Die Rede hier als ungekürzte Textfassung und als Video
Die ungekürzte Rede
Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Gäste,
als Standortältester und Kommandeur wünsche ich Ihnen für 2026 Gesundheit, Erfolg und ein hoffentlich friedliches Jahr!
Ich heiße ich Sie zum diesjährigen Neujahrsempfang der Stadt Kaufbeuren und der Dienststellen hier am Fliegerhorst herzlich im Offizierkasino willkommen. Es ist mir eine besondere Freude, dass wir diesen Empfang wieder gemeinsam mit der Stadt Kaufbeuren ausrichten. Ich möchte zunächst, wie es beim Neujahrsempfang gute Sitte ist, stellvertretend für alle Anwesenden, einige Repräsentantinnen und Repräsentanten des öffentlichen Lebens begrüßen.
Zur Eröffnung begrüße ich unseren Oberbürgermeister Stefan Bosse in unserem Offizierkasino! Ein Ort, der Ihnen inzwischen auch privat bestens bekannt ist. Haben Sie doch erst im vergangenen Dezember hier im Großen Saal mit einer besonderen Großveranstaltung „vorgeübt“! Jetzt ist es amtlich: Meine herzlichen Glückwünsche zur Hochzeit gehen auch auf diesem Wege an Sie und Ihre Frau! Wir freuen uns, dass sie für diesen besonderen Anlass die Räumlichkeiten des Casinos gewählt haben.
Liebe Gäste, wie sie aus den vergangenen Neujahrempfängen wissen, komme ich an dieser Stelle kurz zum wichtigsten Nebenthema des heutigen abends:
Zum Eishockey und der Fortschreibung der gemeinsamen Eishockeygeschichte von OB Bosse und mir. Spätestens jetzt weiß ich, dass ich die geballte Aufmerksamkeit von 280 Gästen habe. Ich erlaube mir ihre Gedanken zu denken: „Na, was will er wohl sagen?“ … Das ist gerade jetzt ganz dünnes Eis! Deshalb rufe ich von ganzem Herzen: Lieber ESVK – alles Gute zum 80. Geburtstag!
Lassen Sie mich nun aber mit der Begrüßung fortfahren. Herzlich willkommen heißen möchte ich auch Bürgermeister Oliver Schill, Bürgermeisterin Dr. Erika Rössler und die anwesenden Stadträtinnen und Stadträte unserer Garnisonsstadt Kaufbeuren.
Aus dem Deutschen Bundestag begrüße ich herzlich den Abgeordneten für den Bundestagswahlkreis Ostallgäu, Stephan Stracke sowie den Parlamentarischen Staatssekretär des Bundesministeriums der Finanzen, Michael Schrodi.
Aus dem Freistaat Bayern begrüße ich die Landtagsabgeordneten Bernhard Pohl und Peter Wachler.
Natürlich freue ich mich auch über die Vertreter der umliegenden Gemeinden und begrüße die Bürgermeister Helmut Bucher aus der Gemeinde Germaringen, Armin Holderried aus der Gemeinde Mauerstetten, Wolfgang Eurisch aus der Gemeinde Biessenhofen und Johann Stich aus der Gemeinde Ruderatshofen.
Für die Geistlichkeit begrüße ich von der evangelischen Militärseelsorge, Militärpfarrerin Sandra Gassert, von der katholischen Militärseelsorge, Militärpfarrer Jürgen Stahl sowie für die Pfarreiengemeinschaft Kaufbeuren, Stadtpfarrer Bernhard Waltner und für die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Kaufbeuren, Pfarrer Jost Herrmann. Zudem begrüße ich von der Geistlichkeit Abt Michael Maier sowie die Frau Oberin Schwester Johanna vom Cresczentia Kloster.
