Bitteres Déjà-vu für den ESVK – Joker verlieren in Overtime
Am 36. Spieltag gastierte der ESV Kaufbeuren unter der Führung von seinem neuen Chef-Trainer Leif Carlsson bei den Eisbären Regensburg. Neben den bekannten verletzungsbedingten Ausfällen waren heute auch Daniel Fießinger (Pause) und Florian Reinwald (Verletzt) nicht mit im Kader. Im Tor startete Cody Porter.
Der ESV Kaufbeuren kam sehr gut aus der Kabine und hatte gleich in der ersten Minute zwei sehr gute Torabschlüsse und hätte mit etwas Glück auch in Führung gehen können. In der Folge wirkten die Wertachstädter sehr strukturiert und hielten das Spiel dabei einfach. So gab es auf beiden Seiten nicht allzu viele Torchancen zu begutachten. Auch ein erstes Powerplay der Regensburger nach sechs Minuten konnte die Kaufbeurer nicht aus der Ruhe bringen. Dabei agierten die Joker nicht wie ein Tabellenletzter, und nach einer Einzelaktion von Brent Raedeke gingen die Allgäuer in der 16. Minute sogar in Führung. Der Deutsch-Kanadier traf, nachdem er zuvor einen Eisbären-Defender ausspielen konnte, allein vor Jonas Neffin über dessen Stockhandseite durchaus verdient zum 0:1. Mit diesem Spielstand ging es dann auch zum ersten Pausentee.
Das zweite Drittel war dann teilweise sehr wild. Die Joker konnten in der 21. Minute mit 0:2 in Führung gehen. Tyson McLellan fand hinter dem Tor Yannik Burghart, und dieser traf aus kurzer Distanz trocken ins Netz. Die Hausherren schienen nun etwas gereizt und waren nach dem schnellen Gegentreffer deutlich aktiver als noch im ersten Abschnitt. David Morley brachte seine Farben in der 26. Minute das erste Mal auf die Anzeigentafel. Nachdem die Kaufbeurer Defensive komplett nicht auf der Höhe war, musste der Kanadier die Scheibe nach einem Zuspiel von Corey Trivino nur noch im leeren Gehäuse zum 1:2 unterbringen. Nur eine Minute später brachte Bernhard Ebner die Allgäuer wieder mit zwei Treffern in Front. Im Powerplay agierend, nagelte der Kapitän der Joker einen Schlagschuss in den rechten Torwinkel und stellte den Spielstand auf 1:3. Wiederum nur eine Minute später schlugen die Eisbären dann eiskalt zurück. Torschütze Kevin Slezak musste dabei die Scheibe zum 2:3-Anschlusstreffer nur in den leeren Kasten einschießen. ESVK-Torhüter Cody Porter blieb nach einer vorherigen Abwehraktion angeschlagen neben dem Tor liegen und konnte nicht mehr eingreifen. Unglücklich aus Sicht der Joker, da der Treffer ohne die Verletzung des Kaufbeurer Schlussmannes wohl nicht gefallen wäre. Es half alles nichts. Für den angeschlagenen Cody Porter kam dann Rhihards Babulis ins Kaufbeurer Tor, und der junge Goalie zeigte gleich eine Monsterparade und rettete spektakulär gegen einen Direktschuss der Eisbären. Das Spiel beruhigte sich dann wieder etwas, was vor allem dem ESVK gut zu Gesicht stand. Am Spielstand änderte sich bis zur Pause jedoch nichts mehr.
Im Schlussabschnitt sah es lange so aus, als könnten die Joker beim Debüt ihres neuen Headcoaches Leif Carlsson tatsächlich einen Dreier einfahren. Trotz allem, dass die Kaufbeurer wieder einmal zu viel Zeit auf der Strafbank verbrachten, hatten die Eisbären zwei Powerplays in der 41. und 47. Minute sowie ein fünfminütiges Überzahlspiel in der 53. Minute. Die große Strafe kassierte Yannik Burghart für einen Check gegen den Kopf. Die Unterzahlsituationen überstanden die Allgäuer dabei dank einer guten Defensivarbeit und einem sehr stabilen Rihards Babulis schadlos. Als die Kaufbeurer dann zwei Minuten vor dem Ende wieder komplett waren, agierten die Hausherren ohne Torhüter und somit mit dem sechsten Feldspieler. Ein Bully, acht Sekunden vor dem Ende, brachte den Regensburgern dann noch den Ausgleichstreffer. Die Joker verloren das Bully klar, ein schneller Pass und David Morley konnte die Scheibe mit einem Direktschuss im Kaufbeurer Tor unterbringen, und es ging in die Overtime.
In dieser lief es dann auch wie gehabt für den ESVK. Eine Strafe gegen Max Oswald nach 41 Sekunden bescherte den Oberpfälzern ein weiteres Powerplay, und dieses nutzten die Eisbären dann auch durch Alex Berardinelli zum 4:3-Siegtreffer.





















