Fünfte Klasse der Gustav-Leutelt-Schule beim Wettbewerb „Schreib für Hanau“ in Berlin

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Eine große Bühne für Karina Raab (2.v.l.) in der Staatsbibliothek in Berlin im Beisein von Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (links) sowie die beiden Lehrerinnen Celina Wieland und Alexandra Fiedler (rechts). Foto: Gustav-Leutelt-Schule

Junge Stimmen gegen Rassismus

Eine fünfte Klasse der Gustav-Leutelt-Schule machte sich vor zwei Wochen auf den Weg nach Berlin – nicht für einen gewöhnlichen Ausflug, sondern für ein besonderes Projekt mit großer Bedeutung: Die Schülerinnen und Schüler hatten am Schreibwettbewerb „Schreib für Hanau“ teilgenommen und sich intensiv mit den Themen Rassismus und Ausgrenzung auseinandergesetzt.

 

Der Wettbewerb erinnert an die Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau im Jahr 2020 und ermutigt junge Menschen, ihre Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen. Genau das taten die Kinder der fünften Klasse mit beeindruckender Ernsthaftigkeit und Kreativität. In ihren Texten schrieben sie über Ungerechtigkeit, Mut, Freundschaft und darüber, wie wichtig Zusammenhalt in einer vielfältigen Gesellschaft ist.

 

In der Bundeshauptstadt erwartete die Klasse ein abwechslungsreiches Programm mit mehreren Veranstaltungen rund um die Themen Rassismus, Toleranz und Demokratie. In Workshops diskutierten die Schülerinnen und Schüler miteinander. Dabei wurde deutlich: Auch junge Menschen haben eine klare Haltung gegen Ausgrenzung.

 

Den Höhepunkt der Reise bildete eine feierliche Lesung am Ende der Veranstaltungsreihe. Vor Publikum trugen ausgewählte Schülerinnen und Schüler ihre Texte vor. Besonders bewegend war der Beitrag von Karina Raab. Sie hatte den Text „Der Pizzaladen“ geschrieben. Darin erzählt sie die Geschichte einer jungen Frau, die ein rassistisches Attentat überlebt. Mit einfühlsamen Worten zeigte Karina, wie verletzend Ausgrenzung sein kann und wie wichtig es ist, füreinander einzustehen.

 

Die Reise nach Berlin war für die Klasse nicht nur eine Anerkennung ihrer schriftstellerischen Arbeit, sondern auch eine wertvolle Erfahrung. „Wir haben gelernt, dass unsere Stimmen zählen“, sagte eine Schülerin nach der Lesung. Die begleitenden Lehrkräfte zeigten sich stolz auf das Engagement und die Offenheit ihrer Klasse. Voll des Lobes ist auch Schulleiter Frank Hortig: „Unsere Kinder der Gustav-Leutelt-Schule haben mit ihren Texten bewiesen, dass der Einsatz gegen Rassismus nicht erst im Erwachsenenalter startet. Es beginnt dort, wo junge Menschen den Mut zeigen, hinschauen, aber insbesondere auch zuhören und ihre Gedanken aufschreiben.“

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