Amnesty international Kaufbeuren feiert Jubiläen

70 Jahre Erklärung der Menschenrechte, 35 Jahre ai-Ortsgruppe Kaufbeuren. Für dieses Jahr sind einige besondere Aktionen zum Thema „Menschenrechte“ in Kaufbeuren geplant

Diese beiden Jubiläen sind Anlass für eine Reihe von Aktivitäten der Ortsgruppe Kaufbeuren von amnesty international in diesem Jahr.

„Auch wenn die meisten Länder diese wichtige Grundsatzerklärung unterzeichnet haben, gibt es nach 70 Jahren auf der ganzen Welt noch immer unzählige himmelschreiende Menschenrechtsverletzungen“, beklagt Anita Folter. Man denke nur an die vielen Kriege, Bürgerkriege, gewaltsamen Konflikte, an Flucht und Vertreibung, an die Rolle der Frau in vielen Kulturen.

„Trotzdem konnten wir mit unserer Arbeit vor Ort viel bewegen und haben nie die Hoffnung verloren“, sagt Christa Berge. Tausende von Unterschriften wurden in den 35 Jahren gesammelt und an die Verantwortlichen geschickt. „Wir wissen nicht genau, was wir damit konkret bewirkt haben. Aber wir wissen, dass Nichts-Tun auf jeden Fall weniger Gerechtigkeit für die Opfer bewirkt hätte“. Dessen ist sich Wiltrud Fleischmann sicher. Sie ist eines der Gründungsmitglieder der Kaufbeurer Gruppe.

Mit vielen Aktionen in Schulen, Jugendgruppen, Kirchengemeinden, bei Veranstaltungen und Gottesdiensten hat die Gruppe auf ganz konkrete Menschenrechtsverletzungen aufmerksam gemacht und Möglichkeiten der Intervention angeboten.

„Unser schönster Erfolg war die Freilassung eines inhaftierten Journalisten aus Peru, der zu 20 Jahren Haft im Hochsicherheitsgefängnis verurteilt war“, strahlt Walli Kamleiter. Die Gruppe betreute den politischen Gefangenen zwei Jahre lang während seines Gefängnisaufenthaltes. Unzählige Briefe gingen an die Verantwortlichen in Peru, Briefe und Päckchen auch an die Familie. Auf diesem Wege erreichten sie ihn persönlich im Gefängnis. Plötzlich wurde er freigelassen. „Wir luden ihn nach Kaufbeuren ein, wo er in Schulen und Medien über die große Bedeutung von Menschenrechtsarbeit berichtete. Das Wichtigste für mich war damals im Gefängnis das Gefühl: Ich bin nicht vergessen. Draußen denken und kämpfen Menschen für mich“, so damals Alfonso Castiglione, der Journalist aus Peru, der Ende des vergangenen Jahres verstorben ist."

Für dieses Jahr sind einige besondere Aktionen zum Thema „Menschenrechte“ in Kaufbeuren geplant. Die Gruppe hat dafür extra nebenstehendes Logo entwickelt, unter dem man ihr bei verschiedensten Anlässen in diesem Jahr begegnen kann. Es sind kreative Aktionen in der Öffentlichkeit geplant mit Schülern verschiedener Schulen, mit dem Bündnis für Flüchtlinge, bei der Woche der Vielfalt. „Natürlich gibt es auch in diesem Jahr wieder auf vielen Veranstaltungen die bekannten Briefe und Unterschriftenlisten gegen aktuelle Menschenrechtsverletzungen. In den nächsten Tagen finden Sie uns beim Weltgebetstag und bei den Veranstaltungen zum internationalen Frauentag“, lädt Monika Hahn ein.

Die monatlichen Sitzungen der Gruppe  finden in der Regel jeden dritten Montag um 20 Uhr im Alten Pfarrhof auf dem Kirchplatz statt. Die genauen Termine findet man auf der Homepage von Amnesty Augsburg

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