Sanierungskonzept erhält Zustimmung – künftig 38 Mitarbeitende am Braustandort Kaufbeuren
Der Braubetrieb der Aktienbrauerei Kaufbeuren soll erhalten bleiben. Wie die Aktienbrauerei Kaufbeuren in einer aktuellen Pressemitteilung vom 28.08.2026 mitteilt, habe der bisherige Mehrheitsgesellschafter, die ROKiT-Gruppe, dem im Rahmen der vorläufigen Insolvenz in Eigenverwaltung erarbeiteten Sanierungskonzept zugestimmt. Auch die für die Umsetzung erforderlichen finanziellen Mittel seien inzwischen bereitgestellt worden.
Das Insolvenzverfahren wurde demnach zum 28. August 2026 in Eigenverwaltung eröffnet. Der bereits eingesetzte Sanierungsgeschäftsführer Volker P. Zimmerer bleibt im Amt und soll den erarbeiteten und eingeleiteten Sanierungsprozess umsetzen sowie die Geschäfte des Unternehmens weiterführen. Der vom Gericht bestellte Sachwalter Olaf Spiekermann bleibt ebenfalls in seiner Funktion.
Deutliche Reduzierung der Mitarbeiterzahl
Ein wesentlicher Bestandteil der Sanierung ist nach Angaben des Unternehmens eine deutliche Reduzierung der Mitarbeiterzahl und eine vollständige Neustrukturierung.
Den von den personellen Veränderungen betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werde der Übergang in eine Transfergesellschaft ermöglicht. Am Braustandort Kaufbeuren sollen künftig 38 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sein.
Braubetrieb in Kaufbeuren bleibt erhalten
Der eigentliche Braubetrieb am Standort Kaufbeuren soll nach Angaben der Aktienbrauerei auch künftig im bisherigen Volumen fortgeführt werden. Die Verfügbarkeit der verschiedenen prämierten Biere, der beliebten „Fräuleins“ – Weinschorle und Weinmischgetränke – sowie der alkoholfreien LEO-Limonaden sei damit gesichert.
Der Braustandort Kaufbeuren bleibe damit als Produktionsstätte erhalten und bilde die Grundlage für die weitere Entwicklung des Unternehmens.
Im Zuge der Neuausrichtung soll die Belieferung von Gaststätten, Veranstaltungen und Handelskunden teilweise an bereits bestehende Geschäfts- und Handelspartner übertragen werden. Dadurch sollen die Strukturen effizienter gestaltet und der Betrieb langfristig wirtschaftlich stabil aufgestellt werden.
Kunden und Marken sollen im Fokus bleiben
Vertrieb und Außendienst sollen laut Pressemitteilung auch künftig eng mit den Kunden zusammenarbeiten. Dabei verweist das Unternehmen insbesondere auf zahlreiche langjährige Kundenbeziehungen.
Sanierungsgeschäftsführer Volker P. Zimmerer erklärt: „Mit der Zustimmung zum Sanierungskonzept und der Bereitstellung der erforderlichen Mittel ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Braustandorts Kaufbeuren gemacht. Ohne die erforderlichen Mittel, hätten wir das Unternehmen nun stilllegen müssen“, sagt Sanierungsgeschäftsführer Volker P. Zimmerer. „Unser Ziel ist es, den Braubetrieb dauerhaft zu sichern, die Strukturen zukunftsfähig aufzustellen und gleichzeitig die gewachsenen Kundenbeziehungen weiter zu pflegen. An dieser Stelle auch nochmal ein herzliches Dankeschön, dass uns die allermeisten Kunden in dieser sicherlich nicht leichten Zeit die Treue gehalten haben. Das hat uns erheblichen Rückenwind gegeben“.
Braustandort mit 700-jähriger Tradition
Die Aktienbrauerei verweist abschließend auf die rund 700-jährige Tradition des Braustandorts Kaufbeuren und seine Verwurzelung in der Region. Im Rahmen des laufenden Sanierungsverfahrens soll das Unternehmen neu aufgestellt werden. Im Mittelpunkt stehe dabei der Erhalt des Braubetriebs am Standort Kaufbeuren.



















