BREME
Der Kulturring Kaufbeuren e.V. lädt zu einer besonderen Ausstellung über Erinnerung, Familie und künstlerisches Weiterwachsen ein
Der Kulturring Kaufbeuren e.V. lädt vom 29. Oktober bis 3. Dezember 2026 zur Ausstellung „KASTANON“ in das Kunstgewölbe der Sparkasse Allgäu in Kaufbeuren ein. Zu sehen sind Skulpturen, Installationen und Malerei von Antonia Breme, Annette Konrad-Breme, Carolin Breme, Jochen Breme und Nikola Breme.
Im Zentrum der Ausstellung steht ein außergewöhnliches künstlerisches Vermächtnis und zugleich eine Familiengeschichte, die eng mit dem Material Holz und der Stadt Kaufbeuren verbunden ist.
Ein Vermächtnis aus Kastanienholz
Vor sieben Jahren, kurz vor ihrem Tod, hinterließ die Künstlerin Annette Konrad-Breme ihren Angehörigen eine handschriftliche Notiz. Darin bestimmte sie unter anderem, dass drei aus Rosskastanienholz gefertigte Stelen an ihre Kinder gehen sollten. Ein weiteres Werk, ein Arm-Motiv aus Apfelbaumholz, war für Jochen bestimmt.
Die drei Stelen hatte Annette Konrad-Breme bereits einige Jahre zuvor aus einem kräftigen Ast einer Rosskastanie geschaffen. Der Ast stammte von einem Parkbaum, der aus Sicherheitsgründen gefällt werden musste. Sie spaltete das Holz und arbeitete daraus die drei Stelen.
Heute ist aus der Wunde des gefällten Baumes eine mächtige Teilkrone gewachsen. Für die Familie wurde dieses Bild zu einem Sinnbild für das, was bleibt und sich zugleich weiterentwickelt: für das, was Annette ihrer Familie hinterlassen hat, für gemeinsame Erinnerungen und für das künstlerische Schaffen, das sich in der nächsten Generation fortsetzt.
KASTANON – ein Titel mit Bedeutung
Der Ausstellungstitel „KASTANON“ geht auf das altgriechische Wort für Kastanie zurück. Gleichzeitig verweist er unmittelbar auf das Holz der Stelen und damit auf den Ausgangspunkt der gemeinsamen Geschichte.
KASTANON steht für die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart, Material und Erinnerung, Familie und individueller künstlerischer Entwicklung. Die Ausstellung macht sichtbar, wie ein gemeinsamer Ursprung unterschiedliche künstlerische Ausdrucksformen hervorbringen kann.
Die Werke von Antonia Breme, Annette Konrad-Breme, Carolin Breme, Jochen Breme und Nikola Breme treten dabei in einen besonderen Dialog. Skulptur, Installation und Malerei eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Fragen von Herkunft, Weitergabe und Veränderung.
Dass die Ausstellung in Kaufbeuren, der Stadt der Kindheit und Jugend von Annette Konrad-Breme, stattfindet, verleiht dem Projekt eine zusätzliche persönliche Dimension.
Vernissage am 29. Oktober
Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, 29. Oktober 2026, um 18 Uhr im Kunstgewölbe der Sparkasse Allgäu, Ludwigstraße 26, 87600 Kaufbeuren.
Die Ausstellung ist bis zum 3. Dezember 2026 zu sehen.
Ausstellungszeitraum:
29. Oktober bis 3. Dezember 2026
Ort:
Kunstgewölbe Sparkasse Allgäu
Ludwigstraße 26
87600 Kaufbeuren
Öffnungszeiten:
Montag bis Mittwoch: 9:00–16:30 Uhr
Donnerstag: 9:00–17:00 Uhr
Freitag: 9:00–16:00 Uhr
Samstag: 10:00–13:00 Uhr
Veranstalter:
Kulturring Kaufbeuren e.V.
Harry Vogel, Mitglied des Kulturrings, bemüht sich um die Realisierung und Organisation der Ausstellung.
Wir schätzen die Zusammenarbeit mit der Sparkasse Allgäu als eine wichtige Unterstützung für dieses gemeinschaftliche Vorhaben.
Wir freuen uns gemeinsam auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher und auf eine Ausstellung, die nicht nur Kunst zeigt, sondern auch eine Geschichte von Erinnerung, Verbundenheit und Weiterwachsen erzählt.
Unterstützt und gefördert durch die Stadtkultur Kaufbeuren
Der Kulturring Kaufbeuren e.V.:
Seit 1966 gestaltet der Kulturring Kaufbeuren ehrenamtlich das kulturelle Leben in Kaufbeuren maßgeblich mit. Dank der finanziellen Unterstützung der Stadt Kaufbeuren können Menschen aus Kaufbeuren und dem Umland jedes Jahr mehr als zwanzig Veranstaltungen namhafter Ensembles aus Musik und darstellender Kunst genießen.
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