Das Akrobatikduo ist zum ersten Mal zu Gast bei den ARTigen Samstagen. Foto: Rock 'n' Ropes
Das Akrobatikduo entführt das Publikum in die schwungvollen 50er-Jahre
Beim letzten ARTigen Samstag am 16. August begeistert von 11 bis 15 Uhr in der Kaiser-Max-Straße das Akrobatikduo „Rock ’n‘ Ropes“ das Publikum. Die beiden professionellen Rope Skipper betreiben ihre Sportart seit rund 20 Jahren und haben im Laufe der Zeit vielfache nationale und internationale Erfolge errungen.
Das Publikum wird nicht nur mit Pettycoat, Lederjacke und mitreißendem Rock ’n‘ Roll in die schwungvollen 50er-Jahre entführt, sondern auch durch fliegende Seile und hohes Tempo verzaubert. Der Act ist energiegeladen, unterhaltsam und einfach atemberaubend.
Rope Skipping ist die moderne Form von Seilspringen. Es erfordert viel Kraft, Ausdauer und ein hohes Maß an Koordination. Beim Rope Skipping kommt es vor allem auf den kontrollierten Umgang mit dem Seil an. Dies zu perfektionieren ist ein kontinuierlicher Prozess, der über Jahre hinweg optimiert werden muss.
OB Stefan Bosse ehrt Mitglieder von BRK, DLRG und THW für ihr langjähriges Engagement
„Die vergangenen Jahre haben uns einmal mehr gezeigt, wie wichtig Hilfsorganisationen für unsere Gesellschaft sind. Sie sind es, die in den schwierigsten Momenten zur Stelle sind und sich mit unermüdlichem Einsatz für das Wohl unserer Gemeinschaft einsetzen“, so Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse zu Beginn der Verleihung der Ehrenzeichen der Hilfsorganisationen Bayerisches Rotes Kreuz (BRK), Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und Technisches Hilfswerk (THW) am Donnerstag, 31. Juli.
In einer feierlichen Zeremonie im historischen Sitzungssaal des Rathauses wurden langjährige Mitglieder geehrt. Die Ehrenzeichen für 25, 40 beziehungsweise 50 Jahre Dienst gingen an fünf Mitglieder. Vom BRK wurden Matthias Quell für 25 Jahre sowie Brigitte Hartmann und Günter Kasper für je 50 Jahre geehrt. Daniel Scharpf vom THW erhielt die Auszeichnung für 25 Dienstjahre und Dr. Peter Gleichsner von der DLRG für 40 Jahre. Stefan Bosse händigte die Ehrenzeichen aus: „Wir möchten Ihnen unsere tiefste Anerkennung und unseren herzlichen Dank aussprechen. Sie sind echte Helden unserer Stadt, und wir sind stolz darauf, solch engagierte und selbstlose Bürgerinnen und Bürger in unseren Reihen zu haben.“ Auch der Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl, Kaufbeurens zweiter Bürgermeister Oliver Schill und die dritte Bürgermeisterin Dr. Erika Rössler dankten den Ausgezeichneten für ihr ehrenamtliches Engagement.
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„Soultrouble and the Heavy Horns“ bringen am 9. August Funk & Feeling in die Innenstadt
Beim dritten ARTigen Samstag am 9. August von 11 bis 15 Uhr in der Kaiser-Max-Straße begeistert die Band „Soultrouble and the Heavy Horns“, die sich abseits vom Mainstream, irgendwo zwischen Rock und Jazz ein großes Repertoire erarbeitet haben.
Auf der Setlist sind Klassiker von Blood, Sweat and Tears, Chicago und Tower of Power sowie Songs von Toto, Tina Turner, Phil Collins und vielen anderen. Dadurch spannt die Band den Bogen von den späten 60ern bis zu ganz aktuellen Hits. Die Songs sind wie geschaffen zum Mitwippen, Mitsingen und Mittanzen.
„Soultrouble“ bleibt sich dabei stets treu, veredelt die Songs mit ihrer gut eingespielten und powervollen fünfköpfigen Horn-Section den „Heavy Horns“ und kreiert so einen echten und ehrlichen Sound. Das passt auch zur selbsterklärten Mission von „Soultrouble and the Heavy Horns“: Musik auf die Bühne bringen, die man so nur noch selten live hört.
Sommerfest im Internat St. Maria begeistert über 200 Gäste
Ein Fest für die ganze Internatsgemeinschaft
Zum Abschluss des Schuljahres hatte das Internat St. Maria in Kaufbeuren Schülerinnen, Schüler sowie deren Familien zum Sommerfest eingeladen. Trotz unsicherer Wetterlage fand das Fest in den Innenräumen statt – der Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch. Rund 200 Gäste füllten die Räumlichkeiten und genossen ein vielfältiges Programm, das von den Erzieherinnen gemeinsam mit den Kindern vorbereitet worden war.
Die Einladung verstand sich auch als Dankeschön für das Vertrauen der Familien während des zurückliegenden Schuljahres.
Gottesdienst als feierlicher Auftakt
Nach der Begrüßung durch Internatsleiterin Daniela Herschmann wurde in der Institutskirche ein festlicher Dankgottesdienst gefeiert. Stadtpfarrer Bernhard Waltner blickte in seiner Predigt auf die Höhepunkte des Schuljahres zurück. Die liturgische Gestaltung lag bei Sr. Elisabeth Wilhelm, musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Sr. Clara, Sr. Franziska und Sr. Ursula Maria.
Die Schülerinnen selbst brachten sich aktiv ein – mit Fürbitten, einem Gabengang und dem gemeinsam gesprochenen Vaterunser.
Gemeinsames Essen und Bühnenprogramm
Im Anschluss lud Küchenchef Reinhard Einsiedler die Gäste in die Mensa ein. Nach dem Essen ging das Programm im Theatersaal weiter: Musik-, Tanz- und Sportbeiträge, von den Schülerinnen zusammen mit ihren Erzieherinnen einstudiert, sorgten für Begeisterung beim Publikum.
Ein besonderer Höhepunkt war der von den Schülerinnen selbstgedrehte Kurzfilm über das „unheimliche Wirken der kopflosen Nonne“. Mit Unterstützung von Katja Königsperger entstand eine kreative und humorvolle Darstellung des Internatsalltags, die für viel Applaus sorgte.
Abschluss unter freiem Himmel
Den Abschluss des Abends bildete ein gemeinsamer Gang nach draußen – dort konnten die Kinder und Familien das traditionelle Tänzelfestfeuerwerk erleben. Es bot einen stimmungsvollen Abschluss eines abwechslungsreichen Festtages.
Ein neuer Veranstaltungsort mit bekannten Gesichtern
Seit dem 26. Juli 2025 möchte die Stadt Kaufbeuren mit der Veranstaltungsreihe „Summer Streets“ Musik, Kunst und Straßenleben in die Kaiser-Max-Straße bringen. Der Auftakt verlief jedoch holprig: Mehrere Programmpunkte mussten wetterbedingt abgesagt werden. Anhaltender Regen verhinderte bislang, dass das neue Format wie geplant stattfinden konnte.
Trotzdem bleibt das Konzept vielversprechend. Was zuvor unter dem Titel „ARTige Samstage“ am Obstmarkt stattfand, soll nun in der Kaiser-Max-Straße mit erweitertem Programm und neuem Rahmen fortgeführt werden. Die nächsten Termine sind bereits geplant – und die Wetterprognosen geben Anlass zur Zuversicht.
Ein musikalisches Highlight erwartet Besucherinnen und Besucher am Mittwochabend: Die Jugendbigband Pic Pänth spielt ihr Programm „Summerstreet“. Die junge Formation um Sängerin Katharina Hartmann präsentiert ein abwechslungsreiches Repertoire aus Swing, Blues, Latin und Funk. Besonders lebendig wird es durch die Soli einzelner Bandmitglieder – ein Konzert, das sowohl Jazzfans als auch Neugierige anspricht.
Weitere Programmpunkte im Überblick
Donnerstag, 7. August (10–10:30 Uhr): Podiumsdiskussion
Die Allgäuer Zeitung lädt zur Diskussion über mobile Begrünung in der Altstadt. Teilnehmende aus Wirtschaft, Gastronomie und Stadtgesellschaft diskutieren neue Ideen – Publikumsfragen sind ausdrücklich erwünscht.
Samstag, 9. August (11–15 Uhr): Soultrouble and the Heavy Horns
Mit Soul und Funk geht es weiter: Die Band Soultrouble and the Heavy Horns kombiniert Klassiker der 60er Jahre mit modernen Songs. Tanzbare Rhythmen und energiegeladene Arrangements machen diesen Auftritt besonders.
Donnerstag, 14. August (10–12 Uhr): Jazzquadrat
Die Gruppe Jazzquadrat ist erneut in der Kaiser-Max-Straße zu Gast. Der Schwerpunkt liegt dieses Mal auf Improvisation und dem Zusammenspiel während des Wochenmarkts.
Samstag, 16. August (11–15 Uhr): Rock’n’Ropes
Zum Abschluss des Veranstaltungszeitraums sorgt die Band Rock’n’Ropes für ein visuelles und musikalisches Erlebnis im Stil der 50er Jahre. Mit Petticoats, Rock ’n’ Roll und Showeinlagen wird ein schwungvoller Schlusspunkt gesetzt.
Verkehrsregelung während der Veranstaltungen
Für die Dauer der Veranstaltungen wird die untere Kaiser-Max-Straße zwischen Ringweg und Sedanstraße an mehreren Tagen gesperrt. Die Termine im Überblick:
Freitag, 25. Juli, 8–18 Uhr
Samstag, 26. Juli, 9–17 Uhr
Samstag, 2. August, 9–24 Uhr
Sonntag, 3. August, 18–21:30 Uhr
Mittwoch, 6. August, 18–21:30 Uhr
Samstag, 9. August, 9–17 Uhr
Samstag, 16. August, 9–17 Uhr
Sonntag, 17. August, 8–18 Uhr
Außerhalb dieser Zeiträume ist die Straße wie gewohnt für den Verkehr freigegeben. An Markttagen bleibt die Kaiser-Max-Straße vollständig autofrei.
Ein Ort für Stadtleben und Begegnung
Wirtschaftsreferent Andreas Bauer bringt das Ziel des neuen Veranstaltungsformats auf den Punkt: „Wir wollen mit dem neuen Konzept Stadtplatz-Feeling schaffen. Kaufbeurerinnen und Kaufbeurer sowie Besucherinnen und Besucher können sich auf musikalische Stadtbummel und laue Sommerabende freuen.“
Pépit’Arts bringen Lebensfreude und Hoffnung auf die Bühne der Immanuelgemeinde
Es war ein Konzertabend, der Herzen berührte: Mit ihrer Lebensfreude, Musikalität und Ausdruckskraft begeisterte die Kindermusikgruppe Pépit’Arts aus dem westafrikanischen Benin am Samstag, den 26. Juli, das Publikum in der Immanuelgemeinde Kaufbeuren. Der Auftritt war der Höhepunkt eines zweitägigen Besuchs in der Region, organisiert von der Stiftung Nächstenliebe in Aktion unter Leitung von Wolfgang Groß, dem ehemaligen Geschäftsführer der internationalen Hilfsorganisation humedica.
Bereits im Vorfeld hatten die Kinder mit zwei öffentlichen Auftritten – in der Kaufbeurer Fußgängerzone und am Neuen Markt in Neugablonz – für staunende Gesichter und bewegende Momente gesorgt. Ihr Mix aus traditionellen westafrikanischen Rhythmen, Tanz, Gesang und Trommelspiel füllte die Plätze mit Lebensfreude und Herzlichkeit – ein Geschenk an die Stadt und ihre Bewohner.
Der Samstagabend jedoch setzte allem die Krone auf: In der vollbesetzten Immanuelgemeinde war nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich spürbar, was kulturelle Begegnung bewirken kann. Sogar Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse ließ es sich nicht nehmen, trotz eines dicht gefüllten Tänzelfest-Programms persönlich zu kommen – und wurde schließlich selbst Teil der Performance: Als die Kinder zum Mittanzen aufforderten, ließ er sich spontan mitreißen. Eine Szene, die sinnbildlich für die verbindende Kraft dieses Abends steht.
„Diese Kinder tragen Hoffnung in sich – und geben sie weiter“, so Wolfgang Groß, der die Gruppe bei einem Aufenthalt in Benin im November 2024 erstmals kennengelernt hatte. „Ihr Besuch hier ist mehr als nur ein Kulturaustausch. Er ist ein Ausdruck lebendiger Nächstenliebe – von beiden Seiten.“
Möglich wurde der Aufenthalt durch zahlreiche helfende Hände. Die Immanuelgemeinde sorgte für Unterkunft und ein schmackhaftes Frühstück am Samstagvormittag. Unternehmen wie McDonald’s Kaufbeuren – unter der Leitung von Jan Kielhorn – luden die Kinder großzügig zu einer kostenlosen Mahlzeit ein. Darüber hinaus stellte die Immanuelgemeinde ihren Gemeindesaal unentgeltlich zur Verfügung – ein Zeichen christlicher Gastfreundschaft, das von allen Beteiligten mit großer Dankbarkeit aufgenommen wurde.
Der Aufenthalt war Teil eines interkulturellen Projekts der Stiftung Nächstenliebe in Aktion, das durch den in Bayreuth tätigen Integrationsbeauftragten Ignacio Koussemou, selbst gebürtiger Beniner, entscheidend unterstützt wurde. Nach Stationen in Oberfranken war Kaufbeuren die letzte Etappe der Reise – und für viele Beteiligte der bewegendste Moment.
„Musik baut Brücken – über Ländergrenzen hinweg und mitten in unsere Gesellschaft hinein“, resümiert Wolfgang Groß. „Was bleibt, ist mehr als ein Konzertabend. Es ist ein Stück gelebte Hoffnung.“
Einladung zur Buchpräsentation in der Kirche am 8. August
Am Freitag, den 8. August 2025, dem Festtag des heiligen Dominikus, lädt der Förderverein der Kirche St. Dominikus in Kaufbeuren um 19 Uhr zur feierlichen Vorstellung eines neuen Kirchenführers ein. Die Veranstaltung findet in der Kirche selbst statt und ist für alle Interessierten offen – der Eintritt ist frei.
Ein Werk über Geschichte und Kunst
Der Kirchenführer wurde vom Vorsitzenden des Fördervereins, Albin Wirbel, verfasst. In anschaulicher Sprache gibt das Buch Einblick in die Entstehungsgeschichte der Kirche, beschreibt ihre kunsthistorischen Besonderheiten und stellt bedeutende architektonische Details vor.
Am Abend der Präsentation wird Albin Wirbel selbst ausgewählte Passagen vorstellen und Hintergründe zu den Inhalten erläutern. Die Besucherinnen und Besucher erwartet eine lebendige Einführung in das Werk und in das kulturelle Erbe von St. Dominikus.
Kulturelles Kleinod in Kaufbeuren
Die Kirche St. Dominikus gilt als ein bedeutendes Beispiel sakraler Baukunst in der Region. Sie beherbergt zahlreiche Kunstschätze, die weit über den religiösen Kontext hinaus von Interesse sind – auch für historisch und kulturell interessierte Gäste.
Mit der Veröffentlichung des Kirchenführers wird dieses Wissen erstmals dauerhaft zugänglich gemacht. Das Buch richtet sich gleichermaßen an Einheimische wie an Besucher der Stadt.
Veranstaltungsüberblick
Vorstellung des neuen Kirchenführers in St. Dominikus 📅 Datum: Freitag, 8. August 2025 🕖 Uhrzeit: 19:00 Uhr 📍 Ort: Kirche St. Dominikus, Kaufbeuren 🎟️ Eintritt: frei
Weitere Informationen zur Kirche und zum Förderverein finden Sie unter: www.st-dominikus-kf.de
Installation von Cornelia Renz für die jüdischen Opfer des KZ-Außenlagers Riederloh II. Foto: Stadtmuseum Kaufbeuren
Führungen zum Abschluss der Ausstellung: „Gedächtnisfinsternis“ am 9. und 10. August
Am Sonntag, den 10.08.2025, endet die Sonderausstellung „]…[ Gedächtnisfinsternis“ im Stadtmuseum Kaufbeuren. Die Künstlerin Cornelia Renz begab sich darin auf eine künstlerische Spurensuche zum Thema Zwangsarbeit und nationalsozialistische Verbrechen.
Zum Ausklang der Ausstellung lädt das Stadtmuseum am letzten Wochenende zu zwei Führungen ein:
Samstag, 09.08., 15 Uhr: Führung mit Schwerpunkt auf die Arbeiten von Cornelia Renz.
Sonntag, 10.08., 11 Uhr: Führung durch die Stationen zur Zwangsarbeit in Kaufbeuren, Teil der ständigen Ausstellung.
Fehlstellen der Erinnerung – Kunst als Zugang zur Geschichte
Cornelia Renz arbeitete über ein Jahr hinweg mit historischen Quellen zur Zwangsarbeit in Kaufbeuren. Ihre Installationen zeigen Lücken in der kollektiven Erinnerung auf und machen die Struktur und das Ausmaß des Massenverbrechens künstlerisch erfahrbar.
Im Zentrum steht das Werk „[…] who was known for his good name“, das sich mit den Opfern des KZ-Außenlagers Riederloh II befasst. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, sich aktiv in die Erinnerungsarbeit einzubringen.
Erinnerung sichtbar machen: Recherchen zu Riederloh II
An einer Wand erinnern 472 Stelen mit Namen an die Todesopfer des KZ-Außenlagers Riederloh II. Eine begleitende Anleitung ermöglicht es Interessierten, online weitere Informationen zu den genannten Personen zu recherchieren – etwa Geburts- und Todesdaten, Berufe oder Herkunftsorte.
Über eine Projektwebsite werden die Ergebnisse an das Stadtmuseum übermittelt. Nach Prüfung wird für jede neu identifizierte Person symbolisch ein Stein auf der Gedenkstele platziert. Seit Januar 2025 konnten so Informationen zu 218 jüdischen Häftlingen ergänzt werden. Das Beteiligungsprojekt läuft auch nach Ausstellungsende weiter. Eine spätere Publikation der Ergebnisse ist geplant. ➡️ Projektwebsite: www.kaufbeuren.de > Gedächtnisfinsternis
Heimat als Fragestellung – der persönliche Zugang der Künstlerin
Cornelia Renz wurde in Kaufbeuren geboren, studierte nach der Wende in Leipzig und lebte lange in Israel – erst in Jerusalem, später in Tel Aviv. Heute arbeitet sie in Berlin. Seit ihrer Zeit in Israel ist das Thema Heimat zentral in ihrem Werk. Sie stellt Fragen zum Verhältnis von Einheimischen, Vertriebenen und Zugewanderten: Was bedeutet Heimat – und für wen?
Ihre Arbeiten verbinden künstlerische Recherche mit dokumentarischen Quellen. Dabei entstehen Rauminstallationen aus Wandgestaltungen und Fundstücken, die wissenschaftliche Dokumente als Ausgangspunkt nutzen.
Gut besucht war das Flugplatzkonzert im Fliegerhorst Kaufbeuren. Über 400 Besuchende lauschten den Klängen des Heeresmusikkorps Ulm. Der Reinerlös von 2541 Euro spendet „Helfen macht Schule“ dem Hospizverein Kaufbeuren-Ostallgäu. Foto: Alexander Bernhard / Bundeswehr
2541 Euro Spende beim Flugplatzkonzert zugunsten des Hospizvereins Kaufbeuren-Ostallgäu
Am 9. Juli verwandelte sich eine Flugzeughalle im Kaufbeurer Fliegerhorst in eine ganz besondere Konzertbühne. Sieben Jahre nach dem letzten Flugplatzkonzert ließen sich über 400 Besucherinnen und Besucher den klangvollen Auftritt des Heeresmusikkorps aus Ulm nicht entgehen. Dass am Ende die Spendensumme von 2541 Euro heraussprang, übertrifft dabei die Erwartungen.
Das Benefizkonzert stand ganz im Zeichen von „Helfen macht Schule“. Schon bei seiner Begrüßung wies der stellvertretende Kommandeur des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe Abteilung Süd, Oberstleutnant Marcus Berndorfer, auf das großartige Engagement des Vereins hin und bedankte sich bei den zahlreichen Gästen für ihre Spenden für den Hospizverein Kaufbeuren-Ostallgäu.
Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse würdigte in seinen Ausführungen den wichtigen Dienst der Soldatinnen und Soldaten für die Gesellschaft. „Sie sind für uns seit vielen Jahrzehnten eine Bereicherung“, so Bosse.
Michael Feistl, Erster Vorsitzender des Hospizvereins Kaufbeuren-Ostallgäu, nutzte vor dem musikalischen Ohrenschmaus die Gunst der Stunde, um sich bei „Helfen macht Schule“ für die finanzielle Unterstützung zu bedanken. Dabei stellte er kurz seinen Verein vor, der im kommenden Jahr sein mittlerweile 30-jähriges Gründungsjubiläum feiern wird. Nicht nur die ambulante Palliativversorgung sprach er an, sondern auch die enorm wichtige Arbeit der mittlerweile 100 Hospizbegleiterinnen und -begleiter.
Mit dem Apollo-Marsch von Anton Bruckner startete das Heeresmusikkorps Ulm unter der Leitung von Major Dominik Koch in den kurzweiligen Konzertabend. Die Titelmelodie zum Westernklassiker „Die glorreichen Sieben“ wurde ebenfalls mitreißend performt. Die Profimusikerinnen und -musiker begeisterten das Publikum beispielsweise auch mit einem Medley von Frank Sinatra und seinen größten Hits, wie „My Way“, „Strangers in the Night“ und „New York, New York“. Einer der vielen Höhepunkte war das von Philip Sparke komponierte Stück „Manhattan“, bei dem Hauptfeldwebel Fabian B. mit seinem fantastischen Trompetensolo aufhorchte. Durchweg quittierten die Besuchenden die Darbietungen mit großem Applaus. Allein drei Zugaben musste das Heeresmusikkorps Ulm spielen, ehe sie von den Zuschauern mit stehenden Ovationen verabschiedet wurden.
Hauptmann Michael Goller, der als Projektoffizier das diesjährige Flugplatzkonzert federführend koordinierte, zieht ein mehr als positives Fazit: „Für uns ist es ein voller Erfolg. Es ist überwältigend, was wir gemeinsam im Team geschaffen haben. Wir freuen uns über die erzielte Spendensumme und hoffen, dass wir somit den Hospizverein Kaufbeuren-Ostallgäu unterstützen können.“
it hudla - die Cover-Band aus Kaufbeuren mit handgemachter Livemusik. Fotos: it hudla
Open Stage trifft Einkaufsbummel: Vier musikalische Samstage im August
Kunst und Kultur zur Einkaufszeit: Unter diesem Motto bereichern vier ARTige Samstage vom 26. Juli bis 16. August bei gutem Wetter das Einkaufserlebnis in Kaufbeurens Innenstadt.
Die Veranstaltungsreihe wird in diesem Jahr in die „Summer Streets“ eingebunden. Statt wie bisher am Obstmarkt wird die Bühne in der unteren Kaiser-Max-Straße platziert.
Sie steht als Open Stage für Veranstalter und anliegende Gastronomen in deren Verantwortung zur Verfügung. Darüber hinaus wird die Bühne durch Koordination und begleitendes Marketing der Stadtverwaltung unterstützt.
Partyhits, Jazz und gute Laune
Echte Instrumente und echter Gesang. Genau das wird beim zweiten ARTigen Samstag am 2. August garantiert. Das Repertoire der Band „It Hudla“ ist genauso vielseitig wie ihr Publikum. Rock, Pop und Partyhits stehen auf dem Programm. Mal laut und kraftvoll, mal gefühlvoll und zum Mitsingen.
Mit viel Begeisterung geht es auch in der darauffolgenden Woche weiter. Die Band „Soultrouble and the Heavy Horns“ spielen am 9. August Songs von den späten 60ern bis hin zu ganz aktuellen Hits. Macht euch bereit zum Mitwippen, Mitsingen und Mittanzen.
Zum Abschluss entführt das Akrobatikduo „Rock ‘n‘ Ropes“ am 10. August das Publikum in die schwungvollen 50er-Jahre. Mit Pettycoat, Lederjacke und mitreißendem Rock ‘n‘ Roll. Der Act ist energiegeladen, unterhaltsam und einfach atemberaubend.
Im Überblick
2. August It Hudla
9. August Soultrouble and the Heavy Horns
16. August Rock ‘n‘ Ropes
Jeweils von 11 bis 15 Uhr in der Kaiser-Max-Straße
(Grüne Schwaben), v.l.: Günther Kuhn, Lisi Schleburg (Grünen-Sprecherin Ostallgäu), Albert Riedelsheimer (Grünen-Bezirksvorstand), Marita Knauer (Stadträtin), Maren Levin (Grünen-Sprecherin Kaufbeuren), Dr. Petra Schweizer-Martinschek (Leiterin Bezirksarchiv), Nathan Lüders (Bezirksgeschäftsführung)
NS-„Euthanasie“ in Schwaben: Warum Erinnerung heute wichtiger denn je ist
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe GRÜNE WEGE in Schwaben besuchte der Grünen-Bezirksverband Schwaben mit Kaufbeurer und Ostallgäuer Grünen sowie weiteren Interessierten den neu gestalteten Gedenkort am Bezirkskrankenhaus sowie das in die Kaufbeurer Innenstadt verlagerte Bezirksarchiv. Der Besuch war der historischen Aufarbeitung und dem Gedenken an die Opfer der NS-„Euthanasie” gewidmet.
Die Leiterin des Bezirksarchivs, Dr. Petra Schweizer, empfing die Delegation am Bezirkskrankenhaus (BKH) und erläuterte die Geschichte des Standorts mit besonderem Fokus auf die Zeit des Nationalsozialismus. In der damaligen „Heil- und Pflegeanstalt” wurden im Rahmen der „Aktion T4” über 2.500 Menschen systematisch ermordet, darunter mindestens 210 Kinder. Besonders erschütternd ist die Tatsache, dass selbst nach der Kapitulation Nazi-Deutschlands und der Befreiung im Mai 1945 das Töten in der Einrichtung noch wochenlang fortgesetzt wurde, bis die amerikanischen Besatzungstruppen am 2. Juli 1945 die Gräueltaten beendete.
Erst seit den 1980er Jahren, als Prof. Dr. Michael von Cranach die Leitung des Hauses übernommen hatte, wird dieses dunkle Kapitel der Geschichte nicht verdrängt, sondern aufgearbeitet. Zwischen dem alten Gedenkstein, bei dem Patientennamen noch anonymisiert sind, und der Thomaskirche befindet sich nun unter freiem Himmel der neue Gedenkort: acht informative Stelen, die auf die von von Cranach konzipierte Ausstellung „In Memoriam” zurückgehen und wie aufgeklappte Bücher zum Lesen einladen.
Maren Levin, Sprecherin des Stadtverbands Kaufbeuren, unterstrich die Bedeutung der Erinnerungsarbeit: „Diese Orte des Gedenkens sind unverzichtbar für unsere demokratische Kultur. Sie mahnen uns, wachsam zu bleiben und uns jeder Form von Diskriminierung und Entmenschlichung entgegenzustellen. Gerade in Zeiten, in denen demokratiefeindliche Kräfte erstarken, ist die Auseinandersetzung mit den dunkelsten Kapiteln unserer Geschichte von größter Bedeutung.”
Albert Riedelsheimer vom Bezirksvorstand der GRÜNEN Schwaben betont: „Der Besuch dieses Gedenkortes führt uns eindringlich vor Augen, wohin menschenverachtende Ideologien führen können. Die vollständige Erhaltung aller Personal- und Patientenakten ist ein historischer Ausnahmefall, der eine umfassende Aufarbeitung ermöglicht und für viele Familien eine wichtige Ressource darstellt, um im Bezirksarchiv das Schicksal ihrer Angehörigen nachzuvollziehen.”
Das Bezirksarchiv ist seit einigen Monaten in zentraler Lage in der Kaufbeurer Innenstadt untergebracht und damit zugänglicher und deutlich besser als die früheren Räumlichkeiten im Wäschereibereich des BKH. Im ehemaligen Bankgebäude direkt am Eingang zur Fußgängerzone am Kempter Tor erhält man Einblick in die umfangreiche Dokumentation. Viele Familien aus dem Allgäu, Schwaben und darüber hinaus stoßen bei der Ahnenforschung auf Verwandte, die der NS-„Euthanasie” in der Anstalt Kaufbeuren-Irsee zum Opfer fielen oder von dort in Konzentrationslager deportiert wurden.
Kreativ im Museumshof. Foto: Stadtmuseum Kaufbeuren
An insgesamt sechs Terminen können die Kinder bei wechselnden Themen unterschiedliche Gestaltungstechniken ausprobieren und mit den eigenen Händen kreativ sein.
Bereits zum sechsten Mal lädt das Stadtmuseum ab dem 7. August 2025 zum Ferien-Atelier in den Museumshof ein. Die Termine finden während der Sommerferien parallel zum Kaufbeurer Wochenmarkt statt, also donnerstags von 10 bis 12 Uhr. Eltern können das Markttreiben genießen oder ihre Einkäufe erledigen, während die Kinder im Museum kreativ sind.
