eingemauerte Urkunde. Darin wurde der Auftrag formuliert, den Weg der Gablonzer und Isergebirgler zu dokumentieren, über das Leben und die Leistungen der Landsleute in alter und neuer Heimat zu berichten und die aus der verlorenen Heimat geretteten kulturellen Werte zu erhalten. Das Gablonzer Haus sollte dabei eine Stätte der Begegnung, ein Mittelpunkt des kulturellen Lebens und ein zentraler Ort heimatlicher Verbundenheit werden.

Aus kleinen Anfängen sei das Isergebirgs-Museum aufgebaut worden. Zum Jahresende soll mit der Verlegung des Museumseingangs vom Untergeschoss ins Erdgeschoss ein weiterer Entwicklungsschritt abgeschlossen werden. Das Gablonzer Haus solle weiterhin ein Ort der Begegnung und zugleich Zeugnis der Verbundenheit mit der Herkunftsheimat im Isergebirge sein.

„Wie zwei Pfeiler einer Brücke“

Posselt stellte dieser Einrichtung das Haus der tschechisch-deutschen Verständigung gegenüber. Beide Häuser seien „wie zwei Pfeiler einer Brücke“.

Dabei erinnerte er an Franz Rieger, der sich nach 1989 dafür eingesetzt hatte, das letzte erhaltene Haus in Rýnovice vor dem Abriss zu retten und daraus einen Ort der Verständigung und Bildung im europäischen Geist zu machen.

Posselt würdigte außerdem ausdrücklich die langjährige Arbeit von Petra Laurin und gratulierte ihr zu ihrer Auszeichnung beim Sudetendeutschen Tag.

Petra Laurin: Aus Hindernissen wurde eine gemeinsame Aufgabe

Petra Laurin vom Haus der tschechisch-deutschen Verständigung knüpfte an diese Gedanken an. Sie erinnerte an die fast 30-jährige Zusammenarbeit und daran, dass der gemeinsame Weg nach der politischen Wende keineswegs selbstverständlich gewesen sei.

Am Anfang hätten Zweifel, Vorurteile, Wissenslücken und teilweise fehlendes Verständnis für die historischen Zusammenhänge auf beiden Seiten gestanden. Gerade diese Hindernisse seien jedoch zu einer Herausforderung geworden. Zunächst sei ein gemeinsamer Raum notwendig gewesen – ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen und miteinander sprechen konnten.

Heute verbinde beide Seiten weit mehr. Laurin sprach von einer gemeinsamen Aufgabe: das Erbe und die Kultur der Deutschen aus dem Isergebirge zu bewahren und den heutigen Bewohnerinnen und Bewohnern der Region einen Einblick in die gemeinsame deutsch-tschechische Geschichte zu ermöglichen.

Diese Aufgabe betreffe nicht nur die heutige Generation, sondern auch Kinder und Enkelkinder und damit das Zusammenleben in Europa. Schulen, Vereine und Musiker trügen ebenso dazu bei, diesen Gedanken weiterleben zu lassen.

Für Laurin zeigen die Jubiläen, dass Erinnerung bewahrt, Brücken gebaut und die gemeinsame Geschichte weitergetragen werden kann. Zu diesem Anlass überreichte sie ein Buch über Jablonec nad Nisou, in dem auch die gemeinsame Geschichte eine Rolle spielt.

Peter Seibt zeichnet den Weg der Gablonzer Industrie nach

Mit Peter Seibt vom Bundesverband der Gablonzer Industrie rückte anschließend die wirtschaftliche Geschichte in den Mittelpunkt. Er erinnerte daran, dass 2026 mehrere Jubiläen zusammentreffen – darunter 80 Jahre Neugablonz, 80 Jahre Bundesverband der Gablonzer Industrie und 50 Jahre Gablonzer Haus.

Seibt spannte den historischen Bogen zurück zur Gablonzer Industrie im Isergebirge. Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten sich sowohl die Menschen als auch die Industrie, von der sie lebten, eine neue Heimat suchen. Diese fanden sie ab 1946 im heutigen Neugablonz.

Eine wichtige Rolle beim wirtschaftlichen Neubeginn spielte die damalige Glas- und Schmuckwarengenossenschaft. Sie beschaffte unter anderem Rohmaterialien, Maschinen, Werkzeuge und Energie. Seibt griff dazu auf ein Notizbuch seines Großvaters aus dem Jahr 1948 zurück und nannte Zahlen aus einer damaligen Genossenschafts-Hauptversammlung. Sie verdeutlichten, wie schnell sich nach dem Krieg wieder zahlreiche Betriebe entwickelten.

Heute sei der Bundesverband der Gablonzer Industrie ein Arbeits- und Wirtschaftsverband für kleine und mittelständische Unternehmen. Seit 20 Jahren betreibe er zudem die Erlebnisausstellung als Schaufenster und Verkaufsplattform für die Industrie. Hinzu komme seit mehr als zehn Jahren das Kreativzentrum. Eine Sonderausstellung gibt derzeit einen Einblick in 80 Jahre Produktion.

Eric Beißwenger: Aus einem Ort des Krieges wurde ein Ort des Neubeginns

Die Festrede hielt Eric Beißwenger, Staatsminister für Europaangelegenheiten und Internationales und Mitglied des Bayerischen Landtags. Auch er stellte die außergewöhnlichen Bedingungen heraus, unter denen Neugablonz entstand.

Die ersten Vertriebenen seien 1946 nicht freiwillig gekommen. Bei der Betrachtung von Flucht und Vertreibung müsse sowohl das Wissen um die deutschen Verbrechen des Nationalsozialismus als auch das Leid berücksichtigt werden, das Deutsche nach dem Krieg erfahren hätten. Beides gehöre zusammen und dürfe nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Die Menschen kamen auf ein Gelände, das von den Schrecken des Krieges geprägt war. Auf dem Areal einer ehemaligen Munitions- und Sprengstofffabrik entstand ein Ort des Neubeginns. Die Vertriebenen hätten zwar nur wenig materiellen Besitz mitbringen können, dafür aber ihre Fähigkeiten, ihr Wissen, ihre Erfahrung, ihre Handwerkskunst, ihre Kultur, ihre Traditionen und ihre Erinnerungen.

Darauf habe der Wiederaufbau der Gablonzer Industrie basiert. Aus kleinen Anfängen entstanden Werkstätten, Betriebe und Unternehmen; Wohnungen, Straßen und Häuser wurden gebaut.

Mut, Fleiß und Tatkraft

Hinter diesem Aufbau standen für Beißwenger Menschen, die trotz des Verlustes ihrer alten Heimat nicht aufgegeben hätten. Sie hätten Verantwortung für ihre Familien, ihre Nachbarschaft und ihre neue Heimat übernommen. Die Geschichte Neugablonz‘ sei deshalb auch eine Geschichte von Mut, Fleiß und Tatkraft und ein wichtiger Teil der bayerischen Wirtschaftsgeschichte.

Die Sudetendeutschen hätten Bayern dabei nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell bereichert. Integration bedeute nicht, die eigene Herkunft aufzugeben. Man könne in einer neuen Heimat ankommen, sich vollständig in die Gesellschaft einbringen und gleichzeitig die eigene Geschichte kennen und weitergeben.

Neugablonz als Beispiel deutsch-tschechischer Versöhnung

Von der Geschichte Neugablonz‘ schlug Beißwenger den Bogen nach Europa. Die zu Beginn erklungene Europahymne stehe für Frieden und das Zusammenleben der europäischen Völker. Europa sei auch die Geschichte von Menschen, die nach Krieg und Zerstörung wieder aufeinander zugegangen seien.

Gerade Neugablonz sei eng mit Jablonec nad Nisou/Gablonz an der Neiße verbunden. Diese Verbindung liege inzwischen nicht mehr ausschließlich in der Vergangenheit, sondern sei eine Verbindung der Gegenwart und Zukunft. Die Städtepartnerschaft verbinde zwei Städte, deren Geschichte durch Krieg, Nationalsozialismus, Flucht und Vertreibung auf besondere Weise miteinander verknüpft sei.

Heute könnten Deutsche und Tschechen gemeinsam in Neugablonz feiern – in Freundschaft und Verbundenheit.

Beißwenger weitete den Blick schließlich auf die Beziehungen zwischen Bayern und Tschechien. Heute verbänden beide Länder zahlreiche Hochschul-, Schul- und kommunale Partnerschaften sowie enge wirtschaftliche Beziehungen. Gerade in Zeiten globaler Unsicherheit sei ein starkes Europa von Bedeutung. Die Europäische Union bezeichnete er in diesem Zusammenhang als Friedensprojekt.

Ein Signal der Freundschaft und des Friedens

Am Ende führte Beißwenger seine Gedanken wieder nach Neugablonz zurück. Der Stadtteil sei für ihn auch ein Symbol der Versöhnung – ein Beispiel dafür, wie aus Trennung wieder Verbindungen entstehen können.

Von dem Festtag solle ein Signal des Miteinanders, der Freundschaft und vor allem des Friedens ausgehen. Die Geschichte Neugablonz‘ zeige, dass Menschen Schweres erleben und dennoch neue Brücken bauen können. Seine Rede beendete Beißwenger mit dem Wunsch für die kommenden Jahrzehnte und für die deutsch-tschechische Freundschaft: „In diesem Sinne, auf die nächsten 80 Jahre Neugablonz, auf die bayerisch-tschechische Freundschaft und vor allem auch auf ein starkes, vereintes und friedliches Europa.“

Festakt endet mit deutscher und tschechischer Nationalhymne

Zum Programm gehörte auch das Theaterstück „Feierabend“ des Theaters im Turm. Nach den Grußworten erklang das Musikstück „Muzne vpred“ (Mutig voran). Im Anschluss an seine Festrede trug sich Staatsminister Eric Beißwenger in das Goldene Buch der Stadt Kaufbeuren ein.

Den Abschluss bildeten die tschechische Nationalhymne und die Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland, gespielt von der Musikvereinigung Neugablonz mit der Partnerkapelle Mladá Dechovka. Damit endete ein Festakt, der die Erinnerung an Vertreibung und Neubeginn mit dem Blick auf Versöhnung, Freundschaft und die gemeinsame Zukunft in Europa verband.

Kategorien
Bildung Gesundheit Senioren Soziales

Demenzgottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche in der bayerischen Demenzwoche

Seniorenbüro/Demenzgottesdienst

Demenzgottesdienst für alle Interessierten, alle Konfessionen und jeden Alters offen

Rund um den Welt-Alzheimertag findet wieder die Bayerische Demenzwoche mit dem diesjährigen Motto „Demenz – (k)eine Frage des Alters“ in ganz Bayern statt. Das Seniorenbüro und das Netzwerk Pflege organisieren gemeinsam mit den evangelischen, katholischen und altkatholischen Gemeindevertretern am Mittwoch, den 23.09.2026 um 15:00 Uhr einen Demenzgottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche. Der Gottesdienst ist für alle Interessierten, ob „jung“ oder „alt“ und für alle Konfessionen offen. Der Gottesdienst wird ca. 20 Min. dauern. Demenzbetroffene und Angehörige sind herzlich eingeladen. Bei Fragen können Sie sich gerne ans Seniorenbüro unter Tel. 08341/437203 wenden.

Kategorien
Soziales Veranstaltung

humedica öffnet seine Türen: Einblicke in weltweite Hilfe und Katastropheneinsätze am 26.09.26

Tag der offenen Tür am 26. September in Kaufbeuren mit Bühnenprogramm, Mitmachaktionen und Latin-Jazz-Konzert

Wie funktioniert humanitäre Hilfe hinter den Kulissen? Wer begleitet Projekte, bringt Hilfsgüter auf den Weg oder rückt nach einer Katastrophe zum Einsatz aus? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt humedica am Samstag, 26. September 2026, bei einem Tag der offenen Tür am Hauptsitz in Kaufbeuren.

Von 11:00 bis 18:00 Uhr können Besucherinnen und Besucher in der Goldstraße 8 die Arbeit der Hilfsorganisation kennenlernen, mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden ins Gespräch kommen und Einblicke in verschiedene Bereiche der weltweiten humanitären Hilfe erhalten. Die Schirmherrschaft übernimmt Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse.

Von der Katastrophenhilfe bis zu Projekten in Nepal

Das Bühnenprogramm beginnt um 11:00 Uhr mit der Begrüßung durch Vorstand Heinke Rauscher und Oberbürgermeister Stefan Bosse. Für die musikalische Begleitung sorgen die Undergrounds der Musikschule Kaufbeuren.

Um 11:45 Uhr folgt die Talkrunde „Wenn Begeisterung Leben verändert“ mit Johannes Peter, Vorstandsvorsitzender, Dieter Schmidt, Aufsichtsrat, und ehrenamtlichen Einsatzkräften.

Wie die Hilfe nach einem Erdbeben anläuft, erläutert ab 12:15 Uhr Dr. Steffi Gentner, Leiterin des Bereichs Emergency Preparedness and Response bei humedica. Um 12:35 Uhr zeigt Alex Schwarz seine Zauberkünste, bevor Andreas Dürr um 13:00 Uhr über das Engagement von humedica in Afghanistan berichtet.

Um 14:15 Uhr stehen die medizinische und psychologische Hilfe im Libanon und in Syrien im Mittelpunkt. Darüber sprechen Projektmanagerin Anke Hofmann und Vorstandsvorsitzender Johannes Peter. Anschließend präsentiert Percussionist Magnus Dauner ab 14:45 Uhr mit Konnakol Musik, Rhythmik und Instrumente Südindiens.

Ab 15:15 Uhr geht es um Katastrophen- und Gesundheitsvorsorge in Nepal. Projektmanagerin Paula Weik und Thomas Meier von der Partnerorganisation HDCS geben Einblicke in die Arbeit vor Ort. Um 15:40 Uhr folgen nepalesische Tänze mit SIYUN.

Wie Hilfsgüter ihren Weg zu den Menschen finden

Einen weiteren Blick hinter die Kulissen ermöglicht um 16:15 Uhr Anastasia Rotecker. Die Projektmanagerin Versorgungshilfe zeigt unter dem Titel „Vom Weihnachtspäckchen bis zum Wasserfilter“, wie humedica Hilfsgüterlieferungen auf den Weg bringt.

Zum Abschluss des Bühnenprogramms spricht Vorstandsvorsitzender Johannes Peter ab 17:15 Uhr über die Auswirkungen weltweiter Krisen und politischer Herausforderungen auf die Arbeit von humedica.

Katastrophenhilfe zum Anfassen

Neben dem Bühnenprogramm gibt es auf dem Gelände verschiedene Informations- und Mitmachangebote. Besucherinnen und Besucher können unter anderem das Einsatzzelt des Emergency Medical Teams kennenlernen und sich über Gesundheitsversorgung im ländlichen Afrika sowie die Arbeit in Afghanistan informieren.

Weitere Stationen widmen sich einer afrikanischen Kaffeezeremonie sowie Sri Lanka mit Tee und Zimt. Vorgestellt werden außerdem die Mitmachaktionen „Geschenk mit Herz“ und „humedica-Nothilfesets“ sowie Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement.

Zum Angebot gehören zudem Torwandschießen zugunsten von Menschen in Not und ein Familienprogramm mit Hilfsparcours, Wasserfilterexperimenten und Kinderschminken. Speisen und Getränke werden ebenfalls angeboten.

Latin Jazz zum Abschluss

Nach dem Tag der offenen Tür beginnt um 18:30 Uhr ein Konzert von Clave Raetia. Das Ensemble um Percussionist Magnus Dauner besteht aus fünf Musikern mit Wurzeln aus Kuba, Venezuela, Chile und Deutschland. Das rein instrumentale Quintett verbindet lateinamerikanische Traditionen mit Elementen des Jazz.

Termin und Anfahrt

Der Tag der offenen Tür findet am Samstag, 26. September 2026, von 11:00 bis 18:00 Uhr bei humedica, Goldstraße 8, 87600 Kaufbeuren, statt. Das Konzert mit Clave Raetia beginnt um 18:30 Uhr.

Parkmöglichkeiten gibt es in den angrenzenden Straßen sowie beim Erlebnisbad Neugablonz in der Gewerbestraße (rund 15 Minuten Fußweg), bei der Seba Hydrometrie GmbH Co KG und an der Dreifachturnhalle Neugablonz in der Turnerstraße (rund zehn Minuten Fußweg).

Kategorien
Soziales Veranstaltung

Interkulturelle Woche in Kaufbeuren: Vielfalt erleben und Kulturen kennenlernen

Ausstellung, internationale Spezialitäten, Workshop und Lesung laden in Kaufbeuren und Neugablonz zu Begegnung und Austausch ein

Unter dem Motto „Weil Demokratie Vielfalt braucht!“ beteiligt sich Kaufbeuren auch 2026 an der Interkulturellen Woche. Das Programm reicht von ukrainischer Kunst über internationale Gerichte bis hin zu einer interkulturellen Lesung. Die Ausstellung „Ukrainische Bauernmalerei“ ist bereits seit dem 11. September zu sehen, weitere Veranstaltungen folgen im September und Oktober.

Ukrainische Bauernmalerei in Kaufbeuren

Noch bis zum 5. Oktober 2026 wird die Ausstellung „Ukrainische Bauernmalerei“ gezeigt. Die Werke sind in den Schaufenstern in der Ludwigstraße 51 sowie im Generationenhaus, Hafenmarkt 6–8, zu sehen.

Wer selbst kreativ werden möchte, hat am Freitag, 25. September, Gelegenheit dazu. Um 17 Uhr beginnt im Matthias-Lauber-Haus, Bismarckstraße 7, ein Workshop zur ukrainischen Bauernmalerei. Unter Anleitung können die Teilnehmenden ein eigenes Kunstwerk gestalten. Die Materialkosten betragen 3 Euro. Eine Anmeldung unter post@integrationslotsen-kf.de ist erforderlich.

„Zelt der Kulturen“ an den Wochenmärkten

Kulinarische Begegnungen stehen beim „Zelt der Kulturen“ im Mittelpunkt. Am Donnerstag, 24. September, ist es von 9 bis 13 Uhr neben dem Wochenmarkt in Kaufbeuren zu finden. Besucherinnen und Besucher können internationale Gerichte probieren und sich informieren.

Am Samstag, 26. September, macht das „Zelt der Kulturen“ von 8 bis 12.30 Uhr neben dem Wochenmarkt in Neugablonz Station. Auch dort werden internationale Gerichte angeboten und Informationen bereitgestellt.

Interkulturelle Lesung im Oktober

Den Abschluss des im Flyer angekündigten Programms bildet am Freitag, 23. Oktober, um 18 Uhr eine interkulturelle Lesung aus dem Buch von Sima Samer „Mit zwölf wusste ich, dass sich Afghanistan verändern muss“. Gelesen wird von der deutschen Übersetzerin Elvira Bittner. Die Veranstaltung findet im Matthias-Lauber-Haus statt, der Eintritt ist frei.

Das Programm im Überblick

  • 11. September bis 5. Oktober 2026:
    Ausstellung „Ukrainische Bauernmalerei“
    In den Schaufenstern in der Ludwigstraße 51 und im Generationenhaus, Hafenmarkt 6–8.
  • Donnerstag, 24. September 2026, 9:00 bis 13:00 Uhr:
    „Zelt der Kulturen“ neben dem Wochenmarkt in Kaufbeuren
    Probieren Sie internationale Gerichte und informieren Sie sich.
  • Freitag, 25. September 2026, 17:00 Uhr:
    Workshop Ukrainische Bauernmalerei
    Stellen Sie selbst unter Anleitung ein Kunstwerk her.
    Materialkosten: 3 Euro
    Anmeldung unter post@integrationslotsen-kf.de erforderlich
    Matthias-Lauber-Haus, Bismarckstraße 7.
  • Samstag, 26. September 2026, 8:00 bis 12:30 Uhr:
    „Zelt der Kulturen“ neben dem Wochenmarkt in Neugablonz
    Probieren Sie internationale Gerichte und informieren Sie sich.
  • Freitag, 23. Oktober 2026, 18:00 Uhr:
    Interkulturelle Lesung aus dem Buch von Sima Samer „Mit zwölf wusste ich, dass sich Afghanistan verändern muss“.
    Gelesen von der deutschen Übersetzerin Elvira Bittner.
    Matthias-Lauber-Haus
    Eintritt frei.
Kategorien
Kinder Soziales Veranstaltung

Ein Versprechen wird wahr: „Cinderella“ begeistert 48 Gäste der Stiftung

Vorfreude auf einen besonderen Musicalnachmittag: Kinder, Familien und ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ vor dem Festspielhaus Neuschwanstein. Die Einladung zu „Cinderella“ schenkte den Gästen nicht nur ein unvergessliches Erlebnis, sondern auch wertvolle gemeinsame Erinnerungen. Foto: Nächstenliebe in Aktion

Das Festspielhaus Neuschwanstein lud von der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ begleitete Familien mit Migrationsgeschichte und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zu zwei kostenlosen Vorstellungen des Familienmusicals „Cinderella“ ein.

Was im vergangenen Jahr mit einer herzlichen Zusage begann, wurde in diesem Sommer Wirklichkeit: Am 22. und 29. August 2026 waren insgesamt 48 von der Stiftung Nächstenliebe in Aktion begleitete Menschen – Familien mit Migrationsgeschichte sowie ehrenamtliche Helferinnen und Helfer – zu einem kostenlosen Besuch des Familienmusicals „Cinderella“ im Festspielhaus Neuschwanstein eingeladen.

Die Einladung kam erneut von der Geschäftsführerin des Festspielhauses, Birgit Karle. Bereits nach dem gemeinsamen Besuch des Musicals „Der Geist der Weihnacht“ im vergangenen Jahr hatte sie angesichts der großen Begeisterung der Kinder spontan versprochen, die Gruppe im Sommer zu „Cinderella“ wieder einzuladen.

Schon die besondere Lage des Festspielhauses direkt am Forggensee macht einen Besuch zu einem Erlebnis. Im Theatersaal wartete dann eine märchenhafte Welt auf die Kinder und Erwachsenen: „Cinderella“ erzählt die bekannte Geschichte von Ella, Prinz André und dem verlorenen Schuh als großes Familienmusical. Das Festspielhaus beschreibt die Inszenierung als „magisch – romantisch – faszinierend“. Die Musik stammt von Ephraim Peise, das Buch von Benjamin Sahler.

Mit Musik, Tanz, fantasievollen Kostümen und eindrucksvollen Bühnenbildern nahm die Aufführung die Gäste für einige Stunden mit in eine Welt voller Hoffnung, Träume und überraschender Wendungen. Gerade für die Kinder war es bewegend zu erleben, wie aus einer vertrauten Märchengeschichte ein großes Bühnenerlebnis wird.

Für die Stiftung bedeutet eine solche Einladung jedoch weit mehr als einen schönen Ausflug. Viele der von ihr begleiteten Familien haben ihre Heimat verlassen müssen und bauen sich in Deutschland ein neues Leben auf. Neben Sprachförderung, Unterstützung im Alltag und ganz praktischer Hilfe gehört für uns auch gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe zu einem guten Ankommen.

Gemeinsame Erlebnisse können dabei Brücken bauen. Wenn Kinder und Eltern zusammen mit ehrenamtlichen Begleiterinnen und Begleitern staunen, lachen und sich von einer Geschichte berühren lassen, treten Herkunft, Sprachkenntnisse und die Herausforderungen des Alltags für einige Stunden in den Hintergrund. Es entstehen gemeinsame Erinnerungen – und manchmal sind gerade solche Erinnerungen ein wichtiger Teil davon, sich in einer neuen Heimat zuhause zu fühlen.

Besonders erfreulich war, dass die Einladung auch den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern galt, die die Arbeit der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“ mit großem Engagement unterstützen. Sie schenken ihre Zeit, begleiten Familien, helfen bei alltäglichen Fragen, übernehmen Fahrdienste und stehen Menschen ganz praktisch zur Seite. Dieses verlässliche ehrenamtliche Engagement ist eine wichtige Grundlage für viele Angebote und Aktivitäten der Stiftung. Der gemeinsame Besuch des Musicals war daher nicht nur ein besonderes Erlebnis, sondern zugleich ein herzliches Dankeschön und Zeichen der Wertschätzung für ihren Einsatz.

„Wir sind Birgit Karle und dem gesamten Team des Festspielhauses Neuschwanstein außerordentlich dankbar“, sagt Wolfgang Groß, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Nächstenliebe in Aktion“. „48 Menschen zu zwei Vorstellungen einzuladen, ist eine sehr großzügige Geste. Besonders berührt uns, dass aus der spontanen Zusage im vergangenen Jahr ein Versprechen wurde, das nun tatsächlich eingelöst worden ist. Für viele unserer Kinder und Familien sind solche Erlebnisse keineswegs selbstverständlich.“

Die beiden Nachmittage werden deshalb sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. Unser herzlicher Dank gilt auch Frau Renate Böck sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Festspielhauses Neuschwanstein, die diese besonderen Erlebnisse ermöglicht haben.

Weitere Informationen zu „Cinderella – Das Musical“: Festspielhaus Neuschwanstein – Cinderella

Kategorien
Soziales

Ein Zuhause kann Leben verändern

„Wohnraum ist ein Menschenrecht“ – eine Artikelserie über Menschen aus Kaufbeuren und dem Ostallgäu, ihre Schicksale und die Bedeutung eines sicheren Zuhauses. Grafik: KI generiert

Wie ein sicheres Zuhause einer geflüchteten Familie neue Hoffnung und Zukunft schenkte

Als Familie A. mit ihren vier Kindern vor Krieg und Bomben aus Syrien fliehen musste, hatte sie fast alles verloren: ihre Heimat, ihr vertrautes Umfeld, ihre Sicherheit und die Hoffnung auf ein normales Familienleben. In Kaufbeuren fand die Familie zunächst Schutz in einer Gemeinschaftsunterkunft. Dort hatten sie im Vergleich zu vielen anderen sogar noch Glück: Statt eines einzelnen Zimmers mit Gemeinschaftsküche und Gemeinschaftsbad bekamen sie eine kleine abgeschlossene Wohnung mit 68 Quadratmetern.

Für die Familie war das zunächst ein großer Trost. Endlich ein Ort, an dem sie zusammen sein konnten. Zwar war die Wohnung nur sehr einfach eingerichtet – mit Blechschränken, Stockbetten und schlichten Stahlrohrstühlen –, doch mit Hilfe engagierter Menschen wurde aus der nüchternen Unterkunft Schritt für Schritt etwas Wohnlicheres. Teppiche, Vorhänge und ein Sofa schenkten der Familie ein wenig Wärme und Geborgenheit. Nach allem, was sie erlebt hatte, war das von unschätzbarem Wert.

Doch die Grenzen dieses Lebens auf engem Raum wurden schnell sichtbar. Wegen strenger Brandschutzauflagen in dem Haus, in dem rund 160 Flüchtlinge untergebracht waren, musste die Familie viele dieser persönlichen Dinge wieder entfernen. Schweren Herzens blieb am Ende fast nur die spartanische Grundausstattung zurück. Was andere vielleicht nur als Einrichtungsgegenstände sehen, war für diese Familie viel mehr: ein kleines Stück Würde, ein Versuch, nach Flucht und Angst wieder so etwas wie Zuhause zu spüren.

Mit sechs Personen auf 68 Quadratmetern wurde der Alltag immer belastender. Die Eltern mussten für ihre Integrationskurse lernen, die beiden ältesten Kinder brauchten Ruhe für die Schule, während die kleineren Geschwister in der Enge kaum zur Ruhe kommen konnten. Es gab keinen Rückzugsraum, keinen Ort zum Durchatmen, keinen Platz, an dem man einmal allein sein konnte. Alles spielte sich gleichzeitig auf engstem Raum ab: Lernen, Leben, Hoffen, Verarbeiten.

Besonders schwer wog das für die Kinder. Eine Psychologin stellte fest, dass drei der vier Kinder unter posttraumatischen Belastungsstörungen litten. Krieg und Flucht hatten tiefe Spuren hinterlassen. Die Wohnsituation half nicht dabei, diese Wunden zu heilen – im Gegenteil. Wo Ruhe, Schutz und Geborgenheit fehlen, können Kinder Erlebtes oft kaum verarbeiten.

