Nur positive Rückmeldungen
Seit Jahrzehnten gibt es eine starke Verbundenheit zwischen dem Fliegerhorst und der Stadt Kaufbeuren. Diese Partnerschaft wurde im Jahr 2019 sogar mit einer Patenschaftsurkunde vertieft. Nun stand ein sogenannter Behördentag auf dem Programm, bei dem Entscheidungstragende und Repräsentierende aus der Stadt besondere Einblicke in die soldatischen Fähig- und Fertigkeiten erhielten.
Umfangreiches Programm
Die Neugierde war groß, wussten doch alle nicht genau, was auf sie zukommen würde. Bevor es losging, mussten die Teilnehmenden noch mit Feldblusen und Feldhosen eingekleidet werden. Danach wurden sie in Gruppen auf die insgesamt vier festgelegten Stationen verteilt. Ein Schwerpunkt war die Drohnenausbildung, bei der die Teilnehmenden Hightech pur erwartete. Viele kamen anschließend im Fliegerhorst Kaufbeuren zum ersten Mal mit einer Waffe in Berührung, nämlich dem Gewehr G36, welches das Standardgewehr der Bundeswehr ist. Darüber hinaus wurde ihnen auch die Handhabung der Pistole P8 gezeigt. Dieser sogenannte Trockendrill, welcher ohne Munition in den Waffen durchgeführt wird, diente für eine weitere Station. Denn im Schießsimulator konnten die Teilnehmenden ihre Schießkünste unter Beweis stellen. Für Abwechslung sorgte eine Einsatzersthilfelage, wobei neben dem Absetzen eines Notrufes und dem Sichern der Unfallstelle zwei verletzte Personen versorgt werden mussten. Auch sportlich waren die Teilnehmenden in der sogenannten Military Fitness gefordert. Das Programm wurde durch ein abschließendes Laserschießen abgerundet.
Motivation und Teamspirit
Nach dem alle Programmpunkte durchlaufen waren, kamen die Teilnehmenden und die unterstützenden Soldatinnen und Soldaten zusammen. Oberst Thorsten Milewski, Kommandeur des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe Abteilung Süd, hob hervor: „Sie haben eine Motivation, einen Spirit hineingebracht, der einfach exzellent ist. Freude und Engagement zeichnen Sie aus. Dieser Tag hat auch uns enormen Spaß bereitet“. Milewski beschrieb die erstmalig durchgeführte Veranstaltung als „ein wunderschönes, gemeinsames Erlebnis“. Auch OB Stefan Bosse war es ein großartiger Tag. „Vielen Dank an alle, die mitgemacht, aber auch mitgeholfen haben.“ Als „Oberst-Bürgermeister“ führte er das Teilnehmerfeld an. Diesen Titel hat er bereits seit 2023 inne, als er einen Tag lang im Jobtausch Kommandeur der Abteilung Süd sein durfte.
Nur positive Rückmeldungen
Nicht nur der OB hatte einen tollen Tag im Fliegerhorst. Auch weitere Teilnehmende waren angetan. Kaufbeurens Polizeichef Markus Ziegler, der übrigens keinen Grundwehrdienst ableisten musste, hatte sich gerne auf dieses Ereignis eingelassen. „Ohne zu wissen, was auf mich zukommt, habe ich sofort zugesagt. Jeder spricht von der Bundeswehr. Nun hatten wir die Möglichkeit, viele Sachen auszuprobieren“, so der Polizeioberrat. Für ihn sticht das tolle Miteinander heraus. „Die Ausbilder wirkten sehr sympathisch. Ich habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt.“
Ähnliche Töne stimmte auch Julia von Stillfried an. Die Zweite Bürgermeisterin der Stadt Kaufbeuren war bereits im Vorfeld sehr gespannt, was sie denn erwarten würde. „Wir haben einen tiefen und vielseitigen Einblick in unterschiedliche Bereiche bekommen.“
Als Chef des Kaufbeurer Finanzamtes hat Wolfgang Kriegbaum sonst immer mit Papier, Akten und diversen Vorgängen zu tun. Nun schlüpfte er in eine Uniform. „Beeindruckt hat mich der ganze Tag: Angefangen vom Fitnesstraining bis hin zur Drohnenausbildung. Es lief alles sehr authentisch ab.“
Für Stadtbrandrat Christian Martin war der komplette Tag topvorbereitet und sehr kurzweilig. Parallelen gebe es zwischen der Bundeswehr und Feuerwehr. „Wir müssen beide im Einsatz funktionieren.“ Für den Chef der Kaufbeurer Feuerwehr bleibt der Tag in Erinnerung, „da wir so viele positive Eindrücke erleben durften.“



















