Quelle: ESV Kaufbeuren /

Philippe Bader

7:6-Niederlage in Crimmitschau

Joker geben Führung aus der Hand und kassieren Sekunden vor dem Ende den Siegtreffer

ESVK Stürmer John Lammers. Foto: Benjamin Lahr
ESVK Stürmer John Lammers. Foto: Benjamin Lahr

Für den ESV Kaufbeuren stand als erstes Spiel im Jahr 2021 die Auswärtspartie bei den Eispiraten Crimmitschau auf dem Plan. Trainer Rob Pallin musste dabei neben den Langzeitverletzten Stefan Vajs und Sami Blomqvist auch weiterhin auf Alexander Thiel, Leon van der Linde und Fabian Koziol verzichten. Sein Debüt im ESVK Dress feierte dagegen Neuzugang Sören Stürm.

Für die Joker begann das Spiel dann perfekt. Nach bereits 25 Sekunden klingelte es im Kasten der Eispiraten. Branden Gracel legte die Scheibe auf dem im hohen Slot stehenden Max Lukes ab und dieser traf mit einem satten Direktschuss zum frühen 0:1. Die Kaufbeurer hatten das Spielgeschehen auch in der Folge gut im Griff, aber die Westsachsen kamen wie aus dem Nichts zum 1:1 Ausgleichstreffer in der fünften Minute. Daniel Weiß parkte stabil vor dem Torraum des ESVK Gehäuses und drückte einen Pass von seitlich vor dem Tor zum 1:1 über die Linie. Der ESV ließ sich vom Gegentreffer aber nicht großartig beirren und spielte weiter gut und schnell nach vorne und versuchte die Hausherren vor allem im Forechecking zu Fehlern zu zwingen. Die Joker belohnten sich dann in Spielminute 13 mit dem erneuten Führungstreffer. Branden Gracel zog aus dem hohen Slot ab, Michael Bitzer wehrte mit dem Schoner ab, und Joey Lewis stand goldrichtig und konnte zum 1:2 abstauben. Wie aber schon zu Beginn des Spieles, kamen die Eispiraten wiederum relativ schnell zum Ausgleichstreffer. Dominic Walsh zog dabei von der blauen Linie ab, Lukas Vantuch nach Jan Dalgic die Sicht und es stand nach 15 Minuten 2:2. Als dann beide Mannschaften sich schon auf den Pausentee freuten, hatte ESVK Top-Scorer John Lammers noch eine Idee. Der Kanadier kam nach einem Pass von Julian Eichinger in die Defensivezone der Eispiarten, tanzte einen Verteidiger aus und schoss nach einem schönen Move die Scheibe mit der Rückhand zum 2:3 in den rechten Torwinkel. Zu diesem Zeitpunkt waren noch genau zwei Sekunden auf der Uhr. Somit gingen die Joker mit einer aufgrund der Spielanteile, verdienten Führung in die Kabine, aufgrund des Zeitpunktes des drittes Tores, aber auch etwas glücklich.

Der ESVK spielte im zweiten Drittel lange Zeit sein gutes Spiel weiter und belohnte sich bei einem zwei auf eins Konter in Minute 24 mit dem 2:4. Philipp Krauss eroberte die Scheibe, schickte Fabian Voit auf die Reise und dieser ließ Michael Bitzer im Tor der Eispiraten mit einem trockenen Schuss über die Schoner keine Abwehrchance. Die Joker setzten dann sogar noch einen drauf. John Lammers fand nach einem schnellen Angriff in Minute 28 den im Slot völlig frei stehenden Tobias Wörle und die Nummer 18 des ESVK schob Michael Bitzer die Scheibe mit der Rückhand durch die Hosenträger zum 2:5. Nun aber ließen es die Allgäuer etwas zu ruhig angehen. Ein Überzahlspiel direkt im Anschluss an den fünften Treffer der Joker nutze Eispirat Kelly Summers mit einem satten Schuss in den Winkel zum 3:5 in der 29. Spielminute. Dem nicht genug, mussten im Anschluss zu erst Tobias Echtler und Denis Pfaffengut auf das Sünderbänkchen. Gerade als die Kaufbeurer wieder zu viert waren, nutzte Mathieu Lemay eine unübersichtliche Situation vor dem Tor von Jan Dalgic zum 4:5 Anschlusstreffer. Gespielt waren nun 31 Minuten und das Spiel wieder völlig offen. Die Joker zeigten nach den beiden schnellen Toren der Hausherren auch ein wenig Nerven. Ein eigenes Powerplay bereitete zu erst in der eigenen Zone mehr Probleme als gewünscht und als Branden Gracel zusammen mit Joey Lewis und Philipp Krauß einen drei auf eins Konter laufen konnte, zeigten sich die Joker zu verspielt und verpassen ihren sechsten Treffer. Auf der Gegenseite brachte ein schlechter Wechsel der Allgäuer Travis Ewanyk einen Alleingang ein. Der Deutsch Kanadier aber scheiterte mit seinem Abschluss an Jan Dalgic. Mit zunehmender Spieldauer brachten die Kaufbeurer wieder mehr Sicherheit in ihr Spiel und hatten wieder etwas mehr Kontrolle. So ging es mit einem 4:5 aus Sicht der Westsachsen in die zweite Pause.

Was sich im zweiten Drittel schon andeutete wurde im Dritten dann vollends zu Realität. Die Joker verfielen komplett in ihr altes Muster. Die Eispiraten konnten sich dem inkonsequenten Forechecking der Allgäuer immer wieder entziehen und so auch mit viel Geschwindigkeit in die Zone des ESVK eindringen. Dies sorgte immer wieder für gefährliche Momente. Dazu war das Penalty Killing der Joker heute, neben den unnötigen Strafen, mitverantwortlich für die Niederlage. Aber der Reihe nach. Zuerst kassierten die Joker in Minute 46 in Unterzahl den 5:5 Ausgleichstreffer. Trevis Ewanyk war aus spitzem Winkel im Nachschuss zur Stelle. Nur knappe 70 Sekunden später gingen die Eispiraten dann sogar in Führung. Mathieu Lemay spielte die Scheibe vor das Tor und Julian Eichinger fälschte den Puck unglücklich in den eigenen Kasten zum 6:5 ab. Die Joker waren nun komplett von der Rolle und hatten große Probleme mit dem Spiel der Hausherren. Dies änderte sich kurzzeitig in der 50. Spielminute. Fabian Voit tankte sich in das Drittel der Westsachsen und überwand Michael Bitzer mit einem trockenen Handgelenkschuss zum 6:6 Ausgleichstreffer. Die Joker waren danach auch wieder etwas besser im Spiel, aber es kam wie es kommen musste. Eine Minute vor dem Ende wanderte Florin Ketterer auf die Strafbank und die Eispiraten markierten 25 Sekunden vor dem Ende den Siegtreffer. Torschütze war erneut Mathieu Lemay.

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