Als der Vater endlich eine Arbeit fand, begann die Familie mit neuer Hoffnung nach einer eigenen Wohnung zu suchen. Doch der Weg dorthin war steinig. Eine syrische Familie mit vier Kindern – für viele Vermieter war das offenbar schon ein Grund, abzuwinken. Die Suche zog sich hin. Immer wieder standen Vorurteile und der angespannte Wohnungsmarkt zwischen dieser Familie und der Chance auf einen Neuanfang.

Dann kam über den Arbeitskreis Asyl das Angebot für ein Reihenmittelhaus. Die Familie konnte die Miete bezahlen und endlich aus der Unterkunft ausziehen. Dieser Umzug war weit mehr als ein Wohnungswechsel. Er war ein Wendepunkt.

Schon bald zeigte sich, wie sehr ein echtes Zuhause Menschen stabilisieren kann. Die Kinder fanden mehr Ruhe, ihr Zustand besserte sich spürbar. Die älteste Tochter macht inzwischen ihren Abschluss an der Realschule, auch die anderen Kinder besuchen die Realschule. Beide Eltern haben Arbeit gefunden. Die Mutter engagiert sich zusätzlich ehrenamtlich in Projekten des Arbeitskreises Asyl und gibt damit etwas von der Hilfe zurück, die ihre Familie selbst erfahren hat.

Diese Geschichte macht deutlich: Wohnraum ist nicht einfach nur eine Frage von Quadratmetern. Wohnraum bedeutet Schutz, Würde, Entwicklung und Zukunft. Besonders für Kinder kann ein sicheres Zuhause darüber entscheiden, ob sie an Erlebtem zerbrechen – oder ob sie heilen und ihren Weg finden.

—–

Infobox: Arbeitskreis Asyl Kaufbeuren

Der Arbeitskreis Asyl Kaufbeuren begleitet und unterstützt Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung beim Ankommen und Einleben in Kaufbeuren. Dabei spielen ehrenamtliches Engagement, persönliche Begegnung und praktische Hilfe im Alltag eine wichtige Rolle.

Wenn Sie für neuzugewanderte Menschen eine Wohnung anbieten können, melden Sie sich gerne bei::

Dr. Cornelia Paulus
Integrationslotsin und Ehrenamtskoordinatorin
Arbeitskreis Asyl Kaufbeuren
Telefon: 08341 9081052
E-Mail: paulus@arbeitskreis-asyl-kaufbeuren.de
WEB: www.arbeitskreis-asyl-kaufbeuren.de

Kategorien
Gesundheit Soziales Sport

Kombinationsangebot Bewegung und Gedächtnis in den Räumlichkeiten der AOK

Foto: Seniorenbüro

Mit Spaß und Freude, Bewegung und Gedächtnis kombinieren, beim Kurs für Senioren

Die Bürgerstiftung Kaufbeuren und die Bürgerstiftung Ostallgäu hatten in Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat im Jahr 2023 ein Kombinationsprogramm aus Bewegung und Gedächtnis für Kaufbeurer Senioren ins Leben gerufen. Seitdem wird das Angebot begeistert angenommen. Dieser Kurs geht im kommenden Herbst in eine neue Runde und startet am 22.09.2026, in den Räumlichkeiten der AOK, Josef-Landes-Straße 32 in Kaufbeuren. Aufgrund der hohen Nachfrage wird um vorherige Anmeldung im Seniorenbüro unter Tel. 08341/437203 dringend gebeten.

Kategorien
Bildung Gesundheit Soziales

Eine Brücke sein, die trägt

Hintere Reihe von links: Hans-Otto Schmid, Melanie Hutter, Christine Drysch, Sandra Mangold; mittlere Reihe von links: Michaela Bauschmid (Koordinatorin), Remigius Kirchmaier, Melanie Buchmüller (Koordinatorin), Ulrike Ressel-Satzger, Annett Filser, Barbara Assmus; vordere Reihe von links: Anna-Katharina Mahler, Gabriele Demontis, Claudia Lindenmair, Biagio Mascia / Foto: Sabine Lucke

13 neue Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter starten ihren Dienst bei Blicklicht

Brücken verbinden zwei Ufer, ermöglichen Begegnung und tragen einfach. Jeden. Immer wieder und still.

Mit diesem eindrücklichen Bild wurden kürzlich die neuen Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter der gemeinnützigen Organisation Blicklicht von Thorsten Friedrich in ihren Dienst entsendet. Die Feier fand im stimmungsvollen Rahmen des Sommerfestes draußen vor der Momm Villa statt und wurde musikalisch einfühlsam umrahmt von Sabine und Thomas Huth. Im Anschluss klang der besondere Abend bei leckerem Essen, schöner Gemeinschaft und guten Gesprächen aus.

Die neu ausgebildeten Ehrenamtlichen stehen ab sofort schwerkranken Menschen und ihren Angehörigen zur Seite – sei es in der ambulanten Begleitung, in Pflegeeinrichtungen, auf Palliativstationen oder im häuslichen Umfeld, sowohl in der Stadt als auch im ländlichen Raum. Sie begleiten mit Zeit, offenen Ohren und stillem Mitgefühl – stets in enger Abstimmung mit den hauptamtlichen Fachkräften von Blicklicht.

Die nächste Qualifizierung zur Hospizbegleitung beginnt im Februar 2027. Sie dauert ein halbes Jahr und bereitet intensiv auf die verantwortungsvolle Aufgabe vor. Themen wie Kommunikation, Spiritualität, Demenz, Trauer, Achtsamkeit, Lebensqualität und der Umgang mit der eigenen Vergänglichkeit stehen im Mittelpunkt. Praktische Einblicke erhalten die Teilnehmenden durch Hospitationen in Pflegeeinrichtungen und auf der Palliativstation. Willkommen sind Menschen jeden Alters – mit oder ohne Vorerfahrung. Entscheidend ist die Bereitschaft, anderen in der letzten Lebensphase beizustehen. Interessierte können sich gerne bei Blicklicht unter 08341 9602952 oder info@blicklicht.org melden.

Kategorien
Bildung Jugend Kinder Kultur Soziales Veranstaltung Weihnachten Werbung

Vorverkaufsbeginn für die neue Spielzeit der Kulturwerkstatt: Herbst 26 „KEINE PANIK“

Kulturwerkstatt Kaufbeuren

Spielzeit KEINE PANIK

Der Vorverkauf für die neue Spielzeit beginnt am Montag, den 07. September. Ab diesem Zeitpunkt können Karten für die ersten Produktionen der kommenden Spielzeit bei allen Vorverkaufsstellen sowie online unter kulturwerkstatt-kaufbeuren.reservix.de erworben werden.

Das Programm bietet ein abwechslungsreiches Angebot für unterschiedliche Altersgruppen und Interessen. Den Auftakt macht „Sommer 87 – Mut. Freundschaft. Widerstand.“ für Zuschauerinnen und Zuschauer ab 12 Jahren. Ebenfalls für Jugendliche ab 12 Jahren ist das Gastspiel „Tell me why“ der Kammerspiele München im Programm.

Für jüngere Theaterbesucherinnen und Theaterbesucher gibt es „Frau Lavendel – Ein Gruselspaß für Mutige mit Gänsehautgarantie“ ab 7 Jahren sowie „Siri und die Eismeerpiraten“, eine herzerwärmende Geschichte mit Live-Sound für Kinder ab 8 Jahren. Eine besondere vorweihnachtliche Überraschung erwartet das Publikum ab 6 Jahren mit „Die wirklich wahre Geschichte vom Kaufbeurer Engele“.

Zur Weihnachtszeit darf außerdem ein ganz besonderes Stück nicht fehlen: „Ox und Esel“, das Kultstück zur Weihnachtszeit, ist ebenfalls für Zuschauerinnen und Zuschauer ab 6 Jahren geeignet.

Mit diesem vielfältigen Programm startet die neue Spielzeit und lädt große und kleine Theaterbegeisterte dazu ein, besondere Geschichten und unvergessliche Theatermomente zu erleben. Der Vorverkauf beginnt am Montag, den 07. September, bei allen Vorverkaufsstellen und online unter kulturwerkstatt-kaufbeuren.reservix.de

Kategorien
Soziales

Trauercafé: Hospizverein Kaufbeuren/Ostallgäu lädt Trauernde am 9. September ins Generationenhaus ein

Trauercafé in Kaufbeuren: Raum für Begegnung und Austausch

Der Hospizverein Kaufbeuren/Ostallgäu bietet Trauernden am Mittwoch, 9. September 2026, wieder die Möglichkeit, sich in einem geschützten Rahmen zu treffen und auszutauschen.

Austausch bei Kaffee und Kuchen

Das Trauercafé richtet sich an Menschen, die einen Verlust erlebt haben. Bei Kaffee und Kuchen à la carte besteht die Möglichkeit, mit ebenfalls Betroffenen ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen.

Das Trauercafé findet von 14:30 bis 16:30 Uhr in den Räumen des Generationenhauses, Hafenmarkt 6–8 in Kaufbeuren, statt.

Anmeldung bis 8. September

Um telefonische Anmeldung bis 8. September 2026 unter 08341 99 44 43 wird gebeten.

Kategorien
Kultur Soziales

Stage5 begeistert in der Soundbar Glocke und sammelt für das Frauenhaus Kaufbeuren

Rockklassiker, volles Haus und ein guter Zweck: Die Kaufbeurer Musiker verzichten auf ihre Gage – 650 Euro kommen für das Frauenhaus Kaufbeuren zusammen

Vor vollem Haus und einem begeisterten Publikum spielte die Kaufbeurer Rockband Stage5 am 22. August in der Soundbar Glocke. Angesagt waren Rockklassiker der 60er- und 70er-Jahre. Die Band besteht aus Petra Eibeler, Willi Fritz, Heinz Gom, Tom Heringer, Winfried Nusser, Felix Reinschmidt und Bertram Sellner.

Zugunsten des Frauenhauses Kaufbeuren verzichteten die Musiker auf ihre Gage und baten stattdessen um Spenden. Dabei kamen ansehnliche 650 Euro zusammen.

Von häuslicher Gewalt bedrohte oder betroffene Frauen finden mit ihren Kindern im Frauenhaus Kaufbeuren sichere Zuflucht sowie rechtliche und finanzielle Beratung und Hilfe zur Selbsthilfe. Die Band Stage5 und die Soundbar Glocke bedanken sich beim Publikum und freuen sich sehr, das Kaufbeurer Frauenhaus zu unterstützen.

Kategorien
Politik Soziales

„Bayernjahr“ soll gesellschaftliches Engagement stärken

Kaufbeurer Landtagsabgeordneter Bernhard Pohl sieht freiwilliges Modell auch als Impuls für ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr

Mit einem sogenannten „Bayernjahr“ wollen die Regierungsfraktionen von FREIEN WÄHLERN und CSU im Bayerischen Landtag das gesellschaftliche Engagement stärken. Wie die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion in einer aktuellen Pressemitteilung berichtet, wurde das Konzept jetzt im Rahmen einer Pressekonferenz im Bayerischen Landtag vorgestellt. Zu den parlamentarischen Initiatoren gehört auch der Kaufbeurer Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl (FREIE WÄHLER).

Das Bayernjahr ist als freiwillige Gesellschaftszeit konzipiert und soll Menschen aller Altersgruppen die Möglichkeit geben, sich strukturiert gesellschaftlich zu engagieren. Vorgesehen sind die vier Module Sicherheit, Soziales, Wirtschaft und Unternehmertum sowie Umwelt.

Dabei soll an bereits bestehende Freiwilligendienste wie das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ), den Bundesfreiwilligendienst (BFD) und den Freiwilligen Wehrdienst angeknüpft werden. Nach Angaben der Landtagsfraktion sollen diese Angebote miteinander vernetzt werden, ohne neue Verwaltungsstrukturen zu schaffen.

Zertifikat und Anreize für Teilnehmer

Wer am Bayernjahr teilnimmt, soll anschließend ein Zertifikat erhalten, das die erbrachte Leistung dokumentiert. Zusätzlich ist ein freiwilliges Anreizsystem vorgesehen. Als mögliche Beispiele nennt die Landtagsfraktion Vorteile bei der Studienplatzvergabe, die Übernahme von Führerscheinkosten, vergünstigte Bahntickets oder Kulturgutscheine.

Ein zentrales digitales Anmelde- und Informationsportal soll Interessierten den Zugang erleichtern. Das Angebot soll sich nicht ausschließlich an junge Menschen richten, sondern an alle Altersgruppen und nach den Vorstellungen der Initiatoren auch einen Beitrag zur Integration von Zugewanderten leisten.

Pohl: Bayernjahr soll Impulse für weitere Diskussion geben

Bernhard Pohl, Erster stellvertretender Vorsitzender der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, sieht in dem freiwilligen Bayernjahr zugleich einen Schritt in Richtung eines verpflichtenden Gesellschaftsjahres: „Vor 13 Jahren bereits haben die Freien Wähler ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr für Männer und Frauen mit Wahlrecht zwischen einem Dienst bei der Bundeswehr, Blaulichtorganisationen oder im sozialen oder gesundheitlichen Bereich gefordert. Dieses Ziel steht nach wie vor ganz oben auf unserer Agenda. Ein wichtiger Impuls hierfür soll nun das Bayernjahr sein. Es ist zwar nicht verpflichtend, sondern freiwillig, soll aber als Best-Practice-Beispiel unserer notwendigen politischen Diskussion zusätzliche Impulse verleihen. Natürlich wollen wir auch die Zahlen im Vergleich zu den bisherigen Freiwilligendiensten deutlich erhöhen, damit die Ableistung dieses Dienstes in Bayern zu einer Selbstverständlichkeit wird. Gleichzeitig liefern wir damit auch eine Blaupause für den Bund, der bei der Einführung eines verpflichtenden Gesellschaftsjahres von den Erfahrungen Bayerns profitieren kann.“

Parallel zum freiwilligen Bayernjahr setzen sich die Regierungsfraktionen nach eigenen Angaben auf Bundesebene für die Einführung eines verpflichtenden Gesellschaftsjahres für alle ein.

Holetschek: Orientierungszeit nach dem Schulabschluss

Auch Klaus Holetschek, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, wirbt für das Konzept: „Gerade in Zeiten äußerer Bedrohung gilt: Freiheit ist kein Selbstläufer. Sie braucht Einsatz und Engagement jedes Einzelnen. Wer seine Heimat mitgestaltet, stiftet Identität und trägt Verantwortung – davon lebt unser Freistaat. Ein Bayernjahr ist gleichzeitig auch eine Orientierungszeit für junge Menschen nach dem Schulabschluss. Sie lernen neue Berufsfelder kennen, wovon vor allem der soziale und gesundheitliche Bereich profitieren kann. Anpacken, ausprobieren, Horizont erweitern – statt digitaler Blase. Wir brauchen eine neue Form von Zusammenhalt und Gemeinsinn – und damit gegen die radikalen Kräfte, die unsere Demokratie zerstören wollen.“

Vertreter aus Wirtschaft, Feuerwehr, Sozialbereich und Naturschutz beteiligt

An der Vorstellung des Bayernjahres nahmen neben den politischen Initiatoren auch Vertreter aus Wirtschaft, Feuerwehr, Wohlfahrtspflege und Naturschutz teil. Die vier Bereiche sollen sich entsprechend in den unterschiedlichen Modulen des Bayernjahres wiederfinden.

Der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, Bertram Brossardt, begrüßt insbesondere das vorgesehene Wirtschaftsmodul. Unternehmen sollen demnach ohne großen zusätzlichen bürokratischen Aufwand Praktikumsplätze anbieten können. Pflichtpraktika sollen durch das Bayernjahr nicht verdrängt werden.

Johann Eitzenberger, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbands Bayern, sieht im Sicherheitsmodul eine Möglichkeit, junge Menschen an das ehrenamtliche Engagement bei den Feuerwehren heranzuführen. Landes-Caritasdirektor Dr. Andreas Magg sieht im Sozialmodul eine mögliche Ergänzung zu FSJ und Bundesfreiwilligendienst sowie eine Chance zur Berufsorientierung.

Auch der Umweltbereich ist Bestandteil des Konzepts. Nicolas Liebig, Landessprecher der bayerischen Landschaftspflegeverbände, verweist dabei auf die Möglichkeit, jungen Menschen praktische Erfahrungen in der Landschaftspflege sowie im Natur- und Klimaschutz zu ermöglichen.

Konzept setzt zunächst auf Freiwilligkeit

Das jetzt vorgestellte Bayernjahr selbst soll freiwillig bleiben. Gleichzeitig verstehen insbesondere die FREIEN WÄHLER das Modell als möglichen Impuls für die politische Diskussion über ein späteres verpflichtendes Gesellschaftsjahr auf Bundesebene. Ziel des Bayernjahres ist es nach Angaben der Initiatoren, bestehende Angebote besser miteinander zu verbinden und mehr Menschen für gesellschaftliches Engagement zu gewinnen.

Kategorien
Kultur Soziales

Neuauflage der KufA-Karte der Spielzeit 2026/27

Die neue KufA-Karte hat einen grünen Farbverlauf mit weißer Schrift und gilt vom 1. September 2026 bis zum 31. August 2027. Foto: Stadt Kaufbeuren

Die neu gestaltete Karte trägt grüne Farbe mit weißer Schrift.

Die „Kultur für alle“-Karte wird auch in der Spielzeit 2026/27 fortgesetzt. Die Stadt und die an dem Modell beteiligten 24 freien Kulturträger mit ihren Einrichtungen wollen damit die Teilhabe am kulturellen Angebot fördern und zum Kulturgenuss animieren.

Die KufA-Karte

Die neue KufA-Karte hat einen grünen Farbverlauf mit weißer Schrift und gilt vom 1. September 2026 bis zum 31. August 2027. Die bisherige fliederfarbene Karte ist nicht mehr gültig.

Die KufA-Karte richtet sich an Kaufbeurer Leistungsempfängerinnen und -empfänger nach dem Sozialgesetzbuch (SGB II oder SGB XII). Sie ermöglicht ihren Inhabern, Veranstaltungen der Akzeptanzpartner zum Preis von 1€ an der Abendkasse zu besuchen – und zwar ohne Kontingentgrenzen oder Beschränkung auf bestimmte Sitzplatzkategorien. Weitere Anbieter gewähren KufA-Kunden andere Ermäßigungsformen.

Die Karte erhalten Berechtigte dort, wo sie auch in ihren sonstigen sozialen Angelegenheiten betreut werden. Dies kann das Jobcenter, die Abteilung Arbeit und Soziales im Rathaus oder der Asylkreis Kaufbeuren sein.

Die Kooperationspartner

Die KufA-Karte wird getragen von folgenden Partnern:

Allgäu Pride, Allgäuer Jazz-Initiative, Bauer-Verlag Thalhofen, Feuerwehrmuseum Kaufbeuren-Ostallgäu, GospelWings, Isergebirgs Museum Neugablonz, Jugendzentrum „JuZe“ Kaufbeuren, Jugendzentrum Neugablonz „JUZE ng“, Kaufbeuren Marketing, Kaufbeurer Martinsfinken, Kulturring Kaufbeuren, Kulturverein Podium Kaufbeuren, Kulturwerkstatt Kaufbeuren, Kunsthaus Kaufbeuren, Musikverein Hirschzell, Puppentheater Kaufbeuren, querKUNST, Spot-Theater Kaufbeuren, Stadtbücherei Kaufbeuren, Stadtjugendring Kaufbeuren, Stadtkapelle Kaufbeuren, Stadtmuseum Kaufbeuren, Theater im Turm, Theater Kaufbeuren, Theatergruppe „Moskitoldies“, Verein zur Förderung der Kirchenmusik St. Martin, Volkshochschule Kaufbeuren.

Kategorien
Soziales Wirtschaft

BRK-Kreisverband Ostallgäu ehrt langjährige Mitarbeitende

22 Arbeitsjubilare bringen es gemeinsam auf 400 Dienstjahre beim Roten Kreuz

Die diesjährigen Jubilarinnen und Jubilare des BRK-Kreisverbands Ostallgäu bringen es gemeinsam auf 400 Dienstjahre. Bei der traditionellen Ehrungsfeier im Modeon in Marktoberdorf standen 22 langjährige Mitarbeitende im Mittelpunkt. Kreisgeschäftsführer Thomas Hofmann dankte ihnen für ihre langjährige Treue und ihr tägliches großes Engagement beim Roten Kreuz.

Dabei verwies Hofmann auf die ganz unterschiedlichen Herausforderungen in den zahlreichen Arbeitsbereichen des Kreisverbands. Ob in der Pflege, im Rettungs- und Fahrdienst, in der Beratung, Betreuung, Hauswirtschaft oder Verwaltung – nicht jeder Arbeitstag sei einfach. Umso mehr schätze er, dass die Mitarbeitenden auch in schwierigen und stressigen Situationen „Freundlichkeit, Gelassenheit und Kompetenz“ bewahren. Von den Menschen bekomme er immer wieder positive Rückmeldungen: „Ich bin gut aufgenommen worden, man hat mich gut beraten, ich habe mich gut aufgehoben gefühlt.“

Langjährige Mitarbeitende als „Kopiervorlagen“

Personalratsvorsitzender Michael Lerf griff in seiner Ansprache mit einem Augenzwinkern zum Begriff der „Kopiervorlagen“. Gerade jüngere Kolleginnen und Kollegen würden auf die Erfahrenen schauen und beobachten, wie diese ihre Aufgaben erfüllten, mit Menschen umgingen und sich im Team verhielten. „Ich danke Ihnen dafür, dass Sie Kopiervorlagen sind“, sagte Lerf und ermunterte die Jubilare, auch weiterhin gut sichtbar für die nachfolgenden Kolleginnen und Kollegen zu bleiben.

Wie unterschiedlich diese Vorbilder sein können, zeigte sich anschließend bei den persönlichen Würdigungen. Die jeweiligen Bereichs- und Einrichtungsleitungen stellten ihre langjährigen Mitarbeitenden vor und berichteten von deren Stärken, besonderen Aufgaben und gemeinsamen Erlebnissen. Dabei wurde zugleich die große Bandbreite der Arbeit innerhalb des BRK-Kreisverbands deutlich.

Zwei Jubiläen über vier Jahrzehnte

Besondere Anerkennung galt in diesem Jahr den beiden Jubilarinnen mit jeweils 40 Dienstjahren: Saniye Kurnaz vom Clemens-Kessler-Haus in Marktoberdorf und Sabine Führer-Hauber vom Haus Schimmelreiter in Wertach. Andreas Hüller, Einrichtungsleiter des Clemens-Kessler-Hauses, hob bei Kurnaz insbesondere deren „Ruhe, Loyalität und Treue“ hervor. Renate Dantinger, Leitung Soziale Dienste im BRK-Kreisverband Ostallgäu, würdigte Führer-Hauber als langjährige „Stütze im Haus Schimmelreiter“. Als Hauswirtschaftsmeisterin sorge sie seit vielen Jahren dafür, dass insbesondere in der Küche alles zuverlässig funktioniere.

Zum Abschluss der Ehrungen fasste Hofmann zusammen, was sich durch den gesamten Abend gezogen hatte: „Jeder leistet an seiner Stelle seinen Beitrag, egal wo.“ Gerade die Vielfalt der Aufgaben und die unterschiedlichen Persönlichkeiten machten den Kreisverband aus. „Wir haben wirklich eine tolle Mannschaft und ich glaube, da können wir richtig stolz sein.“

Die Geehrten des BRK Ostallgäu:

Kreisverband: Sonja Walter (30 Jahre), Annett Filser (25 Jahre), Martina Langner (10 Jahre).

Fahrdienst: Helmut Kotschwar (10 Jahre).

Rettungsdienst: Rainer Hindelang-Schien (30 Jahre), Florian Haf (10 Jahre).

Clemens-Kessler-Haus (Marktoberdorf): Saniye Kurnaz (40 Jahre), Anne Huttner, Andrea Brugger, Bianca Kriehebauer (alle 10 Jahre).

Gulielminetti-Haus (Marktoberdorf): Reinhilde Berkmüller, Elena Krauberg (beide 25 Jahre), Petra Börmann (20 Jahre), Sabrina Haltenberger, Bazlai Strobel, Andrea Zeitler (alle 10 Jahre).

St. Georgshof (Rettenbach): Susanne Schober (20 Jahre), Stefan Jakobi, Marianne Hailer (beide 10 Jahre).

Haus Schimmelreiter (Wertach): Sabine Führer-Hauber (40 Jahre), Hubert Heinisch (25 Jahre).

St. Michael (Füssen): Tobias Routschka (10 Jahre).


Kategorien
Gesundheit Senioren Soziales Sport

Stadtspaziergänge. „Nicht mehr so gut zu Fuß“ am 02.09.2026

foto: Seniorenbüro/Ausflug 2024

„Nicht mehr so gut zu Fuß“

„Nicht mehr so gut zu Fuß“ trifft sich wieder. Nächster Stadtspaziergang am 02.09.2026 führt in den Jordanpark. Treff- und Startpunkt: 10:30 Uhr am Plärrer (Infohäuschen). Einkehrmöglichkeit im Gasthaus Tell oder im Kolpinghaus zum geselligen Ausklang.

Die gemütlichen kleinen Wanderungen eignen sich für all diejenigen die gerne mit Anderen eine kleine Runde in Kaufbeuren und Umgebung drehen möchten. Ansprechpartner ist das Seniorenbüro in Kaufbeuren unter der Telefonnummer 08341/437 203.

Kategorien
Senioren Soziales Verwaltung

Seniorenbeirat der Stadt Kaufbeuren neu gewählt

Karl-Heinz Wenzel bleibt Vorsitzender – neues Gremium startet in eine sechsjährige Amtszeit

Der Seniorenbeirat der Stadt Kaufbeuren ist im Juni neu gewählt worden. Das Gremium versteht sich als Interessenvertretung aller Seniorinnen und Senioren in Kaufbeuren. Acht Mitglieder wurden direkt gewählt, zwei weitere Mitglieder wurden traditionsgemäß in der konstituierenden Sitzung nachberufen. Darüber hinaus gehören dem Seniorenbeirat vier aus dem Stadtrat entsandte Mitglieder, der Seniorenbeauftragte Felix Franke sowie Peter Kloos, Leiter der Abteilung Arbeit und Soziales, an.

Wahl per Briefwahl

Rund 60 Vereine aus dem Bereich der Seniorenarbeit waren aufgefordert, ihre Stimmen für die Seniorenbeiratswahl per Briefwahl abzugeben. Karl-Heinz Wenzel, der bisherige Vorsitzende, wurde in der konstituierenden Sitzung erneut zum Vorsitzenden gewählt. Zu seinen Stellvertretungen wurden Hans-Peter Titze und Sybill Schuster-Nussrainer gewählt. Wenzel dankte den ausgeschiedenen Mitgliedern des Seniorenbeirats für ihr jahrelanges Engagement und wünschte ihnen nach der langjährigen erfolgreichen Zusammenarbeit alles Gute für die Zukunft.

Aus dem Seniorenbeirat ausgeschieden sind Renate Domin, Hermann Quetting, Eugen Rebholz, Richard Zobel, Ulrike Höhne-Wachter und Hannah Rieger.

Vielfältige Aufgaben in den kommenden sechs Jahren

Auf die Seniorenbeiräte aus unterschiedlichen Einrichtungen und Verbänden warten in den nächsten sechs Jahren abwechslungsreiche Aufgaben. Zum einen organisiert der Seniorenbeirat selbst zahlreiche Veranstaltungen für Seniorinnen und Senioren, bringt neue Projekte voran und unterstützt dauerhafte Einrichtungen für ältere Menschen in Kaufbeuren. Zum anderen ist er als Gremium der Stadt etabliert und soll wichtige Impulse zur Verbesserung der Lebensqualität der Seniorinnen und Senioren geben.

Die Mitglieder des Seniorenbeirats

Günter Beck

Günter Beck verfügt über langjährige Erfahrung in der pflegerischen Betreuung und engagiert sich seit vielen Jahren im Bereich der Seniorenarbeit. Aktuell ist er beispielsweise ehrenamtlich beim Betreuungsdienst „daheim! – Betreutes Wohnen zuhause“ tätig. Durch seine vielfältigen Kontakte und sein kontinuierliches Engagement besitzt er umfassende Kenntnisse über die Bedürfnisse älterer Menschen sowie die sozialen Unterstützungsstrukturen. Darüber hinaus setzt er sich politisch im Sozialwesen ein und zeigt großes Interesse an einer nachhaltigen und sinnvollen kommunalen Weiterentwicklung im Bereich Seniorenarbeit und Seniorenversorgung.

