Ostallgäuer Wälder durch Borkenkäfer in Gefahr

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Forstdirektor Stephan Kleiner, Wolfgang Guggenmos Vorsitzender der FBG Marktoberdorf, Gabi Schmölz, Vorsitzende der FBG Füssen und Karlheinz Sobek, Vorsitzender der FBG Kaufbeuren untersuchen eine abgebrochene Fichte auf Borkenkäferbefall. Foto: Peter Wachler

Die Vorsitzenden der Forstbetriebsgemeinschaften (FBG) Füssen, Kaufbeuren und Marktoberdorf rufen daher gemeinsam mit der Bayerischen Forstverwaltung die Waldbesitzer auf, ihre Wälder auf Gewitterschäden und Borkenkäferbefall zu kontrollieren

„Wir haben derzeit eine gefährliche Situation in unseren Wäldern“ so Forstdirektor Stephan Kleiner von der Bayerischen Forstverwaltung. „Einerseits fliegen diese Tage die jungen Borkenkäfer aus, andererseits hat der Gewittersturm in der vergangenen Woche im ganzen Ostallgäu Fichten abgebrochen oder umgeworfen. Die Borkenkäfer finden dadurch ideale Brutstätten, um sich zu vermehren“. Gabi Schmölz, Vorsitzende der FBG Füssen ergänzt: „Hinzu kommt, dass die Bäume durch die große Hitze und anhaltende Trockenheit geschwächt und damit anfälliger sind.“ Denn das natürliche Abwehrsystem durch Verharzen der Käfer funktioniert bei geschwächten Fichten nicht mehr.

„Die Waldbesitzer sollten jetzt zeitnah ihre Wälder kontrollieren und die durch den Sturm geschädigten Bäume aufarbeiten“ so Karlheinz Sobek von der FBG Kaufbeuren. Die Waldbesitzer sollten dabei umsichtig arbeiten, da nach wie vor durch den Sturm abgebrochene Äste, Kronenteile oder angeschobene Bäume unvermittelt herabstürzen können. Wolfgang Guggenmos von der FBG Marktoberdorf rät: „Die aufgearbeiteten Fichtenstämme sollten baldmöglichst aus dem Wald gefahren und mit einem Mindestabstand von 500 m zum nächsten Fichtenbestand gelagert werden.“

Gewittersturm wütet auch im Wald

Der Gewittersturm am Abend des 11. Juli 2023 hat in den Wäldern im ganzen Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren seine Spuren hinterlassen. Es gibt viele Einzelwürfe, zum Teil wurden die Bäume aber auch flächig umgeworfen oder abgebrochen. Besonders betroffen sind der mittlere und der nördliche Landkreis. Von den Baumarten hat es vor allem Fichten, aber auch Laubbäume wie Buchen oder Eschen erwischt. Auffällig ist, dass viele Bäume einfach abgebrochen sind.

Gefahr der Massenvermehrung

Borkenkäfer können sich in Massen vermehren und ganze Wälder schädigen. Wird eine Fichte vom Borkenkäfer befallen und nicht aufgearbeitet, können die Käfer, die daraus ausfliegen weitere 20 Bäume befallen und zum Absterben bringen. Werden diese nicht gefunden und rechtzeitig gefällt, können weitere 400 Bäume befallen werden. Durch die geschädigten Fichten, die fast in jedem Wald anzutreffen sind und der anhaltenden Trockenheit sowie dem zeitgleichen Ausflug der 1. Generation, sind die Voraussetzungen derzeit für den Borkenkäfer ideal, sich in Massen zu vermehren. Dies stellt eine große potenzielle Gefahr für die Wälder im Ostallgäu dar.

Für die Borkenkäferbekämpfung erhalten die Waldbesitzer finanzielle Unterstützung durch die Staatsregierung. Beratung und Unterstützung erhalten die Waldbesitzer bei den Revierleitern des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kaufbeuren. Hilfe bei der Aufarbeitung der befallenen Fichten geben die Forstbetriebsgemeinschaften und sonstige forstliche Dienstleister.

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