Ardi Rramanaj bringt die SVK in Führung – Gäste gleichen in der 83. Minute aus – Trainer Fred Jentzsch bemängelt fehlende Konsequenz im Angriff
Die SpVgg Kaufbeuren hat im Heimspiel gegen Oberstdorf einen möglichen Sieg aus der Hand gegeben. Trotz einer Führung durch Ardi Rramanaj reichte es am Ende nur zu einem 1:1-Unentschieden. Während die Kaufbeurer vor allem im Angriff ihre Möglichkeiten nicht konsequent nutzten, kamen die Gäste in der Schlussphase zum Ausgleich.
Wenig Höhepunkte vor der Pause
Die erste Halbzeit bot nur wenige nennenswerte Torchancen. Die beste Gelegenheit hatte Ahmel Alkan, der in der 40. Minute mit seinem Abschluss die Latte traf. So ging es torlos in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel erwischte die SVK den besseren Start. Ardi Rramanaj brachte die Gastgeber mit einem Kopfball in Führung. Oberstdorf fand anschließend besser ins Spiel und kam zu mehreren guten Möglichkeiten. Kaufbeurens Torhüter Lukas Kress verhinderte mit seinen Paraden zunächst den Ausgleich.
Auch die SVK hatte Chancen, den Vorsprung auszubauen. Allerdings fehlte es bei den Angriffen häufig an der Genauigkeit beim letzten Pass und der Konsequenz im Abschluss. In der 83. Minute gelang den Gästen schließlich der aufgrund des Spielverlaufs nicht unverdiente Ausgleich zum 1:1-Endstand.
Diskussionen um mögliche Elfmeter
Für Unmut auf Kaufbeurer Seite sorgten zudem mehrere Situationen im Oberstdorfer Strafraum, bei denen die Gastgeber einen Strafstoß für gerechtfertigt hielten. Trainer Fred Jentzsch sah mindestens zwei elfmeterwürdige Szenen, die vom Schiedsrichter nicht entsprechend bewertet wurden.
„Da haben wir bisher kein Glück gehabt mit den Schiedsrichterentscheidungen“, erklärte Jentzsch. Nach Angaben aus dem SVK-Umfeld wurde der Mannschaft in den bisherigen 15 Saisonspielen noch kein Elfmeter zugesprochen.
Der Trainer wollte das Unentschieden jedoch nicht allein an den Entscheidungen des Unparteiischen festmachen: „Es war sicherlich nicht unser bestes Spiel, haben die spielentscheidenden Situationen nicht genutzt. Die Möglichkeiten waren da, im finalen Drittel waren wir nicht konsequent genug.“
Drei wichtige Spiele bis zur Winterpause
Ähnlich bewertete der spielende Co-Trainer Luca Wollens die Begegnung: „Am Ende müssen wir uns mit dem Punkt zufriedengeben. Wir haben es nicht geschafft, unsere Angriffe sauber zu Ende zu spielen.“ Genau darauf solle in der kommenden Trainingswoche der Schwerpunkt liegen.
Bis zur Winterpause stehen für die SpVgg Kaufbeuren noch drei Begegnungen auf dem Programm. Zunächst wartet das Derby gegen den SVO Germaringen, anschließend trifft die SVK auf Kammlach. Zum Abschluss geht es auswärts nach Niedersonthofen.
In der Hinrunde konnten die Kaufbeurer gegen diese drei Gegner die maximale Ausbeute von neun Punkten holen. Dieses Ergebnis zu wiederholen, wäre angesichts der bevorstehenden Aufgaben ein anspruchsvolles Ziel.



















