Mit Leichtigkeit über die großen Fragen des Lebens
Mit Humor, Spontanität und jeder Menge Kreativität haben die WendeJacken das Publikum im voll besetzten Stadttheater Kaufbeuren begeistert. Die Improvisationstheater-Gruppe war am Samstagabend Teil des Jubiläumsjahres „30 Jahre Hospizverein und 10 Jahre SAPV“ und sorgte für einen Abend, der immer wieder zum Lachen, aber auch zum Nachdenken anregte.
Michael Feistl, Vorsitzender des Hospizvereins Kaufbeuren/Ostallgäu e.V., begrüßte als Veranstalter die Gäste und stimmte sie auf einen besonderen Theaterabend ein. Dass die WendeJacken dafür die richtige Wahl waren, zeigte sich schnell. Bereits zu Beginn gelang es dem Ensemble, das Publikum aktiv einzubeziehen. Beim Lied „My Bonny is over the Ocean“ mussten die Zuschauerinnen und Zuschauer bei jedem gesungenen „B“ von ihren Sitzen aufspringen. Die Stimmung im Saal war damit von Anfang an gelöst.
Wie beim Improvisationstheater üblich entstanden alle Szenen spontan auf der Bühne. Das Publikum lieferte Begriffe, Orte oder Fragestellungen, aus denen die Schauspielerinnen Geschichten entwickelten. Ob ein Berg zum Nachdenken, ein magischer Waldfriedhof oder ein Leiterwagen als Grundlage für einen gemeinsamen Song – die Ideen des Publikums wurden kreativ aufgegriffen. Mit viel Spontanität und Einfallsreichtum bezogen die WendeJacken das Publikum immer wieder ein. Patrick Lutz begleitete die Improvisationen dabei gekonnt am Klavier und verlieh vielen Szenen und Liedern den passenden musikalischen Rahmen.
Die Bilder des Abends































Fotos: Claus Tenambergen
Auf der Bühne standen an diesem Abend Nadine Viktor, Simone Schatz und Lorna Monaghan. Letztere sorgte mit einer außergewöhnlichen Gebärdensprachen-Performance für besondere Begeisterung. Mit großem körperlichem Ausdruck übersetzte sie ein improvisiertes Interview und sorgte damit für viele Lacher im Publikum. Ausgangspunkt des Interviews war die Frage „Was würdet ihr tun, wenn ihr nur noch zwei Wochen zu leben hättet?“. Damit griffen die WendeJacken eine Fragestellung des Hospizvereins auf, die den Besucherinnen und Besuchern bereits vom „Baum des Lebens“ bekannt ist.
Der „Baum des Lebens“ war auch im Stadttheater wieder präsent und wurde von vielen Gästen genutzt. Besucherinnen und Besucher konnten dort Gedanken und Wünsche für die letzte Lebensphase auf Karten festhalten und am Baum anbringen. So entstand neben der Unterhaltung auch Raum für persönliche und nachdenkliche Momente. „Es war ein richtig guter Abend. Die WendeJacken haben das Publikum hervorragend unterhalten. Gleichzeitig haben sie immer wieder Themen aus dem Umfeld der Hospizarbeit aufgenommen – aber mit einer Leichtigkeit und einem Humor, die genau zu diesem Abend gepasst haben“, zog Michael Feistl ein positives Fazit. Am Ende dankte das Publikum den Künstlerinnen und Künstlern mit lang anhaltendem Applaus. Die WendeJacken verabschiedeten sich mit einer Zugabe und hinterließen viele gut gelaunte Gäste.
Weitere Informationen zum Jubiläumsprogramm finden sich unter: www.hospizverein-kf-oal.de



