An insgesamt sechs Terminen können die Kinder bei wechselnden Themen unterschiedliche Gestaltungstechniken ausprobieren und mit den eigenen Händen kreativ sein. Durch Upcycling entstehen fantasievolle Wesen, es wird mit Papier und Pappe gearbeitet, mit selbstgemachten Stempeln auf Stoffe gedruckt, Kaleidoskope gebastelt und vieles mehr. Eine Besonderheit bildet der Termin am 28. August, der sich explizit an Jugendliche richtet. Passend zur Ausstellung „Pride Revolt“ gibt es einen Workshop zum Thema Flaggen-Design.
Ferienspaß mit und ohne Ferienpass
Die Termine des Ferien-Ateliers sind Teil des Sommer-Ferienpasses. Mit Ausnahme des Termins am 28.08. richtet sich das Angebot an Schulkinder zwischen sechs und 12 Jahren. Den Termin am 28.08. können Teenager ab 12 Jahren besuchen. Kinder ohne Ferienpass können selbstverständlich auch teilnehmen. Bei Regen finden die Workshops im Museumspädagogikraum statt.
Im Rahmen des Schüleraustausches zwischen dem Jakob-Brucker-Gymnasium (JBG) und der Partnerschule aus Athis-Mons bei Paris durfte Bürgermeister Oliver Schill eine Schülergruppe aus Frankreich im Rathaus empfangen. Foto: Christoph Rothe/Stadt Kaufbeuren
Im Rahmen des Schüleraustausches zwischen dem Jakob-Brucker-Gymnasium (JBG) und der Partnerschule aus Athis-Mons bei Paris durfte Bürgermeister Oliver Schill eine Schülergruppe aus Frankreich im Rathaus empfangen. Der Besuch markierte den Auftakt zu einer Stadtrallye, bei der die Gäste gemeinsam mit ihren deutschen Gastgebern die Kaufbeurer Altstadt und Stadtgeschichte erkundeten.
Mit dem Wahlspruch der französischen Republik „Liberté, Égalité, Fraternité“ begrüßte Bürgermeister Schill die Jugendlichen. „Diese Ideale sind die Grundlage unserer Menschenrechte und unserer Demokratie. Frankreich hat damit die Basis für unsere gemeinsame europäische Identität geschaffen“, so Schill.
Der Bürgermeister dankte den beteiligten Lehrkräften – Frau Moriniaux und Frau Chevestrier von der französischen Seite sowie Frau Neher vom JBG – für ihr langjähriges Engagement. „Mit Ihrem Einsatz ermöglichen Sie jedes Jahr aufs Neue, dass junge Menschen Europa als Friedensprojekt erleben. Durch den Austausch entstehen Verbindungen, Verständnis und Freundschaften – Werte, die unsere Zukunft in einem vereinten Europa tragen.“
Musik, Kunst und Sommerflair: Die Kaiser-Max-Straße wird zur Bühne
Ein neues Konzept mit bewährter Idee
Die Kaiser-Max-Straße in Kaufbeuren wird ab Ende Juli zum Treffpunkt für Musikliebhaber, Marktbesucher und Kulturinteressierte. Mit den ARTigen Samstagen und den Summer Streets entsteht ein neues Veranstaltungsformat, das auf dem bisherigen Erfolg der ARTigen Samstage aufbaut – allerdings mit erweitertem Konzept und neuem Ort.
Erstmals finden die beliebten ARTigen Samstage nicht mehr am Obstmarkt, sondern in der Kaiser-Max-Straße statt. Von Samstag, 26. Juli, bis Samstag, 17. August 2025 verwandelt sich dieser Bereich der Altstadt in einen lebendigen Stadtplatz mit Live-Musik, Open Stage und buntem Programm.
Musik am Markt und Sommersound in der Straße
Ergänzend zu den Samstagsevents wird auch der Wochenmarkt an den Donnerstagen musikalisch begleitet. Damit möchte die Stadt das sommerliche Einkaufserlebnis aufwerten und die Altstadt stärker als kulturellen Ort etablieren. Außerdem sind weitere Veranstaltungen geplant, die das neue Bühnenkonzept voll ausschöpfen sollen.
Oberbürgermeister Stefan Bosse betont:
„Es ist an der Zeit, etwas Neues in der Kaiser-Max-Straße auszuprobieren. Wir freuen uns, den Kaufbeurerinnen und Kaufbeurern sowie allen Besucherinnen und Besuchern ein vielfältiges Programm bieten zu können.“
Programmhighlights im Überblick
Samstag, 26. Juli (11–15 Uhr): SingTonic
Zum Auftakt gibt es A-cappella-Klänge der siebenköpfigen Band „SingTonic“. Mit viel Enthusiasmus und musikalischem Feingefühl reicht ihr Repertoire von Bass bis Sopran.
Donnerstag, 31. Juli (10–12 Uhr): John Gibson
Während des Wochenmarkts lädt Gitarrist und Sänger John Gibson zur musikalischen Zeitreise. Von Elvis bis Ed Sheeran, ergänzt durch eigene Songs – handgemacht und authentisch.
Samstag, 2. August (11–15 Uhr): It Hudla
Die Band „It Hudla“ bringt ehrliche Livemusik mit. Ihr Programm reicht von Rock über Pop bis zu Partyklassikern – laut, leise und immer mitreißend.
Samstag, 2. August (ab 18 Uhr): Dimi’s Open Stage
Am Abend geht’s weiter mit „Dimi’s Open Stage“. Gemeinsam mit der ROUNDHOUSE Eventagentur entsteht ein vielseitiger Abend mit lokalen Künstlerinnen und Künstlern – offen für Musik und spontane Auftritte.
Sonntag, 3. August (ab 11 Uhr): Jazzquadrat & Undergrounds
Zwei junge Jazzbands zeigen ihre Vielseitigkeit: „Jazzquadrat“ mit Jazz-Standards und eigenen Arrangements, „Undergrounds“ mit jugendlicher Energie und ungewöhnlicher Besetzung.
Mittwoch, 6. August (ab 19 Uhr): Pic Pänth
Die Jugend-Bigband „Pic Pänth“ spielt seit 15 Jahren Funk, Jazz und Swing – mit groovigem Sound und sichtbarer Spielfreude.
Donnerstag, 7. August (10–10:30 Uhr): Podiumsdiskussion
Die Allgäuer Zeitung lädt zur Diskussion über mobile Bäume in der Altstadt. Mit dabei: Vertreter aus Wirtschaft, Gastronomie und Stadtgesellschaft. Publikumsfragen sind ausdrücklich willkommen.
Samstag, 9. August (11–15 Uhr): Soultrouble and the Heavy Horns
Mit Soul und Funk geht’s weiter: Die Band mischt Klassiker der 60er mit aktuellen Hits – tanzbar und voller Energie.
Donnerstag, 14. August (10–12 Uhr): Jazzquadrat
Nochmals ist „Jazzquadrat“ zu hören – dieses Mal mit Fokus auf Improvisation und Zusammenspiel während des Wochenmarkts.
Samstag, 16. August (11–15 Uhr): Rock’n’Ropes
Zum Finale zeigen „Rock’n’Ropes“ akrobatische Showeinlagen im Stil der 50er. Mit Petticoats, Rock ‘n’ Roll und spektakulärer Performance wird das Veranstaltungsformat schwungvoll abgeschlossen.
Verkehrsregelungen während der Events
Für die Dauer der Veranstaltungen wird die untere Kaiser-Max-Straße für den Verkehr gesperrt. An den Markttagen bleibt – wie gewohnt – die komplette Kaiser-Max-Straße autofrei.
Wirtschaftsreferent Andreas Bauer fasst das Ziel des Projekts so zusammen:
„Wir wollen mit dem neuen Konzept Stadtplatz-Feeling schaffen. Kaufbeurerinnen und Kaufbeurer sowie Besucherinnen und Besucher können sich auf musikalische Stadtbummel und laue Sommerabende freuen.“
Sperrungen der unteren Kaiser-Max-Straße im Zeitraum zwischen 25.07. und 17.08.2025
Wegen der ARTigen Samstage und weiterer Veranstaltungen im Rahmen der Summer Streets muss die untere Kaiser-Max-Straße, zwischen Ringweg und Sedanstraße, an folgenden Terminen für den Verkehr gesperrt werden:
Freitag, 25. Juli, 8 bis 18 Uhr
Samstag, 26. Juli, 9 bis 17 Uhr
Samstag, 02. August, 9 bis 24 Uhr
Sonntag, 03. August, 18 bis 21:30 Uhr
Mittwoch, 06. August, 18 bis 21:30 Uhr
Samstag, 09. August, 9 bis 17 Uhr
Samstag, 16. August, 9 bis 17 Uhr
Sonntag, 17. August, 8 bis 18 Uhr
Außerhalb dieser Zeiten ist die Kaiser-Max-Straße für den Verkehr freigegeben.
Am Sonntag, den 20. Juli 2025, erlebte Kaufbeuren bei strahlendem Sonnenschein den Höhepunkt des Tänzelfests: den großen Festumzug. Tausende Besucher säumten die Straßen in und rund um die Altstadt und spendeten begeistert Applaus. Das älteste historische Kinderfest Bayerns zog dabei wie jedes Jahr zahlreiche Gäste aus Nah und Fern an.
Einzug des Kaisers – Startsignal für den Festzug
Der Umzug beginnt traditionell mit einem historischen Schauspiel: Kaiser Maximilian I. zieht unter festlichem Glockengeläut und dem Jubel der Menge ein. Vor dem Rathaus nimmt er die Huldigung der städtischen Obrigkeit und der Räte entgegen – ein symbolträchtiger Auftakt, der direkt in das lebendige Geschichtserlebnis überleitet.
Lebendige Geschichte von der Karolingerzeit bis ins Biedermeier
Der Festzug gibt einen Überblick über die wechselvolle Geschichte Kaufbeurens. Über 1.850 Kinder in historischen Gewändern stellen Personen dar, die in den Quellen der jeweiligen Zeit belegt sind – von der Karolinger- bis zur Biedermeierzeit.
Die Darbietungen werden ergänzt durch 36 aufwendig gestaltete Festwägen, mehr als 170 Pferde sowie Blaskapellen aus Kaufbeuren und der Umgebung. Auch Fahnenschwinger und eine Abordnung aus der italienischen Partnerstadt Ferrara beteiligten sich am Umzug.
Die Bilder des Festumzuges. Fotos: Claus Tenambergen
Ein Fest der Erinnerung und Gemeinschaft
Für viele Kaufbeurerinnen und Kaufbeurer ist der Umzug mehr als ein Spektakel. Zahlreiche Erwachsene erinnern sich daran, selbst als Kinder daran teilgenommen zu haben. Diese persönliche Verbindung macht das Tänzelfest zu einem Ereignis, das fest im kollektiven Gedächtnis der Stadt verankert ist.
Der Festzug findet traditionell an beiden Festtagen statt: am Sonntag und am darauffolgenden Montag. In der besonderen Kulisse der Altstadt wird Geschichte nicht nur gezeigt, sondern erlebt – generationenübergreifend und mit großer Hingabe.
v.l.n.r.: Jürgen Richter, Ulrike Höhne-Wachter (Kassenwärtin), Maria F. Schweiger, Rupert Waldmüller (Schriftführer), Jutta Kletschka (2. Vorsitzende). Foto: Theater Kaufbeuren e.V.
Der Verein zählt mittlerweile rund 50 Mitglieder und kann auf ein vielfältiges Jahr zurückblicken
Der Verein Theater Kaufbeuren e.V. hat bei seiner diesjährigen Jahreshauptversammlung auf ein ereignisreiches Jahr zurückgeblickt und gleichzeitig die Weichen für kommende Projekte gestellt. Ulrike Höhne-Wachter eröffnete die Versammlung und begrüßte die anwesenden Mitglieder herzlich.
Besonders geehrt wurden dabei langjährige Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter des Vereins
Maria F. Schweiger erhielt anlässlich ihres 80. Geburtstags ein Präsent, Jürgen Richter wurde sowohl zum 50. Geburtstag als auch für seine 30-jährige Mitgliedschaft gewürdigt. Für 40 Jahre Engagement im Verein wurde Helga Doleschal mit einem besonderen Dankeschön bedacht.
Der Verein zählt mittlerweile rund 50 Mitglieder und kann auf ein vielfältiges Jahr zurückblicken. Im April 2024 fand im Kunsthaus Kaufbeuren das Projekt UnReal statt, bei dem Schauspielerinnen und Schauspieler die Kunstwerke der Ausstellung „lebendig werden ließen“ und den Besucherinnen und Besuchern so einen außergewöhnlichen Zugang zur Kunst eröffneten.
Ein weiteres Highlight war das große Theaterprojekt Theater to stay im Oktober 2024 im Stadttheater Kaufbeuren. Hierbei präsentierten sich alle Theatergruppen der Stadt gemeinsam auf der Bühne – eine Veranstaltung, die nicht nur das Publikum begeisterte, sondern auch nachhaltig zur Vernetzung der lokalen Theaterszene beigetragen hat.
Doch nicht nur auf, sondern auch hinter der Bühne gab es wichtige Aktionen: Mit einer Entrümpelung des Vereinslagers wurden 38 Kubikmeter alter Bühnenbilder entsorgt – eine große Aufgabe, die mit viel Teamgeist gemeistert wurde.
Auch das Schauspiel kam im Folgejahr 2025 nicht zu kurz: Das Stück Dreimal Leben, das unter der Leitung von Rochus Höhne entstand, war zwar als anspruchsvolles Nischenprojekt konzipiert, stieß aber auf erfreulich positive Resonanz beim Publikum. Das Projektteam war mit viel Begeisterung dabei, was den Erfolg noch zusätzlich unterstrich.
Ein weiterer Publikumsmagnet war das Projekt Theater to go 2025, das bereits kurz nach der Ankündigung ausverkauft war. Im beliebten Café Kirschkern sorgten Vereinsmitglieder für beste Unterhaltung – musikalisch begleitet von Klassikern aus dem Repertoire von Udo Jürgens bis Helene Fischer.
Mit all diesen Projekten zeigt das Theater Kaufbeuren e.V., dass kreatives Theaterleben in der Stadt mehr ist als nur Bühnenkunst – es ist gelebte Gemeinschaft, kultureller Austausch und die Lust am Ausprobieren neuer Ideen.
Rochus Höhne ermutigte die Mitglieder, auch künftig selbstbewusst neue Projekte anzustoßen und „den Hut aufzusetzen“, um das Vereinsleben aktiv mitzugestalten.
Der Blick in die Zukunft ist bereits gerichtet: Das nächste Theaterstück ist in Planung – worum es dabei genau gehen wird, bleibt noch ein Geheimnis. Doch eines ist sicher: Theaterfreunde in Kaufbeuren dürfen gespannt sein.
Das Tänzelfest 2025 bietet wieder Tradition, Musik und Mitmach-Erlebnisse für alle Generationen. Jetzt alle Infos
Am 18. und 19. Juli lässt das mittelalterliche Lagerleben die Altstadt erstrahlen – mit Handwerk, Gauklern und Musik. Der historische Häfelesmarkt (20./21. Juli) bringt echtes Kinderhandwerk auf die Straßen, begleitet von traditionellen Tänzen im Tanzrondell.
Die großen Festumzüge mit über 1.800 Kindern in historischen Gewändern und rund 170 Pferden finden am 20. und 21. Juli statt. Der Einzug von Kaiser Maximilian I. beginnt jeweils um 13:30 Uhr vor dem Rathaus. Tribünenkarten sind ab 30. Juni erhältlich.
Das Festzelt bietet täglich ab 11 Uhr regionale Küche, begleitet von einem vielseitigen Musikprogramm. Höhepunkte sind der Tänzeltag der Alten (23. Juli), das Brilliantfeuerwerk (27. Juli) und der Familiennachmittag (28. Juli).
Der Festplatz mit Fahrgeschäften, Buden und Kulinarik ist vom 19. bis 28. Juli geöffnet.
Live im Biergarten Kult-Urig: Eine musikalische Reise abseits des Mainstreams
Blues, Rock und mehr – ein Abend voller Rhythmus und Überraschungen
Am Freitag, den 25. Juli 2025 um 19 Uhr, lädt die Band „Dognose“ zu einem besonderen Konzerterlebnis im Biergarten Kult-Urig am Jordanpark in Kaufbeuren ein. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
Die Musiker präsentieren ein abwechslungsreiches Repertoire, das sich bewusst abseits des Gewohnten bewegt. Im Mittelpunkt steht eine tanzbare Mischung aus Blues, Rock und Funk, ergänzt durch Soul-Elemente und einen Hauch Reggae.
Musik mit Charakter – von Amy Winehouse bis Eric Clapton
Die Setlist liest sich wie eine Einladung zur musikalischen Entdeckungsreise: Songs von Keb Mo, Amy Winehouse, Ana Popovic, Bonnie Raitt, Tasha Taylor, John Mayer, Bill Withers, der Atlanta Rhythm Section, Izo FitzRoy und sogar Ideal stehen auf dem Programm. Ergänzt wird das Repertoire durch Klassiker von Eric Clapton und Ray Charles.
„Dognose“ legt Wert auf Musik, die selten live gespielt wird – aber umso mehr Freude bereitet. Mit viel Leidenschaft und einer ordentlichen Portion Spielfreude interpretiert die Band bekannte Songs auf ihre ganz eigene Weise.
Ein musikalisches Plädoyer für Frieden, Hoffnung und Menschlichkeit
Musik als Botschaft: Giora Feidman live im Stadtsaal Kaufbeuren
Am 29. Juli 2025 ist Giora Feidman gemeinsam mit dem Pianisten Vytis Šakūras in Kaufbeuren zu Gast. Unter dem Titel Revolution of Love präsentiert das Giora Feidman Duo ein Konzert, das weit über das rein Musikalische hinausgeht: Es ist ein künstlerisches und emotionales Statement für mehr Mitgefühl, Toleranz und Frieden.
Ein Konzert mit Haltung
Feidman, weltweit bekannt als „King of Klezmer“ und Interpret der Filmmusik zu Schindlers Liste, nutzt seine Klarinette als Sprachrohr einer klaren Botschaft: Musik kann verbinden, heilen und verändern. Seine Tournee „Revolution of Love“ ist Ausdruck dieses Anliegens – eine Einladung zu einer Welt ohne Waffen und Grenzen.
Begleitet von Šakūras am Klavier führt Feidman das Publikum durch ein vielfältiges Programm. Traditioneller Klezmer, leidenschaftlicher Tango und Werke aus der Feder von Majid Montazer formen eine musikalische Reise zwischen geistlicher Tiefe und weltlicher Lebensfreude.
Klang der Versöhnung
Giora Feidman versteht Musik als Brücke zwischen den Kulturen. Für sein Engagement wurde er unter anderem mit dem Großen Bundesverdienstkreuz und dem Internationalen Brückepreis ausgezeichnet. Seine Konzerte sind geprägt von Tiefe, Emotionalität und einem offenen Dialog mit dem Publikum.
„Interieur mit / ohne Frau in Rot #3“ – Kunstaktion und Gespräch am 19. Juli
Performance & Künstlerinnengespräch am Samstagvormittag
Das Kunsthaus Kaufbeuren lädt am Samstag, den 19. Juli 2025, um 11 Uhr zu einer Live-Performance mit Gabi Blum ein. Im Rahmen ihrer Installation Interieur mit / ohne Frau in Rot #3 erweckt die Künstlerin ein historisches Gemälde zu neuem Leben – und setzt es in einen überraschenden politischen und biografischen Kontext.
Ein Gemälde, eine Bewegung, eine Biografie
Blums Installation bezieht sich auf ein Werk des französischen Malers Félix Vallotton aus dem Jahr 1903. Während Vallotton sich durch seine Heirat in private Räume zurückzog, traten weltweit Frauen erstmals öffentlich selbstbestimmter auf – und wehrten sich gegen Übergriffe mit einem überraschenden Mittel: ihren Hutnadeln.
Blum verbindet diese historische Bewegung mit ihrer eigenen Biografie und wird im Rahmen der Performance selbst Teil der Installation – als Modell in einem lebendigen Tableau (Tableaux vivant), das dem Gemälde nachempfunden ist.
Im Gespräch: Raum, Rollen und künstlerische Praxis
Im Anschluss an die Performance führt Kuratorin Lisa Britzger ein Gespräch mit Gabi Blum. Themen sind unter anderem:
Der kuratorische Ansatz im Kunsthaus Kaufbeuren
Künstlerische Produktionsbedingungen
Rollenzuschreibungen in der Kunst
Der „Raum ohne Wände“
Details zur Veranstaltung
Datum: Samstag, 19.07.2025 Uhrzeit: 11:00 Uhr Ort: Kunsthaus Kaufbeuren Eintritt: frei Weitere Infos:www.kunsthaus-kaufbeuren.de Keine Anmeldung erforderlich
Am Tänzelfest-Sonntag, dem 20. Juli 2025, bleibt das Stadtmuseum Kaufbeuren für den Besucherverkehr geschlossen. Grund dafür ist der Festbetrieb rund um das Tänzelfest, das an diesem Tag viele Besucherinnen und Besucher in die Innenstadt zieht. Ab Mittwoch, den 23. Juli, gelten wieder die regulären Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr.
Noch bis zum 10. August 2025 ist im Stadtmuseum die Sonderausstellung „]…[ Gedächtnisfinsternis“ von Cornelia Renz zu sehen. Die Ausstellung widmet sich dem Thema Erinnerungskultur aus künstlerischer Perspektive und verbindet biografische, gesellschaftliche und politische Fragestellungen.
Einladung für Seniorinnen und Senioren am 23. Juli auf dem Tänzelfestplatz
Am Mittwoch, den 23. Juli 2025, laden der Tänzelfestverein e.V. und der Seniorenbeirat der Stadt Kaufbeuren erneut zum beliebten „Tänzeltag der Alten“ ein. Die Veranstaltung findet im Festzelt auf dem Tänzelfestplatz statt und beginnt um 14:00 Uhr. Alle Seniorinnen und Senioren der Region sind herzlich willkommen.
Für die musikalische Umrahmung sorgt die Fliegerhorstkapelle, unterstützt von Mitarbeitenden der Stadtverwaltung Kaufbeuren. Als besonderes Highlight treten zudem die Tänzelfest-Knabenkapelle sowie die Fanenschwinger auf – und bringen damit echtes Tänzelfest-Flair ins Festzelt.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenfrei. Der Tänzeltag der Alten bietet eine Gelegenheit, in geselliger Runde Erinnerungen zu teilen, Musik zu genießen und die Tänzelfeststimmung im eigenen Tempo zu erleben.
Wenn am 17. Juli 2025 das Tänzelfest in Kaufbeuren beginnt, steht nicht nur das Festprogramm im Mittelpunkt – auch die Mobilität wurde mitgeplant. Um Besucherinnen und Besuchern eine entspannte Anreise zu ermöglichen, bieten der Tänzelfestverein e.V. und die Stadt Kaufbeuren erneut zusätzliche Busverbindungen an.
Sonderfahrpläne für zentrale Festtage
Für die besonders stark besuchten Tage – das Lagerleben am 18. und 19. Juli sowie den Tänzelfest-Sonntag am 20. Juli – stehen eigens abgestimmte Fahrpläne zur Verfügung. Darüber hinaus fährt ein ergänzender Tänzelfestbus vom 20. bis 28. Juli, um die regulären Linienangebote zu erweitern.
Informationen online abrufbar
Alle Fahrpläne und Hinweise zu den Sonderverbindungen finden Interessierte auf den offiziellen Seiten: 🌐 www.kaufbeuren.de 🌐 www.tänzelfest.de
Traditionsgruppe aus Kaufbeuren beeindruckt mit Auftritten in Neuburg an der Donau.
Erstmals in ihrer Geschichte folgten die Tänzelfest-Landsknechtstrommler einer Einladung zum Neuburger Schlossfest. Kürzlich präsentierten sie sich dort gemeinsam mit Fähnrichen und Marketenderinnen einem neuen Publikum.
Das Schlossfest, das in diesem Jahr zum 79. Mal stattfand, verwandelte die Stadt an der Donau vom 25. Mai bis 4. Juni in eine historische Kulisse. Die Gruppe aus Kaufbeuren war Teil des Festumzugs und zeigte anschließend ihr musikalisches Können auf den Bühnen und Straßen der Altstadt.
Die Aktionsgemeinschaft Attraktives Kaufbeuren nahm 1990 erstmals am bunten Treiben des Lagerlebens in Kaufbeuren teil. „Seit diesem Jahr in ununterbroch’ner Reihenfolg’ hat das Lager sich redlich Müh’ gemacht, Aug’, Ohr und Gaumen der Besucher zu erfreu’n“, gratulierte der Vorstand des Tänzelfestvereins Kaufbeuren in einer Anerkennungsurkunde 2009 zum Zwanzigjährigen. Bis auf die pandemiebedingte Pause findet das Lager der Kramerzunft bis heute jedes Jahr statt. Rudolf Geyrhalter ist einer der Gründerväter. Mit seiner Frau Margot blickt er auf die über dreißigjährige Geschichte des Lagers zurück.
Aktionsgemeinschaft Attraktives Kaufbeuren – so hieß damals der Zusammenschluss der Kaufbeurer Einzelhändler, der heute als Aktionsgemeinschaft Kaufbeuren (AK) bekannt ist. „Natürlich wollten wir Kaufbeurer Geschäftsleute 1990 zum Gelingen des ersten Lagerlebens beitragen“, erinnert sich Rudolf Geyrhalter. Wichtiger Motor war damals Karl Köberle, der als Vertreter der Allgäuer Zeitung Mitglied in der Aktionsgemeinschaft sowie im Tänzelfestverein war und für das Lagerleben mitverantwortlich zeichnete. Beim ersten Mal waren vor allem die damaligen AK-Vorstände in der Pflicht, und so kam es, dass das Lager von Beginn an im Hof von Fritz Sturm (ehemals Werz & Sturm) seine Zelte aufschlug. Vielmehr waren es damals noch Sonnenschirme, erzählt Rudolf Geyrhalter. Jedem Vorstandsmitglied wurde auferlegt, einen weißen Schirm zu kaufen. Diese versah Raumausstatter Geyrhalter zum Tänzelfest mit den rot-weißen Bordüren, die auch heute noch Kennzeichen des Kramerlagers sind.
Doch das war nicht alles. „Mir als handwerklichem Raumausstatter lag es am Herzen, das Lager Jahr um Jahr zu verbessern“, so Rudolf Geyrhalter. Er tüftelte professionelle Überdachungen für die Tische, den Ausschank und die Essensausgabe aus – stets unter dem kritischen Auge von Karl Köberle, der auf die Einhaltung der mittelalterlichen Traditionen achtete. Dies galt besonders für die einheitlichen historischen Gewänder. Hier brachte sich das ehemalige Modehaus Junginger mit einer Schneiderin und das ehemalige Bekleidungsgeschäft Schönhaar mit passenden Hüten ein. Der auch für den Tänzelfestverein damals aktive Bühnenmaler Hans Schendera entwarf eigens für die Kramerzunft das Tor, das noch heute den Sturm-Hof mittelalterlich schmückt.
„Wir haben 1990 mit 20 Leuten angefangen“, erzählt Margot Geyrhalter. Es gab immer wieder neue Programmideen. „Vom Armbrustschießen über Theater hat sich schließlich mittelalterliche Musik – heute unter Leitung von Maria Hahn in Verbindung mit historischen Tänzen, die Helga Herbein einstudiert – etabliert. Beide sind heute noch dabei.“ Seit Mitte der 1990er-Jahre bot Tochter Claudia Geyrhalter Kinderspiele an, die ihr Mann Günter selbst entwarf und baute. Auch kulinarisch wurde einiges ausprobiert. In besonderer Erinnerung blieb Margot Geyrhalter ein Lieblingsgericht von Karl Köberle: die fränkischen „Sauren Zipfel“. „Leider hielten sie aufgrund der sommerlichen Temperaturen nicht bis zum zweiten Abend.“
Der Aufwand für das Lager wurde immer größer. So war es für das Ehepaar eine große Erleichterung, als Tochter Heidi Sirch und ein Team an Jüngeren bereit war, die Leitung zu übernehmen. Um auch rechtlich auf sicheren Füßen zu stehen, gründeten sie im Mai 2015 den Verein Kaufbeurer Kramerzunft e. V. „Im Unterschied zu früher sind es nicht mehr nur AK-Mitglieder – mittlerweile bringen sich bis zu 80 Personen ein“, erklärt Heidi Sirch. Darunter auch viele Junge der dritten Generation.
Vielleicht motiviert die Helfenden, was auch Rudolf Geyrhalter in all den Jahren antrieb: „Durch diese Gemeinschaft haben sich so viele Menschen aus Kaufbeuren – unabhängig vom Alter – näher kennengelernt.“ Seine Frau bekräftigt: „Das Schönste ist, wenn sich das Team am Ende der Abende zum gemeinsamen Abendlied und Ausklang zusammensetzt.“ Und ganz tief schwingt Geyrhalters persönliches Anliegen mit: das historische Erbe Kaufbeurens auf diese Weise zu bewahren und die Menschen für das Tänzelfest und die schöne Altstadt zu begeistern.
