Joker gewinnen in Lindau mit 3:1
Zum vierten Spieltag der Oberliga Süd gastierte der ESV Kaufbeuren am Bodensee bei den Lindau Islanders. ESVK-Trainer Sebastian Buchwieser musste dabei auf den verletzten Sami Blomqvist und den erkrankten Fabian Ribnitzky verzichten. Auch Förderlizenzspieler Liron Pellizzari stand nicht zur Verfügung. Im Tor startete Nikita Quapp. Der gebürtige Lindauer Max Hops stand ebenso in der Starting Six wie Jere Laaksonen und Nikita Quapp, die beide bereits für die Islanders aktiv waren. Der ESVK wurde dabei von vielen Fans an den Bodensee begleitet und lautstark unterstützt. Am Ende erkämpfte sich die Mannschaft um Kapitän Max Renner mit einem 3:1 Auswärtssieg vor 957 Zuschauern drei wichtige Punkte.
Die Joker nahmen von Beginn an das Heft des Handelns in die eigene Hand und gingen bereits in der dritten Spielminute mit 0:1 in Führung. William Eriksson fasste sich dabei ein Herz und hämmerte eine liegen gebliebene Scheibe nach einem Passversuch von Yannik Burgart direkt in den linken Torwinkel. Nur wenige Augenblicke später erhöhten die Kaufbeurer auf 0:2. Max Kislinger kam nach einem Pass aus der Ecke im hohen Slot frei zum Schuss. Nachdem vor dem Tor durch Valentin Ankirchner viel Verkehr herrschte, schlug die Scheibe auf der Fanghandseite im Netz ein. Der ESVK blieb in der Folge spielbestimmend, während die Lindauer viel Zeit in der eigenen Zone verbringen mussten. Zwei Fehler im Offensivspiel ermöglichten den Islanders jedoch jeweils einen Alleingang, die Nikita Quapp im Kaufbeurer Tor beide entschärfen konnte. Aufseiten der Wertachstädter ließen Tomas Schwamberger und Max Hops noch gute Chancen auf einen weiteren Treffer ungenutzt.
Die Joker kamen dann sehr schlafmützig aus der Kabine. Zunächst führte ein Scheibenverlust in der eigenen Zone direkt nach dem Bully zu einer guten Chance für die Lindauer. Im Gegenzug zog Max Oswald in der Offensivzone eine Strafe, wodurch die Islanders zu ihrem dritten Alleingang kamen. Dieses Mal ließen sich die Hausherren die Gelegenheit nicht nehmen: Timo Gams verkürzte auf 1:2. Eine weitere Strafe gegen die Joker führte zunächst zu zwei gefährlichen Kontersituationen. Beide Möglichkeiten vertändelte der ESVK jedoch leichtfertig, was sinnbildlich für den gesamten zweiten Spielabschnitt stand. Glück hatten die Kaufbeurer, als Noah Kane nur die Latte traf und den Ausgleich verpasste. Der ESVK zog zwischenzeitlich immer wieder das Tempo an, ohne dabei jedoch wirklich gefährlich zu werden. Auch zwei aufeinanderfolgende Powerplays in der 32.. und 34 Spielminute blieben ohne Treffer. Insgesamt brachten die Joker dabei lediglich zwei Schüsse auf das Tor. Zum Ende des zweiten Drittels wurde die Partie zunehmend hektisch, was den Gastgebern durchaus in die Karten spielte. Auch wenn der ESVK – abgesehen von den ersten fünf Minuten – defensiv nicht viel zuließ, war der Spielstand aufgrund des Lattentreffers der Lindauer durchaus etwas glücklich.
Im Schlussabschnitt hatten die Wertachstädter das Spiel über weite Strecken im Griff, schafften es jedoch erneut nicht, sich in der Offensive klare Großchancen zu erarbeiten. Dadurch blieb die Partie bis zum Ende spannend. Die Lindauer suchten immer wieder mit schnellen Angriffen ihr Glück. Diese gelangen zwar nicht häufig, waren dann aber meist doch sehr gefährlich. Zudem mussten die Joker zwei weitere Unterzahlsituationen überstehen, in denen Nikita Quapp mehrfach sein Können zeigen musste. Ein Powerplay der Kaufbeurer kurz vor dem Ende brachte schließlich die Entscheidung. Eero Elo machte mit dem dritten ESVK-Treffer dann den Deckel auf die Partie und sicherte seiner Mannschaft damit endgültig drei Punkte. Der Finne verwertete dabei 54 Sekunden vor dem Ende seinen eigenen Rebound aus kurzer Distanz und ließ dem starken Valentin Ankirchner im Tor der Lindauer keine Abwehrchance.



















