171 Kommunen beteiligen sich an Sammelbestellung für das LF 10 – die Idee reicht bis ins Jahr 2021 zurück
Die Zentralbeschaffung von Feuerwehrfahrzeugen in Bayern nimmt Fahrt auf. Wie der Kaufbeurer Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl in einer Pressemitteilung mitteilt, haben sich 171 der 2056 Kommunen an der Sammelbestellung für das Feuerwehrfahrzeug LF 10 beteiligt. Die Ausschreibung des Landesfeuerwehrverbandes, der die Beschaffung koordiniert, hat am 06. August 2026 begonnen und soll im Oktober durch Zuschlag entschieden werden.
Für Bernd Heinisch, Feuerwehrpolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion und Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, sowie Bernhard Pohl, Erster Stellvertretender Vorsitzender der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, ist dies ein Erfolg des Zusammenspiels der Feuerwehrbasis und der Kommunen mit der Landtagsfraktion der FREIEN WÄHLER.
Die Anfänge liegen in Kaufbeuren und im Ostallgäu
Die Initiative reicht laut Pressemitteilung bis ins Jahr 2021 zurück. Damals kamen Markus Barnsteiner, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Ostallgäu und inzwischen auch Stellvertretender Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Bayern, und Helmut Winkler, damals Vorsitzender der Feuerwehr der Stadt Kaufbeuren, auf Bernhard Pohl zu. Sie baten den Landtagsabgeordneten, sich für die Zentralbeschaffung von Feuerwehrfahrzeugen einzusetzen.
Damit verbanden sie insbesondere die Erwartung einer deutlichen Entbürokratisierung des Beschaffungsvorgangs sowie erheblicher Kosteneinsparungen durch eine Zentralbeschaffung.
Bei einem Termin im Bayerischen Landtag am 31.05.2022 stellten Vertreter der Feuerwehren der Stadt Kaufbeuren und des Landkreises Ostallgäu gemeinsam mit Pohl ihre Pläne Sandro Kirchner (CSU), Staatssekretär im Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, vor. Dieser versprach, den Vorschlag zu prüfen, ohne sich im Ergebnis bereits festzulegen.
Gespräche mit Feuerwehren und Kommunen
In den darauffolgenden Monaten wurde die Thematik intensiv in der Feuerwehrbasis besprochen. Auch Pohl veranstaltete eine Reihe von Gesprächsrunden mit Bürgermeistern und Feuerwehrvertretern. Nach Angaben in der Pressemitteilung unterstützten sowohl Feuerwehren als auch Kommunalpolitiker die Vorschläge mit großer Mehrheit.
Auch bei den regelmäßigen Diskussionen der Landtagsfraktion FREIE WÄHLER mit der Spitze des Landesfeuerwehrverbandes war die Zentralbeschaffung Thema.
Testphase 2025 erfolgreich abgeschlossen
Der Durchbruch kam laut Pohl im September 2024. Bei einer Veranstaltung des Bayerischen Landtags für ehrenamtliche Bürgermeister in Bayern verkündete Staatsminister Joachim Herrmann bei einem Podiumsgespräch mit Bernhard Pohl, dass die Zentralbeschaffung von Feuerwehrfahrzeugen kommen werde.
Das Innenministerium entschied sich zunächst für eine einjährige Erprobung für das Feuerwehrfahrzeug LF 10, bevor die Zentralbeschaffung standardisiert und ausgeweitet werden sollte. Diese Testphase fand im Jahr 2025 statt und verlief nach Angaben in der Pressemitteilung erfolgreich.
Die Landtagsfraktionen von FREIEN WÄHLERN und CSU flankierten das Vorhaben mit einem Dringlichkeitsantrag vom 15.01.2025, der auf breite Zustimmung stieß.
Heinisch sieht Entlastung für Feuerwehren und Kommunen
Bernd Heinisch stellt zufrieden fest: „Die FREIEN WÄHLER reden nicht nur von Entbürokratisierung, sie machen es! Mit der Zentralbeschaffung entlasten wir unsere Feuerwehren und Kommunen nicht nur von unnötiger Bürokratie, wir leisten auch einen wesentlichen Beitrag zur Kosteneinsparung. Das ist das richtige Signal in Zeiten knapper Kassen, insbesondere bei den Kommunen.“
Bernhard Pohl sieht in der Entwicklung auch einen Erfolg funktionierender politischer Prozesse: „So funktioniert Demokratie! Feuerwehrexperten vor Ort setzen sich zusammen, entwickeln eine gute Idee, wir Parlamentarier setzen sie um. Wenn wir gemeinsam anpacken, sind wir erfolgreich. Ich danke natürlich vor allem meinen Heimatfeuerwehren in Kaufbeuren und im Ostallgäu, aber auch allen anderen Feuerwehrverbänden und – Vereinen, die hier mit angeschoben haben. Wenn dieses Beispiel Schule macht, geht es mit unserem Staat rasch wieder Aufwärts.“, so Pohl abschließend.



















