Die Zuhörer konnten auch auf Herzen notieren, was für sie am Lebensende wichtig ist. Foto: Seniorenbüro Kaufbeuren
Seniorengruppenleitungen informieren sich auf Leitertagung
Auch in diesem Jahr lud der Seniorenbeirat Kaufbeuren wieder Leiter und Leiterinnen von Seniorengruppen zu einer Tagung ein. Mariana Eberhard, Koordinatorin und Palliativfachkraft beim Hospizverein Kaufbeuren-Ostallgäu e.V. informierte die Zuhörer über Möglichkeiten der Hilfe und Unterstützung am Lebensende.
Das Thema Sterben wird laut Eberhard oft tabuisiert, viele Menschen haben den Wunsch, zu Hause zu versterben. Studien zeigen, dass rund 50 Prozent der Menschen im Krankenhaus versterben. Palliative Care betont die Würde des Lebens bis zuletzt, respektiert individuelle Wünsche und begleitet Betroffene sowie deren Familien ganzheitlich.
Hintergrundinformationen: Palliative Care konzentriert sich darauf, Belastungen zu lindern, die Lebensqualität zu erhalten und Bedürfnisse von Patienten und Angehörigen zu berücksichtigen. Die Begleitung erstreckt sich über medizinische, psychosoziale und seelsorgerische Aspekte und schließt Unterstützung beim Umgang mit Verlust und Trauer während der Erkrankung und im Todesfall ein. Der natürliche Umgang mit dem Sterben ist in unserer Gesellschaft oft verlernt worden.
Palliative Care hilft, die Wünsche der Menschen zu achten und Familien in einer schweren Lebensphase praktisch zu unterstützen“, so Mariana Eberhard. Es gibt viele Dinge, die Familienangehörige auch in der letzten Lebensphase noch tun können. Berührungen, leichte Massagen, eine angenehme Atmosphäre schaffen sind hier nur einige Beispiele aus dem Vortrag. Auch beruhigende Musik oder Aromapflege bietet hier Hilfe. Am wichtigsten ist für Eberhard aber einfach Da zu sein für den Angehörigen. Auch viele professionelle Beratungs- und Unterstützungsdienste stehen Angehörigen in diesen Situationen zur Verfügung. Hierzu zählen Hospizdienste, die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV), die Palliativstation im Klinikum oder ein stationäres Hospiz.
In der zweiten Hälfte der Tagung informierten der Seniorenbeauftragte Felix Franke und der Vorsitzende des Seniorenberats Karl-Heinz Wenzel die Gruppenleiter über die Arbeit des Seniorenbeirats, der im Juni diesen Jahres neu gewählt wird. Der Seniorenbeirat bringt sich zum einen als Gremium der Stadt in Anliegen, die Senioren betreffen mit ein. Zum anderen organisiert er auch einzelne Projekte wie beispielsweise „Urlaub ohne Koffer“, Filmclub Ü 60, „Ü60 Chor Kaufbeurer Spätlese“ und das Seniorenmagazin „Wertachbote“.
Wer Interesse hat, sich für die Seniorenbeiratswahl im Juni aufstellen zu lassen, kann sich gerne im Seniorenbüro unter 08341/437203 melden. Weitere Informationen über den Seniorenbeirat unter www.senioren.kaufbeuren.de



















