Deutliches 5:2 bei den Kassel Huskies
Für die Joker stand am 47. Spieltag die Reise zum Tabellenzweiten Kassel Huskies auf der Agenada. Dabei musste Trainer Leif Carlsson weiter auf einige Spieler verzichten. Verletzungsbedingt fehlten heute Jere Laaksonen, Max Oswald, Yannik Burghart, Henri Kanninen, Joe Cassetti und Dartagnan Joly. Dazu waren Sami Blomqvist und Jakob Peukert krankheitsbedingt nicht mit in Hessen dabei. Nicht im Spieltagskader standen dazu Cody Porter, Fabian Koziol und Dominik Groß. Das Tor der Joker hütete Rihards Babulis.
Die Joker zeigten ein starkes erstes Drittel und hatten nach einer kurzen Druckphase der Hausherren auch in der Offensive die besseren und größeren Chancen. Nach vier Minuten musste dann Jonny Tychonick auf die Strafbank, und die Huskies konnten ihr erstes Powerplay aufziehen. Dieses konnten die Kaufbeurer jedoch gut verteidigen, und da eine Minute später auch ein Kasseler auf die Strafbank wanderte, konnten die Joker selbst im Powerplay agieren. Aus dem Aufbauspiel heraus spielten Jonny Tychonick und Tyson McLellan einen Doppelpass, der den Defender am Ende frei vor Philipp Maurer auftauchen ließ, und dieser schoss die Scheibe eiskalt zum 0:1 in der siebten Spielminute ins Netz. Der ESVK war dann auch stets nah an einem zweiten Tor. Vincent Schlenker scheiterte frei vor Philipp Maurer, und auch Brent Raedeke hatte unter anderem eine Top-Chance auf einen weiteren Treffer liegen gelassen. Mann des ersten Drittels war dann Jonny Tychonick, der auch noch eine zweite Strafe absitzen musste und später dann auch seinen zweiten Treffer des Abends erzielen konnte. Nach einem schnellen Konter wurde der Kanadier von Travis Turnbull auf die Reise geschickt und traf mit einem satten und platzierten Handgelenkschuss zum 0:2 in der 17. Minute. Brent Raedeke hatte dann nochmals eine große Chance auf den dritten ESVK-Treffer, scheiterte aber an Philipp Maurer, und im Gegenzug trafen die Huskies zum 1:2-Anschlusstreffer. Nach einem Scheibenverlust hinter dem eigenen Tor mussten die bis dahin defensiv stark agierenden Joker also doch noch einen Gegentreffer im ersten Abschnitt hinnehmen. Torschütze für die Hessen in der 19. Minute war Tyler Benson. Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die erste Pause.
Die Highlights
Das zweite Drittel startete wieder mit viel Druck der Hessen und einem schnellen Powerplay, nach einer Strafe gegen den ESVK in Person von Paul Mayer in der 21. Minute. Die Joker konnten das Unterzahlspiel gut verteidigen und dank einer sensationellen Parade von Rihards Babulis mit der Fanghand, dann auch ohne Gegentreffer überstehen. Kaum waren die Kaufbeurer wieder komplett, erhöhten sie den Spielstand auf 1:3. Vadim Schreiner konnte dabei einen Nachschuss, nach einem Schuss von Rio Kaiser, im Tor der Huskies unterbringen. Sagenhafte sieben Sekunden nach dem dritten Treffer der Allgäuer verkürzten die Hausherren den Spielstand dann aber auch schon wieder auf 2:3. Tristian Keck narrte die ESVK-Abwehr, scheiterte zuerst noch an Rihards Babulis, konnte dann aber den Nachschuss im Tor der Joker versenken.
Die anschließende PK
In der Folge bauten die Hessen viel Druck auf, und die Kaufbeurer hatten viel Verteidigungsarbeit in der eigenen Zone zu verrichten. Nach einer Weile kamen auch die Kaufbeurer wieder vermehrt zu eigenen Angriffen und schafften es, die Huskies etwas mehr vom eigenen Tor wegzuhalten. Beide Mannschaften hatten trotz alledem Chancen auf weitere Treffer, doch die beiden Torhüter hatten etwas dagegen. Neun Sekunden vor der Pause eskalierte das Spiel dann komplett. Nach einem Check gegen Tyson McLellan, der wohl zuvor auch etwas austeilte, bildete sich ein Spielerkneuel aus mehreren Huskies und Jokern, und am Ende mussten auf beiden Seiten mehrere Spieler (Tychonick und McLellan sowie Tyler Benson,Mitchell Hoelscher und Clemens Sager) auf die Strafbank. Dabei hatten die Allgäuer insgesamt drei Strafminuten weniger und konnten somit nach einer zweiminütigen Vier-gegen-Vier-Phase im Powerplay agieren.
Der Schlussabschnitt wurde dann sehr gut vom ESVK gespielt. Eine weitere Strafe in der 44. Minute, während die Joker noch in Überzahl agierten, bescherte der Mannschaft von Trainer Leif Carlsson sogar ein 5-gegen-3-Powerplay. Dieses nutzten die Allgäuer dann in Person von Neuzugang Travis Turnbull eiskalt zu einem weiteren Treffer. Vadim Schreiner bediente den Torschützen dabei mustergültig, und dieser traf mit einem satten Direktschuss zum neuen Spielstand von 2:4. In der Folge spielten die Joker die Partie sehr gut herunter. Man konzentrierte sich auf die Defensive und kreierte in der Offensive nur Aktionen, wenn diese kein Risiko bedeuteten. Dazu hatten die Wertachstädter mit Rihards Babulis einen überragenden Torhüter auf dem Eis, der alles, was auf sein Tor kam, wegfangen konnte. Sensationell war dann eine weitere Parade des Kaufbeurer Torhüters, als die Hessen bereits mit dem sechsten Feldspieler agierten und die Joker sich zunächst befreien konnten. Nach einem schnellen Aufbau der Huskies tauchte ein Huskies-Stürmer frei vor Rihards Babulis auf, und dieser parierte spektakulär und leitete dabei mit seiner Parade sogar noch den Gegenzug ein, in dem Tyson McLellan dann mit einem Treffer ins leere Tor der Hessen den 2:5-Endstand herstellte.
Die Joker konnten sich am Ende über einen verdienten Auswärtssieg beim Tabellenzweiten freuen, der auf einer starken Torhüterleistung und einer geschlossenen Mannschaftsleistung beruhte.


