Marita Knauer

Marita Knauer ist 1. Vorsitzende des Gartenbauvereins, in dem überwiegend ältere Kaufbeurerinnen und Kaufbeurer Mitglied sind. Der Gartenbauverein bietet unter anderem Vorträge, Lehrfahrten und Pflanzentauschbörsen an. Der Austausch mit älteren Menschen ist Marita Knauer sehr wichtig. Sie war in der vergangenen Legislaturperiode Mitglied im Stadtrat und auch Mitglied im Seniorenbeirat.

Diakon Reinhold Netz

Diakon Reinhold Netz ist Ansprechpartner und Beauftragter für die Seniorenarbeit der Gesamtkirchengemeinde der Evang.-Luth. Dreifaltigkeitskirche. Zu seinen Aufgaben gehören die Seelsorge in der Gemeinde und in den Altenheimen von Kaufbeuren, die Leitung von Seniorengesprächskreisen und Geburtstagsfeiern für Senioren. Er ist zudem Ansprechpartner und Begleiter für diakonische Projekte und laufende Seniorengruppen. Reinhold Netz sieht sich als Interessenvertreter und Anwalt für die Wünsche und Bedürfnisse von Senioren unter dem Motto: „In Würde zufrieden und erfüllt alt werden!“ Dabei versteht er sich auch als „Vermittler und Netzwerker“ über Vereins- und Konfessionsgrenzen hinweg.

Margarete Resch

Margarete Resch ist bereits seit 2008 Mitglied im Seniorenbeirat und für mehrere Vereine aktiv. In den meisten Projekten des Seniorenbeirats ist sie unterstützend tätig. Sie hilft ehrenamtlich bei „Urlaub ohne Koffer“ und unterstützt die Veranstaltungen des Seniorenbeirats.

Sybill Schuster-Nussrainer

Sybill Schuster-Nussrainer engagiert sich seit mehreren Jahren ehrenamtlich bei Humedica. Zu ihren Tätigkeiten gehören die Mithilfe bei der Erstellung von Nothilfepaketen, die Unterstützung bei Spendensammlungen sowie die Information der Öffentlichkeit über die Organisation im Rahmen verschiedener Veranstaltungen. Darüber hinaus wirkte sie bei der Aktion „Mit Herz“ sowohl als Fahrerin als auch als Kontrolleurin mit. Zusätzlich ist Schuster-Nussrainer seit drei Jahren als Wanderpatin für Senioren bei „Nicht mehr so gut zu Fuß“ tätig. In dieser Funktion begleitet und unterstützt sie ältere Menschen bei gemeinsamen Wanderungen und Freizeitaktivitäten.

Wolfgang Scupin

Wolfgang Scupin gehört zu den dienstältesten Mitgliedern des Seniorenbeirats. Er ist bereits seit 1993 im Seniorenbeirat vertreten, damals zunächst hauptberuflich als Seniorenbeauftragter. Seit 1998 ist er ehrenamtliches Mitglied und übernimmt in den Sitzungen die Schriftführung. Als Leiter der Senioreneinrichtungen der Hospitalstiftung möchte Scupin durch seine berufliche Tätigkeit die Zusammenarbeit weiterhin fördern und ehrenamtliches Engagement stärken. Die Hospitalstiftung unterstützt den Seniorenbeirat im Auftrag der Stadt Kaufbeuren. Netzwerkarbeit und die Funktion des Seniorenbeirats als Sprachrohr für Senioren sind für Scupin besondere Anliegen.

Claudia Teodorovic

Claudia Teodorovic ist als Behindertenbeauftragte für den Behindertenbeirat seit 2014 im Seniorenbeirat vertreten. Sie ist Ansprechpartnerin in Fragen, die Personen mit Behinderung betreffen, und wird bei bauplanerischen Maßnahmen der Stadt in der Regel miteinbezogen. Auch bei der Fortschreibung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes ist Teodorovic aktiv beteiligt. Eines ihrer Ziele ist es, in allen Bereichen des Lebens Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderung zu erreichen.

Hans-Peter Titze

Hans-Peter Titze ist für das Crescentiakloster als ehrenamtlicher Helfer im Gartenpflegeteam des Klosterberggartens im Einsatz und bietet dort regelmäßig Berggartenführungen an. Er ist außerdem ehrenamtliches Mitglied im Redaktionsteam des Kaufbeurer Seniorenmagazins „Wertachbote“. Seit über 30 Jahren führt er Gäste und Einheimische als Stadtführer durch die Altstadt von Kaufbeuren. Sein Ziel für den Seniorenbeirat ist eine aktive Mitarbeit bei verschiedenen bestehenden Projekten sowie die Beteiligung an der Erarbeitung neuer Angebote und deren praktischer Umsetzung.

Johanna Wagner

Johanna Wagner blickt auf eine langjährige und vielseitige ehrenamtliche Tätigkeit zurück. Sie engagierte sich unter anderem als Tagesmutter sowie in der Betreuung von Hunden und Katzen. Darüber hinaus war sie Mitarbeiterin im Weltladen. Über 20 Jahre war sie in einem Frauenhaus tätig und unterstützte und begleitete dort Frauen in schwierigen Lebenssituationen. Zudem war Wagner als Schülerlotsin tätig. Aktuell engagiert sie sich als Lesementorin an der Beethoven-Schule und unterstützt Schülerinnen und Schüler bei der Förderung ihrer Lesekompetenz und Freude am Lesen. Wagner wurde vom Kneipp-Verein Kaufbeuren für den Seniorenbeirat vorgeschlagen.

Karl-Heinz Wenzel

Karl-Heinz Wenzel gehört dem Seniorenbeirat seit 2001 an und ist seit 2006 dessen Vorsitzender. Wenzel ist in vielen Projekten und Veranstaltungen aktiv und übernimmt dabei auch Grußworte und die Repräsentation des Beirats. Er möchte sich auch in Zukunft für die Fortführung der zahlreichen bestehenden Projekte engagieren und neue Projekte entwickeln. Zudem wirkt Wenzel an der Fortschreibung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes mit.

Aus dem Stadtrat

Bettina Ärnecke-Rottach

Bettina Ärnecke-Rottach ist für die Grünen im Seniorenbeirat. Sie bringt umfangreiche Erfahrung aus dem Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege mit. Ärnecke-Rottach ist Dipl.-Betrw. (FH) und Dipl.-Sozw. (FH), gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin und Geschäftsführerin des Heinzelmannstifts. Sie möchte die Infrastruktur für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen verbessern sowie alternative Wohnformen und Programme schaffen, die der demografischen Entwicklung entsprechen. Zudem möchte sie dazu beitragen, die ältere Generation wieder stärker als Gewinn und nicht als Verlust zu sehen.

Gerhard Drescher

Gerhard Drescher ist von der AfD in den Seniorenbeirat entsandt. Der Gymnasiallehrer im Ruhestand will sich im Seniorenbeirat für die Belange der Senioren einsetzen und ihnen auch aus einer großen Dankbarkeit heraus etwas „zurückgeben“.

Gertrud Gellings

Gertrud Gellings ist für die CSU bereits seit 2014 in den Seniorenbeirat entsandt. Sie ist vom Stadtrat als Beauftragte für Gesundheit und Pflege entsendet und hat sich in den vergangenen sechs Jahren aktiv in den Seniorenbeirat eingebracht. Dazu zählen beispielsweise die Unterstützung und Mitarbeit bei verschiedenen Projekten wie der Fortschreibung des Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes, der Fortschreibung der Pflegebedarfsplanung, „Musik am Nachmittag“, „Gedächtnis und Bewegung“ und den Seniorenvorstellungen im Theater. Gertrud Gellings möchte sich auch weiterhin aktiv einbringen, Vermittlerin zum Stadtratskollegium, zum Oberbürgermeister sowie zu den Kaufbeurer Bürgerinnen und Bürgern sein und altersgerechte Themen und Fragen voranbringen.

Michael Martin

Michael Martin bringt seine Erfahrungen als Gastwirt in den Seniorenbeirat ein. Durch seinen Beruf ist er seit jeher nah an seinen Gästen und den Menschen in seinem Umfeld. In seinem traditionellen Gasthof gehören viele Seniorinnen und Senioren zum festen Besucher- und Kundenkreis – sowohl als regelmäßige Gäste als auch bei Feiern und Jubiläen. In den Gesprächen erfährt er immer wieder, welche Wünsche und Bedürfnisse im Alltag eine Rolle spielen. Zudem hat Martin jahrelang für mehrere Pflegedienste Essen auf Rädern zubereitet und dabei viele Einblicke gewonnen. Diese Erfahrungen möchte er künftig in die Arbeit des Seniorenbeirats einbringen.

Kategorien
Jugend Kinder Kultur Soziales

Mit neuem VW-Bus ins Deutsche Museum

21 Kinder, Erwachsene und ehrenamtliche Begleiter der Stiftung Nächstenliebe in Aktion besuchten das Verkehrszentrum in München. Mit dabei: Familien aus Eritrea und der Ukraine sowie erstmals der neue, durch eine Stiftung finanzierte VW-Bus.

Stiftung Nächstenliebe in Aktion besucht mit Familien aus Eritrea und der Ukraine das Verkehrszentrum des Deutschen Museums

Kaufbeuren/München. Einen erlebnisreichen Tag in München verbrachten 21 Kinder, Erwachsene und Begleitpersonen der Stiftung Nächstenliebe in Aktion bei einem gemeinsamen Ausflug am 19. August in das Verkehrszentrum des Deutschen Museums. Mit dabei waren Familien aus Eritrea und der Ukraine, die von der Stiftung in Neugablonz begleitet werden.

Vor allem die Kinder waren von den zahlreichen historischen und modernen Autos, großen Lokomotiven, Fahrrädern und weiteren Exponaten begeistert. Das Verkehrszentrum vermittelt anschaulich die Geschichte und Entwicklung der Mobilität und macht Technik unmittelbar erlebbar.

„Für viele der von uns begleiteten Familien sind solche Ausflüge keineswegs selbstverständlich“, erklärt Wolfgang Groß, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Nächstenliebe in Aktion. „Uns ist wichtig, dass gerade Kinder Neues kennenlernen, gemeinsam etwas Schönes erleben und mit anderen Menschen in Kontakt kommen.“

Die Stiftung begleitet in ihrem Family Center in der Neugablonzer Hüttenstraße Menschen unterschiedlicher Herkunft und Generationen. Neben praktischer Unterstützung stehen Begegnung, Integration und gesellschaftliche Teilhabe im Mittelpunkt.

Neuer VW-Bus erstmals im Einsatz

Eine besondere Premiere gab es bei diesem Ausflug: Erstmals kam neben den beiden Caddys der kürzlich angeschaffte VW-Bus mit langem Radstand zum Einsatz. Dadurch konnten deutlich mehr Personen gemeinsam mitfahren.

Finanziert wurde der Bus durch die großzügige Spende einer Münchner Stiftung, die nicht namentlich genannt werden möchte. Er erweitert die Möglichkeiten der sozialen Arbeit erheblich und soll künftig für Aktivitäten mit Kindern und Familien, Angebote für Seniorinnen und Senioren sowie den neuen Kaufbeurer Pfadfinderstamm Royal Rangers eingesetzt werden.

„Wir sind der Münchner Stiftung für diese außergewöhnliche Unterstützung von Herzen dankbar“, betont Groß. „Der Bus ist weit mehr als ein Fahrzeug. Er ermöglicht ganz praktisch Teilhabe und gibt uns die Möglichkeit, Menschen mitzunehmen, die sonst möglicherweise zu Hause bleiben müssten.“

Schon bei seinem ersten größeren Einsatz zeigte sich, welchen Unterschied diese zusätzliche Mobilität macht. Beim gemeinsamen Entdecken und Staunen spielten Herkunft und Sprache für die Kinder schnell kaum noch eine Rolle.

Nach vielen Stunden zwischen Autos, Eisenbahnen und anderen Fahrzeugen kehrte die Gruppe mit zahlreichen neuen Eindrücken nach Kaufbeuren zurück. Für die Kinder war es ein besonderer Ferientag – und für die Stiftung ein schönes Beispiel dafür, wie aus einer Spende ganz konkret Mobilität, Begegnung und Teilhabe entstehen können.

Kategorien
Jugend Soziales Verwaltung

Jugendhilfeausschuss der Stadt Kaufbeuren neu konstituiert

Durch diese Zusammensetzung werden kommunalpolitische, fachliche und verbandliche Perspektiven in die Beratungen des Ausschusses einbezogen

Der Jugendhilfeausschuss der Stadt Kaufbeuren hat sich in seiner Sitzung im Juli für die neue Wahlperiode konstituiert. Unter Vorsitz von Oberbürgermeister Stefan Bosse gehören dem Gremium sieben neue Mitglieder und zwölf neue Stellvertretungen an.

Der Jugendhilfeausschuss ist neben der Verwaltung des Jugendamts Teil des Jugendamts. Zu seinen zentralen Aufgaben gehören die Beratung und Entscheidung über grundsätzliche Angelegenheiten der Kinder- und Jugendhilfe, die Jugendhilfeplanung sowie die Weiterentwicklung der örtlichen Angebote und Strukturen für junge Menschen und Familien. Über individuelle Hilfen im Einzelfall entscheidet dagegen die Verwaltung des Jugendamts auf Grundlage der gesetzlichen Bestimmungen.

Im Jugendhilfeausschuss wirken Mitglieder des Stadtrats, in der Jugendhilfe erfahrene Personen sowie Vertreterinnen und Vertreter der anerkannten freien Träger der Jugendhilfe und der Jugendverbände mit. Ergänzt wird das Gremium durch beratende Mitglieder unter anderem aus der Verwaltung des Jugendamts, der Justiz, dem Schulbereich, der Arbeitsagentur, dem Jobcenter, der Erziehungsberatung, der Polizei, dem Stadtjugendring, der kommunalen Gleichstellungsstelle sowie den Kirchen.

Durch diese Zusammensetzung werden kommunalpolitische, fachliche und verbandliche Perspektiven in die Beratungen des Ausschusses einbezogen. Der Jugendhilfeausschuss tagt bei Bedarf, in der Regel finden drei öffentliche Sitzungen pro Jahr statt. Anlässlich der konstituierenden Sitzung wurde ein gemeinsames Foto der Mitglieder des Jugendhilfeausschusses aufgenommen.

Kategorien
Soziales Wirtschaft

Gemeinsam verdoppelt. HypoVereinsbank-Mitarbeitende spenden für humedica

Es ist bereits das dreizehnte Mal, dass humedica vom GiftMatching Programm der HypoVereinsbank profitiert.

Die Mitarbeitenden der HypoVereinsbank leisten erneut einen sozialen Beitrag und unterstützen die Arbeit der internationalen Hilfsorganisation humedica. Im Rahmen ihres „Gift Matching“ Programms haben sie insgesamt 2.255 Euro gesammelt. Die UniCredit Foundation erhöht den Betrag auf 4.255 Euro. Den entsprechenden Scheck überreichten Katrin Krick, Filialleiterin Privatkundengeschäft in Kaufbeuren an Carina Freudig von humedica.

„Wir danken den Mitarbeitenden der HypoVereinsbank für ihr Engagement. Das Geld ermöglicht uns, schnelle und unkomplizierte Hilfe für Menschen in Not zu leisten – zum Beispiel in Moldawien, wo wir unter anderem Kinder aus Familien mit geringem Einkommen unterstützen“, erklärt humedica-Mitarbeiterin Carina Freudig.

„Unsere Mitarbeitenden leisten mit den Spendengeldern auch über Landesgrenzen hinweg einen wertvollen Beitrag für das Gemeinwohl. Das verdient meine höchste Anerkennung. Ich bedanke mich bei den Kolleginnen und Kolleginnen. Für ihre Unterstützung. Ihre Einsatzbereitschaft macht es möglich, die wichtige Arbeit von sozialen Organisationen wie humedica Jahr für Jahr zu fördern“, so Katrin Krick. Es ist bereits das dreizehnte Mal, dass humedica vom GiftMatching Programm der HypoVereinsbank profitiert.

Kategorien
Soziales Verwaltung

Besuch des Oberbürgermeisters beim Rotary Club Kaufbeuren

Bei dem Treffen berichtete der OB über die aktuelle Lage der Stadt und es wurde sich in der Runde über viele weitere gesellschaftliche und politische Themen ausgetauscht

Eigentlich kommen die neuen Vertreterinnen und Vertreter des neuen Präsidiums des Rotary Clubs Kaufbeuren jedes Jahr zu Oberbürgermeister Stefan Bosse ins Rathaus. In diesem Jahr lud ihn die neue Präsidentin Simone Klinger im Namen des Rotary Club Kaufbeuren jedoch ein, an einer Sitzung des Clubs teilzunehmen.

Bei dem Treffen berichtete der OB über die aktuelle Lage der Stadt und es wurde sich in der Runde über viele weitere gesellschaftliche und politische Themen ausgetauscht. Zum Abschluss wurde die Bedeutung von Hoffnung und gesellschaftlichem Zusammenhalt betont.

Mit einem Dank an den Rotary und alle Serviceclubs allgemein hat Oberbürgermeister Stefan Bosse deren Engagement für das Gemeinwohl ausdrücklich gewürdigt: „Bürgerschaftlicher Einsatz und die Unterstützung durch Ehrenamt und Serviceclubs gewinnen weiter an Bedeutung. Rotary und andere Serviceclubs leisten einen wichtigen Beitrag, gesellschaftliches Miteinander und Lebensqualität aufrechtzuerhalten.“

Kategorien
Soziales Veranstaltung

Regenbogen Café am 26. August 2026 im Allgäu Pride Summer 2026

Das Angebot richtet sich an queere Menschen, lesbische, bisexuelle und schwule Frauen und Männer, trans- und intergeschlechtliche Menschen aller Generationen.

Am Mittwoch, 26. August 2026, von 14 bis 16:30 Uhr findet das monatliche Regenbogen Café im Generationenhaus Kaufbeuren, Hafenmarkt 6-8 statt. Das Angebot richtet sich an queere Menschen, lesbische, bisexuelle und schwule Frauen und Männer, trans- und intergeschlechtliche Menschen aller Generationen.

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation der Gleichstellungsstellen der Stadt Kaufbeuren und des Landkreises Ostallgäu, des Generationenhauses mit der Beratungsstelle für schwule und bisexuelle Männer (cistransinter*nb) AWO-Schwubis und Allgäu Pride e. V.

Kategorien
Kinder Senioren Soziales

Erneute Hitzewarnung für Kaufbeuren

Im Hitzeschutzraum ist noch Platz

Hitzeschutzraum im Family Center Neugablonz erneut geöffnet

Neugablonz, 3. August 2026. Aufgrund der erneuten Hitzewarnung des Deutschen Wetterdienstes für Kaufbeuren hat die Stiftung Nächstenliebe in Aktion ihren Hitzeschutzraum im Family Center wieder geöffnet.

Der klimatisierte Raum ist heute, Montag, 3. August, sowie morgen, Dienstag, 4. August 2026, jeweils von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet. Während der gesamten Öffnungszeit ist der Hitzeschutzraum durch Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter der Stiftung betreut.

Das kostenlose Angebot richtet sich an alle Menschen, denen die hohen Temperaturen zu schaffen machen. Besonders eingeladen sind ältere Menschen, Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder Herz-Kreislauf-Beschwerden, Alleinlebende, Familien mit kleinen Kindern sowie Menschen, deren Wohnung sich stark aufheizt.

Der Hitzeschutzraum befindet sich im Stumpesaal des Family Centers der Stiftung Nächstenliebe in Aktion, Hüttenstraße 10, 87600 Kaufbeuren-Neugablonz. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Den Besucherinnen und Besuchern stehen Sitzgelegenheiten, kostenloses Trinkwasser, Bücher, Lesematerial und Spiele zur Verfügung. Wer möchte, kann sich dort ausruhen, abkühlen, miteinander ins Gespräch kommen oder einfach einige Stunden der großen Hitze entgehen.

Obwohl die Stiftung bereits mehrfach über den Hitzeschutzraum informiert und zu jeder Hitzewarnung eine Pressemitteilung herausgegeben hat, ist dieses neue Hilfsangebot in der Bevölkerung noch immer nicht ausreichend bekannt.

„Uns ist bewusst, dass es Zeit braucht, bis sich ein neues Angebot herumspricht“, erklärt Wolfgang Groß, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Nächstenliebe in Aktion. „Gerade bei einer Hitzewarnung ist es jedoch wichtig, dass besonders gefährdete Menschen möglichst schnell erfahren, wo sie kostenlos Schutz und Abkühlung finden. “

Die Stiftung bittet außerdem Angehörige, Nachbarn, Hausärzte, Pflegedienste, Apotheken, Kirchengemeinden und soziale Einrichtungen, auf dieses kostenlose Angebot aufmerksam zu machen.

„Niemand sollte während extremer Hitze allein in einer überhitzten Wohnung bleiben müssen“, betont Wolfgang Groß. „Im Family Center steht ein kühler, geschützter und betreuter Ort offen. Man darf einfach vorbeikommen.“

Grundsätzlich gilt: Immer wenn der Deutsche Wetterdienst für Kaufbeuren eine amtliche Hitzewarnung herausgibt, öffnet die Stiftung Nächstenliebe in Aktion ihren Hitzeschutzraum – jeweils von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr.

Öffnungszeiten: Montag, 3. August, und Dienstag, 4. August 2026, jeweils von 10:00 bis 16:00 Uhr.

Ort: Stiftung Nächstenliebe in Aktion, Stumpesaal im Family Center, Hüttenstraße 10, 87600 Kaufbeuren-Neugablonz.

Kategorien
Bildung Politik Soziales

Kleine Beiträge, die Großes bewirken

Spendenaktion für Kita Herz-Jesu

Stadtrat Tamur Khan beteiligte sich am 50-jährigen Jubiläum der Kita Herz-Jesu und organisierte in diesem Rahmen eine Spendenaktion. Dabei betonte er, dass jede Unterstützung zählt. Viele kleine Beiträge können gemeinsam Großes bewirken: So kam eine Spendensumme von mehr als 1.050 Euro zusammen.

Das Jubiläum stand damit nicht nur im Zeichen des Feierns, sondern auch des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Denn nur gemeinsam lassen sich wichtige Projekte erfolgreich umsetzen.

Kategorien
Gesundheit Kinder Senioren Soziales

Hitzewarnung für Kaufbeuren

Hitzeschutzraum im Stumpesaal des Family Centers

Hitzeschutzraum im Family Center wieder geöffnet

Neugablonz, 30. Juli 2026. Aufgrund der aktuellen Hitzewarnung des Deutschen Wetterdienstes für Kaufbeuren hat die Stiftung Nächstenliebe in Aktion ihren Hitzeschutzraum im Family Center in Neugablonz erneut geöffnet.

Der klimatisierte Raum ist am heutigen Donnerstag, 30. Juli, seit 10:00 Uhr und noch bis 16:00 Uhr geöffnet. Auch am morgigen Freitag, 31. Juli 2026, steht der Hitzeschutzraum von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr zur Verfügung. Während der gesamten Öffnungszeit ist eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter der Stiftung anwesend.

Das kostenlose Angebot richtet sich an alle Menschen, denen die hohen Temperaturen zu schaffen machen. Besonders eingeladen sind ältere Menschen, Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder Herz-Kreislauf-Beschwerden, Alleinlebende, Familien mit kleinen Kindern sowie Menschen, deren Wohnung sich stark aufheizt. Der Hitzeschutzraum befindet sich im Stumpesaal des Family Centers der Stiftung Nächstenliebe in Aktion in der Hüttenstraße 10 in Neugablonz. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Den Besucherinnen und Besuchern stehen Sitzgelegenheiten, kostenloses Trinkwasser, Bücher, Lesematerial und Spiele zur Verfügung. Sie können sich dort ausruhen, abkühlen, miteinander ins Gespräch kommen oder einfach einige Stunden der großen Hitze entgehen.

Obwohl der Hitzeschutzraum bereits mehrfach geöffnet war, ist dieses neue Hilfs­angebot in der Bevölkerung noch nicht ausreichend bekannt.

„Uns ist bewusst, dass es Zeit braucht, bis sich ein solches Angebot herumspricht“, erklärt Wolfgang Groß, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Nächstenliebe in Aktion. „Gerade bei einer Hitzewarnung ist es jedoch wichtig, dass besonders gefährdete Menschen schnell erfahren, wo sie kostenlos Schutz und Abkühlung finden. Deshalb bitten wir Angehörige, Nachbarn, Hausärzte, Pflegedienste, Apotheken, Kirchengemeinden und soziale Einrichtungen, auf unseren Hitzeschutzraum hinzuweisen.“

Die Stiftung möchte insbesondere auch Menschen erreichen, die selbst keine sozialen Medien nutzen oder von den bisherigen Veröffentlichungen noch nichts erfahren haben. „Niemand sollte während extremer Hitze allein in einer überhitzten Wohnung bleiben müssen. Im Family Center steht ein kühler, geschützter und betreuter Ort offen. Man darf einfach vorbeikommen“, betont Wolfgang Groß.

Öffnungszeiten: Donnerstag, 30. Juli 2026, von 10:00 bis 16:00 Uhr sowie Freitag, 31. Juli 2026, von 10:00 bis 16:00 Uhr. Ort: Stiftung Nächstenliebe in Aktion, Stumpesaal im Family Center, Hüttenstraße 10, 87600 Kaufbeuren-Neugablonz.

Kategorien
Soziales Wirtschaft

Die Kantine Frisch & Fair zieht in den Generationencampus

Ein neues Zuhause für Teilhabe und Inklusion

Für die Kantine Frisch & Fair beginnt in diesem Jahr ein neuer Abschnitt: Nach mehreren Jahren der Entwicklung und des gemeinsamen Wachsens in der Sudetenstraße wird der Standort im Laufe des Septembers in den neuen Generationencampus Neugablonz umziehen. Ein offizieller Eröffnungstermin steht derzeit noch nicht fest und wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Bereits ab August wird die Geschäftsstelle in der Sudetenstraße geschlossen. Für Gäste, Kundinnen und Kunden sowie Geschäftspartner ändert sich dadurch jedoch kaum etwas: Alle bestehenden Angebote und Projekte werden uneingeschränkt fortgeführt. Gäste, die ihr Mittagsangebot bislang in der Sudetenstraße abgeholt haben, können dieses während der Umstellungsphase im Innovapark beziehen und anschließend im neuen Generationencampus in der Falkenstraße. Die verschiedenen Ausgabestellen, Catering, Veranstaltungen sowie der Menüservice „Wir bringen’s“ laufen selbstverständlich wie gewohnt weiter.

Mit dem Umzug in den Generationencampus gewinnt Frisch & Fair einen Ort, der mit dem Gesamtkonzept des Quartiers die eigenen Werte in besonderer Weise widerspiegelt. Das neue Bistro mit Mittagstisch, frischen Snacks, Kaffeespezialitäten und einem kleinen Abendbetrieb an drei Tagen pro Woche ergänzt das Wohnprojekt um einen offenen Treffpunkt für alle Generationen. „Für uns ist der Generationencampus weit mehr als ein neuer Standort. Das gesamte Konzept entspricht genau unserer Vorstellung einer vielfältigen und offenen Gesellschaft, in der Menschen selbstverständlich zusammenkommen.

Kategorien
Jugend Kinder Soziales Sport

2. Gürtelprüfung beim Taekwondo Team Buron Kaufbeuren e.V.

Bild: Lilia Hafenmaier (TTBK)

alle Prüflinge bestehen die Gürtelprüfung mit bravour

Die 2. Gürtelprüfung im Jahr 2026 fand kurz vor den Sommerferien beim Taekwondo Team Buron Kaufbeuren statt.

Maik Niepelt (4. Dan/Prüfer C Lizenz) stand als Prüfer zur Verfügung. Geleitet wurden die Prüfungen von den Trainern der einzelnen Trainingsgruppen. Insgesamt wurden 26 Sportler in den Prüfungsfächer Grundtechniken, Formen, 1-Schritt-Kampf, Steppschule, Pratzenübungen, Freikampf, Selbstverteidigung und Theorie geprüft.

