Die Zahl der Unfälle mit tödlichem Ausgang stieg von 16 auf 22 (+37,5 Prozent), die Zahl der dabei getöteten Personen erhöhte sich von 16 auf 24 (+50 Prozent).
PP SCHWABEN SÜD/WEST. Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen deutlichen Anstieg tödlicher Verkehrsunfälle im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Unfälle mit tödlichem Ausgang stieg von 16 auf 22 (+37,5 Prozent), die Zahl der dabei getöteten Personen erhöhte sich von 16 auf 24 (+50 Prozent).
Unter den Getöteten befanden sich elf Pkw-Insassen, sechs motorisierte Zweiradnutzer, ein Quadfahrer, vier Radfahrende (zwei mit Fahrrädern, zwei mit Pedelecs) und zwei Fußgänger. Während Pkw-Nutzer mit 23 Personen weiterhin die größte Gruppe der Unfallbeteiligten stellen, ist auch der Anteil sogenannter schwacher Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger, Radfahrende und motorisierte Zweiradnutzer mit 14 Personen hoch. Besonders auffällig ist der Anstieg der Unfallbeteiligten über 65 Jahre von sieben auf elf (+57 Prozent) sowie junger Verkehrsteilnehmer im Alter von 21 bis 25 Jahren, deren Beteiligung von zwei auf fünf Unfälle (+150 Prozent) anstieg.
Die Zahl der schwer verletzten Personen sank leicht von 369 auf 356 (-3,5 Prozent), während die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle mit schwer verletzten Personen mit 338 nahezu unverändert blieb (2025: 337). Hauptunfallursachen bleiben nicht angepasste Geschwindigkeit, Ablenkung und Vorfahrtsmissachtungen.
Im Juni 2026 führte das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West einen Aktionsmonat zur „Landstraßensicherheit“ durch. Dabei wurden 1.668 Verkehrsverstöße festgestellt, darunter 723 Geschwindigkeitsverstöße, 201 Verstöße wegen Handynutzung, 60 Verstöße gegen Überholverbote und 77 Strafanzeigen, etwa wegen Trunkenheitsfahrten oder Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Alle diese Verhaltensverstöße gefährden erheblich die Verkehrssicherheit.
Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang werden von den örtlichen Unfallkommissionen, bestehend aus der Straßenverkehrsbehörde, dem Straßenbaulastträger und der Polizei, zeitnah analysiert und auf notwendige Maßnahmen hin überprüft.
Leitender Polizeidirektor Marcus Hörmann betonte:
„Sicherheit im Verkehr ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Jede und jeder Einzelne kann sofort etwas tun: Geschwindigkeit anpassen, Abstand halten und das Handy weglegen. Damit kommen wir alle sicherer an.“
Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West wird auch weiterhin Verkehrskontrollen durchführen, um die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen. (PP Schwaben Süd/West)



















