Der Winter kann kommen

Städtischer Bauhof Kaufbeuren ist gerüstet – Was die Bürgerinnen und Bürger in der kalten Jahreszeit beachten sollten

Bereit für den ersten Einsatz in diesem Winter: Beim Bauhof der Stadt Kaufbeuren beginnt am 1. November die Winterbereitschaft. Foto: Bauhof

Am 1. November beginnt beim Bauhof der Stadt Kaufbeuren die Winterbereitschaft. Ein Großteil der über 80 Mitarbeiter hält sich ab diesem Zeitpunkt bereit, um auf Abruf und oft zu nachtschlafender Zeit dafür zu sorgen, dass der Verkehr auf den Straßen trotz Eis und Schnee möglichst reibungslos fließen kann. Dabei kommen neun große Winterdienstfahrzeuge sowie eine Reihe kleinerer Fahrzeuge zum Einsatz.

Räumen nach Dringlichkeit

Geräumt und gestreut wird nach einem Dringlichkeitsplan: Als erstes sind die Haupt- und Durchfahrtsstraßen, sowie die Zufahrt zum Klinikum, Strecken des öffentlichen Personenverkehrs und Zufahrten zu Kindergärten und Schulen an der Reihe. Anschließend räumt der Bauhof Wohnsammelstraßen und Straßen mit starkem Gefälle. Bauhofleiter Georgio Buchs bittet um Geduld: „Wir können nicht überall gleichzeitig sein.“ Immer wieder wird es vor allem in kleineren Straßen durch geparkte Autos eng und der Winterdienst hat Probleme mit dem Durchkommen. „Die Schneepflüge sind bis zu dreieinhalb Meter breit. Das entspricht in etwa der Breite von zwei Autos nebeneinander“, erläutert Buchs und bittet die Bürgerinnen und Bürger, dies beim Parken zu beachten.

Kompromiss zwischen Sicherheit und Umweltschutz

Beim Streuen achtet der Bauhof auf einen tragbaren Kompromiss zwischen Sicherheit und Umweltschutz. Auf den Straßen kommt Streu- oder Feuchtsalz zum Einsatz. Letzteres verringert die erforderliche Salzmenge erheblich. Auf öffentlichen Geh- und Radwegflächen werden zusätzlich abstumpfende Streustoffe sowie ein Splittsalzgemisch verwendet. Splitt oder Splittsalzgemisch ist laut Bauhof auch für die Bürgerinnen und Bürger die erste Wahl für die zu räumenden Gehwege. Der Bauhof stellt übrigens an 15 Abholplätzen im ganzen Stadtgebiet kostenlos Streusplitt zur Abholung für den Privatgebrauch zur Verfügung. Beim Kauf von Streumaterial sollte auf das Umweltzeichen geachtet werden.

Eigentümer in der Pflicht

Für das Räumen und Streuen von Gehwegen sind die Eigentümerinnen und Eigentümer des angrenzenden Grundstücks verantwortlich. Die Gehwege sollten so geräumt und gestreut werden, dass zwei Fußgänger gefahrlos aneinander vorbeigehen können. Das entspricht ungefähr einer Breite von einem Meter. Bei anhaltendem Schneefall oder Glätte sind die Eigentümer verpflichtet, in angemessenen Zeitabständen erneut zu räumen und zu streuen. Sie müssen ihrer Streupflicht werktags ab 7 Uhr, sonn- und feiertags ab 8 Uhr nachkommen. Die Streupflicht endet um 22 Uhr. All diese Pflichten sind in der Reinigungs-, Räum- und Streuverordnung der Stadt Kaufbeuren festgelegt.

Was ist beim Räumen zu beachten?

Der Bauhof bittet darum, den Schnee an den Rand des Gehweges zu räumen und nicht auf die Straße. Damit ist bei Tauwetter ein guter Wasserablauf gewährleistet. Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, dass Schneereste bei der Räumung der Straße wieder auf den frisch geräumten Gehwegen landen. Hier bittet der Bauhof um Verständnis.

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