Zum 1. März steht die Radiologie der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren unter neuer Führung. Dr. Annette Ruffer folgt auf Dr. Wolfgang Beinborn, der sich nach vielen Jahren als Chefarzt in den verdienten Ruhestand verabschiedet.
Mit Dr. Annette Ruffer übernimmt eine erfahrene Radiologin die chefärztliche Leitung der Abteilung. Sie war bislang als geschäftsführende leitende Oberärztin tätig und ist daher mit den Strukturen und den drei Klinikstandorten Kaufbeuren, Füssen und Buchloe bestens vertraut. Medizinisch liegt ihr Schwerpunkt in der interventionellen Radiologie – einem Bereich, in dem moderne Bildgebung mit minimalinvasiven Therapieverfahren kombiniert wird.
„Interventionelle Radiologie bedeutet für mich, mit präziser Technik gezielt helfen zu können – und dabei den Menschen hinter dem Bild nie aus dem Blick zu verlieren“, betont Ruffer. Hinter jedem radiologischen Befund stehe ein Patient mit individueller Geschichte. „Respekt und Wertschätzung sind deshalb für mich zentrale Werte – im Team ebenso wie in der Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen.“
Diese Haltung prägt auch die enge Kooperation mit der Gefäßzentrum und dem Wundzentrum, wo radiologische Interventionen häufig Teil komplexer Behandlungsstrategien sind. Ebenso hebt Ruffer die kollegiale Zusammenarbeit mit ihrem Vorgänger hervor: „Dr. Beinborn hat die Radiologie strategisch stark aufgestellt. Dass ich nun auf dieser Basis aufbauen darf, empfinde ich als große Verantwortung.“
Würdigung eines prägenden Chefarztes
Dr. Wolfgang Beinborn verlässt die Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren Ende Februar nach über anderthalb Jahrzehnten an der Spitze der Radiologie. Seit 2008 war er Chefarzt der Abteilung und hat die radiologische Versorgung maßgeblich geprägt.
Unter seiner Leitung entstand am Klinikum Kaufbeuren ein DEGIR-zertifiziertes Zentrum für interventionelle Radiologie – eines von vergleichsweise wenigen spezialisierten Zentren dieser Art in Deutschland. Zudem etablierte er die Neuroradiologie, wodurch die Abteilung auch als Dienstleister mit den Bezirkskliniken Schwaben eng verzahnt ist. Darüber hinaus wurde die Radiologie in seiner Ära zum Lehrkrankenhaus der Uniklinik Innsbruck.
„Wir danken Dr. Beinborn sehr für sein tatkräftiges Engagement in den vergangenen Jahrzehnten“, betont Andreas Kutschker. „Er führte die Radiologie durch die strukturellen Veränderungen im Zuge der Neuaufstellung des Kommunalunternehmens und etablierte sie als standortübergreifende Fachabteilung für alle drei Kliniken“, so der Vorstand der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren weiter.
Mit dem Wechsel an der Spitze bleibt die Radiologie strategisch und fachlich auf einem klaren Kurs. „Moderne und leistungsstarke Bildgebung, zunehmend minimalinvasive Behandlungsmöglichkeiten sowie die enge Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen bleiben die Grundlage unserer Arbeit“, betont Kutschker abschließend.



















