Die Polizei war in Kaufbeuren bei mehreren Vorfällen im Einsatz – unter anderem kontrollierte die Kontrollgruppe Poser/Tuner zahlreiche Fahrzeuge. Zudem werden nach zwei Unfallfluchten Zeugen gesucht
Kontrollgruppe Poser/Tuner kontrolliert in Kaufbeuren
KAUFBEUREN. Die Kontrollgruppe Poser/Tuner des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West kontrollierte in der Nacht von Samstag auf Sonntag im Bereich Kaufbeuren. Der Fokus lag erneut auf technisch veränderten Fahrzeugen sowie auffälligem Fahrverhalten mit unnötiger Lärm- und Abgasbelästigung. Gegen 17:20 Uhr fiel den Beamten zunächst ein 18-jähriger Pkw-Fahrer auf der B16 zwischen Mindelheim und Kaufbeuren mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit auf. Da sich der Fahrer noch in der Probezeit befindet, erwartet ihn neben einem Bußgeld im dreistelligen Bereich sowohl ein Fahrverbot als auch eine Verlängerung der Probezeit. Die zuständige Fahrerlaubnisbehörde wird ebenfalls in Kenntnis gesetzt.
Im Zuge der Kontrollen technisch veränderter Fahrzeuge fielen den Beamten im Stadtgebiet Kaufbeuren vier Pkw auf. Die Veränderungen reichten von Softwaremanipulationen und nicht eingetragenen Anbauteilen bis hin zu manipulierten Abgasanlagen. Bei allen Fahrzeugen erlosch die Betriebserlaubnis, die Weiterfahrt wurde unterbunden. Zwei Fahrzeuge stellten die Beamten vor Ort sicher und führten sie zur technischen Überprüfung einem unabhängigen Gutachter zu. Bei allen betroffenen Fahrzeugen werden die zuständigen Zulassungsstellen über den Sachverhalt informiert.
Lautstarkes Aufheulen der Motoren hat Konsequenzen
Im Laufe der Nacht fielen den Beamten zudem vier Fahrzeugführer im Alter zwischen 21 und 35 Jahren aufgrund ihres Fahrverhaltens im Stadtgebiet Kaufbeuren auf. Sie ließen innerorts ihre Motoren lautstark aufheulen und sorgten damit für eine deutliche Abgas- und Lärmbelästigung. Drei Fahrzeugführer erwartet ein Bußgeld im unteren dreistelligen Bereich. Ein 35-Jähriger muss aufgrund wiederholten Fahrverhaltens innerhalb weniger Wochen mit einer Verdopplung des Bußgeldes und einem Bericht an die Führerscheinstelle rechnen. Diese Art der übermäßigen Abgas- und Lärmbelästigung sei insbesondere für Anwohner und andere Verkehrsteilnehmer gerade zur Nachtzeit nicht zumutbar, weshalb die Kontrollgruppe Poser/Tuner regelmäßig eingreife, so die Polizei. (APS Memmingen/KGPT)
Geparkter Pkw in der Proschwitzer Straße beschädigt
KAUFBEUREN. Am 12. September 2026 zwischen 09:30 Uhr und 09:50 Uhr wurde in der Proschwitzer Straße ein geparkter Pkw durch einen bislang unbekannten Unfallverursacher beschädigt. Betroffen war der hintere linke Kotflügel. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 3.000 Euro geschätzt. Der Unfallverursacher entfernte sich von der Unfallstelle, ohne seine Personalien zu hinterlassen oder den Unfall bei der Polizei zu melden. Zeugen, die Hinweise zum Unfallhergang oder zum bislang unbekannten Unfallverursacher geben können, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Kaufbeuren unter der Telefonnummer 08341 933-0 zu melden. (PI Kaufbeuren)
Zweite Unfallflucht in der Hüttenstraße – Zeugen gesucht
KAUFBEUREN. Am Samstagvormittag zwischen 11:00 Uhr und 11:45 Uhr beschädigte ein bislang unbekannter Unfallverursacher einen geparkten Pkw in der Hüttenstraße 10. Das Fahrzeug war ordnungsgemäß am rechten Fahrbahnrand abgestellt. Bei dem Verkehrsunfall wurde das Heck des Fahrzeugs beschädigt. Es entstand ein Sachschaden von etwa 800 Euro. Der Unfallverursacher entfernte sich von der Unfallstelle, ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Kaufbeuren unter der Telefonnummer 08341 933-0 entgegen. (PI Kaufbeuren)
Aggressiver Ladendieb greift nach Dienstwaffe eines Polizeibeamten
KAUFBEUREN. Am Freitagnachmittag wurde eine Streife der Polizeiinspektion Kaufbeuren zu einem Einkaufszentrum in Kaufbeuren gerufen. Anlass war ein aggressiver männlicher Ladendieb, der die Angabe seiner Personalien verweigerte. Beim Eintreffen der Beamten verhielt sich der Mann weiterhin aggressiv. Da er seine Personalien nicht angab und den polizeilichen Maßnahmen nicht Folge leistete, sollte er zur Identitätsfeststellung durchsucht werden. Dagegen setzte er sich laut Polizei massiv zur Wehr. Die Beamten mussten ihn zu Boden bringen und fesseln.
Während der Widerstandshandlung griff der Mann nach der Dienstwaffe eines Polizeibeamten. Die Beamten konnten den Angriff unterbinden und den Mann anschließend in Gewahrsam nehmen. Bei dem Vorfall wurden zwei Polizeibeamte leicht verletzt. Beide blieben dienstfähig. Gegen den 44-jährigen Deutschen wird nun wegen des Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie der Körperverletzung ermittelt. (PI Kaufbeuren)



















