Stellungnahme durch Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse auf die Presseveröffentlichung von Oliver Schill, 2. Bürgermeister (Grüne) – drohender Wegzug von Kaufbeurer Vorzeigeunternehmen
Die Erweiterungsabsicht von ALUMAT und die Drohungen, Kaufbeuren zu verlassen, sofern kein Grundstück zur Verfügung gestellt wird, sind hinreichend bekannt. Alle in der Vergangenheit angebotenen Flächen oder Lösungen in Bestandsgebäuden sowie vermittelte private Angebote wurden durch ALUMAT aus unterschiedlichen Gründen abgelehnt. Teilweise wurde auch angeführt, man habe bereits ein Grundstück in einer anderen Kommune erworben oder stehe kurz vor dem Erwerb. Inzwischen besteht das Unternehmen auf einer verbindlichen Flächenzusage im noch nicht entwickelten Gewerbegebiet „Hart“ an der Apfeltranger Straße.
Die Vergabe der dort künftig zur Verfügung stehenden Flächen ist dem Stadtrat vorbehalten. Entscheidungskriterien werden hierbei neben der Zahl der entstehenden Arbeitsplätze, die erwarteten Gewerbesteuerzahlungen, die Zukunftsfähigkeit der Branche bzw. des Geschäftsmodells und die Nachnutzung bisheriger Firmengebäude sein. Ob ALUMAT sich hier gegen die anderen Interessenten durchsetzen kann, ist offen. Das Unternehmen wurde bei allen Gesprächen auf die Entscheidungskriterien des Stadtrates und das noch laufende Bebauungsplanverfahren als Grundlage für Teilflächenvergaben hingewiesen. Ich stehe derzeit mit mehreren ansiedlungswilligen Unternehmen in engem Austausch. Unter anderem befinden wir uns aktuell in sehr konkreten Gesprächen mit einem Unternehmen, das die gesamte neu entstehende Gewerbefläche erwerben und darauf über 100 Millionen Euro investieren möchte. Die Verhandlungen werden auf Wunsch des Unternehmens derzeit noch vertraulich geführt.
Oberbürgermeister und Stadtverwaltung müssen verlässliche Verhandlungspartner sein, die dem Wunsch nach Vertraulichkeit nachkommen und erst dann den politischen Raum bzw. die Öffentlichkeit informieren, wenn Unternehmen dies freigeben. Dieser Wunsch hat sehr häufig unternehmensinterne Gründe.
- zum Artikel von Oliver Schill: Schill kritisiert drohenden Wegzug von Kaufbeurer Vorzeigeunternehmen
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