Quelle: AOK Direktion Kaufbeuren-Ostallgäu

So werden pflegende Angehörige entlastet

Für 2902 Pflegebedürftige gibt es derzeit Leistungen von der Pflegekasse der AOK Direktion Kaufbeuren-Ostallgäu

Das ist ein Plus von über 18 Prozent im Vergleich zum Start des zweiten Pflegestärkungsgesetzes (PSG II) im Jahr 2017. „Die hohe Inanspruchnahme der neuen Pflegeleistungen belegt, wie notwendig die gesetzliche Neuregelung war“, so Franz Nuber von der AOK in Kaufbeuren. Mehr Leistungen gibt es auch für die Pflege durch Angehörige. Sie versorgen rund 1700 AOK-versicherte Pflegebedürftige aller Pflegegrade im Direktionsbereich der AOK. Seit Einführung des PSG II sind das 9 Prozent mehr, die für die Pflege zuhause Leistungen beziehen.

Entlastung für pflegende Angehörige schaffen

Häusliche Pflege ist anstrengend – sowohl körperlich als auch seelisch. Daher ist es wichtig, dass sich Pflegepersonen Auszeiten gönnen und sich helfen lassen. Welche Unterstützungsangebote es gibt, erfahren pflegebedürftige Versicherte und ihre Angehörigen im Gespräch mit einer Pflegeberaterin der AOK. „Sie informieren über Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung sowie Angebote vor Ort; und auf Wunsch kommen sie auch zu Versicherten nach Hause“, so Franz Nuber. Bayernweit sind über 70 Pflegeberaterinnen und Pflegeberater im Einsatz. Bei der AOK in   Kaufbeuren informiert die Pflegeberaterin Angelika Ulrich Betroffene aus Kaufbeuren und dem Landkreis Ostallgäu. Sie ist erreichbar unter der Rufnummer 08341/431-264.

Ein kurzer Überblick zu Angeboten, die entlasten können:

Unterstützung durch Pflegedienst
Ambulante Pflegedienste unterstützen etwa bei der Körperpflege oder im Haushalt. Einen geeigneten Pflegedienst finden Angehörige mithilfe des Pflegedienst-Navigators der AOK. Mehr unter www.aok.de/pflegedienstnavigator.

Kurzzeitpflege
Wenn Angehörige den Pflegebedürftigen vorübergehend nicht betreuen können, etwa, weil sie selbst krank sind, eine Kur machen oder in den Urlaub fahren wollen, ist es möglich, ihn bis zu acht Wochen im Jahr in einer vollstationären Einrichtung versorgen zu lassen. Für maximal acht Wochen im Jahr erhalten Versicherte für die Kurzzeitpflege einen Zuschuss von bis zu 1.612 Euro.

Verhinderungspflege
Bei dieser Leistung versorgen Ersatzpflegekräfte wie beispielsweise Nachbarn oder ein Pflegedienst den Pflegebedürftigen weiterhin zu Hause. Die Pflegekasse erstattet dafür für maximal sechs Wochen pro Kalenderjahr bis zu 1.612 Euro.

Sowohl die Leistung der Kurzzeitpflege als auch die der Verhinderungspflege können im Bedarfsfall in unterschiedlicher Höhe gegeneinander ausgetauscht bzw. aufgestockt werden.

Tagespflege
Bei diesen teilstationären Angeboten werden Pflegebedürftige tagsüber oder nachts in einer stationären Einrichtung betreut, damit Pflegende einer Berufstätigkeit oder anderen Aufgaben nachgehen können. Dafür übernimmt die Pflegekasse einen Teil der Kosten.

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