Symptomatisch für das Spiel: Beide Mannschaften schwächten sich durch eine Vielzahl an teilweise fragwürdigen Zeitstrafen, insgesamt 17 Stück, regelmäßig selbst
Die Vorzeichen für das Heim-Duell der Kaufbeurer Handballer gegen den direkten Tabellennachbarn aus Fürstenfeldbruck am vergangenen Samstag waren denkbar schlecht. Die verletzungsgeplagte Mannschaft von Milan Vučićević und Kuba Mrklas musste neben Topscorer Konstantin Balkow unerwartet auch auf Kapitän Roman Haggenmüller verzichten. Stattdessen füllten die Wertachstädter ihre Reihen mit Spielern der zweiten Mannschaft auf. Auch die Gäste waren jedoch nur mit neun Spielern angereist.
Die ungewohnte Konstellation auf Seiten der SG machte sich zu Beginn des Spiels durch einige Unsicherheiten im Angriff bemerkbar. So ließ man die Gäste nach 13 Minuten bereits mit 3:7 davonziehen. Auch eine Auszeit der Heimmannschaft konnte keine wirkliche Beruhigung erreichen. Immer wieder scheiterten die Kaufbeurer Angriffe an technischen Fehlern oder dem gegnerischen Torwart. Nach einem zwischenzeitlichen 4:10-Rückstand konnten die Hausherren in der 20. Spielminute zum 7:10 aufschließen, ein Ausgleich der Partie wollte jedoch nicht gelingen. In die Pause ging die SG mit einem 11:15-Rückstand.
In die zweite Halbzeit starteten dann die Wertachstädter zunächst besser und fanden in der 35. Minute den Anschluss zum 15:16. Sicherer Rückhalt war über die Dauer des Spiels Torhüter Florian Horend, der einen überragenden Tag erwischte und die SG lange im Spiel hielt. Den ersten Ausgleich der Partie schafften die Kaufbeurer in der 42. Spielminute beim 19:19. Ruhe oder Souveränität ließ der Kaufbeurer Angriff dabei immer noch vermissen.
Symptomatisch für das Spiel: Beide Mannschaften schwächten sich durch eine Vielzahl an teilweise fragwürdigen Zeitstrafen, insgesamt 17 Stück, regelmäßig selbst. Diese Unkonzentriertheiten brachten den Gästen in der 56. Minute wieder eine 5-Tore-Führung beim 24:29. Mit letzten Reserven und einer offensiven Abwehr in Überzahl schafften es die Kaufbeurer zwar, noch einmal auf ein Tor beim Stand von 28:29 heranzukommen, die Niederlage konnten sie jedoch nicht mehr abwenden. Endergebnis: 29:32.
Der beste Torschütze der Heimmannschaft, Patrick Spitschan, fasst zusammen: “Wir haben uns heute ausschließlich selbst geschlagen. Eine sehr dünne Chancenverwertung und eine Menge Unkonzentriertheiten haben uns ganz wichtige Punkte gekostet. Zudem haben wir uns durch unkluge Strafen selbst geschwächt. Nun wird der Rest der Saison noch deutlich härter.”
Für die SG spielten: Horend; Hipper (beide Tor); Amberger (2); Reckziegel (1); Heil (3); Gellrich (3); Spitschan (10); Kittner (2); Hohenreiter (5); Mohring (1); Salzer; Bartel (2); Mrklas;
Vor den Herren war am Samstag die männliche C-Jugend gegen Herrsching im Einsatz. Vor heimischem Publikum mussten sich die Kaufbeurer gegen den Favoriten mit 28:40 geschlagen geben.
Erfreulichere Nachrichten gab es dann aus dem Jugendbereich am Sonntag. Während die F-Jugend ein weiteres erfolgreiches Turnier in Immenstadt spielte, war die männliche D-Jugend in Gröbenzell im Einsatz. Mit einem klaren Sieg gegen die Gastgeber (14:31) und einem 27:18-Erfolg gegen den TV Waltenhofen zeigten die Jungs von Rob Uhlir und Jakob Salzer eine starke Leistung.



