Prüfungsbeste an diesem Tag war Lia Kaden. Die jüngste Prüfungsteilnehmerin zeigte beeindruckende Leistungen in allen Prüfungsfächern.

Ergebnisse:

9. Kup (Weiß/Gelbgurt)

Karina Amberg, Lia Kaden, Kamilla Poltorak, Nele Drescher, Luis Viez, Lana und Lucia Semren, Mia Ziegler

8. Kup (Gelbgurt)

Gözde Satilmis, Fabian Brand, Valentin Kreit, Emily Dörler

7. Kup (Gelb/Grüngurt)

Richard Maisner, Amrei Mühlschuster, Simon Lang

6. Kup (Grüngurt)

Ella Britzer, Leonard Endres, Lettore Lucia

5. Kup (Grün/Blaugurt)

Theresa und Johanna Appelt, Jonas Britzger, Elisa und Mathilda Kreit

4. Kup (Blaugurt)

Rosie Simpson

3. Kup (Blau/Rotgurt)

Amara Utku, Jonathan Roth

Kategorien
Kultur Senioren Soziales Veranstaltung

Sommerfest im Seniorentreff Koffejtippl

Im Schatten ließ es sich gut aushalten

Gäste feiern und nutzen das gute Wetter

Der Seniorentreff Koffejtippl in Neugablonz hat am Samstag sein diesjähriges Sommerfest gefeiert – und die Veranstaltung kam bei den Gästen bestens an. Bei schönem Wetter konnten die Besucherinnen und Besucher die gemeinsame Zeit in geselliger Runde genießen.

Die musikalische Begleitung des Nachmittags lieferte Reinhold Obermayr, der mit einer bunten Auswahl an für gute Stimmung sorgte und die Gäste zum Tanzen animierte.

Auch kulinarisch wurde einiges geboten. Für alle Gäste gab es Fleisch- und Würste vom Grill sowie Kaffee und Kuchen. Der Seniorenbeauftragte Felix Franke bedankte sich in seinen Grußworten bei allen Beteiligten für ihr Mitwirken und das gelungene Fest.

Der Seniorentreff sucht auch immer wieder neue Helfer und Helferinnen. Wenn Sie Interesse haben, in den Seniorentreffs oder in anderen Senioreneinrichtungen der Hospitalstiftung zu helfen und Senioren in Kaufbeuren unterstützen möchten, können Sie sich gerne im Seniorenbüro unter 08341/ 437203 melden. 

Kategorien
Bildung Blaulicht Gesundheit Politik Senioren Soziales Veranstaltung Verwaltung

Palliativnetzwerk Ostallgäu-Kaufbeuren tagte im Rathaus Kaufbeuren

Foto: Palliativnetzwerk Kaufbeuren-Ostallgäu

Gemeinsam für eine starke Versorgung schwerstkranker Menschen

Kaufbeuren. Im Alten Sitzungssaal des Rathauses Kaufbeuren fand am Mittwoch, den 22. Juli 2026, das regelmäßige Netzwerktreffen des Palliativnetzwerks Ostallgäu-Kaufbeuren statt. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der regionalen Versorgungslandschaft kamen zusammen, um aktuelle Entwicklungen zu beraten, neue Kooperationen zu stärken und gemeinsame Projekte voranzubringen.

Ein besonderer Dank gilt der Stadt Kaufbeuren, die mit der Bereitstellung der Räumlichkeiten im historischen Rathaus einen würdigen Rahmen für das Netzwerktreffen geschaffen hat. Die Grußworte durch Herrn Oberbürgermeister Stefan Bosse, unterstrich zugleich die Wertschätzung und Bedeutung, die der Palliativversorgung in der Region entgegengebracht wird. Die Anwesenheit der Stadt ist ein wichtiges Zeichen für die Unterstützung einer sektorenübergreifenden Versorgung schwerstkranker Menschen und ihrer Angehörigen.

Im Mittelpunkt des Treffens standen neben organisatorischen Themen die Vorstellung neuer Netzwerkpartner und die Weiterentwicklung gemeinsamer Projekte. Das Netzwerk begrüßte das Sanitätshaus Wittlinger als neuen Netzwerkpartner. Herr Wittlinger stellte das Unternehmen sowie dessen Leistungen für die Versorgung von Menschen mit einer schweren Erkrankung vor.

Ein weiterer fachlicher Schwerpunkt war die Vorstellung des SAPV-KJ-Teams (Brückenteam) des Bunten Kreises. Frau Stefanie Krause, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, informierte über die spezialisierte ambulante Palliativversorgung für Kinder und Jugendliche. Sie zeigte auf, wie betroffene Familien bereits ab Diagnosestellung begleitet werden können und welche besonderen Anforderungen die Versorgung junger Patientinnen und Patienten mit sich bringt.

Den Schwerpunkt des Netzwerktreffens bildete die Planung der öffentlichen Informationsveranstaltung

„Leben mit einer tödlichen Diagnose – Das Palliativnetzwerk klärt über Unterstützungsmöglichkeiten im Versorgungsnetz auf“

am Mittwoch, 28. Oktober 2026, von 15:00 bis 18:00 Uhr im Stadttheater Kaufbeuren.

Eine schwere Diagnose verändert das Leben von einem Augenblick auf den anderen – für die Betroffenen ebenso wie für ihre Familien, Freundinnen und Freunde sowie alle Menschen, die sie begleiten. Oft stellen sich viele Fragen: Wer unterstützt? Welche Hilfen gibt es? Wie kann ein gutes Leben trotz einer unheilbaren Erkrankung gelingen?

Genau hier setzt die Veranstaltung des Palliativnetzwerks an. Anhand einer szenischen Fallvorstellung wird anschaulich vermittelt, wie die Palliativversorgung im Raum Kaufbeuren-Ostallgäu organisiert ist und wie die verschiedenen Berufsgruppen und Einrichtungen Hand in Hand zusammenarbeiten. Ziel ist es, Berührungsängste abzubauen, über Unterstützungsangebote zu informieren und zu zeigen, dass Palliativversorgung weit mehr bedeutet als die Begleitung am Lebensende. Sie steht für Lebensqualität, individuelle Unterstützung und eine verlässliche Begleitung schwerstkranker Menschen und ihrer Angehörigen.

Das Palliativnetzwerk Ostallgäu-Kaufbeuren lädt bereits heute alle Interessierten herzlich ein, sich den Termin vorzumerken:

Mittwoch, 28. Oktober 2026, 15:00 bis 18:00 Uhr
Stadttheater Kaufbeuren
Rosental 8, 87600 Kaufbeuren

Das Netzwerk freut sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher sowie auf einen offenen Austausch über ein Thema, das jeden Menschen betreffen kann und das eine hohe gesellschaftliche Bedeutung besitzt.

Weitere Informationen unter: www.palliativnetzwerk-kf-oal.de

Kategorien
Soziales

Spendenübergabe mit sportlichem Schlagabtausch

Bei der Spendenübergabe wurde nicht nur symbolisch übergeben, sondern auch gleich gespielt: Gemeinsam weihten Beschäftigte der Gartengruppe, Sonja Hertel (Generalbevollmächtigte) Celina Steuer (Regionalleiterin Kaufbeuren) und Martin Snatschke (Vermögensbetreuer) von der VR Bank Augsburg-Ostallgäu eG sowie der Geschäftsführer der Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren, Klaus Prestele, die neue Tischtennisplatte mit einem sportlichen Schlagabtausch ein. Foto: Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren, Julia Hammerstiel

VR Bank Augsburg-Ostallgäu eG unterstützt neue Tischtennisplatte der Wertachtal-Werkstätten mit 2.500 Euro

Eine Spendenübergabe der besonderen Art fand vor Kurzem bei den Wertachtal-Werkstätten in Kaufbeuren statt: Statt eines klassischen Fototermins stand ein gemeinsames Tischtennis-Match auf dem Programm. Möglich machte dies die VR Bank Augsburg-Ostallgäu eG, die den Bau einer neuen Tischtennisplatte im Außenbereich mit einer Spende von 2.500 Euro unterstützt hat.

Die neue Tischtennisplatte bietet den Beschäftigten künftig zahlreiche Möglichkeiten für Bewegung, Begegnung und gemeinschaftliche Aktivitäten. Denn die Wertachtal-Werkstätten verfolgen nicht nur den Auftrag, Menschen mit Beeinträchtigung Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Ebenso wichtig sind arbeitsbegleitende Maßnahmen, die Gesundheit fördern, soziale Kontakte stärken und Gemeinschaft erlebbar machen. Die neue Tischtennisplatte schafft dafür einen attraktiven Treffpunkt in den Pausen und bei gemeinsamen Freizeitangeboten.

Die Gartengruppe unter der Leitung von Björn Siegmund hatte die Tischtennisplatte zuvor mit viel Einsatz fachgerecht eingebaut und dauerhaft im Außenbereich installiert. Die dabei verwendeten Fallschutzplatten stammen vom ehemaligen Spielplatz der Heilpädagogischen Tagesstätte für sozial-emotionale Entwicklung der Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren und fanden hier eine sinnvolle neue Verwendung.

Bei der Spendenübergabe griffen unter anderem Sonja Hertel, Generalbevollmächtigte der VR Bank Augsburg-Ostallgäu eG und Regionalleiterin Celina Steuer von der VR Bank Augsburg-Ostallgäu gemeinsam mit den Beschäftigten der Gartengruppe sowie Geschäftsführer Klaus Prestele zum Schläger. Bei einigen lockeren Ballwechseln wurde viel gelacht und die Freude über die sportliche Bereicherung war allen Beteiligten deutlich anzusehen.

Die Wertachtal-Werkstätten bedanken sich herzlich bei der VR Bank Augsburg-Ostallgäu für die großzügige Unterstützung. Mit ihrer Spende trägt die Bank dazu bei, Bewegung, Begegnung und gelebte Gemeinschaft im Werkstattalltag nachhaltig zu fördern.

Kategorien
Soziales Veranstaltung

Teilhabe-Forum in Kaufbeuren

Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren; Lea Kreul

Ideen für mehr Mitbestimmung

Wie kann ehrenamtliches Engagement für Menschen mit Beeinträchtigung leichter möglich werden? Welche Chancen bietet die Digitalisierung und wo braucht es weiterhin persönliche Unterstützung? Mit diesen Fragen beschäftigten sich rund 30 Menschen mit Beeinträchtigung beim zweiten Teilhabe-Forum im Stadtsaal Kaufbeuren.

Nach einem Rückblick auf das erste Forum mit den Schwerpunkten Mitbestimmung und Barrierefreiheit standen diesmal „Ehrenamt und Behinderung“ sowie „Digitale Teilhabe und einfache Zugänge“ im Mittelpunkt. Gemeinsam entwickelten die Teilnehmenden Ideen, benannten Hürden und formulierten konkrete Wünsche.

Deutlich wurde: Viele Menschen mit Beeinträchtigung engagieren sich bereits ehrenamtlich und erleben dabei Wertschätzung und Gemeinschaft. Gleichzeitig erschweren fehlende Mobilitätsangebote häufig den Einsatz. Auch bei der Digitalisierung waren sich die Teilnehmenden einig: Digitale Angebote können den Alltag erleichtern, persönliche Beratung bleibt jedoch unverzichtbar und digitale Angebote müssen für alle Menschen leicht zugänglich sein. Dafür wurden ein guter Internetzugang und öffentliches WLAN als wichtige Voraussetzungen genannt.

Die Anregungen aus dem Forum sollen nun in weitere Projekte einfließen und auch bei der nächsten Bürgerversammlung der Stadt Kaufbeuren vorgestellt werden.

Organisiert wurde das Teilhabe-Forum von Lea Kreul von der Fachstelle für Selbstvertretung der Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren gemeinsam mit Ben Lutz, Leitung der Offenen Hilfen, sowie Helga Holzhausen von der FreiwilligenAgentur Knotenpunkt im Generationenhaus Kaufbeuren. Ein besonderer Dank gilt außerdem Herrn Marx von der Stadt Kaufbeuren. Seine Teilnahme wurde von den Anwesenden als wichtiges Zeichen der Wertschätzung und des Interesses an den Anliegen von Menschen mit Beeinträchtigung wahrgenommen. Ermöglicht wurde das Forum durch eine Förderung der Aktion Mensch.

Kategorien
Soziales Veranstaltung

Das Sommerfest der Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren

Foto: Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren

Begeisterung durch Vielfalt, Begegnung und guter Stimmung

Bei bestem Sommerwetter feierten die Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren und die Wertachtal-Werkstätten am Samstag, 4. Juli 2026, gemeinsam mit zahlreichen Besucher*innen ihr traditionelles Sommerfest rund um das Gelände Am Sonneneck 47. Den ganzen Tag über verwandelte sich das Areal in einen lebendigen Treffpunkt für Menschen jeden Alters – mit vielen Mitmachaktionen, Musik und kulinarischen Angeboten.

An den zahlreichen Spiel-, Bastel- und Bewegungsstationen war den ganzen Tag über viel los. Ob beim Basteln, an den Infoständen oder bei den abwechslungsreichen Mitmachangeboten, wie der Radaktion des ADFC – überall wurde ausprobiert, gelacht und gemeinsam Zeit verbracht. Die Einrichtungen und Dienste der Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren und der Wertachtal-Werkstätten präsentierten ihre Arbeit und kamen mit vielen interessierten Besucher*innen ins Gespräch.

Für beste Unterhaltung sorgten die musikalischen Beiträge der Band Mindshop sowie der Singer-Songwriter*innen Nijala und Schecki, die das Sommerfest den ganzen Tag über begleiteten und für eine tolle Atmosphäre sorgten.

Das Sommerfest zeigte so einmal mehr, wie wertvoll Orte der Begegnung sind. Menschen mit und ohne Beeinträchtigung verbrachten gemeinsam einen unbeschwerten Tag, knüpften neue Kontakte und erlebten, wie bereichernd Vielfalt und Miteinander sein können. Die Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren bedankt sich herzlich bei allen Besucher*innen, den vielen ehrenamtlichen Helfer*innen, Mitarbeiter*innen, Künstler*innen und allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Gemeinsam machten sie den Tag zu einem besonderen Erlebnis.

Kategorien
Bildung Soziales

BRK-Schulung bereitet pflegende Angehörige und Ehrenamtliche auf ihren Einsatz vor

Erfolgreicher Abschluss der Qualifizierung für die Nachbarschaftshilfe in Kaufbeuren

Mit großem Erfolg ist die diesjährige Schulung für pflegende Angehörige und künftige ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der Nachbarschaftshilfe des BRK-Kreisverbandes Ostallgäu zu Ende gegangen. Insgesamt 15 Teilnehmende aus Kaufbeuren und der Region trafen sich an fünf Montagnachmittagen, um sich auf ihre Aufgaben in der häuslichen Versorgung von Menschen mit Pflegebedarf vorzubereiten.

Auf dem Programm standen unter anderem die Themen Erste Hilfe, Kommunikation, Demenz sowie Selbstfürsorge. Neben den fachlichen Inhalten entwickelte sich ein offener und lebendiger Austausch zwischen den Teilnehmenden, den auch Schulungsleiterin Corinna Praetorius von der Fachstelle für pflegende Angehörige als bereichernd empfand.
Die Rückmeldungen zur Schulung in Kaufbeuren fielen durchweg positiv aus. Besonders hervorgehoben wurden die praxisnahen Inhalte und die angenehme Lernatmosphäre. „Schade, dass wir uns nächsten Montag nicht wieder treffen!“, brachte es eine zukünftige Helferin zum Abschluss der Schulung auf den Punkt.

Beim letzten Treffen erhielten die Teilnehmenden ihre Zertifikate und als Dankeschön Blumen für ihren Einsatz. „Ich danke allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Schulung für ihr Engagement. Es ist schön, dass wir wieder neue Helferinnen und Helfer für unsere Nachbarschaftshilfe begrüßen können, die wertvolle Arbeit leisten, um pflegende Angehörige zu entlasten“, freut sich Corinna Praetorius.

Wer sich für eine Mitarbeit in der Nachbarschaftshilfe interessiert oder weitere Informationen erhalten möchte, kann sich an die Fachstelle für pflegende Angehörige des BRK-Kreisverbandes Ostallgäu wenden: fachstelle.oal@brk.de, Telefon 08342 966943.

Kategorien
Senioren Soziales

Gelungenes Frühlingsfest in der BRK-Tagespflege Stiftsterrassen in Kaufbeuren

Angehörige und Gäste verbringen einen fröhlichen Nachmittag mit Musik, Gesang und einer besonderen Showeinlage

Fröhliche Stimmung, gemeinsames Singen und viele lachende Gesichter prägten das Frühlingsfest der BRK-Tagespflege Stiftsterrassen in Kaufbeuren. Gemeinsam mit Angehörigen verbrachten die Tagesgäste einen abwechslungsreichen Nachmittag in den Räumen der Einrichtung.

Für einen besonderen Höhepunkt sorgten die Mitarbeiterinnen der Tagespflege mit einer humorvollen Showeinlage zum Schlagerklassiker „Das knallrote Gummiboot“. Mit passenden Accessoires und viel Engagement brachten sie die Gäste immer wieder zum Schmunzeln und ernteten dafür Applaus.

mehr zu den Tagespflegen des BRK Kreisverbands Ostallgäu

Musikalisch begleitet wurde das Fest von Martin Simon, der mit bekannten Liedern zum Mitsingen einlud. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, gemeinsam Erinnerungen aufleben zu lassen und die vertrauten Melodien mitzusingen. So entstand eine herzliche Atmosphäre, die den Nachmittag zu einem besonderen Erlebnis machte.
„Solche Feste sind für unsere Gäste und deren Angehörige eine schöne Gelegenheit, gemeinsam Zeit zu verbringen, miteinander ins Gespräch zu kommen und unbeschwerte Momente zu erleben“, freut sich Helga Lehmann, Leiterin der BRK-Tagespflege.

Die Tagespflege Stiftsterrassen des BRK-Kreisverbandes Ostallgäu bietet älteren und demenzkranken Menschen tagsüber Betreuung, Gemeinschaft und individuelle Unterstützung. Gleichzeitig entlastet das Angebot Angehörige im Alltag. Die Einrichtung befindet sich in den Stiftsterrassen in Kaufbeuren und ist montags bis freitags von 8:00 bis 16:30 Uhr geöffnet.

Neben den Stiftsterrassen betreibt der BRK-Kreisverband Ostallgäu eine weitere Tagespflege in Kaufbeuren in der Hüttenstraße 5 im Stadtteil Neugablonz. Auch diese Einrichtung ist montags bis freitags von 8:00 bis 16:30 Uhr geöffnet und bietet älteren sowie demenzkranken Menschen individuelle Betreuung und ihren Angehörigen wertvolle Entlastung im Alltag.

Kategorien
Senioren Soziales

Stiftungsausflug führte in die Südsee-Sammlung nach Obergünzburg

Seniorinnen und Senioren der Stiftung Nächstenliebe in Aktion bei der Führung durch die Südsee-Sammlung im Historischen Museum Obergünzburg.

Gemeinsamer Nachmittag mit Kultur, Begegnung und gemütlichem Ausklang

Neugablonz/Obergünzburg 25. Juni 2026. Einen besonderen und zugleich sehr bereichernden Ausflug haben am Donnerstag, 25. Juni 2026, acht Seniorinnen und Senioren sowie eine Ehrenamtliche der Stiftung Nächstenliebe in Aktion unternommen. Ziel war die Südsee-Sammlung im Historischen Museum Obergünzburg, wo die Gruppe im Rahmen einer Führung spannende Einblicke in eine außergewöhnliche Sammlung erhielt.

Ursprünglich hatten noch weitere Teilnehmerinnen mitfahren wollen. Aufgrund der großen Hitze mussten jedoch drei Personen kurzfristig absagen. Die Seniorinnen und Senioren, die dabei sein konnten, zeigten sich umso begeisterter von dem Besuch.

Die Südsee-Sammlung Obergünzburg, über die man sich unter www.suedseesammlung.de näher informieren kann, macht auf besondere Weise erfahrbar, wie die Südsee ins Allgäu gekommen ist. Im Mittelpunkt steht der gebürtige Obergünzburger Kapitän Karl Nauer, der von 1874 bis 1962 lebte und dem Norddeutschen Lloyd angehörte. Aus seinen Reisen und seiner Tätigkeit im pazifischen Raum entstand eine beeindruckende ethnographische Sammlung, die er seinem Heimatort stiftete.

Während der Führung erhielten die Besucherinnen und Besucher interessante Informationen über die Geschichte der Sammlung, über Alltags- und Kultgegenstände aus dem pazifischen Raum sowie über die Verbindung zwischen Obergünzburg und der Südsee. Dabei wurde deutlich, dass das Museum nicht nur historische Objekte zeigt, sondern auch zum Nachdenken über Begegnung, Kultur, Geschichte und Verantwortung einlädt.

Nach dem Museumsbesuch ließ die Gruppe den Nachmittag im nahegelegenen Eiscafé Venezia ausklingen, das nur wenige Schritte vom Historischen Museum entfernt liegt. Bei Eis, Kaffee und Kuchen blieb noch ausreichend Zeit für Gespräche, Erinnerungen und ein gemütliches Beisammensein.

Die Stiftung Nächstenliebe in Aktion bietet regelmäßig Begegnungs- und Unterstützungsangebote für Seniorinnen und Senioren an. Dazu gehören unter anderem gemeinsame Treffen, Ausflüge, das samstägliche Frühstück im Family Center und Möglichkeiten, Gemeinschaft zu erleben. Der Ausflug nach Obergünzburg war ein weiteres Beispiel dafür, wie wichtig kleine Höhepunkte im Alltag sein können — gerade für Menschen, die sich über persönliche Begegnung und liebevolle Gemeinschaft besonders freuen.

Kategorien
Kultur Senioren Soziales Veranstaltung

Sommerfest im Baumgärtle

Foto: Felix Franke

bei ausgelassener Stimmung feierten die Gäste im Seniorentreff

Rund 40 Besucherinnen und Besucher trotzten der Hitze und genossen einen Nachmittag voller Musik, Gespräche, Gegrilltem und Kaffee und Kuchen am Sommerfest des Seniorentreffs Baumgärtle im gemütlichen Garten des Treffpunkts.

Die musikalische Begleitung des Nachmittags lieferte Reinhold Obermayr, der mit einer bunten Auswahl an für gute Stimmung sorgte. „Es macht einfach Freude, die Menschen hier lachen und singen zu sehen“, sagte Obermayr nach dem Auftritt. Die Besucherinnen und Besucher klatschten im Takt, sangen mit und bedankten sich mehrmals persönlich bei dem Musiker für die gelungene Unterhaltung.

Felix Franke, Sachgebietsleiter der Senioreneinrichtungen bedankte sich in seinen Grußworten bei den vielen ehrenamtlichen Helfern, die das Sommerfest überhaupt erst möglich machten. Der Seniorentreff sucht weiterhin ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die den Betrieb und die vielfältigen Angebote unterstützen möchten. Interessierte können sich telefonisch Büro des Seniorentreffs unter 08341/ 437144 melden. Für die Mitarbeit wird eine kleine Aufwandsentschädigung gezahlt.

Kategorien
Bildung Gesundheit Soziales

Qualifizierungskurs Hospizbegleitung 2027

Frau Stegmann

Zeit schenken – Leben berühren

Die gemeinnützige Organisation Blicklicht bietet 2027 wieder einen Qualifizierungskurs für ehrenamtliche Hospizbegleitung an. Gesucht werden Interessierte, die Menschen in der letzten Lebensphase und deren Angehörige unterstützen möchten. Die Ausbildung dauert ein halbes Jahr und bereitet umfassend auf die Aufgabe vor. Behandelt werden Themen wie Kommunikation, Spiritualität, Demenz, Trauer, Achtsamkeit, Lebensqualität und die Auseinandersetzung mit der eigenen Vergänglichkeit. Praktische Einblicke erhalten die Teilnehmer*innen durch Hospitationen in Pflegeeinrichtungen oder auf der Palliativstation.

Der Kurs startet im Februar 2027. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Egal ob jung oder lebenserfahren, mit oder ohne Vorerfahrung: Was zählt, ist die Bereitschaft, Menschen am Lebensende beizustehen. Denn Hospizarbeit berührt und verändert das eigene Leben. Interessierte können sich bei Blicklicht melden: 08341-9602952 oder info@blicklicht.org

Kategorien
Gesundheit Senioren Soziales

Wenn die Hitze zur Belastung wird

Das Angebot der Hitzeschutzraum ist in der Bevölkerung bislang noch nicht ausreichend bekannt

Hitzeschutzraum im Family Center Neugablonz wieder geöffnet – Stiftung hofft auf Nachahmer in Kirchengemeinden und sozialen Einrichtungen

Neugablonz 23. Juni 2026. Die Stiftung Nächstenliebe in Aktion hat in den vergangenen Tagen erstmals ihren Hitzeschutzraum im Family Center in Neugablonz geöffnet. Das neue Angebot richtet sich insbesondere an ältere Menschen, gesundheitlich belastete Personen, Familien mit kleinen Kindern sowie alle Bürgerinnen und Bürger, die während heißer Sommertage einen kühlen und geschützten Aufenthaltsort suchen.

Aktuelle Öffnungszeiten und Kontakt

Wegen der anhaltenden extremen Hitze ist der Hitzeschutzraum in dieser Woche wieder täglich von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet. Darüber hinaus soll der Raum künftig immer dann geöffnet werden, wenn der Deutsche Wetterdienst Hitzewarnungen für Kaufbeuren und Umgebung ausgibt.

Wer unsicher ist, ob der Hitzeschutzraum geöffnet ist, kann gerne telefonisch unter 0151-71993474 oder per E-Mail an w.gross@nia-stiftung.org nachfragen.

Bekanntheit bislang noch gering

Die ersten Erfahrungen zeigen jedoch, dass das Angebot in der Bevölkerung bislang noch nicht ausreichend bekannt ist. Obwohl bereits vor der Eröffnung eine Pressemitteilung veröffentlicht wurde, haben bislang nur wenige Menschen den Weg in den klimatisierten Schutzraum gefunden.

„Das überrascht uns nicht völlig“, erklärt Stiftungsvorstand Wolfgang Groß. „Der Hitzeschutzraum ist ein neues Angebot in Kaufbeuren. Viele Menschen wissen vermutlich noch gar nicht, dass sie während extremer Hitzezeiten kostenlos einen kühlen Aufenthaltsort nutzen können. Deshalb müssen wir die Information noch deutlich intensiver verbreiten.“

Was Besucherinnen und Besucher erwartet

Der Hitzeschutzraum befindet sich im Family Center der Stiftung Nächstenliebe in Aktion in der Hüttenstr. 10 in Neugablonz. Besucherinnen und Besucher finden dort eine angenehme Raumtemperatur, Sitzgelegenheiten, kostenloses Trinkwasser sowie die Möglichkeit, sich auszuruhen, Kontakte zu pflegen oder einfach einige Stunden den hohen Außentemperaturen zu entkommen. Darüber hinaus stehen den Gästen Bücher, Lesematerial und verschiedene Spiele zur Verfügung, sodass sie sich die Zeit angenehm vertreiben können. Die Betreuerinnen und Betreuer des Hauses stehen außerdem gerne für Gespräche bereit.

Besonders wichtig für gefährdete Gruppen

Besonders für ältere Menschen und Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen können längere Hitzeperioden eine erhebliche Belastung darstellen. Auch Familien mit Kleinkindern sowie Menschen, die in schlecht gekühlten Wohnungen leben, profitieren von einem solchen Angebot.

Weitere Informationskampagne geplant

Die Stiftung plant deshalb, in den kommenden Wochen verstärkt über den Hitzeschutzraum zu informieren. Neben weiteren Veröffentlichungen in den sozialen Medien sollen auch lokale Informationsplattformen und Netzwerke genutzt werden, damit möglichst viele Menschen von diesem Angebot erfahren und es bei zukünftigen Hitzewellen rechtzeitig in Anspruch nehmen können.

