Engagement aus der Bürgerschaft bringt konkrete Ideen zur Umsetzung
Im vergangenen Dezember hatten der Rotary Club Kaufbeuren und die Stadt Kaufbeuren im Rahmen des Bürgerbudgets „L(i)ebenswertes Kaufbeuren“ Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, Projektideen einzureichen, die die Stadt in diesem Jahr noch attraktiver, lebenswerter und liebenswerter machen. Dieses Projekt hat eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie viel Innovationskraft und Engagement in der Stadtgesellschaft steckt. Mehr als 30 Bürgerinnen und Bürger, Vereine sowie Initiativen sind dem Aufruf gefolgt und haben ihre Ideen eingereicht, um Kaufbeuren noch lebenswerter, liebenswerter und gemeinschaftlicher zu gestalten.
Oberbürgermeister Stefan Bosse freute sich über die hohe Beteiligung: „Es ist beeindruckend zu sehen, wie viele Menschen sich mit konkreten Ideen für unsere Stadt einsetzen. Mit vergleichsweise kleinen Mitteln entstehen hier Projekte mit großer Wirkung für die Bürgerinnen und Bürger.“
Nach Ablauf der Bewerbungsphase und einer sorgfältigen Auswahl durch eine unabhängige Jury stehen nun die geförderten Projekte fest. Acht Vorhaben konnten sich durchsetzen. Sie überzeugen durch ihre Kreativität, ihren nachhaltigen Nutzen für das Gemeinwohl sowie ihr Potenzial, das Zusammenleben in Kaufbeuren spürbar zu bereichern. Sie zeigen, wie vielfältig bürgerschaftliches Engagement sein kann und wie aus guten Ideen ein konkreter Mehrwert für die Stadt entstehen kann. Bei einer Preisverleihung am Samstag, 25. April 2026, wurden die Gewinnerinnen und Gewinner im historischen Sitzungssaal des Rathauses bekanntgegeben.
Prof. Dr. med. Stefan Maier vom Rotary Club Kaufbeuren: „Uns war es wichtig, bürgerschaftliches Engagement gezielt zu fördern und unkompliziert zu unterstützen. Das ist uns mit dem Bürgerbudget gelungen.“
Insgesamt wurden 15.000 Euro Fördermittel vergeben, die sich wie folgt aufteilen:
Contheke
Den größten Anteil in Höhe von 5.000 Euro erhält die Contheke für die Anschaffung von Tischtennisplatten im Jordanpark. Neben der Aufstellung von zwei Platten soll auch der Bodenbelag entsprechend angepasst werden.
Klinikum Kaufbeuren
Mit 3.000 Euro wird das Klinikum Kaufbeuren bei der Neugestaltung seines Notfallzentrums unterstützt. Geplant sind eine freundlichere Gestaltung, Bodenmarkierungen zur Orientierung sowie Maßnahmen im Außenbereich, darunter neue Pflastersteine und eine Begrünung.
Naturbündnis Wertachtal e. V.
Das Naturbündnis Wertachtal e. V. erhält 2.000 Euro für die Durchführung biologischer Gewässergütebestimmungen in möglichst vielen Kaufbeurer Bächen. Dabei werden Kinder- und Jugendgruppen aktiv eingebunden, um erstmals eine Gewässergütekarte dieser kleinen Gewässer zu erstellen.
ESV Kaufbeuren e.V.
Der ESV Kaufbeuren wird mit 1.500 Euro gefördert, um neue Leihausrüstung für die Eislaufschule anzuschaffen. Davon sollen insbesondere Kinder aus sozial schwächeren Familien profitieren.
Stadtbücherei / Die Jörg-Lederer-Schule / Querkunst e. V. / Digitalwerkstatt „Licht an“
Jeweils 1.000 Euro erhalten diese Projekte: Die Stadtbücherei Kaufbeuren investiert in die Erneuerung und Erweiterung ihres Bestands an Lernhilfen, wobei die Mittel auf die Standorte Kaufbeuren und Neugablonz aufgeteilt werden. Die Jörg-Lederer-Schule nutzt die Förderung für die Anschaffung neuer Nähmaschinen, um dem gestiegenen Bedarf gerecht zu werden und zugleich das Thema Nachhaltigkeit zu vermitteln. Querkunst e. V. organisiert mit der Förderung die Digitalwerkstatt „Licht an“, in der Kinder und Jugendliche kreative Medienprojekte wie Filme, Fotostorys und Podcasts entwickeln und dabei technische Grundlagen erlernen.
Maria Dopslaf
Eine Förderung in Höhe von 500 Euro geht an Maria Dopslaf, die ein Fahrrad zu einer mobilen Vorlesestation umbauen möchte. Damit will sie Kinder in der Innenstadt, auf Spielplätzen und bei Veranstaltungen erreichen. Perspektivisch könnten auch ältere Menschen von dem Angebot profitieren.
Alle Preisträgerinnen und Preisträger werden nach der Umsetzung ihres Projekts einen kurzen Abschlussbericht über den Verlauf, die Ergebnisse und den Nutzen für die Stadtgesellschaft einreichen.
„Innovationen entstehen nicht nur in Unternehmen, sondern auch mitten in der Stadtgesellschaft. Das Konzept eines Bürgerbudgets selbst ist nicht neu – neu ist, dass es jetzt auch Dank des Rotary Clubs Kaufbeuren in unserer umgesetzt wird. Dieses soziale Engagement ist für uns ein sichtbares Zeichen für einen großartigen, gesellschaftlichen Zusammenhalt. so Wirtschaftsreferent Andreas Bauer.



