Für alle Repräsentanten und Repräsentantinnen der Behörden, Schulen, Ämter, Justiz und Polizei begrüße ich stellvertretend für die Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern, Dr. Angela Lechner, vom Amtsgericht Kaufbeuren Direktor Robert Kriwanek, vom Finanzamt Kaufbeuren den Behördenleiter, Regierungsdirektor Wolfgang Kriegbaum, den Behördenleiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Direktor Dr. Paul Dosch, von der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen, Maria Amtmann sowie für die Polizeiinspektion Kaufbeuren, Polizeioberrat Markus Ziegler.
Aus unserer unmittelbaren Nachbarschaft heiße ich willkommen den Geschäftsführer der Kaufbeuren ATM Training GmbH, Jan Herchenröder.
Zudem begrüße ich von der Bundeswehr vom hiesigen Bundeswehrdienstleistungszentrum, Regierungsoberamtsrat Ingo Ruf, von der Arztgruppe Kaufbeuren, Oberstabsarzt Dr. Sascha Hackl, vom Zentrum Elektronischer Kampf Fliegende Waffensysteme, Oberstleutnant Rüdiger Bieler, vom Instandsetzungszentrum 13, Oberstleutnant Bernd Herrmann, vom Deutschen Bundeswehrverband Stabsfeldwebel a.D. Franz Jung und vom hiesigen Kreis-Verbindungskommando, Oberstleutnant d.R. Stefan Schopf.
Last, but not least möchte ich die Mitarbeitenden der Presse ganz herzlich willkommen heißen. Wir freuen uns auf Ihre Berichterstattungen.
Werte Damen und Herren,
Sie alle sind besondere Gäste bei uns! Danke, dass Sie erneut so zahlreich der Einladung zum Neujahrsempfang gefolgt sind. Gute 280 Gäste zählen wir heute wieder und das freut mich sehr.
Sehr verehrte Gäste,
unser diesjähriger Neujahrempfang steht ganz im Zeichen unserer gelebten Verbundenheit! Deshalb haben sie im Eingangsbereich Edelweiße mit unserem Motto „Gemeinsam stark“ empfangen und tragen die Gelben Schleifen am Revers. Das Edelweiß symbolisiert in erster Linie unsere Verbundenheit zum Allgäu und die Freude in solch einer schönen Region Deutschlands arbeiten und wohnen zu dürfen. Aber nicht nur dies, darauf werde ich noch zurückkommen.
Die Gelbe Schleife hat ihre ganz eigene Geschichte: So heißt es in der US-Army Version des Liedes “She wore a yellow ribbon”, zu Deutsch: Sie trug eine Gelbe Schleife. Das Lied geht auf eine US-amerikanischen Sage des 19. Jahrhunderts zurück: Diese erzählt von einem Südstaatensoldat in Gefangenschaft, der seine Liebste in einem Brief darum bat, ein gelbes Band um einen Eichenbaum zu binden: Wenn sie ihn noch liebt, solle sie ihn damit bei seiner Rückkehr willkommen heißen. Und so geschah es: Als er nach Hause kam, wehten hunderte von gelben Bändern in den Ästen des alten Baumes. „Around her head she wore a yellow ribbon – She wore it for her soldier who was far far away.”
Unter dem Slogan „Support our Troops“ steht die Gelbe Schleife seit dem Ersten Weltkrieg in Kanada und seit dem Golfkrieg in den USA für die Verbundenheit der Bevölkerung mit ihren Soldaten.
Seit Beginn der frühen 1990er Jahre und den ersten Einsätzen der Bundeswehr symbolisiert sie Solidarität mit Soldatinnen und Soldaten, die Tag für Tag ihren Dienst für unsere Sicherheit leisten. Viele Städte und Gemeinden führen Aktionen durch, wie das Anbringen der Gelben Schleifen an Ortsschildern und in Rathäusern, um ihre Unterstützung öffentlich zu zeigen. Die Schleifen stehen dabei aber auch für das gelebte Miteinander und das vertrauensvolle Zusammenwirken zwischen der Zivilgesellschaft und ihren Staatsbürgern in Uniform. So ist auch in unserer Garnisonsstadt Kaufbeuren die Gelbe Schleife ein lebendiges Zeichen des Miteinanders, der Wertschätzung und der Verbundenheit zwischen Stadt und Bundeswehr.