Das Tänzelfest 2025 bietet wieder Tradition, Musik und Mitmach-Erlebnisse für alle Generationen
Kaufbeuren steht ab dem 17. Juli 2025 wieder ganz im Zeichen des Tänzelfests – Bayerns ältestem historischen Kinderfest. Bis zum 28. Juli verwandelt sich die Stadt in eine lebendige Zeitreise mit Festumzügen, Lagerleben, Kindertänzen und buntem Festplatzbetrieb.
Am Donnerstag, 17. Juli, wird das Fest um 19:30 Uhr im Tanzrondell feierlich eröffnet – mit ökumenischem Gottesdienst, Musik, Theater und der traditionellen Tänzelfest-Fanfare. Zutritt nur mit Festabzeichen und Zählkarte.
Am 18. und 19. Juli lässt das mittelalterliche Lagerleben die Altstadt erstrahlen – mit Handwerk, Gauklern und Musik. Der historische Häfelesmarkt (20./21. Juli) bringt echtes Kinderhandwerk auf die Straßen, begleitet von traditionellen Tänzen im Tanzrondell.
Die großen Festumzüge mit über 1.800 Kindern in historischen Gewändern und rund 170 Pferden finden am 20. und 21. Juli statt. Der Einzug von Kaiser Maximilian I. beginnt jeweils um 13:30 Uhr vor dem Rathaus. Tribünenkarten sind ab 30. Juni erhältlich.
Das Festzelt bietet täglich ab 11 Uhr regionale Küche, begleitet von einem vielseitigen Musikprogramm. Höhepunkte sind der Tänzeltag der Alten (23. Juli), das Brilliantfeuerwerk (27. Juli) und der Familiennachmittag (28. Juli).
Der Festplatz mit Fahrgeschäften, Buden und Kulinarik ist vom 19. bis 28. Juli geöffnet.
Bei strahlendem Sommerwetter strömten zahlreiche Besucherinnen und Besucher am 12. Juli zum Turmfest rund um den Fünfknopfturm – dem Wahrzeichen der Stadt Kaufbeuren. Bereits zur Eröffnung um 14 Uhr war der Platz gut gefüllt. Begrüßt wurden die Menge an Besuchern vom 1. Vorsitzenden des Fördervereins Fünfknopfturn, Klaus Müller, und von der 3. Bürgermeisterin Dr. Erika Rössler, die das Fest offiziell eröffnete.
Ein Fest für alle Generationen
Das abwechslungsreiche Programm sprach alle Altersgruppen an: Während Kinder sich bei Märchen im Hexenturm oder bei Kreativangeboten wie den „Querkunstkindern“ austoben konnten, kamen auch Erwachsene bei Führungen, Lesungen und musikalischen Darbietungen auf ihre Kosten.
Gefragt waren auch die historischen Einblicke bei Turmführungen sowie die geöffnete Blasiuskirche und Stadtmauer. Mit der szenischen Lesung „Die Geister von Buron“ gelang es Adolf von Buron und Melanie Gallien, das Publikum in andere Zeiten zu entführen.
Die Bilder der Veranstaltung
Das Kaufbeurer Turmfest am 12.07.2025. Fotos: Claus Tenambergen, Wir sind Kaufbeuren
Musik von klassisch bis modern
Musikalisch zeigte sich das Turmfest vielseitig: von den Tänzelfestfanfarenbläsern über das Blechbläser-Ensemble bis hin zu modernen Klängen der Bands „5 Promille“ und „Allgäuer Duranand“. Auch der lokale Künstler Felix Simm brachte mit seinem KF-Rap viel Aufmerksamkeit auf sich. Zum Abschluss stimmten alle gemeinsam das Buronlied an – ein emotionaler Moment mit lokalem Bezug.
Der Fünfknopfturm als Mittelpunkt
Mit dem Fest rückte der Fünfknopfturm nicht nur symbolisch, sondern auch städtebaulich in den Fokus. Stadt und Förderverein kündigten weitere Maßnahmen zur Verschönerung des Areals an. Angesichts der Lage und Bedeutung des Turms für die Altstadt von Kaufbeuren ein nachvollziehbarer und vielfach begrüßter Schritt.
Gemeinschaft, Kultur und Geschichte verbinden
Das Turmfest 2025 wurde so zu einem gelungenen Beispiel dafür, wie sich lokale Geschichte mit lebendiger Kultur und gelebtem Miteinander verbinden lässt. Die hohe Besucherzahl und die positive Stimmung unterstreichen: Dieses Fest hat seinen festen Platz im kulturellen Kalender der Stadt verdient.
Das Hornquartett mit Paul Dienel, Benedikt Günther, Raphael Plonski und Johannes Bernhard. Bild: Dudley Simpson
Am kommenden Samstag, ist das komplette Concertstück für vier Hörner von Carl Heinrich Hübler zur Aufführung mit allen Sätzen im Stadtsaal Kaufbeuren zu hören.
Beim Konzert der Sing- und Musikschule Kaufbeuren am vergangenen Samstag musizierte u.a. das Hornquartett unter Leitung von Johannes Bernhard. Sie brachten dabei den ersten Satz aus dem Concertstück für vier Hörner von Carl Heinrich Hübler zur Aufführung. Begleitet wurden sie von Musikschulleiter Martin Klein am Klavier. Am kommenden Samstag, 12. Juli, ist das komplette „Concertstück“ mit allen Sätzen im Stadtsaal Kaufbeuren zu hören. Das Hornquartett mit Paul Dienel, Benedikt Günther, Raphael Plonski und Johannes Bernhard bringt dort um 19 Uhr die Komposition zusammen mit dem Kammerorchester der vhs zur Aufführung. Paul Dienel, Benedikt Günther und Raphael Plonski sind langjährige Hornschüler Johannes Bernhards an der Kaufbeurer Ludwig-Hahn-Sing- und Musikschule. Sie erhielten Bundespreise bei Jugend musiziert – sowohl im Hornensemble, als auch solistisch – und engagieren sich tatkräftig innerhalb der Allgäuer Orchester- und Kammermusiklandschaft. Johannes Bernhard unterrichtet an den Städtischen Musikschulen Kaufbeuren und Marktoberdorf. Engagements führen ihn u.a. zu den Theater- und Sinfonieorchestern in München, Augsburg und Ulm. Er ist Ensemblemitglied der Kammeroper München sowie des Horntrios Lippentriller. Daneben kommen noch weitere Kompositionen zur Aufführung: das Concertstück für Violoncello von Robert Schumann mit dem Starsolisten Luca Bosch, drei Tänze aus der Tschechischen Suite von Antonin Dvorak sowie die bekannte Ouvertüre „Die Hebriden“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Als Solist spielte Luco Bosch bereits mit dem Jugendsinfonieorchester Filderstadt, mit dem Orchester Stuttgarter Musikfreunde, mit den Robert Bosch Streichersolisten und der Jungen Waldorf Philharmonie. Im September 2024 wurde er Praktikant am Mainfranken Theater Würzburg. Seit Januar 2025 ist er Mitglied in der Hermann-Levi-Akademie des Bayerischen Staatsorchesters.Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei, um großzügige Spenden zu Gunsten der Musiker wird gebeten.
Sommer, Musik und Vielfalt: Ein Nachmittag im Biergarten
Am 11. Juli 2025 lädt das Innovapark-Restaurant von 15 bis 19 Uhr zu einem besonderen Afterwork-Event ein: Der „Biergarten der Vielfalt“ verspricht entspannte Stunden mit Live-Musik, gutem Essen und offenen Begegnungen – ganz ohne Eintritt.
Ab 16 Uhr sorgt Dimi’s Music für musikalische Unterhaltung. Mit einem abwechslungsreichen Live-Set wird der Nachmittag zum stimmungsvollen Treffpunkt für Kolleginnen, Kollegen und Nachbarinnen und Nachbarn.
Das Event richtet sich ausdrücklich an alle – unabhängig von Herkunft, Abteilung oder Berufsgruppe. Die Veranstalter setzen bewusst ein Zeichen für Vielfalt und Gemeinschaft. Bei schlechtem Wetter findet es im Innenbereich statt.
Kulinarisches Angebot: All you can eat
Für das leibliche Wohl ist gesorgt: Im Angebot steht ein all you can eat-Buffet mit Pizza, Flammkuchen und weiteren Snacks. Das Essen wird vor Ort frisch zubereitet und ist im Biergarten erhältlich.
Schwierige Solopartien und seltene Besetzungen – ein Konzertabend der besonderen Art
Am Samstag, den 12. Juli, um 19 Uhr lädt das Kammerorchester der Volkshochschule Kaufbeuren zu einem besonderen Konzertabend in den Stadtsaal ein. Auf dem Programm stehen anspruchsvolle Werke der Romantik, darunter zwei Kompositionen von Robert Schumann, die wegen ihrer technischen Herausforderungen lange Zeit kaum öffentlich aufgeführt wurden. Der Eintritt ist frei, es wird jedoch um Spenden zugunsten der Musiker gebeten.
Schumanns kaum gespielte Concertstücke
Robert Schumann war Mitte des 19. Jahrhunderts ein gefeierter Komponist und Dirigent. Besonders mit dem Klavier war er durch seine eigene Ausbildung bestens vertraut. Weniger vertraut war er jedoch mit Instrumenten wie dem Violoncello oder dem Horn – was sich in den hohen spieltechnischen Anforderungen seiner Kompositionen für diese Instrumente bemerkbar macht.
Sein 1850 entstandenes Concertstück für Violoncello und Orchester fand zu Schumanns Lebzeiten keinen Interpreten, der das Werk öffentlich aufführen wollte – zu anspruchsvoll schien es selbst versierten Cellisten. Ähnlich erging es dem kurz zuvor entstandenen Concertstück für vier Hörner, das als kaum spielbar galt.
Hübler schreibt „spielbares“ Horn-Quartett
Angesichts der Schwierigkeiten nahm sich der Hornist und Komponist Carl Heinrich Hübler des Werkes an. Er war einer der Solisten bei einer privaten Aufführung des Schumann’schen Hornstücks und schrieb daraufhin ein eigenes Concertstück für vier Hörner, das technisch besser zugänglich war.
Dieses Werk bildet nun einen zentralen Programmpunkt des Konzerts in Kaufbeuren. Es wird interpretiert von Johannes Bernhard, einem erfahrenen Hornisten, gemeinsam mit drei seiner fortgeschrittenen Schüler: Paul Dienel, Benedikt Günther und Raphael Plonski.
Junge Solisten und seltene Werke
Auch Schumanns Violoncellostück wird an diesem Abend erklingen. Der aus Kaufbeuren stammende Cellist Luca Bosch, aktuell Akademist an der Bayerischen Staatsoper, hat das anspruchsvolle Werk einstudiert und übernimmt den Solopart. Begleitet werden die Solisten vom Kammerorchester der Volkshochschule Kaufbeuren, das unter der Leitung von Daniel Herrmann steht. Eine weitere Besonderheit: Das Ensemble wird unter anderem vom erfahrenen Musiker Ludwig Hahn gecoacht.
Ergänzendes Programm: Dvořák und Mendelssohn
Abgerundet wird das Konzertprogramm durch drei Sätze aus der Tschechischen Suite von Antonín Dvořák sowie die bekannte Ouvertüre „Die Hebriden“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy.
Eintritt ist frei – eine schöne Gelegenheit, selten gespielte Werke und junge Musiktalente in einem lokalen Rahmen zu erleben.
Gemeinsam feiern am Fünfknopfturm. Der Förderverein freut sich auf zahlreiche Gäste aus Kaufbeuren und Umgebung
Am 12. Juli ab 14 Uhr lädt der Förderverein Fünfknopfturm herzlich zum Turmfest 2025 ein. Ein Fest für die ganze Familie, das den historischen Fünfknopfturm und seine Umgebung zum Leben erweckt – mit Musik, Kreativangeboten, Führungen und lokalen Künstlerinnen und Künstlern.
Ein vielfältiges Programm für Groß und Klein
Rund um den Turm und das Stadtgebiet erwarten die Besucherinnen und Besucher zahlreiche Mitmachangebote und Darbietungen:
Erleben und entdecken
Turmführungen: Spannende Einblicke in die Geschichte des Fünfknopfturms.
Offene Blasiuskirche und Stadtmauer: Gelegenheit zur Besichtigung historischer Bauten.
Geschichten vom Turm mit Musik: Ein stimmungsvoller Beitrag für alle Altersgruppen.
„Die Geister von Buron“: Adolf von Buron und Melanie Gallien führen durch ihre szenische Lesung in eine andere Zeit.
Für Familien und Kinder
Märchen im Hexenturm
Kinderspiele
Kreativ werden mit den „Querkunstkindern“
Musikalische Beiträge
Live-Musik mit den Newcomerbands „5 Promille“ und „Allgäuer Duranand“
KF-Rap mit Felix Simm
Tänzelfestfanfarenbläser und das Blechbläser-Ensemble Kaufbeuren
Gemeinsames Buronlied zum Abschluss – ein lokales Highlight
Gemeinsam feiern am Fünfknopfturm
Das Turmfest 2025 steht unter dem Motto des gemeinsamen Erlebens: Geschichte, Musik und Begegnung. Der Förderverein freut sich auf zahlreiche Gäste aus Kaufbeuren und Umgebung.
Kommen Sie vorbei, bringen Sie Freunde und Familie mit und verbringen Sie einen besonderen Tag am Wahrzeichen der Stadt.
Präsident Thomas Denninger (Mitte) und Vizepräsident Heinz Spöcker (rechts) übergeben die Vereinsunterlagen Stadtarchivar Dr. Peter Keller. Foto: Stadtarchiv Kaufbeuren
Historisches Erbe wird zugänglich gemacht
Die Kunstreiter aus Kaufbeuren sind die zweitälteste Karnevalsgesellschaft Bayerns. Seit fast 160 Jahren prägen sie die Faschingszeit in der Wertachstadt. Jetzt hat der Verein ein paar seiner historischen Schätze an das Stadtarchiv abgegeben.
Die „fünfte Jahreszeit“ ohne Kunstreiter? In Kaufbeuren ist das unvorstellbar! Seit 1866 prägt die Karnevalsgesellschaft das närrische Treiben in unserer Gegend. Ihr legendärer Buronia-Galaball ist einer der Höhepunkte der hiesigen Session.
Hüh-hott im Stadtarchiv
Im Lauf der vielen Jahre haben sich beim Verein viele historische Schätze angesammelt. Einige besonders schöne Stücke daraus haben die Kunstreiter nun dem Stadtarchiv zur dauerhaften Aufbewahrung übergeben. Konkret handelt es sich um eine kunstvoll verzierte Vereinschronik, mehrere liebevoll zusammengestellte Fotoalben sowie zahlreiche Plakate, die den Fasching in Kaufbeuren von den 1860er Jahren bis in die jüngere Vergangenheit dokumentieren.
„Die Unterlagen sind eine wertvolle Ergänzung für unsere Überlieferung zur Geschichte des städtischen Vereinswesens“, erklärt Archivmitarbeiterin Franziska Reichart, die die Übernahme begleitete. „Wir hatten bislang nichts Vergleichbares.“ Auch Stadtarchivar Dr. Peter Keller freut sich: „Ich danke den Kunstreitern für ihr Vertrauen. Selbstverständlich behält der Verein das Recht, die übergebenen Stücke für Ausstellung oder andere besondere Anlässe auszuleihen und öffentlich zu präsentieren.“
Die Unterlagen werden nun fachkundig gesichtet und konservatorisch aufbereitet. Bis Jahresende soll ein Findbuch zum Vereinsarchiv auf der Homepage des Stadtarchivs zu finden sein.
Filmdreh vor Walter+Prediger. Foto: Archiv des Neugablonzer Industrie- und Schmuckmuseum e.V.
Ein Stück Wirtschaftsgeschichte und Erinnerungskultur in Kaufbeuren
Rückblick auf einen besonderen Film und seine Hintergründe
Am 16. Juli 2025 um 19:00 Uhr laden der Heimatverein Kaufbeuren und der Bundesverband der Gablonzer Industrie zu einem besonderen historischen Abend ein. Im Mittelpunkt steht der Film „Gold aus den Fingern“, ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 1952, der die Entstehungsgeschichte des Stadtteils Neugablonz sowie den Wiederaufbau der Gablonzer Industrie im Allgäu beleuchtet.
Ort der Veranstaltung: Erlebnisausstellung der Gablonzer Industrie Neue Zeile 11 87600 Kaufbeuren- Neugablonz
Entstehung des Films und seine politische Bedeutung
Der Film wurde im Auftrag der amerikanischen Marshallplan-Behörde produziert. Ziel war es, der deutschen und internationalen Öffentlichkeit die Wirksamkeit amerikanischer Fördergelder zu zeigen, die nach dem Zweiten Weltkrieg den Wiederaufbau in Europa unterstützten. Gerade für Neugablonz spielten diese Mittel eine zentrale Rolle.
Die Produktion war namhaft besetzt: Albert Hehn, Vater des später bekannten Schauspielers Sascha Hehn, übernahm die Hauptrolle. Regie und Drehbuch lagen bei Herbert Lander, einem erfahrenen Kameramann und Dokumentarfilmer. Lander war zuvor unter anderem für die UfA tätig und arbeitete später mit Bernhard Grzimek zusammen.
Der Film wurde sowohl in einer deutschen als auch einer englischen Fassung erstellt und in Kinos als Beiprogramm zu Spielfilmen gezeigt. Seine Uraufführung feierte er im Juni 1952 auf der Berlinale.
Regionale Bezüge machen den Film besonders
In Neugablonz erfreute sich der Film auch über Jahre hinweg großer Beliebtheit. Viele Einwohner hatten damals als Statisten mitgewirkt, was eine persönliche Verbindung zum Film herstellte. Für die Stadt Kaufbeuren ist besonders eine Szene interessant: Sie zeigt die Kaiser-Max-Straße und das Rathaus – noch vor dem großen Stadtbrand.
Veranstaltungsablauf: Film und Vortrag
Der Filmabend beginnt mit der Vorführung von „Gold aus den Fingern“ (Dauer: ca. 15 Minuten). Im Anschluss gibt der Historiker Manfred Heerdegen einen Einblick in die Entstehung und Bedeutung des Films. Die Veranstaltung ist kostenfrei und ohne Anmeldung zugänglich.
Erlebnisausstellung „Schmuck und mehr“ – Einblicke in die Gablonzer Handwerkskunst
Die Erlebnisausstellung der Gablonzer Industrie zeigt dauerhaft eine farbenreiche Sammlung an Modeschmuck, ergänzt durch liebevoll gestaltete Schneekugeln.
Für alle Generationen erlebbar
Die Ausstellung ist interaktiv gestaltet: Erlebnisstationen, kleine Rätselspiele für Kinder und ein integrierter Shop mit vielfältigem Sortiment machen den Besuch kurzweilig. Ergänzt wird das Angebot durch die KaffeeWerkstatt, die zu einer kleinen Pause in gemütlicher Atmosphäre einlädt.
Schülerband, Ehemalige und musikalische Vielfalt – Ein Abend voller Begegnungen und Musik
Ein musikalischer Sommerabend mit Fosband, Different Flavours und Fay Weiß
Am Dienstag, 8. Juli 2025 um 19:30 Uhr lädt die Fosband zu einem besonderen Konzertabend ein. Unter dem Motto „Songs aus Pop und Rock“ präsentieren sich junge Musikerinnen und Musiker. Der Eintritt ist frei – Spenden sind willkommen.
Fosband: Jedes Jahr neu, jedes Mal hörenswert
Die Fosband der Fachoberschule Kaufbeuren ist weit mehr als eine Schulband. In jedem Schuljahr setzt sich das Ensemble neu zusammen – und dennoch gelingt es immer wieder, ein klanglich stimmiges und ausdrucksstarkes Programm auf die Beine zu stellen. Die aktuelle Besetzung überzeugt mit starker Bühnenpräsenz, einer harmonischen Kombination aus Saxophon, Bass, Gitarre und Klavier – und nicht zuletzt mit herausragenden Sängerinnen.
Ein Wiedersehen mit Fay Weiß und Ehemaligen
Ein besonderer Höhepunkt des Abends: Fay Weiß, ehemalige Schülerin der Fos, kehrt als Gast auf die Bühne zurück. Ihre kraftvolle Stimme traf schon im Vorjahr auf begeisterte Reaktionen – nun wird sie gemeinsam mit Musikerinnen und Musikern auftreten, mit denen sie bereits 2024 auf der Bühne stand.
Auch die Band Different Flavours ist mit dabei. Sie ist längst kein unbekannter Name mehr in der jungen Musikszene Kaufbeurens. In ihr musizieren mehrere ehemalige FOS-Schülerinnen und -Schüler weiter – ein schönes Beispiel für die nachhaltige Wirkung schulischer Musikprojekte.
Vielfalt, Emotion und Live-Atmosphäre
Der Abend verspricht viel musikalische Abwechslung. Zu hören sind Popsongs mit Tiefgang, rockige Grooves, gefühlvolle Balladen und improvisierte Soli, die den Abend lebendig machen. Die Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Ehemaligen sorgt für besondere Momente auf und vor der Bühne.
Die vhs-Bigband „Monday Night“ lädt zum sommerlichen Open-Air-Konzert
Am Samstag, den 5. Juli 2025, verwandelt sich der Spitalhof in Kaufbeuren in eine sommerliche Bühne: Die Jazzband der Volkshochschule Kaufbeuren, bekannt unter dem Namen „Monday Night“, lädt ab 11 Uhr zu einem Open-Air-Konzert ein. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Musik für den Sommer: Jazz, Swing und Latin
Unter der Leitung von Rupert Schmauch spielt die vhs-Band ein abwechslungsreiches Programm. Klassiker wie „Sunny“ oder die musikalische Reise auf der „Route 66“ sorgen für entspannte Sommerstimmung. Mit dabei sind auch swingende Blues-Nummern und Rhythmen aus dem Latin-Jazz.
Das Programm nimmt es mit Humor und Leichtigkeit: So „lutscht der rosarote Panther am Zitroneneis“ – ein augenzwinkernder Verweis auf bekannte Melodien in frischem Arrangement.
Kultur unter freiem Himmel – oder im Trockenen
Das Konzert findet bei gutem Wetter im Spitalhof statt. Sollte es regnen, wird die Veranstaltung ins Haus St. Martin verlegt – so ist das Musikerlebnis auch bei wechselhafter Witterung gesichert.
Die Veranstaltung ist ein offenes Angebot der Volkshochschule Kaufbeuren und richtet sich an alle, die Freude an Live-Musik und sommerlicher Atmosphäre haben.
Gemeinsam feiern am Fünfknopfturm. Der Förderverein freut sich auf zahlreiche Gäste aus Kaufbeuren und Umgebung
Am 12. Juli ab 14 Uhr lädt der Förderverein Fünfknopfturm herzlich zum Turmfest 2025 ein. Ein Fest für die ganze Familie, das den historischen Fünfknopfturm und seine Umgebung zum Leben erweckt – mit Musik, Kreativangeboten, Führungen und lokalen Künstlerinnen und Künstlern.
Ein vielfältiges Programm für Groß und Klein
Rund um den Turm und das Stadtgebiet erwarten die Besucherinnen und Besucher zahlreiche Mitmachangebote und Darbietungen:
Erleben und entdecken
Turmführungen: Spannende Einblicke in die Geschichte des Fünfknopfturms.
Offene Blasiuskirche und Stadtmauer: Gelegenheit zur Besichtigung historischer Bauten.
Geschichten vom Turm mit Musik: Ein stimmungsvoller Beitrag für alle Altersgruppen.
„Die Geister von Buron“: Adolf von Buron und Melanie Gallien führen durch ihre szenische Lesung in eine andere Zeit.
Für Familien und Kinder
Märchen im Hexenturm
Kinderspiele
Kreativ werden mit den „Querkunstkindern“
Musikalische Beiträge
Live-Musik mit den Newcomerbands „5 Promille“ und „Allgäuer Duranand“
KF-Rap mit Felix Simm
Tänzelfestfanfarenbläser und das Blechbläser-Ensemble Kaufbeuren
Gemeinsames Buronlied zum Abschluss – ein lokales Highlight
Gemeinsam feiern am Fünfknopfturm
Das Turmfest 2025 steht unter dem Motto des gemeinsamen Erlebens: Geschichte, Musik und Begegnung. Der Förderverein freut sich auf zahlreiche Gäste aus Kaufbeuren und Umgebung.
Kommen Sie vorbei, bringen Sie Freunde und Familie mit und verbringen Sie einen besonderen Tag am Wahrzeichen der Stadt.
Vielseitiges Programm: Das Heeresmusikkorps Ulm spielt traditionsreiche Märsche, aber auch Klassik und Pop. Foto: Bundeswehr
Benefizkonzert mit dem Heeresmusikkorps Ulm – Eintritt frei, Spenden willkommen
Musik für einen guten Zweck
Am Mittwoch, den 9. Juli 2025, lädt der Fliegerhorst Kaufbeuren zu einem besonderen musikalischen Abend ein: Ab 18:15 Uhr spielt das Heeresmusikkorps Ulm in einer Flugzeughalle auf dem Gelände. Der Eintritt zum Konzert ist frei. Wer möchte, kann mit einer freiwilligen Spende den Verein Helfen macht Schule e.V. unterstützen, der sich für soziale Projekte in der Region engagiert.
Klassische Märsche und bekannte Melodien
Das Konzert verspricht ein vielfältiges Programm für Musikfreunde. Unter der Leitung von Major Dominik Koch interpretiert das Blasorchester sinfonische Märsche ebenso wie bekannte Werke aus Klassik und Unterhaltung. Das Heeresmusikkorps Ulm gilt als musikalischer Botschafter der Bundeswehr und tritt regelmäßig im In- und Ausland auf.
Oberst Thorsten Milewski, Kommandeur des Fliegerhorsts, freut sich über die Möglichkeit, ein solches Konzert wieder vor Ort anbieten zu können:
„Wir freuen uns, dass wir der Bevölkerung wieder ein Konzert in Kaufbeuren anbieten können.“
Spenden kommen dem Hospizverein zugute
Der Erlös der freiwilligen Spenden geht in diesem Jahr an den Hospizverein Kaufbeuren Ostallgäu. Der unterstützende Verein Helfen macht Schule e.V. hilft seit vielen Jahren sozialen Einrichtungen in der Region.
Einlass, Anfahrt und Verpflegung
Das Konzert findet wetterunabhängig in einer überdachten Flugzeughalle statt. Einlass ist ab 17 Uhr über das Osttor in der Hohen Buchleuthe 25. Für Besucher mit Auto steht ein Parkplatz zur Verfügung, von dem aus ein Shuttle-Bus zur Halle fährt. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt – mit gegrillten Speisen und kalten Getränken.
Foto: Fotoclub Kaufbeuren/Musikverein Hirschzell e. V.
Infoveranstaltung im Rahmen einer öffentlichen Musikprobe
Unter dem Motto „sei dabei“ präsentiert sich die Jugendkapelle Hirschzell unter der Leitung von Lukas Junginger am Mittwoch, den 09. Juli 2025 in einer öffentlichen Musikprobe. In diesem Rahmen findet außerdem die Abschlussveranstaltung vom „Wahlfach Blasmusik“ mit Schülern der 3. und 4. Klasse der Grundschule Hirschzell statt. Das Wahlfach wurde heuer zum ersten Mal vom Musikverein Hirschzell angeboten und erfreute sich großer Beliebtheit.
Für alle interessierten Jugendlichen gibt es Infos zur Instrumentalausbildung im Musikverein und wie schön es ist, Musik als Hobby zu haben. Darüber hinaus werden die Instrumente der Blaskapelle sowie die jährlichen Auftritte vorgestellt. Während der öffentlichen Probe haben Sie die Möglichkeit, einen seltenen und authentischen Einblick in die Probenarbeit eines Jugendblasorchesters zu bekommen. Seit Jahren erfreut sich die Jugendkapelle Hirschzell großer Beliebtheit und hat aktuell rund 25 Mitglieder. Eine Besonderheit des Orchesters: es sind auch Erwachsene herzlich willkommen, die ein Instrument neu erlernen wollen oder wieder in einem Orchester einsteigen möchten.
Die öffentliche Probe findet am Mittwoch, den 09. Juli von 18:30 bis 20:00 im Proberaum des Musikvereins Hirschzell statt. Dieser befindet sich im 1. Stock des Dorfgemeinschaftshauses „Sonne“ in der Bärenseestraße 47.
Du wirst feststellen: Musik ist mehr als ein Hobby – also sei dabei!
