Heimniederlage gegen Rosenheim
Am Sonntagabend, dem 46. Spieltag der laufenden DEL2-Saison, empfing der ESV Kaufbeuren die Starbulls Rosenheim. Im Line-up der Joker gab es folgende Besonderheiten: Verletzt fehlten Max Oswald, Jere Laaksonen, Yannik Burghart, Joe Cassetti, Henri Kanninen und D’Artagnan Joly. Ebenso mussten krankheitsbedingt Sami Blomqvist, Rihards Babulis und Florian Reinwald passen. Des Weiteren fehlten Fabian Koziol und Pavel Nikitins. Wieder mit dabei waren John Rogl (der zuletzt auswärts in Ravensburg schon auflief), Jonas Fischer, Jakob Peukert, Dominik Groß und nach langer Verletzung auch Jonny Tychonick. Der ESV Kaufbeuren verlor vor 2.123 Zuschauern trotz bemerkenswerter Aufholjagd mit 3:7.
Das erste Drittel startete unglücklich für die Joker. In der Offensivzone versuchte Philipp Krening, den Puck zu halten, wobei sein abprallender Schläger das Gesicht seines Gegenspielers traf. In der Folge erhielt er hierfür zwei Strafminuten wegen hohen Stocks. In Überzahl war es schließlich C.J. Stretch, der den Puck per Schlenzer zum 0:1 in den Winkel beförderte. Die Gäste waren auch nach ihrem Powerplay die klar tonangebende Mannschaft. In der Mitte des Spielabschnitts erhielt Philipp Krening in einer ähnlichen Szene wie zuvor in der Offensivzone zwei Strafminuten wegen Beinstellens, als er dem Puck nachging. Dieses Mal war es Maximilian Adam, der an der blauen Linie entlangskatetete und seinen Schlenzer zum 0:2 im Tor versenkte, auch weil Daniel Fießinger die Sicht genommen wurde. Die erste kleine Strafzeit für die Starbulls erhielt Lukas Laub, nachdem er Vadim Schreiner in der Rundung einen Check gegen den Kopf verpasst hatte. Die Joker kamen nicht ordentlich in ihre Powerplay-Formation, und so endete das Drittel mit 50 Sekunden Reststrafzeit auf der Uhr.
Die Bilder des Spiels












Die Überzahl brachte den Jokern nichts mehr ein. Es sollte aber gleich zu Beginn die nächste folgen, als Teemu Pulkkinen zwei Strafminuten wegen hohen Stocks erhielt. Das Powerplay war erneut nicht von Glanz geprägt, allerdings kamen die Rosenheimer kurz vor Ablauf der Strafe nach einem Direktschuss von Philipp Krening in Bedrängnis, welcher auf der Linie geklärt werden konnte. Dies führte zu einem Konter durch Teemu Pulkkinen, der von Daniel Fießinger pariert wurde. Mitte des Drittels klärten die Gäste den Puck hoch aus ihrer Zone, und Lukas Laub zündete den Turbo, um an den Puck zu kommen. Daniel Fießinger kam aus seinem Tor heraus, was mit einem Lupfer beantwortet wurde, und so rutschte der Puck zum 0:3 ins Kaufbeurer Tor. Wenig später umrundete Luigi Calce das Tor und schoss. Sein Versuch konnte pariert werden, der Nachschuss von Fabian Dietz war dann aber drin. Somit stand es 0:4 auf der Anzeigetafel. Kurz darauf bekamen sich Alec Zawatsky und Leon van der Linde in die Haare. Der Kaufbeurer war mit dem nicht geahndeten Check des Rosenheimers nicht einverstanden und trat ihm auf den Schläger, wofür er eine kleine Strafe wegen Behinderung erhielt. Van der Linde musste dann noch etwas gesagt haben, da auch er zwei Minuten wegen unsportlichen Verhaltens erhielt. Nicht einmal eine Minute später folgte die nächste Strafe gegen Rosenheim. Sie wurde gegen Maximilian Vollmayer wegen Haltens ausgesprochen. Die Joker versuchten erneut, die Direktabnahme von Philipp Krening herauszuspielen, was ihnen auch gelang. Der Onetimer wurde pariert, der Nachschuss von Vadim Schreiner klingelte dann aber zum 1:4 im Kasten. Mit diesem Spielstand endete das Drittel.
Der letzte Spielabschnitt startete erneut mit einer Strafe. Es traf Rio Kaiser wegen Behinderung. In Rosenheimer Überzahl erhielten Paul Mayer und Luigi Calce je zwei Minuten wegen übertriebener Härte. Mit einem Mann weniger in dieser Situation setzte sich Philipp Krening an der blauen Linie durch. Zusammen mit Nico Appendino trug er den Puck bis vor das Rosenheimer Tor, bevor er den Angriff mit dem Treffer zum 2:4 abschloss. Die neue körperbetonte Spielweise der Joker brachte die Starbulls merklich aus der Bahn. Erneut setzte sich Philipp Krening an der blauen Linie durch und fuhr auf die linke Offensivseite. Sein Querpass landete bei Nikolaus Heigl, der zum 3:4 einschlenzte. Die Rosenheimer nahmen daraufhin eine Auszeit. Wieder in der Spur konterten sie über Lukas Laub, der quer zu Ville Järveläinen passte. Letzterer überwand Daniel Fießinger in zwei Versuchen zum 3:5. Kurz darauf fuhr Teemu Pulkkinen auf das Kaufbeurer Tor zu und feuerte einen Schlagschuss zum 3:6 in den Winkel. Danach folgte eine weitere ungünstige Situation für die Joker. Zunächst war eine Strafe gegen Dominik Kolb wegen Haltens angezeigt. Die Joker hielten lange den Puck, ehe abgepfiffen wurde, nachdem Luigi Calce seinem Gegenüber Jonny Tychonick das Bein stellte und dieser laut Schiedsrichtern zu theatralisch darüber sprang. Somit gab es zwei Minuten gegen Dominik Kolb wegen Haltens sowie gegen Luigi Calce wegen Beinstellens. Jonny Tychonick erhielt zudem zwei Minuten wegen unsportlichen Verhaltens. In Kaufbeurer Überzahl bediente Nikolaus Heigl Philipp Krening auf der rechten Seite, der seinen Schlenzer zum 4:6 im Tor unterbrachte. Es folgte erneut eine kuriose Situation: Die Starbulls Rosenheim eroberten gerade den Puck und starteten ihren Angriff, als plötzlich Daniel Fießinger für einen sechsten Feldspieler auf die Bank gerufen wurde. Scott Feser vollendete schließlich den Angriff per Schuss ins leere Tor zum 4:7. Den Schlusspunkt setzte eine fünfminütige Strafe wegen Bandenchecks gegen Vincent Schlenker. Somit fuhren die Starbulls Rosenheim die drei Punkte beim Spielstand von 4:7 ein.





