Unter dem Motto „Gemeinsam stark“ verbinden uns im besten Sinne die gemeinsamen Werte: Einsatz, Verantwortung und Solidarität. In Kaufbeuren ist die Gelbe Schleife zu einem Symbol geworden, das zeigt: Wir stehen zusammen! Dies können Sie heute Nachmittag auch bildstark zeigen – nämlich im Traditionszimmer in unserer „Gelbe-Schleife-Fotoecke“. Als eine weitere schöne Erinnerung an den Neujahrsempfang können Sie die Fotos direkt mitnehmen!
„Gemeinsam stark“ können Sie mit uns am 2. April, also am Gründonnerstag, in Gedenken an die Opfer der Karfreitagsgefechte marschieren. Dann findet der sogenannte 16k3 Marsch statt. Am 2. April 2010 fielen drei Soldaten der Bundeswehr in einem Feuergefecht mit den Taliban in Afghanistan – weitere Kameraden wurden an diesem Tag schwer verletzt. Von den 10 Euro Marschgebühr kommen 8 Euro der „Soldaten- und Veteranenstiftung“, dem Verein „Krebskranke Kinder Mainz e.V.“ und der „Deutsche Wildtier Stiftung“ zu Gute. Das Informationsbanner zum 16k3 Marsch finden Sie hier im Großen Saal. Start wird am 2. April am Historischen Rathaus Kaufbeurens sein. Ich würde mich freuen, wenn auch sie sich mit ihre Gelben Schleifen als Ausdruck der Verbundenheit einreihen können! Herr Oberbürgermeister, ich danke Ihnen jetzt schon für Ihre Unterstützung!
„Gemeinsam stark“ waren wir auch 2025 mit unserem karitativen Verein des Fliegerhorsts „Helfen macht Schule“. Über 23.000 Euro konnten im vergangenen Jahr für soziale Einrichtungen und Projekte gespendet werden. Darunter waren der Hospizverein Ostallgäu, der AWO Kinderkarten Kaufbeuren, das Haus für Kinder Sankt Josef, das Jakob-Brucker-Gymnasium mit seinen Avatar-Robotern, die es kranken Kindern ermöglichen, zumindest digital am Schulleben teilzuhaben und die Behindertenwerkstätten Kaufbeuren,
denen damit der Kauf eine Montageständers für die Reparatur von Fahrrädern ermöglicht wurde. Am vergangenen Montag waren wir erst bei der Internatsstiftung St. Maria, um mit einem Spendenscheck von „Helfen macht Schule“ zu unterstützen. Die Internatsstiftung ermöglicht es unter anderem auch Kindern aus finanziell schwierigen Verhältnissen dort ein zweites Zuhause zu finden sowie einen Schulabschluss absolvieren zu können. Liebe Schwester Johanna, besten Dank für Ihren herzlichen Empfang. An dieser Stelle möchte ich dem Bayerischen Roten Kreuz und dessen Kreisgeschäftsführer Thomas Hofmann ausdrücklich für die großzügige finanzielle Unterstützung für „Helfen macht Schule“ danken.
„Gemeinsam stark“ ist auch Ausdruck unseres Dankes an alle, die sich hier in Kaufbeuren für unser Gemeinwohl einsetzen – unabhängig von Beruf, Herkunft oder Status. Und es ist auch eine Verpflichtung, weiterhin offen und respektvoll in unserer Demokratie miteinander umzugehen.
Meine Damen und Herren, genau das – die Unabhängigkeit von Herkunft oder Status, also die Gleichheit vor dem Gesetz sowie die Freiheit und damit die Bedeutung der Demokratie bringen mich zu einem historischen Thema des vergangenen Jahres: 500 Jahre Bauernkriege hier im Allgäu!
