Rund 1.000 Zuschauer erleben bei der Galavorstellung in der energie schwaben arena Blasmusik, aufwendige Choreografien und ein Finale, das in Erinnerung bleibt
Die energie schwaben arena wurde am Samstag, 18. Juli 2026, zur großen Bühne für Blasmusik, Bewegung und Show. Mit dem ASM-Marsch-Tattoo feierte der Allgäu-Schwäbische Musikbund sein 100-jähriges Bestehen. Rund 1.000 Zuschauer verfolgten die Galavorstellung am Abend. Das Jubiläumsprojekt zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig Marschmusik sein kann. Klassische Blasmusik wechselte sich mit modernen Titeln, Tanz, Trommelkunst und humorvollen Einlagen ab. Nahezu jeder Auftritt brachte neue musikalische und optische Eindrücke in die Arena.
Ein Orchester ständig in Bewegung
Eröffnet wurde die Galavorstellung vom ASM-Projektorchester. Die Musikerinnen und Musiker überzeugten nicht nur musikalisch, sondern auch mit einer aufwendig einstudierten Choreografie. Während sie spielten, bewegten sie sich durch die Arena und bildeten immer wieder neue Formationen. Gerade das gleichzeitige Musizieren, Marschieren und Einhalten der verschiedenen Abläufe machte deutlich, wie viel Konzentration und Probenarbeit hinter dem Auftritt steckte.
Auch humorvolle Momente gehörten zur Vorstellung. So griff Dirigentin Monika Fleschhut zur Pfeife, um ihr Projektorchester wieder einzufangen.
Teile des Finales am 18. Juli im Video
Das Eisstadion wird zur Showbühne
Die große Fläche der eisfreien Arena bot den Formationen viel Raum für ihre Auftritte. Durch die vier sogenannten Mundlöcher gelangten die Musikerinnen und Musiker aus unterschiedlichen Richtungen auf die Veranstaltungsfläche. Dadurch entstanden immer wieder neue Bilder und überraschende Auftritte. Auch akustisch erwies sich das Eisstadion als geeigneter Veranstaltungsort für die verschiedenen Blaskapellen und Musikformationen.
Das Publikum nahm die Darbietungen begeistert auf. Immer wieder gab es Applaus, rhythmisches Mitklatschen und bei den humorvollen Szenen auch viel zu lachen. Bei „Mein Tiroler Land“ sangen zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer mit.
Die Bilder des Abends. Fotos: Claus Tenambergen


























































Von bekannten Liedern bis zur klassischen Blasmusik
Musikalisch reichte das Programm von traditioneller und klassischer Blasmusik bis zu modernen, weithin bekannten Titeln. Zu hören waren unter anderem Melodien aus der „Augsburger Puppenkiste“, „Völlig losgelöst“ und „An Tagen wie diesen“. Julia Haug führte gekonnt und charmant durch den Abend und war zugleich als große Sängerin zu erleben. Mit ihrem Gesang setzte sie weitere musikalische Akzente. Die österreichischen Formationen brachten ihre eigenen musikalischen Traditionen ein und verbanden diese mit abwechslungsreichen Bewegungsabläufen. Eine humorvolle Choreografie zu „Pink Panther“ sorgte ebenfalls für gute Stimmung.
Unterschiedliche Traditionen in einer Arena
Die beteiligten Formationen zeigten, wie verschieden sich Blasmusik mit Bewegung und Show verbinden lässt. Die Musikkapelle Nauders und die Trachtenkapelle Gantschier brachten musikalische Traditionen aus Österreich nach Kaufbeuren. Beim Spielmanns- und Fanfarenzug Krumbach sowie bei der Blaskapelle Bad Bayersoien standen süddeutsche und bayerische Klänge im Mittelpunkt.
Das Heeresmusikkorps Ulm bereicherte das Marsch-Tattoo mit seinem kraftvollen Klang und einem präzise abgestimmten Auftritt. Zu den Höhepunkten gehörte ein Udo-Jürgens-Medley, das beim Publikum großen Anklang fand. Tanz und Trommelkunst erweiterten das Programm: Hollaria Augsburg präsentierte eine reine Tanzdarbietung, während Fascinating Drums Musik und präzise abgestimmte Bewegungen miteinander verband.
Für einen besonderen internationalen Akzent sorgte die Fanfara Bersaglieri Lecco. Mit ihren Fanfaren und Trompeten, ihrem kraftvollen, lauten Klang und ihrem Auftritt in ständiger Bewegung brachten die italienischen Musiker eine ganz eigene Dynamik in die energie schwaben arena. Ihre temperamentvolle und sympathische Art kam beim Publikum bestens an.
Großes Finale mit allen Formationen
Zum Abschluss versammelten sich noch einmal alle beteiligten Formationen zum großen Finale gemeinsam auf der Eisfläche. Die große Zahl an Musikerinnen und Musikern, der kraftvolle Klang in der Arena und das gemeinsame Spiel sorgten für ein beeindruckendes Bild.
Mit „Highland Cathedral“, „Über alle Höllenfeuer“ aus „Herilo“, „Time to Say Goodbye“, der Bayernhymne und dem Deutschlandlied fand das ASM-Marsch-Tattoo einen musikalisch eindrucksvollen Abschluss. Es war ein großes Finale, dessen Bilder und Klang noch lange im Gedächtnis bleiben dürften.
Bewegende Worte fand ASM-Vizepräsidentin Monika Fleschhut in ihrer Dankesrede. Auch ASM-Präsident Franz Josef Pschierer dankte allen, die zum Gelingen dieses großen Jubiläumsprojekts beigetragen hatten. Eine Unterstützung in Höhe von 10.000 Euro überreichte die Sparkasse Allgäu. Vorstandsmitglied Angelo Picierro übergab die Spende im Rahmen der Veranstaltung.
Ein besonderer Dank galt außerdem Wolfgang und Katharina Wiedemann. Durch ihr Engagement bei „Herilo“ war es möglich geworden, das Eisstadion so umzubauen, dass es anschließend noch für das ASM-Marsch-Tattoo genutzt werden konnte.
Das gemeinsame Finale setzte damit nicht nur musikalisch einen eindrucksvollen Schlusspunkt. Es zeigte zugleich, wie viele Menschen, Formationen und Unterstützer zusammengewirkt hatten, um diese besondere Veranstaltung zum 100-jährigen Bestehen des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes möglich zu machen.



















