Der Stadtsaal war mit rund 470 Bürgerinnen und Bürgern, die am Konzertabend Mitte März dabei waren, komplett voll
Auch in diesem Jahr fand wieder das sehr beliebte Benefizkonzert des Polizeiorchesters Bayern im Stadtsaal statt. Wie schon in den vergangenen Jahren waren die kostenlos verfügbaren Tickets innerhalb kürzester Zeit komplett vergriffen. Der Stadtsaal war mit rund 470 Bürgerinnen und Bürgern, die am Konzertabend Mitte März dabei waren, komplett voll.
Auch in diesem Jahr wurde das Benefizkonzert wieder zu Gunsten des Allgäuer Hilfsfonds e.V. gespielt. An diesem Abend kamen Spenden in Höhe von 5.067 Euro zusammen. Der Allgäuer Hilfsfonds e.V. hat sich im Laufe der Zeit zu einer der bekanntesten Hilfsorganisationen der Region entwickelt. Er unterstützt Menschen aus der Region, die unverschuldet in Not geraten sind, mit einer schweren Erkrankung kämpfen oder auf andere Weise von einem Schicksal getroffen wurden, das sie aus eigener Kraft nicht bewältigen können. Unter dem Motto „Hilfe von der Region für Menschen in der Region“ finden Betroffene schnelle und unbürokratische Hilfe.
Das Polizeiorchester Bayern eröffnete den Konzertabend für den guten Zweck mit heroischen Klängen aus John Williams Komposition The Olympic Spirit. Danach vereinte das Werk Donna Diana Wiener Charme mit spanischen Klangfarben und rückte vor allem die Holzbläser gekonnt in den Mittelpunkt. Anschließend tauchte das Orchester unter der Leitung von Chefdirigent Johann Mösenbichler mit Sevilla von Isaac Albeniz noch weiter in spanische Klangwelten ein, ehe der Hochzeitstanz, Jacques Press‘ furiose und lebensfrohe Musik aus der Suite Hásseneh, erklungen ist. Mit einem Klassiker der sinfonischen Blasorchesterliteratur ging es in die Pause: Die Second Suite in F von Gustav Holst hat geschickt verschiedene Melodiestränge zu einem vielschichtigen Ohrwurm verbunden. Die zweite Konzerthälfte begann mit Olympiada von Samuel Hazo, gefolgt von Jan van der Roosts Ouvertüre Olympica. Die zwei Werke mit den ähnlich klingenden Titeln führten in zwei völlig unterschiedliche Klangkosmen und zeigte die Wandlungsfähigkeit des Polizeiorchesters. Mit The Magic of Andrew Lloyd Webber ging es anschließend an den Broadway mit einem Medley bekannter Melodien aus den Musicals Superstar, Cats, Phantom der Oper und einigen mehr. Den Schlusspunkt des Konzerts für den guten Zweck setzte Oscar Navarros feurige Ouvertüre Paconchita, die lateinamerikanische Folklore mit lebhaften Schlagzeugrhythmen kombinierte. Für das begeisterte Publikum gab es dann auch noch zwei Zugaben: Old and New von Alfred Reed und das allseits bekannte Wer hat an der Uhr gedreht – bekannt aus dem Rosaroten Panther – von Quirin Amper Jr. und Fred Strittmatter.
Durch den Abend geführt hat die charmante Saxophonistin Milena Herrmann.
Das Polizeiorchester Bayern ist das professionelle sinfonische Blasorchester der Bayerischen Polizei. Es besteht aus 45 studierten Berufsmusikerinnen und -musikern aus sechzehn Nationen und versteht sich als Bindeglied zwischen Polizei und Bürgern. Seit 2006 steht der Klangkörper unter der Leitung des Generalmusikdirektors der Bayerischen Polizei Johann Mösenbichler. Im Dienst der guten Sache spielt das Polizeiorchester Bayern jährlich bis zu 50 Benefizkonzerte zu sozialen, karitativen und kulturellen Zwecken in ganz Bayern. Im Rahmen dieser Wohltätigkeitsveranstaltungen arbeitet das Orchester mit Vereinen, Stiftungen sowie Kultur- und Tourismusämtern zusammen und erspielte bereits mehrfach Benefizjahreserlöse von über einer Viertelmillion Euro. Zu den besonderen Referenzen zählen unter anderem die Münchner Opernfestspiele, der Weltsaxophon Kongress in Straßburg, das Deutsche Musikfest sowie Konzerte in Berlin, Budapest, Wien und Brüssel. Das Polizeiorchester Bayern ist Mitglied der Bayerischen Orchesterakademie.



