Zu Beginn meiner Rede ging ich auf das Edelweiß als Symbol für das landschaftlich schöne Allgäu ein. Das Allgäu ist nicht nur ein schöner Platz zum Leben, sondern auch ein Ort, in dem bereits vor 500 Jahren freiheitlich gedacht wurde. Die Bauern-Aufstände waren Ausdruck des tiefen Wunsches nach Gerechtigkeit, Selbstbestimmung und Würde der Menschen. Die Bauern forderten ihre Rechte, stellten sich gegen eine ungerechte Herrschaft und kämpften für eine Zukunft, in der alle Menschen gleichberechtigt sein mögen. Ihre Forderungen wurden im März 1525 in zwölf Artikeln im nahegelegenen Memmingen niedergeschrieben. Als ein zentraler Punkt dabei war zu lesen: „Aus der Heiligen Schrift ergibt sich, dass wir frei sind und frei sein wollen“. Bundespräsident Steinmeier betonte hierzu im März 2025 beim Festakt anlässlich des 500-jährigen Jubiläums: [ZITAT] „Dass wir es bleiben, frei bleiben, das liegt heute in unser aller Hand! Begegnen wir den Bedrohungen von Freiheit nicht mit Gleichgültigkeit. Die Freiheitsgeschichte, die hier von Memmingen ausging, verpflichtet uns: Das Erbe der Aufständischen von 1525, das dürfen wir niemals wieder aus der Hand geben! … Dass wir heute das verteidigen müssen, wofür damals vor 500 Jahren gekämpft wurde … denn wir erleben ja gerade, dass die freiheitliche Demokratie bedroht und angegriffen wird – im Innern wie von außen und mit einer Wucht, die viele von uns nicht für möglich gehalten hätten.“
270 Jahre nach den Bauernkriegen setzte Immanuel Kant einer Welt, in der das Recht des Stärkeren regiert, die Stärke des Rechts entgegen. Kant sprach sich dafür aus, dass die Vernunft richten und das Völkerrecht sprechen solle.
Denn nur ein Rechtsstaat, in dem die Achtung eines jeden Individuums höchste Priorität hat, sei die höchstmögliche Garantie dafür, dass sich das Böse nicht Bahn bricht. Auch für Kant war Frieden kein natürlicher Zustand, auf den man sich einfach verlassen könne, vielmehr müsse er immer wieder neu gestiftet, gehütet und abgesichert werden, denn nichts sei so fragil und bedroht wie der Friede! Ist sein Befund nicht erschreckend aktuell?
Werte Gäste,
das Jahr 2025 stand neben 500 Jahren Bauerkrieg auch im Zeichen von 80 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Generation der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen wird nicht mehr lange die Gelegenheit haben, weiterhin ihre Stimme zu erheben. So durften wir im Kaufbeurer Fliegerhorst im vergangenen Jahr eine Zeitzeugin begrüßen, was Sie auch der im Offizierheim ausliegenden Standortzeitung Adlerauge entnehmen können.
Ihr Name ist Renate Klieber, sie ist inzwischen 91 Jahre alt und kehrte nach sage und schreibe 80 Jahren zurück auf den Fliegerhorst, wo sie von 1937 bis 1945 als junges Mädchen mit ihrer Mutter lebte.
Ihr Vater war Pilot im Zweiten Weltkrieg. Es war eine bewegende Begegnung, die in eindringlicher Erinnerung bleibt! Die Frau berichtete von einem System, das ihr als kleines Mädchen den Vater nahm. Ihre Mutter litt ein Leben lang am Verlust des Ehemanns. Für die ältere Dame stellte die Rückkehr auf den Fliegerhorst, eine späte, aber wichtige Vergangenheitsbewältigung dar.
