Zeitumstellung Ende März: Warum sie den Alltag spürbar beeinflussen kann
In der Nacht auf Sonntag, den 29. März, beginnt um zwei Uhr die Sommerzeit – die Uhren werden eine Stunde vorgestellt. Für viele Menschen bedeutet das eine kleine Umstellung im Alltag. „Die Zeitumstellung kann bei einigen Menschen den sogenannten Biorhythmus durcheinanderbringen“, sagt Susanne Hasel, Gesundheitsexpertin bei der AOK Kaufbeuren-Ostallgäu. Mit der Umstellung startet der Tag gefühlt früher. Obwohl die Morgendämmerung jahreszeitenbedingt bereits eher einsetzt, beginnt für viele der Alltag zunächst wieder im Dunkeln. Der gewohnte Tagesrhythmus verschiebt sich – und der Körper braucht Zeit, um sich anzupassen.
Tageslicht steuert den inneren Rhythmus
Unser Körper folgt einer inneren Uhr, die stark vom natürlichen Licht beeinflusst wird. Ist der Organismus noch im „Nachtmodus“, laufen wichtige Funktionen zunächst langsamer an. Das betrifft unter anderem das Herz-Kreislauf-System und den Stoffwechsel. „Manche Menschen reagieren besonders sensibel auf die Umstellung“, erklärt Hasel. Mögliche Folgen sind vorübergehende Schlafstörungen, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsprobleme oder auch Appetitlosigkeit. Wie schnell sich der Körper anpasst, ist unterschiedlich. Viele bemerken die Zeitumstellung kaum oder haben sich nach wenigen Tagen daran gewöhnt. Bei anderen kann es mehrere Wochen dauern, bis sich ein stabiler Rhythmus einstellt.
Schrittweise Anpassung hilft dem Körper
Um die Umstellung besser zu bewältigen, empfiehlt es sich, den Schlafrhythmus bereits im Vorfeld anzupassen. „Wer einige Tage vorher etwas früher zu Bett geht und morgens zeitiger aufsteht, erleichtert seinem Körper die Umgewöhnung“, so Hasel. In den ersten Tagen nach der Zeitumstellung kann es zudem sinnvoll sein, auf den Mittagsschlaf zu verzichten. Bewegung und Aufenthalt im Tageslicht helfen, die innere Uhr schneller neu auszurichten.
Auch die Abendgestaltung spielt eine Rolle: Leichte Mahlzeiten sowie der Verzicht auf Alkohol und Koffein können den Schlaf verbessern. Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung oder autogenes Training unterstützen zusätzlich beim Ein- und Durchschlafen. „Und wer die Möglichkeit hat, sollte sich am Tag nach der Zeitumstellung etwas mehr Ruhe gönnen und den Start in die Woche bewusst langsamer angehen“, rät Hasel.



