Vier Wochen ist es her, dass in Kaufbeurens Altstadt der Jazz den Ton angab. Über 100 junge Musikerinnen und Musiker aus drei Ländern verwandelten den Obstmarkt und die Kaiser-Max-Straße in eine große Open-Air-Bühne. 15 Bands, zwei Bühnen, rund 25 Stunden Live-Musik: Das YouZZ-Festival bot Jazz zum Anfassen und Mitfühlen – mitten im Herzen der Stadt.
Das Festival wurde unter dem Dach des Familien- und Jugendreferats der Stadt Kaufbeuren organisiert. Die Federführung lag bei der städtischen Musikschule und dem Bildungsbüro Kaufbeuren in Kooperation mit der Allgäuer Jazz Initiative. „Nach dem Debüt des Jazz-Festival können wir eine positive Bilanz ziehen“, freut sich Cornelia Otto, Leiterin des Jugend- und Familienreferats. „Viele Besucher sind in unsere Altstadt gekommen, haben sich treiben lassen, die Musik genossen, sind in Gespräche gekommen. Genau das war unser Credo: Musik von Jugendlichen für alle! Jazz ist mehr als nur ein Sound und eine besondere Stilrichtung; es ist ein Lebensgefühl voller Leichtigkeit, Swing und Klangfülle.“ Vom Schülerensemble bis zum gefeierten Landes-Jugendjazzorchester Bayern reichte die musikalische Bandbreite. Vor allem der Auftritt des Landes-Jugendjazzorchesters am sommerlich warmen Samstagabend sorgte für Gänsehautmomente bei den über 400 Zuhörerinnen und Zuhörern auf dem Obstmarkt. „Die Stimmung war großartig, die Resonanz übertraf unsere Erwartungen“, sagt Tiny Schmauch, Vorsitzender der Allgäuer Jazz-Initiative und künstlerischer Leiter des Festivals. Bürgermeister Oliver Schill ergänzt: „Das Festival war ein kulturelles Ausrufezeichen für unsere Stadt und die Region – ein Kulturimpuls, der zu Kaufbeuren passt.“
Besonderes Augenmerk lag auf der Förderung des musikalischen Nachwuchses. In Workshops mit Jazz-Profi Daniel Klingl, Lead-Altsaxophonist der bekannten Jazzrausch Bigband, sammelten die Jugendlichen wertvolle Erfahrungen. „Uns war wichtig, dass junge Leute Spaß haben, sich ausprobieren und voneinander lernen“, betont Musikschulleiter Martin Klein. „Unser Ziel war es, dass junge Menschen mit Freude, Spaß und Leidenschaft gemeinsam musizieren, sich über Jazz verständigen und voneinander lernen“, ergänzt Tiny Schmauch. „In diesem Format zusammen mit dem erfahrenen Dozenten ist das rundherum sehr gut gelungen.“ Die jungen Musiktalente waren damit am Festival-Wochenende durchgehend im Einsatz. Entweder „on-stage“ oder in den Workshops. „Eine enorme Leistung“, bescheinigt Tiny Schmauch. „Und dank der hervorragenden Disziplin und Eigenverantwortung der Jugendlichen hat das auch organisatorisch bestens funktioniert,“ lobt Bürgermeister Oliver Schill, der minutengenau getaktet den Zeitplan stets im Blick hatte.
„Auch unsere Idee, junge Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, ist aufgegangen“, so Cornelia Otto: „Organisiert von der Stadt – gestaltet von der Jugend! Ob auf, vor und hinter der Bühne, unsere Jugend hat gezeigt, was in ihr steckt.“ Zum Beispiel wurden Ton und Licht von Schülerinnen und Schüler des Jakob -Brucker-Gymnasiums übernommen – unterstützt vom Profi-Tontechniker Johannes Nocker. „Er hat den Jugendlichen Verantwortung übertragen und sie begeistert“, lobt Bürgermeister Schill.
Auch touristisch, kulturell und wirtschaftlich zeigte das Festival Wirkung: Nicht nur die Altstadt war belebt, auch die Hotels freuten sich über rund 100 zusätzliche Übernachtungen an dem Wochenende.
Und das Gesamtfazit? Die Erinnerung an Musik unter freiem Himmel – und der Wunsch nach einer Neuauflage. Cornelia Otto lässt hoffen: „Wir überlegen gerade gemeinsam, ob und wie YouZZ in naher Zukunft wieder stattfinden kann.“
Zum Ende des Schuljahres lädt die Ludwig-Hahn-Sing- und Musikschule am Samstag, 5. Juli 2025, zu einem musikalischen Highlight in den Stadtsaal Kaufbeuren ein. Unter dem Motto „Musik – Miteinander“ präsentieren zahlreiche Ensembles das Ergebnis ihrer engagierten Probenarbeit.
Vielfältige Klangbilder in fünfzehn Stationen
Das traditionelle Sommerkonzert beginnt um 17:00 Uhr und bietet eine abwechslungsreiche Konzertstunde mit fünfzehn kleinen Musikstationen. Hier musizieren Schülerinnen und Schüler in kleinen Ensembles – fast alle Instrumente, die an der Musikschule unterrichtet werden, sind im Zusammenspiel zu hören.
Zu hören sind Werke und Arrangements aus verschiedenen Stilrichtungen: 🎶 Klassik 🎶 Moderne 🎶 Folk 🎶 Pop 🎶 Jazz
Ensemblearbeit als Herzstück der Musikschule
„Kinder und Jugendliche, die an unserer Musikschule Unterricht erhalten, sollen so früh wie möglich in Ensembles mitspielen können. Musik machen heißt immer auch: Miteinander Musik machen!“, betont Schulleiter Martin Klein.
Ein zentrales Anliegen der Musikschule ist es, junge Musiker:innen in Ensembles, Bands und Musikformationen zusammenzuführen. Derzeit bestehen rund 30 Ensembles – vom Spielkreis bis zum Seniorenorchester.
🟢 Kinder und Jugendliche, die an der Musikschule Unterricht nehmen, können kostenfrei in Ensembles mitwirken. 🟢 Auch externe Jugendliche dürfen in bestimmten größeren Gruppen – etwa dem Gitarrenorchester, Hornorchester oder der Jazz-Bigband – mitspielen.
Abschluss mit Platzkonzert: Die Buron Bömischen spielen auf
Zum Ausklang des Konzerts geben „Die Buron Bömischen“ ab ca. 18:00 Uhr ein kleines Platzkonzert vor dem Stadtsaal. Mit ihrer böhmisch-mährischen Blasmusik setzen sie einen lebendigen Schlusspunkt unter einen musikalischen Nachmittag.
Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Kaufbeuren von Roman Harasymiw, Peter R. Müller unter Mitwirkung der Jugendgruppe „Die Salzstreuer“. Foto: Wikicommons
Anlass für die Veranstaltung ist das Ausstellungsprojekt „Massenverbrechen Zwangsarbeit“
Am Donnerstag, den 26.06.2025 lädt das Stadtmuseum um 19 Uhr zur Veranstaltung „Kunst + Erinnerung“ ein. Die Gesprächsrunde mit Prof. Dr. Jörg Skriebeleit, Künstlerin Cornelia Renz widmet sich künstlerischen Formen des Gedenkens an den Nationalsozialismus. Anlass für die Veranstaltung ist das Ausstellungsprojekt „Massenverbrechen Zwangsarbeit“, das derzeit im Stadtmuseum zu sehen ist. Die ursprünglich für die Gesprächsrunde angefragte Expertin Frau Prof. Dr. Stefanie Endlich kann aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen.
Künstlerisches Gedenken
In Gedenkstätten und im öffentlichen Raum erinnern oft Kunstwerke und Mahnmale an die Opfer der NS-Zeit. Wie funktioniert das künstlerische Gedenken? Welche Zugänge ermöglicht es und wie unterscheidet es sich von anderen Formen des Erinnerns? In der Gesprächsrunde gibt Künstlerin Cornelia Renz Einblicke in die künstlerische Entwicklung ihrer Arbeiten, die in der laufenden Ausstellung „]…[ Gedächtnisfinsternis“ zu sehen sind. Prof. Dr. Jörg Skriebeleit beleuchtet Formen der künstlerischen Auseinandersetzung in der Flossenbürg, wo mindestens 30.000 Gefangene ums Leben kamen. Das Gespräch wird von Museumsleiterin Petra Weber moderiert.
Über die Mitwirkenden der Gesprächsrunde
Jörg Skriebeleit studierte Empirische Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie an der Universität Tübingen und der Humboldt-Universität zu Berlin. Er promovierte am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin und verantwortete die Neukonzeption der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, die er seit 1999 leitet. Seit 2019 ist er Honorarprofessor an der Universität Regensburg und Gründungsdirektor des Zentrums Erinnerungskultur. Des Weiteren ist er als wissenschaftlicher Leiter und Berater von Museums- und Memorialprojekten tätig, so z.B. bei der Neugestaltung der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, dem Richard-Wagner-Museum Bayreuth oder dem Erinnerungsort an das Olympiaattentat München 1972.
Cornelia Renz ist in Kaufbeuren aufgewachsen, hat kurz nach der Wende in Leipzig studiert, lebte viele Jahre in Israel – zunächst in Jerusalem, dann in Tel Aviv. Seit einigen Jahren ist sie in Berlin ansässig. Angeregt von der Sonderausstellung „Kaufbeuren unterm Hakenkreuz“ 2019/2020 schuf sie künstlerische Arbeiten, die sich mit der NS-Vergangenheit ihrer Heimatstadt auseinandersetzen. Das Stadtmuseum Kaufbeuren lud Cornelia Renz ein, im Rahmen des Projekts „Massenverbrechen Zwangsarbeit“ künstlerisch zu arbeiten. Die Ergebnisse ihrer künstlerischen Spurensuche sind bis 10.08.2025 in der Sonderausstellung „]…[ Gedächtnisfinsternis“ zu sehen.
Eintritt: 5 €, Vorverkauf im Stadtmuseum Kaufbeuren. Anmeldung unter 08341/9668390 oder stadtmuseum@kaufbeuren.de.
Ein Wochenende voller Musik, Kunst, Kulinarik und Gemeinschaft
Ein neues Fest für alle
Die Veranstaltungslandschaft in Kaufbeuren ist geprägt von Vielfalt und Innovation. Dennoch fehlte bislang ein Stadtfest, das alle Generationen und Interessen unter einem Dach vereint. Mit dem Altstadtsommer wurde 2024 ein Format geschaffen, das genau diese Lücke schließt – mit Erfolg. Nach der gelungenen Premiere wird das Fest auch 2025 wieder stattfinden: am Freitag, den 27. Juni, und Samstag, den 28. Juni.
Ziel des Altstadtsommers ist es, durch ein vielseitiges Kulturprogramm an sechs Spielstätten die Altstadt zu beleben, den lokalen Handel zu stärken und ein Gefühl der Gemeinschaft zu fördern.
Was erwartet die Besucher?
Die gesamte Altstadt Kaufbeurens wird zur Festivalzone. Fünf Bühnen, über 30 Live-Acts, Kunstausstellungen, Streetfoodmeile, Nachtflohmarkt und mehr sorgen für ein lebendiges Stadtbild.
Veranstaltungszeiten:
Freitag, 27.06.2025
Beginn: 18:00 Uhr
Musikende: 00:00 Uhr
Samstag, 28.06.2025
Streetfood & Kinderprogramm: 12:00–18:00 Uhr
Musikprogramm: ab 18:00 Uhr
Musikende: 00:00 Uhr
Eintritt: Frei Ort: Altstadt Kaufbeuren – von Kaiser-Max-Straße bis Spitalhof Weitere Infos:www.altstadtsommer.de
Bühnen & Programmhighlights
Kaiser-Max-Stage
Zentrale DJ-Stage mit bekannten Namen wie Peter Candy, Dieter Schaurich, oder auch Chef Curry. Freitags und samstags sorgen elektronische Beats und Partyklassiker für ausgelassene Stimmung.
Sound am Markt-Stage
Indie, Pop, Rock – mit Acts wie Bruchpilot, Haller, SHIMMER. und Magdalena Wawra. Hier trifft musikalische Vielfalt auf große Bühnenpräsenz.
Obstmarkt-Stage
Regionale und nationale Künstler – von Loamsiada bis Skyline Green. Die Mischung aus Mundart, Ska, Indie und Urban Brass spiegelt die kulturelle Bandbreite des Festivals.
Loop-Stage
Live-Looping, Akustiksets und Soundexperimente: u. a. mit Adi Hauke, Seventy Seven und plaush..
Talent-Stage
Newcomer & Lokale Künstler:innen wie LISÆ, Gobilove, ScheinEilig oder Dimi’s Open Stage präsentieren ihre Musik – experimentell, laut, leise und voller Leidenschaft.
Ludwigstraße: Straßenfest & Flohmarkt
Freitag: Das Ludwigstraßenfest lädt mit lokalen Angeboten, Musik, Getränken und Streetfood zum Flanieren ein. Samstag: Der beliebte Nachtflohmarkt bietet Vintage-Funde, Handgemachtes und Sommerstimmung unter freiem Himmel.
Kaufbeuren kann Stadtfest!
Der Weg in die Altstadt wird zur Reise durch Klang, Licht und Aromen. Stimmengewirr, Musik, Lachen und der Duft von Streetfood mischen sich zu einer Atmosphäre, die in Erinnerung bleibt.
Eva Maria Simon verstarb am 04. Juni 2025. Foto: Ingrid Zasche
Am 4. Juni 2025 verstarb. Eva Maria Simon. Sie wurde am 12. Juni unter großer Anteilnahme auf dem Neugablonzer Friedhof zu Grabe getragen
Nachruf
Kaufbeuren-Neugablonz – Am 4. Juni 2025 verstarb Eva Maria Simon. Sie wurde am 12. Juni unter großer Anteilnahme auf dem Neugablonzer Friedhof zu Grabe getragen. Mit ihrem Tod löst sich auch der Ortsbildungsausschuss Neugablonz endgültig auf, dessen Leitung Eva Maria Simon seit Jahrzehnten innehatte. Unvergessen bleiben die großen Festveranstaltungen im vollbesetzten Gablonzer Haus anlässlich des 50- und 60-jährigen Jubiläums des Ortsbildungsausschusses sowie des 70-jährigen Ortsjubiläums von Neugablonz. Mit ihrem Wirken hat Eva Maria Simon, wie OB Stefan Bosse in seiner Trauerrede anmerkte, über viele Jahrzehnte das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Kaufbeuren-Neugablonz und darüber hinaus geprägt und Spuren hinterlassen.
Eva Maria Simon wurde am 28. Mai 1935 in Gablonz als einzige Tochter von Hanne und Oswald Wondrak geboren. Als Fünfzehnjährige kam sie mit ihren Eltern nach der Vertreibung auf Umwegen 1950 schließlich nach Neugablonz. Oswald Wondrak war der letzte Bürgermeister im alten Gablonz und wurde auch in Kaufbeuren wieder zu einem der Bürgermeister gewählt. Das künstlerische Werk von Mutter Hanne Wondrak gipfelte unter anderem im Neugablonzer Vertriebenendenkmal und in vielen Gemälden, Zeichnungen und Plastiken von der jungen Eva Maria. Ihren Eltern hat sie mit dem Buch „Oswald und Hanne Wondrak – Zwei sudetendeutsche Schicksale im 20. Jahrhundert“ ein bleibendes Denkmal gesetzt.
Nach dem Schulabschluss an der Marienschule begann Eva Maria Simon eine Dolmetscherausbildung in Englisch und unterrichtete später dieses Fach von 1973 bis 1985 am Jakob-Brucker-Gymnasium. 1960 heiratete sie den Diplom-Ingenieur Günther Simon. Vier Jahre später kam Tochter Christine auf die Welt, die 1994 Rudolf Wilczek heiratete und mit ihm die Söhne Johannes und Matthias bekam. Der tragische Tod von Matthias Anfang 2023 hat die ganze Familie sehr belastet.
Neben ihrem Beruf als Lehrerin war Eva Maria Simon auch zeitlebens in musikalischen Vereinigungen engagiert: Über 60 Jahre lang war sie aktives Mitglied im Kirchenchor Herz Jesu, zudem gehörte sie der Mauerstettener Stubenmusik an. Außerdem gab sie jahrzehntelang einer Gruppe Russlanddeutscher allwöchentlich Deutschunterricht. Einen großen Teil ihrer Zeit widmete sie dem Ortsbildungsausschuss Neugablonz, in dessen Vorstandschaft sie bereits nach dem Tod des Vaters 1985 eingetreten war. Als 1992 auch die Mutter starb, übernahm Eva Maria zusammen mit ihrem Mann und Susanne Rößler dessen Leitung ganz. Bis zur Covid-Pandemie organisierte sie jedes Jahr sieben bis zehn kulturelle Veranstaltungen – politische oder geschichtliche Vorträge, illustrierte Reiseberichte, literarische Lesungen, Konzerte. Seit dem Tod ihres Mannes 2011 wurde sie dabei zunächst von Dr. Jürgen Reinhardt unterstützt, dem ab 2014 Ingrid Zasche nachfolgte. All diese Aktivitäten haben ihr nicht nur viel Freude, Befriedigung und eine Reihe guter Freunde beschert, sondern auch namhafte Auszeichnungen: das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten und die Kaufbeuren-aktiv-Medaille.
Wer mit ihr sprach, begegnete einer Frau, die zuhören konnte, die mitfühlte, die inspirierte. Sie war lebendig, klug, herzlich – und sie war stets bereit, neue Ideen aufzunehmen, ohne Geschichte und Tradition aus dem Blick zu verlieren. Ihr Leben war ein Geschenk für diese Stadt, deren Menschen, die sie berührt hat, die Erinnerung an sie im Herzen bewahren werden.
Rätselspaß im Museum: Die Rätselscheibe hilft dabei geheime Wörter zu entschlüsseln. Foto: Tiberius Schrade / Stadtmuseum Isny
Familien Museen Allgäu laden Kinder zur sommerlichen Museums-Safari ein
Vom 28. Juni bis 15. September 2025 laden die Familien Museen Allgäu Kinder und Familien zu einer ganz besonderen Entdeckungstour ein: einer Museums-Safari durch 14 teilnehmende Häuser in der Region. Im Mittelpunkt steht eine Rätselfrage mit tierischem Bezug – wer mitmacht und mindestens drei Museen besucht, kann an einer Preisauslosung teilnehmen. Unterstützt wird die Aktion vom Bezirk Schwaben.
Spürsinn gefragt: Rätsel lösen mit Foxy und Rätselscheibe
Ob das langbeinige Bambi, ein kleiner Mops mit Glockenband oder ein geheimnisvoller „Giggeler“ – bei der Museums-Safari sind Neugier und Entdeckergeist gefragt. In jeder Ausstellung gilt es, ein spezielles Ausstellungsstück zu finden und eine passende Frage zu lösen.
Zur Unterstützung erhalten Kinder das Rätselheft mit dem schlauen Fuchs Foxy sowie eine Rätselscheibe, mit der sich geheime Wörter entschlüsseln lassen. Wer die Aufgaben meistert, darf sich auf eine kleine Überraschung an der Museumskasse freuen.
Vielfalt erleben: 14 Museen, ein gemeinsames Abenteuer
Die teilnehmenden Museen decken unterschiedlichste Themenbereiche ab und bieten abwechslungsreiche Mitmachangebote:
Deutsches Hutmuseum Lindenberg: Hüte ausprobieren und Handwerk entdecken
Südsee-Sammlung Obergünzburg: Exotische Kulturen und ferne Welten
Archäologischer Park Cambodunum Kempten: Auf den Spuren der Römer
Allgäuer Bergbauernmuseum Diepolz: Heuspringen und Alltag auf dem Hof erleben
Kinderkunstlabor der MEWO Kunsthalle Memmingen: Kreativ werden mit Kunst auf Augenhöhe
Auch die Museen in Isny, Kaufbeuren, Lindau, Memmingen, Sonthofen und Wangen laden mit Kinderpfaden und Mitmach-Stationen zum Entdecken ein.
Gewinnen: Familienerlebnisse und Genuss aus dem Allgäu
Unter dem Motto „’s Allgäu erleben & genießen“ warten bei der Verlosung attraktive Preise:
Erlebnisführungen für Familien in Wangen oder Memmingen
Eine Dreiländer-Schifffahrt auf dem Bodensee ab Lindau
Familienkarten für die Waldwelt Allgäu (Skywalk)
Familienpakete des Theater in Kempten
Zusätzlich gibt es zehn Allgäu-Genuss-Pakete zu gewinnen – liebevoll zusammengestellt mit regionalen Spezialitäten, Büchern, Hörspielen und weiteren Überraschungen. Diese Pakete sind exklusiv nur im Rahmen der Museums-Safari erhältlich.
Das Kunstgewölbe der Sparkasse Allgäu zeigt vom 28. Juni bis zum 9. August 2025 Werke der Künstlerfamilie Krusche – Helmuth, Peter, Martin und Eva. Die Ausstellung wird von der Kaufbeurer Künstler Stiftung präsentiert und versammelt Arbeiten dreier Generationen, die durch eine gemeinsame künstlerische Sprache miteinander verbunden sind, trotz räumlicher Distanz zwischen Kaufbeuren, Augsburg und Berlin.
Eine familiäre Kunstgeschichte in drei Generationen
Die Ausstellung vermittelt nicht nur individuelle Ausdrucksformen, sondern auch eine stille Kontinuität über Generationen hinweg. Die Werke der Familie Krusche spiegeln sowohl persönliche Visionen als auch eine sichtbare familiäre Verbundenheit.
Helmuth Krusche (1927–1997), gebürtiger Gablonzer, war über Jahrzehnte hinweg als Lehrer an der Berufsfachschule für Glas und Schmuck in Neugablonz tätig. Seine Leidenschaft galt jedoch der Kunst. Mit Zeichenfeder, Radiernadel und feinem Gespür für Naturmotive schuf er Werke, die Ruhe und Zurückhaltung ausstrahlen – ob als Zeichnung, Aquarell oder Ölgemälde.
Peter Krusche (Jg. 1953) lebt heute im Schloss Osterzell bei Kaufbeuren sowie in Berlin. Er studierte an renommierten Kunstakademien in Nürnberg, München und Florenz. Seine Werke wurden in über 110 Einzelausstellungen gezeigt und sind Teil zahlreicher Galerien in Deutschland und darüber hinaus. Seine künstlerische Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet und durch Stipendien gefördert.
Martin Krusche (Jg. 1982) lebt und arbeitet als Illustrator und Künstler in Berlin. In der Ausstellung zeigt er aktuelle, farbintensive Drucke und Bilder, die durch ihre klare Formensprache und gegenständliche Darstellung auffallen.
Eva Krusche (Jg. 1985) ist in Augsburg als freischaffende Künstlerin tätig. Ihre Werke beschäftigen sich mit Fragen der Identität, Isolation, Melancholie und Zeit. In ihrer Malerei versucht sie, jenseits der realen Welt Antworten in Farbe und Form zu finden.
Vernissage und Ausstellungsbesuch
Die öffentliche Vernissage findet am Freitag, den 27. Juni 2025, um 18 Uhr im Kunstgewölbe der Sparkasse Allgäu in Kaufbeuren (Ludwigstraße 26) statt. Musikalisch begleitet wird der Abend von Philip Bradatsch.
Die Ausstellung ist anschließend bis zum 9. August 2025 zu den regulären Öffnungszeiten des Kunstgewölbes zu sehen:
Ein Abend voller Klang, Geschichte und Gefühl – die Rockoper, die bleibt
Mit langem Applaus und stehenden Ovationen endete am Donnerstag, den 19. Juni, die Premiere der Rockoper Herilo in der Energie Schwaben Arena in Kaufbeuren. Rund 1.500 Besucherinnen und Besucher erlebten eine eindrucksvolle Inszenierung, die Musik, Schauspiel und Geschichte auf außergewöhnliche Weise vereinte.
Auch „Wir sind Kaufbeuren“ war vor Ort – und kam aus dem Staunen nicht heraus.
Große Erzählung mit lokaler Seele
Im Mittelpunkt der Rockoper steht die Legende von Herilo, einem jungen Mann, dessen große Liebe durch Krieg und Gewalt zerstört wird. Er wird gezwungen, in den Kampf zu ziehen. Als gebrochener Mann kehrt er zurück und gründet eine Einsiedlerzelle – Ursprung des heutigen Stadtteils Hirschzell, nahe dem heutigen Gemeinschaftshaus Sonne.
Doch „Herilo“ ist mehr als eine historische Nacherzählung. Parallel dazu entfaltet sich eine moderne Geschichte: Marie, Rocksängerin und Erbin eines alten Gasthofs, steht vor wegweisenden Entscheidungen. Ihre Beziehung gerät ins Wanken, ein rätselhafter Historiker tritt auf den Plan – und eine geheimnisvolle Verbindung zu Herilos Schicksal wird spürbar.
Zwei Zeiten, zwei Schicksale, verbunden durch zeitlose Fragen: Was gibt unserem Leben Halt? Was bedeutet Liebe – und was ist man bereit, dafür zu riskieren?
Die Bilder der Veranstaltung – Fotos Claus Tenambergen
Anspruch, Tiefe und künstlerische Klarheit
Regisseur und Dramaturg Harald Holstein sowie Drehbuchautor Franz-Josef Körner haben gemeinsam mit einem engagierten Team eine Produktion geschaffen, die weit über ein klassisches Musiktheater hinausgeht. Sie begeistert, nimmt mit und zieht einen immer wieder in den Bann aus Fragen der Zeit.
Ein gestalterisches Highlight: die 24 Meter breite LED-Wand, die mit kraftvollen Animationen und Szenenwechseln beeindruckte. Sie ermöglichte bildstarke Zeitsprünge und ersetzte auf raffinierte Weise klassische Bühnenbauten – ohne dabei Atmosphäre einzubüßen.
Stimmen, die tragen – Ensemble mit Strahlkraft
Musikalisch entfaltete sich der Abend als Gesamtkunstwerk – getragen von einem herausragenden Ensemble mit starker Bühnenpräsenz, Ausdruckskraft und stimmlicher Vielfalt.
Mit Dan Lucas, Thomas Wohlfahrt, Danny Wohlrab, Julia Haug, Lydia Pane, Sylke Rödiger, Melanie Gallien, Eugen Schreiner und Mona Steiger standen Künstlerinnen und Künstler auf der Bühne, die weit mehr als ihr Handwerk beherrschten: Sie gestalteten Figuren, erzeugten Spannung, schufen Gänsehautmomente und überzeugten mit ganz großen Stimmen. Von leisen, fast intimen Balladen bis hin zu wuchtigen Rocknummern – die emotionale Bandbreite war groß, die Darbietung dabei durchweg hochklassig. Es war diese besondere Mischung aus Können und Leidenschaft, die das Publikum berührte und das Stück trug.
Bewegung, Klang und Bild als Einheit
Das Tanzensemble unter Jeanine und Jairo Bravo überzeugte choreografisch und tänzerisch und war erzählerisch ein wichtiger Bestandteil. Die Tänzerinnen und Tänzer verkörperten Krieger, Emotionen oder auch Schatten der Vergangenheit.
Ein wesentlicher Bestanteil der Aufführung – ergreifend, hochwertig, direkt an der Bühne verordnet: die Musikerinnen und Musiker von Herilo. Vom Blasorchester des Musikvereins Hirschzell unter Dirigent Arno Hirschka, bis zur Rockband des Musicals mit herausragenden Einzelkünstlern wie Frank Pané, Dieter Schaurich, Klaus-Jürgen Herrmannsdörfer, Andreas Henser und Christian „Adi“ Adolf. Letzterer war nicht nur Keyboarder, sondern auch Komponist zahlreicher Stücke und Erzähler der Geschichte – eine zentrale Figur der Produktion. Beide Gruppen harmonierten bestens miteinander und begeisterten das Publikum mit Ihrer großen Klangdichte, hochklassigen Arrangements und Interpretationen.
Ebenso zur Gesamtwirkung trugen die eindrucksvoll gestalteten Kostüme von Nanni Stallmann bei. Mit viel Liebe zum Detail und einem feinen Gespür für Zeit und Charakter entwarf sie Gewandungen, die die Figuren glaubwürdig verankerten – sowohl im historischen wie im modernen Erzählstrang. Die Maskevon Sabrina Schulze unterstützte diese Wirkung mit stilistisch durchdachten Akzenten: dezent, aber wirkungsvoll – und stets stimmig zur Bühnenatmosphäre. So entstanden kraftvolle Bilder, die das Visuelle mit dem Spielerischen nahtlos verbanden.
Ein Ort wird zur Bühne – und das Publikum Teil des Abends
Die Energie Schwaben Arena wurde aufwendig und atmosphärisch in einen Konzertsaal verwandelt. Licht, Akustik und Raumgestaltung funktionierten präzise – ein technischer Kraftakt, der seine Wirkung nicht verfehlte.
Das Publikum zeigte sich bewegt. Szenenapplaus, stehende Ovationen und der Wunsch nach einer Zugabe machten deutlich: Diese Premiere war mehr als nur ein gelungenes Stück – sie war ein Erlebnis.
„Ich hätte nicht gedacht, dass mich das so mitnimmt“, „Und dies bei uns in Kaufbeuren“, „Einfach nur Klasse“, „Diese Stimmen – Wahnsinn!“, „Was sie aus dem Eisstadion gemacht haben – beeindruckend!“ – so lauteten Stimmen nach der Vorstellung.