Auf die Frage, was sie, als eine der letzten Zeitzeuginnen, der heutigen jungen Generation sagen möchte, antwortete sie: [ZITAT] „Nutzt euren Verstand, handelt mit Vernunft und mit logischem Denken. Kümmert euch um Politik und die Gesellschaft. Seid nicht nur Mitläufer. Wir müssen endlich ein Bewusstsein dafür entwickeln, was wir den späteren Generationen hinterlassen.“
Werte Gäste,
wir als Bundeswehr stehen für den Schutz unserer Gesellschaft und unseres Landes mit seiner freiheitlich-demokratischen Grundordnung ein. So steht das neue Jahr 2026 für die Luftwaffe in einem besonderen Zeichen: Wir feiern 70 Jahre Luftwaffe – 70 Jahre Einsatz für Freiheit, Sicherheit und Demokratie. Gerade im Jubiläumsjahr erkennen wir, wie eng Vergangenheit und Zukunft miteinander verbunden sind.
Die Herausforderungen des Aufwuchses der Bundeswehr heute stehen in einer Linie mit dem Mut und dem Gestaltungswillen, mit dem die Luftwaffe seit ihrer Aufstellung im Jahr 1956 verlässlich ihren Auftrag erfüllt.
Hier in Kaufbeuren leisten wir als Teil von Bundeswehr und Luftwaffe einen wichtigen Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit Deutschlands, in dem wir Luftfahrzeugtechnisches Personal sowie Radar- und Munitionstechniker ausbilden. Neu ist hier die Ausbildung für Drohnenpiloten für Kleindrohnen, die am Standort in kürzester Zeit aufgenommen wurde. Ende 2025 kam es hier zu einem sehr erfolgreichen Audit durch unsere militärische Luftfahrtbehörde. Für das Jahr 2026 sind bereits 17 Lehrgänge geplant.
Zudem wird in 2026 eine neue Luftwaffen-Sicherungsstaffel im Fliegerhorst mit rund 140 Dienstposten aufgestellt. Neben einer Heimat für knapp 120 Reservisten werden rund 20 Dienstposten mit aktiven Soldaten aus dem diese Tage beginnenden Neuen Wehrdienst besetzt. Die Sicherungsstaffel ist ein Resultat aus der verschärften Bedrohungslage. Durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine wird die Bundeswehr noch konsequenter auf die Landes- und Bündnisverteidigung ausgerichtet. Russland könnte schon 2029 zu einem Angriff auf das NATO-Bündnisgebiet bereit sein. Die Verteidigung Deutschlands muss deshalb so schnell wie möglich gestärkt werden, um glaubhaft abzuschrecken.
Kaufbeuren hat Potential für substanzielle Beiträge zur Landes- und Bündnisverteidigung. Die Drohnenausbildung sowie das Herstellen der Aufnahmebereitschaft für die Sicherungsstaffel sind erste Schritte hierzu.
Damit wir auch als Bundeswehr hier am Standort weiterhin verlässlich und professionell unserem wachsenden Auftrag nachkommen können, ist das Fit-Machen der Ausbildungsinfrastruktur voll im Gange. Mit der Sanierung der ersten Unterkunftsgebäude, inklusive zeitgemäßem Betreuungs-WLAN und Moderner Ausbildungstechnologie wurde begonnen und stehen auch 2026 weiter im Fokus. Im Investitionsvolumen von rund 100 Millionen Euro sind in dieser Dekade zudem eine neue Feuerwache, eine moderne Heizungsanalage, ein neues Abwassersystem und ein neuer Außenzaun enthalten.
Ein großes Dankeschön geht dabei an die Leiterin des Staatlichen Bauamtes Kempten, Frau Sonja Baumberger, für die hervorragende Zusammenarbeit.
Liebe Damen und Herren,
kommen wir doch nun noch zu etwas leichteren Themen: Ich nehme Sie noch einmal mit zur Musik: Wir begannen mit „Yellow Ribbon“ und kommen nun zu den Liedern „Gute Freunde, kann niemand trennen“ und „One moment in time“.