Dank an Unterstützer und Ausblick

Wolfgang Groß betont zugleich seine Dankbarkeit gegenüber allen Unterstützern: „Wir sind sehr dankbar, dass dieses Projekt durch das Zusammenwirken vieler engagierter Menschen und die Unterstützung unserer Partner überhaupt möglich geworden ist. Vielleicht braucht es einfach etwas Zeit, bis sich die Information in der Bevölkerung etabliert hat. Unser Wunsch ist es, dass jeder Mensch in Kaufbeuren weiß: Wenn die Temperaturen zu hoch werden, steht im Family Center ein kühler und geschützter Ort offen. Gerne können sich noch Bürgerinnen und Bürger bei uns melden, die den Hitzeschutzraum stundenweise betreuen möchten.“

Wolfgang Groß verbindet mit dem Projekt noch einen weiteren Wunsch: „Wir würden uns freuen, wenn unser Hitzeschutzraum auch andere Kirchengemeinden, soziale Einrichtungen und Organisationen inspiriert. Angesichts zunehmender Hitzeperioden könnten vielerorts Räume geöffnet werden, in denen Menschen kostenlos Schutz, Abkühlung und Gemeinschaft finden. Wenn aus einer guten Idee viele gute Ideen werden, profitieren letztlich die Menschen, die Unterstützung am dringendsten benötigen.“

Die Stiftung Nächstenliebe in Aktion wird über zukünftige Öffnungszeiten des Hitzeschutzraums jeweils rechtzeitig informieren.

Kategorien
Kinder Soziales

Bereits zum vierten Mal wurden in Kaufbeuren Assistenzkräfte für Kitas erfolgreich qualifiziert

Neue Assistenzkräfte. Diese erhielten jetzt ihr Zertifikat.

Die Assistenzkräfte sind ein wichtiger Bestandteil der Kinderbetreuung. Sie unterstützen und entlasten die städtischen Kita-Teams als „Helfende Hände“ bei der täglichen Arbeit.

Zu ihren Aufgaben gehören die Begleitung bei Ausflügen und Projekten sowie Hilfe in der Organisation des pädagogischen Alltags. Dadurch gewinnen die Teams zusätzliche Unterstützung und können die individuellen Bedürfnisse der Kinder und ihre pädagogischen Aufgaben besser in den Mittelpunkt stellen.

Die Qualifizierung vermittelte den Teilnehmenden grundlegende Kenntnisse in den Bereichen kindliche Entwicklung, Bildungs- und Erziehungsarbeit, Kommunikation mit Kindern und Eltern sowie Zusammenarbeit im Team. Während der Ausbildung konnten die angehenden Assistenzkräfte zudem in den städtischen Kitas hospitieren und mit dem Abschluss ihre Tätigkeit aufnehmen. Durch die fachlich fundierte und praxisnahe Gestaltung der Qualifizierung wurden die Teilnehmenden optimal auf ihre zukünftigen Aufgaben in den Kindertageseinrichtungen vorbereitet.

Cornelia Otto, Leiterin des Referats für Kinder, Jugend, Bildung und engagierte Stadt hebt die fundierte Ausbildung der Assistenzkräfte hervor: „Ich möchte besonders das Engagement der Bildungsleiterin Katrin Frindert und ihrem Team hervorheben. Die wertschätzende Lernatmosphäre sowie die professionelle Begleitung bildet die fundierte Grundlage, damit alle Beteiligten, aber vor allem die Kinder in den Betreuungseinrichtungen, im Ergebnis von dieser wirklich ausgezeichneten Qualifizierung profitieren. Ich danke Katrin Frindert und ihrem Team. Darüber hinaus beglückwünsche ich alle neuen Assistenzkräfte und bedanke mich herzlich für ihren Einsatz, um die Betreuung unserer Kleinsten in Kaufbeuren mit sicherzustellen.“

Kategorien
Kultur Soziales

Die WendeJacken begeistern beim Jubiläumsjahr des Hospizvereins Kaufbeuren/Ostallgäu e.V.

Mit Leichtigkeit über die großen Fragen des Lebens

Mit Humor, Spontanität und jeder Menge Kreativität haben die WendeJacken das Publikum im voll besetzten Stadttheater Kaufbeuren begeistert. Die Improvisationstheater-Gruppe war am Samstagabend Teil des Jubiläumsjahres „30 Jahre Hospizverein und 10 Jahre SAPV“ und sorgte für einen Abend, der immer wieder zum Lachen, aber auch zum Nachdenken anregte.

Michael Feistl, Vorsitzender des Hospizvereins Kaufbeuren/Ostallgäu e.V., begrüßte als Veranstalter die Gäste und stimmte sie auf einen besonderen Theaterabend ein. Dass die WendeJacken dafür die richtige Wahl waren, zeigte sich schnell. Bereits zu Beginn gelang es dem Ensemble, das Publikum aktiv einzubeziehen. Beim Lied „My Bonny is over the Ocean“ mussten die Zuschauerinnen und Zuschauer bei jedem gesungenen „B“ von ihren Sitzen aufspringen. Die Stimmung im Saal war damit von Anfang an gelöst.

Wie beim Improvisationstheater üblich entstanden alle Szenen spontan auf der Bühne. Das Publikum lieferte Begriffe, Orte oder Fragestellungen, aus denen die Schauspielerinnen Geschichten entwickelten. Ob ein Berg zum Nachdenken, ein magischer Waldfriedhof oder ein Leiterwagen als Grundlage für einen gemeinsamen Song – die Ideen des Publikums wurden kreativ aufgegriffen. Mit viel Spontanität und Einfallsreichtum bezogen die WendeJacken das Publikum immer wieder ein. Patrick Lutz begleitete die Improvisationen dabei gekonnt am Klavier und verlieh vielen Szenen und Liedern den passenden musikalischen Rahmen.

Die Bilder des Abends

Fotos: Claus Tenambergen

Auf der Bühne standen an diesem Abend Nadine Viktor, Simone Schatz und Lorna Monaghan. Letztere sorgte mit einer außergewöhnlichen Gebärdensprachen-Performance für besondere Begeisterung. Mit großem körperlichem Ausdruck übersetzte sie ein improvisiertes Interview und sorgte damit für viele Lacher im Publikum. Ausgangspunkt des Interviews war die Frage „Was würdet ihr tun, wenn ihr nur noch zwei Wochen zu leben hättet?“. Damit griffen die WendeJacken eine Fragestellung des Hospizvereins auf, die den Besucherinnen und Besuchern bereits vom „Baum des Lebens“ bekannt ist.

Der „Baum des Lebens“ war auch im Stadttheater wieder präsent und wurde von vielen Gästen genutzt. Besucherinnen und Besucher konnten dort Gedanken und Wünsche für die letzte Lebensphase auf Karten festhalten und am Baum anbringen. So entstand neben der Unterhaltung auch Raum für persönliche und nachdenkliche Momente. „Es war ein richtig guter Abend. Die WendeJacken haben das Publikum hervorragend unterhalten. Gleichzeitig haben sie immer wieder Themen aus dem Umfeld der Hospizarbeit aufgenommen – aber mit einer Leichtigkeit und einem Humor, die genau zu diesem Abend gepasst haben“, zog Michael Feistl ein positives Fazit. Am Ende dankte das Publikum den Künstlerinnen und Künstlern mit lang anhaltendem Applaus. Die WendeJacken verabschiedeten sich mit einer Zugabe und hinterließen viele gut gelaunte Gäste.

Weitere Informationen zum Jubiläumsprogramm finden sich unter: www.hospizverein-kf-oal.de

Kategorien
Senioren Soziales

Hitzeschutzraum der Stiftung Nächstenliebe in Aktion ist geöffnet

KI-generierte Grafik

Aufgrund der angekündigten hohen Temperaturen und der zunehmenden Hitzebelastung öffnet die Stiftung Nächstenliebe in Aktion an vier Tagen ihren Hitzeschutzraum

Der Hitzeschutzraum der Stiftung Nächstenliebe in Aktion ist diese Woche aufgrund der hohen Temperaturen am Donnerstag noch bis 16:00 Uhr sowie Freitag, Samstag und Sonntag jeweils von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet. Er steht allen Menschen offen, die während der heißen Tagesstunden eine kühle, geschützte und ruhige Aufenthaltsmöglichkeit suchen.

Besonders eingeladen sind ältere Menschen, gesundheitlich beeinträchtigte Personen, Menschen mit Herz-Kreislauf-Beschwerden, Alleinlebende, Familien mit kleinen Kindern sowie alle Bürgerinnen und Bürger, denen die Hitze zu schaffen macht. Der Hitzeschutzraum bietet Platz für maximal 40 Personen und befindet sich im Stumpesaal des Family Centers der Stiftung Nächstenliebe in Aktion, Hüttenstraße 10 in Neugablonz. Die Nutzung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Während der Öffnungszeiten steht kostenloses Trinkwasser zur Verfügung. Besucherinnen und Besucher können sich in dem klimatisierten Raum ausruhen, abkühlen und für einige Zeit der großen Hitze entgehen. „Gerade an sehr heißen Tagen brauchen besonders gefährdete Menschen Orte, an denen sie sich unkompliziert aufhalten und erholen können. Mit unserem Hitzeschutzraum möchten wir ein niedrigschwelliges Angebot schaffen und ganz praktisch helfen“, erklärt Wolfgang Groß, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Nächstenliebe in Aktion.

Die Stiftung weist darauf hin, dass anhaltende Hitze insbesondere für ältere Menschen, Kinder, chronisch kranke Personen und Menschen ohne ausreichend kühle Wohnräume belastend sein kann. Daher bittet die Stiftung auch Angehörige, Nachbarn und Bekannte, auf gefährdete Personen in ihrem Umfeld zu achten und gegebenenfalls auf das Angebot hinzuweisen.

Der Hitzeschutzraum ist ein weiteres praktisches Hilfsangebot der Stiftung Nächstenliebe in Aktion, die sich in Neugablonz unter anderem für Senioren, Familien, Menschen mit geringem Einkommen, Geflüchtete und sozial benachteiligte Personen engagiert.

Öffnungszeiten des Hitzeschutzraums:

Donnerstag: 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Freitag: 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Samstag: 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Sonntag: 10:00 Uhr buis 16:00 Uhr

Ort:

Stiftung Nächstenliebe in Aktion
Stumpesaal im Family Center
Hüttenstraße 10
87600 Kaufbeuren-Neugablonz

Kategorien
Bildung Kultur Senioren Soziales Veranstaltung

Urlaub ohne Koffer

Teilnehmer der Woche gemeinsam mit Sponsoren und Unterstützer. Foto: Seniorenbüro Kaufbeuren

Beliebtes Angebot des Seniorenbeirats wieder in der Herzogsägmühle

Eine Woche Urlaub machen, dabei aber im eigenen Bett schlafen können und keine Koffer packen zu müssen, so lässt sich das Projekt „Urlaub ohne Koffer“ des Seniorenbeirats Kaufbeuren beschreiben. Die Teilnehmer werden morgens bequem zuhause abgeholt und abends wieder nach Hause gebracht.

Das Ziel in diesem Jahr war wieder Herzogsägmühle. Trotz zwischenzeitlichem Regenwetter konnten die Urlauber wieder eine schöne, erholsame aber auch sehr abwechslungsreiche Woche verbringen.

Auf dem Programm standen unter anderem ein Ausflug in die Kirche und Besichtigung des Gauklerhofs in Rott. Besichtigung verschiedener Angebote auf der Anlage der Herzogsägmühle selbst, einkaufen im eigenen Markt und vielseitige Aktivitäten, wie beispielsweise, Gedächtnistraining und Bewegungsangebote.

In der Mitte der Woche gab es wieder den traditionellen „Promitag“, ein Beisammensein der Seniorinnen und Senioren mit den Sponsoren und Organisatoren. Abgerundet wurde die Woche am Freitag mit gemeinsamen Singen mit dem Bickenrieder Duo bestehend aus Ingrid Greifenhagen. Es blieb aber auch genug Zeit für Karten spielen, sich unterhalten oder einfach mal die Seele baumeln lassen und den Urlaub genießen.

Oberbürgermeister Stefan Bosse betonte in seinen Grußworten die Bedeutung dieser Veranstaltung für Senioren und bedankte sich bei der Bundeswehr Kaufbeurens, die in diesem Jahr 2.000 Euro aus dem Programm „Helfen macht Schule“ gespendet haben. Weiteren Dank sprach Bosse der Kaufbeurer Initiative aus, die das Projekt mit 500 Euro, Einnahmen aus der „lebenden Grippe“ unterstützen. Getragen wird das Projekt auch durch die Ehrenamtlichen, die die Urlauber in der Woche tatkräftig unterstützen und sich um die Senioren kümmern. „Erst durch dieses Engagement ist es uns überhaupt möglich, diese Woche anbieten zu können“, betonte Felix Franke, Seniorenbeauftragter der Stadt Kaufbeuren ebenfalls in seinen Grußworten. Nähere Informationen über das Angebot „Urlaub ohne Koffer“ erhalten Sie im Seniorenbüro unter 08341/437203.

 

Kategorien
Soziales Veranstaltung

Sommerfest der Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren

Foto: Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren

Das große Vereinsfest in Kaufbeuren

Am Samstag, 4. Juli 2026, feiern wir von 11 bis 17 Uhr am Sonneneck 47 in Kaufbeuren unser großes Vereinsfest – und alle sind herzlich eingeladen vorbeizuschauen!

Freut euch auf einen Tag voller Spaß, Begegnungen und guter Unterhaltung für die ganze Familie. Euch erwarten ein Rad-Parcours des ADFC, Spiele und Mitmach-Aktionen, Kaffee und Kuchen, Leckeres vom Grill sowie Live-Musik von @‌Mindshop.music, @nijala.music und @lucasscheck.music

Der Eintritt ist frei. Bringt gerne Freund*innen, Bekannte und Verwandte mit – gemeinsam wird das Fest noch bunter und schöner. Wir freuen uns auf euch!

Kategorien
Soziales Wirtschaft

Großzügige Sachspende der Firma GRUMA Nutzfahrzeuge

Anlieferung des Linde-Elektrohochhubwagens auf dem Gelände des Family Centers. Foto: Stiftung Nächstenliebe in Aktion

Beweglicher Elektrohochhubwagen erleichtert künftig die Lagerarbeit im Family Store

Kaufbeuren-Neugablonz, 15. Juni 2026 – Die Stiftung Nächstenliebe in Aktion freut sich über eine besonders wertvolle und praktische Unterstützung für ihre Arbeit im Family Center und Family Store in Kaufbeuren-Neugablonz: Die Firma GRUMA Nutzfahrzeuge GmbH hat der Stiftung einen beweglichen Linde-Elektrohochhubwagen als großzügige Sachspende zur Verfügung gestellt. Die Anlieferung des Geräts erfolgte am 2. Juni 2026.

Für die tägliche Arbeit im Family Store bedeutet diese Spende eine große Erleichterung. Im Lager des sozialen Secondhand-Kaufhauses werden regelmäßig Möbel, Haushaltswaren, Kleidung, Kartons, Paletten und viele weitere Sachspenden bewegt, sortiert, zwischengelagert und für den Verkauf vorbereitet. Gerade schwere oder sperrige Gegenstände stellen dabei immer wieder eine körperliche Herausforderung für Mitarbeitende und Ehrenamtliche dar. Der Elektrohochhubwagen hilft künftig dabei, Arbeitsabläufe sicherer, effizienter und deutlich rückenschonender zu gestalten.

„Wir sind der Firma GRUMA außerordentlich dankbar für diese großzügige Sachspende“, erklärt Wolfgang Groß, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Nächstenliebe in Aktion. „Ein solches Gerät ist für unsere tägliche Arbeit kein Luxus, sondern eine sehr konkrete Hilfe. Es unterstützt unsere Mitarbeitenden, entlastet unsere Ehrenamtlichen und trägt dazu bei, dass wir die vielen Sachspenden, die uns anvertraut werden, noch besser und verantwortungsvoller einsetzen können.“

Die Verbundenheit zur Firma GRUMA reicht bereits viele Jahre zurück. Schon zu Zeiten der internationalen Hilfsorganisation humedica, deren langjähriger Geschäftsführer Wolfgang Groß war, unterstützte das Unternehmen humanitäre Arbeit und soziales Engagement. Auch die Stiftung Nächstenliebe in Aktion durfte in der Vergangenheit bereits Unterstützung erfahren. Die aktuelle Sachspende knüpft damit an eine lange Tradition der Hilfsbereitschaft und gesellschaftlichen Verantwortung an.

„Es ist für uns sehr bewegend zu erleben, dass Unternehmen aus der Region nicht nur wirtschaftlich erfolgreich arbeiten, sondern auch ein Herz für Menschen in schwierigen Lebenssituationen haben“, so Wolfgang Groß weiter. „GRUMA-Geschäftsführer Hans Gruber und dessen Tochter Sophie zeigen mit dieser Spende, dass soziale Verantwortung ganz praktisch werden kann. Genau solche Partnerschaften machen es möglich, dass wir als Stiftung unbürokratisch und wirksam helfen können.“

Der Family Store der Stiftung Nächstenliebe in Aktion ist weit mehr als ein Secondhand-Laden. Er ist Teil des Family Centers in Neugablonz und verbindet praktische Hilfe, nachhaltige Wiederverwendung, Begegnung und soziale Unterstützung. Menschen mit geringem Einkommen finden dort gut erhaltene Kleidung, Möbel, Haushaltswaren und vieles mehr zu erschwinglichen Preisen. Gleichzeitig werden durch Sachspenden Ressourcen geschont und Gegenstände weitergegeben, die andernfalls möglicherweise entsorgt würden.

Neben dem Verkauf im Family Store versteht sich das Family Center als Ort der Begegnung, Unterstützung und gelebten Nächstenliebe. Unterschiedliche Angebote für Seniorinnen und Senioren, Familien, Menschen mit Migrationsgeschichte und Menschen in besonderen Lebenssituationen gehören ebenso zur Arbeit wie persönliche Gespräche, konkrete Einzelfallhilfe und die Vernetzung mit anderen sozialen Akteuren.

Die neue technische Ausstattung im Lager trägt dazu bei, diese Arbeit auch organisatorisch und logistisch weiter zu stärken. Gerade weil viele Abläufe im Hintergrund stattfinden, ist eine funktionierende Lagerstruktur für den Family Store von großer Bedeutung. Der Elektrohochhubwagen wird künftig dabei helfen, Sachspenden sicher zu bewegen, Lagerflächen besser zu nutzen und die körperliche Belastung der Mitarbeitenden zu reduzieren.

Die Stiftung Nächstenliebe in Aktion bedankt sich herzlich bei der Firma GRUMA für diese wertvolle Unterstützung und das damit verbundene Vertrauen in die Arbeit der Stiftung.

Kategorien
Gesundheit Soziales

Weg für Überkreuz-Spende frei

Tag der Organspende am 6. Juni

Mit einem Organspendeausweis oder dem Eintrag ins Organspende-Register kann man schon zu Lebzeiten Klarheit schaffen. Urhebervermerk: © AOK-Bundesverband

Der Tag der Organspende unter dem Motto „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig“ findet in diesem Jahr am 6. Juni statt. Er soll dazu beitragen, Ängste und Vorurteile zu diesem Thema abzubauen und sich bewusst noch zu Lebzeiten für oder gegen eine Organspende zu entscheiden.

Dokumentierter Wille entlastet Angehörige

In Bayern warten nach Angaben des Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention (StMGP) aktuell etwa 1.100 Menschen auf ein Spenderorgan, in ganz Deutschland rund 8.200. Im Jahr 2025 gab es in Bayern nur 143 postmortale Organspenden, 14 weniger als 2024. Der unerwartete Tod eines geliebten Menschen ist für Hinterbliebene ein schmerzhaftes Ereignis. In dieser Situation mit der Frage nach einer Organspende konfrontiert zu werden, bringt für sie eine große zusätzliche Belastung – vor allem dann, wenn der Wille der Verstorbenen nicht bekannt ist. „Mit einem Organspendeausweis oder dem Eintrag im Organspende-Register schafft man Klarheit und nimmt den Druck von den Angehörigen“, so Bernd Ruppert, Direktor der AOK Kaufbeuren-Ostallgäu. Seit März 2024 haben laut Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) etwas über 555.000 Menschen das digitale Organspende-Register genutzt.

Aktuell ist weiterhin in der politischen Diskussion, ob in Deutschland die sogenannte Widerspruchslösung eingeführt wird. Diese besteht in anderen Ländern Europas wie etwa in Frankreich, Irland, Italien oder Spanien: Wer dort zu Lebzeiten nicht widerspricht, gilt automatisch als Organspenderin oder -spender.

Neuregelung zur Überkreuz-Spende

Hoffnung gibt es für Patientinnen und Patienten, die eine Spenderniere benötigen. Hier kann bisher nur eine nahestehende Person Spenderin oder Spender sein, etwa Eltern, Geschwister oder Lebenspartner. Manchmal ist jedoch keine Transplantation möglich, zum Beispiel, wenn eine Blutgruppen- oder Gewebe-Unverträglichkeit (Inkompatibilität) vorliegt. Hier soll nun künftig eine Überkreuz-Spende helfen: Dabei werden Spenderpaare mit solch einer Inkompatibilität zusammengebracht, die dann „über Kreuz“ Nieren spenden dürfen. „So können künftig mehr Betroffene die dringend benötigte Transplantation erhalten“, sagt Bern Ruppert.

Entscheidungshilfen nutzen

Die AOK hilft mit dem Online-Angebot „Entscheidungshilfe Organspende“ dabei, Argumente für oder gegen eine Organspende zu finden. Dazu gehören rechtliche Fragestellungen genauso wie Fragen zu den medizinischen Voraussetzungen oder den Erfolgsaussichten für eine Transplantation. Auch der Ablauf einer Organspende wird beschrieben. „Für Menschen, die ihre Fragen lieber im persönlichen Kontakt klären wollen, gibt es ein weiteres Angebot“, so Bernd Ruppert. Die AOK unterstützt das „Infotelefon Organspende“ der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) und des BIÖG. Expertinnen und Experten beraten montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr zu allen Anliegen rund um das Thema Organspende. Das Beratungsteam ist unter der kostenlosen Service-Telefonnummer 0800 90 40 400 erreichbar.

Im Internet:

Kategorien
Gesundheit Soziales Veranstaltung

Yoga für Trauernde bei Blicklicht

Balance zwischen Körper und Geist

Foto: Christina Neher

Yoga für Trauernde

Trauer, Schmerz und Wut bringen uns oft aus dem Gleichgewicht. Wir erstarren, fühlen uns ohnmächtig, spüren uns selbst kaum mehr. Dies kann zu Blockaden führen.

Christina Neher, zertifizierte Yogalehrerin, Pflegefachkraft Palliative Care und Expertin für Palliative Aromapflege, möchte trauernde Menschen durch sanfte Praktiken, wie Köperhaltungen (Asanas), Atemtechniken (Pranayama) und Meditation dabei unterstützen, die Energie wieder ins Fließen zu bringen.

Ziel ist es, die Balance zwischen Körper und Geist zu fördern und in Verbundenheit ein Stück des Weges zu gehen, um dem Leben wieder mit einem geöffneten Herzen begegnen zu können.

* kleine Gruppe | geschützter Rahmen *

Der Kurs findet 6 x donnerstags von 18:30-19:30 Uhr bei Blicklicht in der Momm Villa, Am Bleichanger 33 in Kaufbeuren, statt

11.6.2026  |   18.6.2026 |   25.6.2026   |   2.7.2026   |   9.7.2026   |   16.7.2026              Kosten 105 €

Bitte folgendes zum Kurs mitbringen:

  • Yogamatte/Sportmatte
  • (Woll-) Decke
  • Kissen oder Yogabolster
  • Bequeme Kleidung

Wir freuen uns über Ihre Anmeldung: 08341-960 29 52 – info@blicklicht.org

Kategorien
Soziales Veranstaltung

Gemeinsam genießen: Offener Frühstückstreff im Generationenhaus am 12. Juni 2026

Begegnung, Austausch und neue Kontakte bei einem gemütlichen Frühstück

Das Generationenhaus Kaufbeuren lädt am Freitag, den 12.06.2026, von 9:00 bis 11:00 Uhr, erneut zu einem offenen Frühstückstreff ein. Eingeladen sind Menschen aller Generationen, die in entspannter Atmosphäre ins Gespräch kommen und neue Kontakte knüpfen möchten.

Bei einem gemeinsamen Frühstück bietet sich die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen, sich kennenzulernen und den Tag mit guten Gesprächen zu beginnen. Das Generationenhaus möchte damit einen Raum schaffen, der Begegnung und Gemeinschaft fördert.

Anmeldung erforderlich

Für die Planung des Frühstücks bittet das Generationenhaus um eine vorherige Anmeldung:

Veranstaltungsort ist das Generationenhaus Kaufbeuren, Hafenmarkt 6–8.

Kategorien
Soziales Wirtschaft

Hilfe für Betroffene bleibt gesichert: Sparkasse Allgäu unterstützt Beratungsstelle für Betroffene häuslicher und sexueller Gewalt mit 4.000 Euro

Spende erleichtert den Umzug der Anlaufstelle für Betroffene häuslicher und sexueller Gewalt in Kaufbeuren

Die Beratungsstelle für Betroffene häuslicher und sexueller Gewalt in Kaufbeuren kann während ihrer Übergangsphase auf finanzielle Unterstützung zählen. Die Sparkasse Allgäu fördert den Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) mit einer Spende in Höhe von 4.000 Euro. Die Mittel kommen dem Umzug der Beratungsstelle in vorübergehende Räumlichkeiten zugute.

Wichtige Anlaufstelle für Betroffene und Fachkräfte

Die Beratungsstelle des Sozialdienstes katholischer Frauen Kaufbeuren-Ostallgäu bietet Menschen, die von häuslicher oder sexueller Gewalt betroffen sind, kostenlose und vertrauliche Unterstützung. Darüber hinaus berät sie Fachkräfte, die im beruflichen Alltag mit Betroffenen in Kontakt stehen. Ein weiterer Schwerpunkt der Einrichtung liegt auf der Präventionsarbeit. Dazu gehören Angebote in Kindergärten und Schulen sowie Schulungen für Fachkräfte.

Übergangslösung bis zur Rückkehr an den bisherigen Standort

Aktuell befindet sich die Beratungsstelle im Gartenweg 28 in Kaufbeuren. Der bisherige Standort in der Schäferstraße 11 wird derzeit saniert. Die Rückkehr in die gewohnten Räumlichkeiten ist nach aktuellem Stand für Ende 2027 vorgesehen. Mit ihrer Spende trägt die Sparkasse Allgäu dazu bei, dass die wichtige Arbeit der Einrichtung auch während dieser Übergangszeit verlässlich fortgeführt werden kann.

Unterstützung in schwierigen Lebenssituationen

Bei der Übergabe der Spende betonte Birgit Pfeifer, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkasse Allgäu, die Bedeutung der Einrichtung:

„Die Arbeit der Beratungsstelle ist für viele Betroffene von unschätzbarem Wert. Hier finden Menschen in schwierigen und oft sehr belastenden Situationen Unterstützung, Orientierung und konkrete Hilfe. Dieses wichtige Engagement unterstützen wir als Sparkasse Allgäu sehr gerne.“

Beratung und offene Sprechstunden

Beratungstermine können nach vorheriger Vereinbarung wahrgenommen werden. Zusätzlich bietet die Beratungsstelle offene Sprechstunden an. Die nächsten Termine finden am 26. Mai 2026 sowie am 30. Juni 2026 jeweils von 15 bis 16 Uhr statt. Für Betroffene und Ratsuchende ist die Beratungsstelle telefonisch erreichbar:

Kontakt sexuelle Gewalt

Telefon: 08341 9080313

Kontakt häusliche Gewalt

Telefon: 08341 9993227

E-Mail: notrufstelle.kaufbeuren@skf-augsburg.de

Kategorien
Blaulicht Soziales Veranstaltung

Erfahrungen aus internationalen Katastropheneinsätzen für den Bevölkerungsschutz in Deutschland

Vortrag im BRK-Zentrum für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Hersbruck über Lehren aus 40 Jahren internationaler humedica-Arbeit

Vortrag im BRK-Zentrum für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Hersbruck

Was können wir in Deutschland von internationalen Katastropheneinsätzen lernen? Um diese Frage ging es bei einer Veranstaltung zum Thema Bevölkerungsschutz, zu der Wolfgang Groß, Gründer und Vorstand der Stiftung Nächstenliebe in Aktion und langjähriger Geschäftsführer der internationalen Hilfsorganisation humedica, als einer von drei Referenten eingeladen war.