Man spürte: Viele verließen die Halle mit etwas mehr als nur Musik im Ohr – sie nahmen etwas mit.
Freude, Dank – und ein Ausblick
Nach der Premiere feierten Ensemble und Team auf der Aftershow-Party sichtlich erleichtert. Monatelange, intensive Proben hatten sich gelohnt. Die größte Freude: die Resonanz aus dem Publikum.
Ein besonderer Dank galt Wolfgang und Katharina Wiedemann, deren Wiedemann Stiftung die Umsetzung des Projekts maßgeblich ermöglichte.
Wer die Premiere verpasst hat, hat noch die Chance auf ein besonderes Theatererlebnis: Weitere Aufführungen finden am 20., 21. und 22. Juni 2025 statt. Karten sind erhältlich unter www.herilo-rockoper.de oder an der Abendkasse.
Der Film wurde von Tone Bechter in den Jahren 2023-2024 produziert
Der Heimatverein Kaufbeuren lädt am Mittwoch, den 25. Juni 2025, um 19:00 Uhr zur öffentlichen Vorführung des Dokumentarfilms „Hoffnung nach Freiheit – Bauernaufstand 1525“ in den Kolpingsaal, Adolph-Kolping-Straße 2a in Kaufbeuren, ein.
Der im Rahmen des Interreg-Förderprojekts COURAGE entstandene Film widmet sich den Ereignissen des Bauernkriegs im Jahr 1525 mit besonderem Augenmerk auf die Auswirkungen in der Region Allgäu. Dabei stellt der Film Bezüge zur gesellschaftlichen und politischen Entwicklung bis in die heutige Zeit her – insbesondere zur Entstehung demokratischer Strukturen. Karl Milz, Vorsitzender des Heimatbund Allgäu, wird den Abend mit einer Einführung in das Thema und den Entstehungshintergrund des Films eröffnen.
Der Film wurde von Tone Bechter in den Jahren 2023-2024 produziert. Die Schauspieler und Referenten aus der Region haben in vielen Stunden die Zeit von 1525 und deren Ereignisse im Projektgebiet unter der Regie von Filmemacher Tone Bechter mit viel Herzblut erlebbar gemacht.
Der Eintritt ist frei, interessierte Gäste sind herzlich willkommen. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der VHS Kaufbeuren statt.
Veranstaltungsdetails:
Veranstalter: Heimatverein Kaufbeuren in Kooperation mit der VHS Kaufbeuren
Poetisches Figurentheater in Kaufbeuren berührt mit einer fantasievollen Geschichte. Aufführungen am 22. und 29. Juni sowie am 6. Juli im Puppentheater
Eine Begegnung mit dem Anderssein
Phlop lebt weit entfernt von der Erde, auf einem winzigen Planeten mitten im All. Umgeben von bunten, sprechenden Blumenfreunden, führt er ein friedliches, aber einsames Leben. Denn niemand um ihn herum ist wie er. Gibt es irgendwo im Universum jemanden, der ihm ähnlich ist?
Diese Frage steht im Zentrum des Figurentheaters „Phlop – der kleine Außerirdische“, das kleine und große Zuschauer in eine zauberhafte Welt entführt.
Ein Zauberstein bringt Bewegung ins All
Eines Tages geschieht etwas Unerwartetes: Ein leuchtender Zauberstein fällt auf Phlops Planeten. Dieser geheimnisvolle Fund wird für ihn zum Beginn einer großen Reise – voller Abenteuer, Begegnungen und der leisen Hoffnung, sich selbst und vielleicht einen Seelenverwandten zu finden.
Theaterstück mit viel Gefühl – ganz ohne Worte
Das rund 40-minütige Stück kommt ohne gesprochene Sprache aus. In einer eigens erfundenen Fantasiesprache, begleitet von Musik und der eindrucksvollen Darstellung der Figur, entsteht ein stilles, aber eindringliches Bühnenerlebnis. Die Inszenierung erzählt von Einsamkeit, Identität und der Kraft der Verbundenheit.
Rückkehr einer Idee nach 31 Jahren
Die Geschichte stammt von Mariano Gryzek, dem früheren Spielleiter des Kaufbeurer Puppentheaters. Vor über drei Jahrzehnten feierte „Phlop“ dort seine Uraufführung – nun kehrt das Stück in einer behutsam überarbeiteten Neuinszenierung zurück auf die Bühne.
Aufführungstermine und Tickets
Termine: 22. Juni, 29. Juni und 6. Juli 2025
Beginn: jeweils um 16:00 Uhr (Einlass ab 15:45 Uhr)
Große Geschichte trifft große Musik – und du kannst live dabei sein
„Herilo“ – die Rock-Oper: Vergangenheit trifft Rockmusik – ein einzigartiges Bühnenprojektin Kaufbeuren
Vom 19. bis 22. Juni 2025 wird das Eisstadion Kaufbeuren erstmals zur Bühne für ein Musical: Die Rock-Oper „HERILO“ vereint Geschichte und Rockmusik in einer multimedialen Inszenierung mit moderner Bühnentechnik und großem Ensemble. Erzählt wird die Geschichte des Einsiedlers Herilo aus dem 9. Jahrhundert – neu interpretiert mit Musik, Tanz und Theater.
HERILO setzt auf ein großes Ensemble: Über 100 Mitwirkende stehen auf der Bühne – darunter ein 40-köpfiges Orchester, ein Chor, die Musikkapelle Hirschzell sowie eine Rockband mit bekannten Namen der Musikszene.
Der Kartenverkauf läuft – und das Interesse ist groß
Wer dieses Kulturprojekt live erleben möchte, sollte sich jetzt noch sein Tickets sichern. Die Aufführungen finden an vier Abenden statt – jeweils um 18 Uhr im Eisstadion Kaufbeuren:
Das Ensemble Capella de la Torre zählt zu den weltweit führenden Gruppen für Bläsermusik der frühen Neuzeit. Foto: Anna-Kristina Bauer
Bläserklänge der Renaissance: Ein besonderer Abend im Stadtsaal
Am Donnerstag, den 26. Juni 2025, um 20:00 Uhr, lädt der Kulturring Kaufbeuren e.V. zum feierlichen Saisonabschlusskonzert in den Stadtsaal Kaufbeuren ein. Den musikalischen Höhepunkt der Spielzeit 2024/2025 gestaltet das Ensemble Capella de la Torre, das zu den profiliertesten Formationen für Bläsermusik der frühen Neuzeit zählt.
Klang aus Türmen und Geschichte
Capella de la Torre wurde 2005 von der Oboistin und Spezialistin für historische Doppelrohrblattinstrumente, Katharina Bäuml, in Berlin gegründet. Seitdem begeistert das Ensemble mit seiner eigenständigen Herangehensweise an Musik zwischen Spätmittelalter und Renaissance.
Der Name des Ensembles ist bewusst gewählt: Zum einen verweist „de la Torre“ auf den spanischen Komponisten Francisco de la Torre, der im 16. Jahrhundert mit seiner „Danza Alta“ ein bleibendes Werk für Bläserbesetzungen hinterließ. Zum anderen erinnert die Bezeichnung an die historische Praxis, Musik bei festlichen Anlässen „vom Turm herab“ erklingen zu lassen – ein Bild, das die Musik des Ensembles auch heute atmosphärisch einfängt.
Ein Konzert, das Klanggeschichte lebendig macht
Das Programm des Abends nimmt das Publikum mit auf eine klangliche Zeitreise. Dabei steht die musikalische Vielfalt der frühen Neuzeit im Mittelpunkt. Virtuosität, Authentizität und Spielfreude prägen die Auftritte von Capella de la Torre, die bereits auf vielen internationalen Bühnen gefeiert wurden.
Eintritt & Informationen
Karten sind im Stadtmuseum, bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen sowie online unter 👉 www.kulturring-kaufbeuren.de erhältlich. Die Abendkasse öffnet ab 19:15 Uhr.
Seit 1966 bereichert der Kulturring das kulturelle Leben in Kaufbeuren mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm. Ermöglicht durch ehrenamtliches Engagement und die Unterstützung der Stadt Kaufbeuren finden jährlich über zwanzig hochkarätige Konzerte und Theateraufführungen statt – für ein breites Publikum aus Stadt und Region.
Kunsthaus Kaufbeuren startet mit kuratorischem Dreiklang unter neuer Leitung
Auftakt mit Haltung: Kunst trifft Kontext
Am 28. Juni 2025 eröffnet das Kunsthaus Kaufbeuren unter der neuen künstlerischen Leitung von Lisa Britzger drei Projekte auf drei Etagen. Die ausgewählten Arbeiten setzen sich direkt mit der Architektur und Funktion des Hauses auseinander und schaffen durch unterschiedliche Ansätze Räume für künstlerische Forschung, Partizipation und gesellschaftlichen Dialog.
Frauke Zabel im Speicher: Die Geschichte der Glasperle als globale Erzählung
Frauke Zabel widmet sich im Dachgeschoss des Kunsthauses der Glasperle – einem Objekt mit weltumspannender Handelsgeschichte. In ihrem Projekt „beständig war die Perle“ verbindet sie persönliche Erfahrung, Handwerk und historische Recherche. Ausgangspunkt ist ihre Ausbildung in Kaufbeuren-Neugablonz. Ihre Arbeit folgt den Wegen der Glasperle von Venedig über Böhmen bis nach Südamerika – immer mit Blick auf koloniale Verbindungen und lokale Transformationen.
Begleitet wird die Ausstellung durch Materialien aus Archiven, die durch Zabels künstlerische Perspektive neu sortiert und zugänglich gemacht werden. Teil der Präsentation sind auch Plakate im Stadtraum von Neugablonz sowie thematische Stadtspaziergänge.
Gabi Blum im Saal: Eine Installation im Wandel
Mit „Raum ohne Wände“ installiert Gabi Blum im ersten Obergeschoss eine raumgreifende, sich wandelnde Installation, die einem offenen Bühnenbild gleicht. Zentrum ist ein „küchenähnlicher“ Raum, der als symbolischer Ort für Austausch fungiert. Performance, Installation, Video und Malerei verschmelzen zu einem Set, das von Besucher*innen mitgestaltet wird.
Blums Arbeit reflektiert den gegenwärtigen gesellschaftlichen Wandel. Ihre temporären Räume entstehen in Interaktion – auch mit Gästen, die zu Gesprächen und künstlerischen Aktionen eingeladen sind. Die Grenzen zwischen Kunst und Alltag, Privatem und Öffentlichem verschwimmen.
Identity Design im Foyer: Kunsthaus – Hauskunst
Studierende der TH Augsburg (Masterstudiengang Identity Design) entwickeln unter dem Titel „KUNSTHAUS – HAUSKUNST“ ein Projekt, das sich mit dem Außenbild und der Zugänglichkeit des Kunsthauses beschäftigt. Ihre Ideen nehmen den Eingangsbereich sowie den öffentlichen Raum in den Blick.
Eine wandernde Skulptur in Kaufbeuren sowie Gespräche mit Passantinnen flossen in die gestalterischen Ansätze ein. Die Ergebnisse werden zur Eröffnung präsentiert und bis Oktober 2025 im Foyer zu sehen sein. Besucherinnen sind eingeladen, ihre Perspektiven beizusteuern und das Kunsthaus neu zu denken.
Ein Programm im Dialog
Die drei Projekte reflektieren inhaltlich wie formal aktuelle gesellschaftliche Fragen. Gemeinsam bilden sie den Auftakt eines neuen Programms, das den Dialog mit Publikum und Stadtgesellschaft sucht. Es geht um Verbindungen zwischen Zeiten, Orten und Perspektiven – und darum, Kunst als Raum für Reflexion, Begegnung und Veränderung zu gestalten.
Veranstaltungen im Überblick (Auswahl)
28. Juni, 11 Uhr: Eröffnung mit Begrüßung durch Stadt und Leitung
9. Juli, 19 Uhr: Rundgang mit Lisa Britzger
19. Juli, 11 Uhr: Gespräch mit Gabi Blum
27. September, 11 Uhr: Screening & Gespräch zur Rolle von Familie in der Kunst
18. Oktober, 19 Uhr: Finissage mit Performance und Musik
Das Team ist groß, hier ein kleiner Auszug aus dem Gesamt-Ensemble
Vom 19. bis 22. Juni 2025 wird das Eisstadion Kaufbeuren erstmals zur Bühne für ein Musical: Die Rock-Oper „HERILO“ vereint Geschichte und Rockmusik in einer multimedialen Inszenierung mit moderner Bühnentechnik und großem Ensemble. Erzählt wird die Geschichte des Einsiedlers Herilo aus dem 9. Jahrhundert – neu interpretiert mit Musik, Tanz und Theater.
HERILO setzt auf ein großes Ensemble: Über 100 Mitwirkende stehen auf der Bühne – darunter ein 40-köpfiges Orchester, ein Chor, die Musikkapelle Hirschzell sowie eine Rockband mit bekannten Namen der Musikszene.
HERILO feiert Premiere in Kaufbeuren – mit Ticketverlosung
Ein besonderes Kulturereignis wirft seine Schatten voraus: Am 19. Juni 2025 feiert die Rockoper HERILO Premiere in der energie schwaben arena in Kaufbeuren. „Wir sind Kaufbeuren“ verlost aus diesem Anlass 2 x 2 Eintrittskarten für die Premiere. Wer teilnehmen möchte, hat noch bis zum 13. Juni 2025 die Gelegenheit dazu.
Wer eines von beiden macht, landet automatisch im Lostopf. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt.
HERILO – Vergangenheit im neuen Soundgewand
Mit HERILO kommt ein ungewöhnliches Musikprojekt auf die Bühne: Die Geschichte des Einsiedlers Herilo aus dem 9. Jahrhundert wird in einer modernen Rockoper inszeniert. Dabei treffen große historische Themen auf aktuelle Musikstile.
Über 100 Mitwirkende bringen das Stück auf die Bühne – darunter eine Rockband, ein Blasorchester, prominente Künstler wie Frank Pané (Bonfire), Dan Lucas (The Voice Senior) und Thomas Wohlfahrt (Star Search). Eine große LED-Bühne und multimediale Elemente sorgen für ein eindrucksvolles Live-Erlebnis.
Aufführungsdaten und weitere Informationen
📍 Premiere: 19. Juni 2025, 18 Uhr 📍 Ort: energie schwaben arena Kaufbeuren 📅 Weitere Termine: 20. bis 22. Juni 2025, jeweils 18 Uhr ℹ️ Weitere Informationen: www.herilo-rockoper.de
Unerzählte Geschichten, unbequeme Wahrheiten: Stadtmuseum lädt zur Auseinandersetzung mit lokaler Vergangenheit ein
Am Sonntag, den 15.06.2025 lädt das Stadtmuseum um 11 Uhr zur Kuratorinnenführung mit Kulturwissenschaftlerin Dr. Maria Anna Willer über das Ausstellungsprojekt „Massenverbrechen Zwangsarbeit. Kaufbeuren wagt Erinnerung“ ein.
Unerzählte Geschichte(n)
„Massenverbrechen Zwangsarbeit“ nimmt bislang unerzählte Geschichte(n) in den Blick. Basierend auf Zeitzeugnissen und Archivalien zeigt das Stadtmuseum eine Intervention in der Dauerausstellung.
In der Intervention – die anhand mehrerer Stationen in die Dauerausstellung und das Foyer des Museums integriert ist – werden die Namen von über 4.000 Zwangsarbeitenden erstmals genannt, Stätten der Zwangsarbeit in Kaufbeuren beleuchtet, ausgewählte Einzelbiographien vorgestellt und die juristische und lokalgeschichtliche Aufarbeitung der Zwangsarbeit in der Nachkriegszeit betrachtet.
Die Stunde Null in Kaufbeuren
Beim Einmarsch der amerikanischen Streitkräfte in Kaufbeuren Ende April 1945 befreiten diese mehrere tausend Menschen, welche für die Rüstungsindustrie unter Zwang und in Gefangenschaft arbeiteten und die unmenschlichen, teils lebensbedrohlichen Arbeits- und Lebensbedingungen überlebt hatten. Sie waren Teil eines von der NS-Herrschaft im „Deutschen Reich“ und den besetzten Gebieten etablierten Ausbeutungssystems, das Menschen nach angeblichen „Rasse-Kriterien“ einteilte und die menschliche Arbeitskraft profitorientiert bis zu deren vollkommenen Erschöpfung oder Tod nutzte. In Kaufbeuren leisteten die aus vielen Ländern Europas Verschleppten Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie oder für die Aufrechterhaltung der heimischen Wirtschaft. Nur kurze Zeit später entstand 1946 auf den Trümmern der ehemaligen Munitionsfabrik Dynamit AG und den Baracken des Zwangsarbeiterlagers der neue Stadtteil Neugablonz.
„Der will nicht nur spielen“ – Ein Abend mit Haltung und Humor
Freitag, 27. Juni 2025 Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr
Die einen sagen so, die anderen sagen so, und der Rest fragt sich: „Ist das wirklich alles?“ Aber anscheinend gilt bei uns nur noch „Schwarz oder Weiss“ und nichts mehr dazwischen. Jung gegen Alt, Stadt gegen Land, West gegen Ost, und immer Kopf gegen Wand. Doch wie gut, dass es HG. Butzko gibt, den Erfinder des Kumpelkabaretts, ausgezeichnet mit allen bedeutenden Kleinkunstpreisen und dauerpräsent in allen Satiresendungen. Ein Mann, ein Stehtisch, eine Meinung! Kein Schnickschnack, kein Gedöns! Und in einer Zeit, in der die Spaltung der Gesellschaft vorangetrieben wird, wagt HG. Butzko jetzt etwas Neues: Einen Akt auf dem Drahtseil, den Spagat auf schmalem Grat, und die Schublade, in die man ihn stecken will, ist aus dem Rahmen gefallen.
Denn in einer durchpolarisierten Welt, in der sich zwei Seiten permanent gegenseitig anpöbeln, kennt der Gelsenkirchener Hirnschrittmacher keine Verwandten und keine Gnade, schont weder die eine, noch die andere Seite, und schon gar nicht sich selbst. Und als Lohn dafür wird er von beiden Seiten angepöbelt. Oder mit anderen Worten: Wer mal am eigenen Leib erfahren will, wie sich ein Leberkäse zwischen zwei Brötchenhälften fühlt – Herzlich willkommen im neuen Kabarett von HG.Butzko, denn: Der will nicht nur spielen.
Konzert am Freitag, 6. Juni 2025 um 20 Uhr im Stadttheater Kaufbeuren
Am Freitag, den 6. Juni 2025, um 20 Uhr ist das Max Autsch Quartett im Stadttheater Kaufbeuren (Rosental 6–8, 87600 Kaufbeuren) zu erleben. Karten sind bei pianofactum in der Schmiedgasse 23 erhältlich.
Ausgezeichnete Talente mit eigener Handschrift
Die Formation rund um den Schlagzeuger und Komponisten Max Autsch besteht aus jungen Musikern, die bereits mehrfach für ihr musikalisches Können ausgezeichnet wurden. Neben Autsch selbst spielen Anton Mangold am Altsaxofon, Jannis Krüger am Piano und Julian Grüneberg am Bass.
Ihr Zusammenspiel zeigt nicht nur technische Präzision, sondern auch ein hohes Maß an musikalischer Reife und individueller Ausdruckskraft. Das Quartett versteht es, gemeinsam Klangräume zu schaffen, die klar erkennbar ihrer eigenen künstlerischen Sprache folgen.
Klangvielfalt zwischen Alter Musik und Modern Jazz
Die Kompositionen von Max Autsch bewegen sich im Spannungsfeld des Modern Jazz. Sie schöpfen aus harmonischen Elementen der Alten Musik und verbinden diese mit eigenständigen, oft überraschenden Akkordfolgen. So entsteht eine klangliche Vielfalt, die dem Quartett ein unverwechselbares Profil verleiht.
Diese musikalische Handschrift, getragen von einem intensiven Ensemble-Gefühl, hebt das Quartett hörbar von anderen Formationen ab.
Neues Programm nach Deutschlandtournee
Nach einer umfangreichen Deutschlandtour im Winter 2023/2024 stellt das Max Autsch Quartett nun sein neues Konzertprogramm vor. Es dokumentiert die Weiterentwicklung der Gruppe – musikalisch wie persönlich. Dabei bleibt das Ensemble seinem eigenen Stil treu und bringt zugleich neue Impulse auf die Bühne.
Vorkriegsklassiker treffen Feuerwehrgeschichte am 7. Juni 2025
Ein ganz besonderes Highlight für Liebhaber klassischer Automobile gibt es am Samstag, den 7. Juni 2025 beim Feuerwehr-Museum in Kaufbeuren. Rund ein Dutzend originaler Ford Model A Oldtimer werden erwartet und können im Hof vor dem Museum bestaunt werden. Diese seltenen Auto-Veteranen aus der Vorkriegszeit, gebaut zwischen 1928 und 1931, sind die stolzen Nachfolger der legendären „Tin Lizzy“ (Ford Model T), das einst die individuelle Mobilität revolutionierte.
Die Ford Model A Interessengemeinschaft (IG) ist ein Zusammenschluss von Model A Fahrern aus ganz Deutschland und den angrenzenden Ländern. Die jährliche Sommerfernfahrt führt in diesem Jahr ins malerische Allgäu. Im Rahmen dieser Tour machen die Oldtimer Station in Kaufbeuren. Das Museum ist von 10 bis 14 Uhr geöffnet, ab etwa 11 Uhr werden rund ein Dutzend glanzvolle Exemplare des Ford Model A eintreffen und den Besuchern die Möglichkeit geben, diese historischen Fahrzeuge hautnah zu erleben.
Indie, Pop und ehrliche Texte – Das Spitalhof-Programm zum Altstadtsommer 2025
Von Freitag-Samstag, 27.-28. Juni findet wieder der Altstadtsommer statt. Die Abteilung Kultur der Stadt Kaufbeuren gestaltet erneut das Programm der Bühne am Spitalhof, die von der VR-Bank Augsburg-Ostallgäu präsentiert wird. Das Line-Up steht, Musiker und Veranstalter freuen sich riesig, dass es endlich losgeht.
Am Freitag, 28. Juni, eröffnet die Band Bruchpilot um 18.30 Uhr das Programm, bevor es um 20 Uhr mit der Indie-Pop-Formation nuk weitergeht. Den Abschluss macht der gebürtige Aachener Haller um 22 Uhr, der vor allem durch seinen Hit „Schön Genug“ bekannt geworden ist.
Mit viel Begeisterung geht es auch am Samstag, 29. Juni, weiter. Die fünfköpfige Band Sasko aus Augsburg startet ab 18.30 Uhr auf der Bühne. Sie wird um 20 Uhr abgelöst von SHIMMER., einer aufstrebenden Band aus Stuttgart. Zur Abrundung des Abends heizt Magdalena Wawra aus Wien um 22 Uhr dem Publikum noch mal richtig ein.
Beide Abende enden jeweils um 23.30 Uhr. Der Eintritt ist wie beim gesamten Altstadtsommer kostenfrei. Für das leibliche Wohl sorgt ein Angebot an trendigem Streetfood und coolen Drinks. Weitere Informationen zum Programmablauf, den Künstlern, der Anfahrt und vieles mehr ist zu finden unter » www.altstadtsommer.de.
Das Line-Up
Freitag, 27. Juni
Bruchpilot: 18.30-19.30 Uhr
Eine junge, neue deutsche Pop-/Rockband, die seit 2018 eine gute Portion Indie und Nostalgie auf der Bühne vereint. Ihre Energie brachte Bruchpilot unter anderem auf die Bühnen des Theatron Musiksommers, des Zamanandfestivals, dem Garnix Open, des Kunstwerk Open Airs und des Sammerseefestivals. Egal wo und vor wie vielen Leuten Bruchpilot spielt, man merkt ihnen an, dass auf der Bühne zu stehen das ist, wofür Sie brennen.
nuk: 20.00-21.30 Uhr
Seit Mitte 2022 bummelt die Bonner Indie-Pop-Formation „nuk“ auf dem Jahrmarkt der Gefühle. Mit dabei ist Frontsänger Nuk, der das Publikum mit einer Mischung aus lasziven Tanzeinlagen und elegischen Mitmach-Hymnen immer wieder motiviert, Spaß zu haben. Zusammen mit Dave, der am Schlagwerk bezaubert, und Groove-General Tom nutzen sie jede Chance, um Stress zu streichen und Liebe in die Welt zu tragen.
Haller: 22.00-23.30 Uhr
Der gebürtige Aachener macht Musik, seit er denken kann. Seine Liebe für Prince hat er wohl von seinen Eltern in die Wiege gelegt bekommen, genau wie seine erste Gitarre. In mittlerweile drei Alben, zahlreichen EPs und seinem Indie-Hit „Schön Genug“ reflektiert „Haller“ präzise und einfühlsam wie kein anderer die Fragen der Generation Y. Er spielt mit Sprache, als wäre sie ein Zauberwürfel, den es zu lösen gilt.
Samstag, 28. Juni
Sasko: 18.30-19.30 Uhr
Die Bandgeschichte von „Sasko“ beginnt 2021 im alten Proberaum von Tims Eltern. Zwischen alten E-Gitarren mit rostigen Saiten und von Luftfeuchtigkeit zerstörten Amps entstanden die ersten eigenen Songs und Ideen. Im Dezember 2023 veröffentlichten sie ihre erste Single „Bleiben“. Als die Band mit Bassistin Maja dann endlich komplett ist, feiern sie ihre ersten Auftritte in Augsburg und Schwabmünchen.
SHIMMER.: 20.00-21.30 Uhr
Die junge Band „SHIMMER.“ aus Stuttgart macht mit viel Leidenschaft Indie-Pop mit Einflüssen aus Disco, Funk und Tech/House. Ohne Backingtracks und Playbacks versuchen sie mit ihrer Livemusik jedes Publikum zum Tanzen zu bringen und gute Laune zu verbreiten. „SHIMMER.“ hat sich 2023 gegründet und Anfang 2024 die erste und komplett selbst organisierte Headline-Tour in ganz Deutschland gespielt.
Magdalena Wawra: 22.00-23.30 Uhr
Sie steht für deutschsprachigen Indie-Pop, der mit Authentizität, klaren Texten und einem unverkennbaren Sound überzeugt. Nun deutet sich ein neuer Höhepunkt in ihrer musikalischen Reise an: Ihr erstes Album ist in Arbeit. Es ist Musik, die einlädt zu tanzen, nachzudenken und manchmal beides gleichzeitig zu tun. Eingängige Hooklines, verspielte Melodien und eine besondere Stimme machen ihren Sound so einzigartig.
v.l. Stefan Bosse, Bernhard Pohl, Franz Josef Pschierer, Wolfgang Wiedemann, Katharina Wiedemann, Arno Hirschka, Franz-Josef Körner, Adi Adolf. Foto: Claus Tenambergen / Wir sind Kaufbeuren
Kulturereignis in der energie schwaben arena: Ein Eisstadion wird zur Bühne
Vom 19. bis 22. Juni 2025 verwandelt sich die energie schwaben arena in Kaufbeuren für vier Auftritte erstmalig vom Eisstadion zur Veranstaltungshalle. Auf der eigens dafür konzipierten Showbühne macht HERILO – Die Rockoper den Einsiedler Herilo zur zentralen Figur einer aufregenden und mitreißenden Geschichte, die das 9. Jahrhundert und das Heute verbindet.
Marodierende Soldaten verhindern die große Liebe des jungen Herilo und zwingen ihn in ihre Dienste. Zurückgekehrt aus unruhigen Zeiten und Krieg, gründet er eine Einsiedlerzelle. Aus Herilos Zelle entsteht die Siedlung Hirschzell. Man vermutet sie an der Stelle, wo heute das Gemeinschaftshaus Sonne steht. Parallel zu Herilos Schicksal erzählt die Rockoper von einer spannenden Dreiecksgeschichte in der Gegenwart. Da ist Rocksängerin Marie, die einen verfallen Gasthof erbt. Was hält ihr Verlobter davon? Welchen Einfluss hat ein Historiker? Für welchen Lebensweg wird sie sich entschieden? Eine geheime Kraft verbindet sie sogar mit dem Schicksal von Herilo.
Die Rockoper schlägt eine Brücke aus dem Mittelalter in die Gegenwart und weist weit über die Liebesgeschichten hinaus. Wie sollen wir miteinander umgehen? Was ist wahre Liebe? Wie können wir uns den Einflüsterungen des Bösen entziehen? Wann entscheiden wir uns zwischen Zerstörung oder Erhaltung.
