Handarbeit für den Naturschutz: Ehrenamtliche des Heimatvereins Kaufbeuren rechten das Mähgut auf der streng geschützten Feuchtwiese am Bärensee von Hand zusammen.
Schutz wertvoller Lebensräume mit Rechen, Handschuhen und vielen helfenden Händen
Mit viel Muskelkraft und ehrenamtlichem Engagement haben 13 Helferinnen und Helfer des Heimatvereins Kaufbeuren die Biotoppflege auf einer streng geschützten Feuchtwiese am Bärensee unterstützt. Von Hand rechten sie das Mähgut auf der Fläche zusammen und bereiteten es für den Abtransport vor.
Aufgrund der zahlreichen Quellen und der besonderen Bodenverhältnisse in diesem Bereich ist der Einsatz moderner Maschinen nur eingeschränkt möglich. Deshalb ist hier Handarbeit wie anno dazumal gefragt: Die aufwendige Arbeit leistet dabei einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der artenreichen Feuchtwiesenfläche.
Die Fläche gehört zu den sogenannten Streuwiesen. Anders als Futterwiesen dienten Streuwiesen traditionell nicht der Ernährung des Viehs, sondern der Gewinnung von Einstreu für die Stallungen. Charakteristisch für diese Form der Bewirtschaftung war, dass die Wiesen lediglich einmal im Jahr, im Herbst, gemäht wurden. Das Schnittgut wurde anschließend getrocknet und als Einstreu in den Ställen verwendet.
Diese traditionelle Bewirtschaftungsform hat zugleich eine besondere Bedeutung für den Naturschutz. Durch die späte und nur einmal jährlich erfolgende Mahd konnten sich Pflanzenarten entwickeln, die an nährstoffarme und feuchte Standorte angepasst sind. Eine regelmäßige Pflege ist entscheidend, damit die Flächen nicht verbuschen und ihre charakteristische Artenvielfalt erhalten bleibt.
Für die Ehrenamtlichen des Heimatvereins bedeutete die Pflegemaßnahme vor allem eines: tatkräftig anpacken. Bei der gemeinsamen Arbeit wurde deutlich, dass der Schutz wertvoller Lebensräume nicht immer mit großen Maschinen erfolgen muss. Manchmal sind Rechen, Handschuhe und viele helfende Hände genau das richtige Werkzeug.



