Die Veranstaltung fand am 7. Mai 2026 im BRK-Zentrum für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Hersbruck statt. Unter den Gästen waren auch der Landrat des Landkreises Nürnberger Land, Armin Kroder, sowie der Erste Bürgermeister der Stadt Hersbruck, Robert Ilg.

Wolfgang Groß sprach unter dem Titel „Bevölkerungsschutz: Erfahrungen aus internationalen Krisenregionen – Was können wir daraus lernen?“ über zentrale Erkenntnisse aus rund vier Jahrzehnten internationaler humanitärer Hilfe. Von 1979 bis 2019 leitete er als Geschäftsführer die in Kaufbeuren gegründete Hilfsorganisation humedica, deren Schwerpunkt auf internationaler Katastrophen- und Nothilfe liegt. In dieser Zeit war humedica nach Erdbeben, Überschwemmungen, Wirbelstürmen, Epidemien, Kriegen und Fluchtbewegungen in zahlreichen Krisenregionen der Welt im Einsatz.

Dabei machte Groß gleich zu Beginn deutlich, dass sein persönlicher Weg in den sozialen und humanitären Dienst nicht erst mit humedica begann. Bereits 1970, im Alter von 16 Jahren, besuchte er beim BRK-Kreisverband Ostallgäu in Marktoberdorf einen Sanitätskurs. Anschließend half er im Rahmen seiner damaligen Möglichkeiten in der damals noch als Sanitätskolonnebezeichneten Gruppe mit. „Wenn man es so nennen möchte, begann dort meine soziale Karriere“, so Groß. Rückblickend sei dies für ihn ein prägender erster Schritt gewesen: die Erfahrung, dass Hilfe nicht abstrakt bleibt, sondern ganz konkret wird, wenn Menschen bereit sind, sich ausbilden zu lassen, Verantwortung zu übernehmen und für andere da zu sein.

In seinem Vortrag machte Groß deutlich, dass gute Hilfe nicht erst im Katastrophengebiet beginnt. Wer in einer Krise wirksam helfen will, brauche Vorbereitung, klare Strukturen, verlässliche Partner, geschulte Einsatzkräfte und eine belastbare Logistik. Gerade internationale Einsätze zeigten immer wieder, dass guter Wille allein nicht ausreiche. Mitgefühl müsse mit Professionalität, Planung und Verantwortungsbewusstsein verbunden werden.

Ein besonderer Schwerpunkt seines Beitrags lag auf der Bedeutung von Logistik und Koordination. Medikamente, Verbandsmaterial, Zelte, Stromversorgung, Wasser, Funk, Dokumentation und Schutzmaterial seien keine Nebensächlichkeiten, sondern entscheidende Voraussetzungen dafür, dass Hilfe tatsächlich bei den betroffenen Menschen ankomme. Diese Erfahrung lasse sich auch auf den Bevölkerungsschutz in Deutschland übertragen: Zuständigkeiten, Vorräte, Kommunikationswege und Entscheidungsstrukturen müssten vor einer Krise geklärt sein – nicht erst, wenn Menschen bereits unmittelbar betroffen seien.

Groß erinnerte auch daran, dass Katastrophen trotz unterschiedlicher Ursachen oft ähnliche Auswirkungen haben: Infrastruktur bricht zusammen, Kommunikation wird schwierig, Behörden und Gesundheitssysteme geraten unter Druck, Menschen verlieren Orientierung, Sicherheit, Angehörige, Wohnung oder Lebensgrundlage. In solchen Situationen dürfe Hilfe nicht zusätzlich Unordnung schaffen. Gute Hilfe müsse in einer chaotischen Lage Ordnung, Vertrauen und Entlastung bringen.

Ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte von humedica war die Zertifizierung als Emergency Medical Team durch die Weltgesundheitsorganisation WHO. Am 18. September 2018 konnte Wolfgang Groß in Rom das entsprechende Zertifikat aus den Händen von WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus entgegennehmen. Für Groß war dies nicht nur eine Auszeichnung, sondern die Bestätigung eines langen Entwicklungsweges: Internationale Katastrophenhilfe brauche fachliche Standards, trainierte Teams, klare Abläufe und die Fähigkeit, sich in internationale Koordinationsstrukturen einzufügen.

Dabei blieb sein Vortrag nicht bei organisatorischen und fachlichen Fragen stehen. Groß machte deutlich, dass Bevölkerungsschutz immer auch eine Frage von Menschlichkeit und Beziehung ist. In Krisen gehe es nicht um Strukturen um ihrer selbst willen, sondern um verletzte Kinder, verängstigte Familien, ältere Menschen, Menschen mit Behinderung, Kranke, Einsame und um Einsatzkräfte, die geschützt und gut geführt werden müssten.

Aus den internationalen Erfahrungen leitete Groß mehrere Grundsätze für den Bevölkerungsschutz in Deutschland ab: Vorbereitung entscheidet. Zuständigkeiten müssen vor der Krise klar sein. Kommunikation muss auch dann funktionieren, wenn Technik ausfällt oder Informationen unsicher sind. Ehrenamt braucht Ausbildung, Begleitung und Wertschätzung. Und besonders wichtig: Menschen und Organisationen, die sich vor einer Krise kennen, arbeiten in einer Krise schneller, vertrauensvoller und wirksamer zusammen.

Diese Erkenntnisse verbindet Groß heute auch mit der Arbeit der Stiftung Nächstenliebe in Aktion in Kaufbeuren/Neugablonz. Dort betreibt die Stiftung unter anderem das Family Center mit dem integrierten Secondhand-Kaufhaus Family Store. Was auf den ersten Blick wie ein soziales Kaufhaus erscheint, versteht Groß auch als eine Form praktischer Krisenvorsorge im Alltag: Menschen werden unterstützt, Ressourcen werden geteilt, Begegnung entsteht, und in besonderen Notlagen kann schnell und unbürokratisch geholfen werden.

Als Beispiel nannte Groß eine Fluthilfeaktion im Jahr 2024 im Unterallgäu. Menschen, die durch Wassereinbruch Möbel und Haushaltsgegenstände verloren hatten, konnten durch gesammelte und gut erhaltene Gebrauchtwaren aus dem Family Store konkret unterstützt werden. Auch solche Erfahrungen zeigten, dass Bevölkerungsschutz nicht erst mit großen Einsatzplänen beginnt, sondern mit tragfähigen Strukturen vor Ort: mit Lagermöglichkeiten, Kontakten, Fahrzeugen, Helferinnen und Helfern, Vertrauen und der Bereitschaft, im richtigen Moment Verantwortung zu übernehmen.

Sehr persönlich wurde Groß, als er über die geistliche Motivation seiner jahrzehntelangen Arbeit sprach. Seit rund 40 Jahren stehe ein Bibelvers aus Sprüche 3,27 auf seinem Schreibtisch: „Weigere dich nicht, dem Bedürftigen Gutes zu tun, wenn deine Hand es vermag.“ Dieser Satz habe ihn in seiner Arbeit tief geprägt. Für ihn sei er nie nur ein schöner Gedanke gewesen, sondern eine Art Lebensauftrag. Sein Vertrauen in Gottes Führung und Schutz habe ihm in vielen schwierigen Situationen geholfen, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen.

Zum Abschluss brachte Groß seine Erfahrungen in einem Satz auf den Punkt: „Mitgefühl ohne Vorbereitung bleibt oft hilflos. Vorbereitung ohne Mitgefühl bleibt kalt. Bevölkerungsschutz braucht beides.“

Gerade deshalb beginne Bevölkerungsschutz nicht erst dann, wenn Sirenen heulen oder Einsatzkräfte alarmiert werden. Er beginne heute – mit Vorbereitung, Verantwortung, verlässlichen Beziehungen und der Bereitschaft, füreinander einzustehen.

Kategorien
Senioren Soziales Veranstaltung

Leichte Spaziergänge „Nicht mehr so gut zu Fuß“: nächster Termin am 03.06.2026

Das Angebot „Nicht mehr so gut zu Fuß“ richtet sich an Seniorinnen und Senioren, die Freude an gemeinsamen, leicht zu bewältigenden Spaziergängen haben und gleichzeitig soziale Kontakte pflegen möchten

Die beliebten Stadtspaziergänge „Nicht mehr so gut zu Fuß“ treffen sich wieder. Nächster Stadtspaziergang führt am 03.06.2026 zur „Blatterbachrunde“ mit ca. 4,5 km Laufstrecke.

Treff- und Startpunkt ist um 10.00 Uhr am Plärrer (Infohäuschen). Einkehrmöglichkeit ist im Gasthaus Rose gegeben.

Kategorien
Bildung Soziales

Stadt sucht neue Mitglieder für den Beirat für Vielfalt und Offene Gesellschaft

Engagement für ein vielfältiges Kaufbeuren

Foto: Christoph Rothe/Stadt Kaufbeuren

Die Stadt Kaufbeuren ruft ihre Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich aktiv in die Gestaltung des städtischen Zusammenlebens einzubringen und sich für eine ehrenamtliche Mitarbeit im „Beirat für Vielfalt und Offene Gesellschaft“ zu bewerben. Dieses Gremium hat die Aufgabe, die Migrations- und Integrationsarbeit in der Stadt zu stärken und zu vernetzen. Dabei begleiten und beraten die Mitglieder die Facharbeit der Verwaltung sowie des Stadtrats. Ein besonderer Schwerpunkt liegt zudem auf der Förderung interkultureller Begegnungen sowie dem Einsatz gegen Diskriminierung, Extremismus und Menschenfeindlichkeit auf Basis der freiheitlich demokratischen Grundordnung, wie sie im Grundgesetz festgelegt ist.

Der Beirat setzt sich aus insgesamt 28 Personen zusammen. Um eine breite Repräsentation der Stadtgesellschaft zu gewährleisten, sind insbesondere 14 Sitze für Menschen mit Zuwanderungserfahrung vorgesehen. Diese setzen sich unter anderem aus Vertretern der am stärksten in Kaufbeuren vertretenen Nationalitäten sowie aus der Gruppe der Spätaussiedler zusammen. Ergänzt wird das Gremium durch Fachkräfte aus der Integrationsarbeit sowie durch Personen, die sich besonders für die Förderung einer offenen Gesellschaft und der Erinnerungskultur engagieren. Bei der Benennung der Mitglieder durch den Stadtrat wird zudem auf eine größtmögliche Ausgewogenheit hinsichtlich des Alters und des Geschlechts geachtet.

Die Tätigkeit im Beirat ist ehrenamtlich und die Amtszeit ist an die Dauer der Legislaturperiode des Stadtrates gekoppelt. Die Sitzungen finden nach Bedarf statt, jedoch mindestens zweimal pro Jahr und sind öffentlich. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich bis zum 30.06.2026 entweder selbst formlos bewerben oder von Vereinen und Organisationen vorgeschlagen werden. Die Geschäftsführung des Beirats liegt bei der Geschäftsstelle für Vielfalt und Offene Gesellschaft, die auch als Ansprechpartner für Bewerbungen zur Verfügung steht. Weiterführende Informationen zum Beirat und zum Bewerbungsprozess können auf der Webseite der Stadt unter www.kaufbeuren-aktiv.de/vielfalt.html abgerufen werden.

Kategorien
Gesundheit Senioren Soziales

Ein kühler Ort an heißen Tagen

Stiftung Nächstenliebe in Aktion richtet Hitzeschutzraum im Family Center in Neugablonz ein

Hitzeschutzraum im Family Center. Foto: Nächstenliebe in Aktion

Kaufbeuren-Neugablonz 21. Mai 2026. Die Sommer werden heißer, und für viele Menschen sind außergewöhnlich hohe Temperaturen längst mehr als nur unangenehm. Besonders ältere Menschen, gesundheitlich belastete Personen, Familien mit kleinen Kindern oder Menschen, deren Wohnungen sich stark aufheizen, leiden an Hitzetagen oft besonders. Für sie möchte die Stiftung Nächstenliebe in Aktion künftig einen geschützten, kühlen und einladenden Ort anbieten.

Im Stumpesaal des Family Centers in Neugablonz, in dem auch das integrierte Second-Hand-Kaufhaus Family Store beheimatet ist und jeden Samstag das beliebte Seniorenfrühstück stattfindet, wurde nun ein Hitzeschutzraum eingerichtet. Möglich wurde dies durch die Unterstützung der Kaufbeurer Firma Kälte Riefler, die den Einbau einer Klimaanlage im Stumpesaal übernommen hat.

„Dieses Anliegen ist uns in den vergangenen Monaten immer wieder sehr nahegegangen“, erklärt Wolfgang Groß, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Nächstenliebe in Aktion. „Gerade an sehr heißen Sommertagen denken wir an Menschen, die kaum eine Möglichkeit haben, der Hitze auszuweichen. Für sie möchten wir mit unseren Möglichkeiten einen Ort schaffen, an dem sie willkommen sind, sich ausruhen können und gut aufgehoben fühlen.“

Der neue Hitzeschutzraum soll künftig an besonders heißen Tagen für maximal 40 Personen geöffnet sein. Neben angenehmeren Temperaturen steht dort auch ein Wasserspender zur Verfügung. Darüber hinaus möchte die Stiftung einfache Beschäftigungs- und Spielmöglichkeiten bereithalten. Der Raum soll damit nicht nur ein kühler Aufenthaltsort sein, sondern auch ein Platz, an dem Menschen Gemeinschaft, Ruhe und Entlastung erleben können.

Eine besondere Verbindung ergibt sich dabei auch zur vorhandenen Energieversorgung des Family Centers: Der Strom für die Klimatisierung kann zu einem erheblichen Teil über die Photovoltaikanlage der Stiftung gewonnen werden. „Die Sonne, die draußen für die große Hitze sorgt, hilft uns damit zugleich, drinnen einen kühlen Schutzraum zu ermöglichen“, so Groß. „Das ist für uns ein schönes und zugleich sehr praktisches Zeichen dafür, wie soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit zusammenwirken können.“

Die Stiftung betont, dass ein Hitzeschutzraum nur ein einzelner Baustein im Umgang mit den zunehmenden Belastungen durch Hitze sein kann. Dennoch könne gerade ein solches niedrigschwelliges Angebot für einzelne Menschen an einem schwierigen Tag einen spürbaren Unterschied machen. „Wir wollen nicht nur über Nächstenliebe sprechen, sondern sie im Alltag konkret werden lassen“, sagt Wolfgang Groß. „Manchmal beginnt Hilfe genau dort: mit einem offenen Raum, einem Glas Wasser, einem freundlichen Gespräch und der Möglichkeit, für einige Stunden der Hitze zu entkommen.“

Das Family Center mit dem Family Store versteht sich seit seiner Eröffnung als Ort der Begegnung, Unterstützung und praktischen Hilfe. Neben dem Second-Hand-Kaufhaus gehören dazu verschiedene soziale Angebote wie das Seniorenfrühstück, Begegnungsformate, Sprach- und Integrationsangebote sowie weitere niedrigschwellige Hilfen für Menschen in Neugablonz und Kaufbeuren.

Sobald die organisatorischen Details abschließend festgelegt sind, wird die Stiftung darüber informieren, an welchen Tagen und zu welchen Zeiten der Hitzeschutzraum geöffnet sein wird.

Kategorien
Gesundheit Kultur Politik Senioren Soziales Veranstaltung Verwaltung

Hohe Beteiligung und intensive Diskussion bei Fortbildung des Palliativ-Netzwerks Kaufbeuren-Ostallgäu

100 Fachkräfte setzen sich mit Todeswünschen auseinander

Foto: Palliativnetzwerk Kaufbeuren-Ostallgäu Dr. med. univ. Ulrike Funk und Landrat Bernd Stapfner

Rund 100 Fachkräfte aus Medizin, Pflege und weiteren Bereichen der regionalen Versorgung folgten der Einladung zur Fortbildung des Palliativ-Netzwerks Kaufbeuren-Ostallgäu im Landratsamt Ostallgäu in Marktoberdorf. Die Veranstaltung war geprägt von hoher fachlicher Dichte, großem Interesse und einer sehr aktiven Beteiligung der Teilnehmenden.

Ein besonderes Zeichen der Wertschätzung für die palliative Versorgung in der Region setzte die Teilnahme des neuen Ostallgäuer Landrats Bernd Stapfner. In seiner Ansprache betonte er die Bedeutung der Palliativversorgung als zentralen Bestandteil der regionalen Gesundheitsstruktur sowie die Unterstützung der politischen Ebene für die Arbeit des Netzwerks.

Dem Palliativ-Netzwerk ist es ein zentrales Anliegen, einen Raum für Information, fachliche Orientierung und interdisziplinären Austausch zu schaffen – ohne Wertung, jedoch mit großem Respekt für die unterschiedlichen Perspektiven dieses sensiblen Themenfeldes.

Fachliche Impulse vermittelte Dr. med. univ. Ulrike Funk, stellvertretende ärztliche Leitung der SAPV Kaufbeuren-Ostallgäu. Im Mittelpunkt stand die Klärung grundlegender Begrifflichkeiten im Kontext von Todeswünschen sowie die aktuelle rechtliche und fachliche Einordnung.

Dr. Funk betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung von Kommunikation und kontinuierlichem Austausch als zentrale Grundlage für Handlungssicherheit – „reden, reden, reden“.

Die Referentin überzeugte durch hohe fachliche Expertise und eine anschauliche Vermittlung komplexer Inhalte.

Die Fortbildung machte insgesamt deutlich, wie groß der Bedarf an Orientierung, fachlichem Austausch und klarer Einordnung in diesem sensiblen Themenfeld ist. Das Palliativ-Netzwerk betonte abschließend die Bedeutung solcher Formate für die Stärkung der Handlungssicherheit und die Qualität der Versorgung schwerkranker Menschen in der Region.

Kategorien
Kultur Soziales

SPOT Theater Kaufbeuren spendet Teil des Erlöses aus „Klimawandel – ein Menofest“ an Frauenhaus und Beratungsstelle

Das Stück feierte bereits im Oktober 2025 Premiere und wurde mit Unterstützung der Gleichstellungsstelle der Stadt Kaufbeuren im Rahmen des Programms zum Internationalen Frauentag erneut auf die Bühne gebracht

Von Frauen für Frauen: Einen Teil des Erlöses aus einer Aufführung des Theaterstücks „Klimawandel – ein Menofest“ hat die Kaufbeurer Theatergruppe SPOT Theater e.V. nun an das Frauenhaus Kaufbeuren sowie die Beratungsstelle für häusliche und sexuelle Gewalt gespendet. Insgesamt kamen dabei knapp 550 Euro zusammen. „Uns war wichtig, nicht nur auf der Bühne ein Signal für Frauen zu setzen, sondern dieses auch in die Realität zu tragen“, sagt Astrid Hövelmann, Vorsitzende des Vereins.

Die szenisch-musikalische Revue über das Frau-Sein wurde Ende März im Stadttheater Kaufbeuren aufgeführt. Mit viel Tiefgang, Humor und musikalischen Elementen setzen sich die Schauspielerinnen darin mit Themen wie Menopause, gesellschaftlichen Rollenbildern und Gleichberechtigung auseinander.

Das Stück feierte bereits im Oktober 2025 Premiere und wurde mit Unterstützung der Gleichstellungsstelle der Stadt Kaufbeuren im Rahmen des Programms zum Internationalen Frauentag erneut auf die Bühne gebracht. Weitere Aufführungen sind für 2027 geplant.

Katja Mann, Leiterin des FRAUENhauses Kaufbeuren und der Beratungsstelle für häusliche und sexuelle Gewalt, zeigte sich erfreut über die Unterstützung: „Wir möchten das Geld gerne dafür nutzen, mit unseren Frauen gemeinsam etwas zu unternehmen oder kreativ tätig zu werden.“

Auch Elke Schad, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Kaufbeuren, betonte die Bedeutung solcher Projekte: „Wir freuen uns, Projekte wie die des SPOT Theaters auf diese Weise unterstützen zu können.“

Kategorien
Bildung Kinder Soziales

Generationen verbinden, Zukunft gestalten

Neues Kinderhaus auf dem Generationencampus Kleeblatt

Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren/Florian Gleich; Ein besonderes Projekt, getragen von enger Zusammenarbeit auf Augenhöhe und geteilten Werten, darüber sind sich der geschäftsführende Vorstand des Gablonzer Siedlungswerks, Christian Sobl, die Projektleiterin des Kinderhauses, Susanne Drechsel, sowie Ralf Grath, Geschäftsführer der Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren, einig. (v.l.n.r.)

Ein Ort zum Ankommen, Wachsen und Wohlfühlen: Gemeinsam mit dem Gablonzer Siedlungswerk (GSW) eröffnet die Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren am 1. September 2026 ein neues Kinderhaus auf dem Generationencampus #Kleeblatt in Neugablonz. Entstehen wird ein lebendiger Ort für Kinder, Familien und Menschen unterschiedlicher Generationen – mit viel Raum für Gemeinschaft, Gestaltung und Begegnung.

Das Kinderhaus bietet insgesamt 160 Plätze in fünf Krippen- und vier Kindergartengruppen. Trotz der Größe wird besonderer Wert auf eine familiäre und überschaubare Atmosphäre gelegt. In sogenannten „Waben“ sind jeweils zwei Gruppen offen miteinander verbunden. So erleben die Kinder Geborgenheit in einem vertrauten Rahmen und haben gleichzeitig viele Möglichkeiten, neue Spiel- und Lernräume zu entdecken.

Im Mittelpunkt des pädagogischen Konzepts steht die sogenannte „Waterkant-Werkstattpädagogik“. Die Kinder dürfen hier ihren Interessen folgen, ausprobieren, entdecken und kreativ werden, zum Beispiel im Atelier, im Bauraum oder im Rollenspielbereich. Pädagogische Fachkräfte begleiten dabei individuell, statt Inhalte vorzugeben. Ziel ist es, Selbstständigkeit, Kreativität und persönliche Ausdrucksformen zu stärken.

Das Kinderhaus ist Teil des neuen Generationencampus #Kleeblatt. Hier entstehen neben dem Kinderhaus auch Wohnungen für Familien und Senior*innen, Mikroapartments für Studierende, ein Campus-Café sowie eine Ergotherapiepraxis der Lebenshilfe. Die Idee dahinter: Menschen unterschiedlichen Alters und mit verschiedenen Lebensgeschichten leben und begegnen sich im Alltag ganz selbstverständlich. Auch Nachhaltigkeit spielt eine wichtige Rolle: Begrünte Dächer, viele Grünflächen und ein autofreies Quartier schaffen eine kinderfreundliche Umgebung mit Platz zum Spielen, Begegnen und Durchatmen.

Die Lebenshilfe wurde frühzeitig vom GSW als Trägerin des Kinderhauses ausgewählt, verbunden durch gemeinsame Werte und das Ziel, Vielfalt als Bereicherung zu leben. So entsteht mit dem Generationencampus #Kleeblatt ein Ort, der Zukunft familienfreundlich, inklusiv und gemeinschaftlich denkt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, das neue Kinderhaus kennenzulernen: Am 26. Mai 2026 findet von 15.30-17.30 Uhr in der Falkenstraße 4, Kaufbeuren-Neugablonz, ein Besichtigungsnachmittag statt. Da sich das Kinderhaus derzeit noch in der finalen Vorbereitungsphase befindet, sind die Räume aktuell noch nicht eingerichtet. Besucher*innen erhalten daher Einblicke in die Räumlichkeiten, das pädagogische Konzept und haben Gelegenheit, mit Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen.

Kategorien
Kultur Soziales

Gelungene Führung zu Sterben, Tod und Trauer im Stadtmuseum

Großes Interesse im Jubiläumsjahr des Hospizvereins und der SAPV

Im Rahmen des Jubiläumsjahres „30 Jahre Hospizverein Kaufbeuren/Ostallgäu und 10 Jahre SAPV“ stieß die Führung zum Thema „Sterben, Tod und Trauer“ im Stadtmuseum Kaufbeuren auf großes Interesse. An zwei Tagen nahmen insgesamt drei Besuchergruppen an der rund 60-minütigen Führung teil, die von Stadtmuseums-Führerin Gabriele Tietz und ihrem Kollegen Christoph Thoma geleitet wurde. „Wir greifen bei der Führung historische Bräuche und religiöse Darstellungen auf. An ausgewählten Beispielen zeigen wir, wie die Menschen in der Stadt in früheren Zeiten mit Krankheit, Tod und Sterben umgingen, und setzen dies in Bezug zur Gegenwart“, erklärte Tietz.

Ein Schwerpunkt lag auf der Abteilung „Kreuze und Heilige“. Die Sammlung mit rund 300 Kreuzen zeigt verschiedene Epochen – vom Kreuz als Zeichen des Sieges bis zu Darstellungen von Leiden und Hingabe. Auch das Astkreuz als Symbol für Leben wurde beschrieben. Deutlich wurde die Vorstellung vom „guten Tod“, der einherging mit religiösen Riten und so den Weg zum ewigen Frieden bei Gott ebnen sollte – im Gegensatz zum gefürchteten plötzlichen Tod.

Ein weiterer Abschnitt widmete sich der medizinischen Versorgung im Mittelalter. Der Physikus war eine Art Hausarzt und für internistische Behandlungen sowie Krankheiten des Leibes zuständig, chirurgische Eingriffe übernahmen Chirurgen, die zur Zunft der Metzger gehörten. Während im Sondersiechenhaus St. Dominikus Patienten behandelt wurden, die an Seuchen wie Lepra erkrankt waren, waren im Blatterhaus Menschen untergebracht, die an Syphilis, den Pocken oder Hautausschlägen litten. Die Möglichkeiten zur Linderung waren begrenzt. Opium stand nur wenigen zur Verfügung und kam auch aus medizinisch-ethischen Gründen nur selten zum Einsatz. Friedhöfe standen im Mittelalter zudem im Zusammenhang mit der Angst vor dem Fegefeuer und dem Wunsch nach einem guten Übergang ins Jenseits.

Im Anschluss an die Führung informierte der Hospizverein und die SAPV über ihre Arbeit. Foto: Claus Tenambergen / Marketingagentur Tenambergen

Im Anschluss stellte der Hospizverein Kaufbeuren/Ostallgäu e.V. seine Arbeit vor. Ulla Bohl, Mitglied im Vorstand und langjährige Hospizbegleiterin, gab Einblicke in die Entwicklung seit 1996. „Ziel unserer ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ist es, schwerstkranke und sterbende Menschen bis zuletzt würdevoll zu begleiten und zu helfen“, so Bohl.

Dr. med. univ. Ulrike Funk, stellvertretende ärztliche Leitung, erläuterte die SAPV: „Seit 2016 ergänzt die spezialisierte ambulante Palliativversorgung das hospiz- und palliativmedizinische Angebot. Wir behandeln Menschen mit nicht heilbarer Erkrankung und begleiten sie ambulant.“ Die Versorgung ist kostenfrei und wird über Krankenkassen sowie Spenden finanziert.

Begleitet wurde die Veranstaltung wie gewohnt vom „Baum des Lebens“.

Kategorien
Soziales Sport Veranstaltung

Spitzenspiel endet mit verdientem Remis

BOL – SpVgg Kaufbeuren Damen : FC Loppenhausen 2:2

©️ Herzfotografin Lisa-Marie

Im Parkstadion bekamen die rund 200 Zuschauerinnen und Zuschauer am Samstag besten Frauenfußball geboten. Bei perfektem Fußballwetter lieferten sich die SVK Frauen und der FC Loppenhausen ein hochintensives Duell, das von der ersten Minute an mit offenem Visier geführt wurde. Beide Mannschaften drückten sofort aufs Tempo und agierten über die gesamte Spielzeit mit enormer Geschwindigkeit und hoher Intensität.

Torchancen gab es auf beiden Seiten im Minutentakt. Immer wieder standen jedoch die Torhüterinnen im Mittelpunkt. Besonders SVK-Keeperin Sandrine Uhlig zeigte eine überragende Leistung und bewahrte ihr Team mit mehreren spektakulären Paraden vor einem Rückstand. Auch das nötige Quäntchen Glück war auf Seiten der Gastgeberinnen: Die Unterkante der Latte verhinderte nach einem Abschluss der Gäste den möglichen Gegentreffer.

