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Ukrainische Therapeuten in der Stadt Kaufbeuren

Die Lebenshilfe Ostallgäu e.V. beginnt eine institutionelle Partnerschaft mit einer ukrainischen Einrichtung für körperlich behinderte Kinder zum gegenseitigen Lernen

Foto: Stadt Kaufbeuren
Die Delegation aus der Ukraine mit Projektbeteiligten von der Lebenshilfe Ostallgäu, dem Bezirk Schwaben sowie der Stadt Kaufbeuren im Kaufbeurer Rathaus. Vorne rechts: Oberbürgermeister Stefan Bosse. Daneben Ludmila Krestianikova, Direktorin der Tagesstätte „Dsvinochok“ in Kizman in der Ukraine. Foto: Stadt Kaufbeuren

Ukrainische Therapeuten in der Stadt Kaufbeuren

Die Lebenshilfe Ostallgäu e.V. beginnt eine institutionelle Partnerschaft mit einer ukrainischen Einrichtung für körperlich behinderte Kinder zum gegenseitigen Lernen

Es hat lange gedauert, bis die ukrainischen Gäste den Namen Kaufbeuren richtig aussprechen konnten, von dem Organisator dieser Begegnungsreise ganz zu schweigen. Die Lebenshilfe Ostallgäu e.V. lud drei ukrainische Fachkräfte aus der Tagesstätte „Dsvinochok“ für körperlich und psychisch behinderte Kinder und Jugendliche sowie zwei Vertreterinnen der kommunalen Sozialverwaltung aus dem Landkreis Kizman in der Ukraine für einen 5tägigen Aufenthalt vom 17. bis 22. Juni nach Kaufbeuren ein. Finanziert wurde das Treffen durch Projektgelder vom Bundesministerium für Entwicklung und Zusammenarbeit und durch die Organisation „Engagement Global“.

Das Referat für Jugend und Familie der Stadt Kaufbeuren, vertreten durch Alfred Riermeier, war bei der Anfrage gleich von der Idee dieses Austauschs überzeugt und unterstützte das Projekt mit Nachdruck. In der Zusammenfassung des Besuchs der ukrainischen Fachkräfte im Rahmen eines Runden Tischs im historischen Rathaussaal in Kaufbeuren wurde die Freude an dieser Begegnung von beiden Seiten zum Ausdruck gebracht. Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse bemerkte, dass die Ukraine gefühlt weit weg, aber menschlich doch sehr nahe sei. Dies kam auch in Gesprächen in der Lebenshilfe zum Ausdruck. „Wir haben die gleichen Kinder“, dieser Satz wurde mehrfach wiederholt, doch weichen die Therapieangebote zuweilen voneinander ab.

„Es ist auch für unsere Therapeuten wichtig zu erfahren, wie der Arbeitsalltag und die Ausstattung der ukrainischen Kollegen aussehen“, sagte Klaus Prestele, Geschäftsführer der Lebenshilfe Ostallgäu e.V., der das Zentrum „Dsvinochok“ bereits im März dieses Jahres in der Ukraine besucht hatte und dort die Grundlagen für den Austausch legen konnte. Dass die Kolleginnen ein knappes Vierteljahr nach dieser Begegnung bereits in Kaufbeuren sind, führte zu großer Freude auf beiden Seiten. Oft kamen die ukrainischen Kolleginnen aus dem Staunen kaum mehr heraus. Nicht nur die technischen Bedingungen, auch das Bekenntnis zu einer möglichst großen Selbstständigkeit der PatientInnen der Lebenshilfe fand große Beachtung. Die Teilnahme an Unterrichts- und Therapieeinheiten vertiefte die ersten Eindrücke und bot reichlich Diskussionsstoff für die abendlichen Nachbesprechungen unter den Gästen.

Welche Erfahrungen aus Kaufbeuren in Kizman realisiert werden können, hängt nicht nur von dem Engagement der Direktorin, Ludmila Krestianikova, und ihren Kolleginnen ab. Auch die Verwaltung auf Bezirks- und Stadtebene ist weiterhin gefragt, vor allem wenn es um Raumfragen und Aufsichtspflichten geht. Beim Runden Tisch wurde nicht zuletzt deswegen die Frage nach Kontrollinstanzen an die Vertreter der Stadt, Alfred Riermeier und Sebastian Hummel, genauso wie an den Inklusionsbeauftragten des Bezirks Schwaben, Stefan Dörle, gerichtet. In welchem Rahmen und wie sich die gemachten Erfahrungen vor Ort umsetzen lassen, bleibt abzuwarten. Eine Delegation um Oberbürgermeister Stefan Bosse und Klaus Prestele (Lebenshilfe Ostallgäu e.V.) wird sich im Oktober 2018 bei einem Gegenbesuch in Kizman von den Veränderungen überzeugen.

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