Die Joker konnten eine äußerst hitzige Partie vor 2.392 Zuschauern mit 6:2 für sich entscheiden.
Am Sonntagabend empfing der ESV Kaufbeuren im letzten Spiel vor der Deutschland-Cup-Pause die Erding Gladiators in der heimischen energie schwaben arena. Im Vergleich zum knappen 5:4-Sieg (n. P.) vergangenen Freitag in Lindau fehlte Andrew Yogan im Kader der Joker. Dafür war Eero Elo wieder mit dabei. Im Tor startete Rihards Babulis. Die Joker konnten eine äußerst hitzige Partie vor 2.392 Zuschauern mit 6:2 für sich entscheiden.
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Der ESV Kaufbeuren zeigte gleich zu Beginn, wer im ersten Drittel die tonangebende Mannschaft sein sollte. Sie orientierten sich sofort nach vorne und ließen davon auch nicht ab. Dies führte allerdings in der dritten Spielminute zu einem wunderschönen Konter durch die Gäste. Marc Schmidpeter passte von Höhe der eigenen Torlinie bis zur gegenüberliegenden Abseitslinie zu Brandon Schultz, der im Alleingang Rihards Babulis zur 0:1-Führung überwand. Die Joker hielten sich weiterhin nur in der Erdinger Zone auf, konnten aber nichts Zählbares daraus machen. In der vierzehnten Minute musste Pascal Steck von den Gladiators für zwei Minuten wegen übertriebener Härte das Eis verlassen. Der ESVK machte es aber zu verspielt und war nicht gut abgestimmt, daher blieb die Überzahl ebenso ohne Erfolg. Wenig später dachte sich Fabian Ribnitzky, er zieht einfach mal von der blauen Linie ab, und hier hatten die Joker Glück. Der Puck rutschte David Zabolotny durch die Beine, Sami Blomqvist passte auf und schob zum 1:1 über die Linie. Leon Sivic traf kurz darauf mit der Rückhand den Querbalken der Joker, danach wurde es hektisch. Nach einem Torschuss der Kaufbeurer schlug Jan-Luca Augst nach und traf den Torwart der Gäste, was sowohl Louis Stromberg als auch Michal Spacek dazu veranlasste, sich den jungen Joker vorzunehmen. Hannu Tripcke kam noch schützend dazu, und es ergaben sich folgende Strafen: je zwei Minuten wegen übertriebener Härte für alle vier Beteiligten, plus zwei Minuten für Jan-Luca Augst wegen Stockschlags. Mit einem Torschussverhältnis von 26:5 für die Joker ging es dann in die Kabine.
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Die Joker verteidigten die restliche Unterzahl solide, die Erdinger schossen kein Tor. Wenige Minuten später wurde es bitter für den ESVK. Die Schiedsrichter ahndeten nach Videobeweis einen Check Julian Eichingers als Ellbogencheck und gaben ihm eine fünfminütige Strafzeit, welche Hannu Tripcke für ihn absaß, plus Spieldauer-Disziplinarstrafe. Die lange rot-gelbe Unterzahl blieb aber ebenso ohne Gegentor. Es folgten weitere giftige Annäherungen zwischen den Spielern. Nach einer Szene zwischen Max Hops und Louis Stromberg blieb letzterer am Boden liegen. Max Hops saß schon auf der Strafbank, als er nach Videobeweis wieder auf die Spielerbank durfte und Louis Stromberg zwei Minuten wegen Stockchecks erhielt. Die Überzahl brachte den Jokern nichts ein. Anschließend versuchten es die Gladiators mit vielen Schüssen gegen Rihards Babulis, ehe Pascal Steck den freistehenden Leon Sivic sah, welcher das 1:2 perfekt machte. Jere Laaksonen erhielt kurz vor Ende noch eine Strafzeit wegen Beinstellens. In Unterzahl schnappte sich Tomas Schwamberger den Puck und brachte ihn per Schlagschuss aufs Tor. Der Puck sprang hoch und William Eriksson schoss aus der Luft zum 2:2-Ausgleich ein. Mit einer Minute Reststrafe ging es dann in die zweite Pause.
Die anschließende PK
Auch diese Unterzahl überstanden die Joker ohne Gegentor. Jere Laaksonen hatte dann sogar noch eine tolle Chance, schoss zunächst über das Tor, verwertete den zurückspringenden Puck aber knapp nicht. Es folgte eine Strafzeit gegen Brandon Schultz wegen Stockschlags. Dreißig Sekunden in Überzahl hielt Leon Sivic nach dem Anspiel William Eriksson am Bein, daher gab es zwei Minuten wegen Behinderung. In doppelter Überzahl ging es schnell. Sami Blomqvist zu Max Renner und schließlich zu Eero Elo, der per Direktschuss zum 3:2 einnetzte. Dann wurde es kurios. Markus Eberhardt schoss in eigener Zone völlig unbedrängt Tomas Schwamberger an. Der lief kurz an, hechtete dem Puck hinterher und verwandelte im Flug zum 4:2. Mit zwei Minuten Rest auf der Uhr zog Erding den Torwart. Max Oswald schnappte sich die Scheibe, traf zunächst aus großer Entfernung den Pfosten und netzte im Nachschuss zum 5:2 ein. Das war’s aber immer noch nicht, denn Simon Stowasser schlenzte von der blauen Linie in Richtung Tor und der Puck prallte vom Schlittschuh Erik Modlmayrs zum Erdinger Pech zum 6:2 ins eigene Tor. Den Schlusspunkt markierte eine unschöne Szene, als bei Michal Spacek Sekunden vor dem Ende alle Sicherungen durchbrannten und er Tom Schwarz mit voller Wucht den Schläger quer über den Rücken zog, wofür er lediglich zwei Minuten wegen Stockschlags erhielt.


















