Betrug am Heizkessel – Vorsicht vor falschen Notdiensten
Seit Beginn der Wintermonate registriert das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West einen deutlichen Anstieg von Betrugsfällen im Zusammenhang mit Heizungsnotdiensten. Insgesamt wurden bislang 16 Vorfälle zur Anzeige gebracht – vor allem im Raum Kaufbeuren.
Aktuell geben sich dort Personen eines betrügerischen Hausmeisterservices als Heizungsnotdienst aus. In der Not rufen Betroffene diese vermeintlichen Fachkräfte an, um Hilfe bei einem Heizungsausfall zu bekommen. Doch die Täter verfügen weder über das nötige Fachwissen noch über handwerkliche Qualifikationen. Sie verlangen hohe Summen für angebliche Reparaturen und verschwinden, ohne das Problem zu beheben.
Hoher Schaden – kaum Leistung
In einem besonders schwerwiegenden Fall verursachten die Täter sogar einen Wasserschaden mit geschätzten Kosten von mindestens 20.000 Euro. Die Polizei spricht deshalb von einer akuten Gefährdungslage für Hausbesitzer und Mieter in der Region.
Polizei rät zur Vorsicht bei der Wahl von Notdiensten
Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West ruft zur erhöhten Aufmerksamkeit auf und gibt klare Handlungsempfehlungen für den Fall eines Heizungsnotfalls:
H3: Wichtige Hinweise zur Vorbeugung von Betrug
- Nur geprüfte Fachbetriebe beauftragen: Achten Sie auf eine gültige Gewerbeanmeldung und anerkannte Qualifikationen.
- Kostenvoranschlag einholen: Lassen Sie sich vor Beginn der Arbeiten einen schriftlichen Kostenvoranschlag geben und prüfen Sie diesen sorgfältig.
- Misstrauen bei Barzahlung: Seien Sie skeptisch bei ungewöhnlich hohen Forderungen oder wenn eine sofortige Barzahlung verlangt wird.
- Daten notieren: Notieren Sie sich Namen, Kennzeichen und andere auffällige Details der ausführenden Personen.
- Im Zweifel Polizei kontaktieren: Lieber einmal mehr nachfragen als später einen finanziellen Schaden zu erleiden.
Handeln schützt – Polizei setzt auf Mithilfe der Bevölkerung
Die Polizei bittet die Bevölkerung um Aufmerksamkeit und Wachsamkeit. Wer verdächtige Angebote erhält oder Zeuge eines solchen Betrugs wird, sollte sich umgehend an die örtliche Polizeidienststelle wenden.




