Kurz vor der Halbzeit gelang dem Tabellenführer dann doch die 1:0-Führung, die aufgrund der Chancenverteilung allerdings keineswegs für eine Vorentscheidung sorgte. Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie weiterhin hochklassig und intensiv. Loppenhausen erhöhte zunächst auf 2:0, doch die SVK Frauen zeigten große Moral und steckten niemals auf. Nach mehreren hochkarätigen Möglichkeiten fiel schließlich der verdiente Anschlusstreffer: Torjägerin Lisa Schmittner traf zum 1:2, nachdem Melina Moser mustergültig vorbereitet hatte.

In der Schlussphase warfen die SVK Frauen nochmals alles nach vorne – mit Erfolg. Erneut war es Melina Moser, die sich für ihre starke Leistung belohnte und mit einem satten Distanzschuss den viel umjubelten und verdienten 2:2-Ausgleich erzielte. Am Ende stand ein gerechtes Unentschieden in einem temporeichen und hochklassigen Spitzenspiel. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragte besonders Torhüterin Sandrine Uhlig heraus, die mit zahlreichen Glanzparaden maßgeblichen Anteil am Punktgewinn ihres Teams hatte.

Kategorien
Soziales

Gemeinsam helfen: humedica ruft zur Packaktion für Nothilfesets auf

Kaufbeurer Hilfsorganisation sucht Ehrenamtliche für den Einsatz nach Katastrophen

Die internationale Hilfsorganisation humedica bittet um ehrenamtliche Unterstützung beim Packen sogenannter Nothilfesets. Diese beinhalten Hilfsgüter wie Seife, Zahnbürsten oder Waschlappen und sollen Menschen, die nach einer Katastrophe alles verloren haben, über die erste Zeit bringen. Gepackt wird in der Woche vom 18. bis 22. Mai 2026 jeweils von 15 bis 19 Uhr sowie Samstag 23. Mai von 9 bis 13 Uhr im humedica-Lager in der Goldstraße 9 in Kaufbeuren-Neugablonz. Wer mitpacken möchte, muss sich allerdings vorher anmelden.

„Wir bauen in unserer Lagerhalle eine Packstraße auf“, erklärt humedica Vorständin Heinke Rauscher. Sie weiß auch: „Niemand muss etwas mitbringen. Nur Zeit und die eigene Arbeitskraft. Die Hilfsgüter sind bereits vorhanden. Sie wurden von Unternehmen zur Verfügung gestellt oder eingekauft.“

Ob nach einem Erdbeben, Überflutungen oder einem Wirbelsturm – nach einer Katastrophe stehen viele Menschen vor dem Nichts. Oft haben sie alles verloren und besitzen nur noch das, was sie am Leib tragen. „Katastrophen treffen die Menschen meist unvorbereitet und plötzlich. Wir müssen Hilfe dann möglichst schnell auf den Weg bringen. Das funktioniert nur, wenn die Hilfsgüter zum Zeitpunkt der Katastrophe bereits fertig gepackt und versandfertig sind“, erklärt Rauscher. Deshalb bittet sie jede und jeden, der Lust hat auf, gemeinsam mit dem humedica-Team die Nothilfesets bereits auf Vorrat zu packen.

humedica hat schon mehrmals zum Mitpacken aufgerufen. Die vor einem Jahr gepackten Nothilfesets gingen unter anderem auf die Philippinen, die im Herbst von gleich mehreren Wirbelstürmen betroffen waren. Im März gab es eine Packaktion für den Libanon, wo Menschen aus den von Israel bombardierten Gebieten in andere Landesteile flohen. „Wir sind überwältigt von dem Engagement, das wir bei den letzten beiden Packaktionen erleben durften und hoffen, dass uns auch diesmal wieder viele Menschen unterstützen werden“, freut sich Rauscher und ergänzt: „Wir können nur dann effizient und zielgerichtet packen, wenn immer ungefähr gleich viele Menschen in der Halle sind.“ Deshalb bittet sie alle, die helfen wollen, sich vorher auf der Internetseite von humedica anzumelden.

Kategorien
Soziales

Wir suchen „Gesichter des Ehrenamts“!

Eine Fotoaktion im Generationenhaus Kaufbeuren e.V. am 23. Mai 2026

KI

Kaufbeuren – Am 23. Mai 2026, dem bundesweiten Ehrentag des Ehrenamts, einem Mitmachtag rund um das Engagement in Deutschland und dem Geburtstag unseres Grundgesetzes, lädt die FreiwilligenAgentur Knotenpunkt zu einer besonderen Fotoaktion ins Generationenhaus Kaufbeuren ein.

Ziel ist es, möglichst viele authentische Gesichter des Ehrenamts festzuhalten. Deshalb suchen wir Ehrenamtliche, die sich von der Fotografin Stefanie Giesder professionell ablichten lassen. Aus den entstandenen Bildern wird anschließend eine Plakatwand für ein Schaufenster des Generationenhauses gestaltet. Als kleines Dankeschön erhalten die Teilnehmenden ihr Foto digital zur eigenen Weiterverwendung.

Die Aktion findet am Samstag, 23. Mai 2026, ab 11:00 Uhr im Generationenhaus Kaufbeuren am Hafenmarkt 6-8 statt.

Anmeldung: direkt im Generationenhaus, per E-Mail an info@knotenpunkt-kaufbeuren.de, oder telefonisch unter 08341/9080898

Kategorien
Soziales Veranstaltung

Vorsorge und Selbstbestimmung im Fokus: VdK Kaufbeuren lädt am 11. Juni zum Vortrag ein

Informationsveranstaltung rund um Vorsorge, Sicherheit und persönliche Entscheidungen

Der Sozialverband VdK, Ortsverband Kaufbeuren, lädt Mitglieder sowie interessierte Gäste zu einem Vortrag unter dem Titel „Vorsorgen, Selbstbestimmen, Sicher sein“ ein. Im Mittelpunkt stehen wichtige Fragen zur persönlichen Vorsorge und zur selbstbestimmten Gestaltung der eigenen Zukunft.

Vortrag mit Informationen und praktischen Impulsen

Referentin des Nachmittags ist Christin Seifert-Büchner vom Hospizverein Kaufbeuren/Ostallgäu e. V. Sie informiert über Möglichkeiten der Vorsorge und gibt hilfreiche Hinweise für persönliche Entscheidungen. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich frühzeitig mit Themen wie Selbstbestimmung, Sicherheit und Vorsorge beschäftigen möchten.

Termin und Veranstaltungsort

Donnerstag, 11. Juni 2026
Beginn: 14:00 Uhr

Kolpinghaus Kaufbeuren
Saal im Kolpinghaus
Adolf-Kolping-Straße 2
87600 Kaufbeuren

Gäste sind herzlich willkommen

Der VdK Kaufbeuren freut sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Mitglieder und Gäste sind gleichermaßen willkommen. Bei Fragen vorab steht die Vorsitzende Brigitte Hillebrand unter der Telefonnummer 08341-101646 zur Verfügung.

Kategorien
Bildung Gesundheit Senioren Soziales Veranstaltung Verwaltung

Palliativnetzwerk Kaufbeuren-Ostallgäu erhält wertvolle Unterstützung

Bürgerstiftung ermöglicht Palliativ-Fortbildung

Foto: Palliativnetzwerk Kaufbeuren-Ostallgäu

Kaufbeuren – Mit einer großzügigen Spende in Höhe von 1.000 Euro setzt die Bürgerstiftung Kaufbeuren ein starkes Zeichen für Menschlichkeit, Zusammenhalt und die Begleitung schwer kranker Menschen in unserer Region. Die Spendenübergabe fand am 28. April statt: Für die Bürgerstiftung Kaufbeuren waren stellvertretend für den Vorstand die Vorstandsmitglieder Gertrud Gellings und Helmuth Geppert anwesend und überreichten die Unterstützung an Sonja Hujo, Koordinatorin des Palliativnetzwerk Kaufbeuren-Ostallgäu, sowie an Frau Dr. Theresa Schuster, Geschäftsführerin des SAPV-Teams Kaufbeuren-Ostallgäu. Dank dieser Unterstützung kann die bedeutende Fortbildungsveranstaltung des Palliativnetzwerks im Oktober realisiert werden. Unter dem bewegenden Titel „Leben mit einer tödlichen Diagnose – Das Palliativnetzwerk klärt über Unterstützungsmöglichkeiten im Versorgungsnetz auf“ lädt das Netzwerk am Mittwoch, 28. Oktober 2026, interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Fachkräfte herzlich ein, sich umfassend über die Möglichkeiten der palliativen Begleitung zu informieren.

Wenn das Leben plötzlich endlich erscheint, geraten Betroffene und ihre Angehörigen oft in eine Ausnahmesituation. Eine schwere Diagnose erschüttert den Alltag, wirft Fragen auf und verändert den Blick auf das Leben grundlegend. In diesen Momenten sind es vor allem Menschen, die Halt geben – die zuhören, begleiten und Orientierung bieten.

Genau hier setzt die Arbeit des Palliativnetzwerks an: Es zeigt Wege auf, vernetzt Hilfsangebote und schafft Sicherheit in einer Zeit, die von Unsicherheit geprägt ist. Die öffentliche Fortbildung macht diese Unterstützung sichtbar und erlebbar. Anhand einer szenischen Fallvorstellung wird eindrucksvoll vermittelt, wie die Versorgung in der Region organisiert ist und wie vielfältig und menschlich Begleitung am Lebensende sein kann. Die Veranstaltung findet im Stadttheater Kaufbeuren statt und richtet sich ausdrücklich an alle Interessierten – unabhängig von Vorkenntnissen. Auch für Hausärztinnen und Hausärzte bietet die Fortbildung wertvolle praxisnahe Einblicke und konkrete Unterstützungsmöglichkeiten für ihren Arbeitsalltag.

„Ohne die Spende der Bürgerstiftung wäre die Umsetzung dieser wichtigen Veranstaltung in dieser Form nicht möglich gewesen“, betonen die Organisatoren dankbar. „Sie ermöglicht es uns, Wissen zu teilen, Netzwerke zu stärken und letztlich die Versorgung schwer kranker Menschen weiter zu verbessern.“ Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei – ein bewusstes Zeichen dafür, dass Information und Unterstützung für alle zugänglich sein sollen. Spenden sind willkommen und tragen dazu bei, die wertvolle Arbeit des Netzwerks auch in Zukunft fortzuführen. Mit ihrem Engagement leistet die Bürgerstiftung einen bedeutenden Beitrag für die Gemeinschaft in Kaufbeuren und zeigt, wie wichtig solidarisches Handeln gerade in sensiblen Lebensphasen ist.

Weitere Informationen unter: https://palliativnetzwerk-kf-oal.de/

Kategorien
Blaulicht Soziales

BRK Ostallgäu: Besuch der neuen Verbandsspitze und besondere Ehrungen für langjähriges Engagement

BRK Präsident Weisky und Landesgeschäftsführer Augustin informieren sich vor Ort – Ehrungen für Barbara Strobel und Dr. Erika Rössler

Ein besonderer Tag für unseren Kreisverband Ostallgäu: Mit dem Antrittsbesuch des neuen Präsidenten Hans-Michael Weisky und des neuen Landesgeschäftsführers Robert Augustin rückte nicht nur unsere Arbeit vor Ort in den Fokus – auch langjähriges ehrenamtliches Engagement wurde gewürdigt. Im Mittelpunkt stand am Abend die Ernennung von Barbara Strobel zur Ehrenvorsitzenden sowie die Auszeichnung von Dr. Erika Rössler. alle Infos dazu jetzt auf unserer Homepage.

Ein Tag voller Einblicke und Begegnungen

v.l.: Thomas Hofmann (Kreisgeschäftsführer BRK Ostallgäu), Angela Redmann (Einrichtungsleitung Haus Schimmelreiter), Hans-Michael Weisky (Präsident Bayerischs Rotes Kreuz), Robert Augustin (BRK Landesgeschäftsführer). Foto: Thomas Hofmann

Der Besuch begann im Haus Schimmelreiter in Wertach. Dort informierten sich die Gäste über den Ersatzneubau, der künftig 24 Einzelzimmer für Menschen mit psychischen Erkrankungen bieten wird. Bei Kaffee und Kuchen kam es zu ersten Gesprächen mit Verantwortlichen und Mitarbeitenden. „Das Haus Schimmelreiter leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Versorgung im Ost- und Oberallgäu“, betonte Landesgeschäftsführer Augustin. Ziel sei es, langfristig Doppelzimmer durch Einzelzimmer zu ersetzen und so die Betreuung zu verbessern, ergänzte Kreisgeschäftsführer Thomas Hofmann.

Weiter ging es zur neu errichteten Rettungswache in Pfronten-Kappel. Seit 2023 ist sie in Betrieb und bildet einen wichtigen Bestandteil der Notfallversorgung in der Region.

Anschließend stand der St. Georgshof in der Frankau auf dem Programm. Auch hier entsteht ein Ersatzneubau mit künftig 36 Einzelzimmern. Beide Einrichtungen gelten im BRK Bayern als Besonderheit: Kein anderer Kreisverband betreibt zwei vergleichbare Angebote für Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Für Präsident Weisky und Landesgeschäftsführer Augustin war der Besuch ein bewusstes Signal. Sie wollten den rund 1000 hauptamtliche Mitarbeitende und rund 2.300 Ehrenamtliche zählenden Kreisverband näher kennenlernen. „Der Mensch steht hier ganz klar im Mittelpunkt. Das gelingt nur, weil andere Menschen sich dafür einsetzen“, sagte Weisky.

v.l.: Robert Augustin (BRK-Landesgeschäftsführer), Joachim Lipp (Einrichtungsleitung St. Georgshof), Rainer Polik (2. Vorsitzender Bewohnervertretung Georgshof), Ulrich Kern (1. Vorsitzender Bewohnervertretung Georgshof), Walter Waibl. (Bewohnervertretung Georgshof), Hans-Michael Weisky (Präsident Bayerischs Rotes Kreuz), Thomas Hofmann (Kreisgeschäftsführer BRK Ostallgäu). Foto: Claus Tenambergen, Marketingagentur Tenambergen

Ehrung für jahrzehntelanges Engagement

Am Abend versammelten sich Vorstände und Führungskräfte zu einem gemeinsamen Abendessen in geselliger Runde. Im Mittelpunkt stand die Ernennung von Barbara Strobel zur Ehrenvorsitzenden. Weisky würdigte in seiner Rede ihre langjährige Arbeit: „Menschen wie Barbara Strobel, die über 28 Jahre im Vorstand des Kreisverbands Ostallgäu gewirkt und die Menschlichkeit in den Mittelpunkt gerückt hat, sind das Fundament der Rotkreuzbewegung.“ Er erinnerte an zahlreiche Projekte, die in dieser Zeit umgesetzt wurden – vom Seniorenzentrum in Füssen über die Rettungswache in Pfronten bis hin zu Einrichtungen für den Katastrophenschutz

„Einer allein kann nie erreichen, was wir gemeinsam erreichen“

Barbara Strobel zeigte sich sichtlich bewegt. In ihrer Ansprache betonte sie die Bedeutung der gemeinsamen Arbeit: „Einer allein kann nie erreichen, was wir gemeinsam erreichen.“ Die sieben Grundsätze des Roten Kreuzes seien für sie stets Kompass und Motivation gewesen: „Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität – Grundsätze, die in der heutigen Zeit immer wichtiger werden.“ Mit Blick auf die Zukunft sagte sie: „Für mich war es eine ganz besondere Zeit beim BRK, die mir sehr viel gegeben hat. Und auch wenn ich jetzt keine Vorsitzende mehr bin – wenn man mich braucht, bin ich da.“

Auszeichnung für medizinisches Engagement

16 Jahre stellte sie dem Vorstand ihr medizinisches Wissen zu Verfügung. Dr. Erika Rössler, ehemalige Chefärztin des Kreisverbands, erhielt die Silberne Ehrennadel des Bayerischen Roten Kreuzes. BRK-Vorstandsvorsitzende Gisela Streichert würdigte ihren Verdienst: „Seit vielen Jahren vertritt sie das BRK mit großem Engagement und hoher fachlicher Kompetenz.“ Rössler selbst reagierte überrascht: „Ich habe nicht damit gerechnet. Ich bin hin und weg.“

Gemeinschaft als tragendes Fundament

Der Tag machte deutlich, wie vielfältig die Arbeit des BRK im Ostallgäu ist – von der Behindertenhilfe über den Rettungsdienst bis hin zu großen Bauprojekten.
Im Mittelpunkt stand dabei immer wieder ein Gedanke, den Barbara Strobel formulierte: „Einer allein kann nie erreichen, was wir gemeinsam erreichen.“ Ein Satz, der den Tag zusammenfasst – und die Arbeit des Roten Kreuzes im Ostallgäu beschreibt.

Kategorien
Bildung Karriere Kultur Soziales Tourismus Veranstaltung Werbung Wirtschaft

B2B im Fokus: Das Allgäuer Jobfestival bringt auch Unternehmen zusammen

Das Allgäuer Jobfestival ist bewusst mehr als eine klassische Jobmesse.

Foto: WA Connections

Kaufbeuren/Allgäu – Das Allgäuer Jobfestival am 13. Mai 2026 im Eisstadion Kaufbeuren richtet sich nicht nur an Jobsuchende, sondern gezielt auch an Unternehmen, die sich weiterentwickeln und vernetzen wollen.

Mit einem eigenen B2B-Bereich schafft WA Connections bewusst einen Raum für Geschäftsführung, HR sowie Fach- und Führungskräfte, die sich zu aktuellen Herausforderungen austauschen und konkrete Impulse für ihr Unternehmen mitnehmen möchten.

⸻

Austausch, der wirklich weiterbringt

Fachkräftemangel, Recruiting, Mitarbeiterbindung, Digitalisierung – Themen, die aktuell jedes Unternehmen betreffen.

Im B2B-Bereich des Jobfestivals treffen sich Entscheider aus der Region, um genau darüber zu sprechen. Direkt, ehrlich und ohne Umwege.

Der Fokus liegt nicht auf Theorie, sondern auf Lösungen, die im Alltag funktionieren.

⸻

Vorträge mit Substanz statt Buzzwords

Ergänzt wird der Austausch durch praxisnahe Impulsvorträge, die gezielt auf die Bedürfnisse von Unternehmen zugeschnitten sind.

Ob Künstliche Intelligenz im Recruiting, moderne Personalgewinnung oder neue Wege im Employer Branding – die Inhalte liefern konkrete Ansätze, die direkt umsetzbar sind.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, erfolgt die Anmeldung vorab über das B2B-Ticket.

⸻

Ein Blick auf modernes Recruiting in der Praxis

Neben dem B2B-Bereich bietet das Jobfestival die Möglichkeit, ein neues Messe- und Recruitingformat live zu erleben:

* Über 100 Unternehmen aus der Region
* Direkter Kontakt zwischen Arbeitgebern und Bewerbern
* Bewerbung direkt vor Ort per App
* Ein Eventformat, das bewusst auf Erlebnis und echte Begegnung setzt

Für Unternehmen bedeutet das: nicht nur Austausch, sondern auch Inspiration für eigene Recruiting-Strategien.

⸻

Ein Format für die Region – mit Perspektive

Mit dem Allgäuer Jobfestival entsteht ein neues Veranstaltungsformat, das Unternehmen langfristig unterstützen soll.

„Wir wollten bewusst eine Plattform schaffen, die Unternehmen echten Mehrwert bietet – nicht nur Sichtbarkeit, sondern konkrete Impulse und Austausch“, so Veranstalter Andi Wehl.

⸻

Alle Infos auf einen Blick

📅 13. Mai 2026
🕛 ab 12:00 Uhr
📍 Eisstadion Kaufbeuren

🎟 Kostenloses B2B-Ticket sichern:
app.jobfestival-allgaeu.de

⸻

Fazit

Wer als Unternehmen neue Impulse sucht, Kontakte knüpfen will und verstehen möchte, wie Recruiting heute funktioniert, sollte das Allgäuer Jobfestival nicht nur beobachten – sondern Teil davon sein.

Kategorien
Soziales

Arbeitskreis Asyl Kaufbeuren erhält Preis für Ukrainer-Projekt

Das Projekt des Arbeitskreis Asyl Kaufbeuren beschäftigt sich mit ukrainischen Geflüchteten, schwerpunktmäßig mit Roma-Familien

Unter 300 Projekten, die die Evangelische Landeskirche in den letzten Jahren im Bereich Flucht und Asyl unterstützt hatte, wurden drei in einem Festakt in der Evangelischen Akademie Tutzing besonders ausgezeichnet. Eines davon war das Projekt des Arbeitskreis Asyl Kaufbeuren, das sich mit ukrainischen Geflüchteten, schwerpunktmäßig mit Roma-Familien beschäftigt.

„Seit mehr als 3 Jahren finanziert uns die „Aktion Herberge“ 3 Teilzeitstellen. Sie befassen sich mit Alltags- und Eingliederungsproblemen ukrainischer Geflüchteter“, erklärt Günter Kamleiter, der Sprecher des Arbeitskreis Asyl. Hier geht es um Hilfe beim Ausfüllen von Formularen für Jobcenter, Krankenkasse, Ämter, aber auch um Wohnungs- und Arbeitsvermittlung, um Arzttermine und Schulprobleme. Eine Sonderpädagogin und eine Psychotherapeutin betreuen außerdem eine Spielgruppe mit ukrainischen Vorschulkindern, vorwiegend aus der Volksgruppe der Roma. Sie bieten für die Schulkinder außerdem ein Lern- und Freizeitprogramm an und arbeiten mit den Eltern.

Das Projekt erfuhr von der Evangelischen Landeskirche eine besondere Wertschätzung, die sich neben sehr anerkennenden Worten auch in einer zusätzlichen Geldprämie in Höhe von 2000 € ausdrückt. Oberkirchenrat Stefan Blumtritt betonte in seiner Rede: „Sie zeigen auch, dass Integration gelingt und zwar im besten Sinne – denn in allen drei Projekten engagieren sich ehrenamtlich oder hauptamtlich Menschen, die selbst fliehen mussten oder ausgewandert sind und nun ihrerseits anderen helfen, hier heimisch zu werden.“

Ab 12. Mai informiert in der Dreifaltigkeitskirche eine kleine Ausstellung über das Projekt (täglich 10 – 19 Uhr).

Kategorien
Gesundheit Soziales

Stadtspaziergänge vom Seniorenbüro

„Nicht mehr so gut zu Fuß“

Foto Seniorenbüro

Die beliebten Stadtspaziergänge „Nicht mehr so gut zu Fuß“ treffen sich wieder. Nächster Stadtspaziergang führt am 06.05.2026 zur Schlossbergrunde in Hirschzell, ca. 3,8 km. Abfahrt Plärrer: Linie 6 Richtung Hirschzell um 9.45 Uhr, Ankunft Haltestelle Bärenseestr. 9.58 Uhr, Rückfahrt Haltestelle Bärenseestr. ca. 13.28 Uhr (Bitte um Beachtung des aktuellen Fahrplanes).

Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum geselligen Ausklang im Dorfgemeinschaftshaus Sonne in Hirschzell. Die gemütlichen kleinen Wanderungen eignen sich für all diejenigen die gerne mit Anderen eine kleine Runde in Kaufbeuren und Umgebung drehen möchten. Ansprechpartner ist das Seniorenbüro in Kaufbeuren unter der Telefonnummer 08341/437 203.

Kategorien
Panorama Soziales

Bürgerbudget „L(i)ebenswertes Kaufbeuren“: Acht Projekte ausgezeichnet

Engagement aus der Bürgerschaft bringt konkrete Ideen zur Umsetzung

Im vergangenen Dezember hatten der Rotary Club Kaufbeuren und die Stadt Kaufbeuren im Rahmen des Bürgerbudgets „L(i)ebenswertes Kaufbeuren“ Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, Projektideen einzureichen, die die Stadt in diesem Jahr noch attraktiver, lebenswerter und liebenswerter machen. Dieses Projekt hat eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie viel Innovationskraft und Engagement in der Stadtgesellschaft steckt. Mehr als 30 Bürgerinnen und Bürger, Vereine sowie Initiativen sind dem Aufruf gefolgt und haben ihre Ideen eingereicht, um Kaufbeuren noch lebenswerter, liebenswerter und gemeinschaftlicher zu gestalten.

Oberbürgermeister Stefan Bosse freute sich über die hohe Beteiligung: „Es ist beeindruckend zu sehen, wie viele Menschen sich mit konkreten Ideen für unsere Stadt einsetzen. Mit vergleichsweise kleinen Mitteln entstehen hier Projekte mit großer Wirkung für die Bürgerinnen und Bürger.“

Nach Ablauf der Bewerbungsphase und einer sorgfältigen Auswahl durch eine unabhängige Jury stehen nun die geförderten Projekte fest. Acht Vorhaben konnten sich durchsetzen. Sie überzeugen durch ihre Kreativität, ihren nachhaltigen Nutzen für das Gemeinwohl sowie ihr Potenzial, das Zusammenleben in Kaufbeuren spürbar zu bereichern. Sie zeigen, wie vielfältig bürgerschaftliches Engagement sein kann und wie aus guten Ideen ein konkreter Mehrwert für die Stadt entstehen kann. Bei einer Preisverleihung am Samstag, 25. April 2026, wurden die Gewinnerinnen und Gewinner im historischen Sitzungssaal des Rathauses bekanntgegeben.

Prof. Dr. med. Stefan Maier vom Rotary Club Kaufbeuren: „Uns war es wichtig, bürgerschaftliches Engagement gezielt zu fördern und unkompliziert zu unterstützen. Das ist uns mit dem Bürgerbudget gelungen.“

Insgesamt wurden 15.000 Euro Fördermittel vergeben, die sich wie folgt aufteilen:

Contheke

Den größten Anteil in Höhe von 5.000 Euro erhält die Contheke für die Anschaffung von Tischtennisplatten im Jordanpark. Neben der Aufstellung von zwei Platten soll auch der Bodenbelag entsprechend angepasst werden.

Klinikum Kaufbeuren

Mit 3.000 Euro wird das Klinikum Kaufbeuren bei der Neugestaltung seines Notfallzentrums unterstützt. Geplant sind eine freundlichere Gestaltung, Bodenmarkierungen zur Orientierung sowie Maßnahmen im Außenbereich, darunter neue Pflastersteine und eine Begrünung.

Naturbündnis Wertachtal e. V.

Das Naturbündnis Wertachtal e. V. erhält 2.000 Euro für die Durchführung biologischer Gewässergütebestimmungen in möglichst vielen Kaufbeurer Bächen. Dabei werden Kinder- und Jugendgruppen aktiv eingebunden, um erstmals eine Gewässergütekarte dieser kleinen Gewässer zu erstellen.

ESV Kaufbeuren e.V.

Der ESV Kaufbeuren wird mit 1.500 Euro gefördert, um neue Leihausrüstung für die Eislaufschule anzuschaffen. Davon sollen insbesondere Kinder aus sozial schwächeren Familien profitieren.

Stadtbücherei / Die Jörg-Lederer-Schule / Querkunst e. V. / Digitalwerkstatt „Licht an“

Jeweils 1.000 Euro erhalten diese Projekte: Die Stadtbücherei Kaufbeuren investiert in die Erneuerung und Erweiterung ihres Bestands an Lernhilfen, wobei die Mittel auf die Standorte Kaufbeuren und Neugablonz aufgeteilt werden. Die Jörg-Lederer-Schule nutzt die Förderung für die Anschaffung neuer Nähmaschinen, um dem gestiegenen Bedarf gerecht zu werden und zugleich das Thema Nachhaltigkeit zu vermitteln. Querkunst e. V. organisiert mit der Förderung die Digitalwerkstatt „Licht an“, in der Kinder und Jugendliche kreative Medienprojekte wie Filme, Fotostorys und Podcasts entwickeln und dabei technische Grundlagen erlernen.

Maria Dopslaf

Eine Förderung in Höhe von 500 Euro geht an Maria Dopslaf, die ein Fahrrad zu einer mobilen Vorlesestation umbauen möchte. Damit will sie Kinder in der Innenstadt, auf Spielplätzen und bei Veranstaltungen erreichen. Perspektivisch könnten auch ältere Menschen von dem Angebot profitieren.