Die Rockoper Herilo vereint zeitlose Motive mit unterhaltsamen Szenen und kraftvoller Musik, die eigens von Christian Adolf geschaffen wurde. Der renommierte, lokale Komponist und Musiker verbindet das Beste aus dem Genre Rock und Musical: satte Sounds und romantische Balladen. Charakterstarke Figuren und solche, die aus Goethes Faust entsprungen sein könnten, machen diese ausgefallene Rockoper mit einer 40-köpfigen Blaskapelle (Hirschzell) und einer eigens formierten Rockband zu einem packenden musikalischen Erlebnis. Bekannte Musiker verleihen der Besetzung einen besonderen musikalischen Glanz. Unter ihnen der virtuose Gitarrist Frank Pané, die Sänger Thomas Wohlfahrt, Finalist bei Star Search und Dan Lucas, der Gewinner der ersten Staffel von The Voice Senior.
Die beiden einmaligen Liebesgeschichten, die die Jahrhunderte miteinander verbindet, wird auch dank eines einzigartigen Bühnenaufbaus in der energie schwaben arena zu einem außergewöhnlichen Musik- und Theaterereignis. Auf einer überdimensionalen Videowand von 24 Metern Länge und 5 Metern Höhe wird die Geschichte eindrucksvoll bebildert und entführt in längst vergangene Zeiten. Aufwändige Beleuchtung und modernster Veranstaltungstechnik tauchen die Sporthalle in eine einzigartige Atmosphäre.
Wolfgang Wiedemann – Initiator und Finanzier durch die Wiedemannstiftung
„Das Fassungsvermögen der Arena liegt bei rund 8.000 Personen für die vier Aufführungen. Aktuell sind etwa 2.800 Karten verkauft, eine Auslastung von rund 70 Prozent ist unser Ziel. Es ist ein Wagnis – viele können sich noch kaum vorstellen, was für eine beeindruckende Produktion hier entsteht. Ich hoffe, dass die Menschen kommen und mit uns HERILO erleben.“
Franz Josef Pschierer – Präsident des ASM
„Der Allgäu-Schwäbische Musikbund unterstützt HERILO sehr gerne. Wir informieren alle unsere rund 85.000 Mitglieder und bieten ab 25 Personen 20 Prozent Gruppenrabatt. HERILO ist für uns zudem auch ein Testlauf – für unser 100-jähriges Jubiläum 2026 möchten wir das Eisstadion ebenfalls als Veranstaltungsort nutzen.“
Bernhard Pohl – MdL
„Die energie schwaben arena wird zunehmend zur Multifunktionshalle. Das macht sie zum idealen Ort für ein solches Projekt. Mein Lob gilt Wolfgang und Katharina Wiedemann, die mit Engagement und unternehmerischer Erfahrung Großes leisten.“
Stefan Bosse – Oberbürgermeister Stadt Kaufbeuren
„Vier Mal das Eisstadion für eine Rockoper zu füllen – das ist ein hoher Anspruch. Beeindruckend ist, dass dieses Projekt privat getragen wird. Die Stadt beteiligt sich im Rahmen eines überschaubaren Zuschusses. Ich hoffe sehr, dass HERILO erfolgreich ist. Alles deutet darauf hin, dass hier durch gemeinschaftliche Arbeit etwas Besonderes entstanden ist.“
Ein kultureller Meilenstein für Kaufbeuren?
Mit HERILO entsteht in Kaufbeuren mehr als ein Musikereignis. Es ist ein kultureller Versuch, neue Wege zu gehen – künstlerisch wie auch infrastrukturell. Und vielleicht wird HERILO nicht nur ein einmaliges Ereignis, sondern der Auftakt für weitere Formate in der energie schwaben arena.
Klar.Text Podcast zu Herilo
HERILO – Rockmusik trifft Geschichte. Ein Musical-Projekt mit Strahlkraft für Kaufbeuren. Emotional, mutig und einzigartig. Mit zwei Songs aus dem Musical
In dieser Folge des Klar.Text – Podcasts spricht Claus Tenambergen mit Christian „Adi“ Adolf – Musiker, Komponist, Sprecher und kreativer Kopf hinter dem Musiktheaterprojekt HERILO, das vom 19. bis 22. Juni 2025 in der energie schwaben arena in Kaufbeuren zur Aufführung kommt. Gemeinsam werfen sie einen Blick hinter die Kulissen eines multimedialen Bühnenwerks, das Geschichte und Gegenwart, Rockmusik und Klassik, große Emotion und regionale Kultur miteinander verbindet.
Was hat es mit der Figur Herilo auf sich? Warum wird ausgerechnet eine Eishalle zur Musical-Bühne? Und was braucht es, um ein solches Projekt überhaupt auf die Beine zu stellen? Ein spannendes Gespräch über Kreativität, Heimatverbundenheit und die Kraft der Musik – und über ein Kulturereignis, das Kaufbeuren so noch nie erlebt hat. Zum Abschluss der Folge gibt es einen besonderen Vorgeschmack: Zwei Songs aus dem Musical HERILO – exklusiv vorab und eindrucksvoll produziert. Ein musikalisches Highlight, das Lust auf mehr macht.
Grenzsteinführung – Wanderung zu den sechs Marksteinen des Jahres 1598
Am 1. Juni lädt der Heimatverein Kaufbeuren zu einer Grenzsteinführung ein. Thomas Pfundner leitet die Wanderung zu den sechs Marksteinen des Jahres 1598 zwischen Kemnat-Ölmühlhang und Skihütte. Treffpunkt ist um 13.45 Uhr am Bahnhof Kaufbeuren oder um 14.00 Uhr an der Friedsäule am Mariengymnasium. Von hier aus geht es mit dem Auto zum Parkplatz oberhalb des Ölmühlhangs. Rückfahrmöglichkeiten von der Skihütte sind vorhanden.
links das Landes-Jugendjazzorchester Bayern (Foto: Ludwig Olah), rechts das offizielle Veranstaltungsplakat zu YouZZ 2025 in Kaufbeuren
Drei Tage voller Musik, Begegnung und neuer Klangwelten – die Altstadt wird zur Bühne der Jugend
15 Bands auf zwei Bühnen. Open-Air-Feeling in der Altstadt. Eintritt frei
Vom 30. Mai bis 1. Juni wird die Kaufbeurer Altstadt zur Open-Air-Bühne: Mehr als 100 junge Musikerinnen und Musiker aus Bayern, Österreich und Tschechien bringen beim internationalen Jugend-Jazz-Festival YouZZ die Stadt zum Klingen. Auf zwei Bühnen – am Obstmarkt und in der Kaiser-Max-Straße – zeigen 15 Bands an drei Tagen ihr Können. Der Eintritt zu allen Konzerten und Jam-Sessions ist frei.
Das Festival lebt vom Engagement und der Kreativität junger Menschen – auf, vor und hinter der Bühne. „Es geht um Begegnung, Miteinander und gemeinsames Wachsen – auf, vor und hinter der Bühne“, so Cornelia Otto, Leiterin des Jugendreferats. „Mehr als 100 Musiktalente bringen ihre Energie und ihren frischen Sound auf die Bühnen und setzen gemeinsam ein kulturelles Ausrufezeichen für unsere Stadt und die Region“, freut sich Bürgermeister Oliver Schill. „YouZZ ist ein Festival von Jugendlichen – für alle.“
Musikalische Höhepunkte
Den Festivalauftakt am Freitag, 30. Mai, macht die Kaufbeurer Projektband „Kaufbeurer Allerlei“ um 18 Uhr in der einmaligen Besetzung Atakan Pala (Gesang), Liam Simpson (Trompete), Tobias Schill (Altsaxophon), Philipp Jassenowitch (Tenorsaxophon), David Savary Arantes (Gitarre), Lucie Tümmers (Klavier), Simon Neureuter (E-Piano), Julius Herb (Kontrabass) und Jakob Kerler (Schlagzeug).
Danach folgt das Duo Schriefl und Rummel – zwei Musiker, null Grenzen. Sie begeistern mit einem Mix aus Jazz, Klassik, Volksmusik und überraschender Klangkunst – ein Highlight voller Witz, Virtuosität und Improvisation.
Am Samstagabend bringt das Landes-Jugendjazzorchester Bayern die Bühne zum Beben: Virtuos, mitreißend und stilistisch vielfältig präsentiert sich das Auswahlensemble der besten bayerischen Nachwuchsjazzer auf dem Obstmarkt.
Die Bühne gehört der Jugend
Ob das Jazz-Trio aus Reutte, die Saxophon-Combo aus München, das Jazztet aus Jablonec nad Nisou oder heimische Ensembles wie „PicPänth“, „Undergrounds“ oder „JazzQuadrat“ aus Kaufbeuren – die Bühnen gehören ganz der jungen Generation. Alle Bands und Combos wurden von erfahrenen Musikpädagoginnen und -pädagogen vorbereitet und zeigen eindrucksvoll, wie viel musikalisches Potenzial in der Jugend steckt. Das Publikum darf sich auf frische Sounds, viel Leidenschaft und überraschende Entdeckungen freuen.
Workshops mit Profis
Ein besonderer Fokus liegt auf der Förderung: In Workshops mit Jazz-Dozent Daniel Klingl, Lead-Altsaxophonist der renommierten Jazzrausch Bigband, erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wertvolle Impulse für Improvisation, Zusammenspiel und stilistische Vielfalt. Auch hinter der Bühne ist die Jugend gefragt – etwa in der Technik-AG des Jakob-Brucker-Gymnasiums, unterstützt vom erfahrenen Audio Engineer Johannes Nocker.
Ein ganzes Stadtviertel im Jazz-Fieber
Neben den Bühnen sorgt ein buntes Rahmenprogramm in der Ludwigstraße für Festivalatmosphäre: Straßenaktionen, Kulinarik und Live-Musik laden zum Verweilen ein. Kaufbeuren zeigt sich an diesen Tagen von seiner musikalischsten Seite – offen, kreativ und voller jugendlicher Energie.
Organisiert von der Stadt – gestaltet von der Jugend
Hinter YouZZ stehen viele engagierte Köpfe: Die Ludwig Hahn Sing- und Musikschule Kaufbeuren und das Bildungsbüro der Stadt organisieren das Festival in Kooperation mit der Allgäuer Jazz Initiative unter der künstlerischen Leitung von Tiny Schmauch. Unterstützung kommt von zahlreichen Ehrenamtlichen, Förderern, Spendern und nicht zuletzt von den vielen jungen Musikerinnen und Musikern, die das Festival mit Leben füllen. „Ich bin stolz, dass Kaufbeuren jungen Musikerinnen und Musikern Raum zur Entfaltung bietet – und dass so viele engagierte Menschen dieses besondere Ereignis möglich machen“, so Oberbürgermeister Stefan Bosse.
Alle Infos auf einen Blick:
Freitag, 30.05.2025, 18:00 Uhr: Eröffnung mit „Kaufbeurer Allerlei“, danach „Schriefl und Rummel“, anschließend offene Jam-Sessions
Samstag, 31.05.2025, 11:00–17:30 Uhr: Bigbands und Jazzbands in der Altstadt
Samstag, 31.05.2025, 19:00 Uhr: Konzert des Landes-Jugendjazzorchesters Bayern, anschließend offene Jam-Session
Sonntag, 01.06.2025, 10:00 Uhr: Bigbands und Jazzbands in der Altstadt
Sonntag, 01.06.2025, 13:30 Uhr: Finale – gemeinsames Abschlusskonzert
Eintritt frei zu allen Auftritten, Konzerten und Jam-Sessions. Alles Open-Air – Schlechtwetter-Variante laut Programmheft. Programm & Updates: www.youzz-kaufbeuren.de
Verkehrsregelungen während des Festivals
Zur sicheren Durchführung des Festivals wird die obere Kaiser-Max-Straße am Samstag, 31. Mai (9:00–18:30 Uhr), und Sonntag, 1. Juni (8:30–15:00 Uhr), für den Verkehr gesperrt. Halteverbote gelten bereits ab Freitag, 30. Mai, 6:30 Uhr, bis Montag, 2. Juni, 12:00 Uhr.
Der Weltladen erweitert sein Angebot um besondere Schmuckstücke mit Herkunft und Haltung: Kanthaschmuck aus Indien, handgefertigt im Sinne des Fairen Handels und aus recycelten Materialien. Die farbenfrohen Accessoires setzen nicht nur modische Akzente, sondern erzählen auch von Tradition, Handwerk und nachhaltigem Konsum.
Die Technik der Kanthaherstellung hat eine jahrhundertealte Geschichte. In Indien werden alte Saris – das traditionelle Gewand vieler Inderinnen – in liebevoller Handarbeit zu neuem Schmuck verarbeitet. Im Zentrum jeder Kantha-Perle befindet sich ein Holzkern, der sorgfältig mit einem Stück Sari-Stoff umwickelt wird. So entsteht aus dem Stoff vergangener Geschichten ein neues, tragbares Einzelstück – jedes Stück ist einzigartig.
Vier Tage, vier Etappen, eine spirituelle Erfahrung
Das Crescentiakloster und Kaufbeuren Marketing bieten vom 29. Mai bis zum 01. Juni begleitete Pilgerwanderungen auf dem Crescentia-Pilgerweg an. Wichtige Orte aus dem Leben der Heiligen Crescentia werden durch den Pilgerweg verbunden. Die Pilgerwegbegleiter geben Impulse, regen zum Nachdenken an und unterstützen die Wanderer, Natur, Spiritualität und Gemeinschaft intensiv zu erfahren.
Der 90 Kilometer lange Pilgerweg wird in den vier Tagen in Etappen zwischen 17 bis 28 Kilometern erwandert, welche auch einzeln buchbar sind. Die Pilger werden morgens mit dem Bus zu den Etappen gebracht und abends nach Kaufbeuren zurückgefahren. Start der Pilgerwanderungen ist um 7:30 Uhr (am Donnerstag, 29. Mai und Sonntag, 01. Juni bereits um 7:00 Uhr) in der Klosterkirche des Crescentiaklosters. Die Teilnahmegebühr beträgt 25,00 Euro pro Person und Etappe inklusive Bustransfer.
Wichtig sind ausreichende Verpflegung, gute Schuhe und wetterangepasste Kleidung. Die Pilgerwanderungen finden bei jeder Witterung statt. Kaufbeuren Marketing bittet um Anmeldung in der Tourist Information unter 08341 437-190 oder per E-Mail an tourist-info@kaufbeuren.de. Alle Termine sind unter https://www.kaufbeurentourismus.de/geführte-pilgerwanderungen.html im Internet zu finden.
Heimatverein lädt zur Führung mit Sonderausstellung ein
Kaufbeuren, Mai 2025 – Am Mittwoch, den 28. Mai, bietet der Heimatverein Kaufbeuren eine besondere Gelegenheit für alle historisch Interessierten: eine Führung durch das Bezirksarchiv Schwaben mit anschließender Besichtigung der Sonderausstellung „Unterwegs im Bezirk“.
Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr im Bezirksarchiv, Schmiedgasse 23 in Kaufbeuren. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung wird empfohlen: 📞 Tel. 0821/3101-3060 📧 bezirksarchiv@bezirk-schwaben.de
Während der etwa einstündigen Führung erhalten Besucherinnen und Besucher einen Einblick in die Arbeit des Bezirksarchivs, das bedeutende Dokumente zur Geschichte Schwabens bewahrt und zugänglich macht.
Im Anschluss steht die Ausstellung „Unterwegs im Bezirk“ im Mittelpunkt. Sie zeigt, wie vielfältig sich das Leben und Wirken im Regierungsbezirk gestaltet – gestern wie heute.
Nach dem Rundgang lädt der Heimatverein alle Teilnehmenden zu einem gemütlichen Ausklang in ein nahegelegenes Gasthaus ein – eine Gelegenheit zum Austausch und zur Vertiefung des Erlebten.
Thomas Schönhoff rezitiert heimatliche Verse im Isergebirgs-Museum
Am Samstag, den 31. Mai 2025, lädt das Isergebirgs-Museum Neugablonz um 15:00 Uhr zu einem besonderen Mundartnachmittag mit Thomas Schönhoff ein. Unter dem Titel „Wie s drhejme wor“ rezitiert der Preisträger des Bayerischen Dialektpreises 2024 beliebte Verse in Paurischer Mundart, einer sudetendeutschen Sprachvariante, die durch das Engagement von Menschen wie Schönhoff lebendig gehalten wird.
Poesie aus der Heimat
Im Zentrum der Lesung stehen Gedichte und Texte von Walter Beer, Emma Hollmann, Marie Hübner und Heinz Kleinert – Autoren, die ihre Herkunft und Erinnerungen in paurischer Sprache festgehalten haben.
Thomas Schönhoff wurde für seine Arbeit zur Pflege dieser speziellen Mundart 2024 mit dem Bayerischen Dialektpreis ausgezeichnet. Mit viel Gefühl und sprachlichem Feinsinn bringt er die Poesie und den Klang dieser Sprachtradition zur Geltung.
Veranstaltungsort und Anmeldung
Die Veranstaltung findet im Isergebirgs-Museum Neugablonz im Gablonzer Haus am Bürgerplatz 1, Kaufbeuren, statt. Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten wird eine Voranmeldung empfohlen:
Drei Wochen Musik, Kunst und Stadtleben in der Kaiser-Max-Straße
Auf dem Weg zu einer attraktiveren und belebteren Altstadt entwickelt die Stadt Kaufbeuren die beliebten ARTigen Samstage in diesem Jahr weiter und hebt sie auf ein neues Level. Dafür zieht die Bühne, die in den vergangenen Jahren am Obstmarkt stand, in die untere Kaiser-Max-Straße um – und das gleichzeitig verbunden mit einer spannenden Erweiterung.
Vom 26. Juli bis zum 17. August 2025 verwandelt sich die Kaiser-Max-Straße an Samstagen und bei Bedarf auch sonntags, wochentags nach Ladenschluss ab 18 Uhr und am Feiertag an Mariä Himmelfahrt in einen lebendigen Stadtplatz mit Kultur und Musik. In dieser Zeit ist es möglich, die Straße zu sperren, sodass eine Open Stage entsteht, die für Künstlerinnen und Künstler offensteht. Gastronomen und andere Interessierte sind herzlich eingeladen, sich als Veranstalter oder mit einem Stand zu beteiligen. Die Stadtverwaltung unterstützt dies durch Koordination und begleitendes Marketing. Interessierte können sich per Mail an das Wirtschaftsreferat wenden: referat200@kaufbeuren.de
Mit den dreiwöchigen Summer Streets in der Kaiser-Max-Straße soll ein vielfältiges Programm mit Musik, Kunst und kulinarischen Highlights entstehen, um Kaufbeuren in der Hochsaison für Einheimische sowie für Ferien- und Tagesgäste im Allgäu noch attraktiver zu machen. „Unser Ziel ist es, ein Stadtplatz-Feeling in der Kaiser-Max-Straße zu schaffen. Kaufbeurens Stadtgesellschaft kann so viel und ist so überraschend abwechslungsreich und kreativ. Wir hoffen, dass sich viele an dem Projekt beteiligen und wir so gemeinsam einen tollen Sommer in der Altstadt erleben werden“, so Wirtschaftsreferent Andreas Bauer.
Den Rahmen für die dreiwöchigen Summer Streets bilden die beliebten ARTigen Samstage, die unter dem Motto Kunst und Kultur zur Einkaufszeit an den Samstagen vom 26. Juli bis zum 16. August 2025 bei guten Wetter jeweils von 11 bis 15 Uhr das Einkaufserlebnis in der Innenstadt bereichern. Das sind die Veranstaltungen im Überblick: • 26. Juli: SingTonic • 2. August: It Hudla • 9. August: Soultrouble and the Heavy Horns • 16. August: Rock ‘n‘ Ropes
Oberbürgermeister Stefan Bosse: „Ich freue mich darauf, etwas Neues in der Kaiser-Max-Straße auszuprobieren. Ich bin mir sicher, dass die Kombination aus gastronomischer Vielfalt, kulturellen Angeboten und einem attraktiven Stadtbild viele Bürgerinnen und Bürger und Besucherinnen und Besucher in unsere schöne historische Altstadt locken wird.“ An allen Terminen vom 26. Juli bis zum 17. August kann die Bühne in der Kaiser-Max-Straße von Interessenten aus der Stadtgesellschaft genutzt werden. Die Bühne steht von Montag bis Freitag ab 18 Uhr, samstags ab 17 Uhr und sonntags ab 11 Uhr zur Verfügung. Für die Nutzung ist eine Reservierung vorab per Mail unter referat200@kaufbeuren.de oder telefonisch unter 08341 437 103 notwendig.
Musik in der Stadt am 24.05.2025. Ein Format der Musikschule Kaufbeuren in der historischen Altstadt. Hier ein paar Bilder von einigen der zahlreichen Stationen im Zentrum. Foto: Claus Tenambergen
Musik erfüllt die Altstadt von Kaufbeuren
Unter dem Titel „Musik in der Stadt, ein Open Air Musikspaziergang“ machten junge Ensembles der Musikschule am Samstag, 24.05.2025 in der Altstadt Kaufbeurens an mehreren Stationen Musik erlebbar. An mehreren Stationen entlang des Stadtkerns präsentierten junge Musikerinnen und Musiker ihr Können – von Jazz bis Klassik, von Blasmusik bis zu zarten Harfenklängen. Der Eintritt zu diesem Musik-Open-Air war frei. Die Ensembles der Ludwig-Hahn-Sing- und Musikschule waren es, die den öffentlichen Raum mit Leben füllten.
Offenes Musikformat mit Flair
Der musikalische Spaziergang begann am Kemptener Tor und führte über Obstmarkt und Kirchplatz bis hin zur Kaiser-Max-Straße und Sparkassen-Passage. An jeder Station warteten neue Klangfarben auf das Publikum. Die offenen Plätze und Wege luden zum Verweilen ein – Passantinnen und Passanten nutzten die Gelegenheit, um innezuhalten und der Musik zu lauschen.
Musik in der Stadt am 24.05.2025. Ein Format der Musikschule Kaufbeuren in der historischen Altstadt. Hier ein paar Bilder von einigen der zahlreichen Stationen im Zentrum. Foto: Claus TenambergenMusik in der Stadt am 24.05.2025. Ein Format der Musikschule Kaufbeuren in der historischen Altstadt. Hier ein paar Bilder von einigen der zahlreichen Stationen im Zentrum. Foto: Claus TenambergenMusik in der Stadt am 24.05.2025. Ein Format der Musikschule Kaufbeuren in der historischen Altstadt. Hier ein paar Bilder von einigen der zahlreichen Stationen im Zentrum. Foto: Claus TenambergenMusik in der Stadt am 24.05.2025. Ein Format der Musikschule Kaufbeuren in der historischen Altstadt. Hier ein paar Bilder von einigen der zahlreichen Stationen im Zentrum. Foto: Claus TenambergenMusik in der Stadt am 24.05.2025. Ein Format der Musikschule Kaufbeuren in der historischen Altstadt. Hier ein paar Bilder von einigen der zahlreichen Stationen im Zentrum. Foto: Claus TenambergenMusik in der Stadt am 24.05.2025. Ein Format der Musikschule Kaufbeuren in der historischen Altstadt. Hier ein paar Bilder von einigen der zahlreichen Stationen im Zentrum. Foto: Claus Tenambergen
Gemeinschaftsprojekt mit Tradition
Veranstaltet wurde der Musikspaziergang von der Stadt Kaufbeuren in Kooperation mit der Ludwig Hahn Sing- und Musikschule.
„Herilo“ – die Rock-Oper: Vergangenheit trifft Rockmusik – ein einzigartiges Bühnenprojektin Kaufbeuren
Vom 19. bis 22. Juni 2025 feiert die energie schwaben arena eine Premiere: Erstmals wird das Eisstadion zur Bühne für ein spektakuläres Kulturereignis. Die Rockoper HERILO bringt die faszinierende Geschichte des Einsiedlers Herilo aus dem 9. Jahrhundert auf die Bühne – eine historische Figur, deren Entscheidungen den Grundstein für eine neue Heimat legten.
In Kaufbeuren entsteht damit eine außergewöhnliche Rock-Oper, die ursprünglich als Buch veröffentlicht wurde. Die Erzählung wird nun musikalisch übersetzt und mit Themen wie Liebe, Verlust und Hoffnung auf beeindruckende Weise mit moderner Rockmusik vereint.
Initiator ist Unternehmer Wolfgang Wiedemann, der mit seiner Stiftung ein neues Kapitel regionaler Kulturgeschichte aufschlägt. Komponist Christian Adolf schafft eine eindrucksvolle Klangwelt aus Rock und Klassik, während Regisseur Franz-Josef Körner Theater, Tanz und Musik zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen lässt.
Neben einem 40-köpfigen Orchester und einer eigens formierten Rockband sorgen prominente Musiker wie Frank Pané (Bonfire), Thomas Wohlfahrt (Star Search) und Dan Lucas (The Voice Senior) für musikalischen Glanz. Internationale Künstler und lokale Talente machen HERILO zu einem kulturellen Ereignis mit Strahlkraft über die Stadtgrenzen hinaus.
Eine riesige LED-Wand, modernste Veranstaltungstechnik und die Umgestaltung der Arena schaffen eine atmosphärische Bühne für ein eindrucksvolles, multimediales Erlebnis – ein Meilenstein in der Kulturlandschaft Kaufbeurens.
Die Aufführungen in der energie schwaben arena in Kaufbeuren:
Am 19., 20., 21. und 22. Juni 2025
Beginn jeweils 18 Uhr
energie schwaben arena, Bahnhofstrasse 11, 87600 Kaufbeuren
Für die Besetzung der Rock-Oper konnten hochkarätige und bekannte Künstler gewonnen werden. Danny Wohlrab übernimmt die Hauptrolle des Herilo. Ergänzt wird das Ensemble durch Thomas Wohlfahrt, bekannt aus „Star Search“, und Dan Lucas, Gewinner von „The Voice Senior“. Der erfahrene Gitarrist Frank Pané, fester Musiker von Bonfire, sorgt zusammen mit seiner Familie für musikalische Höhepunkte. Christian „Adi“ Adolf übernimmt die Rolle des Sprechers und spielt an den Keyboards.
Auf der Bühne erwartet das Publikum eine beeindruckende Klangvielfalt: Live-Rockmusik trifft auf einen Chor, die Musikkapelle Hirschzell und über 100 Mitwirkende, die gemeinsam ein unvergessliches Musikerlebnis schaffen.
Zwischen Heimat, Handel und Hülle: Kunsthaus Kaufbeuren eröffnet vielfältige Projekte mit neuer Leitung
Mit dem Start der neuen Leitung durch Lisa Britzger beginnt das Kunsthaus Kaufbeuren ab dem 28. Juni 2025 eine neue Programmatik: Drei künstlerische Projekte eröffnen gleichzeitig auf den drei Etagen des Hauses – jedes mit einem individuellen Fokus auf Raum, Kontext und Interaktion.
Neue Wege der Kunstvermittlung im Kunsthaus Kaufbeuren
Das Haus präsentiert mit Frauke Zabel, Gabi Blum und Studierenden der TH Augsburg drei Positionen, die das Gebäude und seine gesellschaftliche Rolle neu verhandeln. Die Vielfalt der künstlerischen Ansätze lädt Besucher*innen ein, sich aktiv mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auseinanderzusetzen.
Speicher: Frauke Zabel – beständig war die Perle
Frauke Zabel verwebt persönliche Ausbildung und globale Geschichte: Ihr Projekt beleuchtet die Glasperlenproduktion von Neugablonz bis Südamerika und verbindet Archivmaterialien mit künstlerischer Reflexion. Ausgangspunkt ist ihre eigene Ausbildung zur Goldschmiedin – und die Technik des Glasperlenwickelns. Zabels Sammlung im Dachgeschoss versteht sich als offenes Labor: Performativ, forschend, zugänglich. Stadtspaziergänge und Plakataktionen im öffentlichen Raum erweitern das Projekt in den Alltag von Kaufbeuren.
Saal: Gabi Blum – Raum ohne Wände
Mit einer raumgreifenden, wandelbaren Installation bringt Gabi Blum einen „küchenähnlichen“ Ort der Begegnung ins Zentrum. Ihre Arbeiten überschreiten Genregrenzen und binden Besucherinnen direkt ein. Der Raum verändert sich über Wochen: Performance, Gespräch und Gastkünstlerinnen bringen neue Impulse. Heimatstube, Filmset, Zufluchtsort – eine Kulisse, die Fragen nach Schutz, Veränderung und Zusammenleben stellt.
Foyer: KUNSTHAUS – HAUSKUNST – Studierende der TH Augsburg
Studierende des Masterstudiengangs Identity Design der TH Augsburg nutzen das Foyer als Labor für Ideen. Im Dialog mit der Stadtgesellschaft hinterfragen sie die Rolle des Kunsthauses und schlagen neue Verbindungen zwischen innen und außen vor. Ihre Entwürfe und Installationen laden zur Beteiligung ein – das Kunsthaus als Ort des Austauschs und der Gestaltung.
Veranstaltungen und Begleitprogramm
Das Programm begleitet die Ausstellungen mit Rundgängen, Gesprächen, Performances und einer Finissage mit „Cornern“ im Oktober. Ziel ist es, neue Formate der Kunstvermittlung zu erproben, die Besucher*innen nicht nur betrachten, sondern einbeziehen.