„Gute Freunde kann niemand trennen“ wird am 14. März im Kaufbeurer Stadtsaal erklingen. An diesem Tag vor genau 60 Jahren sang der damalige Fliegerhorstchor erstmalig zusammen mit der Tänzelfest Knabenkapelle im Stadtsaal. Genau dort wird es zu einem Revival beim Frühjahrskonzert der Tänzelfest Knabenkapelle kommen.
„One moment in time“ ist das Lied unserer Fliegerhorstkapelle gleich nach meiner Rede. Sie feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum! Für den Fliegerhorst und die Musiker der Kapelle stellt dieses Jubiläum in der Tat einen besonderen Moment dar, eben genau diesen „One moment in time“! Sie bereichert seit 1986 das Stadtleben in Kaufbeuren ungemein. Zu ihren zahlreichen Auftritten gehören unter anderem das Tänzelfest, die Seniorenweihnacht, das Oktoberfest des Standorts und nicht zu vergessen: Die Christmette vor der Crescentia-Kapelle.
Aber auch außerhalb Kaufbeurens machte sich unsere Kapelle einen Namen, wie beispielsweise bei einem Konzert auf dem Nebelhorn, bei Soldatenwallfahrten ins Kloster Andechs bis hin im Kölner Dom. Die Dombesucher applaudierten begeistert und verewigten den Auftritt in zahlreichen Fotos und Videos.
Liebe Gäste, zum Abschluss möchte ich mich bei all denjenigen bedanken, die diesen Neujahrsempfang auf die Beine gestellt haben. Meinen herzlichen Dank für Ihre Arbeit und Ihr Engagement! Vielen Dank an das gesamte Planungsteam um die Projektverantwortlichen Hauptmann Dietmar Bassing, Hauptmann Peter Posselt, Stabsfeldwebel Christian Herschmann und Oberstabsgefreiter Pierre Bartusch, die Klinikküche, die Stadt, die Ordonanzen, das Garderobenpersonal und an alle Weiteren, die diesen Empfang einmal mehr mit viel Herzblut erst möglich gemacht haben.
Ich möchte aber auch Ihnen allen, liebe Gäste, für ihren Einsatz danken – für Ihren Beitrag zum Gemeinwohl, für das Engagement in unserer Stadt und für die Unterstützung unserer Bundeswehr. Lassen Sie uns die Gelben Schleifen als Zeichen der Verbundenheit und des Miteinanders sehen, die uns täglich stärken. Denn gemeinsam sind wir stark – für eine offene, gerechte und sichere Gesellschaft! Gemeinsam stark, auch für Kaufbeuren. Um meine Rede mit dem ESVK und Eishockey zu beenden: Schließt die Reihen, kämpft weiter auch über die 80 Jahre hinweg. Erlauben sie mir noch einen kleinen Spoiler an dieser Stelle für 2026: Ende September wird im Fliegerhorst eine besondere Version des Klassikers „You‘ll never walk alone“ erklingen – wenn ich mich als Kommandeur von Ihnen in einem militärischen Appel verabschiede.
Die drei Gründungsmitglieder Klaus Reggel, Helmut Knall und Hans Block sind noch immer aktiv für die Fliegerhorstkapelle.
Und jetzt viel Freude mit unserer Fliegerhorstkapelle und ihrem Jubiläums-Musikstück „One moment in time“! Von den Gründungsmitgliedern sind der Leiter der Kapelle Klaus Reggel am Flügelhorn und Helmut Knall am Bariton. Zudem sind Hubert Hiemer und Andreas Müller am Tenorhorn, Jörg Rauhut am Schlagzeug, Wolfgang Birzle an der Tuba und Markus Metzner am Flügelhorn.
Herzlichen Dank!
Produktion Video
Fliegerhorst Kaufbeuren
Technisches Ausbildungszentrum der Luftwaffe Abteilung Süd
Apfeltranger Straße 15 | DE 87600 Kaufbeuren
Januar 2026



















