Wie findige Unternehmen nach Verstärkung suchen

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Sie diskutierten beim Fachkräftetag der IHK Schwaben Lösungsansätze für den Fachkräftemangel (von links): IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Marc Lucassen, Elsa Koller-Knedlik (Agentur für Arbeit Augsburg), Ulrike Scharf (Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales), Ramona Meinzer. (Aumüller Aumatic GmbH) und Reinhold Braun (Stv. Präsident IHK Schwaben). Foto: Peter Fastl/IHK Schwaben

Der Fachkräftetag der IHK Schwaben zeigt unterschiedliche Wege auf, wie trotz des harten Wettbewerbs das passende Personal zu finden ist

Wie findige Unternehmen nach Verstärkung suchen

Der Fachkräftetag der IHK Schwaben zeigt unterschiedliche Wege auf, wie trotz des harten Wettbewerbs das passende Personal zu finden ist

Der Kampf um qualifizierte Beschäftigte hat alle Branchen und Unternehmensgrößen erreicht. Dass es trotzdem noch Hoffnung gibt, bewies der Fachkräftetag der IHK Schwaben. Hier diskutierten Fachleute aus der Praxis, Unternehmensvertreter sowie Ministerin Ulrike Scharf Lösungsansätze für den hohen Bedarf an Fachkräften.

Derzeit sieht es schon nicht sehr gut aus, doch die demographische Entwicklung deutet auf eine besorgniserregendes Szenario hin: Zwischen 2022 und 2035 werden in Bayern rund 1,5 Millionen mehr Menschen in Rente gehen als die Schule verlassen werden. Was also tun? Antworten lieferte der IHK-Fachkräftetag, bei dem 160 Gäste Lösungsansätze diskutierten. Ulrike Scharf, Bayerische Ministerin für Familie, Arbeit und Soziales unterstrich bei ihrer Begrüßung: „Die Arbeitswelt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Mit Aus- und Weiterbildung machen wir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fit für die Arbeitswelt der Zukunft. Im Wettbewerb um geeignete Arbeitskräfte ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein entscheidender Wirtschaftsfaktor! Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben heute die Wahl und entscheiden sich für das Unternehmen, bei dem sie ihre familiären und beruflichen Aufgaben optimal vereinbaren können. Familienfreundliche Betriebe sind auf die Arbeitswelt der Zukunft vorbereitet – sie sind zukunftsfähig und leben eine moderne Arbeitskultur!“ Die Arbeitsministerin betonte weiter: „Ich setze mich für eine Modernisierung des Arbeitszeitgesetzes ein. Auch das ist wichtig, wenn wir über „New Work“ sprechen. Wir brauchen flexiblere, zeitgemäße Möglichkeiten für die jeweiligen Bedürfnisse und Wünsche der Betriebe und Beschäftigten. Die Menschen sollen dabei nicht mehr, sondern flexibler innerhalb der geregelten Wochenarbeitszeit und unter Berücksichtigung des Gesundheitsschutzes arbeiten können. Damit ist Bayern auch in Zukunft gemeinsam stark.“

Einwanderung von Fachkräften wird wichtiger Baustein

Viel Hoffnung setzen die Unternehmen auch auf das Fachkräfteeinwanderungsgesetz. Mit vereinfachten Verfahren soll es nun gelingen, noch mehr Menschen auch außerhalb der EU nach Deutschland zu locken. Aus Sicht der IHK Schwaben enthalten die derzeit diskutierten Reformpläne richtige Ansätze, gehen aber nicht weit genug. „Bei der Beschäftigung von Menschen mit berufspraktischer Erfahrung und auch bei der Chancenkarte sind komplexe und zeitintensive Prüfverfahren vorgesehen. Ebenso fehlen weitreichende Maßnahmen, um die Anerkennungs- und aufenthaltsrechtlichen Prozesse in Konsulaten und Ausländerbehörden spürbar zu beschleunigen. Das geht alles noch deutlich schlanker“, sagt Sarah Winter, Fachkräfteexpertin der IHK Schwaben.

Viele Maßnahmen nötig

Auf dem Podium wurde schnell klar, wie vielfältig die Antwort auf die Herausforderung des Fachkräftemangels sein muss. Reinhold Braun, Geschäftsführer der Sortimo International GmbH, stellte seine Erfahrungen dar. „Wir beschäftigen Menschen aus 40 Nationen in Zusmarshausen, dabei stellt uns insbesondere das Thema ausreichender Wohnraum vor Probleme.“ Ramona Meinzer, Geschäftsführerin der Aumüller Aumatic GmbH, konnte ähnliches berichten: „Uns liegt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sehr am Herzen, weswegen wir uns für optimale Bedingungen zur Kinderbetreuung einsetzen.“ Elsa Koller-Knedlik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Augsburg, beschrieb den derzeitigen Trend: „Erwerbstätige fordern mittlerweile ein, dass die Arbeit stets zu den Bedürfnissen ihres derzeitigen Lebensabschnittes passt. Das schafft viel Arbeit für die Unternehmen, darauf muss man sich jedoch einstellen.“

Workshops: Von Generationenmanagement bis betriebliche Vielfalt

In vier Workshops hatten die teilnehmenden Personen die Möglichkeit, konkrete Wege der Fachkräftegewinnung und -sicherung intensiver kennenzulernen. So ging es bei einem Workshop um das so genannte Generationenmanagement – also die Fähigkeit, auf die Bedürfnisse der einzelnen Generationen (z.B. Generation Z) einzugehen und diese als Wettbewerbsvorteil zu nutzen. Einen genauen Blick auf die Beschäftigten legte auch der Workshop zum Thema „Betriebliche Diversifizierung als Zukunftsperspektive.“ Hier ging man der Frage nach, wie man die vorhandene Vielfalt im Betrieb steigern und für den Unternehmenserfolg nutzen kann. Zum erfolgreichen Wirtschaft gehört mittlerweile auch das Arbeitsumfeld, das im Fokus des Workshops „New Work“ stand. Hier stellten die Teilnehmenden dank vieler Best-Practice-Beispiele fest, dass es hier auch für KMU Wege gibt, das Umfeld angenehm für die Beschäftigten zu gestalten. Welche Tipps hingegen beim erfolgreichen Ankommen von eingewanderten Fachkräften fruchten, erfuhren die Unternehmensvertreter beim vierten Workshop. Denn gerade hier gilt, was grundsätzlich rund um das Thema Fachkräfte zu beherzigen ist: Mit Engagement und Strategie lassen sich Herausforderungen in Chancen umwandeln.

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* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem ‚Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen‘ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei Deutsche Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist. Die Angaben zu Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren VO (EU) 715/2007 in der jeweils geltenden Fassung ermittelt. Die Angaben sind bereits auf Basis des neuen WLTP-Testzyklus ermittelt und zur Vergleichbarkeit auf NEFZ zurückgerechnet. Bei diesem Fahrzeug können für die Bemessung von Steuern und anderen fahrzeugbezogenen Abgaben, die (auch) auf den CO2-Ausstoß abstellen, andere als die hier angegebenen Werte gelten. Der Gesetzgeber arbeitet an einer Novellierung der Pkw-EnVKV und empfiehlt in der Zwischenzeit für Fahrzeuge, die nicht mehr auf Grundlage des Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) homologiert werden können, die Angabe der realitätsnäheren WLTP-Werte.

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