Damit Schülerinnen und Schüler auch an heißen Tagen dem Unterricht gut folgen können, unterstützt die AOK die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit dabei, Schulen auf Hitze vorzubereiten. Foto: © PantherMedia / pressmaster
„Schulen brauchen einen konkreten Plan“
30 Grad im Klassenzimmer, die Konzentration sinkt, der Kreislauf macht schlapp – und der Unterricht soll trotzdem weitergehen. Belastende Hitze wird immer mehr auch für Schulen zur Gesundheitsfrage. Die AOK Bayern unterstützt deshalb die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. (KLUG) dabei, Schulen auf Hitze vorzubereiten. Eine kostenfreie Online-Veranstaltungsreihe informiert jetzt über gesundheitliche Risiken und wirksamen Hitzeschutz im Schulkontext. Vertiefende Workshops unterstützen Schulen dabei, einen auf ihre Situation zugeschnittenen Hitzeschutzplan zu erarbeiten.
„Schulen brauchen einen konkreten Plan“
„Wir können Hitze nicht verhindern – aber wir können uns darauf einstellen“, sagt Susanne Hasel, Gesundheitsexpertin der AOK Kaufbeuren-Ostallgäu. Schulen brauchen deshalb Wissen und konkrete Handlungsmöglichkeiten, die im Alltag funktionieren. „Mit unserem Angebot wollen wir Schulen zunächst niedrigschwellig informieren und sie zugleich dabei unterstützen, Hitzeschutz dauerhaft in ihrer Schule zu verankern“, so Susanne Hasel.
Die Online-Veranstaltungsreihe zum Hitzeschutz steht allen interessierten Personen kostenfrei offen.
In drei 90-minütigen Veranstaltungen geht es um die gesundheitlichen Folgen von Hitze, den Schutz von Kindern und Jugendlichen sowie die praktische Umsetzung. Expertinnen und Experten aus Medizin, Wissenschaft und Schule geben Impulse und zeigen Gute-Praxis-Beispiele. Den Auftakt machte am 30. September 2026 das Thema „Grundlagen für den Hitzeschutz an Schulen“. Am 19. Oktober geht es um die „Auswirkungen auf Schüler*innen, Lehrkräfte und Schule“, am 17. November steht die „Praktische Umsetzung“ im Zentrum. Vorgestellt wird auch der Muster-Hitzeschutzplan für Schulen, der von KLUG gemeinsam mit der Bayerischen Landesärztekammer, dem Helmholtz Zentrum München und dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen herausgegeben wurde.
Vom Wissen zum eigenen Hitzeschutzplan
Schulen, die tiefer einsteigen möchten, können an der von der AOK Bayern geförderten Workshopreihe „Hitze Resilienz für Schulen“ teilnehmen. Bayerische Grund-, Mittel- und Realschulen sowie Gymnasien entwickeln dabei gemeinsam mit Hitzeexpertinnen und -experten einen Hitzeschutzplan für ihre eigene Schule. Dabei geht es um konkrete Fragen: Welche Räume sind besonders hitzegefährdet? Wie lassen sich Schülerinnen und Schüler schützen? Was ist bei Sport und Bewegung zu beachten? Und wie können Eltern, Kollegium, Schulträger und Kommune eingebunden werden?
„Nicht nur alte oder kranke Menschen leiden unter zu hohen Temperaturen. Große Hitze kann auch Schüler*innen in ihrer Lern- und Leistungsfähigkeit beeinträchtigen“, so Susanne Hasel. Funktionierender Hitzeschutz ist daher sehr wichtig.
Die Anmeldung zu den Online-Veranstaltungen ist unter https://hitze.info möglich. Interessierte Schulen für die Workshopreihe können sich mit dem Betreff „Workshopreihe“ an schule@klimawandel-gesundheit.de wenden.



















