Ein besonderes Highlight: Gemeinsam ging es auf den Tegelberg © Tomas Musil
Besuch der Partnerschule aus Jablonec in Kaufbeuren
Die Gustav-Leutelt-Schule (GLS) in Neugablonz verbindet seit zehn Jahren eine lebendige Partnerschaft mit ZS Liberecka aus Jablonec nad Nisou. Nachdem im Vorjahr eine Schülergruppe aus Kaufbeuren die tschechische Partnerschule besucht hatte, traten diesmal die Gäste den Gegenbesuch an.
Am Montag traf die Gruppe aus Jablonec in Kaufbeuren ein. Zum Auftakt gab es ein gemeinsames Abendessen im Hotel. Der Dienstag stand im Zeichen des Kennenlernens: Die tschechischen Schüler wurden an der GLS herzlich begrüßt, erhielten eine Führung durch das neue Schulgebäude und nahmen an gemeinsamen Spielen um den Wanderpokal sowie einem gemeinsamen Essen teil. Dabei kamen erste Gespräche zustande und es wurde geübt, wie Verständigung funktioniert, wenn man nicht dieselbe Sprache spricht. Schnell zeigte sich: Ein Lächeln, Offenheit und gegenseitiges Interesse überwinden viele Hürden.
Am Mittwoch wurden die Kontakte weiter vertieft. Nach einem Besuch beim Oberbürgermeister lernte die Gruppe die Stadt Kaufbeuren bei einer gemischten Stadtrallye kennen. Die Schülerinnen und Schüler lösten Aufgaben, erkundeten die Stadt und sammelten weitere gemeinsame Erlebnisse. Der Rathausempfang hob die Bedeutung dieser langjährigen Verbindung hervor. Frank Hortig, Rektor der GLS, betonte: „Die Partnerschaft ist etwas ganz Besonderes, Gewachsenes – eigentlich schon eine Freundschaft!“
Ein besonderes Highlight der Woche erwartete die Partnergruppe und die Klasse 7c am Donnerstag: Eine gemeinsame Fahrt auf den Tegelberg, Mittagessen bei der Bergwacht und eine Besichtigung des Schlosses Neuschwanstein. Nicht alle waren begeistert von der Idee, den Weg zum Schloss zu Fuß zu gehen – „Warum müssen wir da hinlaufen? Das können wir googeln!“ – doch die Begeisterung kam schnell: „Okay, war doch cool, es zu sehen.“ Viele kleine Momente zeigten, wie aus anfänglicher Zurückhaltung echte Begegnungen wurden. Sprachbarrieren spielten kaum noch eine Rolle, und es entstand ein typisches Gespräch zwischen deutschen und tschechischen Jugendlichen: „Máš Insta?“ – „Was hat sie gesagt?“ – „Ach so, Insta! Klar, du kannst es haben!“ Freundschaften entstehen oft schneller, als man denkt.
In diesem Jahr brachte Heidemarie Polívková mit 25 Schülerinnen und Schülern die bislang größte Gruppe aus Jablonec nach Kaufbeuren, was die Bedeutung der Partnerschaft eindrucksvoll unterstreicht. Einen besonderen Dank richtet das Organisationsteam an Heidemarie Polívková, Manuela Gareiß, Juliane Thar, Michaela Häusler sowie den Klassenleiter der 7c, Tomas Musil. Ebenso geht der Dank an die Tegelbergbahn Schwangau und die Bergwacht Füssen. Dieser Austausch zeigt erneut, dass internationale Begegnungen Brücken bauen, Vorurteile abbauen und Freundschaften entstehen lassen, die über Sprachgrenzen hinausreichen.



