Alle Preisträgerinnen und Preisträger werden nach der Umsetzung ihres Projekts einen kurzen Abschlussbericht über den Verlauf, die Ergebnisse und den Nutzen für die Stadtgesellschaft einreichen.

„Innovationen entstehen nicht nur in Unternehmen, sondern auch mitten in der Stadtgesellschaft. Das Konzept eines Bürgerbudgets selbst ist nicht neu – neu ist, dass es jetzt auch Dank des Rotary Clubs Kaufbeuren in unserer umgesetzt wird. Dieses soziale Engagement ist für uns ein sichtbares Zeichen für einen großartigen, gesellschaftlichen Zusammenhalt. so Wirtschaftsreferent Andreas Bauer.

Kategorien
Bildung Kinder Soziales

Musik, die Hoffnung schenkt

Benefizkonzert für Schulprojekt in Ghana

Veranstaltungsort Gemeindezentrum Immanuel Gemeinde, Dessestr. 5, Neugablonz

Kaufbeuren-Neugablonz, 22. Januar 2026 – Musik kann berühren, verbinden und verändern. Genau diese Kraft soll am Samstag, 2. Mai 2026, um 19:00 Uhr in der Immanuel Gemeinde Kaufbeuren spürbar werden. Unter dem Titel „SING! FOR CHARITY“ lädt die Gemeinde zu einem besonderen Benefizkonzert ein, das weit über einen musikalischen Abend hinausgeht.

Die Band sowie Sängerinnen und Sänger des Sing! Gesangstudio Allgäu gestalten ein abwechslungsreiches Programm aus bewegenden Liedern der Kirchen- und Filmmusik. Doch im Mittelpunkt steht an diesem Abend nicht nur die Musik – sondern die Hoffnung, die sie weiterträgt.

Denn die gesammelten Spenden kommen einem Schulprojekt in Ghana zugute: der Firmlife International Academy (FLIA). Die Schule wurde 2023 in der Stadt Aduman nahe Kumasi in Zentralghana gegründet. Als christlich geprägte Schule im Aufbau ermöglicht sie Kindern aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen Zugang zu Bildung. Neben der Vermittlung von Wissen legt sie besonderen Wert auf die ganzheitliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler. Engagierte Lehrkräfte und eine wertorientierte Lernumgebung bilden dabei die Grundlage der schulischen Arbeit.

Organisiert wird das Benefizkonzert von Luise Jäger-Leitner sowie David Winges, der über den gemeinnützigen Verein Kinderhilfe Westafrika ein FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) an diesem Schulprojekt absolviert hat. Ihm liegt die Weiterentwicklung der Firmlife International Academy deshalb in ganz besonderer Weise am Herzen.

Mit dem Benefizkonzert soll der weitere Ausbau der Schule unterstützt und zugleich die Mobilität der Schülerinnen und Schüler verbessert werden. Für viele Kinder bedeutet das ganz konkret: ein sicherer Schulweg, bessere Lernbedingungen und die echte Chance auf eine Zukunft.

Gerade in Regionen, in denen es an grundlegender Infrastruktur fehlt, entscheidet Bildung oft über den weiteren Lebensweg. Ein zusätzliches Klassenzimmer, verlässliche Transportmöglichkeiten und ein stabiler Schulalltag sind keine Selbstverständlichkeiten – sondern wertvolle Schritte hin zu Würde, Entwicklung und Perspektive.

„SING! FOR CHARITY“ verbindet an diesem Abend Menschen in Kaufbeuren mit Kindern tausende Kilometer entfernt – durch Musik, Mitgefühl und gelebte Nächstenliebe. Jeder Ton, jede Spende und jede Teilnahme wird Teil dieser besonderen Verbindung.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind herzlich willkommen.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, diesen besonderen Abend mitzuerleben – einen Abend, der das Herz berührt und gleichzeitig ganz konkret hilft.

Kategorien
Soziales Verwaltung

Menschen in schweren Zeiten begleiten: neuer „Qualifizierungskurs Hospizbegleitung“ des Hospizverein Kaufbeuren/Ostallgäu e.V. beginnt am 24. Oktober 2026

Begleitung in herausfordernden Lebenssituationen

Der Hospizverein Kaufbeuren/Ostallgäu ist seit 1996 Teil der internationalen Hospizbewegung. Im Mittelpunkt steht dabei ein Verständnis, das das Leben in all seinen Phasen bejaht und Sterben sowie Tod als natürlichen Bestandteil begreift.

Begleitung in herausfordernden Lebenssituationen

In dieser sensiblen Lebensphase unterstützt der Verein Menschen jeden Alters und unabhängig von ihrer Konfession. Die Begleitung richtet sich an Personen, die mit schweren Erkrankungen, Verlust oder Abschied konfrontiert sind. Ziel ist es, Betroffenen und ihren Angehörigen beizustehen und ihnen Raum für ihre individuellen Bedürfnisse zu geben.

Start des neuen Qualifizierungskurses

Der nächste Qualifizierungskurs zur Hospizbegleiterin beziehungsweise zum Hospizbegleiter beginnt am 24. Oktober 2026 und endet im April 2027. Der Kurs bereitet die Teilnehmenden darauf vor, Menschen in ihrer letzten Lebensphase achtsam und verantwortungsvoll zu begleiten.

Interessierte erhalten weitere Informationen zu Terminen und Inhalten online unter: hospizverein-kf-oal.de/hospizbegleitung-kurs-kaufbeuren oder telefonisch unter 08341-994443.

Der Hospizverein freut sich über Anmeldungen von Menschen, die sich dieser besonderen Aufgabe widmen möchten.

Kategorien
Soziales

„Café der Inklusion“ im Generationenhaus Kaufbeuren e.V.

Austausch im Generationenhaus Kaufbeuren (Foto: Helga Holzhausen)

Das Generationenhaus lädt am 5.5.2026 von 13.30 – 16.30 Uhr zu einem Nachmittag voller Begegnungen und gegenseitiger Unterstützung ein.

Kaufbeuren – Der 5. Mai ist seit 30 Jahren „Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen“. Aus diesem Anlass lädt das Generationenhaus Kaufbeuren zu einem „Café der Inklusion“ ein – zu einem Ort des Austauschs, der Information und der gegenseitigen Unterstützung. Ob mit oder ohne Behinderung, ob jung oder alt – alle sind willkommen, sich zu begegnen, voneinander zu lernen und gemeinschaftlich neue Verbindungen zu knüpfen.

Angebot des Nachmittags:

  • Offener Austausch in gemütlicher Runde
  • Informationen zu barrierefreien Angeboten, Unterstützungsleistungen und Selbsthilfe
  • Vernetzung mit Menschen, Initiativen, Vereinen und Fachstellen
  • Kleine Impulse, Gespräche und das Teilen von Erfahrungen
  • Möglichkeiten zur gegenseitigen Unterstützung im Alltag, Beruf und Freizeit

Ziel ist es, einen Raum zu schaffen, in dem sich alle sicher, respektiert und willkommen fühlen.
Das Generationenhaus am Hafenmarkt 6-8 in Kaufbeuren ist barrierefrei!

Anmeldung bis zum 24. April unter info@knotenpunkt-kaufbeuren.de oder telefonisch: 08341/9080898.

 

Kategorien
Jugend Kultur Soziales Veranstaltung

Berührt euch! Talk x Punk

Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung lädt die Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren zu einer besonderen Kulturveranstaltung ein.

Protesttags-Veranstaltung der Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren

Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung lädt die Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren am Freitag, 8. Mai, zu „Berührt euch! Talk x Punk“ ein. Im Mittelpunkt steht das Recht auf sexuelle und geschlechtliche Selbstbestimmung – ein Thema, das für Menschen mit Beeinträchtigung noch immer mit Tabus und Hürden verbunden ist.

Los geht’s mit einer Live-Episode des Podcasts „Berührungspunkte“. Gemeinsam mit der hauseigenen Fachstelle für sexuelle Bildung und einer Vertreterin von Allgäu Pride sprechen wir über queere Perspektiven, Vielfalt, Aufklärung und Teilhabe.

Danach wird’s laut: Die Münchner Punkband Sexschweiss bringt Energie, Haltung und einen Sound auf die Bühne, der niemanden kalt lässt.

Ort ist SUPERTECTURE (Kaisergäßchen 5) in Kaufbeuren. Einlass ab 17:30 Uhr, Beginn um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Kategorien
Jugend Kinder Soziales

Kinonachmittag mit Herz

Ein besonderer Moment nach dem Film: Einige Kinder aus eritreischen Familien mit Schauspieler Luis Vorbach. Foto: Nächstenliebe in Aktion

Rotaract Kempten lädt in die Filmburg Marktoberdorf ein – Schauspieler Luis Vorbach beantwortet Fragen

Ein ganz besonderer Nachmittag liegt hinter zwölf Kindern aus eritreischen Familien, die von unserer Stiftung betreut werden: Auf Einladung von Rotaract Kempten Allgäu durften sie am Mittwoch, 8. April 2026, in der Filmburg Marktoberdorf kostenlos den Film „Die Schule der magischen Tiere 4“ anschauen.

Schon die Einladung zu diesem Kinobesuch war für die Kinder eine große Freude. Für viele von ihnen ist ein solcher Ausflug alles andere als selbstverständlich. Umso größer war die Begeisterung darüber, gemeinsam mit anderen Kindern einen fröhlichen, unbeschwerten Nachmittag im Kino erleben zu dürfen. Dass dabei nicht nur der Eintritt, sondern auch ein Getränk und ein Snack für jedes Kind übernommen wurden, war eine besonders schöne und großzügige Geste von Rotaract Kempten.

Der Film selbst nahm die Kinder mit hinein in eine fantasievolle und spannende Geschichte rund um die Wintersteinschule und ihre magischen Tiere. Im Mittelpunkt steht diesmal unter anderem Miriam, die vorübergehend an die Wintersteinschule kommt, ohne zu ahnen, dass dort eine ganz besondere Gemeinschaft lebt. Neue magische Tiere treten auf, und zugleich geht es um Freundschaft, Zusammenhalt, alte Verletzungen und die Frage, ob es gelingt, die Schule in einer entscheidenden Herausforderung zu retten. Gerade diese Mischung aus Humor, Abenteuer und gefühlvollen Momenten macht die Filmreihe für Kinder so ansprechend. 

Für die eingeladenen Kinder war der Kinobesuch aber nicht nur wegen des Films ein Highlight. Ein ganz besonderer Moment wartete am Ende der Vorstellung auf sie: Schauspieler Luis Vorbach, der auch in „Die Schule der magischen Tiere 4“ mitspielt, stellte sich persönlich den jungen Kinobesuchern vor und beantwortete ihre Fragen. Dass ein echter Darsteller aus dem Film plötzlich leibhaftig vor ihnen stand, sorgte für große Aufregung und echte Begeisterung. Für die Kinder war das ein Erlebnis, das sie so schnell sicher nicht vergessen werden.

Besonders schön war dabei auch die Nähe zu ihrer eigenen Lebenswelt: Luis Vorbach wohnt wie die Kinder in Kaufbeuren und hatte deshalb keinen weiten Weg nach Marktoberdorf. Gerade das machte die Begegnung für viele noch greifbarer und persönlicher. Der Gedanke, dass jemand aus der eigenen Region in einem so bekannten Kinofilm mitspielt und dann auch noch Zeit für die Kinder mitbringt, war etwas ganz Besonderes. Seine Mitwirkung an „Die Schule der magischen Tiere 4“ ist in Besetzungsangaben zum Film dokumentiert. 

Unsere Stiftung ist für diese liebevolle Aktion sehr dankbar. Solche Erlebnisse schenken Kindern nicht nur Freude für einen Nachmittag. Sie vermitteln auch das Gefühl: Wir werden gesehen. Wir sind wichtig. Jemand denkt an uns. Gerade für Kinder, deren Familien in ihrem Alltag oft mit besonderen Herausforderungen konfrontiert sind, haben solche Zeichen der Wertschätzung einen hohen Wert.

Ein herzlicher Dank gilt deshalb dem Rotaract Club Kempten Allgäu für die großzügige Einladung, die hervorragende Organisation und das große Herz für Kinder. Unter dem Motto „Lernen – Helfen – Feiern“ engagiert sich Rotaract mit vielen sozialen Projekten für die Gesellschaft; das Projekt „Kinderkino“ soll ausdrücklich Kindern in finanziell, sozial oder anderweitig schwierigen Lebenslagen einen besonderen Kinobesuch ermöglichen. 

Für unsere zwölf Kinder war dieser Nachmittag in der Filmburg Marktoberdorf weit mehr als nur ein Kinobesuch. Er war ein Geschenk, eine Ermutigung und ein Erlebnis, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Kategorien
Bildung Soziales

8 Jahre EUTB Ostallgäu-Kaufbeuren

Das neue Team der EUTB Ostallgäu-Kaufbeuren (v.l.n.r.): Franziska Kaufmann, Sabine Fuchs, Franziska Auger, Edda Settekorn. Foto: EUTB Ostallgäu-Kaufbeuren

Die bewährte Anlaufstelle für Ratsuchende

Seit mittlerweile acht Jahren unterstützt die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) im Ostallgäu und in Kaufbeuren Menschen mit Beeinträchtigung, von Behinderung bedrohte Menschen sowie deren Angehörige mit einem kostenlosen Beratungsangebot und ergänzt so die schon bestehende Beratungslandschaft.

Die EUTB Ostallgäu-Kaufbeure hat zwei Beratungsstellen in Kaufbeuren und Marktoberdorf. Ziel der Beratung ist es, Ratsuchende dabei zu unterstützen, selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und passende Hilfen und Leistungen zu finden.

Die Beratung erfolgt unabhängig von Kostenträgern, ist vertraulich und kann persönlich, telefonisch oder online stattfinden. Ein besonderer Fokus liegt auf der Peer-Beratung: Menschen mit eigenen Erfahrungen beraten andere Betroffene auf Augenhöhe.

Das Team der EUTB Ostallgäu-Kaufbeuren hat kürzlich Verstärkung bekommen. Sabine Fuchs, eine neue Mitarbeiterin, war zuvor unter anderem im Krisendienst tätig. Insgesamt besteht das Team aus vier Beraterinnen.

Ein besonderes Angebot ist der kostenlose Online-Vortrag am 23. April 2026 von 18 bis 19:30 Uhr, der in Kooperation mit dem Familienstützpunkt Obergünzburg zum Thema Schwerbehindertenausweis stattfindet. Um eine Anmeldung unter unter beratung@eutb-oal.de wird gebeten.

Für weitere Informationen oder Kontaktaufnahme steht die EUTB Ostallgäu-Kaufbeuren gerne via E-Mail oder Telefon zur Verfügung. Weitere Details finden Sie auf der Website: www.eutb-oal.de.

Kontakt: EUTB Ostallgäu-Kaufbeuren E-Mail: beratung@eutb-oal.de Website: www.eutb-oal.de

Kategorien
Soziales Sport

Starker Rückrundenauftakt trotz Zeitumstellung – SpVgg Kaufbeuren Damen vs. CSC Batzenhofen-Hirblingen (4:1)

©️ Herzfotografin Lisa-Marie

Kaufbeuren dominiert und siegt verdient

Zum Auftakt der Rückrunde zeigte die SpVgg Kaufbeuren eine konzentrierte und wache Leistung – und das trotz der Zeitumstellung. Von Beginn an übernahmen die Damen die Kontrolle über das Spielgeschehen, kombinierten sicher und setzten den Gegner früh unter Druck.

Die Dominanz zahlte sich schnell aus: Mit konsequenter Chancenverwertung erspielte sich Kaufbeuren bereits in der ersten Halbzeit eine verdiente 3:0-Führung. Defensiv stand die Mannschaft stabil und ließ kaum gefährliche Aktionen des Gegners zu.

Nach der Pause kam es jedoch zu einer kurzen Unkonzentriertheit, die Batzenhofen-Hirblingen zum Anschlusstreffer zum 1:3 nutzte. Doch die Kaufbeurerinnen reagierten genau richtig: Sie fanden zurück zu ihrer Struktur, erhöhten wieder das Tempo und übernahmen erneut die Spielkontrolle.

Mit dem Treffer zum 4:1 war die Partie schließlich entschieden. In der Folge spielte die SpVgg das Spiel souverän zu Ende und ließ nichts mehr anbrennen.

Fazit:
Ein verdienter Auftaktsieg in die Rückrunde, bei dem die Mannschaft über weite Strecken dominierte und auch nach einer kurzen Schwächephase die passende Antwort fand. Ein starker und reifer Auftritt der Kaufbeurer Damen.

Torschützen: Paula Eichinger (3´, 17´);  Julia Czeschlick (21´) ; Felicitas Jäger (66´)

Kategorien
Soziales Sport Werbung

Die Damen sagen Danke!

Julia Czeschlick (Co-Kapitänin), Sandrine Uhlig (Kapitänen), Sabrina Oppenrieder (Co-Kapitänin) ©️ Herzfotografin Lisa-Marie

Frischer Look für die Rückrunde!

Seit Mitte der Vorrunde treten die Damen der SpVgg Kaufbeuren beim Aufwärmen vor den Spielen wieder geschlossen und einheitlich auf dem Platz auf. Möglich macht das die Unterstützung der Firma Stumpe Glas, die das gesamte Team inklusive Trainer mit neuen Aufwärmshirts ausgestattet hat. Die bisherigen Shirts waren in die Jahre gekommen. Zudem sorgten neue Spielerinnen dafür, dass ein durchgehend einheitliches Erscheinungsbild zuletzt nicht mehr gegeben war. Mit der neuen Ausstattung hat sich das nun geändert: Das Team präsentiert sich wieder als geschlossene Einheit.

Unterstützung, die sichtbar wird

Die neuen Shirts greifen den gewohnten Look auf und sorgen gleichzeitig für ein modernes Auftreten. Gerade beim gemeinsamen Aufwärmen vor den Spielen wird der Teamgedanke nun wieder deutlich sichtbar.

Motivierter Start in die Rückrunde

Mit dem neuen Outfit starten die Damen der SpVgg Kaufbeuren am Sonntag in die Rückrunde. Die Mannschaft zeigt sich dankbar für die Unterstützung und geht mit zusätzlicher Motivation in die kommenden Spiele.

Kategorien
Gesundheit Soziales

Außenskelett: technische Unterstützung für Pflegekräfte am Klinikum Kaufbeuren

High-Tech im Klinikum Kaufbeuren: ein digital steuerbares, mechanisches Exoskelett entlastet das Pflegepersonal bei körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten

„Unsere Pflegekräfte leisten jeden Tag Enormes – körperlich wie auch menschlich“, betont Axel Wagner, der Pflegedirektor der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren. „Mit dem Exoskelett erhalten sie im Arbeitsalltag beim kräftezehrenden Umlagern oder Heben von Patientinnen und Patienten wertvolle Unterstützung.“ Dadurch könne die körperliche Belastung reduziert werden, so Wagner weiter.

Das Exoskelett wird wie eine leichte Stützkonstruktion am Körper getragen. Durch Elektromotoren unterstützt es gezielt Bewegungsabläufe, bei denen hohe Kräfte auf Rücken und Schultern wirken. Gerade bei wiederkehrenden Hebe- und Haltearbeiten kann dies eine deutliche Entlastung bedeuten. „Unser Ziel ist es, damit langfristig die Gesundheit der Pflegekräfte zu fördern und arbeitsbedingten Beschwerden vorzubeugen“, erklärt Wagner.

Neben dem gesundheitlichen Aspekt ist es für den Pflegedirektor auch wichtig, mit technischen Entwicklungen Schritt zu halten und attraktive Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten zu bieten. „Die Anforderungen in der Pflege verändern sich stetig – und wir möchten darauf aktiv reagieren“, so Wagner. „Dazu gehört auch, neue Technologien zu prüfen und sinnvoll einzusetzen. Das Exoskelett ist für uns ein Beispiel dafür, wie Innovation ganz konkret im Alltag ankommen kann.“

Mit dem Einsatz solcher Unterstützungssysteme gehen die Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren laut Wagner einen weiteren Schritt in Richtung einer zukunftsfähigen Pflege, mit dem Fokus auf Qualität, Sicherheit und die langfristige Gesundheit der Mitarbeitenden.

Kategorien
Soziales Wirtschaft

Einblick in die Kleiderläden des BRK-Kreisverbandes Ostallgäu

Aktionstag der BRK-Kleiderläden setzt starkes Zeichen für Nachhaltigkeit und Engagement

Mit einem landesweiten Aktionstag haben die Kleiderläden des Bayerischen Roten Kreuzes ein deutliches Zeichen gegen Wegwerfmentalität und für mehr Nachhaltigkeit gesetzt. Unter dem Motto „Gegen Konsumzwang – für mehr Nachhaltigkeit“ beteiligten sich bayernweit 119 Kleiderläden mit über 1.500 Ehrenamtlichen an der Aktion. Schirmherrin war erstmals Ilse Aigner, Landtagspräsidentin und Botschafterin des BRK. Auch der BRK-Kreisverband Ostallgäu nutzte den Aktionstag, um Einblicke in seine Arbeit zu geben.

Engagement mit Herz und Verstand

Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, wie viel Einsatz im Alltag der beiden Kleiderläden in Kaufbeuren und Marktoberdorf steckt: Jeden Dienstag trifft sich ein Team von Ehrenamtlichen zum Sortieren der gespendeten Kleidung. Sorgfältig wird geprüft, welche Stücke weitergegeben werden können. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Ressourcenschonung.

Zu den langjährigen Unterstützerinnen zählen Regine Kleinert und Anita Pohl, die seit der Eröffnung des Kleiderladens in Kaufbeuren im Jahr 2008 dabei sind. Sie schätzen vor allem die gute Zusammenarbeit und die Gemeinschaft im Team. Neue Ehrenamtliche wie Christina Holzmann finden über unterschiedliche Wege zur Mitarbeit: „Ich mag Mode und sehe meine ehrenamtliche Tätigkeit als schönen Ausgleich zu meinem Bürojob“, berichtet sie.

Birte Mayer hebt den gesellschaftlichen Aspekt hervor: „Unser Kleiderladen ist für jedermann. Second-Hand hat nichts mit dem Einkommen zu tun, sondern mit der Einstellung.“ Rund 50 Ehrenamtliche engagieren sich derzeit freiwillig in den Rotkreuz-Läden in der Münzhalde 5 in Kaufbeuren und der Salzstraße 8 in Marktoberdorf, die Donnerstag, Freitag und Samstag geöffnet sind.

Nachhaltigkeit trifft soziale Teilhabe

Die Kleiderläden des BRK verbinden auf besondere Weise soziale Hilfe mit Umwelt- und Klimaschutz. Gut erhaltene Kleidung wird angenommen, sortiert und zu günstigen Preisen weitergegeben. Das schont Ressourcen, reduziert Textilmüll und schafft gleichzeitig niederschwellige Angebote für alle Menschen.

Ein wichtiges Anliegen ist Renate Dantinger, die beim BRK Ostallgäu für die Kleiderläden verantwortlich ist, die Aufklärung: „Noch immer wird Second-Hand-Mode häufig mit Bedürftigkeit gleichgesetzt. Der Aktionstag setzte bewusst ein Zeichen dagegen und zeigte, dass nachhaltiger Konsum eine Frage der Haltung ist.“

Klare Botschaft zum Aktionstag

Der Tag der Kleiderläden macht deutlich: Ehrenamtliches Engagement, gelebte Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung gehen beim Bayerischen Roten Kreuz Hand in Hand. Die Kleiderläden sind nicht nur Orte der Versorgung, sondern auch Treffpunkte, die Gemeinschaft fördern und ein Umdenken im Konsumverhalten anstoßen.

Hinweis zur Kleiderspende

Das BRK bittet darum, ausschließlich saubere und gut erhaltene Kleidung abzugeben. Beschädigte oder verschmutzte Textilien können nicht weiterverwertet werden.

Kontakt & Öffnungszeiten

Kleiderladen Marktoberdorf
Bayerisches Rotes Kreuz, Kreisverband Ostallgäu
Salzstraße 8, 87616 Marktoberdorf
Telefon: 08342 / 9669-0

Öffnungszeiten:
Donnerstag: 09:00 – 12:00 Uhr und 15:00 – 18:00 Uhr
Freitag: 09:00 – 12:00 Uhr und 15:00 – 18:00 Uhr
Samstag: 09:00 – 12:00 Uhr

Warenannahme am Hintereingang (Hinweis am Laden). Bei größeren Mengen wird um telefonische Anmeldung unter 08342 / 9669-10 (vormittags) gebeten.

Kleiderladen Kaufbeuren
Bayerisches Rotes Kreuz, Kreisverband Ostallgäu
Münzhalde 5, 87600 Kaufbeuren
Telefon: 08342 / 9669-0

Öffnungszeiten:
Donnerstag: 10:00 – 13:00 Uhr und 15:00 – 18:00 Uhr
Freitag: 10:00 – 13:00 Uhr und 15:00 – 18:00 Uhr
Samstag: 10:00 – 13:00 Uhr

Die Warenannahme ist nur in kleinen Mengen (ca. 2–3 Taschen) möglich. Bei größeren Mengen wird um telefonische Kontaktaufnahme unter 08342 / 9669-10 (vormittags) gebeten.

Kategorien
Allgemein Soziales

Aktion Sauberes Kaufbeuren des Bund Naturschutz war wieder ein großer Erfolg

Immer wenn der Frühling kommt, ist es wieder so weit: Der Bund Naturschutz in Kaufbeuren ruft zum alljährlichen „Frühjahrsputz“ in der Stadt auf

Diesmal war der Start am Samstag, 14. März und wieder kamen zahlreiche Menschen zum Helfen. Dabei waren eine Gruppe Jugendlicher vom Fischereiverein Kaufbeuren, eine Gruppe vom Arbeitskreis Asyl und neu die Kinderfeuerwehr Hirschzell, dazu noch viele Familien und Einzelpersonen. Insgesamt beteiligten sich mehr als 100 Erwachsene und Kinder aus dem gesamten Stadtgebiet.

Einen Tag vorher hatte schon der Kindergarten Peter und Paul im Haken fleißig Müll gesucht und gefunden, selbst die Kleinsten waren schon mit Eimern und Handschuhen unterwegs. Einig waren sich alle darüber, dass es erschreckend zu sehen ist, was in der Natur entsorgt wird. Die großen Stapel mit vollen Abfallsäcken, die der Bauhof zur Entsorgung dann abgeholt hat, zeigen, wieviel Müll achtlos und rücksichtslos auf die Wege und in die Büsche geworfen wird. Verpackungen von Schnellimbissen säumen die Straßenränder und am Wertachufer findet sich von alten Matratzen bis zu Getränkeflaschen Abfall aller Art. Ein besonderes Problem sind die unzähligen Zigarettenkippen – dabei sind diese besonders schädlich für das Grundwasser und Tiere und Pflanzen. Kippen liegen wirklich überall, auf Wegen, in Wohngebieten und Parkplätzen genauso wie in Grünflächen und Spielplätzen.

Trotz des relativ unfreundlich kalten Wetters hatten alle viel Spaß zusammen, das Jagdfieber hatte vor allem die Jugendlichen und Kinder gepackt. Eine Brotzeit am Verkehrsübungsplatz zum Abschluss der Aktion war ein kleines Dankeschön für alle, die Zeit hatten. Die Ortsgruppe des Bunds Naturschutz freute sich wieder über eine kleine Spende von Oberbürgermeister Bosse und seine Grußworte.

Im Anschluss an diesen Sammelsamstag gab und gibt es noch an vielen Schulen und bei der Kinderfeuerwehr Neugablonz mehrere Wochen lang Müllsammeltage, insgesamt haben sich mehr als 1100 Kinder angemeldet! (Bericht folgt). Die ganze Aktion wird großzügig unterstützt vom V-Markt und der Sparkasse Allgäu.

Wer Interesse hat, bei kommenden Aktionen des BN mitzumachen oder im BN-Team mitzuarbeiten, ist jederzeit herzlich willkommen. Kontakt: kaufbeuren@bund-naturschutz.de

Preloader Logo
Lokal. Lebendig. Aktuell. Für Kaufbeuren und das Umland