Robin Conrad trifft dreimal – Kaufbeuren holt zweimal einen Zwei-Tore-Rückstand auf und gleicht in der Nachspielzeit aus
Erkheim/Kaufbeuren – Acht Tore, wechselnde Führungen und ein später Ausgleich in Unterzahl: Die SpVgg Kaufbeuren hat sich beim Auswärtsspiel in Erkheim nach einem turbulenten Spielverlauf ein 4:4-Unentschieden erkämpft. Trainer Fred Jentzsch zeigte sich trotz verpasster Torchancen und einiger defensiver Nachlässigkeiten mit der kämpferischen Leistung seiner Mannschaft zufrieden.
Frühe Führung – zahlreiche Chancen bleiben ungenutzt
Die Kaufbeurer erwischten einen starken Start und erspielten sich bereits in der Anfangsphase mehrere gute Tormöglichkeiten. Folgerichtig brachte Robin Conrad die SVK mit 1:0 in Führung. Auch danach blieben die Gäste offensiv gefährlich. Allerdings gelang es ihnen nicht, den Vorsprung trotz weiterer Chancen auszubauen. Stattdessen kamen die Gastgeber zum Ausgleich. Mit dem 1:1 ging es in die Halbzeitpause. „Von der ersten Minute an haben wir uns viele Tormöglichkeiten erspielt“, erklärte SVK-Trainer Fred Jentzsch. Besonders ärgerlich sei gewesen, dass seine Mannschaft die frühe Überlegenheit nicht konsequenter genutzt habe.
Erkheim zieht davon – Kaufbeuren kämpft sich zurück
Nach dem Seitenwechsel verschlief die SpVgg Kaufbeuren nach Einschätzung ihres Trainers die Anfangsphase. Erkheim nutzte dies aus und ging mit 3:1 in Führung. Doch die Gäste zeigten eine starke Reaktion. Kaufbeuren übernahm wieder die Initiative und drängte auf den Anschlusstreffer. Alkan und erneut Robin Conrad sorgten schließlich für den 3:3-Ausgleich. Die Freude darüber währte allerdings nur kurz. Im direkten Gegenzug gelang Erkheim die erneute Führung zum 4:3.
Gelb-Rote Karte und später Ausgleich
In der Schlussphase warf die SVK noch einmal alles nach vorne. Dabei haderte Trainer Fred Jentzsch auch mit zwei Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns. Aus seiner Sicht hätten sowohl ein Handspiel als auch ein Foul im Erkheimer Strafraum zu einem Elfmeter für Kaufbeuren führen müssen. In der 80. Spielminute musste zudem Wollens nach einer Gelb-Roten Karte das Spielfeld verlassen. Die Kaufbeurer mussten die verbleibende Spielzeit damit in Unterzahl bestreiten. Dennoch gab sich die Mannschaft nicht geschlagen.
In der Nachspielzeit war es erneut Robin Conrad, der mit seinem dritten Treffer des Tages den umjubelten 4:4-Ausgleich erzielte. Beinahe wäre der SVK sogar noch der Siegtreffer gelungen. Doch der Torhüter der Gastgeber verhinderte diesen mit einer Glanzparade.
Trainer Jentzsch lobt Leidenschaft und Einsatzbereitschaft
Nach dem Abpfiff zog Fred Jentzsch ein insgesamt positives Fazit. Besonders beeindruckt zeigte er sich von der Moral seiner Mannschaft, die trotz mehrerer Rückschläge und der Unterzahlsituation immer wieder zurück ins Spiel gefunden hatte. „Mit dieser leidenschaftlichen Hingabe der Mannschaft waren wir im Trainerteam absolut zufrieden“, betonte Jentzsch. Gleichzeitig sah der SVK-Coach Verbesserungsbedarf bei der Chancenverwertung. Seine Mannschaft hätte das Spiel bereits nach der frühen Führung in eine günstigere Richtung lenken können. „Hier müssen wir einfach kaltschnäuziger werden“, so Jentzsch.
Am Ende stand ein Punktgewinn nach einer torreichen und umkämpften Begegnung, in der die Kaufbeurer vor allem durch ihre Offensivleistung und ihren Einsatzwillen überzeugten.



















