Das Projekt des Arbeitskreis Asyl Kaufbeuren beschäftigt sich mit ukrainischen Geflüchteten, schwerpunktmäßig mit Roma-Familien
Unter 300 Projekten, die die Evangelische Landeskirche in den letzten Jahren im Bereich Flucht und Asyl unterstützt hatte, wurden drei in einem Festakt in der Evangelischen Akademie Tutzing besonders ausgezeichnet. Eines davon war das Projekt des Arbeitskreis Asyl Kaufbeuren, das sich mit ukrainischen Geflüchteten, schwerpunktmäßig mit Roma-Familien beschäftigt.
„Seit mehr als 3 Jahren finanziert uns die „Aktion Herberge“ 3 Teilzeitstellen. Sie befassen sich mit Alltags- und Eingliederungsproblemen ukrainischer Geflüchteter“, erklärt Günter Kamleiter, der Sprecher des Arbeitskreis Asyl. Hier geht es um Hilfe beim Ausfüllen von Formularen für Jobcenter, Krankenkasse, Ämter, aber auch um Wohnungs- und Arbeitsvermittlung, um Arzttermine und Schulprobleme. Eine Sonderpädagogin und eine Psychotherapeutin betreuen außerdem eine Spielgruppe mit ukrainischen Vorschulkindern, vorwiegend aus der Volksgruppe der Roma. Sie bieten für die Schulkinder außerdem ein Lern- und Freizeitprogramm an und arbeiten mit den Eltern.
Das Projekt erfuhr von der Evangelischen Landeskirche eine besondere Wertschätzung, die sich neben sehr anerkennenden Worten auch in einer zusätzlichen Geldprämie in Höhe von 2000 € ausdrückt. Oberkirchenrat Stefan Blumtritt betonte in seiner Rede: „Sie zeigen auch, dass Integration gelingt und zwar im besten Sinne – denn in allen drei Projekten engagieren sich ehrenamtlich oder hauptamtlich Menschen, die selbst fliehen mussten oder ausgewandert sind und nun ihrerseits anderen helfen, hier heimisch zu werden.“
Ab 12. Mai informiert in der Dreifaltigkeitskirche eine kleine Ausstellung über das Projekt (täglich 10 – 19 Uhr).


















