Aus dem Klassenzimmer in die Schaltzentrale der Demokratie
Auf Einladung des Allgäuer Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke (CSU) besuchten 17 Schülerinnen der Marien-Realschule Kaufbeuren den Deutschen Bundestag in Berlin. Gemeinsam mit den beiden Lehrerinnen Regina Brauner und Dagmar Kunz erhielten sie persönliche Einblicke in den parlamentarischen Alltag und diskutierten mit Stracke über aktuelle politische Fragen.
Zu Beginn des Gesprächs ging es um die wirtschaftliche Lage Deutschlands und die Frage, welche Folgen aktuelle Entwicklungen für Arbeitsplätze, Wohlstand und Zukunftschancen haben. „Deutschland braucht wieder mehr wirtschaftliche Dynamik, weniger Bürokratie, bezahlbare Energie und solide Finanzen. Nur so sichern wir Wohlstand, Arbeitsplätze und Zukunftschancen für die junge Generation“, betonte der Abgeordnete. Reformen seien dabei notwendig, auch wenn sie nicht immer bequem seien. Entscheidend sei, die Lasten nicht einseitig auf die junge Generation abzuwälzen.
Die Schülerinnen waren auf das Gespräch bestens vorbereitet. Im Unterricht hatten sie gemeinsam einen Fragenkatalog erarbeitet. Besonders lebhaft wurde die Diskussion beim Thema soziale Medien. Dabei ging es auch um die Frage, ob Jugendliche unter 16 Jahren stärker vor bestimmten Plattformen geschützt werden sollten. Stracke verwies auf die Risiken sozialer Medien für Kinder und Jugendliche – von Suchtpotenzial bis hin zur Verbreitung von Falschinformationen. „Kinder und Jugendliche brauchen Schutzräume – auch im digitalen Raum. Die Plattformen dürfen hier nicht länger aus der Verantwortung entlassen werden“, so Stracke. Dabei sprach sich der Abgeordnete auch für eine Altersbegrenzung von 16 Jahren aus.
Stracke machte im Gespräch deutlich, dass Politik vom Ringen um tragfähige Kompromisse geprägt sei. „Demokratie lebt vom Kompromiss. Am Ende geht es darum, Lösungen zu finden, die einen fairen Interessenausgleich bieten und daher Akzeptanz finden“, erklärte er. Ihm sei es ein Anliegen, bürgernahe Politik zu machen, vor Ort präsent zu sein und die Anliegen aus seinem Wahlkreis aktiv in Berlin einzubringen.
Nach der Diskussionsrunde erhielten die jungen Gäste bei einer Führung durch das Paul-Löbe-Haus weitere Einblicke in den „Maschinenraum der Demokratie“. Ein gemeinsames Erinnerungsfoto durfte ebenso wenig fehlen wie der Besuch der Kuppel des Reichstagsgebäudes, von der aus sich Berlin noch einmal aus einer ganz besonderen Perspektive entdecken lässt.



















