Wichtige Bestätigung für die Versorgung von Herzinfarkt-Patienten: beide Ostallgäuer Herzinfarktnetzwerke wurden von der Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Herzinfarktnetzwerke abermals erfolgreich beglaubigt.
„Wir freuen uns über dieses Zeichen für dauerhaft hohe Qualität in der regionalen Herzinfarktversorgung“, betonen die beiden leitenden Oberärzte der jeweiligen Herzzentren in Kaufbeuren und Füssen, Dr. Markus Riedl und Dr. Simon Delladio. „Die erneute Akkreditierung würdigt die enge und verlässliche Zusammenarbeit zahlreicher Partner entlang der gesamten Rettungs- und Behandlungskette.“
Dazu zählen laut den beiden Kardiologen der Rettungsdienst, die Notaufnahmen, die kardiologischen Fachabteilungen mit Herzkatheterlaboren sowie weiterbehandelnde stationäre und ambulante Strukturen. Ziel sei es, Patientinnen und Patienten mit akutem Herzinfarkt möglichst schnell, koordiniert und leitliniengerecht zu versorgen.
Pionierarbeit in Bayern und Europa
Das Herzinfarktnetzwerk Kaufbeuren-Ostallgäu gehört bayernweit zu den ersten akkreditierten Netzwerken. Bereits seit 2011 steht es für klar definierte Abläufe und kurze Entscheidungswege. „Dass unser Netzwerk erneut akkreditiert wurde, zeigt, wie tragfähig die gewachsenen Strukturen sind“, hebt Riedl hervor. „Vor allem die enge Abstimmung zwischen Rettungsdienst, Notaufnahme und Herzkatheterlabor ist entscheidend dafür, dass wir wertvolle Zeit gewinnen – und damit Leben retten können.“
Eine besondere Stellung nimmt auch das Herzinfarktnetzwerk Königswinkel-Außerfern ein. Als grenzüberschreitendes Netzwerk zwischen Deutschland und Österreich gilt es europaweit als Pionierprojekt. „Die erfolgreiche Reakkreditierung bestätigt, dass eine strukturierte Herzinfarktversorgung auch über Ländergrenzen hinweg zuverlässig funktioniert“, stellt Delladio heraus. „Gerade in einer ländlich geprägten Region ist diese enge Vernetzung entscheidend, um Patientinnen und Patienten schnell in ein spezialisiertes Zentrum zu bringen.“
Hohe Anforderungen an Qualität und Zusammenarbeit
Die Akkreditierung durch die Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Herzinfarktnetzwerke ist an klare Qualitätskriterien geknüpft. Dazu zählen unter anderem verbindliche Versorgungspfade, definierte Zeitziele für Diagnostik und Therapie, eine kontinuierliche Qualitätssicherung sowie regelmäßige Fortbildungen und Netzwerktreffen aller beteiligten Berufsgruppen.
„Herzinfarktversorgung ist Teamarbeit“, so Riedl. „Nur wenn alle Beteiligten – vom ersten Notruf bis zur spezialisierten Therapie – ineinandergreifen, können wir eine gleichbleibend hohe Qualität sicherstellen.“
Auch Delladio unterstreicht die Bedeutung der Netzwerkarbeit: „Die Akkreditierung ist kein Selbstzweck, sondern ein Instrument, um Abläufe regelmäßig zu überprüfen und weiterzuentwickeln – immer mit Blick auf die Sicherheit der Patientinnen und Patienten.“
Service: So erkennen Sie einen Herzinfarkt und reagieren richtig
Warnzeichen für einen Herzinfarkt sind:
- Plötzliche Brustschmerzen,
- Atemnot
- starkes Enge- oder Druckgefühl im Brustkorb oder
- Schmerzen mit Ausstrahlung in Arm, Rücken oder Kiefer sind Warnzeichen eines Herzinfarkts.
In diesen Fällen sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden.
Mehr Informationen zu den Herzzentren der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren





















