Vieles, was in den letzten Spielen besser geworden war, war wieder weg
42. Spieltag in der DEL2 Saison 2025/2026, und die Joker aus der Wertachstadt hatten die Lausitzer Füchse in der energie schwaben arena zu Gast. ESVK-Cheftrainer Leif Carlsson musste dabei verletzungsbedingt auf Yannik Burghart, John Rogl, Jonny Tychonik, Joe Cassetti und Dartagnan Joly verzichten. Krankheitsbedingt fiel auch Vincent Schlenker aus. Rihards Babulis und Jakob Peukert waren für den Kooperationspartner EV Füssen im Einsatz. Im Tor stand Daniel Fießinger.
Das Spiel begann etwas verhalten, und beide Mannschaften tasteten sich in den ersten paar Wechseln vorsichtig ab. Nach einigen Minuten jedoch nahmen die Lausitzer das Geschehen in die Hand und kamen mit schnellen Angriffen immer wieder gefährlich vor das Tor der Joker. Torhüter Daniel Fießinger konnte sich dabei mehrfach auszeichnen und hielt zunächst auch die Null. Dies änderte sich dann aber mit dem ersten Powerplay für die Füchse in der 17. Spielminute. Torschütze John Broda wurde im Slot freigespielt und versenkte die Scheibe mit einem platzierten Schuss unter die Latte zum Spielstand von 0:1. Zuvor konnte der Kaufbeurer Torhüter noch mit zwei starken Paraden den ersten Treffer des Abends verhindern. Die Joker, die bis dahin in der Offensive kaum in Erscheinung traten, kamen jedoch noch vor der Pause zurück in die Partie und markierten in der 20. Spielminute den 1:1-Ausgleichstreffer. Vadim Schreiner brachte die Scheibe von der Seite zum Tor und überwand mit Hilfe eines Lausitzer Abwehrspielers Lennart Neiße im Kasten der Füchse, der hierbei keine Abwehrchance hatte, zum schnellen Ausgleichstreffer.
Die Bilder des Spiels




Im zweiten Drittel verfielen die Joker wieder vollständig in alte Muster. Vieles, was in den letzten Spielen besser geworden war, war auf einen Schlag wieder fast komplett weg. Die Kaufbeurer agierten sehr fahrig; kein Aufbauspiel klappte, und es wurden Fehler über Fehler produziert. Selbst die vermeintlich einfachsten Dinge sollten nicht gelingen. Damit hatten es die Gäste wirklich sehr leicht, das Spiel nicht nur frühzeitig, sondern auch komplett auf ihre Seite zu ziehen. So zogen die Füchse dank der Treffer von Lennard Nieleck, der in der 25. Minute zum 1:2 und in der 32. Minute zum 1:3 traf, sowie von Lane Scheidel, der in der 35. Minute einen Alleingang zum 1:4 einnetzte, auf drei Tore davon. Die Joker selbst waren im zweiten Drittel zwar mehr in der Offensive zu sehen als noch im ersten Drittel, für einen eigenen Treffer sollte es jedoch nicht langen.
Mit der Führung im Rücken ließen es die Füchse im dritten Drittel dann etwas ruhiger angehen. Das Spiel plätscherte im Endeffekt nur so vor sich hin und wirklich Highlights waren auf beiden Seiten Mangelware. Der ESVK konnte nicht mehr zeigen und die Lausitzer mussten mit dem Vorsprung von drei Toren auch nicht wirklich viel investieren, um die Joker in Schach zu halten. ESVK-Torhüter Daniel Fießinger konnte sich in den letzten zehn Minuten noch ein paar Mal auszeichnen und somit auch eine noch höhere Niederlage für seine Farben verhindern. Ein vermeintlicher zweiter Treffer der Joker in der 59. Spielminute hielt dem Videobeweis aufgrund einer Torhüterbehinderung nicht stand, trotzdem kamen die Allgäuer ein paar Sekunden später durch Alec Zawatsky doch noch zu ihrem zweiten Treffer und verkürzten den Spielstand somit auf 2:4. Ein Treffer in das leere ESVK-Gehäuse 30 Sekunden vor dem Ende durch Clarke Breitkreuz stellte dann den Endstand von 2:5 her. Die Fans der Joker, die in dieser Saison schon viel ertragen mussten, verabschiedeten ihre Mannschaft nach Spielende mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Kabine.


















