humedica ist einer der wichtigsten humanitären Akteure Süddeutschlands und koordiniert von Kaufbeuren aus weltweite Einsätze in Krisengebieten.
Kaufbeuren. Der Allgäuer Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke (CSU) hat die Hilfsorganisation humedica e. V. an ihrem Sitz in Kaufbeuren-Neugablonz besucht. Mit den Vorständen Heinke Rauscher und Johannes Peter sprach er über die aktuellen Herausforderungen internationaler Hilfsprojekte und über die Frage, wie der Bund Hilfsorganisationen künftig verlässlich fördern kann.
humedica ist einer der wichtigsten humanitären Akteure Süddeutschlands und koordiniert von Kaufbeuren aus weltweite Einsätze in Krisengebieten. Die Organisation betreibt Länderbüros unter anderem in Äthiopien, Afghanistan, der Ukraine und im Libanon und entsendet medizinische Teams in Katastrophenregionen. humedica ist auch in anderen vergessenen Krisengebieten tätig. Viele Projekte werden über mehrere Jahre mit Bundesmitteln getragen.
„humedica leistet in Krisengebieten Hilfe, die Leben rettet. Damit diese Arbeit weiter möglich bleibt, braucht es Planungssicherheit auch in schwierigen Haushaltsjahren“, erklärte Stracke mit Blick auf die derzeitige Situation und das Wirken der Hilfsorganisation.
Nach Angaben von humedica werden die Mittel des Auswärtigen Amts und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) für Projekte in Krisengebieten derzeit erheblich gekürzt. Dies führe dazu, dass einzelne Projekte in Zukunft gar nicht mehr oder nur noch in deutlich kleinerem Umfang verwirklicht werden könnten. „Dies geht am Ende zu Lasten der Menschen vor Ort“, so Peter und Rauscher. Stracke verwies darauf, dass Deutschland weiterhin zu den verlässlichsten Gebern weltweit zählt. „Wir stellen weiterhin umfangreiche Mittel bereit und achten darauf, dass die Hilfe genau dort ankommt, wo sie am meisten benötigt wird“, betonte er.
Für humedica wurden im Jahr 2025 rund 6,8 Millionen Euro aus dem Auswärtigen Amt bewilligt, unter anderem für Projekte in Kenia, Somalia, Äthiopien, der Ukraine, Madagaskar und Mosambik. Das BMZ stellte heuer etwa zwei Millionen Euro für Entwicklungsprojekte bereit.





















