Bild: Susanne Hasel AOK; Radieschen-Ernte der Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Pfronten
Unterricht an der frischen Luft
Säen, Pflanzen und Jäten stehen an der Mittelschule in Pfronten derzeit regelmäßig auf dem Stundenplan. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5b nehmen am Bildungsprogramm GemüseAckerdemie teil und bewirtschaften von April bis Oktober ihr eigenes Gemüsefeld. „Ziel des Programms ist es, Kindern und Jugendlichen auf praktische und anschauliche Weise zu vermitteln, wo unsere Lebensmittel herkommen und warum gesunde Ernährung wichtig ist“, sagt Susanne Hasel, Ernährungsexpertin von der AOK Kaufbeuren-Ostallgäu, die das Programm finanziell fördert. Die Schulkinder bauen derzeit zahlreiche verschiedene Gemüsearten an. Aktuell stand gerade die zweite Pflanzung an mit Tomate, Zucchini, Gurke, Mais und Kürbis. „Mindestens einmal in der Woche hegen und pflegen die Kinder ihr Gemüse und erfahren dabei viel über frische naturbelassene Nahrungsmittel und gesunde Ernährung“, freut sich Saskia Planert, Klassenlehrerin der Mittelschule Pfronten.
Nachhaltig und praxisnah
Die Kinder lernen die gesamte Wertschöpfungskette der Lebensmittelproduktion kennen. Die Mädchen und Buben pflanzen und pflegen das Gemüse nicht nur, sondern ernten und verarbeiten es auch. „Selbstverständlich sollen die Kinder von ihrer Ernte auch profitieren und so wird das Gemüse auch gemeinsam zubereitet und gegessen “, so Susanne Hasel. Die Kinder erleben damit unmittelbar, wie schmackhaft und gesund frisches Gemüse ist. Im Vorfeld wurden die Lehrkräfte geschult und mit umfangreichem Bildungsmaterial für den Unterricht ausgestattet. Die sogenannten 20 Bildungsbausteine vermitteln Wissen rund um das praktische Ackern und weiterführende Themen der Nachhaltigkeit. „Durch den hohen Praxisbezug werden nicht nur das Ernährungs- und Bewegungsverhalten, sondern auch die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler gefördert“, so Saskia Planert.
Die AOK Bayern unterstützt die GemüseAckerdemie des gemeinnützigen Vereins Acker e.V., der das Schulgartenprogramm entwickelt hat, im zehnten Jahr und schickt bereits die 323. Schule aufs Feld. In diesem Jahr nehmen rund 7.400 Schülerinnen und Schüler in Bayern am Programm teil und kümmern sich um mehr als 10.300 m² Ackerfläche. Insgesamt haben seit 2017 bayernweit über 25.600 Kinder ihr eigenes Gemüse angebaut und um die 19.300 Quadratmeter Ackerfläche bewirtschaftet.



















