IHK Schwaben setzt zum Start der neuen Amtszeit auf Dialog mit Kommunalpolitik
Mit Beginn der neuen kommunalen Amtszeit am 1. Mai richtet die IHK Schwaben den Blick auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Kaufbeuren und im Ostallgäu. Im Mittelpunkt stehen aus Sicht der regionalen Wirtschaft schnellere Genehmigungsverfahren, der Abbau von Bürokratie, die Sicherung von Fachkräften sowie die Entwicklung lebendiger Innenstädte. Die IHK-Regionalversammlung Kaufbeuren und Ostallgäu bietet den neu gewählten Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern dazu den Austausch an. Ziel sei es, wirtschaftliche Anliegen frühzeitig in kommunale Entscheidungsprozesse einzubringen.
Unternehmen erwarten verlässliche Rahmenbedingungen
Nach Angaben der IHK Schwaben zählt die Region Kaufbeuren und Ostallgäu rund 14.953 Mitgliedsunternehmen. Hinzu kommen mehr als 73.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sowie 429 Ausbildungsbetriebe. Die Exportquote im verarbeitenden Gewerbe liegt bei 51,6 Prozent. Peter Leo Dobler, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Kaufbeuren und Ostallgäu, betont die Bedeutung verlässlicher Entscheidungen und effizienter Verwaltungsprozesse. Unternehmen seien auf schnelle Genehmigungen und planbare Abläufe angewiesen, um Investitionen umsetzen zu können.
Bürokratieabbau und Gewerbeflächen bleiben zentrale Themen
Ein Schwerpunkt der Forderungen liegt auf einfacheren und schnelleren Genehmigungsverfahren. Digitale Abläufe, standardisierte Prozesse und transparente Entscheidungen sollen dazu beitragen, Investitionen zu beschleunigen und Unternehmen mehr Planungssicherheit zu geben. Auch die Verfügbarkeit von Gewerbeflächen spielt aus Sicht der Wirtschaft eine wichtige Rolle. Erweiterbare und bezahlbare Flächen seien entscheidend für die weitere Entwicklung der Unternehmen in der Region.
Fachkräftesicherung und Innenstädte im Fokus
Neben wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nennt die IHK auch Bildung und Fachkräftesicherung als zentrale Zukunftsaufgaben. Dazu gehören bessere Integration, klare Einwanderungsregeln sowie die stärkere Aktivierung inländischer Arbeitskräftepotenziale. Gleichzeitig fordert die Regionalversammlung Investitionen in moderne Bildungsinfrastruktur. Darüber hinaus sieht die IHK Handlungsbedarf bei der Entwicklung der Innenstädte. Attraktiver Wohnraum, moderne Nutzungskonzepte und eine gute Erreichbarkeit sollen dazu beitragen, Lebensqualität und Wirtschaftskraft in Kaufbeuren und im Ostallgäu zu stärken.
IHK will Zusammenarbeit mit Kommunen fortsetzen
Die IHK Schwaben kündigt an, den Austausch mit Politik und Verwaltung auch nach dem Amtsantritt der neuen kommunalen Vertreter fortzuführen. Bereits vor der Wahl wurden Positionen und Forderungen erarbeitet und den Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung gestellt.
Ziel sei es, gemeinsam tragfähige Lösungen für die wirtschaftliche Entwicklung der Region zu schaffen.


