Ein neues Kapitel für das Kunsthaus
Die künstlerischen Arbeiten verbinden individuelle Biografien mit kollektiven Erzählungen. Dabei setzen sie bewusst auf Wandel, Offenheit und Dialog. Das Programm für 2025/26 thematisiert Übergänge, Zwischenräume und neue Perspektiven – künstlerisch und gesellschaftlich.
Der Weltladen Kaufbeuren hat neue Ware im Sortiment: Trunks und Socken des Labels GREENBOMB sind ab sofort in vielen sommerlichen Farben und Mustern erhältlich. Die Produkte bestehen aus zertifizierter Biobaumwolle und kombinieren angenehmen Tragekomfort mit nachhaltiger Herstellung.
Mode mit Haltung – auch bei Basics
Die neuen Trunks und Socken bringen frischen Wind in die Alltagsgarderobe. Ob knallige Farben, verspielte Muster oder dezente Töne – GREENBOMB setzt auf Designs, die gute Laune machen. „Bunte Socken sind für manche ein Statement, für andere einfach ein Stück Lebensfreude“, heißt es aus dem Weltladen-Team.
Und auch bei Unterwäsche gilt: Qualität und Design schließen Nachhaltigkeit nicht aus. Die Kleidung ist fair produziert, GOTS-zertifiziert und besonders hautfreundlich.
Reinschauen lohnt sich
Wer sich für umweltbewusste Mode interessiert, findet im Weltladen Kaufbeuren eine Auswahl, die über die neuen Trunks und Socken hinausgeht. Der Laden bietet seit Jahren faire Kleidung, Accessoires und Geschenkideen aus aller Welt – mit dem Anspruch, globale Verantwortung vor Ort sichtbar zu machen.
Tag der offenen Tür in der Kleiderkammer des Tänzelfestvereins Kaufbeuren am Samstag, 24. Mai 2025
Am Samstag, den 24. Mai 2025, öffnet die Kleiderkammer des Tänzelfestvereins Kaufbeuren ihre Türen für interessierte Besucherinnen und Besucher. Zwischen 11:00 und 14:00 Uhr besteht die Möglichkeit, einen seltenen Einblick in die Welt hinter den Festumzügen zu erhalten.
Historische Kostüme aus nächster Nähe
Die Kleiderkammer gilt als Herzstück des traditionellen Tänzelfestes. Dort lagern die aufwendig gestalteten Kostüme, die Jahr für Jahr Kinder und Jugendliche beim Umzug tragen. Wer schon immer wissen wollte, wie diese Kleider entstehen und gepflegt werden, hat an diesem Tag Gelegenheit dazu. Kammerdamen erzählen gerne Geschichten rund um die Entstehung, Pflege und Geschichte einzelner Kleidungsstücke.
Musik und Bewirtung sorgen für eine angenehme Atmosphäre
Abgerundet wird der Tag der offenen Tür durch musikalische Begleitung der Tänzelfestknabenkapelle, die zwischen 11:00 und 12:00 Uhr für festliche Stimmung sorgt. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Kaffee und Kuchen laden zum Verweilen ein.
Ein Fest für alle Sinne
Ob als Einstimmung auf das bevorstehende Tänzelfest oder einfach aus Neugier: Der Besuch in der Kleiderkammer bietet einen lebendigen Einblick in ein Stück gelebte Stadtkultur. Der Tänzelfestverein freut sich über alle Gäste, die diesen besonderen Ort kennenlernen möchten.
Kleiderkammer des Tänzelfestvereins Kaufbeuren Spitaltor 5 87600 Kaufbeuren
Der Sänger Thomas Wohlfahrt ist Teil des Ensembles der Rockoper Herilo, die vom 19. bis 22. Juni in der energie schwaben Arena in Kaufbeuren aufgeführt wird. Foto: Screenshot vom Video
Bei Herilo spielt der Sänger Thomas Wohlfahrt die Rolle des Dr. „Doc“ Herrlein
Thomas Wohlfahrt bei Herilo – das Video (Produktion Herilo)
Zu Thomas Wohlfahrt
Thomas Wohlfahrt ist ein deutscher Sänger und Musiker aus dem Allgäu, der seit über drei Jahrzehnten die Musikszene bereichert. Bekannt wurde er 2003 durch seinen zweiten Platz bei der Sat.1-Castingshow Star Search, was ihm einen Plattenvertrag bei Universal Records einbrachte. Seine Karriere umfasst mehrere Soloalben, Auftritte mit der Band AllgäuPower und das Duo La Familia. Seit 2016 tourt er mit seinem Solo-Programm „Eine musikalische Reise durch mein Leben“ durch Deutschland. Seine Musik verbindet Pop, Rock und Schlager mit persönlichen Geschichten, die sein Publikum begeistern.
Zu Herilo
„Herilo“ – die Rock-Oper: Vergangenheit trifft Rockmusik – ein einzigartiges Bühnenprojekt in Kaufbeuren
Vom 19. bis 22. Juni 2025 feiert die energie schwaben arena eine Premiere: Erstmals wird das Eisstadion zur Bühne für ein spektakuläres Kulturereignis. Die Rockoper HERILO bringt die faszinierende Geschichte des Einsiedlers Herilo aus dem 9. Jahrhundert auf die Bühne – eine historische Figur, deren Entscheidungen den Grundstein für eine neue Heimat legten. Weitere Informationen zu Herilo und zum Ticketverkauf hier auf Wir sind Kaufbeuren
Foto: Günter Fortmeier, Frank Sauer, Volkmar Staub
Wenn Kalauer Kunst wird – Ein Abend für Freunde des feinen Wortwitzes
Heinz Erhardt lebt – auf der Bühne des Podium Kaufbeuren
Er war der ungekrönte König des Kalauers, der scharfzüngige Spaßmacher der Nachkriegszeit: Heinz Erhardt. Mit seiner Mischung aus Wortspiel, Situationskomik und dichterischer Präzision prägte er die deutsche Unterhaltung wie kaum ein anderer. Nun wird seine unverkennbare Handschrift erneut lebendig – in der HEINZ-ERHARDT-SHOW am Freitag, den 23. Mai 2025 im Podium Kaufbeuren.
Drei Künstler – ein gemeinsames Ziel
Günter Fortmeier, bekannt für seine virtuose Schatten- und Handtheaterkunst, sowie die Kabarettisten Frank Sauer und Volkmar Staub bringen Erhardts Werke auf die Bühne – jedoch ohne in die Falle der Imitation zu tappen. Stattdessen interpretieren sie seine Gedichte, Sketche und Lieder auf ihre jeweils eigene künstlerische Weise.
Ob sie dichten, hiphoppen oder zitieren – die drei Künstler nehmen Erhardts Texte ernst und zugleich spielerisch. Sie „kneten die Gedichte, bis sie quietschen“, wie es treffend heißt, und erschaffen damit ein neues Bühnenerlebnis, das dem Geist Erhardts treu bleibt.
Humor, der bleibt
Die HEINZ-ERHARDT-SHOW beweist, dass Erhardts Humor auch Jahrzehnte nach seinem Schaffen nichts von seiner Wirkung verloren hat. Die Mischung aus Wortwitz, Poesie und schräger Beobachtung lässt das Publikum lachen – ganz ohne Alkohol, aber mit dem Gefühl, als hätte man „etliche Korn in der Kimme“.
Das renommierte Kaufbeurer Vokalensemble Quintensprung lädt Ende Mai und Anfang Juni zu einem besonderen Konzert ein. Am 31. Mai um 19 Uhr in der Blasiuskirche Kaufbeuren.
Klangreise durch die Jahrhunderte
Quintensprung ist bekannt für seine stilistische Offenheit – von gregorianischen Chorälen über Renaissancepolyphonie bis hin zu modernen Arrangements. Besonders im Fokus steht dieses Mal die Renaissancezeit, vertreten durch Werke von:
Johann Eccard
Orlando di Lasso
Luca Marenzio
Claudio Monteverdi
Cipriano de Rore
Tomás Luis de Victoria
Diese Komponisten lassen sakrale und weltliche Musik in einem fein abgestimmten Programm aufeinandertreffen.
Von der Romantik bis zur Gegenwart
Ein romantischer Akzent wird durch eine Komposition von Pjotr Tschaikowski gesetzt. Ergänzt wird das Repertoire durch moderne Stücke, unter anderem der bekannten King’s Singers, die regelmäßig fester Bestandteil der Konzerte sind. Zudem dürfen sich die Gäste auf ein eher ungewöhnliches Stück freuen, das als musikalische Überraschung angekündigt ist.
Klangvolle Ergänzung
Das Konzerte wird nicht nur vokal gestaltet: Die Blockflötenkünstlerin Sandra Miller wird das Ensemble begleiten und dem Abend eine zusätzliche Klangfarbe verleihen.
Einladung an Musikliebhaber
Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei, Spenden sind jedoch willkommen. Das Ensemble freut sich auf viele Gäste, die gemeinsam mit Quintensprung in die Vielfalt vokaler Musik eintauchen möchten.
: Baustelle im Stadtmuseum Kaufbeuren (Foto: Stadtmuseum Kaufbeuren)
Wiedereröffnung ab Christi Himmelfahrt – Ausstellung zu NS-Zwangsarbeit läuft weiter
Das Stadtmuseum Kaufbeuren ist vom Freitag 23.05. bis einschließlich Mittwoch 28.05.2025 wegen einer Baustelle im Bereich der Toiletten für den Besucherverkehr geschlossen.
Ab Christi Himmelfahrt, Donnerstag, der 29.05.2025 ist das Museum zu den gewohnten Öffnungszeiten 10–17 Uhr wieder zugänglich. Derzeit ist das Ausstellungsprojekt „Massenverbrechen Zwangsarbeit. Kaufbeuren wagt Erinnerung“ mit der Sonderausstellung ]…[ Gedächtnisfinsternis der Künstlerin Cornelia Renz zu sehen.
Während der Schließung des Stadtmuseums ist die Geschäftsstelle des Kulturrings Kaufbeuren e.V. regulär geöffnet von Dienstag bis Donnerstag 9–12 Uhr. Karten sind außerdem rund um die Uhr online erhältlich unter www.kulturring-kaufbeuren.de. Am Mo, 26.05.2025 sind Anfragen per Email unter kulturring@kaufbeuren.de oder per Telefon unter 08341/9663966 zwischen 9–12 Uhr möglich.
Emmie Arbels Geschichte zwischen Trauma, Erinnerung und Selbstermächtigung
Am Donnerstag, den 22.05.2025 lädt das Stadtmuseum um 19 Uhr zur Lesung mit Comic-Künstlerin Barbara Yelin ein, die ihre Graphic Novel „Emmie Arbel. Die Farbe der Erinnerung“ vorstellt. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Allgäuer Literaturfestivals 2025 statt und ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „Massenverbrechen Zwangsarbeit. Kaufbeuren wagt Erinnerung“.
Emmie Arbel. Die Farbe der Erinnerung
Emmie Arbel, geboren 1937 in Den Haag, wird mit ihrer jüdischen Familie 1942 von den Nazis deportiert. Sie überlebt als Kind die Konzentrationslager Ravensbrück und Bergen-Belsen. Als der Krieg vorbei ist, ist sie acht Jahre alt. Ihre Eltern und Großeltern wurden im Holocaust ermordet. Mit ihren Brüdern wird Emmie von einer Pflegefamilie adoptiert und lebt in den Niederlanden. Doch die Rettung stellt sich dort gleichzeitig als neuer Leidensweg für das traumatisierte Kind heraus. 1949 wandert die Familie nach Israel aus. Im Kibbuz fühlt Emmie sich isoliert und nirgends zugehörig. Bis sie als junge Frau ihr Leben in die eigenen Hände nimmt.
Emmie Arbel lebt heute nahe Haifa. Immer wieder reist sie nach Deutschland, um als Zeitzeugin zu sprechen. Ihre Kindheit und Jugend waren geprägt von Gewalt, Missbrauch, Sprachlosigkeit und Einsamkeit. Sie blickt aber auch zurück auf ein Leben voller Rebellion, Selbstermächtigung und Humor. Auf Basis persönlicher Begegnungen und zahlreicher intensiver Gespräche mit Emmie Arbel schafft Barbara Yelin eindringliche Erinnerungsliteratur, die zugleich eine Reflexion über das Erinnern selbst ist.
Die Comic-Künstlerin Barbara Yelin
Barbara Yelin, geboren 1977 in München, studierte Illustration an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg. Als Comiczeichnerin ist sie zunächst in Frankreich durch die Bände “Le visiteur” und “Le retard” bekannt geworden. 2014 legte Barbara Yelin dann ihren vielfach ausgezeichneten Comicroman “Irmina” vor: Basierend auf einer wahren Geschichte, erzählt sie in atmosphärisch dichten Bildern einen Lebenslauf voller Brüche und fokussiert darin auf Mitläufertum und Wegsehen im Nationalsozialismus. Barbara Yelin zeichnete Comicstrips für die „Frankfurter Rundschau“ und den „Tagesspiegel“ und reiste als Workshopleiterin und Reportage-Zeichnerin an Orte wie Kairo, Bali, New Delhi, Tel Aviv und Pristina. 2015 erhielt sie den Bayerischen Kunstförderpreis für Literatur und 2016 den renommierten Max-und-Moritz-Preis als beste deutschsprachige Comic-Künstlerin. Barbara Yelin lebt und arbeitet in München.
Allgäuer Literaturfestival
Initiiert von der Schwabenakademie Irsee wurde das Festival 2016 ins Leben gerufen. Gemeinsam mit Mitveranstaltern in der Region und dem Künstlerischen Leiter Dr. Thomas Kraft präsentiert das Festival einen Querschnitt durch die aktuelle Literatur. Dazu gehören Romane, Erzählungen und Autobiografien, Spoken Word, Poetry Slam und Lyrik, Krimis, Sachbücher und Graphic Novels. Das Allgäuer Literaturfestival steht damit für aktuelle Literatur und Autorenpersönlichkeiten zum Anfassen. In der Region finden seit Mitte April bis Anfang Juni 2025 insgesamt 13 Veranstaltungen statt. Weitere Informationen zu Programm und Vorverkauf unter www.allgaeuer-literaturfestival.de
Der Eintritt zur Veranstaltung kostet 12 €. Karten sind im Vorverkauf im Stadtmuseum erhältlich (Mi–So, 10–17 Uhr).
Theater to go am 16. Mai 2025 in der Altstadt Kaufbeuren. Foto: Claus Tenambergen / Wir sind Kaufbeuren
Mitten in der Stadt, mitten im Leben: Theater to go überzeugt mit gelungenem Konzept und unterhält bestens
Die diesjährige Ausgabe des Theaterformats „Theater to go“ hat Kaufbeuren erneut in eine lebendige Bühne verwandelt. Unter dem Motto Stadtgeflüster wurden an acht Stationen in der Altstadt Geschichten erzählt – unterhaltsam, überraschend und mit viel Lokalkolorit.
Besucherinnen und Besucher erlebten am 16. und 17. Mai ein vielseitiges Programm, das historische Bezüge mit fantasievollen Zukunftsvisionen und alltäglichen Stadtmomenten verknüpfte. Alle Beiträge wurden eigens zum Motto entwickelt – mit spürbarer Liebe zum Detail und großem Engagement der beteiligten Theatergruppen.
Die Bilder der Veranstaltung
Die Theatergruppen überzeugten mit Ideenreichtum und Bühnenpräsenz
Die diesjährige Ausgabe des Theaterformats „Theater to go“ hat Kaufbeuren erneut in eine lebendige Bühne verwandelt. Unter dem Motto Stadtgeflüster wurden an acht Stationen in der Altstadt Geschichten erzählt – unterhaltsam, überraschend und mit viel Lokalkolorit.
Besucherinnen und Besucher erlebten am 16. und 17. Mai ein vielseitiges Programm, das historische Bezüge mit fantasievollen Zukunftsvisionen und alltäglichen Stadtmomenten verknüpfte. Alle Beiträge wurden eigens zum Motto entwickelt – mit spürbarer Liebe zum Detail und großem Engagement der beteiligten Theatergruppen.
Ideenreich, persönlich, überraschend
Die Gruppe der Moskitos präsentierte einen Krimi im alten Junginger-Gebäude. In fünf aufeinanderfolgenden Räumen entfaltete sich eine kriminalistische Spurensuche, bei der Beweise, Indizien, Gespräche und Ermittlungen die Spannung stetig steigerten. Das Publikum war dabei mittendrin – ein atmosphärischer Einstieg in den Theaterabend.
Die Gruppe Aufbruch Umbruch ließ eine Glaskugel sprechen – ein fantasievoller Blick auf mögliche Entwicklungen in Kaufbeuren. Ob der augenzwinkernde Striptease der Buron-Dreamboys am Ende als Zeichen des „Aufbruchs“ gedacht war, blieb offen – sorgte aber auf jeden Fall für Gelächter.
Theater im Turm präsentierte ein satirisches Szenario, in dem Kaufbeuren mit umliegenden Städten fusioniert. Die Bürgermeister verlieren ihre Ämter – und übernehmen neue Rollen als Busfahrer. Die große Überraschung: Am Ende der Aufführung trat Oberbürgermeister Stefan Bosse persönlich auf und präsentierte seinen Busführerschein – ein Auftritt mit Signalwirkung und Charme.
Im Friseursalon sorgten die Moskitoldies für unterhaltsame und tiefgründige Momente: Zwischen Schere, Lockenstab und Kaffeetasse wurden Geschichten gesponnen, Erinnerungen geteilt und Stadtklatsch mit Humor verhandelt.
Theater Kaufbeuren brachte mit Gesang und Witz die Zuschauer zum Lachen und sorgte für heitere Zwischentöne. Die Gedanken eines Barkeepers bildeten dabei den roten Faden für eine kurzweilige Show, die Alltag, Fantasie und Kneipenphilosophie charmant miteinander verband.
Ein energiegeladener und zugleich nachdenklicher Beitrag kam vom Spot Theater: Eine fünfköpfige Damengruppe gewährte in einer intensiven szenischen Collage persönliche Einblicke in das Denken, Fühlen und Leben einer Frau. Dabei thematisierten sie innere Konflikte, Selbstzweifel und Alltagserfahrungen – kraftvoll und durchaus provokant inszeniert.
Stadtführer Klaus Müller unterhielt die Gruppen in der unteren Kaiser-Max-Straße mit Blick auf das historische Rathaus – wie gewohnt unterhaltsam, informativ und mit einer schönen Prise Witz. Sein Beitrag über die Historie des Kaufbeurer Rathauses verband geschichtliche Hintergründe mit lebendiger Erzählweise und sorgte für aufmerksame, gut gelaunte Zuhörerinnen und Zuhörer.
Der Puppenspielverein Kaufbeuren überzeugte mit einer aufwendig inszenierten Aufführung, bei der nicht nur die Figuren, sondern auch Technik und Timing auf den Punkt passten. In dem Stück trafen sich drei leicht bekleidete Damen in der Sauna und hatten einiges – und über einige – zu berichten. Der gut aussehende Bademeister sorgte dabei immer wieder für charmante Unterbrechungen. Ein Beitrag mit Humor, Hintersinn und liebevoller Inszenierung.
Gutes Konzept – starke Umsetzung
Ein zentrales Element des Erfolgs war das durchdachte Ablaufkonzept: Die Zuschauergruppen wurden in fester Reihenfolge von Station zu Station geführt – so gab es keine Wartezeiten und kein Gedränge.
Auch die Versorgung war stimmig organisiert: Ein Becherpfandsystem und mehrere Getränkestationen sorgten für Nachhaltigkeit und Komfort. Kulinarisch überzeugten die Pizzaecken von Vino.
Das Format zeigte eindrucksvoll: Theater mitten in der Stadt – beweglich, nahbar und vielseitig – bringt Menschen zusammen und macht Kultur erlebbar.
Unter dem Titel „Viva la Musica“ lädt die Ludwig Hahn Sing- und Musikschule Kaufbeuren am Mittwoch, 21. Mai 2025, um 18.00 Uhr zu einem musikalischen Blumenstrauß mit Chor- und Instrumentalmusik von Bach bis zur Moderne in den Stadtsaal Kaufbeuren ein. Unter der Leitung von Maria Mayer-Günther singen und musizieren Instrumentalisten aus ihrer Violin- und Blockflötenklasse, das Belisma-Trio, die Streicherklassen der Sophie-La-Roche-Realschule, JeKi-Klassen der Adalbert-Stifter-Grundschule sowie der Viva la Musica-Chor.
Musikschul-Wochen mit Musik im Mai
Das Konzert reiht sich ein in drei Wochen Musik im Mai der Sing– und Musikschule mit einer Vielzahl von Musikveranstaltungen. Finale ist das YouZZ Jugend-Jazzfestival vom 30. Mai bis 01. Juni mit 15 Nachwuchs-Jazzbands aus drei Ländern in der Altstadt.
Der Kulturring Kaufbeuren e.V. präsentiert mit dem Landestheater Schwaben "CHIFFREN" am 22. Mai im Stadttheater Kaufbeuren. Illustration: Michael Hahn Pink Gorilla Design
Das Landestheater Schwaben gastiert mit einem fesselnden Thriller
Am 22. Mai 2025 um 20:00 Uhr ist das Landestheater Schwaben zu Gast im Stadttheater Kaufbeuren. Eingeladen vom Kulturring Kaufbeuren e.V., steht an diesem Abend das Theaterstück „CHIFFREN“ im Mittelpunkt – ein psychologischer Thriller der britischen Dramatikerin Dawn King.
„CHIFFREN“ ist ein Schauspiel, das die Zuschauer in eine düstere, rätselhafte Welt entführt. Die Handlung entwickelt sich mit überraschenden Wendungen und wirft Fragen über Vertrauen, Wahrheit und Manipulation auf. Dabei gelingt es der Inszenierung, Spannung und emotionale Tiefe auf eindrucksvolle Weise miteinander zu verbinden.
Einladung an alle Theaterinteressierten
Der Kulturring Kaufbeuren e.V. lädt herzlich zu diesem besonderen Theaterabend ein. „CHIFFREN“ bietet nicht nur Spannung, sondern regt auch zum Nachdenken und Diskutieren an – ein Angebot an alle, die sich für modernes Theater begeistern.
Im Anschluss freuen sich die Veranstalter auf einen offenen Austausch mit dem Publikum.
„Ein Ort. Irgendwo“ – Wanderausstellung und Lesung thematisieren Flucht und Heimat
Vom 30. Mai bis zum 15. Juni wird die Karikaturenausstellung „Ein Ort. Irgendwo“ in den Schaufenstern der Ludwigstraße zu sehen sein. Die besondere Form der Präsentation bringt die Werke mitten ins Stadtbild und lädt Passantinnen und Passanten zum Verweilen, Nachdenken und Diskutieren ein.
Organisiert wurde die Ausstellung über das Bündnis Wir im Allgäu, das sich für gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein respektvolles Miteinander einsetzt.
Zum Auftakt der Ausstellung findet am 30. Mai um 18:00 Uhr im Matthias-Lauber-Haus eine Lesung mit dem Autor Dirk Reinhardt statt. Gelesen wird aus seinem Buch „Über die Berge und über das Meer“.
Die Lesung bietet einen literarischen Zugang zu den Themen der Ausstellung und richtet sich an alle Interessierten, die sich mit Fragen von Flucht, Herkunft und Ankommen auseinandersetzen möchten.
Georg Brandner (Bass), Jürgen Weigert (Drums), Alexandra Strecker (Gesang), Hermann Brüll (Gitarre), Hans Seltmann (Bluesharp, Orgel). Foto: No'B
Neben klassischen Chicago- und Country-Blues-Riffs, reichlich gewürzt mit solidem Harp-Sound, wird auch häufig in die Rock-Kiste gegriffen. Am 17. Mai im Biergarten im Jordanpark Kaufbeuren
NO’B live – Not Only Blues im Kult-Urig
Die Wurzeln ihrer Musik liegen im Blues. Die fünf Musiker aus dem Allgäu haben sich zum Ziel gesetzt, mit ihrem knackigen Sound die Zuhörer in Gute-Laune-Stimmung zu bringen. Neben klassischen Chicago- und Country-Blues-Riffs, reichlich gewürzt mit solidem Harp-Sound, wird auch häufig in die Rock-Kiste gegriffen, getreu dem Motto: erlaubt ist, was groovt und gefällt.
Das Konzert im Biergarten im Jordanpark Kaufbeuren startet am Samstag den 17. Mai ab 18:00 Uhr – nur bei trockener Witterung.
Der Eintritt ist frei, die Musiker freuen sich über eine Spende.
Weitere Infos unter: 0151/64606615 oder www.kaufbeuren-biergarten.de
Führungen, Workshops und freier Eintritt – das Stadtmuseum lädt zum Entdecken ein
Am Sonntag, den 18. Mai 2024, öffnet das Stadtmuseum Kaufbeuren seine Türen zum Internationalen Museumstag – bei freiem Eintritt für alle Besucherinnen und Besucher. Unter dem Motto „Museen mit Freude entdecken!“ erwartet die Gäste ein abwechslungsreiches Programm: Mit Führungen durch aktuelle Ausstellungen, Mitmach-Aktionen und einem Blick aufs Dach des Museums, wo Bienen ihren Beitrag zur Stadtkultur leisten.
Geschichte zum Anfassen: „Massenverbrechen Zwangsarbeit“
Um 11 Uhr führt Christoph Thoma durch die aktuelle Ausstellung „Massenverbrechen Zwangsarbeit“. Dabei geht es um die dunklen Kapitel der Stadtgeschichte während der NS-Zeit: Stätten der Zwangsarbeit in Kaufbeuren, Schicksale einzelner Menschen und die Frage, wie die Justiz nach 1945 mit diesen Verbrechen umging.
Den Abschluss der Führung bildet ein Besuch der künstlerischen Sonderausstellung „]…[ Gedächtnisfinsternis“ von Cornelia Renz, die das Thema auf persönliche Weise künstlerisch verarbeitet.
Stadtmuseum trifft Imkerei: Vortrag und Werkstatt
Bereits zum zweiten Mal sind zwei Bienenvölker auf dem Dach des Stadtmuseums zuhause – eine Kooperation mit der Immenstube, aus der der hauseigene „Museumshonig“ hervorgeht.
Um 14 Uhr gibt Imker Philip Loos im „Hexenhäuschen“ auf der Dachterrasse spannende Einblicke in die Welt der Bienen und die Produktion des Honigs. Parallel dazu findet im Museumspädagogikraum eine Bienenwachswerkstatt für Kinder und Familien statt.
Zwischen 14 und 17 Uhr können dort individuelle Bienenwachstücher gestaltet werden. Die Teilnahme ist ohne Anmeldung möglich, pro Tuch fällt eine Materialgebühr von 4 € an. Die benötigten Bons gibt es an der Museumskasse.
Bei gutem Wetter wird das Programm durch ein kostenloses Kreativangebot im Freien ergänzt.
Frauenleben in Kaufbeuren – Eine Spurensuche
Um 15 Uhr startet die Führung „Frauen in Kaufbeuren“ mit Bettina Rhein. Die Ausstellungsbegleiterin beleuchtet die Lebenswelten von Frauen in verschiedenen Jahrhunderten: Welche Rollen nahmen sie ein? Welche Rechte und Aufgaben hatten sie? Und wie gestaltete sich das Leben rund um Ehe, Sexualität und Familie?
Drei besondere Persönlichkeiten stehen dabei im Mittelpunkt: Die Schriftstellerin Sophie von La Roche, die Hebamme Therese Studer und die Heilige Crescentia.
Museen im ganzen Stadtgebiet geöffnet
Neben dem Stadtmuseum beteiligen sich auch das Isergebirgs-Museum Neugablonz und das Feuerwehrmuseum Kaufbeuren-Ostallgäu am Internationalen Museumstag. Auch dort ist der Eintritt frei.
Programmüberblick am 18. Mai 2024
11.00 Uhr Führung: Massenverbrechen Zwangsarbeit. Kaufbeuren wagt Erinnerung
14.00 Uhr Vortrag im Hexenhäuschen: Museumsbienen, Honig und mehr mit Imker Philip Loos
14.00–17.00 Uhr Bienenwachswerkstatt für Kinder und Familien (Kosten: 4 € pro Tuch)
Kreativangebot im Freien (kostenlos, bei gutem Wetter)
15.00 Uhr Führung: Frauen in Kaufbeuren mit Bettina Rhein
Ein Jubiläum: Große Show vom 29. Mai bis 1. Juni im Stadtsaal Kaufbeuren. Start des Vorverkaufs ab Montag, 05.05.2025
Seit 14 Jahren bringt Dance Soulution Tanz und Fitness nach Kaufbeuren – 2025 wird dieses Engagement mit einem besonderen Event gefeiert: der mittlerweile fünften großen Tanzshow im Stadtsaal Kaufbeuren. An vier Tagen, vom 29. Mai bis 1. Juni, wird ein buntes Programm präsentiert, das zeigt, wie vielfältig die Welt des Tanzes ist.
