Ein Vortrag mit Ricardo Stengel vom BayernLab am 28.01.2026
Im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung „Allgäuer Fotopioniere. Auguste Städele und die Heimhuber-Brüder… und eine kleine Kaufbeurer Fotogeschichte“ lädt das Stadtmuseum Kaufbeuren am Mittwoch, den 28.01.2026, um 18.30 Uhr zum Vortrag „Geschichte der Fotografie-Manipulation – vom Farbpinsel zur KI“ mit Ricardo Stengel vom BayernLab ein.
Eine Zeitreise durch verschiedene Möglichkeiten der Bildveränderung.
Wie objektiv ist ein Bild bzw. Foto wirklich? Zeigt es die Realität – oder das, was wir sehen sollen? Dieser Frage geht das BayernLAB Kaufbeuren in einem anschaulichen und teilweise interaktiven Vortrag nach. Anhand ausgewählter Bilder und überraschender Geschichten wird gezeigt, dass Manipulation ein fester Bestandteil sowohl der Malerei, der Fotografie als auch der modernen Bild- und Videobearbeitung ist. Bereits das erste Beispiel führt zurück zu Michelangelo und verdeutlicht, wie Bilder schon lange vor der Fotografie bewusst gestaltet und verändert wurden. Von kolorierten Fotografien und Retuschen mit dem Farbpinsel über Dunkelkammertricks bis hin zu modernen, KI-gestützten Bild- und Videogenerierungen spannt der Vortrag einen weiten Bogen durch die Geschichte der Bildmanipulation.
Der Vortrag richtet sich an alle, die genauer hinschauen und hinter die Kulissen blicken wollen. Der Eintritt ist frei.
Digitalisierung im BayernLab erleben
Die BayernLabs als offene Zentren für digitale Wissensbildung sind eine Initiative des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat. Im BayernLab Kaufbeuren erwarten Sie Themen und Trends rund um die fortschreitende Digitalisierung. Mit einer interaktiven Ausstellung sowie kostenlosen Workshops und Vorträgen könnendigitale Themen durch Anschauen – Anfassen – Ausprobieren erlebt werden.
Zwei Berufsfotografen aus Sonthofen und eine fotografierende Bäuerin aus Missen
Die Ausstellung im Stadtmuseum Kaufbeuren führt in die Zeit um 1900. Im Allgäu halten Fotopioniere das noch Gewohnte, lieber aber schon das Neue fest: in Missen die Bäuerin Auguste Städele, im Marktflecken Sonthofen die Fotografen-Brüder Fritz und Eugen Heimhuber. Auch wenn sie nur gute 15 km Luftlinie trennen, könnten die Unterschiede nicht größer sein: hier die wohl erste fotografierende Bäuerin überhaupt, dort zwei Söhne eines „Königlich Bayerischen Hofphotographen“ mit Atelier und Verlag im Rücken. Das Stadtmuseum Kaufbeuren beleuchtet zusätzlich die Fotografie der frühen Stunde in Kaufbeuren und zeigt Fotografien von Gebäuden der Stadt, die es nicht mehr gibt, oder alte Kameras und Fotoausrüstung aus dem Nachlass des Kaufbeurer Fotografen Carl Goldmann.
Die Ausstellung der Fotopioniere wurde vom Haus der Bayerischen Geschichte konzipiert und von der Kurt und Felicitas Viermetz Stiftung gefördert.


















