Auszeichnung für seine Verdienste in der Erinnerungsarbeit
Martin Valdés-Stauber erhält die diesjährige Wilhelm-Hausenstein-Ehrung. Damit würdigt die Bayerische Akademie der Schönen Künste seine Verdienste in der Erinnerungsarbeit.
Seit 1986 verleiht die Akademie jährlich die Wilhelm-Hausenstein-Ehrung. Benannt nach dem ersten Präsidenten der Akademie, würdigt sie herausragende Verdienste um die kulturelle Vermittlung. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. In diesem Jahr wird der Theatermacher Martin Valdés-Stauber für seine Verdienste in der Erinnerungsarbeit ausgezeichnet.
Martin Valdés-Stauber (geboren 1991 in Kaufbeuren) studierte Soziologie und Wirtschaftswissenschaften in München, Friedrichshafen, Berkeley und Cambridge. Er war Dramaturg an den Münchner Kammerspielen und an der Schaubühne Berlin sowie Fellow am Käte Hamburger Research Centre „global dis:connect“ der LMU München. Zudem arbeitet er freiberuflich als Autor und Regisseur.
2018 initiierte Valdés-Stauber das Langzeitprojekt SCHICKSALE, das er seitdem leitet. Gemeinsam mit Janne und Klaus Weinzierl sowie Felicitas Friedrich recherchiert das Team die Biografien der während des NS-Regimes verfolgten Mitarbeiter*innen der Münchner Kammerspiele. Mittlerweile sind mehr als 370 SCHICKSALE dokumentiert. Unter der Überschrift „Erinnerung als Arbeit an der Gegenwart“ entwickelt Valdés-Stauber künstlerische Projekte an der Schnittstelle von historischer Forschung, Erinnerungsarbeit und Theater. Zahlreiche der in diesem internationalen und interdisziplinären Zusammenhang entstandenen Arbeiten wurden in den vergangenen Jahren ausgezeichnet.
Der Regisseur und Schauspieler Prodromos Tsinikoris, ein Weggefährte Valdés-Staubers und diesjähriger Träger der Goethe-Medaille, wird bei der Preisverleihung am 23. November 2026 die Laudatio halten.
Mit Martin Valdés-Stauber ehrt die Akademie eine Persönlichkeit, die auf besondere Weise wissenschaftliche Forschung, Erinnerungsarbeit und künstlerische Praxis miteinander verbindet.
Preisverleihung
Montag, 23. November 2026, 19 Uhr Bayerische Akademie der Schönen Künste Max-Joseph-Platz 3, 80539 München Eintritt frei
- Begrüßung und Preisverleihung: Winfried Nerdinger
- Einführung: Stefan Hunstein
- Laudatio: Prodromos Tsinikoris
- Musik: Damian Rebgetz, Gesang, Bernd Lhotzky, Klavier
Weitere Informationen: Veranstaltung auf der Website der Bayerischen Akademie der Schönen Künste



