Vielfalt auf der Bühne: Tanzstile für jeden Geschmack
In insgesamt vier Shows erwartet das Publikum ein abwechslungsreiches Repertoire: Von den jüngsten Mini-Dancers über Dance- und Jazz/HipHop-Kids bis hin zu BreakDance, Modern Dance, Zumba®, Bokwa® und Dance-Fitness – die rund 350 Tänzerinnen und Tänzer im Alter von 3 bis über 60 Jahren zeigen, was Tanz als gemeinschaftliches Erlebnis ausmacht.
Gemeinsam tanzen, gemeinsam staunen
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer – Kinder, Jugendliche und Erwachsene – stehen bereit, ihr Können auf der Bühne zu zeigen. Dabei geht es nicht nur um Performance, sondern auch um die Freude an der Bewegung und den Wunsch, das Publikum für einen Moment aus dem Alltag zu holen.
„Seid dabei, schaltet ab und genießt die Show!“ – so lautet die Einladung des Veranstalterteams. Eine Gelegenheit, Tanz nicht nur zu sehen, sondern ihn mitzuerleben.
Vorfreude, Ausdauer und Trostschnaps: Der Kult lebt weiter
Bereits vor Sonnenaufgang bildete sich eine Warteschlange: Noch vor 7:00 Uhr morgens standen die ersten Fans vor dem Verkaufsort an, obwohl der offizielle Start des Kartenvorverkaufs für die Veranstaltungen der D’Schoinaschnätterer erst um 10:00 Uhr erfolgte. Wer so früh kam, tat das mit Leidenschaft – und bekam auch etwas zurück.
Wie jedes Jahr bedankte sich die beliebte Faschingsgruppe bei ihren treuen Anhängerinnen und Anhängern mit dem mittlerweile legendären „Trostschnaps“ – ein humorvolles Ritual, das längst zum festen Bestandteil des Kartenvorverkaufs gehört.
Ausverkauft in unter 30 Minuten
Pünktlich um 10:00 Uhr öffnete der Vorverkauf – und war nach weniger als einer halben Stunde auch schon wieder Geschichte. Alle fünf Veranstaltungen waren restlos ausverkauft. Damit setzen die D’Schoinaschnätterer ihre beeindruckende Serie fort: Seit nunmehr 18 Jahren sind sämtliche Karten regelmäßig innerhalb kürzester Zeit vergriffen.
Restkarten nur über Warteliste
Für all jene, die diesmal leer ausgingen, besteht dennoch ein kleiner Hoffnungsschimmer. Sollten Karten zurückgegeben werden, informiert der Verein nach Möglichkeit die Interessierten auf der Warteliste. Wer aufgenommen werden möchte, kann seine Kontaktdaten per E-Mail an schnaetterer@aol.com senden.
„Kunst Raum Kaufbeuren“ will der bildenden Kunst im Allgäu mehr Öffentlichkeit verschaffen
Der Startschuss für die Gruppe „Kunst Raum Kaufbeuren“ war ein erstes Treffen in einem Neugablonzer Konditoreicafé im Spätsommer 2022. Auf Initiative der Neugablonzer Künstlerin Brigitte Wolf kamen neun Kunstschaffende aus dem Raum Kaufbeuren ein erstes Mal zusammen. Sie kannten sich zum Teil gar nicht und es war nicht klar, was aus diesem Treffen entstehen würde. Ein gemeinsames Anliegen hatten sie dennoch: In der Kulturszene Kaufbeurens soll die bildende Kunst sichtbarer werden und einen höheren Stellenwert bekommen.
Erste Aktivitäten
Die ersten monatlichen Zusammenkünfte der Gruppe dienten vor allem dem gegenseitigen Kennenlernen und dem Abtasten, wo die Erwartungen und Vorstellungen liegen und ob die auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen wären. Sie haben sich gegenseitig mit ihren eigenen Arbeiten vorgestellt, Ideen und Wünsche ausgetauscht und es entstanden erste Kontakte mit der Stadt Kaufbeuren und Frau Von Stillfried, Kulturbeauftragte im Stadtrat. Drei der Künstlerinnen fanden sich schon schnell in einem ersten gemeinsamen Projekt, die Ausstellung „Drei Frauen im Haus“ (Blonhofen, 2023) mit Werken von Kornelie Nielsen, Erika Fischer und Felicitas Freuding.
Der Name ist Programm
Die Ideen und Vorstellungen Kunstschaffender auf eine Linie zu bringen, ist in der Regel nicht leicht. Es sind oft Freigeister mit starken eigenen Vorstellungen, die aus unterschiedlichen Situationen und Perspektiven entstehen. Die Gruppe hat einige Zeit gebraucht, um eine gemeinsame Zielsetzung zu formulieren. Dabei wurde bewusst auf eine formelle Struktur in Form eines Vereins verzichtet. Die Individualität soll erhalten bleiben und es sollen auch keine Hürden aufgeworfen werden, sich der Gruppe anzuschließen. Sich miteinander dafür stark machen, dass die Kunstszene in Kaufbeuren und Umland besser wahrgenommen wird und einen höheren Stellenwert bekommt, bleibt jedoch das gemeinsame Anliegen. Das kommt auch im Namen der Gruppe zum Ausdruck: Raum für die Kunst in Kaufbeuren, sinnbildlich und buchstäblich.
Raum für die Kunst
Die Kaufbeurer Kulturszene ist in den Bereichen der Traditionskultur und des künstlerischen und kreativen pädagogischen Angebots relativ gut entwickelt. Hinzu kommt das Kunsthaus Kaufbeuren, das der überregionalen und internationalen Kunst einen Platz bietet. Die regionale bildende Kunstszene hat jedoch in Kaufbeuren keinen solchen festen und klar umrissenen Platz und wird entsprechend schwach wahrgenommen. Es ist der Gruppe „Kunst Raum Kaufbeuren“ viel daran gelegen, das zu ändern. Dazu vertritt sie die gemeinsamen Interessen der Kunstschaffenden bei der Stadtverwaltung, im Dialog mit der kommunalen Politik und durch (private) Initiativen im Bereich Ausstellungen, Ausstellungsräumen und Kunstprojekten. So laufen aktuell Gespräche mit der Aktionsgemeinschaft Kaufbeuren e.V., um Kunst verteilt über mehrere Locations in der Altstadt im öffentlichen Raum zu präsentieren.
Die Arbeiten der Gruppenmitglieder umfassen eine große Spannbreite von Malerei, über Objektkunst, Keramik und Grafik bis hin zur Fotografie. Neben den oben erwähnten Künstlerinnen sind aktuell in „Kunst Raum Kaufbeuren“ aktiv mit dabei: Monika Petri, Shannon Pyper, Ulrike Passauer, Helga Stadelbauer, Kees van Surksum, Doris Wenzel, Helene Schmidt und Karin Schmaus. Die Gruppe heißt jedoch ambitionierte Kunstschaffende jederzeit gerne willkommen.
Mehrere Monate lang haben rund 50 Hort- und Vorschulkinder im Kinderhaus am Freibad geprobt
Sprechende Blumen, Kaninchen und Ketchupflaschen standen auf der Bühne im Stadttheater vor einem außergewöhnlich jungen Publikum. Dieses durfte in einer einstündigen Aufführung miterleben, wie das Mädchen Alice kopfüber in einen Kaninchenbau fällt und im Wunderland die absurdesten Abenteuer erlebt.
Mehrere Monate lang haben rund 50 Hort- und Vorschulkinder im Kinderhaus am Freibad geprobt, es wurden Texte geschrieben, Kostüme und Bühnenbilder entwickelt, Tänze geübt. Gemeinsam mit den Pädagoginnen und Pädagogen und unter Einbeziehung der Eltern haben die Kinder „Alice im Wunderland“ für sich adaptiert – und das nahezu ohne Budget. Bei zwei Auftritten durften die Kinder die besondere Atmosphäre des Stadttheaters kennenlernen und sich vom begeisterten Publikum feiern lassen.
Die Erzieherinnen und Erzieher sind bei der theaterpädagogischen Arbeit den Weg der Kinder gegangen. Die Szenen wurden gemeinsam mit ihnen erarbeitet, choreografiert, Kostüme und Bühnenbilder selbst genäht und gebastelt und die Lieder und Tanzschritte ausgewählt. Jede und jeder hat sich – so gut er oder sie kann – eingebracht. „Eine tolle Gelegenheit“, findet auch die Familienreferentin, Cornelia Otto, „dass unsere Nachwuchskünstlerinnen und Künstler Theaterluft schnuppern und mit kleinen Schritten die Bühnen der Welt erobern“.
Ob für den Garten, den Balkon oder das Wohnzimmer: Hängemöbel sorgen für entspannte Momente – und sind jetzt im Weltladen Kaufbeuren zu besonders günstigen Preisen erhältlich. Ob Hängesessel oder Hängeschaukel, das Sortiment bietet Komfort für Groß und Klein.
Einfach zurücklehnen, sich sanft schaukeln lassen und den Alltag für einen Moment hinter sich lassen – mit diesen Möbeln gelingt das im Handumdrehen.
Handgefertigt & fair gehandelt
Die Hängemöbel stammen aus traditioneller Webkunst und werden von Partnerbetrieben im globalen Süden unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt. So verbindet jedes Produkt hochwertige Handarbeit mit sozialer Verantwortung.
Mit einem erfolgreichen Abschlusskonzert endete am 26. April der Bandworkshop, der unter dem Titel „5ButtonBeaz“ in Kaufbeuren über die Bühne gegangen war. Die Dozenten und die Dozentin hatten im Verlauf der knappen Workshop-Woche die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Bands zusammengestellt, die sich voller Energie und Souveränität vor dem begeisterten Publikum im Stadttheater Kaufbeuren präsentierten.
Der Workshop vermittelte wichtige Tipps zu Spieltechniken, Bandarbeit, Improvisation, Arrangement und Equipment. Das war bei der Vorstellung, der Moderation und Bühnenpräsenz der jungen Musikerinnen und Musiker deutlich zu spüren.
Kooperationspartner
Der Workshop ist ein Gemeinschaftsprojekt der städtischen Abteilungen Kultur und Kaufbeuren-aktiv, der Volkshochschule sowie der Ludwig Hahn Sing- und Musikschule. Gemeinsam wollen sie als aktivierendes und motivierendes Netzwerk auftreten. Die Mittagsverpflegung im Rahmen von „5ButtonBeaz“ wurde in diesem Jahr von der Sparkasse Allgäu finanziert. Ebenso neu waren kostenlose Busfahrten für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops, ein Sponsoring der Firma Kirchweihtal.
Von links nach rechts: Cathrin Lange, Alejandro Marco-Buhrmester, Ekaterina Aleksandrova. Foto: Opera Augusta
Ein Abend für die Sinne – und für den guten Zweck
Am Donnerstag, den 15. Mai 2025, lädt die gemeinnützige Konzertgesellschaft Opera Augusta zu einem besonderen Musikabend in den Stadtsaal Kaufbeuren ein. Unter dem Motto „Zeit für Menschlichkeit“ erwartet die Besucherinnen und Besucher ab 19 Uhr ein abwechslungsreiches Programm mit Arien, Duetten und Ensembles aus bekannten Opern und Operetten. Der Erlös des Abends geht vollständig an die internationale Hilfsorganisation humedica.
Hochkarätige Stimmen im Dienst der Menschlichkeit
Drei renommierte Solistinnen und Solisten gestalten das musikalische Programm des Abends:
Cathrin Lange (Sopran), ehemalige Solistin am Staatstheater Augsburg und Darmstadt, zuletzt in der Hauptpartie von Verdis La traviata zu hören.
Ekaterina Aleksandrova (Mezzosopran), derzeit Solistin am Theater Rostock, aktuell als Hauptrolle in Rossinis La Cenerentola in Augsburg engagiert.
Alejandro Marco-Buhrmester (Bariton), international gefragter Sänger mit Engagements an Opernhäusern von München bis Tokio, Bayreuth-Erfahrung inklusive.
Am Klavier begleitet werden sie von Volker Hiemeyer, dem stellvertretenden Geschäftsführer von Opera Augusta, der den Abend auch initiiert hat.
Musik, die verbindet und Hoffnung schenkt
„Unsere Gäste dürfen sich auf musikalische Höhepunkte aus L’italiana in Algeri, Die Fledermaus, Porgy and Bess und weiteren Werken freuen“, erklärt Hiemeyer. Für ihn steht fest: Musik hat die Kraft, Menschen zu verbinden und positive Impulse zu setzen – auch weit über den Konzertabend hinaus.
Unterstützung für Menschen in Not
Die Erlöse des Abends kommen der in Kaufbeuren ansässigen Hilfsorganisation humedica zugute. Seit 1979 leistet humedica weltweit Nothilfe in Katastrophengebieten und arbeitet gemeinsam mit lokalen Partnern daran, Lebensbedingungen langfristig zu verbessern – mit medizinischer Versorgung, Infrastrukturhilfe und Würde für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Das DZI-Spendensiegel bescheinigt der Organisation einen verantwortungsvollen Umgang mit Spendengeldern.
Karten und Informationen
Das Konzert findet am 15. Mai 2025 um 19 Uhr im Stadtsaal Kaufbeuren, Augsburger Str. 2, statt. Tickets und weitere Informationen: 👉 www.humedica.org/zeit-fuer-menschlichkeit
Super Stimmung herrschte in der Contheke im Jordanpark zur Europameisterschaft 2024. Foto: Claus Tenambergen
Palmen, kühle Drinks und ein Hauch Südostasien in der Stadt
Auftakt zur Gartensaison mit Live-Musik und DJ-Programm
Am Freitag, 9. Mai, startet die Contheke in die neue Saison. Betreiber Daniel Fischer und sein Team freuen sich, ab 15 Uhr die ersten Gäste begrüßen zu können. Ab 19 Uhr sorgt die Augsburger Indie-Pop-Band Sasko für Live-Musik.
Das Eröffnungswochenende geht am Samstag mit DJ Kajo weiter, der ab 16 Uhr auflegt. Am Sonntag, dem Muttertag, steht ab 16 Uhr DJ AL an den Turntables.
In diesem Sommer setzt das Team der Contheke auf ein neues Motto: Südostasien. Die Verantwortlich möchten dieses über Dekorationen und eine überarbeitete Getränkekarte zum Leben erwecken.
Regelmäßige Öffnungszeiten – bei gutem Wetter
Geöffnet ist die Contheke unter der Woche von Mittwoch bis Freitag jeweils von 15 bis 22 Uhr, samstags von 14 bis 22 Uhr und sonntags von 14 bis 20 Uhr. Montags und dienstags bleibt das Gartenlokal geschlossen. Änderungen und kurzfristige Infos werden über Instagram und den WhatsApp-Kanal der Contheke kommuniziert. Auch bei der Eröffnung am Freitag kann das Wetter eine Rolle spielen – bei Regen fällt die Party möglicherweise aus. „Wenn’s trocken ist, werden wir eröffnen“, erklärt Fischer.
Kommende schon bekannte Veranstaltungen im Überblick
17. Mai: Familienfest im Jordanpark
24. Mai: Alumni-Treffen der FOS/BOS Kaufbeuren
29. Mai: Vatertagsspecial mit Frühschoppen, Weißwurstfrühstück und den Rohrblattlyrikern (Live-Musik). Mit Anmeldung
Und auch der Juli ist bereits mit besonderen Events geplant, darunter die Aperol Spritz Andacht und das Mitmachkonzert KaraUke für Ukulele-Fans.
03. Juli: Aperol Spritz Andacht mit Dorothée Stürzbecher-Schalück
10. Juli: KaraUke. Das Mitmach-Konzert für Ukulele-Lover und alle, die es noch werden möchten
Entspannung im Grünen – für Groß und Klein
Mit dem großen Spielplatz direkt nebenan und der grünen Umgebung eignet sich der Jordanpark ideal für Familien, Erholungssuchende und Freizeitsportler. Eine Partie Frisbee oder Boule und danach ein kühles Getränk in der Contheke – so fühlt sich Sommer mitten in der Stadt an.
Zwischen Wohnblöcken treffen die beiden Jungs Ebeneser und Sammy aufeinander…armselige Vorstadttristesse… Einsamkeit…man kämpft ums Überleben…Ebeneser muss sich noch dran gewöhnen – Sammy ist dort seit Jahren zuhause…was verbindet die beiden Jungs? In der gemeinsamen Schulklasse steht die Skiwoche an…die Eltern beider mittellos… Die Klasse fährt ohne Sammy und Ebeneser! Wütend beschließen die zwei einen Pakt… was dann passiert? Wir werden sehen…
Aufführungstermine
📍 Gablonzer Haus, Kaufbeuren
Mittwoch, 14. Mai, 19:30 Uhr
Donnerstag, 15. Mai, 19:30 Uhr
Kartenverkauf
Vorverkauf (außer für Schul- und Kindergartenvorstellungen):
Ein Ständchen direkt vor der Haustür – für Mütter in Neugablonz
Ein musikalischer Gruß zum Muttertag
Die Musikvereinigung Neugablonz bietet in diesem Jahr wieder ein besonderes und kostenloses Angebot: Zum Muttertag (11. Mai) spielt eine kleine Besetzung des Vereins persönliche Ständchen – direkt bei den Menschen vor Ort, auf Wunsch auch vor der eigenen Haustür. Ein musikalischer Gruß, der Müttern Freude macht und gleichzeitig eine schöne Tradition lebendig hält.
Anmeldung ganz einfach
Wer Interesse an einem Ständchen hat, kann sich direkt melden. Das Angebot richtet sich an Bürgerinnen und Bürger in Neugablonz, die ihrer Mutter eine Freude machen wollen.
Seit 1951 ist die Musikvereinigung Neugablonz fester Bestandteil des kulturellen Lebens im Stadtteil. Sie begleitet Feste, Umzüge und persönliche Feiern – mit Blasmusik, Engagement und Gemeinschaftssinn.
Die Musikvereinigung sucht neue Musikerinnen und Musiker
Damit die Musikvereinigung ein fester Bestandteil bleibt, sucht der Verein auch neue Mitglieder. Musikerinnen und Musiker, die Lust haben, mitzuspielen und das kulturelle Leben mitzugestalten, sind herzlich willkommen. Zum Artikel hier auf Wir sind Kaufbeuren
Ein Abend voller Musik, Licht und Atmosphäre in der Kulturkirche St. Dominikus
Am Freitag, den 9. Mai 2025, ist die Filmkomponistin Theresa Zaremba in der Kulturkirche St. Dominikus in Kaufbeuren zu hören. Gemeinsam mit dem Ensemble Kontai präsentiert sie ein Konzertprogramm, das Elemente aus Filmmusik und klassischer Konzertmusik verbindet.
Zaremba, Trägerin des Musikförderpreises des Bezirks Schwaben, ist vor allem durch ihre Arbeiten für Filmproduktionen bekannt. Ihre Kompositionen zeichnen sich durch klare Strukturen, subtile Klangfarben und eine moderne Tonsprache aus. In Kaufbeuren stellt sie ausgewählte Werke vor, die die Verbindung von akustischem Raum und musikalischer Atmosphäre in den Mittelpunkt stellen.
Das Konzert ist auch visuell gestaltet: Licht und Farben ergänzen das musikalische Geschehen und lassen die Architektur der Kulturkirche in neuem Kontext erscheinen – besonders stimmungsvoll zur beginnenden Dämmerung.
Ein Konzertabend zwischen Film, Musik und Raumwirkung.
Veranstaltungsdetails:
· Titel: „Für Film und Konzert – innovative Musik “
„Demenz neu sehen“ – preisgekrönte Fotografien auf dem Kirchplatz vor der Martinskirche
Noch bis zum 12. Mai 2025 ist auf dem Kirchplatz vor der Martinskirche in Kaufbeuren die Open-Air-Fotoausstellung „Demenz neu sehen“ zu sehen. Gezeigt werden prämierte Fotografien aus dem bundesweiten Desideria Preis für Fotografie, die eindrucksvoll den Alltag von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen dokumentieren.
Die Ausstellung möchte nicht nur berühren, sondern vor allem aufmerksam machen. Sie gibt Einblicke in eine Lebensrealität, die viele betrifft – und dennoch häufig im Verborgenen bleibt.
Jörg II. von Benzenau (l., Markus Schindele) und einer seiner aufsässigen Untertanen (r., Anton Reisach) an der Kemnater Gedenkstele für den Bauernkrieg.
Bildrechte: Stadtarchiv Kaufbeuren
Gedenkstele und Ausstellung erinnern an den Bauernkrieg von 1525
Grimmig und schwer bewaffnet stehen sie sich gegenüber, Jörg II. von Benzenau (dargestellt von Markus Schindele) und einer seiner aufsässigen Untertanen (dargestellt von Anton Reisach). Die Herren von Kemnat und der Bauernkrieg Das Foto, das die beiden zeigt, hat einen geschichtlichen Hintergrund: Zur Zeit des Bauernkriegs herrschte die Adelsfamilie der Benzenauer auf Burg Kemnat. Burgherr Jörg II. galt als strenger und harter Gebieter. Er war aber auch ein geschickter und umsichtiger Herrscher. Frühzeitig versuchte er, mit dem aufständischen Landvolk in Verhandlungen zu treten, um Gewalttätigkeiten abzuwenden. Trotzdem konnte er nicht verhindern, dass die Bauern die Reichsabtei Irsee, für deren Schutz er verantwortlich war, mehrfach plünderten und in der Nacht vom 17. auf den 18. Mai 1525 sogar in Brand setzten. Der Feuerschein war bis Burg Kemnat zu sehen. Eine Gedenkstelle erinnert an die damaligen Ereignisse Eine von Stadt und Heimatverein Kaufbeuren aufgestellte Gedenkstele erinnert nun an die damaligen Ereignisse. Sie befindet sich an der Abzweigung der Kemnater Straße in Richtung Gutwillen. Wie all die anderen Gedenkstelen, die in den vergangenen Monaten in Kaufbeuren und dem Ostallgäu aufgestellt worden sind, geht auch diese auf das Projekt „Courage“ der Arbeitsgemeinschaft Ostallgäu zurück. Finanzielle Förderung erfolgte über den Heimatbund Allgäu. In Kemnat eröffnet bald eine Ausstellung zum Bauernkrieg Wer mehr darüber wissen möchte, was vor 500 Jahren in unserer Gegend geschah, hat dazu bald Gelegenheit. Am 18. Mai 2025 eröffnet Anton Reisach seine Ausstellung zum Bauernkrieg im Allgäu. Zahlreiche historische Exponate warten darauf, von einem interessierten Publikum aus Nah und Fern entdeckt zu werden. Untergebracht ist die Ausstellung im Theaterstadel des Burgspielvereins Kemnat beim Römerturm. Der Eintritt ist frei.
Barocke Leidenschaft, innovative Klangwelten und die zeitlose Botschaft Albert Schweitzers
Das DuoVoice² – Theresa Steinbach (Sopran) und Jakob Rattinger (Viola da Gamba) – lädt am 02.05.2025 zu einem mitreißenden Konzertabend in die Dominikus-Kirche in Kaufbeuren ein, der Alte Musik in neuem Licht präsentiert. Unter dem Titel „Ich werde mit Vergnügen in Deinen Armen liegen“ entfaltet sich ein Programm voller barocker Leidenschaft, das Werke aus Spanien, England, Deutschland und Italien umfasst.
Ob feurig und humorvoll oder zart und melancholisch – das Repertoire reicht von Monteverdi bis Bach und bringt die emotionale Bandbreite der Renaissance- und Barockmusik zum Klingen. In kongenialem Zusammenspiel verschmelzen Stimme und Viola da Gamba zu einem einzigartigen Klangdialog, der berührt und überrascht.
Theresa Steinbach begeistert mit glasklarer Sopranstimme, während Jakob Rattinger mit ausdrucksstarkem Gambenspiel die klangliche Nähe zur menschlichen Stimme spürbar macht. DuoVoice² schafft eine moderne, lebendige Form des Musizierens, die sowohl Liebhaber Alter Musik als auch neue Zuhörer in den Bann zieht.
Das Repertoire des Abends reicht von Monteverdi bis Bach und bringt unterschiedlichste Ausdrucksformen der Renaissance- und Barockmusik – von lebendig und heiter bis hin zu ruhig und nachdenklich zu Gehör.
Im Zusammenspiel von Sopran und Viola da Gamba entsteht ein feiner musikalischer Dialog, der den besonderen Klangcharakter beider Stimmen hervorhebt. Theresa Steinbach bringt dabei ihren klaren, präzisen Sopran ein, während Jakob Rattinger mit seinem nuancenreichen Gambenspiel die klangliche Nähe zur menschlichen Stimme hörbar macht.
DuoVoice² bietet einen zeitgemäßen Zugang zur Alten Musik und spricht damit ein erfahrenes Publikum und auch neue Zuhörerinnen und Zuhörer an. Ein Abend voll Gefühl, Virtuosität und Charme – frech, verliebt und lebensfroh.
Veranstaltungsdetails:
· Titel: „Ich werde mit Vergnügen in Deinen Armen liegen “
Ob zur Arbeit, auf dem Fahrrad, beim Stadtbummel oder auf Reisen – die neue Sling Bag von Ticket to the Moon ist der ideale Begleiter für unterwegs. Dank ihrer körpernahen, ergonomischen Form bietet sie nicht nur hohen Tragekomfort, sondern auch durchdachten Stauraum mit mehreren Fächern.
Nachhaltigkeit trifft auf Funktionalität
Die Tasche wird fair produziert und besteht aus recycelten Materialien. So verbinden sich praktischer Nutzen und Umweltbewusstsein in einem Produkt. Erhältlich ist die Sling Bag in vielen Farben und verschiedenen Größen – ideal für alle, die unterwegs gerne organisiert bleiben und gleichzeitig ein Zeichen für fairen Handel setzen möchten.
Abschlusskonzert am Samstag: Musikvielfalt aus Rock, Pop, Jazz, Blues und Funk erwartet
Am Samstag, 26. April, zeigen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Können Seit Mittwoch, 23. April, läuft zum vierten Mal in Kaufbeuren der Bandworkshop „5ButtonBeaz“ in der Ludwig Hahn Sing- und Musikschule. 27 Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterschiedlicher Altersgruppen, Instrumente und musikalischer Vorbildung haben sich dafür angemeldet. Die jungen Musikerinnen und Musiker werden von zwei Dozenten und einer Dozentin aus der regionalen Szene betreut und im Verlauf der kommenden Tage zu Bands zusammengestellt. Dort sammeln sie neue Erfahrungen und erhalten wichtige Tipps zu Spieltechniken, Bandarbeit, Improvisation, Arrangement und Equipment. Vor allem aber geht es darum, gemeinsam Musik zu machen. Abschlusskonzert Am Samstag, 26. April um 11 Uhr stellen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Können in einem Abschlusskonzert im Stadttheater Kaufbeuren unter Beweis. Dabei präsentieren die Ensembles, was sie im Laufe der knappen Woche erarbeitet haben. Nachdem der Workshop stilistisch offen für Rock, Pop, Jazz, Blues und Funk angelegt war, dürfen die Zuhörer gespannt sein auf die musikalische Vielfalt, die sie erwartet. Das Abschlusskonzert ist öffentlich und für die Allgemeinheit zugänglich. Der Eintritt ist frei. Kooperationspartner Der Workshop ist ein Gemeinschaftsprojekt der städtischen Abteilungen Kultur und Kaufbeuren-aktiv, der Volkshochschule sowie der Ludwig Hahn Sing- und Musikschule. Gemeinsam wollen sie als aktivierendes und motivierendes Netzwerk auftreten. Die Mittagsverpflegung im Rahmen von „5ButtonBeaz“ wird in diesem Jahr von der Sparkasse Allgäu finanziert. Ebenso neu sind kostenlose Busfahrten für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops, ein Sponsoring der Firma Kirchweihtal.
Lebensbilder und Impulse für die Friedensarbeit vom 17. April bis 13. Juli 2025
Frieden schaffen
Wie können wir den Frieden fördern und bewahren? Die Ausstellung „Frieden schaffen“ stellt prominente und weniger bekannte Persönlichkeiten vor, (u.a. Willy Brandt, Bertha von Sutter, Albert Schweizer und Joachim gauck) die sich für den Frieden stark gemacht haben. Sie zeigt die Vielschichtigkeit des Themas und gibt der Friedensarbeit ein Gesicht. Die Ausstellung verdeutlicht, wie Friedensinitiativen aufgrund des persönlichen Engagements einzelner Personen entstehen und wie Friedensprozesse angestoßen werden können. Darüber hinaus gibt sie auch konkrete Impulse für die eigene Friedensarbeit.
Lebensbilder und Impulse für die Friedensarbeit vom 17. April bis 13. Juli 2025 im Isergebirgs-Museum Neugablonz
Zum Konzept
Die Ausstellung „Frieden schaffen“ ist interaktiv: Über QR-Codes auf den einzelnen Plakatmotiven gelangen die Besucher*innen ins Netz. Dort finden sie weiterführende Informationen – mit Videos, Audios und Arbeitsmaterialien.
Das Projekt
Kuratorin: Dr. Rieke C. Harmsen
Gestaltung: Melville Designagentur
Mitarbeit: Eva Kingreen, Anna Maria Theopold, Christina Argilli