Tag der offenen Tür bei humedica

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Hilfsorganisation bietet Einblicke in ihre Arbeit – Hunderte kommen!

„Das ist ja hochinteressant“, „Richtig was zum Anfassen“, oder „Da erfährt man ja auch mal was über die Hintergründe“. Die Reaktionen auf den ersten Tag der offenen Tür der Hilfsorganisation humedica seit vier Jahren gingen alle in die gleiche Richtung. Die Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Kaufbeuren-Neugablonz hatte am Samstag auf ihr Gelände in der Goldstraße geladen und mehrere hundert Besucher waren gekommen. Sie erhielten einen umfassenden Blick hinter die Kulissen. Neben Vorträgen zu unterschiedlichen Themen gab es auch ganz plastische Einblicke in die verschiedenen Projekte und die Gelegenheit, direkt mit den Helfern ins Gespräch zu kommen.

Fotos: humedica

„Das Interesse an unserer Arbeit ist groß. Das freut mich sehr“, resümiert Vorständin Heinke Rauscher. „Seit dem letzten Tag der offenen Tür ist viel passiert. Es ist schön, wieder auf diese Weise mit den Menschen ins Gespräch kommen zu können.“

Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse eröffnete das Fest mit einem Grußwort. Er verwies auf die enge Verbindung zwischen der Stadt und der Hilfsorganisation und deren Strahlkraft auch weit über die Stadtgrenzen hinaus. In Kaufbeuren kenne jeder humedica. Er selbst sei jedes Jahr dabei, wenn die Päckchen der Weihnachtspäckchenaktion “Geschenk mit Herz” kontrolliert würden. Er müsse zwar jedes Jahr neu angelernt werden, dennoch wisse er sehr genau, wie wichtig es ist, “das Duschgel noch einmal extra mit Tesafilm zu verschließen”, um es vor dem Auslaufen zu schützen.

Von 15 bis 18 Uhr hatte humedica seine Lagerhalle geöffnet und ein buntes Programm zusammengestellt. In einer nachgebauten äthiopischen Krankenstation bekamen die Besucher einen ganz unmittelbaren Eindruck, wie ein Arztbesuch in Ostafrika abläuft. „Wir sind eine medizinische Hilfsorganisation, unser Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass jeder die Möglichkeit hat, die ärztliche Behandlung zu bekommen, die er oder sie braucht,“ erklärt Rauscher. „Wir hier haben ein großes Glück, in einem Land zu leben, in dem das weitgehend gelingt. Zu zeigen, dass die Verhältnisse anderswo deutlich anders sind, ist uns ein Anliegen“, so Rauscher weiter.

Direkt nebenan liegen äthiopische Lebensmittel auf einem Tisch – außerdem Hygieneprodukte und sogar echtes äthiopisches Geld. „Es sind alltägliche Dinge wie diese, die viele Familien in Äthiopien sich nicht leisten können, weil das Familieneinkommen zu niedrig ist“, informiert humedica Sprecher Sebastian Zausch über die Hintergründe dieses Standes und ergänzt: „Wir schulen die Betroffenen, wie sie ihr Einkommen nachhaltig verbessern können. Und bis dahin unterstützen wir sie mit den hier ausgestellten Dingen.“

Und auch in den Vorträgen konnten die Besucher viel über die humedica-Projekte und ihre Hintergründe erfahren. Einsatzkraft Anna Ertl berichtete über ihre Arbeit in der Türkei unmittelbar nach dem Erdbeben im Februar, sprach von dem großen Privileg, helfen zu dürfen und gab ungewohnte und ganz persönliche Einblicke in die Herausforderungen im Einsatz. Am Ende ziehe sie aber eine sehr positive Bilanz über einen gut koordinierten Einsatz und die vielen Begegnungen mit den Menschen, „aus denen sie viel mitgenommen habe“.

Projektmanager Andreas Dürr berichtete über die Situation in Afghanistan, wo die Organisation zwei Tageskliniken unterstützt, die sich vor allem um die medizinische Versorgung von Frauen und Kindern kümmert. Rebecca Groß, bei humedica für die Hilfe in Sri Lanka zuständig, wurde direkt aus dem Inselstaat im indischen Ozean zugeschaltet, um die Fragen der Besucher zu beantworten.

Wohin humedica in Zeiten zunehmender und langfristiger Krisen steuert, erfuhren die Besucher von humedica-Vorstand Johannes Peter. Er blickte zurück auf die Erfolge der letzten Jahrzehnte, die „nur durch die Unterstützung der Spender möglich waren“. Peter schaute aber auch voraus auf die kommenden Jahre, in denen sich humedica bei langfristigen Projekten vor allem auf medizinische Hilfe in Ostafrika und dem südasiatischen Raum fokussieren will. „Wir müssen unsere Kräfte einteilen. Wir können nicht überall sein. Dort wo wir helfen, wollen wir aber die bestmögliche Arbeit leisten“, so Peter.

Möglich ist die Arbeit von humedica nur dank der Unterstützung vieler ehrenamtlicher Helfer. „Nicht nur die Einsatzkräfte stellen ihre Arbeit in den Dienst der guten Sache, auch hier in Deutschland gibt es viele ehrenamtliche Unterstützer“, berichtet Heinke Rauscher. „Ein Fest wie dieses wäre ohne die vielen helfenden Hände von Freiwilligen gar nicht möglich. Und auch den Rest des Jahres gibt es viel zu tun. Beispielsweise holen Ehrenamtliche Hilfsgüter aus Unternehmen ab, betreuen Infostände, halten Vorträge oder beteiligen sich an der Weihnachtspäckchenaktion „Geschenk mit Herz. Wir sind deshalb immer auf der Suche nach Menschen, die sich mit uns unentgeltlich in den Dienst der guten Sache stellen“, appelliert Rauscher. „Wer Zeit und Interesse hat, darf sich jederzeit bei uns melden.“

Zu humedica:
Seit 1979 setzt sich humedica dafür ein, dass Menschen in Not nicht nur überleben, sondern in ein selbstbestimmtes, würdevolles Leben zurückkehren können. Dies gelingt, auch mit Unterstützung örtlicher Partner, durch die Verbesserung der Lebensbedingungen und eine gute Gesundheitsversorgung, vor allem in den vergessenen Krisen der Welt. Gerade nach Katastrophen leistet humedica Nothilfe, engagiert sich aber auch darüber hinaus, wenn andere die Not der Menschen nicht mehr im Blick haben. Das DZI-Spendensiegel bescheinigt humedica jedes Jahr einen verantwortungsvollen Umgang mit Spendengeldern.

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