Barock-Oper in Kaufbeuren erhält Zusatzvorstellung

Wegen der überwältigenden Resonanz von zwei (fast) ausverkauften Vorstellungen hat der Kulturring Kaufbeuren eine Zusatzvorstellung angesetzt. Am Sonntag, 28. Januar um 16 Uhr im Stadttheater Kaufbeuren.

Foto: Projektpräsentation BADW München
Foto: Projektpräsentation BADW München

Update

Barock-Oper in Kaufbeuren erhält Zusatzvorstellung

Wegen der überwältigenden Resonanz von zwei (fast) ausverkauften Vorstellungen hat der Kulturring Kaufbeuren eine Zusatzvorstellung angesetzt. Am Sonntag, 28. Januar um 16 Uhr im Stadttheater Kaufbeuren.

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Die vor zwei Jahren abgeschlossene Renovierung des Foyers im Kaufbeurer Stadttheater hatte auch zur Folge, dass die Lüftungsanlage erneuert und damit der Orchestergraben wieder nutzbar gemacht wurde. Daher hat der Kulturring Kaufbeuren e.V. das Ensemble Palestra Musica Augsburg zusammen mit dem Ensemble La Danza München und dem Kaufbeurer Sprecher Peter Pius Irl eingeladen, dort am Wochenende 13./14. Januar eine Barockoper aufzuführen. Entstanden ist ein Abend barocker Theatralik in Musik, Tanz und Posie, an dem drei Werke zur Aufführung kommen: die Barockoper „Diana Amante“ des Münchner Hofkomponisten Giuseppe Antonio Bernabei aus dem Jahr 1688 mit Ballett-Musik des Münchner Hofkomponisten Melchior d’Ardespin. Die Uraufführung der Oper fand in der Münchner Residenz unter Mitwirkung der Kurfürstin Maria Antonia statt. Nach einem jahrhundertelangen Dornröschen-Schlaf wird dieses Kleinod barocker Opernkunst in Kaufbeuren wieder zum Leben erweckt. Natürlich geht es darin um Liebe: solche, die erwidert wird und solche, die nicht erwidert wird – das übliche Leiden und sich Freuen also. Am Ende gibt es zwei glückliche Paare und viele fröhliche Jägerinnen und Jäger.

Das zweite Werk ist die Kantate „Pan und Syrinx“ von Michel Pignolet de Monteclair. Die hochemotionale Handlung einer Legende aus Ovid’s Metamorphosen wird durch die geniale dramatische Tonsprache Monteclairs illustriert und mit Tanz und Pantomime den Zuschauern anschaulich vor Aug und Ohr geführt.

Und zum Abschluss des erklingt das Intermezzo „Orfeo y Euridice“ von Kaiser Leopold I. Die gezeigte Fassung ist eine instrumentale Adaption für eine Ballett-Pantomime wie es am Wiener Hof sehr beliebt war. Das Libretto des Intermezzos entpuppt sich als witzige Satire. Orpheus und Eurydike sind ein streitendes Paar. Eurydike stirbt an einem Schlangenbiss und wird von den drei Schicksalsgöttinnen, die als alte Weiber auftreten, in den Hades verfrachtet. Orpheus kommt ebenfalls in den Hades, um Pluto durch sein Leierspiel zu rühren und zur Freigabe Eurydikes zu bewegen. Er spielt aber so entsetzlich, dass Pluto ihm bereitwillig Eurydike wieder herausgibt, nur damit er wieder aufhört zu spielen. Aber die Geschichte geht dennoch nicht gut aus …

Zu sehen ist das Schauspiel am Sammstag, 13. Januar um 20 Uhr und am Sonntag, 14. Januar um 15 Uhr. Karten für die Veranstaltungen sind über die Kulturring-Geschäftsstelle im Stadtmuseum Kaufbeuren (Tel. 08341 966 83 966) sowie alle Reservix-Vorverkaufstellen (u.a. Engels Genußreich, Buchhandlungs Menzel) erhältlich. Ebenso sind die Tickets über die Servicecenter der Allgäuer Zeitung in Kempten, Immenstadt, Sonthofen, Memmingen und Mindelheim buchbar sowie im Internet unter kulturring-kaufbeuren.reservix.de. Weitere Informationen unter www.kulturring-kaufbeuren.de.

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